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Alastor

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    Hohlbein: Kritik, beste Bücher

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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Harbinger am So Aug 23, 2015 9:56 pm

    Midgard ging bei mir leider auch gar nicht, weil ich die Sage auch einfach anders kenne und der Twist war auch sehr früh erkennbar.

    Dreizehn hat auch ein ganz übles Logiklock, meine Lektorinnen hätten mich allesamt dafür verprügelt ...

    Dieses böse Haus, was da ja ständig in die Menschenwelt eingreift, muss sich immer ein wenig erholen, das ist so eine der Regeln der Welt. Und als die Hauptcharaktere durch die Kanalisation gehen, werden sie von Ratten angegriffen, kurz nachdem das Haus sie schon attackiert hat.
    Dann wird aber im selben Atemzug gesagt, dass die Ratten rotglühende Augen haben, was auf das Haus schließen lässt.
    Die Leute sagen sogar noch, naja, es ist mächtiger geworden und sehr verzweifelt. Als die Rattenattacke überstanden ist, sagen sie dann plötzlich: Ne, das war nicht das Haus, das ist völlig normal, dass Ratten ihre Nester beschützen (und rotglühende Augen haben ... ist klar).

    Das war so: Ich habe meine eigenen Regeln gebrochen, es ist mir aber noch schnell eingefallen, aber erst nachdem ich die Szene geschrieben habe, da habe ich es dann schnell revidiert ... aber die Fehler in sich nicht!


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    „Hast du jemals eine Geschichte begonnen und sie nie vollendet? Natürlich hast du, so wie jeder. Die Menschen neigen dazu, die meisten Dinge, die sie anfangen, nicht zu Ende zu bringen. Das ist nicht schlimm. Aber weißt du wo unvollendete Geschichten hinkommen? Gewiss, nicht sofort. Es gibt uns immer Zeit … und so viele Chancen, um der Geschichte ein Ende zu geben. Wir nutzen beides nie.
    Schlussendlich entgleiten sie dir und kehren ein in das Inferno der gescheiterten Schöpfung. Ein Ort, wo all diese unvollendeten Stränge zusammenlaufen. Ein Ort voller Verzweiflung, Leid und niemals enden wollender Qual. Du sagst jetzt: Oh, Gott, ich möchte nicht, dass es mit meinen Geschichten so kommt, denn ich habe sie gern! Und doch hast du dich sicher eines Tages einmal schuldig gemacht. Du möchtest sie retten, habe ich Recht?
    Nun, das ist ganz einfach ...“
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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Alandra Ossenberg am So Aug 23, 2015 10:21 pm

    Ich war mal bei einer Lesung von Hohlbein. Bis dahin hatte ich von ihm kein einziges Buch gelesen, obwohl ich schon jahrelang im Fantasygenre unterwegs war. Eine Freundin hatte mir schlicht von ihm abgeraten. Fairerweise muss ich sagen, dass ich die Lesung entgegen meinen Erwartungen toll fand, er hat das schon richtig gut vorgestellt. Danach habe ich dann den "Thron der Libelle" gelesen, weil ich das Setting sehr interessant fand. War es in der Umsetzung auch, das Buch insgesamt war jetzt aber kein Burner, dass ich heute noch wüsste was drin vorkam. Dann hatte ich noch ein Hörbuch von ihm. Horus? Anubis? Weiß ich nicht mehr. Das sagt wohl alles zu dem Eindruck, den der Roman auf mich gemacht hat... Enwor steht ungelesen im Regal - und nach den Kommentaren hier wird's auch weiter ungelesen bleiben...


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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Savara am So Aug 23, 2015 10:25 pm

    Ja von Anubis kann ich dir nur sagen, Zeitverschwendung. Ich fands furchtbar und es hatte kein richtige Ende. Kannst du ruhig weg lassen Smile

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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von MunaGermann am Mi Aug 26, 2015 4:46 pm

    *schmunzel* Gilt Hohlbein nicht als erfolgreichster deutscher Fantasy-Autor oder bin ich noch auf dem Stand von vor 20 Jahren? :-)
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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Alastor am Mi Aug 26, 2015 6:53 pm

    Ja, weil er mit seinen ganzen Autoren, die in seinem Namen schreiben, Bücher am Fließband produziert, die den Nerv der Jugend trifft.
    Auch ich fand viele seiner Bücher damals spannend und hab sie gern gelesen, aber ab einem gewissen Alter (auch wenn man sich was mit dem Handwerk auseinander setzt) und wenn man eine gewisse Anzahl gelesen hat, hat man auch genug davon Very Happy


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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Sue am Fr Okt 30, 2015 1:17 am

    Ich habe von Hohlbein schon ein oder zwei Bücher wieder aus der Hand gelegt, weil mir der Anfang nicht gefiel - da entstand einfach keine Spannung. An die Namen erinnere ich mich nicht mehr...
    "Märchenmond" habe ich nur fertig bekommen, weil es ein Hörbuch war. Wink Die Nicht-Logik und gleichzeitig Vorhersehbarkeit des Buches war schon erschreckend.

    Gut gefallen hat mir hingegen "Wyrm", das ich sogar zweimal gelesen habe. Das ist jetzt auch schon ein paar Jahre her und vielleicht würde ich heute anders darüber denken, aber damals fand ich die Story einfach einzigartig und sehr spannend! Kennt es jemand?


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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Savara am Fr Okt 30, 2015 11:29 am

    Also Wyrm kenne ich leider gar nicht. Ich habe auch seither kein einziges Hohlbeinbuch mehr gelesen. Irgendwie mag ich glaube seinen Stil nicht so besonders. Ich hab auch keines zwei Mal gelesen( oder öfter), was bei anderen Autoren häufiger vorkommt.
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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von JennyHanan am Do Dez 31, 2015 12:01 am

    Ich kenne von ihm nur die ersten Teile der Enwor-Saga. Da ich diese gelesen habe, als ich noch ein Fantasy-Neuling war, habe ich sie noch ganz gut in Erinnerung, zumindest die Settings und die anderen Charaktere. Aber ich habe die Reihe dann nach dem brennenden Schiff nicht mehr fortgesetzt. Wahrscheinlich war es dann nicht mehr so fesselnd.

    Aber echt, die Charaktere habe ich manchmal schon noch so im Hinterkopf und diese Reptilienwesen. also so ganz blöd hat er es ja nicht angestellt. Nur habe ich später auch erst mitgekriegt, dass die Idee nicht nur von ihm stammt.

    Sind alle Ideen irgendwann ausgelutscht. Ich meine sorry, aber was sind denn diese ganzen Ork- und Zwerge-Storys, die man in der Bahnhofsbuchhandlung sieht? (Will da niemandem zu Nahe treten, weil ich sie auch gar nicht gelesen habe, vielleicht ist das ja ganz toll umgesetzt) Das schreit doch nach Mittelerde. Dann lieber solche Schöpfungen wie Reptilienmenschen. Irgendwas anderes halt.


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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Yavanna am Sa Jan 02, 2016 8:07 pm

    Ich denke auch, dass es kaum Themen gibt, die wirklich ganz und gar neu sind(wenn nicht sogar gar keine).
    Ich selbst kenne von Hohlbein Das Druidentor und Hagen von Tronje. Ob die Bücher nun von ihm sind, oder nicht, gefallen haben sie mir beide.
    Die Charaktere finde ich toll, vor allem, weil sie nicht sofort als gut oder böse abgestempelt werden können. Vor allem Hagen von Tronje liebe ich wirklich, das hat mich überzeugt, und zwar vollkommen. Surprised
    Ich kenne mich diesbezüglich ja kaum aus, darum frage ich mich, seit wann er die Bücher denn den Gerüchten zufolge nicht mehr völlig allein schreibt? Ist das nur bei den neueren Büchern so, oder soll das schon immer so gewesen sein?
    Die Bücher, die ich kenne, gehören meines Wissens nach nicht zu den neuesten.
    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es für eine einzige Person kaum möglich ist, derart viele Bücher zu schreiben, ohne dass die Qualität darunter leidet.
    Trotzdem, was ich bisher gelesen habe, fand ich klasse! cheers
    Da ist ja auch nicht mehr wichtig, von wem und woher die Geschichte nun wirklich kommt, nicht wahr? Solange man das Lesen genießen kann, spielt der Hintergrund keine Rolle, denke ich.


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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Alastor am Mi Jan 06, 2016 9:26 am

    Er selbst bestreitet Ghostwriter zu haben, erzählt aber im Gleichen Zug, dass er meist alle Bücher zuvor handschriftlich niederschreibt (was ja bekanntlich schon mal vieeel länger zum Schreiben braucht).
    Im gleichen Atemzug erzählt er, er hat über 200 Bücher geschrieben und veröffentlicht...
    Keine Ghostwriter...wers glaubt wird seelig Very Happy Very Happy Aber welcher Autor würde das auch guten Gewissens heutzutage zugeben? Niemand Very Happy

    Man weiß aber auch, dass er Ideen und Storyelemente ebenso wie Formulierungen immer wieder in seinen Werken aufgreift und recycelt, was natürlich ebenfalls Zeit spart Very Happy

    Seine Frau schreibt ab und an mal mit, manchmal steht sie dann auch auf dem Cover.


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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Savara am Sa Jan 09, 2016 1:34 pm

    Ich habe noch nicht allzuviele Bücher von ihm gelesen, aber man hat mittlerweile einfach den Eindruck, dass der Name zählt und fertig. Weil er einen Namen hat müssen die Bücher nicht mehr gut sein, sondern es müssen einfach nur immer neue geschrieben werden. Ich finde das sehr schade, als Autor sollte man einfach den Anspruch haben es gut zu machen, aber das scheint er dann wohl verloren zu haben.

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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von marismeno am Do Feb 15, 2018 12:54 pm

    Dass ich Hohlbein nicht mag, ist, glaube ich, kein Geheimnis. Ich mag auch nicht seine Bücher, von denen ich 4 angefangen, aber nur eins zuende gelesen habe. Gefallen hat mir keins davon. Ich finde sie einfach schlecht. Dass er Inhalte und Ideen klaut, nicht oder schlecht recherchiert, anderer Leute Manuskripte kauft und unter seinem Namen herausbringt und auch seine eigenen Bücher nicht nur einmal recykelt hat, auch das mag ich an seiner Arbeit alles nicht. Im Prinzip ist Wolfgang Hohlbein kein Autor, sondern eine Handelsmarke, die mit Massenprodukten geringer Qualität unter anspruchslosen Kunden einen gewissen Marktanteil erreicht hat. Vielleicht war er mal ein Autor, als er seinen Erstling "Märchenmond" während seiner Schichten als Nachtwächter (so zumindest die Legende) geschrieben hat. Das Buch hat, wenn ich mich recht erinnere, bei einer Verlagsausschreibung den ersten Platz erreicht, woraufhin Hohlbein von diesem Verlag nach und nach zu seiner heutigen Bekanntheit aufgebaut wurde. Der Marktwert dieser Handelsmarke "Hohlbein" ist aber meiner Ansicht nach trotz des Millionen-Marketingbudgets von Bertelsmann-Random House im Sinken begriffen. Es gibt inzwischen einfach zu viel ansprechende und bessere Konkurrenz.

    Menschlich beeindruckt mich Hohlbein ebenfalls nicht besonders. Ich bin ihm ein paarmal auf Buchmessen und dem BuCon begegnet. Er ist eigentlich IMMER extrem muffelig und unfreundlich/abweisend und erscheint nur um zu werben oder einen Preis abzuholen. Man merkt ihn allzusehr an, dass seine Leser ihm sch****-egal und eigentlich nur lästig sind.
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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Gotthelf am Do Feb 15, 2018 1:13 pm

    @marismeno: Oha ... ich glaube, du hast mich gerade davon überzeugt, mir keins seiner Bücher zu holen...


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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von marismeno am Do Feb 15, 2018 2:57 pm

    Ach, bilde Dir ruhig Deine eigene Meinung. Ich gebe ja zu, dass ich sehr subjektiv über Hohlbeins Bücher urteile. Er hat seine Fans und einzelne seiner Bücher mögen ja recht gut sein, auch wenn ich selber noch nicht darauf gestoßen bin. Vielleicht kannst Du ja mal eines ausleihen und reinlesen, dadurch bleibt das finanzielle Risiko gering.
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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Alien am Do Feb 15, 2018 4:53 pm

    Ich gebe zu, dass ich über Märchenmond und andere Hohlbeinbücher, sowie die Narnia-Chroniken, überhaupt erst zur fantastischen Literatur gekommen bin. Ich stolperte vor langer Zeit in der Schülerbücherei darüber .
    Damals fand ich die Bücher super, heute sehe ich das auch etwas differenzierter. Er ist halt auf jeden Zug aufgesprungen der gerade „in“ war. Die Bücher waren in der Regel gut zu lesen, wenn auch nicht besonders anspruchsvoll. Mir fällt noch „Der Greif“ von Hohlbein ein, das Buch gefiel mir auch später noch .
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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von Incendium am Do Feb 15, 2018 6:49 pm

    Hm, ich wusste gar nicht, dass Hohlbein so umstritten ist. Dass die Bücher bei seinem krassen Output qualitativ nicht die hochwertigsten sein konnten, war mir klar. Doch die Dinge, die marismeno ansprach lassen ihn jetzt wirklich nicht sympathisch erscheinen.
    Da er einer der erfolgreichsten Fantasy-Autoren Deutschlands ist, wollte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen, was von ihm zu lesen. Von einem Freund habe ich mal einen Stapel Hohlbein-Bücher bekommen, da er sie sonst weggeschmissen hätte. Darunter waren zum Beispiel die Enwor-Chroniken. Ob die gut sind kann ich nicht wirklich beurteilen, denn den ersten Band davon habe ich nach ca. 120 Seiten abgebrochen Very Happy
    Ein zweites Buch habe ich jedoch durchgelesen: Das Avalon Projekt. Es wartete mit einem coolen unverbrauchten Setting (einer Bohrinsel im Sturm gepaart mit paranormalen Ereignissen) auf und hatte einen recht interessanten Protagonisten. Die Story verlief sich irgendwann im Sand und aus dem 650-Seiten-Wälzer hätte man sicher einen knackigen 350-Seiten-Roman machen können. Ansonsten war das Buch ganz okay. Nichts weltbewegendes aber auch nichts, weshalb man auf die Barrikaden gehen müsste. Nach diesen Erfahungen habe ich aber erstmal keine Lust mehr auf Hohlbein. Seine Schreibe mag routiniert sein, doch die Geschichten wirken uninspiriert - Massenabfertigung -, soweit ich das bei dem Wenigen, was ich von ihm gelesen habe, beurteilen kann.
    Sein erfolg scheint tatsächlich in erster Linie durch kluges Marketing zustande gekommen zu sein.


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    Re: Hohlbein: Kritik, beste Bücher

    Beitrag von TKarn am Do Feb 15, 2018 6:54 pm

    Nach der Wende war die Enwor-Saga mein erster Kontakt mit Fantasy. Heute bin ich kein Fan von Hohlbein.


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