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    Die Rückkehr - Kapitel 1

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    Silphiel
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Silphiel am Di Dez 03, 2013 10:05 pm

    Endlich erhob der alte Magier wieder seine Stimme. Doch das was er sagte, hatte sich Azurita zumindestens bereits zusammengereimt. Sie würde den alten Greis am liebsten fragen ob er nicht, auf Grund seines hohen Alters, etwas vergessen hatte. So zum Beispiel: Alles. Die junge Magierin hielt sich jedoch zurück und meinte nur: "Gut, dann werden wir uns morgen hier wiedersehen."
    Langsam erhob die einstige Dozentin sich von ihrem Stuhl und wandte sich der Tür zu. Sie würde sich in eine der besten Schänken der Hauptstadt begeben. Aufjedenfall sagten, daß die meisten Zwerge mit denen sie gesprochen hatte. Der Silber Greif, war eine durch und durch zwergische Schänke. Sie sollten die besten Biere und Schnäpse der Zwergenreiche bieten. Und wer konnte wissen, ob die Menschen auch nur annähernd so gute Bierbrauer und Schnapsbrenner wie die Zwerge waren? Außerdem hatte sie genug Zeit zwischen vergilbenden Pergamenten und wurmgeschädigten Büchern verbracht.
    Sie hielt jedoch nach ein paar Schritte inne und lenkte ihre Schritte so, daß sie hinter Lodrin vorbeiging. Sie schlug ihm leicht auf die Schulter und meinte: "Wenn ihr schon nicht die Pläne der Magier für die ferne Zukunft willkommen heißt, was haltet ihr von den Plänen einer Magierin für den letzten Tag auf dieser Welt. Das Beste was die Vorratskeller des Silber Greifen zu bieten haben, und das auch noch auf Kosten der Magiergilde." Sie winkte mit dem Geldbrief der magischen Fakultät vor der Nase des Zwerges umher und wandte sich dann mit wehendem Mantel zum Gehen. Etwas lauter fügte sie an: "Ich denke das wäre vielleicht auch der beste Weg uns kennenzulernen. Ihr findet mich aufjedenfall im Silber Greif."
    Noch auf dem Weg zur Tür begann sie sich eine Pfeife zu stopfen und nach einem Schulterzucken murmelte sie seltsame melodisch klingende Worte, worauf eine geisterhafte Flamme den Tabak in Brand setzte. Sie sog genüßlich den aromatischen Rauch ein, während die Strahlen der Nachmittagssonne ihr Gesicht streichelten.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Untergrundpudel am Di Dez 03, 2013 10:23 pm

    Lodrin war begeistert - ein Plan so glorios das er von einem volltrunkenen Zentauren hätte ersonnen sein können! Sehr beruhigend, ein Engel sollte ein Portal öffnen - als ob dieses zerbrechliche Mädchen so wirkte als ob sie irgendetwas das größer als eine Haustüre war öffnen konnte! Und wenn sie es doch konnte, hatte irgendjemand diesen Idioten einmal gesagt das man ein Portal von beiden Seiten nutzen konnte? So viel wusste sogar ER von magischen Portalen! Er brummte erwas unverständliches in den Bart und war redlich erleichtert als er sich das geschwollene geblaber dieses alten Mannes nicht länger anhören musste. Das Leben sei nicht wichtig. PAH was denn sonst? Wenn das Leben nicht wichtig war, dann war nichts wichtig! Er spührte wie ihm jemand auf die Schulter tippte und blickte nach oben. Die Stimme klang weiblich und das seltsam gefärbte Haar ließ keinen Zweifel daran, das es sich um eine Dame handelte. Als die Magierin ihn fragte ob er gewillt war sich hemmungslos zu betrinken - was er ohnehin vorgehabt hatte - erinnerte er sich zurück an seine gute Erziehung. "Ich würde mich geehrt fühlen euch Gesellschaft zu leisten meine Dame." bemerkte er galant und deutete eine Verbeugung an. "Gestattet, dass ich mich bekannt mache - Lodrin Eisenbart mein Name, euch zu diensten." schnurrte er freundlich. Lodrin gehörte zu der Sorte Zwerg die so gewinnend wirken konnte wie ein menschlicher Höfling. Eine Dame war dieses Weib jedenfalls doch nicht, sonst würde sie nicht in der Öffentlichkeit ein Pfeife rauchen, Lodrin bereute es keine Pfeife bei sich zu tragen, vielleicht ließ sich ja noch eine Pfeife erwerben, er würde jedenfalls genug Schnaps einkaufen um eine Halbes Batallion - verdammt, er war Pleite! Lodrins Stimmung sank auf ein persönliches tief. Jetzt würde er sich sogar noch von einer Frau feilhalten lassen müssen, was war bloß aus Lodrin Eisenbart geworden, ein jämmerliches Elend auf dem Weg zum Schafott!
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Silphiel am Di Dez 03, 2013 10:47 pm

    Azurita hörte hinter sich wie der Zwerg sich erhob und sich in der klassischen Weise vorstellte. Sie drehte sich zu ihm um, keck einen Rauchring blasend und meinte: "Gut, gut. Azurita von Hohenstadt, zu Diensten. "
    Sie freute sich richtig auf diesen Nachmittag. Hoffentlich kamen noch mehr von den anderen mit, nicht nur weil es dann lustiger werden würde, sondern weil es auch für die alten Geizhälse richtig teuer werden würde. Sie würde heute abend Trinken, Rauchen und Singen so lange sie konnte. Schließlich würde sie morgen in eine neue alte Welt aufbrechen.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von wilpito am Mi Dez 04, 2013 8:32 am

    Korbin folgte den Anderen zügig nach Draußen und war direkt hinter der Magierin Azurita und dem Zwerg Lodrin, als sie sich gegenseitig vorstellten. Erst als er außer Hörweite des Erzmagiers war fluchte er halblaut vor sich hin: „Immer diese Sesselpupser. Gehen fest davon aus, dass man für sie durch die Hölle geht und tun so, als wäre das eine kleine Wanderschaft zu den alljährlichen Wettspielen in Kusshausen. Früher hab ich es zumindest noch immer geschafft den Erzmagier mit meinen Zitaten aus alten Büchern aus der Fassung zu bringen, aber selbst dazu ist er zu träge geworden.“
    Korbin nahm die seltsamen Blicke zur Kenntnis, die man ihm zuwarf. Irgendjemand aus der Menge meinte gehässig: „Oder er kennt schon alle deine dummen Sprüche.“
    „Ist ja schon gut“, sagte er zu niemandem Bestimmtes. „Ich bin halt schon ein alter Knacker, auch wenn ich erst wie 30 aussehe. Und irgendwann geht einem das ewig selbe Getue auf die Nerven.“
    Korbin beschleunigte seine Schritte bis er auf der Höhe von Azurita war, die grad eben mit einem Geldbrief gewunken hatte.
    „Hab ich da grad richtig gehört? Wir treffen uns im Silber Greif? Ihr habt hoffentlich nichts dagegen, wenn ich mich zusammen mit meiner Reisebegleitung euch anschließe?“ Er sah sie und Lodrin an. „Entschuldigt, ich vergaß mich vorzustellen. Korbin, Korbin Bär. Gestaltwandler und Heiler und wahrscheinlich das einzige künstlich erschaffene Wesen dieser Welt, das noch lebt und denken kann.“


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Synthoras am Mi Dez 04, 2013 10:32 am

    Während alle anderen aufstanden und missmutig murmelnd zur Tür strebten blieb Raimee einfach sitzen. Sie hatte den Kopf gesenkt um sich auf die Dinge zu besinnen die sie gelernt hatte. Als sie den Arm leicht bewegte konnte sie die zärtliche Umarmung des Messers spüren das sie im Ärmel versteckt trug. Es musste getan werden. Ihr Zorn war entflammt, ebenso wie Ihr beruflicher Ehrgeiz. Die hohlen Worte mit denen sie abgespeist worden war genügten ihr in keinster Weise. Sie würde Ihre Antworten erhalten,. Wie und in was für einem Zustand der Erzmagier diese geben wollte war seine Entscheidung. Wie beiläufig zog sie die Handschuhe aus und erhob sich von Ihrem Stuhl um scheinbar hinauszugehen. Sie ging extra den längeren weg und ging am Stuhl des Erzmagiers vorbei. Gerade wollte sie mit einer zufälligen Bewegung das Gift verteilen als sie plötzlich innehielt.

    Nachtrag vom 05.12. 00:55 Uhr

    Etwas stimmte nicht sie spürte nein SAH es.
    Eine Aura schimmerte rötlich rund um den Erzmagier.
    Schnell ließ sie die Hände sinken hielt auch nicht inne in Ihrem Schritt sondern verließ einfach den Saal ohne sich noch einmal umzudrehen.
    Als sie aus der Ratskammer hinaustrat ertönte neben Ihr ein zartes Stimmchen "Warte mal Raimee" Verdutzt drehte sie sich um und erblickte die Engelin die wohl vor der Tür auf sie gewartet haben musste.
    "Oh hallo ähhm Eireen richtig?" Fragte sie mit den Gedanken immer noch bei dem eben Geschehenen und sah dem Engel in das schöne Gesicht.


    Zuletzt von Synthoras am Do Dez 05, 2013 1:02 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Silphiel am Mi Dez 04, 2013 11:16 am

    Azurita von Hohenstadt:

    Einer ihrer zukünftigen Mitstreiter stellte sich, nachdem er sich über den Erzmagier beschwert hatte, als Korbin Bär vor. Die Pfeife im Mundwinkel antwortete Azurita: "Angenehm, Azurita von Hohenstadt. Meines Zeichen Dozentin an der Magischen Universität zu Hohenstadt."
    Nach einem kurzen Huster und einem hastigen Ziehen an der Pfeife, fuhr sie fort: "Natürlich, wenn sie den Erzmagier auf lange Sicht ärgern wollen, trinken sie so viel wie sie können. Das wird Ende des Jahres einiges Bartgeraufe geben. Und über das künstlich müssen wir uns dringend unterhalten. Aber erst im Silber Greif. Es redet sich besser in geselliger Runde."
    In Gedanken jubilierte die Magierin, es wurde immer besser. Erst eine Engelin und jetzt ein künstlich erschaffener Gestaltwandler?! Was kam als nächstes? Ein Drache in Menschengestalt? Oder ein Silberner Greif, wie in der alten Zwergenweise?


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von wilpito am Mi Dez 04, 2013 11:25 am

    Korbin Bär
    „Der Meinung bin ich auch“, stimmte ihr Korbin zu. „Ich darf mich dann kurz entschuldigen. Ich muss noch mal kurz Heim, schnell packen und meine Begleitung holen. Ich stoße in spätestens einer halben Stunde im Silber Greifen zu Ihnen.“ Er wartete die Antwort nicht ab und bog in die nächste Seitenstraße ein, in der seine Wohnung war.

    „Nanu, schon wieder da?“, flötete Jakirie, als er die Wohnung betrat. „Fällt die Reise aus?“ Sie war nur im Boran und dabei Wäsche zu waschen.
    „Nein. Wir gehen in die Welt der Menschen, und du darfst mit“, saget er. „Wir wollen uns heute Abend noch im Silber Greifen treffen um uns kennen zu lernen. Kommst du mit?“
    Sie sah ihn nachdenklich an. „Na gut, aber nur unter zwei Bedingungen: Erstens, du versuchst mich diesmal nicht dazu zu zwingen mehr Alkohol zu trinken als ich vertragen kann.“
    Korbin nickte dazu.
    „Und zweitens du reißt dich zusammen, dass du wenigstens noch allein heim laufen kannst. Ich hab keine Lust in der Nacht wieder nach irgendwelchen Typen zu suchen, die dich gegen ein paar Silberstücke heim tragen auf dass du dann die ganze Wohnung vollkotzt“. Jakiries Flöten war in wütendes Tschilpen übergegangen.
    „Ist ja schon gut“, sagte er beschwichtigend. „Ein für alle mal. Wenn ich nach zu viel Saufen nicht mehr laufen kann, dann lass mich um Himmelswillen dort liegen, wo ich umgefallen bin. Aber du hast Recht. Uns steht morgen noch eine Besprechung beim Rat bevor, und da sollte ich halbwegs aufnahmefähig sein. Und ehe ich morgen alles vergesse, packe ich jetzt meine Taschen. „Kann ich für Dich irgendetwas mit einpacken, damit du es nicht im Flug mitnehmen musst?“
    „Weißt du schon wie warm oder Kalt es auf der anderen Welt ist? Brauche ich meinen Winterkershan oder reicht der Leichte, den ich immer im Flugsack mitnehme?“, flötete Jakire.
    „Keine Ahnung“, brummelte Korbin. „Wir Wissen bis jetzt noch fast nichts über die Welt der Menschen, deswegen müssen wir schließlich dahin. Am Besten ich packe deine warmen Sachen mit ein, wenn Du sie mir zurechtlegst.“
    „Morgen früh“, flötete sie. „Ich hab einiges was ich brauche grad eben erst gewaschen. Das muss über Nacht noch am Feuer trocknen.“
    „Na gut, dann pack ich mal.“
    Korbin stellte den Bunten Rucksack auf den Stuhl und packte ihn aus. Ein kleiner Beutel mit Eukalyptusblättern, drei Tiegel mit verschiedenen Heilsalben und Verbandszeug landeten auf dem Tisch. Dazu kam eine Rolle aus Leder, in der er einige Chirurgischen Instrumente aufbewahrte. Als der Rucksack leer war, schüttelte er ihn aus, damit auch der letzte Staub heraus fiel.
    Dann sichtete er die Vorräte auf dem Tisch. Mit dem Beutel für die Eukalyptusblätter ging er hinunter in den Keller und stopfte fast den gesamten Rest an Eukalyptus, den er dort gelagert hatte hinzu, bis der Beutel Prallvoll war. Ein Blatt steckte er wie immer in das Geheimfach hinter dem Bruststück von seinen Hosenträgern. Dann begab er sich nach oben und ergänzte den Vorrat an Verbänden mit dem was er in seinem Zimmer liege hatte. Die Inspektion seiner Chirurgischen Werkzeuge dauerte dann nur wenige Minuten, denn die Skalpelle, Klammern, Zangen und die Knochensäge wurden von ihm regelmäßig überprüft und gereinigt.
    Dann legte er zunächst warme Winterkleidung und etwas zum Wechseln in den Rucksack und packte die Ausrüstung darauf. Damit war der Rucksack voll. Oben drauf schnallte er zwei dicke Schlafdecken, eine für sich und eine für Jakirie. Der Rucksack landete Neben der Tür zusammen mit dem Wanderstab. Einer plötzlichen Eingebung folgend holte er noch sein Jagdmesser aus Zwergenstahl und die acht Beutel mit Schlafgas, die er vor einiger Zeit als Bezahlung für eine Heilung von einem Schwarzmagier bekommen hatte. Etwas Wäsche kam wieder raus und die Beutel in den Rucksack.
    Dann holte er seinen Schultersack und packte die entnommen Sachen hinein. Sein Predigertalar, weitere Ersatzwäsche, Seife in einer hölzernen Dose, Zahnpulver und Putzhölzer und zwei Handtücher kamen dazu.
    „Wenn ich für Dich auch Handtücher und Waschzeug einpacken soll, dann leg es mir bitte bis morgen früh auf den Tisch“, saget er zu Jakirie, die inzwischen damit begonnen hatte die gewaschenen Sachen neben dem Feuer aufzuhängen. „Wie lange brauchst du noch?“
    „Bin gleich fertig“, zwitscherte sie. „Kannst du schon mal das Waschwasser ausgießen“
    „Korbin trug den Eimer mit dem Waschwasser in die Bedürfnisniesche und goss den Inhalt in die Rinne. Dann sah er ihr zu, wie sie das letzte Stück aufhängte und ihren dünnen Kershan überwarf, der nicht nur ihren vom Boran nur unzureichend bedeckten Körper verhüllte, sondern auch ihre Flügel und die Krallenfüße vor neugierigen Blicken verbarg.
    Sie setzte die Kapuze auf. „Gehen wir“, flötete sie.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Gast am Mi Dez 04, 2013 2:01 pm

    Cifer
    Auch Cifer folgte den anderen Personen nach draußen und stellte sich vor.
    “Cifer, einfach nur Cifer, Bastard und Gestaltenwandler.“ Er folgte dem Rest der Gruppe.
    Wer wusste schon, ob es dort wo sie hinwollten so guten Wein gab, wie in dieser Welt.
    Vielleicht war es ja seine letzte Gelegenheit, sich mal so richtig die Kante zu geben.
    Packen musste er nicht, da er eigentlich keinen festen Wohnsitz hatte und alles was er besaß immer bei sich trug.
    Ironischerweise tat er das auch, weil er sich sorgen machte bestohlen zu werden.
    “Wenn man dem Erzmagier so zuhört, könnte man meinen er redet von einem kleinen Spaziergang.
    Also meiner Meinung nach hält der Kerl ziemlich viele Informationen zurück.“ meinte er zu den Anderen.
    Eine so bunte Truppe wie sie würden wohl auch mit Tarnung noch auffallen.

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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Grazine am Mi Dez 04, 2013 2:47 pm

    Ellyn war wie vor den Kopf gestoßen. Sie stand in dem großen Flur vor dem Saal und überlegte.
    Sie hatte gehört, dass die anderen zum "Silbernen Greif" gingen. Sie konnte die bunte Truppe gerade noch um die Ecke biegen sehen.
    Sie war nicht eingeladen worden, sich ihnen anzuschließen. Es wäre unhöfflich es doch zu tun. Sorgen stiegen in ihr hoch.
    Was sollte sie tun, wenn die anderen sie nun als Außenseiterin sehen würden?
    Ellyn rief sich die Namen ins Gedächtnis. Die lilahaarige Magierin, der Zwerg Lodrin und der merkwürdige Gestaltenwanler Korbin Bär waren die präsentesten, ihrer Meinung nach.
    Trotzdem waren noch andere mitgegangen.
    Und da viel ihr ein Name ein, den sie nicht in diese Gruppeneinordnen konnte. Einen Namen, der sie nachdenklichmachte.
    Und wie gerufen huschte die Trägerin dieses Namens an ihr vorbei.
    »Warte mal, Raimee!«, rief sie.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Untergrundpudel am Do Dez 05, 2013 8:03 pm

    LODRIN

    Lodrin dachte gar nicht dran irgendwo anders hinzugehen als Azurita von Hohenstadt, nicht nur weil sie offensichtlich ein ganz guter Kamerad zu sein schien, sondern vor allem weil er nicht wusste was er sonst tun sollte. Er folgte also der Magierin und begann sofort ein Gespräch aufzubauen. "Aus Hohenstadt kommt ihr also. Seid ihr dort aufgewachsen oder kommt ihr vom anderen Ende der blauen Berge." scherzte er auf ihre Haare deutend. "Ich selbst stamme ja aus dieser Stadt und wurde von dieser ganzen Angelegenheit recht kalt erwischt. Stellt euch vor ihr kommt von einer nächtlichen Lustwandelei nach Haus und werdet direkt in eine Kutsche gestopft und hierhin gekarrt. Hat man euch auch so plötzlich zu dieser Mission geladen oder hattet ihr mehr Zeit euch auf das ganze Einzustellen?" fragte der Zwerg, der sich Anstrengen musste um mit den langen Beinen den Menschenfrau mitzuhalten. Er hasste es immer wie ein Kind zu wirken, warum konnte er nicht größer sein, wenigstens ein paar Spannen wäre schön.
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Silphiel am Fr Dez 06, 2013 3:56 pm

    Azurita von Hohenstadt:

    Während Azurita durch die Stadt marschierte, der Mantel in einer kühlen Nachmittagsbrise wehend und die Pfeife in ihrem Mundwinkel, begann Lodrin mit ihr zu reden. Sie lächelte und meinte zu dem Zwerg, der sichtlich Mühe hatte mit der enthusiastischen Magierin mitzuhalten: "Meine Eltern sind die werte Frau Andara und der Herr Olkatosh, Inhaber des größten Handelshauses Hohenstadts. Ich habe meine Kindheit in der Tiefen Stadt verbracht und bin dann in die Akademie geschickt worden."
    Als sie um eine weitere Ecke bog, bei der eine Gruppe Zwerge um die kriegerische Gestalt herumfloß, bemerkte sie, daß Lodrin auf ihre Haare deutete und meinte: "Eine der vielen Lehrgelder, die ich zu zahlen hatte, um bis hier zu kommen," sie unterbrach sich um den Zwerg auf das große Fachwerkgebäude aufmerksam zu machen, das mit einem großen Schild ausgestattet war, auf dem ein silberner Greif prangte mit dem eher überflüßigen Schriftzug "zum Silber Greif", "Seht, dort ist sie. Die beste Schänke unseres Volkes in der Hauptstadt."
    Sie betrat mit dem Zwerg die Schenke und kaum hatte sie sich an die etwas stickige Luft und die anderen Lichtverhältnisse gewöhnt, steuerte sie einen großen leeren Tisch an und warf sich auf einen Stuhl.


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    "Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Grazine am So Dez 08, 2013 7:47 pm

    Der Engel schenkte der hübschen Gestaltwandlerin ein zurückhaltenes Lächeln und schüttelte zögerlich ihre Hand.
    Raimees Händedruck wahr fest und der Blick aus ihren grünen Augen hinterließ ein etwas mulmiges Gefühl in Ellyns Magen.
    Fast gefährlich, fand der Engel.
    »Elly. Also ich meine, ich heiße Ellyn «, stotterte sie. Als ihr gegenüber nicht sofort antwortete, fügte sie hinzu: »Nicht Eireen. Aber Eireen ist auch ein sehr schöner Name. Ich wollte eigentlich nur... ähm...«, sie versuchte, ihre durcheinanderwirbelnden Gedanken zu ordnen, »Ah, ich wollte fragen, ob du heute Abend mit den Anderen in diese Schenke gehen wirst. Ich meine, falls du ihnen hinterhergehen möchtest, könnten wir zusammen gehen.«
    Weil ich mich nicht traue, alleine zu gehen, hatte Ellyn sich verkniffen, aber sie war sich ziemlich sicher, dass man diesen letzten Satz in ihren Augen ablesen konnte.


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    Runa und Sina

    Beitrag von Liassa am So Dez 08, 2013 9:47 pm

    Runa
    Runa blinzelte zu den hohen Mauern der Hauptstadt hinauf. Nach so vielen verschiedenen Städten, die sie gesehen und in denen sie gelebt hatte, war so eine große Stadt doch immer wieder beeindruckend. Aufgeregt und mit einem Grinsen im Gesicht drehte sie sich zu ihrer Schwester Sina um, die etwas abseits stand und eher skeptisch gegenüber der nächsten Stadt aussah. Runa seufzte leise, Sina hatte das Leben im Wald schon immer dem in der Stadt vorgezogen, doch wegen ihrer kleinen Schwester kam sie doch immer wieder zur nächsten Stadt mit. "Ach komm schon Sina, so schlimm ist es bestimmt auch wieder nicht! Ich verspreche dir auch, dass ich mich diesmal zusammenreißen werde. Ehrenwort." Und mit einem letzten Augenzwinkern in Richtung ihrer großen Schwester ließ sie sich von der Menge mitziehen, hinein in die Hauptstadt.

    Sina
    Mit einem gespielt bösen Blick sah sie ihre grinsende Schwester an, die ihr noch ein letztes Augenzwinkern schenkte und dann in der Menge verschwand und durch das riesige Stadttor ging, das selbst die grosse Menge verschwindend klein erschienen liess. Langsam folgte sie ihr, an Menschen, Zwergen und anderen Wesen vorbei. Sie konnte erstaunlich viele verschiedene Rassen in den Gewimmel erkennen, wohl am Häufigsten konnte sie Menschen, Zwerge und ein paar andere Gestaltwandler erkennen. Bei einigen war sie sich nicht sicher, ob es vielleicht doch Elfen waren, jedoch waren diese nicht einfach von Menschen zu unterscheiden.
    Die Stadt selbst sah nicht wirklich anders aus, als so viele Städte in denen sie bereits war, auch wenn hier angeblich viele verschiedene Baustile auf einem Haufen stehen. Doch hier konnte sie nur einige weisse Häuser sehen, dazu ein paar kunterbunte Wände. Mehr konnte sie noch nicht erkennen, dazu waren zuviele grössere Leute um sie herum. Glücklicherweise konnte sie gelegentlich den Kopf ihrer Schwester zwischen den Lücken in der Menge erkennen, sodass sie ihr weiter nachlaufen konnte.
    Unwillkürlich musste sie an ihre eigene Frisur denken, die sie heute zu einem engen Zopf zusammengebunden hatte, und ihre Hand zuckte nach oben zu ihren Ohren und den Haaren, die rundherum verliefen. Dann liess sie ihre Hand wieder sinken und blickte noch ein letztes mal zu dem Stadttor zurück, bevor sie sich ein wenig nach vorne drängte um ihre Schwester einzuholen.

    Zwei Tage später
    Runa
    "Es tut mir leid, wirklich! Aber der Kerl hat mich provoziert, ehrlich!" Runa rannte durch die Straßen der Hauptstadt, Sina direkt hinter ihr. Natürlich hatte Runa ihr Versprechen gegenüber ihrer großen Schwester nicht eingelöst und hatte sich nach gerade mal zwei Tagen in der Hauptstadt in einen heftigen Streit verwickeln lassen. Danach war sie so sauer gewesen, dass sie sofort zum Haus ihres Herausforderers, Zoiran, gelaufen war, um ihn ein bisschen ärmer zu machen. Runa schämte sich ja selbst manchmal dafür, aber sie konnte nichts gegen ihre Kleptomanie tun. Sie fühlte sich einfach nicht wohl, wenn sie nicht ab und  zu etwas stahl, vor allem nicht nach einem Streit. Sie fragte sich manchmal selbst, warum Sina sie nicht schon längst aufgegeben hatte, doch die große Schwester war ihr nie lange böse und dafür war Runa wirklich dankbar.
    Auf jeden Fall jagten Zoiran und seine Verbündeten die Beiden durch die Stadt, was nichts Neues für sie war aber trotzdem keine wirklich schöne Erfahrung. Runa fluchte innerlich, normalerweise würde sie jetzt so zielstrebig wie möglich das nächste Stadttor ansteuern, aber sie waren mitten in der Stadt und durch die verwinkelten Gassen würde es eine ganze Weile dauern, bis sie endlich draußen waren. Also schauten sie sich nach einem Versteck um, nicht zu zentral, aber öffentlich genug um unterzutauchen. Und dafür eigneten sich Schenken, in die gerade eine größere Ansammlung von Menschen lief hervorragend.

    Sina
    Ausnahmsweise einmal wütend blickte sie zu ihrer Schwester, die vor ihr durch die Strassen lief und es einfach nicht lassen konnte, sie beide in Schwierigkeiten zu bringen. Was genau passiert war konnte sie nicht sagen, aber sie ahnte es bereits, so hatte es wahrscheinlich mit dem Jungen zu tun, mit dem sich ihre Schwester angelegt hatte. "Wenn du es wenigstens einmal hinkriegen würdest, nichts zu hinterlassen, was auf dich schliessen lässt. Was tust du jedesmal? Eine namentliche Entschuldigung in die Wand ritzen?"
    Ein wenig besorgte achtete sie auf die Füsse ihrer Schwester, die sie wegen ihrer Geschwindigkeit zwar nicht wirklich erkennen konnte, jedoch auch deshalb ständig Sorgen hatte, dass ihre Schwester einmal stolpern würde. Nur zur Sicherheit lief sie also hinter ihr.
    Wieder rannten sie an einem Stapel Kisten vorbei, den diesmal beinahe sie erwischte, doch konnte sie gerade noch ausweichen. Dafür hörte sie hinter sich ein Poltern und Fluchen, das aber schon bei der nächsten Biegung wieder gedämpft wurde.
    "Komm schon, da vorne rein", rief sie, während sie halb aus Reflex auf die Taverne zeigte, die gerade eine kleinere Frau betreten hatte. Noch bevor die Türe wieder zugefallen war, waren Sina und Runa in der Schenke und sie beide verfielen sofort in einen langsameren Schritt, wobei sie Acht geben mussten um nicht sofort die Frau und eine andere kleine Person an ihrer Seite umzurennen. "´Tschuldigung", murmelte sie kaum hörbar, während sie stehenblieb und dem Trappeln ihrer Verfolger lauschte, die gerade an der Taverne vorbei gerannt waren. Leiser werdende Rufe begleiteten sie, die sie vorhin gar nicht wahrgenommen hatte.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Gast am So Dez 08, 2013 10:04 pm

    Cifer
    Zuerst fühlte er sich ziemlich stehengelassen, doch dann entschied auch er sich, zur Taverne zu gehen.
    Gut dann eben alleine, er war sowieso nicht erpicht auf Begleitung, auch wenn es mit mehr Personen meistens lustiger war.
    Schon vor der Taverne wurde der Gestaltenwandler fast von einer wütenden Gruppe fast über den Haufen gerannt. Er konnte gerade noch in eine kleine Gasse ausweichen. Nach diesem kleinen Vorfall betrat er die Taverne. Dort entdeckte er auch Lodrin und Azurita wieder, die gerade in ein Gespräch vertieft waren und zwei junge Damen, die aussahen, als ob sie gerade ziemlich schnell vor etwas oder jemandem geflüchtet waren.
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Synthoras am So Dez 08, 2013 11:21 pm

    Raimee war von der direkten und freundlichen Art des Engels überrascht ließ sich aber nichts anmerken. Würde sie heute Abend ebenfalls in die Taverne gehen? Eigentlich war sie zwar eher eine Einzelgängerin doch wollte sie auch wissen was weiter beschlossen wurde. Schließlich war sie nun ein Mitglied dieser seltsamen Zusammenkunft. Eine Weile sah sie noch in Ellyns unschuldige Augen dann nickte sie knapp und rang sich ein kurzes lächeln ab. Himmel sie hatte seit einer Ewigkeit nicht mehr gelächelt. Das viele Blut das Ihr im laufe der Zeit über das Gesicht gespritzt war hatte wohl auch ihre Fröhlichkeit weggewischt. "Gerne" Sagte sie möglichst freundlich und dachte unwillkürlich "Dieser Engel hat bestimmt noch nie den Tod gesehen".
    Dann schalt sie sich für diesen lächerlichen Gedanken. Waren Engel nicht Seelen aus dem jenseits die auf die Erde zurückgekehrt waren um gutes oder böses zu tun?
    Genau wusste sie es nicht. Ihre eigenartigen Gedanken abschüttelnd öffnete sie das große Portal. Dabei vergaß sie das es aus Eisen war und sie noch nicht ihre Handschuhe übergezogen hatte Deshalb verbrannte sie sich mal wieder die Handflächen. "Hmpf" stieß sie unterdrückt aus und zog die Hände zurück. "Ich weiß nicht wieso ich so auf Eisen reagiere" Teilte sie der wartenden Ellyn mit und drehte sich halb zu Ihr um. "Seit ich mich zurückerinnern kann habe ich diese seltsame Allergie...
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von wilpito am Mo Dez 09, 2013 8:39 am

    Korbin blieb stehen, als er gegenüber vom Silber Greif aus einer Seitenstraße kam und ließ einige Passanten queren. Jakirie trat neben ihn. „Soll ich wirklich mit da rein gehen?“, fragte sie leise flötend.
    „Aber sicher“, saget Korbin aufmunternd und legte ihre seine Hand um die Hüfte. Er schob sie vorsichtig über die belebte Straße und öffnete ihr dann galant die Tür der Gaststätte.
    Nach ihr trat er ein und sah sich um.
    Als erstes entdeckte er dei blauen Haare von Azurita. Als er sich zu dem Tisch in Bewegung gesetzt hatte, entdeckte er zwei der Anderen aus dem Ratssaal am Tisch, aber noch waren nicht alle erschienen.
    Korbin schob Jakierie zu dem Tisch und bat sie auf der Eckbank Platz zu nehmen. Er selbst rutschte ihr nach, bis er Azurita gegenüber saß.
    „Darf ich Bekannt machen: Magierin Azurita von Hoenstadt, Lodrin Eisenbart, Cifer, wenn ich mich nicht irre  und meine Begleiterin ist Jakirie von den Flie, die leider unsere Sprache nicht spricht aber verstehen kann,.“ Er warf ein Blick zum anderen Ende des Tisches, wo sich einige noch nicht entschließen konnten sich hinzusetzen. Vor allem zwei Werkatzen, die auch in ihrer menschlichen Gestalt Ohren und Schwanz beibehielten fielen ihm auf. Er konnte sich nur nicht erinnern, sie im Ratssaal gesehen zu haben.

    Er entdeckte Tamrin Eisenfaust, den Besitzer des Silber Greif und winkte ihn zu sich.
    „Tamrin, hast du noch von dem roten Bergeiswein in deinem Keller?“
    „Muss ich mal nachsehen“, meinte der Zwerg. „Aber ein Fläschchen hab ich mit Sicherheit noch. Habt ihr was Besonderes zu Feiern?“
    „Kann man so sagen, aber allein dass der Rat unsere Getränke zahlt ist Anlass genug.“
    „Das kann man wohl sagen“, stimmet Tamrin im zu und rieb sich unauffällig die Hände.
    Korbin wandet sich an Jakirie. „Trinkst du ein Gläschen mit?“
    „Gern“, flötete sie. „Bei dem Wein den die Zwerge aus den Trauben meiner Heimat machen kann ich nicht wiederstehen.“
    „Also, dann schon mal zwei Gläser zur Flasche“, sagte er dem Wirt, der die Bestellung wohlwollend zur Kenntnis nahm und sich dann an Azurita wandte: „Was darf ich Ihnen bringen?“


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Silphiel am Mo Dez 09, 2013 9:25 am

    Azurita von Hohenstadt:

    Während Azurita Gedanken verloren weiter ihre Pfeife schmauchte, kamen nach und nach einige aus der Versammlung in den Silber Greif. Zwischendrin entstand etwas Aufregung an der Tür, als zwei kleine Gestalten etwas schneller hereinwuselten. Gut, gegen Lodrin und andere Zwerge, waren sie immer noch Riesen, doch die Magierin dachte nicht alles in zwergischen Dimensionen.
    Die beiden waren ziemlich offensichtliche Katzenwandler. Die Schwänze und die Katzenohren sprachen klare Worte. Doch Azurita kümmerte sich nicht all zu viel um die zwei. Es gab genügend Wandler, zwei saßen mittlerweile mit ihr am Tisch.
    Fast von der immensen Erscheinung Korbins verdeckt, war auch eine der höchst seltenen Flie an den Tisch gekommen.
    Sie begrüßte die Flie freundlich und wartete geduldig, während der kleine Wirt sich, um Korbin und Jakirie kümmerte. Als Tamrin sich ihr zuwandte, fuhr sie sich nachdenklich mit einer Hand durch ihr dunkelviolettes Haar und meinte schließlich: "Erstmal ein gutes Pilz und etwas Brot mit Braten."
    Nach einem kurzen Augenblick fügte sie deutlich lauter hinzu: "Bevor ich es vergesse: Saalrunde!"
    Sie war sich ziemlich sicher, daß das nicht gerade oft vorkam. Sie würde sicherlich noch die eine oder andere Saalrunde ausrufen, bevor dieser Tag zur Neige ginge.
    Die anderen Gäste, viele Zwerge aber auch einige gemischte Gruppen, bekundeten deutlich ihre Zustimmung.
    Sie reichte Tamrin den Geldbrief der Magiergilde und meinte, mit einem spitzbübischen Lächeln: "Die Leute hier am Tisch gehen alle auf mich."
    Tamrin zeigte sich sofort von seiner besten Seite, als er den Brief sah. Der Zwergenwirt freute sich bereits auf einen schönen Kassensturz am nächsten Morgen.
    "Kommt sofort, meine Dame.", antwortete der Zwerg geflissentlich und wuselte dann sofort los, um von allen restlichen Gästen die Getränkwünsche zu erfahren.
    Azurita lehnte sich wieder zurück und meinte zu Lodrin, das unterbrochene Gespräch wieder aufnehmend: "Und ihr seit vermutlich der Sohn des Handelshauses Eisenbart. Meine Eltern hatten immer ziemlich Respekt vor den Fähigkeiten eures Herren Vaters. Scheint so, als hätte der alte Eisenbart nicht all zu viele Sorgen, um die Zukunft seiner Handelsuntenehmungen."
    Sie beließ es bei der Andeutung, sie glaubte, daß Lodrin die Frage schon heraushören würde.


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    "Mit Feder in der Hand habe ich, mit gutem Erfolg, Schanzen erstiegen, von denen andere mit Schwert und Bannstrahl bewaffnet zurückgeschlagen worden sind."

    "Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
    Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
    Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,
    lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
    Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
    Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
    Die Liebe hört niemals auf."

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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Gast am Mo Dez 09, 2013 4:27 pm

    Sina zog ihre Schwester ein wenig zur Seite, als die Türe wieder aufging und die nächsten Gäste hereinkamen. Die meisten bereits Anwesenden waren Zwergen wie sie sehen konnte, doch betrat gerade nach und nach eine kunterbunte Ansammlung von Wesen die Taverne, die sich alle zusammen an einen Tisch setzten. Unsicher, wie sie sich hier drinnen verhalten sollte, sah sie sich nervös um und betrachte die Anwesenden, wovon sogar bereits die eine oder andere Person scheinbar betrunken im Stuhl zusammengesunken war. Soweit sie sehen konnte hatten die Zwerge allesamt Bärte und nach ihrer Einschätzung waren bloss Männer anwesend, was jedoch in dem teilweisen Halbdunkel nur schwer zu erkennen war. Lediglich die Gruppe, die eben die Taverne betreten hatte war anders. Sowohl Frauen als auch Männer sassen an dem grossen Tisch, der, wie sie nebenbei bemerkte, wohl aus Eichenholz gemacht war, dazu waren sie mit einer zwergischen Ausnahme alle gross gewachsen und überragten sie und ihre Schwester.
    Gerade in dem Moment als sie sich endlich in Bewegung setzte, da sie die Gelegenheit nutzen und nach dem Lauf von vorhin etwas trinken wollte, geriet der ganze Raum in eine noch grössere Unruhe, als sie gerade eben noch geherrscht hatte. Während sie auf einen kleinen Tisch neben der Mischgruppe zusteuerte, darauf hoffend dass ihre Schwester ihr folgte, konnten ihre Ohren mehrmals das Wort "Saalrunde" erhaschen und aus den Augenwinkeln sah sie, wie der Wirt geschäftig durch den Raum eilte. Dann setzte sie sich an den kleinen Tisch, von dem aus sie die Gruppe neben sich erkennen konnte. Seltsamerweise machte sie die seltsame Mischung in der Taverne neugierig.
    Als der Wirt nach kurzer Zeit bei ihnen ankam, entschied sie sich schliesslich für einen roten Wein, dessen Name sich hübsch anhörte.
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von wilpito am Mi Dez 11, 2013 8:53 am

    Korbin hörte interessiert zu. Für heute hatte er eigentlich schon genug geredet.
    "Ist das eigentlich rechtens, wenn sie auf Kosten der Magier eine Lokalrunde schmeißt", erkundigte sich Jakirie leise zwitschernd.
    "Eigentlich nicht", saget Korbin leise zu ihr. "Aber wer weiß was sie selbst oder der Rat damit bezweckt. Meinen ersten Auftrag vom Rat hab ich zumindest ähnlich bekommen."
    "Erzähl", flötete Jakirie interessiert.
    "Das war", setzte Korbin an und verfiel dabei automatisch in eine etwas lautere Erzählstimme, "ach was weiß ich vor wievilen Jahren, als ich grad mal aus der Obhut der Magier entlassen worden war.
    Damals kam ich zum ersten Mal in die Stadt und wollte mich in einer Kneipe nur nach Arbeit erkundigen. Dann rief jemand Lokalrunde und ehe ich mich versah, war ich sturzbesoffen.  
    Als ich wieder aufwachte lag ich im Verließ, angeklagt wegen Randaliererei und Sachbeschädigung. Verwunderlich war nur, dass ich nicht die kleinste Schramme hatte, aber das nur mal am Rande.
    Auf jeden Fall stellte man mich vor die Wahl: Entweder meinen Anteil an dem Schaden in Höhe von 50 Silberstücken bezahlen, mich freiwillig zu einer Erkundungsmission in den wilden Nordosten zu melden bei nur 20 Kupferstücke Bezahlung pro Tag oder 100 Tage im Steinbruch von Marasiell. Du darfst Raten, was ich gewählt habe."
    "Die Mission", flötete Jakirie.
    In diesem Moment störte der Wirt, stellte den anderen am Tisch die Getränke hin und kredenzte den Eiswein in zwei geschliffenen Gläsern. Nachdem er Korbin und Jakirie eingegossen hatte stellte er die Flaschen in einem Topf mit Eiswaser. "Ich hab noch zwei Kisten im Keller", raunte er Korbin zu, dann wuselte er davon um weiter Getränke zu verteilen.
    Korbin drehte langsam das Glas und beobachtete die hellrote Flüssigkeit und das Blitzen der Kerzen im Glas. Dann stellete er das Glas ab, ohne Getrunken zu haben, lehnte er sich zurück und wartete. Niemals käme er auf die Idee vor dem edlen Spender zu trinken, denn das war in der Tradition der Stadt die Verplichtung die nächste Runde zu ordern.
    Der Wirt kam nach kurzer Zeit zurück und sagte zu Azurita: "Edle Dame, Ihre Runde ist ausgeschenkt."


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Synthoras am Mi Dez 11, 2013 12:08 pm

    Sie ging hinaus drehte sich nicht noch einmal um und schritt die Straße entlang. Der Engel wie hieß sie noch gleich? Erin ja Erin würde Ihr schon folgen. Den Weg zum Silbergreif kannte sie ziemlich gut denn direkt nebenan hatte einmal ein reicher Kaufmann gewohnt. Jetzt wohnte sein Sohn und Alleinerbe da der Kaufmann unter sehr mysteriösen Umständen "verschollen" war. Damals war Ihr sofort das Nebenhaus mit dem stilisierten Greifen über der Tür aufgefallen und der Gedanke dort zu speisen oder zu trinken war Ihr immer mal wieder gekommen. Doch bei Ihrem vollen Terminkalender hatte sie selten Zeit für solcherlei Vergnügungen und so hatte sie der Besuch des "Silbergreifen" bis zum heutigen Tage aufgeschoben.
    Ganz in Gedanken versunken merkte sie erst als sie vor dem Gasthaus angekommen war als sie schon fast mit der Nase gegen die Tür stieß.
    Sie öffnete die nietenbeschlagene Holztür und befand sich in einem Raum voller Lärm Tabakqualm und vielen Menschen. Den Engel hatte sie schon längst wieder vergessen. Sie konnte die anderen nicht finden denn es war wirklich ziemlich voll.
    Suchend sah sie umher, in der Hoffnung ein bekanntes Gesicht aus dem Ratssaal zu erspähen...
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Élandor am Mi Dez 11, 2013 8:09 pm

    Hier kommt endlich mein1. Kapitel:
    Der Wald ruht still in seiner unendlichen Harmonie und nichts ist zu hören, außer einem gelegentlichen Knacken im Unterholz. Trotzdem sind sie da, die vielen Tiere und Pflanzen. Ich sehe sie nicht, doch ich spüre sie; ihre Angst, ihre Freude, ihre Seelen. Plötzlich stört ein schriller Warnruf eines Vogels die Stille und kündigt das Herannahen eines großen Etwas an. Ich muss lächeln, wenn ich daran denke, wie unwissend sie doch sind. Ich weiß, was sich dort nähert und das lässt mein Herz springen. Es ist Chemon, mein Phönix und Seelentier. Vor einigen Tagen war er ohne ein Wort verschwunden. Ich hatte seine Abwesenheit als Jagd abgetan. Jetzt bricht er durch die Zweige der Bäume, ein sperriger Umschlag hängt in seinem Schnabel.
    „Was hast du dar?“, frage ich in meinen Gedanken.
    „Wirst‘ schon sehen!“, kommt die Antwort. Ich hake nicht weiter nach. Chemon landet sacht auf meiner Schulter. Er hält mir seinen krummen Schnabel hin. Vorsichtig greife ich nach dem Brief; der Umschlag ist aus rauem Pergament und mit rotem Wachs versiegelt. Ein Stempel ist nicht aufgedrückt.
    „Von wem ist das?“, frage ich erstaunt.
    „Jetzt mach‘ schon auf!“, erwidert Chemon. Ich folge seiner Aufforderung. Auf dem Papier im Inneren stehen nur drei Worte: Komm zu mir! Unterschrieben ist mit: Deine Königin.
    Lange Zeit starre ich auf das Papier. Noch nie hatte mich jemand eingeladen. Doch dies ist eine Nachricht der Königin! Und der muss ich nachkommen. Ich schaue meinem Phönix in die Augen. Er nickt. Also laufe ich los.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Untergrundpudel am Mi Dez 11, 2013 8:35 pm

    Lodrin:
    Er war der Magierin in den silbernen Greifen gefolgt. Besagte Lokalität gehörte zu den Schenken die er weniger häufig aufsuchte - sie war etwas zu gesetzt für seinen Geschmack. Der Zwerg trieb sich lieber in zwielichtigen Opiumhölen, Orkischen Grilltavernen oder dem blutigen Ross dem einzigen von einem Zentauren betriebenen Gasthof der bekannten Welt herum. Der Besitzer war ein Zwerg wie er selbst. "Heda Meister Wirt." rief er lautstark nach bevor sie Platz genommen hatten. "Bringt mir ein gutes Bier, dunkel und stark wie ein Ross, mit einer Schaumkrohne die eines Berges würdig wäre!" schließlich erreichten sie die Tisch. Dort bot sich die nächste Herausforderung, der riesige Stuhl. Lodrin trat einige Schritte zurück, nahm Anlauf, sprang ab und zog sich geschickt auf den Stuhl. Er saß schließlich nicht zum ersten Mal an einem Menschentisch, bei den Göttern! Lodrin wurde aus den Gedanken gerissen als sich nach kurzer Zeit besagter alter Mann einstellte begleitet von einer Erscheinung die er lediglich aus Geschichten kannte. Eine Flie - er hatte bezweifelt das es diese Wesen wirklich gab, aber nun durfte er sein Urteil offensichtlich revidieren - vertraut schienen die beiden jedenfalls miteinander zu sein. Sein Bier kam immer noch nicht, mussten die erst noch ein Fass anzapfen? Schließlich sprach Azurita ihn an, er zuckte kurz zusammen. "Äh - ja ich bin der Sohn besagten Handelshauses. Sehr zu meinem Leidwesen wie ich euch versichern darf. Mein Vater scheint nämlich die Absicht zu verfolgen mich nicht etwa zu einem Händler zu machen - sonder zu einem Heldenhaften Zwergenkrieger. Natürlich hat er nicht damit angefangen indem er mir Kampfunterricht zumutet, nein er schickt mich direkt hierhin, wie immer er das auch geschafft hat." knurrte Lodrin recht ungehalten. "Verzeiht, das konntet ihr ja nicht wissen. Ich vergesse meine Manieren einer Dame gegenüber. Aber sagt, führt ihr zufällig eine weitere Pfeife mit euch? Ich habe bei meinem recht überhasteten Aufbruch keine Gelegenheit gehabt irgendetwas mitzunehmen und wage zu bezweifeln das meine Eltern dafür sorgen werden das mit etwas nachgeliefert wird." fragte Lodrin, dem der Duft der Brennenden Pfeife fast schon körperlich weh tat.
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Élandor am Mi Dez 11, 2013 8:42 pm

    Élandor
    Ich stand etwas abseits in dem großen Saal. Ich kannte die anderen nicht, wollte sie aber auch nicht kennenlernen. Plötzlich schwang die große Tür auf und einige Leute kamen hinein. Ein großer Mann trat vor.
    "Danke, dass ihr euch ohne Umschweife auf den Weg gemacht habt", begann er seine Rede.
    "Ich möchte gleich auf den Punkt kommen. Denn es ist wahr, wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Die Menschen verpesten unsere Welt Tag für Tag mehr und der Moment ist nun gekommen in dem wir einschreiten müssen. Wir müssen unsere Welt zurück gewinnen, bevor nichts mehr von ihr übrig ist, doch die Macht des Rates und der Heere hier in unserer Parallelwelt reicht nicht aus. Deshalb brauchen wir euch. Ihr seid unsere Helden, die zurück in unsere Welt geschickt werden, um Informationen zu sammeln und uns Auskunft zu geben. Um sie von Innen zurück zu erobern."
    Ich sah die anderen Anwesenden, die überrascht dreinblickten, einer wirkte angewidert und verzog das Gesicht. Als der große man schwieg, begann die Gruppe im Raum zu sprechen und ein Gemurmel erfüllte den Saal.
    (an dieser Stelle überspringe ich die Ereignisse, wie Scath es mir empfohlen hat.)
    Draußen: Wir alle standen in einer Runde zusammen, zu der ich wohl oder übel ebenfalls gehörte. Gemeinsam stellten wir uns einander vor. Ich begnügte mich mit einem Gemurmelten "Élandor", dann schwieg ich erneut.
    "Wir sehen uns dann alle im Silber Greifen!", sagte einer der anderen. Statt mich zu verabschieden ging ich geradewegs auf den Wald zu, um Chemon zu holen.

    "Kommst du, Chemon?" Schnell erzählte ich ihm von den jüngsten Ereignissen.
    "Dann lass uns aufbrechen", meinte der Feuervogel. Er ließ sich auf meiner Schulter nieder und gemeinsam begaben wir uns auf den Weg zum "Silber Greif".

    Der Raum der Schänke war voller Wesen. Hauptsächlich Zwerge, aber in einer Ecke entdeckte ich die, mit denen ich mich auf die Reise in die neue Welt begeben würde...


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von Silphiel am Mi Dez 11, 2013 9:33 pm

    Azurita von Hohenstadt

    Die junge Magierin bekam schließlich ihr Bier und stand schließlich auf und erhob dabei den gut gefüllten Krug: "Lasst uns trinken und feiern, den Ahnen zur Ehr'"
    Es war ein einfacher zwergischer Trinkspruch, doch der Abend war ja auch noch jung. Sie setzte den Krug an und leerte ihn beinahe bis zur Hälfte. Sie hatte sich schon lange nicht mehr richtig gehen lassen und das hier war der perfekte Ort dafür.
    Zu Lodrin meinte sie: "Nun, wir sollen ja auch nicht kämpfen. Sollte es dennoch dazukommen, könnt ihr darauf vertrauen, daß meine Klinge und meine Magie nicht gering zu schätzen sind."
    Als der Zwerg sie nach einer Pfeife fragte, reichte sie ihm einfach ihre eigene Pfeife. Die Pfeife hatte schon zwischen so einigen Zwergenlippen gesteckt, da würde es auf einen mehr nicht ankommen.
    Währenddessen betraten weitere Personen nacheinander die Schenke. Eine war ein Elf, den sie bei der Ratsversammlung am Rande bemerkt hatte, jetzt saß auf seiner Schulter ein Phönix. Eine weitere bekannte Gestalt, war eine der Frauen aus der Ratsversammlung. Von der heimeligen Atmosphäre eingelullt, öffnete Azurita sich für die Magie der Welt. Leise murmelte sie eine Anrufung an eine der minderen Quellen.
    Nach kurzem überlagerte ein zweites Bild ihre Sicht. Sie hatte noch keinen Weg gefunden die Bilder komplett mit einander zu verschmelzen, wodurch sie nur kurze Zeit diese Art der magischen Sicht anwenden konnte, ohne Kopfschmerzen zu kriegen. Die stellare Magiesicht war ihr ja leider nicht mehr gegeben. Sie hatte es als junge Novizin geliebt die Magie der Welt zu sehen, doch das war nun auf kurze Momente beschränkt worden.
    Sie erblickte die natürliche Magie der Welt, die sie wie ein vielfarbiges nebliges Wabern und Leuchten gewahrte. Sie bündelte sich um Lebewesen, und zeigte besonders grelle Farben und Dichte bei magischen Dingen und Wesen. Da war Korbin, der eine etwa koalaförmige Nebelformation war, die jedoch um einige seltsame weitere Formen erweitert schien und einiges Wetterleuchten erfüllte diesen Nebel. Der Phönix auf der Schulter des Elfen war einer nebligen Flamme gleich, der Elf ein diffuses Wabern latenter Magie, die beiden Katzenwandler, waren diffuse Katzengestalten, ein weiterer Teilnehmer der Versammlung war ein rattenförmiges blaues Leuchten und die Frau war wie ein Schatten der sich zu einem Tier formte, daß Azurita nach kurzem als Luchs identifizierte. Schnell schloß sie ihre Augen und als sie diese wieder öffnete, war alles so wie es für die anderen auch aussah. Gegen die sich anbahnenden Kopfschmerzen kippte sie den restlichen Inhalt des Kruges in sich hinein und bedeutete dem Wirt, ihr nachzuschenken.


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    "Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
    Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
    Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,
    lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
    Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
    Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
    Die Liebe hört niemals auf."
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    wilpito
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 1

    Beitrag von wilpito am Do Dez 12, 2013 8:17 am

    Korbin Prostete erst Azurita, dann Jakirie zu. "Den Ahnen zur Ehr und zum Wohle des edlen Spenders", saget er und leerte sein kleines Glas in einem Zug. Dann schenkte er sich nach und sah zu Jakirie, die nur einen kleinen Schluck genmommen hatte.
    "Ein wirklich edler Tropfen"
    "Finde ich auch", trillerte sie zustimmend. "Viel zu schade zum Runterkippen."
    Ganz kurz spürrte Korbin einen Anflug fremder Magie. Fast automatisch fiel sein Blick auf Azurita, die einen glasigen Blick hatte.
    "Hast du es auch gespürt", flüsterte er Jakirie zu?
    "Nein was?", flötete Jakirie.
    "Azurita hat uns magisch gemustert."
    "Hab ich garnicht gemerkt."
    "War auch weder lang noch intensiv."
    "Wie wenn einem ein Schatten streift?"
    "So ungefähr."
    "Dann hab ich es doch bemerkt."
    "Na also du lernst es auch noch."
    Korbin lehnte sich zurück und streckte die Füße etwas schräg unter den Tisch durch, nach dort wo der Zwerg saß, denn dort dürften sie am wenigsten stören.
    "Und jetzt lass uns mal hören, was die anderen so alles zu erzählen haben", sagte er leise zu Jakirie. "Ich sag nur noch was, wenn ich gefraget werde.
    Wenn ich für Dich übersetzten soll ..."
    "Ich weiß", flötete sie neckend. "Sagst du jedesmal."


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    Alles was ich hier schreibe ist ausschließlich meine eigene Meinung. Sie kann mitunter von momentanen Stimmungen geprägt sein.
    Wem das, was ich aussage, nicht passt wird hiermit aufgefordert es zu ignorieren oder zu versuchen mich argumentativ vom Gegenteil zu überzeugen.

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