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    Beitrag von TKarn am Fr Jun 21, 2019 10:23 pm

    "Über merkwürdige Tiere weiß ich nichts, aber vielleicht weiß einer der Männer etwas davon, die die Jade schlagen gehen."

    Der Eintopf füllte eure Mägen und ihr konntet euren Blick ein wenig in die Runde schweifen lassen. Der Raum war schlicht eingerichtet, jedoch gab es verschiedene, einfache Regale an den Wänden, auf denen kunstvoll geschnitzte Jadefiguren standen. Das Mädchen, dass Xaria fortgeschickt hatte kam zurück und hatte einen kräftigen Mann im Schlepptau, der ein kleines Fass mitbrachte.

    "Wer braucht hier Bier", fragte er in die Runde.

    Auf leisen Sohlen huschte der Schatten durch die Strassen und beobachtete aus dem Schatten heraus eure kleine Gruppe. Zufrieden schnurrte er in seinem Versteck.





    Gegend um Ja'Gong

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    Beitrag von CheshireCat am Sa Jun 22, 2019 2:15 pm

    "Oh, Andrel," raunte Lylla dem großen Ellyl neben ihr zu, "ich würde es heute lieber mit dir halten und nur Wasser trinken. Im Tal ist das ja immer so eine Sache, aber hier oben kommt das Wasser frisch aus den Quellen, hoffe ich. Was meinst du?" Sie legte ihren Hut auf ihren Schoß und rieb sich ihr schwitziges Kopftuch. Der Eintopf vor ihr auf dem Tisch schmeckte unverkennbar nach den Kräutern der Region.


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    Beitrag von Gaia Athanasia am Sa Jun 22, 2019 6:04 pm

    "Klar und frisch bringt es uns die Geschichten mit, die die Steine sich erzählen", bestätigte Andrel. "Ich bin relativ sicher, dass die Leute in dieser Gegend ihr Wasser direkt aus dem Fels bekommen. Lass uns von dieser Köstlichkeit probieren!"
    Als er Lylla anlächelte, fiel sein Blick auf Valeska. Eine Schülerin ... seltsame Vorstellung. Heute Abend, nahm er sich vor, würde er Dorana dazu befragen.


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    3. Akt - In den Bergen - Seite 7 Empty Re: 3. Akt - In den Bergen

    Beitrag von Ilyra am Sa Jun 22, 2019 8:40 pm

    "Danke",sagte Ava leise und sah Lylla dankbar an. Dann blickte sie kurz zu den anderen und vergewisserte sich, dass diese bereits aßen, um der guten Manieren willen. Auch sie verspürte beim einladenden Geruch des Eintopfs Hunger und begann ihn zu löffeln. Dabeinahm sie sich vor,auf jeden Fall später nochmal im Stall vorbei zu schauen. Sie nahm sich noch schnell etwas zu trinken und aß weiter.


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    Beitrag von mira-beckett am So Jun 23, 2019 12:19 am

    Valeska wischte die letzten Reste des köstlichen Eintopfes aus dem Teller und lehnte sich dann mit einem wohligen Seufzer zurück. Das Wasser schmeckte wirklich, als käme es direkt von einer reinen Quelle, aber heute war doch Kaebjorgs Feiertag, wenn sie es richtig verstanden hatte.
    "Hey, Kaebjorg, ich trinke ein Bier mit dir mit. Zu Ehren deines Festes!" Sie warf dem Mann mit dem Fass einen auffordernden Blick zu. "Für den Gidwerg und mich einen Krug Bier, bitte. Ich gebe ihm einen aus."
    "Ich hoffe Andrej hat morgen die passenden Kräuter für mich, sonst wird es nichts mit der Vorstellung für die Kinder", murmelte sie dann noch, beinahe erschrocken über ihre forsche Ansprache. Sie konnte nur hoffen, dass sie sich nicht blamierte, wenn sie so schnell betrunken wurde wie sonst immer. Aber ein Rückzieher kam nicht in Frage. Sie mochte den Gidwerg.
    Zu Ava gewandt sagte sie: "Hast du das gehört? Eine Gruppe Abenteurer kam hier durch, die zu einer Höhle wollten. Meinst du dein Bruder war bei ihnen?"


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    Beitrag von Sue am Di Jun 25, 2019 9:22 am

    "Nehm ich gern!"
    Kaebjorg betrachtete liebevoll das Bierfass und zwinkerte Valeska zu.*
    "Los, kaufen wir das ganze Fass!"

    Dann hielt er inne. Abenteurer - hier? Wann das wohl gewesen war?
    "Haste da richtig gehört? Dann kann's ja fast nur der Grünling gewesen sein. Hatte ja anfangs Begleiter. In so ner Einöde wird's jedenfalls nich viele Reisegruppen geben."

    *[fehlt nur noch, dass er dem Bierfass zuzwinkert^^]
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    Beitrag von Ilyra am Mi Jun 26, 2019 7:14 am

    Als Ava Valeskas Worte hörte, wagte sie kaum zu hoffen, aber natürlich ließ sich an den aufglühenden Hoffnungsfunken in ihr nichts ändern. Sie lächelte schüchtern und unsicher und wollte antworten, als Kaebjorg vom dem Grünling sprach. War es doch nicht ihr Bruder gewesen? Also meinte sie: "Nein, dass hatte ich nicht gehört, danke. Allerdings weiß ich nicht, ob mein Bruder", ihre Stimme zitterte ein wenig, "dabei war."


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    Beitrag von TKarn am Mi Jul 03, 2019 1:02 pm

    Der Mann hiefte das Fass auf einen Tisch und schlug es an. Xaria zapfte das Bier und brachte den anderen Wasser. Die Kinder beobachteten weiter aus der Ferne Kaebjorg, jedoch betrachteten sie auch neugierig die Ellyll. Anscheinend kamen hier wirklich nicht sehr oft Fremde vorbei.


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    Beitrag von mira-beckett am Mi Jul 03, 2019 5:08 pm

    Valeska fiel siedendheiß ein, dass aus der Gruppe der Abenteurer viele gestorben waren. Der Grünling war der letzte gewesen, wenn sie das richtig im Kopf behalten hatte, und was dann letztlich mit ihm passiert war, wusste keiner. Ihr Gesicht wurde ganz rot, und sie nahm hastig einen Schluck aus ihrem Bierkrug. Sie verschluckte sich und musste husten. "Wenn hier nur der Grünling mit seiner Gruppe vorbeigekommen ist, dann war dein Bruder bestimmt nicht dabei", beeilte sie sich zu sagen und warf Kaebjorg einen ungemütlichen Blick zu. Hoffentlich sagte der nichts weiter dazu. Ava war in der letzten Zeit immer ruhiger und in sich gekehrter geworden. Sie wollte das Mädchen auf keinen Fall erschrecken.
    Zu dem Gidwerg sagte sie: "Also ich schaffe nur einen Krug, vor allem, wenn ich morgen die Kinder mit ein paar Kunststücken erfreuen möchte. Wenn man zu viel Alkohol trinkt, dann gehorchen einem die Glieder nicht besonders gut. Aber du findest bestimmt noch ein paar Leute, die auch mittrinken wollen."


    Zuletzt von mira-beckett am Do Jul 04, 2019 10:29 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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    Beitrag von Sue am Do Jul 04, 2019 9:09 am

    Kaebjorg klopfte auf das Fässchen.
    "Ein Fass is ein Fass! So sagen wir. Nie gehört?"
    Er machte sich nicht die geringsten Sorgen darum, dass das Bier verkommen könnte. Wenn er es nicht leer bekam, würde er es eben mitnehmen.
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    Beitrag von CheshireCat am Do Jul 04, 2019 10:46 am

    Lylla, die dabei war, den Kindern Grimassen zu zeigen, unterbrach sich. "Ein Fass ist ein Fass. Doch, das sagt man bei uns auch. Und dann geht es weiter: Ein Tagesmarsch ist ein Tagesmarsch. Kennst du?" Sie stieß mit ihrem Ellenbogen nach ihm und lachte tief und kehlig, als habe sie einen unglaublichen Witz gemacht. Tatsächlich war der Gedanke, mit einem betrunken aufgewachten Gidwerg den Berg hinaufzuhecheln viel witziger, wenn man einen Tag davon entfernt war. Sie hatte keine Sekunde die Idee, Kaegbjorg könne sich zurückhalten, um sie nicht aufzuhalten. In ihrer Nähe fühlte sie Andrel noch steifer sitzen als sonst, und sie ertrug diese Disharmonie nicht. "Also gut, ich mach mit," erklärte sie und tätschelte ebenfalls das Fass. Es war kühl und schluckte den Klang ihres Klopfens völlig, wie ein Stein. "Aber nicht zuviel. Wir sind nicht mehr in der Stadt, wo man sich gefahrlos beduseln kann und in einer netten Gefängniszelle aufwacht, wenn man Mist baut." Sie fühlte sich fürchterlich gouvernantenhaft werden und lenkte sich ab, indem sie wieder den Kindern Grimassen schnitt.


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    Beitrag von mira-beckett am Do Jul 04, 2019 11:32 am

    "Vielleicht sollte ich lieber gleich eine kleine Vorstellung geben?", überlegte Valeska beunruhigt. Es könnte ja sein, dass sie morgen dazu garnicht in der Lage war. Sie nahm einen Schluck Bier, um sich Mut anzutrinken und stand auf. Nervös zupfte sie die Tunika zurecht. Ihr letzter Auftritt lag schon eine ganze Weile zurück und Lampenfieber hatte ihr schon immer zu schaffen gemacht. Mit einem Stoßseufzer trat sie hinaus. "Wollt ihr ein bisschen Spaß haben?", rief sie den Kindern zu und nahm Anlauf. Zuerst schlug sie ein paar gekonnte Räder quer über den Platz, schloss zwei Handstandüberschläge an und endete mit einem Salto. Jetzt pulsierte das Blut heiß durch ihre Adern und ein Grinsen zeigte sich auf ihrem Gesicht. Endlich war sie wieder in ihrem Element.
    "Na, hat das euch gefallen?", fragte sie ihre Zuschauer, beugte sich so weit nach hinten, bis sie durch ihre gespreizten Beine schauen konnte, und legte ihren Oberkörper ab. Die Fußknöchel neben ihren Ohren, stützte sie ihr Kinn in die Handfläche und lachte die Kinder an.


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    Beitrag von TKarn am Sa Jul 06, 2019 2:26 pm

    Die Kinder schauten gebannt zu Valeska, als diese ihre Vorstellung absolvierte. Auch der eine oder andere Erwachsene sah ihr mit Begesiterung zu. Am Ende lachten die Kinder die Arkrobatin herzlich an und klatschten aufgeregt in die Hände. "Kannst du das noch einmal machen?", fragten sie voller Begeisterung.

    Derweil flossen Bier und Wasser in der Nudelküche.


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    Beitrag von CheshireCat am Mo Jul 08, 2019 11:54 am

    Auch Lylla trat nach draußen, um sich die Vorstellung anzuschauen. Wie immer juckte es sie in den Fingern und kribbelte in ihren Beinen, wenn sie jemanden im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sah. Befriedigt spürte sie anstelle der früheren Eifersucht über solch bewegliche Glieder jetzt Ruhe in sich. Es hatte auch sein Gutes, zu alt zu sein. Wenigstens würde sie heute nacht nicht heimlich versuchen, Valeska nachzueifern und am nächsten Tag peinliche Zerrungen haben. Und später wären die Kinder sicher müde getobt und sie würde sie mit einer Geschichte erfreuen können. Sie prostete Kaebjorg über die Schulter zu.


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    Beitrag von TKarn am Mi Jul 10, 2019 10:53 am

    Valeskas Auftritt löste ein wenig die Stimmung im Dorf und nicht nur Kinder zeigten jetzt ihre Neugier. Eine junge Frau setzte sich zu den kindern vor der Küche, hatte eine Qin dabei und begann eine heimische Weise zu spielen. Ihr Spiel war meisterlich und verbreitete eine friedliche Stimmung. So neigte sich der Tag zur Neige, die Kinder wurden von ihren Eltern ins Bett gebracht. Jedoch sassen jetzt jüngere Erwachsenen sich zu der Qin-Spielerin gesellten.


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    Beitrag von mira-beckett am Mi Jul 10, 2019 1:01 pm

    Valeska hatte ihre Vorstellung beendet, und der Applaus der Menschen hatte sie merkwürdig tief berührt. Still setzte sie sich zu der Quin-Spielerin und lauschte den angenehmen Tönen. Leider hatte sie vergessen, eine Schale aufzustellen und so blieb ihr Akkrobatikauftritt ohne Einnahmen. Sie nahm sich vor, jetzt in jedem Dorf, durch das sie kamen, sich in ihrer Kunst zu üben. Und das nächste Mal würde sie die Schale gleich zu Beginn aufstellen. Das Eis war gebrochen und sie fühlte sich in der Gruppe sicherer. Bestimmt hatte niemand etwas dagegen, wenn sie ein wenig Geld verdiente.
    Das Bier schmeckte köstlich und sie prostete Kaebjorg immer wieder zu, bis der Krug leer war und sich eine angenehme Benommenheit in ihrem Kopf festsetzte. Ab und zu so leicht benebelt zu sein, ist gar nicht so schlecht, dachte sie mit einem Grinsen.


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    Beitrag von TKarn am Do Jul 11, 2019 1:25 pm

    Die Qin lies jetzt eine etwas melancholische Weise erklingen, die einigen eurer Gruppe irgendwie bekannt vor kam und in ihrem Inneren berührte.


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    Beitrag von Gaia Athanasia am So Jul 14, 2019 9:04 pm

    In Andrels Ohren begann es zu rauschen. Diese Melodie erinnerte ihn an Alysia - voller Wärme, Geborgenheit gebend, doch immer auch ein wenig Sehnsucht empfindend ... Wonach? Er wusste es nicht. Etwas ... anderem. Größerem. Wenn sie doch nur bei ihm wäre!
    Rasch trank er einen Schluck Wasser, um irgendetwas zu haben, woran er sich festhalten konnte. Eine eigenartige Schwäche schlich in seine Glieder.


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    Beitrag von mira-beckett am So Jul 14, 2019 10:44 pm

    "Wasch guckscht du denn scho traurisch?", sagte Valeska zu Andrel und hielt sich kichernd die Hand vor den Mund. "Isch wuschte doch, isch schollte nicht scho viel trinken. Aber man kann scheinen Kummer vergeschen. Scholltest du auch mal verschuchen, Andrej."
    Sie trat zu ihm hin und küsste ihn sanft auf die Wange. "Bitte, schei ein bischschen fröhlisch. Isch kann nischt vertragen, wenn du scho traurisch guckscht", murmelte sie noch, dann stieg die Röte in ihr Gesicht. Noch niemals war sie so mutig gewesen, aber sie mochte den stillen Heiler sehr gern und das wollte sie ihm irgendwie zu verstehen geben.


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    Beitrag von Gaia Athanasia am Mi Jul 17, 2019 3:10 pm

    Überrascht sah er Valeska an und widerstand dem Drang, die Hand auf seine Wange zu legen. Obwohl die Akrobatin eindeutig betrunken war, sprach aus ihrer Geste tiefes Mitgefühl. Zum Glück kam sie nicht auf die Idee, ihre Flöte zu spielen ...
    Um Valeska nicht die Laune zu verderben, zwang er seine Mundwinkel nach oben, hoffend, dass ein halbwegs glaubhaftes Lächeln auf seinem Gesicht erschien. "Tut mir leid", sagte er. "Ich war nur nachdenklich. Diese Melodie erinnert mich an etwas." Nein, jemanden, korrigierte er sich in Gedanken, doch dieses Thema wollte er keinesfalls näher beleuchten. Irgendwie sprach keiner von ihnen ausführlich über seine Vergangenheit, und vielleicht lag darin ihr Zusammenhalt begründet. Dieser Gruppe zu begegnen, hatte für ihn eine Art Neuanfang bedeutet, und so sollte es bleiben.


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    Beitrag von mira-beckett am Mi Jul 17, 2019 7:43 pm

    "An wasch erinnert disch dasch Lied denn?", fragte Valeksa neugierig, froh darüber, dass er den Kuss nicht angesprochen hatte. Allerdings wusste sie jetzt nicht, ob er sich gefreut hatte oder nicht. "Wenn du esch nischt mehr weischt, frag doch mal die Schpielerin. Isch kann mir Melodien überhaupt nischt merken."


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    Beitrag von Gaia Athanasia am Mi Jul 17, 2019 7:59 pm

    "Ich dachte an meine Zeit im Thanamaral'Dalorim", erwiderte er rasch. "Und bitte entschuldige mich jetzt; ich hatte heute noch keine Gelegenheit, mit der Göttin zu sprechen." Er verabschiedete sich mit einem Nicken, stand auf und verließ die Suppenküche. Er musste einen Ort finden, an dem er allein sein und Stille finden konnte.


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    Beitrag von CheshireCat am Sa Jul 20, 2019 9:35 pm

    Andrels Kleider raschelten laut in die andächtige Schau nach Innen, in die Lylla versunken war. Die Klänge der Quin formten das schummrige Dunkel um sie her zu dem Blattwerk, aus dem die Göttin ihr entgegensah. Aber es waren nicht ihre Augen, und Lylla sann die ganze Zeit den Lauten nach, um einen anderen Hinweis auf Dorana zu erspähen. Jetzt, als Andrel aufstand, schien sich ein Schleier in ihr zur Seite zu schieben und sie fühlte ganz deutlich, dass er bleiben sollte. Ihr blieb keine Zeit, sich vorzubereiten, und das ihr altbekannte Kinderlied wand sich langsam aus ihrem Herzen um die Melodie der Quin, laut genug, dass Andrel sie noch hören konnte:

    "Im Schatten lauert Pereyas Schmerz
    ihr Pelz wie Wasserfunkeln
    zu fressen das Böse voller List
    erwacht ihr Herz im Dunkeln
    "

    Sie lauschte der Melodie, wiegte stumm ihren Kopf hin und her und fühlte wieder den Moment, in dem sie einsteigen musste:

    "Ein Spiegel des Mondes ist ihr Nerz
    und du, vertrau ihr ruhig blind
    dir, dem das Böse begegnet ist
    eilt sie zu Hilfe geschwind
    "

    Befriedigt wiederholte sie die letzte Zeile. All das Vertrauen in die Göttin und ihre Helfer, den Wald und ihre eigene Familie ergoss sich in ihren Gesang, wie eine Quelle, die gibt und gibt und niemals versiegen muss. All die Abende am Feuer lagen darin, in denen ihr das Lied gesungen worden war, als Kind, als Jugendliche, als rebellische junge Erwachsene. Auch die Male, die sie erfolgreich Kinder damit in den Schlaf gesungen hatte, schwangen mit. Für Lylla war es an der Zeit, sich selbst wieder Mut zu machen. Wenn die Welt ihnen nicht genug Grund zur Hoffnung gab, so mussten sie sich die alten Geschichten erzählen.


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    3. Akt - In den Bergen - Seite 7 Empty Re: 3. Akt - In den Bergen

    Beitrag von TKarn am Mo Jul 22, 2019 2:18 pm

    Lylla war so vertieft in ihr Lied, ihr war als hörte sie ein leises Mauzen, was ihr einen leichten Schauer über den Rücken laufen ließ.

    Scharfe Auge auf leisen Sohlen durchdrangen das Halbdunkel.

    Das Bier und das Wasser flossen noch ein wenig, dann endete der Abend in der Scheune in einer ruhigen Nacht.



    23. Ilari'Orosas, morgens, Ja'Gong

    Die Sonne weckte euch am morgen, begleitet vom Krähen eines lauten Hahnes, der für einige von euch vielleicht sogar noch lauter zu sein schien.


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    3. Akt - In den Bergen - Seite 7 3810827906 "Dann wollen wir doch mal schauen, was passiert." letzte Worte eines unbekannten Magiers

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    3. Akt - In den Bergen - Seite 7 Empty Re: 3. Akt - In den Bergen

    Beitrag von mira-beckett am Mi Jul 31, 2019 8:08 am

    Als Valeska an diesem Morgen erwachte, wusste sie sofort wieder, warum sie es tunlichst vermied Alkohol zu trinken. Er bekam ihr nicht. An den Vorabend besaß sie nur eine verschwommene Erinnerung und die Kopfschmerzen behinderten noch zusätzlich ihr Denkvermögen. Sie hatte Andrej geküsst. Das wusste sie noch. Das würde sie auch niemals vergessen. Wie sich seine raue Wange unter ihren Lippen angefühlt hatte und seinen überraschten und verlegenen Blick. Wie schnell er danach aufgestanden und gegangen war. Ihr Herz schmerzte bei der Erinnerung. Sie hatte ihn vertrieben mit ihrer plumpen Annäherung und das bereute sie sehr. Noch nie in ihrem Leben hatte sie betrunken jemanden in die Enge getrieben oder bedrängt. Auf diese Weise konnte man das Herz eines Mannes nicht für sich gewinnen. Auch wenn sie wenig Erfahrung mit solchen Dingen hatte, das wusste sie. Wie sollte sie ihm heute nur in die Augen sehen?
    Sie holte sich frisches Wasser aus dem Brunnen und wusch sich gründlich, um die Nebel aus ihrem Kopf zu vertreiben. Dann verließ sie die Scheune und machte einen kleinen Spaziergang rund ums Dorf. Dabei dachte sie über die Dinge nach, die sie gestern erfahren hatten. Eine Gruppe Abenteurer war hier durchgekommen, aber von grünen Tieren hatte niemand etwas gehört. Waren sie auf dem richtigen Weg? Welcher war überhaupt der richtige? Leider konnte sie gar nichts an Erkenntnissen beisteuern. Sie fühlte sich wie ein unnützes fünftes Rad am Wagen.


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    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren

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