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    Die Rückkehr - Kapitel 2

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    Beitrag von wilpito Sa Apr 05, 2014 6:31 pm

    Firex der Schmied sah der kleinen Elfe grinsend entgegen. "Alles erledigt werte Kundin. Frisch Geschärft,poliert und eingeölt."
    Er deutete auf die Waffen die griffbereit auf einem Tisch lagen.
    "Ich hoffe sie haben an meiner Arbeit nichts auszusetzen und empfehlen mich weiter."
    Er sah zu, wie sie ihre Waffen musterte. Insgeheim hoffte er nur das die kleine Elfe nichts auszusetzen hatte und bald wieder verschwinden würde. Zum Glück spähte der Junge Mann auch hinein, so dass er mit ihr nicht allein war. Diese Elfe war ihm irgendwie unheimlich.


    Korbin
    Korbin umrundete die Kutsche und zählte die Anwesenden. "Weiß jemand, wo unser Engel und unser Dämon sind? Wenn ich mich nicht irre, sind sonst alle da, dass wir aufbrechen könne. Blake und die Kleien Elfe kommen selbstständig zum Portal."
    Das ging ja schon mal wieder gut los. Schon beim erste Treff hatten de erste Verspätung. Korbin räumte Ellyn vor allem etwas mehr Zeit ein schließlich sollte sie noch lernen das Portal zu öffnen, aber wo war der Dämon abgeblieben. Wenn das jedesmal dazu führen würde, dass irgendjemand zu spät kam, dann war diese Truppe zusammenzuhalten schwieriger als eine Horde Flöhe zu hüten. Da war es ja noch einfacher eine Gruppe Kinder zu betreuen.
    "Also ich hab beim Rat etwas Geld für uns locker gemacht. Ich hab für jeden ein Silberstück, den üblichen Wochenlohn, den der Rat bezahlt. Prämien dürfen wir erst erwarten, wenn wir mit Meldungen zurückkehren. Außerdem reicht das Geld das ich abgestaubt habe dafür den Reiseproviant zu bezahlen. Wer Auslagen gehabt hat meldet sich nachher bei mir, wenn ich das Geld verteile. Aber Vorab, möchte jemand vom Wirt hier noch ein Bündel mit Speisen mitnehmen, dann darf ich um Handzeichen Bitten.
    Korbin zählte ab und gab dem Wirt Bescheid was er noch alles richten sollte.
    Dann überreichte er jedem ein Silberstück als Anzahlung für die Erste Woche und beglich die Auslagen für den Reiseproviant, bei denjenigen, die sich selbst versorgt hatten.


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    Alles was ich hier schreibe ist ausschließlich meine eigene Meinung. Sie kann mitunter von momentanen Stimmungen geprägt sein.
    Wem das, was ich aussage, nicht passt wird hiermit aufgefordert es zu ignorieren oder zu versuchen mich argumentativ vom Gegenteil zu überzeugen.
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    Beitrag von Blutelbe So Apr 06, 2014 12:17 am

    Sie sah spöttisch zu dem alten Mann und nahm die Waffen. Aufmerksam ließ sie den Blick über die Klingen gleiten. Eine kleine Kante war in der einen zu sehen. Aber wenn sich sich recht erinnerte, war sie schon vorher da gewesen. Glück für ihn.
    "Eigendlich sollte man die Klingen testen bevor wir gehen. Nicht das ich das schöne Geld für schlechte Arbeit bezaht habe." sagte sie spöttisch und sah mit einem bösen Lächeln zu dem Schmied. "Ihr könnt von Glück reden, das der werte Magier hier ist. Der scheint kein Blut zu Mögen. Klebt ihm wohl zu sehr." Sie mochte es, das böse Mädchen zu sein. Obwohl sie selten als dieses gesehen wurde. Eher als die böse Elfe. Das war in den Augen der meisten was anderes. Aber für sie machte es keinen Unterschied. Es schaffte ihr Respect. Auch wenn sie den Mann nicht getötet hätte, er würde sich nicht trauen irgendwelche Spielchen zu spielen, da er um sein Leben fürchtete.
    "Kommt jetzt, Magier. Ich denke wir haben alles" sagte sie zu Blake und wandte sich zu Tür.
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    Beitrag von Ryuzora So Apr 06, 2014 11:51 pm

    Es entging dem hoch gewachsenen Eismagier keineswegs: Die kleinen Griffe nebenbei und der Versuch zu verstecken, was sie mit sich trug. Zwar waren ihre Bewegungen nicht groß auffällig, aber für jemandem, der wie er, durchaus schon in Lagen gewesen war, in denen er hatte stehlen müssen... für jemandem wie ihm waren sie offensichtlich. Es missfiel ihm. Er mochte es nicht, anderen ihr Hab und Gut wegzunehmen - schließlich wollte er auch nicht, dass man ihn bestahl und wenn er doch einmal in eine Lage gekommen war, in der es notwendig war, in der der Hunger zu stark geworden war oder er Verbände gebraucht hatte, sei es für sich oder jemand anderen... so hatte er doch immer versucht, es wieder zurück zu geben, hatte sich zu den Bestohlenen geschlichen und ihnen den Gegenwert des Gutes dort gelassen, manchmal sogar mit einer kleinen Notiz.
    Dennoch sagte er nichts. Er wollte sie weder bloß stellen, noch sie verraten, aber möglicherweise würde er sie einmal darauf ansprechen - zu einem späteren Zeitpunkt, verstand sich. Er nickte leicht, als sie vorschlug zur Schmiede zurück zu kehren, hob allerdings eine Augenbraue, als sie unterschwellig schon wieder drohte. "Wenn er ein paar Minuten länger braucht, so können wir die paar Minuten auch warten. Weder du noch er hat etwas davon, wenn du ihm den Kopf einschlägst." Menschen waren dankbar, wenn man auf sie zuging. Sie neigten allerdings auch dazu, Freundschaften aufzubauen, wenn man sie nicht auf einer gewissen Distanz hielt.
    Er betrat die Schmiede hinter der Elfe und hielt sich an der Tür, beobachtete das Verhalten der Kleineren aber durchaus und als sie davon redete, dass man die Klingen austesten sollte, trat er einen Schritt nach vorne, noch allerdings ohne einzugreifen. Er wusste, dass sie mehr drohte, als dass sie es tatsächlich in die Tat umsetzte. Nur wollte er kein Risiko eingehen. Letzten Endes kannte er die kleine Elfe nicht sehr gut und dass er ihr vertrauen wollte, hieß nicht, dass es klug war, das jetzt bereits zu tun. Er hob eine Augenbraue bei ihren Worten.
    "Ich sehe keinen Grund, alte Männer zu töten." Aber es stimmte. Er mochte es tatsächlich nicht sonderlich, Blut zu vergießen... selbst, wenn es um offizielle Aufträge ging, hatte er bereits Menschen verschont, wenn es ihm richtig erschien, egal wie riskant das vielleicht war. Manchen Risiken mussten einfach eingegangen werden - es nicht zu tun, wäre ein noch größerer Fehler. Er wandte sich kurz noch einmal dem alten Mann zu, verabschiedete sich mit einem knappen Nicken und ging der Elfe voran nach draußen und dann zum Tor heraus und noch einige Schritte weiter, in den Wald hinein und zu einer nahen Lichtung. Er mochte es nicht, seine Künste vor allzu vielen Menschen auszuüben. Zumal er gelernt hatte, Menschen nicht allzu viel Vertrauensvorschuss zu geben. Er bedeutete der Elfe mit einer Handbewegung zurückzubleiben, dann konzentrierte er sich. Die Luft um ihn herum fiel binnen von Hundertstelekunden bis fast zum Nullpunkt. Das größte Risiko daran war, ein Gewitter herauf zu beschwören, wenn man nicht auch die obere Atmosphäre mit abkühlte - die meisten Magier beachteten so etwas nicht, aber gerade für größere Objekte war es essentiell. Vor ihm nahm das Eis Gestalt an und kurz darauf wandte die bläulich schimmerende wie gläsern wirkende Gestalt des Eisadlers ihm den Kopf zu. Blake legte kurz eine Hand auf den Schnabel des Eiswesens und sah zu der Elfe. Er lächelte schief.
    "Keine Sorge, der tut dir nichts. Ist besser dressiert als der best dressierte Hund der Welt." Seine Mundwinkel hoben sich und er wies auf den Rücken des Adlers, der sich in diesem Moment hinsetzte um den Abstand zwischen Boden und Rücken zu verringern. "Nun denn, steigen Sie auf, Milady." Er verneigte sich wie ein Kutscher vor hoher Kundschaft und warf ihr sein charmantestes Lächeln zu. Irgendwie machte es ihm Spaß - was seltsam war, denn eigentlich hatten sie bisher kaum zwei nette Worte mit einander gewechselt. Es musste irgendetwas unterschwelliges sein, überlegte Blake.


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    Beitrag von Blutelbe Di Apr 08, 2014 7:49 am

    Sie sah ihn nur spöttisch an, als er erneut erklärte das sie den Schmied in Ruhe lassen sollte. Es interessierte sie nicht, was er über ihre Drohungen dachte. Sie war eine Kriegerin. Sie wusste nicht was andere damit verbanden, doch für sie machte es gerechtvertigt das sie so mit anderen umging. Außerdem war er ein Mensch. Menschen behandelten sie nicht besser.
    Als sie die Schmiede verließen, ging Blake recht weit durch die Stadt. Sie folgte schweigend, auch wenn sie ihn leicht überrascht ansah, als er durch das Stadttor ging und sie kurz darauf in den Wald kamen. Offensichtlich wollte er schon jetzt seine Magie anwenden. Als er die Hand hob, um ihr klar zu machen, das sie zurück bleiben sollte gehorchte sie. SIe blieb in den Schatten der Bäume stehen. Dort wo er nicht ihr Gesicht erkennen konnte.
    Als sie die Kälte spürte, schlich sich mit ihr auch langsam die Angst in ihren Geist. Ihr Herz schlug plötzlich schneller, rasender und sie musste ihre Hände zwingen nicht unkontrolliert zu zittern.
    Er lächelte sie an, bot ihr seine Hilfe zum Aufsteigen. Sie athmete einmal tief durch dann kam sie vorsichtig näher. Sie hasste Magie so sehr.
    "Passt nur auf das ich nicht erfriere auf dem Flug." sagte sie, bemüt lässig zu klingen. Dann legte sie ihre Hand in seine, um sich auf das Magische Tier helfen zu lassen. Die Angst machte sie dumm. Sie hätte ihre Hand ihm nicht geben sollen. Sie war keine Ladie, der man auf ein Pferd helfen musste. Früher wäre sie gerne mal so gewesen. Aber das war sie nicht. Sie war eine Kriegerin. Eine Kämpferin und sie legte ihre Hand niemanden in seine Gewalt. Sie konnte ihm nicht vertrauen. Er war ein Magier.
    Trotzdem ließ sie ihre Hand in seiner liegen. Ganz ruhig sah sie in an, während die Angst in ihr Schrie. Sie wollte weg, weg von der kälte und von dem komischen Wesen. Doch sie blieb um sich von einem Magier auf einen Vogel aus Eis helfen zu lassen.
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    Beitrag von Ryuzora Di Apr 08, 2014 3:39 pm

    Er sah sie an und irgendwo konnte er sehen, dass sie Angst hatte. Nicht, weil sie zitterte, aber sie war schlagartig sehr blass geworden. Sie hatte Angst vor seiner Magie - Angst vor ihm. Warum machte es ihn traurig, dass sie Angst vor ihm zu haben schien? Immerhin kam sie trotzdem näher, wenn auch auf eine Art, wie man sich einem gefährlichen Tier näherte. Er lächelte leicht.
    "Naja, ich halte meine eigene Körpertemperatur auf normalzustand, also zur Not kannst du mit meinem Schoß vorlieb nehmen." Seine Mundwinkel hoben sich, als er sie ein weni neckte. Aber irgendwo wollte er tatsächlich nicht, dass ihr unwohl war. Er schüttelte innerlich erstaunt den Kopf über diesen Gedanken. Ihre Hand legte sich in seine. Sie war erstaunlich klein und jetzt, da sie in seiner lag, konnte er spüren, dass sie ganz leicht zitterte. Sie hatte Angst. Angst vor ihm und vor dem Fliegen und... wahrscheinlich auch davor, die Kontrolle zu verlieren. Davor, er könnte sie verraten. Er trat hinter sie und sein Arm schloss sich sanft um sie - unterhalb ihrer Brüste. Sicher und warm. Auch wenn er ein Eismagier war, so war seine normale Körpertemperatur doch bei 37 Grad, obwohl im kältere Temperaturen nicht schadeten.
    Er sprang ab und landete sicher auf dem glatten Körper des Eisadlers. Einen Moment noch, hielt er sie fest, ehe er sie vorsichtig los ließ, allerdings darauf gefasst, sie vielleicht noch einmal packen zu müssen... Eis war glatt. Es war ein Ding der unmöglichkeit, das zu verhindern. "Keine Angst, du wirst nicht abstürzen."
    Einen Moment lang zögerte er, dann fügte er hinzu: "Wenn du willst kann ich dich beim Starten festhalten. Es ist ein bisschen rutschig hier oben und der Start ist unter Umständen ein bisschen steiler... Ich werde nicht so gerne mit dem Adler gesehen..." Feuermagier waren der Hauptgrund dafür. Niemand musste wissen, dass noch Eismagier seiner Größenordnung existierten, auch wenn er mit den Fähigkeiten seines Vaters nicht mithalten konnte. Er setzte sich im Schneidersitzt direkt auf die kalte Fläche des Adlers.


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    Beitrag von Grazine Mi Apr 09, 2014 2:38 am

    (Sorry das ich so lange nicht gepostet habe Sad hatte viel um die Ohren...)

    Ellyn nickte erleichtert, als der Dämon ihren Satz vollendete. Er schien eine ähnliche Art von Magie zu benutzen wie sie - eine Magie die man wollen musste, an die man Glauben musste. Die man nicht erlernen konnte, weil man sie tief in sich besaß.
    Sie wusste, dass es auch andere Magie gab, Sprüche, Formeln oder Bewegungen die man lediglich auswendig lernen musste. Aber interessiert hatte sie so etwas noch nie.
    "Ich glaube schon, dass es anstrengend wird. Aber es ist nur ein kleiner Schritt. Du kennst Morgen wahrscheinlich nicht, aber sie ist sehr weise. Sie hat mich auslsgewählt, denn sie wusste, dass ich es kann. Wenn ich also an mir zweifle, zweifle ich ebenfalls an ihr und das will ich nicht." Verlegen strich sie sich eine lange, seidige Haarsträhne aus dem Gesicht und senkte bedrückt den Blick auf die Füße. Das war die Ausrede, mit der sie sich selbst Mut machte. Sie glaubte nicht, das Azrael der Erklärung Glauben schenken würde, aber sie konnte ihm nicht anvertrauen, dass sie selbst nicht an ihre Fähigkeiten glaubte. Denn tief in ihrem inneren tat sie dass nicht.
    Auf ihre Frage nach seinen Fähigkeiten antwortete er ihr etwas verhalten. Ob er glaubte, sie würde ihn auslachen? Oder Angst bekommen? Vielleicht wollte er nicht, dass sie so etwas persönliches von ihm eusste? Doch schließlich zeigte er ihr einen Trick.
    Er ließ eine Flamme in seiner Hand aufgehen.
    "Wow", flüsterte sie, und starrte auf das tänzelnde FEuer auf seiner Handfläche.
    "Ist das nicht... heiß?" Die Frage kam ihr etwas dumm vor, nachdem sie sie gestellt hatte, aber selbst sie spürte die leichte Hitze auf ihrer Haut.
    "Und du? Was kannst du?", fragte er schließlich.
    Sie hätte mit dieser Frage rechnen müssen, doch trotzdem kroch Verlegenheit in ihr hoch und ließ sie schlucken.
    "Ich kann... ähm... Portale öffnen. Und... ein wenig heilen glaube ich. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Es hat mich nie interessiert, ich habe nichts können müssen, in den Bergen... Ich habe Flügel. Andere Engel können fliegen, aber ich habe es noch nicht versucht. Ich müsste es wahrscheinlich lernen."
    Peinlich berührt breitete sie die Flügel aus, die sich sonst wie eine zweite Haut an ihren Rücken schmiegten, unter dem Gewand versteckt.
    Ihre Schwingen breiteten sich aus, sie spürte den leichten Luftzug.
    Die Flügel eines Engels waren unglaublich zart, und Ellyn spürte einen kalten Lufthauch als die Dpitzen gegen die Wände des Korridors stießen.
    Sie lächelte ihm an und startete einen kläglichen Versuch, ihre offensichtliche Unfähigkeit zu vertuschsn.
    "Wohin gehen wir eigentlich... müssen wir nicht bald los?"


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    Beitrag von Blutelbe Mi Apr 09, 2014 3:32 pm

    Sie lachte trocken auf. "Oh, natürlich. Wollen wir uns nicht gleich ächzend und stöhnend im Laube wälzen?" fragte sie spöttisch. Sie hatte eigendlich nichts gegen seine Wärme und den Halt den er bieten würde, doch ihr blieb nichts anderes übrig, als genau das Gegenteil zu sagen. Sie musste ihren schlechten Ruf so zu sagen verteidigen. Sonst würde sie doch keiner mehr ernst nehmen.
    Bevor sie weiter darüber nachdenken konnte, legte er einen Arm vorsichtig um sie. Einen Moment dachte sie selber, das sie die kontrolle verlieren würde und diese plötzliche Bewegung mit ihrem Schwert unterbrach, doch sie schaffte es vorher ihre Angst wieder klein zu kämpfen. Natürlich musste er sie mehr, als nur an der Hand berühren, um sie auf das Eistier zu kriegen. Außerdem hatte sie doch eben noch wohlwollend an seine wärme und Geborgenheit gedacht, wie konnte ein kurzer Schreckmoment sie wieder zur Vernunft bringen?
    Der Griff war wohl ein wenig hoch angesetzt. Sein Arm lag eng an ihren Brüsten und hätte er sich nur wenige Zentimeter weiter vergriffen, hätte sie den Moment wohl genutzt ihm eine Klinge an den Hals zu drücken und ihm klar zu machen, das sie kein Interesse an einem Magier hatte. Auch hier war es egal, was sie wirklich davon hielt. Es ging um ihren Ruf und darum sich Respekt zu verschaffen. Um nichts anderes.
    Er schwang sich mit ihr auf das Eiswesen und erschrocken versuchte sie an dem glatten Körper ihr Gleichgewicht zurück zu bekommen. Tatsächlich schaffte sie es auch, noch einem kurzen Moment. Er versuchte sie zu beschwichtigen, ihr Hilfe an zu bieten. Hatte er nichts gelernt? Sie war eine eigensinnige, paranoide Elfe, die einen Hang zum Morden und Stehlen hatte. Kein kleines Göhr, welches Hilfe wollte und annahm. "Passt nur auf eure Pfoten auf. Magier." knurrte sie. "Ich kann mich sehr wohl auch alleine festhalten."
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    Beitrag von Azrael Mi Apr 09, 2014 5:04 pm

    Er hatte Recht gehabt, denn Ellyn nickte. Engel und Dämonen hatten also eine ähnliche Magie. Er hatte weitaus mehr Können, als er wusste, aber der Meister hatte ihm gesagt, dass er schon noch rausfiinden würde, WAS er alles konnte. Alles zu seiner Zeit.

    Morgen. Gehört hatte er schon von ihr. Und wenn sie Ellyn für das Portal ausgesucht hatte, dann würde sie es auch schaffen. Und genau das hatte er ihr vorhin schon gesagt. Aber wenn es ihr half, dann sagte er es auch nochmal.
    "Ich bin sicher, dass du das kannst." nickte er zuversichtlich. Aber auch nach dem Gespräch schien Ellyn sich das immer noch nicht so recht zuzutrauen. Schüchtern senkte sie den Blick, was ihm einmal mehr die Gelegenheit gab, sie unverhohlen zu betrachten.

    Nachdem er ihr seinen Feuerzauber gezeigt hatte, wollte sie tatsächlich wissen, ob es heiss auf der Hand wäre. "Nein." grinste er und berührte mit seiner Hand, in der es eben noch gelodert hatte, ihren Arm. "Warm, wie immer."

    Auf seine Frage nach ihrem Können antwortete sie ähnlich wie er, dass sie nicht wusste, was sie konnte.
    "Wir sind uns ganz schön ähnlich." stellte Azrael mit einem Lächeln fest. Schlecht fand er das nicht. Das machte es einfacher, Ellyn einzuschätzen. Und der Meiste hatte gesagt, dass das wichtig sein würde, die Wesen seiner Umgebung einschätzen zu können.

    "Heilen ist gut." nickte er. Und fliegen zu können war etwas, worum er sie glatt beneiden könnte. Staunend sah er zu, wie sie ihre Flügel ausbreitete und betrachtete Ellyn dann völlig fasziniert.
    "Du bist so ... wunderschön." flüsterte er.
    Ellyn Hinweis, dass sie sich ja mit den anderen am Gasthaus treffen wollte, brachte ihn zurück auf den Boden der Tatsaachen.
    "Ja .... wir müssen zum Gasthaus. Korbin wollte eine Kutsche besorgen. Der alte Mann kann ja nicht mehr so laufen." Azrael grinste und ging dann, mit der Kiste beladen, in Richtung ausgang.
    Azuritas Schritte hatte er noch davonlaufen hören und da die Magierin offenbar nicht mehr auftauchen würde, würde er die Kiste mitnehmen.

    So verliessen sie das Ratsgebäude, fanden nach ein paar Nachfragen schliesslich die Taverne und dort standen tatsächlich Xaron und Azurita. Auch der alte Mann war bereits mit der Kutsche eingetroffen.
    "Du hast da was vergessen ..." Mit diesen Worten stellte Azrael die Kiste mit den Tränken neben Azurita ab.


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    Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
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    Beitrag von Ryuzora Do Apr 10, 2014 9:23 am

    Blakes Augenbrauen hoben sich bei der Sarkastischen Bemerkung eine Spur und er gab ein spöttisches: "Wenn Ihr darauf besteht, Milady." Er deutete eine Verbeugung an, machte die 'Drohung' allerdings nicht wahr. Auch wenn sie es ihm allein schon weil er ein Magier war, wohl nicht zutraute, Blake hatte ein durchaus recht ausgeprägtes Verständnis, was Ungerchtigkeiten anging. Als er vorsichtig einen Arm um sie legte, spürte er, wie sie sich verkrampfte. Vertrauen war wohl definitiv nichts, was ihr leicht fiel, wobei sie damit generell nicht alleine war. Dass er sich dazu überwunden hatte, Korbin zu vertrauen, lag mehr daran, dass er seinen Vater verstehen wollte - und die Hoffnung gehabt hatte, er könnte auch etwas über den Verbleib seines Bruders wissen. Und immerhin hatte er dadurch die Information, dass die Wahrscheinlichkeit nicht schlecht stand, dass er überlebt hatte.
    Obwohl er sie ursprünglich an der Taille - und damit knapp unterhalb ihrer Oberweite - umgriffen hatte, spürte er, wie im Sprung sie ein wenig weiter in Richtung... Blakes spürte wie er eine Spur rot wurde - nicht, weil er zuvor eine Frau angefasst hatte, sondern mehr, weil es ihm peinlich war, es unbeabsichtigt zu tun. "Tut mir Leid, ich wollte dir nicht zu nahe treten.", murmelte er, während er sie trotzdem aufmerksam beobachtete, um im Notfall einen Sturz verhindern zu können. Sie fing sich schneller wieder, als er erwartet hatte.
    Seine Mundwinkel hoben sich und unwillkürlich musste er an seine ersten Versuche auf dem Eisadler zu fliegen denken. Er war mehr als einmal abgestürzt, bevor er den Dreh heraus hatte und hatte nur durch Magie sein Leben retten können. "Das würde mich überraschen, aber wie Ihr meint." Er wartete, bis sie sich gesetzt hatte, denn stehend würde sie sich vor allem beim Start ganz sicher nicht auf dem Adler halten können - Das war auch etwas, wofür er selbst Ewigkeiten an Training gebraucht hatte. Dann erst fuhr der Ruck durch den mächtigen Eiskörper des Adlers und er erhob sich in die Lüfte. Vögel flatterten aus den Umliegenden Bäumen auf. Das Eis glitzerte er in der Sonne, als sich die Strahlen im Eis verfingen und Zum Teil zurück gestrahlt wurden. Gyrana rutschte nach hinten und er legte das zweite Mal den Arm um sie. "Ich sagte doch, es würde mich verwundern, wenn du bei deinem ersten Start das Gleichgewicht selbst halten könntest." Er zwinkerte frech.


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    Beitrag von Blutelbe Do Apr 10, 2014 10:36 am

    Er endschudigte sich dafür sie berürt zu haben. Er wirkte wie ein kleiner, peinlich berürter Junge und das ließ sie grinsen. Selten hatte sie so einen Magier getroffen. Das konnte allerdings auch daren liegen, das sie bei den anderen wenig Zeit gehabt hatte sie so gut kennen zu lernen. Immerhin waren die Begegnungen meistens Kämpfe die außer das eine mal mit dem Tod des Magiers endeten. Das eine andere mal dummerweise mit ihrem Gesicht im Schlamm. Es war der zweite Magier mit dem sie kämpfen musste. Außer die paar Elfischen Krieger, die diese Begabung hatten. Und er war ein sehr mächtiger. Sie konnte wohl von Glück reden, das dieser ihr Leben verschont hatte. Er hatte sie angesehen, wärend sie auf dem Boden kauerte, das Gesicht vor Schmerz verzogen, dann hatte er gesagt das sie in zukunft Magier in ruhe lassen sollte und sich lieber schwächeren zuwenden sollte. Zum Abschluss hatte er ihre Haare gepackt und ihr Gesicht in den Schlamm gedrückt, bevor er sie noch einmal angesehen hatte und gemeint hatte, er würde keine kleinen Mädchen töten. Er wäre ein Ehrenmann. Dann war er verschwunden und war nie wieder aufgetaucht.
    Sie hatte aus dieser Begegnung viel gelernt. Wenn sie jetzt einen Magier töten wollte, griff sie aus einem Hinterhalt an und so schnell das er keine Chance hatte seine Magier groß zu benutzen.
    Vorsichtig ließ sie sich auf dem großen Wesen nieder. Sie mochte noch nie Eis. Es war Gefährlich, und es war kalt. Beides keine Eigenschafften die sie schätzte. Schon nach kurzer Zeit hatte sie das Gefühl das ihr Athem zu Nebel wurde. Nach den Geschichten ihrer Kindheit, war das die Lebensenergie, die dem Körper bei zu viel Kälte endwich. Bis man irgendwann erfroren war. Natürlich war den älteren klar gewesen, das das nicht sein konnte, immerhin war der Nebel auch wenn man dicke Kleidung trug, aber kleine Kinder glaubten daran. Und auch wenn sie lange aus dem alter raus war, war es ihr doch gruselig. Sie kannte den waren Grund nicht. Sie wusste nur das man bei zu viel Kälte wirklich irgendwann starb.
    Als der Vogel abhob schloss sie kurz ihre Augen. Sie wollte nicht hier sein, sie wollte einfach nur wieder auf den Boden. Doch nun war es wohl zu spät.
    Als sie ein Stück nach hinten rutschte, zuckte sie zusammen und versuchte verzweifelt ihre Hände um das Eis zu schlingen, doch sie Fand keinen richtigen halt und somit war sie glücklich das er sie von hinten hielt. Natürlich sagte sie das nicht so, stattdessen schob sie seine Hand energisch weg, sobald der Vogel halbwegs gleichmäßig Flog und sie genügend Halt hatte. Allerdings war dieser etwas ruhigere Flug nicht von langer dauer und schon kurz darauf hatte sie schon wieder das Gefühl abzurutschen und sie innerlich betete zurück zum Boden zu können.
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    Beitrag von wilpito Do Apr 10, 2014 11:17 am

    Der Wirt brachte den Reiseproviant und kassierte dafür, nachdem er die Bündel in die Kutsche gepackt hatte.
    "Alles bereit zum Aufbruch?", fragte Korbin und sah in die Runde. "Dann steigt ein."
    Er wartete bis alle außer Xaron in der Kutsche waren und schloss die Tür. Er selbst schwang sich zu Halma auf den Bock.
    "Wir können", saget Korbin.
    "Wohin jetzt eigentlich?", ragte Halma
    "Zum Plurer See, liegt unweit der Straße nach Jaaron."
    Dann musste sich Korbin blitzschnell festhalten, weil Halma ihre Peitsche knallen ließ und die Pferde ruckartig anzogen.
    "Kenn ich", saget sei und lenkte die Kutsche in den Weg zum Tor. Es schaukelte ziemlich, als die Kutsche in die ausgefahrenen Spurrinnen hineinrutschte und Halma die Kutsche zügig zum Tor hinaus brachte. Dann knallte sie erneut mit der Peitsche und die Pferde gingen in Trab über.
    Sieben bis acht Stunden Fußmarsch hatte Korbin für die Strecke zum See veranschlagt und damit gerechnet mit der Kutsche die Zeit halbieren zu können. Aber so wie Halma die Pferde antrieb, würden sie den See wohl noch am frühen Nachmittag erreichen.
    Halma war ganz in ihrem Element, Korbin konnte ihr die Freude ansehen, die es ihr machte mal wieder selbst eine Kutsche zu steuern. Er Erinnerte sich an früher als sei ein Paar gewesen waren, an die Vilen Strecken, die er bei ihr auf dem Bock gesessen hatte und in seiner Erinnerung verschwamm das Bild von der Halma neben ihm mit der Jugendlichen Halma von damals. Er erlaubte sich einige Minuten in der Erinnerung zu schwelgen, dann schüttelte er die Erinnerungen wieder ab.
    "Schon lange nicht mehr selbst gefahren?", fraget er um ein Gespräch in Gang zu bringen.
    Sei sah zu ihm herüber und dann wieder auf den Weg, ehe sie antwortete.
    "Ist schon ein paar Monate her", saget sie. "Ich musste gerade an Damals denken, als wir uns kennengelernt haben."
    "Oh Ja, da war ich gedanklich gerade auch."
    Es herrschte ein längeres Schweigen, bei dem Halma Korbin immer wieder mal kurz ansah. Sie  unterbrach das Schweigen: "Weißt du was gemein ist?"
    Korbin sah sie fragend an und als sie seinem Blick nicht bemerkte, fragte er "Was?"
    "Du siehst noch genauso aus wie damals, vielleicht sogar noch jünger, und ich? Ich bin eine alte Schachtel, die noch nicht einmal regelmäßig eine Kutsche steuern darf."
    "Komm schon, so alt bist du doch auch nicht", versuchte Korbin sie zu trösten.
    "Du brauchst mir kein Süßholz ums Maul schmieren. Ich bin ein altes Reff und damit Basta. Und jetzt kein Wort mehr darüber."
    Sie schwieg und Korbin wusste nichts darauf zu sagen, zumindest nichts was sei nicht gegen ihn aufgebracht hätte.
    Sei schüttelte kräftig mit dem Kopf. "Lass uns lieber von alten Zeiten Reden. Erinnerst Du dich noch, als wir in der Furt über den Haganas mal Feststeckten und das Waser ständig anstieg?"
    "Oh ja", bestätigte Korbin. "Das Wasser stand schon fast bis zur Sitzbank, ehe wir die Kutsche endlich frei bekommen haben."
    Beide schwelgten in ihren Erinnerungen und gaben sich gegenseitig Erinnerungsfetzen vor.
    Korbin entdeckte den Adler aus Eis, der sie nach einiger Zeit überholte und weit vor ihnen tiefer ging. Das konnte nur Blake sein.
    Intensiv sah er sich um. Bis zum See und der Stelle für den Lagerplatz war es nicht mehr weit und dabei waren sie noch nicht einmal drei Stunden unterwegs.
    Korbins Blick suchte nach Xaron, der anfangs neben der Kutsche her getrabt war.


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    Beitrag von Ryuzora Do Apr 10, 2014 5:06 pm

    (Sorry - Das war mein Handy und ich habs nicht gemerkt  Embarassed)

    Blake konnte aus seiner Perspektive das kurze Grinsen leider nicht sehen, das sich auf ihre Lippen schlich, als er sich bei ihr entschuldigte. Es war nicht nur eine Geste der Höflichkeit, er meinte es wirklich so, wie er es sagte. Er würde keine Frau anfassen, ohne dass er es wollte - nicht absichtlich wenigstens. Egal, wie sie zu ihm stand, bestimmte Dinge gehörten sich einfach nicht, und dazu kam, dass ihm diese kleine Elfe durchaus sympathisch war. Dass er ihr helfen wollte, obgleich er nicht wirklich wusste, ob oder wie er das konnte. Eigentlich wusste er letzten Endes gar nichts über sie.
    Er spürte, wie sie abrutschte, als er startete und schlang seine Arme um sie, damit sie nicht fiel und für einen Moment ließ sie es sich auch gefallen, kaum, dass sie aber glaubte, stabiler zu sitzen, weil sie in der Luft waren und ihre Flughöhe erreicht hatten, stieß sie seine Hand energisch zur Seite. Irgendwo, war es süß, wie sehr sie sich wehrte, aber er spürte auch, wie unwohl sie sich fühlte. Er sah nach unten, für einen Moment jedenfalls, ehe er wieder sie ansah. Er rutschte zu ihr vor. Der Adler ging in eine leichte Kurve, um die Richtung zu korrigieren und er spürte, wie sie erneut leicht abrutschte und sich verkrampfte. Vorsichtig und sanft legte er den Arm um sie.
    "Lehn dich an. Hör auf, dich darauf konzentrieren zu wollen, nicht abzurutschen und geniess den Wind. Stell dir vor wie der Elf jetzt guckt, wenn er uns sieht, während er sich stundenlang in dieser Kutsche herum quält und du gleitest locker und elegant einfach über ihn hinweg. Man ist nirgendwo freier als hier oben. Selbst im Rat gibt es kaum jemanden, der fliegen kann..." Nicht einmal die Engel konnten noch alle Fliegen... oder die Dämonen. Er liebte die Luft wie keinen anderen Ort, sog sie in seine Lungen, dann deutete er nach unten. "Da ist eine Kutsche und demnach zu schließen, dass daneben ein Zentaur läuft..." Der Adler schlug mit den Flügeln und sie rauschten über die Kutsche hinweg, die sicher bereits mindestens ein oder zwei, vielleicht auch drei Stunden vor ihnen gestartet war - ganz sicher war Blake sich da nicht, denn mit einer Kutsche war er nun wirklich noch nie gereist, auch wenn er es sich nicht sehr angenehm vorstellte.
    Kurze Zeit später flogen sie über den See und Blake runzelte die Stirn. Es war ein großer See - langgestreckt - aber der Uferstreifen war bedeutend zu klein um dort zu landen. Er ließ sie einen Moment lang los um seinen Rucksack herunter zu nehmen und zwei kleinere Eisadler zu erschaffen, die mit dem Rucksack in Richtung land flogen. Es gab hier nur eine Möglichkeit zu landen. Sie war nass. "Sag mal... hast du irgendetwas, das nicht nass werden darf?", fragte er sie, während der Adler nun nur noch knapp einen halben Meter über dem Wasser dahin glitt. Er wollte ja nicht dafür verantwortlich sein, wenn irgendetwas von ihr kaputt ging, Innerlich machte er sich bereit den ganzen Eisadler in winzige Schneeflocken zerspringen zu lassen. Wahrscheinlich würde ihn die kleine Elfe für diese Landung hassen... Nun, manche Dinge ließen sich wohl nicht vermeiden... auch wenn er es irgendwo jetzt schon bedauerte. Trotzdem: Gegen ein bisschen kühles Nass an einem heißen Sommertag hatte er wirklich nichts und der See sah durchaus so aus, als wäre er tief genug.


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    Beitrag von Silphiel Sa Apr 12, 2014 2:57 pm

    Azurita von Hohenstadt:

    Bevor der Zentaur auf ihre Anwesenheit reagieren konnte, was Azurita ganz genehm war, stand plötzlich Azrael neben ihr, was ihr nicht so genehm war. Sie schaute einige Sekunden verständnislos auf die Phiolen, bis sie Begriff was er meinte. Sie schüttelte den Kopf, zu mindestens hatte sie das vor, doch die energische Bewegung musste sie mitten drin unterbrechen, da sie husten musste. Ihre Faust war zu spät vor ihrem Mund, was einige rote Sprenkler auf dem Kopfsteinpflaster hinterließ. Sie redete sich ein, dass es nicht auffiel und lehnte sich erschöpft an die Kutsche.


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    Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
    Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,
    lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
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    Beitrag von Blutelbe Sa Apr 12, 2014 6:01 pm

    Er legte einen Arm um sie und Gyrana schloss für einen kurzen Augenblick ihre Augen. Sie war es einfach nicht mehr gewöhnt von anderen angefasst zu werden. Bei den Elfen war das normal gewesen. Es war auch nichts ungewöhnliches wenn die Berürungen etwas zweideutig wirkten. Hauptsächlich wegen der Spärlichen Kleidung. Lange Röcke und Mäntel waren in einem Wald nicht sonderlich gut zu gebrauchen, sie behinderten einen und benötigten unnötig viel Material. Sie waren ein Stamm, angeblich eine Familie. Jeder kannte jeden und was sollte man da noch groß hinter endlosen Schichten von Stoffen verbergen?
    Menschen dachten da anders drüber, das wusste sie. Und nach dem ihr Stamm sie verband hatte, hatten sich ihre Verhaltensmuster denen der Menschen angepasst. Vielleicht war sie in der Hinsicht mitlerweile sogar schlimmer als jeder Mensch. Sie würde auf jeden Fall keinen Elfen auf 10 Schritt an sich heran lassen. Dafür saß der Verat, wie sie es empfand, zu tief.
    Als er sagte das sie sich endspannen sollte und locker über der Kutsche hinweg fliegen sollte hätte sie am liebsten gelacht. Wie sollte sie sich so weit endfernt von der Erde sich irgendwie endspannen können? Bei jeder falschen bewegung würde sie in die Tiefe fallen und dort unten zerschellen wie ein Schiff an einem Riff. Doch sie hielt den Mund, starrte nur weiter angsterfüllt in die Tiefe.
    Dann sengte sich der Vogel wieder und sie flogen über den See. Sie spürte das Blake seine Hände von ihr nahm und sie klammerte sich panisch an den Hals des Tieres fest. Sie wusste nicht was der Magier hinter ihr machte, doch kurz darauf flogen zwei kleine Adler zum Ufer des Flusses. Warum landete Blake nicht endlich? Warum kreisten sie immer noch über den See? Sie brauchte endlich feste Erde unter den Füßen.
    Als der Magier sie fragte ob sie etwas bei sich trug, was nicht nass werden durfte, drehte sie endsetzt den Kopf.
    "Ja." rief sie gegen aufgebracht. "Mein Körper! Ich warne euch Magier! Wenn ich auch nur einen Tropfen Wasser abbekomme, schlag ich euch den Kopf ein." Die Wahrheit war, das sie nicht die beste Schwimmerin war. Sie konnte schwimmen. Aber eben nicht gut, und sie würde es etwas ernietrigend finden, wenn er sie nach einer zu langen Strecke aus dem Wasser retten musste.
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    Beitrag von Neunzunge Sa Apr 12, 2014 8:07 pm

    Xaron

    Seit sie auf die Kutsche getroffen waren und der Zentaure Lodrins Tasche auf den Kutschbock gehieft hatte, da sich scheinbar niemand anderes angesprochen fühlte, war nicht mehr viel geschehen.
    Während er neben der Kutsche hertrabte und sich die Gegend besah, saßen die anderen im Inneren und führten ein paar Gespräche, denen er nur mit einem Ohr folgte.
    Zwischendrin flog ein riesiger Adler aus Eis über ihre Köpfe hinweg, auf dessen Rücken Xaron zwei Gestalten ausfindig machen konnte. Mit in Falten gelegter Stirn beugte er sich zur Kutsche hinüber, legte einen Unterarm an den Fensterrahmen und fragte: "Wer ist das dort oben?"
    Immerhin kamen die Leute hier in der Stadt, da kannten sie sich bestimmt gegenseitig. Schließlich kannte er auch jedes Mitglied seines Clans.


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    Beitrag von Untergrundpudel Sa Apr 12, 2014 8:44 pm

    Lorin blickte aus dem Fenster, wofür er den Kopf recken musste. Der Kleine Zwerg kam sich zwischen all diesen Riesen reichlich eingezwängt vor, auch wenn die Kutsche geräumig war. "Wer - und was meint ihr mit oben Herr von Donnerhuf?" erkundigte er sich neugierig. Es verwunderte ihn das der Zentaur auf einmal solch ein Interesse an der städtischen Gesellschaft zeigte obwohl sie hier nicht mehr länger verweilen würden.


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    Beitrag von Ryuzora Sa Apr 12, 2014 10:30 pm

    Blake neigte nachdenklich den Kopf, als die kleine Elfe sich erst verspannte und dann anfuhr. "Kannst du nicht schwimmen?", fragte er und neigte den Kopf. "Ich hab nämlich ein Gravierendes Problem. Ich kann nicht landen. Der Uferstreifen ist zu schmal. Würde ich versuchen in den Bäumen zu landen, würden wir mit Sicherheit verletzt, das kann ich nicht verhindern. Die sicherste Variante wäre eine Wasserlandung. Ich hätte einfach den Adler aufgelöst, damit wir zum Ufer schwimmen... Die einzige andere Variante wäre eine Wasserlandung und den Adler wie eine Ente zum Ufer schwimmen zu lassen..." - wobei er da wohl noch einige Korrekturen was die Füße anging anbringen musste. Immerhin hatten Adler keine Schwimmhäute und waren damit für das Schwimmen im Wasser nicht wirklich geeignet. Ihm kam der Gedanke einer riesigen Badeente und er massierte sich unwillkürlich die Stirn, griff aber bereits rein intuitiv nach der Elfe, als sie erneut abzurutschen drohte. Er kommentierte es nicht.
    "Ansonsten kann ich nur bis zum Weg zurück fliegen und wir müssen geschätzte acht bis neun Kilometer zu Fuß laufen, womit ich zwar auch kein Problem habe, aber ich fürchte, dann kommen wir deutlich später an, als der Rest... und wir begegnen zweifelsohne der Kutsche." Und sie würden sich die Kommentare des Elfen anhören müssen, was Gyrana sicher überhaupt nicht gefiel. Der Adler ging erneut in eine Kurve und flog den Weg wieder zurück.


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    Beitrag von Élandor So Apr 13, 2014 2:47 am

    Élandor saß ganz außen am Fenster in der Kutsche und schaute die ganze Zeit aus dem Fenster. Seit sie die Ratshalle verlassen hatten war ihm nicht mehr nach reden und auch die anfänglich Aufregung und Spannung war verflogen. Das alles lag an dieser jungen Elfe, die zusammen mit dem Eismagier zu der Gruppe gestoßen war. Als sie einfach hereingeplatzt waren, wollte er sie begrüßen und möglichrweise neue Freunde finden, doch der beleidigende und unfreundliche Ton der Elfe, dessen Namen er immer noch nicht wusste, hatte diese Versuche zunichte gemacht. Der Eismagier schien zwar nett zu sein, doch löste er sich nie von ihr, als dass er mal mit ihm sprechen könnte.
    Das alles machte ihn betrübt. Selbst Chemon, der noch immer auf seiner Schulter saß wies er ab.
    Warum mur hatte sie so unfreundlich und abweisend auf ihn reagiert? Natürlich, sie war neu und wahrscheinlich verwirrt, aber das ist doch kein Grund ihn so anzuschnauzen. Darauf konnte er sich keinen Reim machen.
    Trotzdem beschloss er, so bald wie möglich zu versuchen, sie anzusprechen und mit ihr zu sprechen. Er wollte sie nicht zur Feindin, dazu hing viel zu viel daran, dass diese Mission gelang und das konnte nur klappen, wenn sich alle in der Gruppe miteinander verstanden. Leise seufzte Élandoru.d starrte weiterhin aus dem Fenster und wartete auf ihre baldige Ankunft am See. An den Ko.versationen wollte er nicht teilnehmen.


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    Beitrag von Blutelbe So Apr 13, 2014 8:38 am

    "Ich kann schwimmen!" fauchte sie ihn an. "Wenn ihr umbedingt drauf besteht. Dann landet halt im Wasser." Doch bevor er noch etwas sagen konnte wandte sie sich noch einmal zu ihm um. "Nein! Bitte, fliegt über das Ufer. Bremst so weit ab, wie es für dieses Eisbiest möglich ist. Ich springe" Ihr war klar, das ein Sprung wehtuhen würde, doch lebensgefährlich nicht. Sie musste sich einfach gut abrollen.
    Als er den Vorschlag mit der Wasserlandung machte sah sie ihn endsetzt an. "Seid ihr verrückt? Dieses Biest besteht aus Wasser. Ich will nicht daran festfrieren!" rief sie. "vergesst es, eher sprimng ich ins Wasser und lass mich von Sirenen und Nymphen zerreißen!" Das Angebot zurück zu fliegen überging sie. Sie würde nicht diesen Flug umsonst auf sich genommen haben. Und auch nicht noch einmal die ganze Strecke zurück.
    "Also bitte: Fligt zum Ufer oder, wenn euch die Vorstellung so gut gefällt, werft mich hier ab. Aber egal was ihr wählt, bitte löst das Mieder." sonst würde sie vermutlich wirklich hier ertrinken. Die Kleider die in einer Menschenstadt getragen wurden, waren nicht für das Leben auf Reisen gemacht. Únd erst gar nicht zum Schwimmen.
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    Beitrag von wilpito So Apr 13, 2014 9:37 am

    Korbin sah den Eisvogel wieder auftauchen. Waren sie nicht schon gelandet?
    Er beobachtete den Vogel, wie er knapp über den Baumwipfeln beidrehte und wieder Richtung See flog. War vielleicht zu wenig Platz zum landen? So genau konnte sich Korbin nicht mehr an den See erinnern. Außerdem wusste er beim besten Willen nicht wie viel Platz so ein Vogel zum Landen brauchte.
    "Dann hoffe ich mal die finden eine Lösung", sagte Korbin halblaut vor sich hin.
    "Was ist? Sprich lauter", sagte Halma neben ihm.
    "Ach nichts, ich hab nur Laut gedacht."
















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    Beitrag von Azrael So Apr 13, 2014 10:16 am

    Azurita sagte nichts, sondern starrte nur auf die Kiste, bevor sie ein Hustenanfall ergriff. Wortlos blickte Azrael auf die roten Sprenkel auf dem Boden.
    "Du solltest etwas mehr auf dich aufpassen." sagte er ohne Vorwurf in der Stimme, hob die Kiste in die Kutsche und verstaute sie unter der Sitzbank, bevor er die Magierin ebenfalls die Stufen zur Bank hochhob. Sie war sehr schwach, das sah ein Blinder mit Krückstock.
    Azrael half auch Ellyn in die Kutsche, die Stufen waren recht klein und bevor sie fiel, blieb er lieber hinter ihn, bevor auch er sich in die Kutsche setzte und die lange Beine ausstreckte, die unter der gegenüberliegenden Sitzbank erst endeten.

    Elandor schwieg, der Zwerg sprach mit dem Zentauren, der irgendetwas entdeckt hatte und Azrael betrachtete Azurita. Zaubern überstieg ihre Kraft. Da war mehr, als nur das Versagen einer Quelle, die sie nicht nutzte. Selbst im Ratssaal, als sie ihre - für Azrael zweifelhaften - Künste des Zauberns anwandte, wäre ihr Körper unter der Anspannung fast zusammengebrochen. Doch hier in der Kutsche würde sie ihm vermutlich keine einzige Frage beantworten. Dennoch durchbohrte sein Blick sie solange, bis es ihm selbst auffiel und er den Kopf in den Nacken legte und die Augen schloss, als wolle er ein Nickerchen machen. Doch er war hellwach, auch wenn das leichte Rumpeln der Kutsche durchaus gut dafür war, einzunicken.


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    Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
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    Beitrag von Silphiel So Apr 13, 2014 4:04 pm

    Azurita von Hohenstadt:

    Oh nein! Ihre Gedanken rasten als gerade Azrael ihre Schwäche erneut bemerkte. Sie floh regelrecht vor ihm in die Kutsche. Sie mauerte sich auf ihrem Sitzplatz zusammen und vermied ex irgendwen anzugucken. Sie merkte jedoch, dass Azrael sie unentwegt anstarrte. Sie konnte seine Fragen förmlich hören. Zum Glück war der Rest der Gruppe still und zurückhaltend. So war sie nicht gezwungen mit irgendwem zu reden. Sie lehnte sich nach kurzem zurück und schlief fast sofort ein. Kurz davor geisterte ihr die Theorie durch den Kopf. Wie das Fassungsvermögen ihres Manapools deutlich über stiegen worden war durch die Zauber die sie heute gewirkt hatte. Ihr Körper war angeschlagen und jetzt nahm er sich die Ruhe die er brauchte.


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    Beitrag von Grazine So Apr 13, 2014 5:45 pm

    Ellyn, die immernoch etwas peinlich berührt von Azraels Kompliment war, murmelte ein leises "Dankeschön" und ließ sich in der Kutsche neben dem Dämonen in der Kutsche nieder.
    Die anderen unterhielten sich, doch Ellyn hörte nicht zu.
    Sie starrte den Boden an und ließ den Blick nur hin und wieder mal zu Azurita abschweifen. Sie sah etwas abwesend auch, vielleicht etwas traurig. Doch der Engel konnte sich denken, dass Azurita keine Hilfe und kein Mitleid wollte, erst recht nicht von ihr.
    Vorsichtig schielte sie zu Azrael hinüber. Der junge Mann blickte ebenfalls Azurita an. Nur zu gerne würde sie wissen, was er gerade dachte.
    Er machte sich sicherlich nicht über sie lustig. So weit sie ihn einschätzen konnte, war er dafür zu hilfsbereit.
    Vielleicht war er in Azurita verliebt? Ellyn konnte es nicht sagen. Sie selbst war noch nie wirklich verliebt gewesen. Aber es kam ihr logisch vor. Seltsamerweise wünschte sie sich, es wäre nicht so. Sie wollte nicht, dass er Azurita liebte. Der Gedanke verwirrte sie. Es war ein sehr egoistischer Gedanke. Ellyn legte großen Wert darauf, nicht egoistisch zu sein.
    Etwas zu deutlich richtete sie den Blick wieder nach vorne und lächelte Azurita an.
    Komplimente und Wohlwollen sind der beste Weg, Neid und Eifersucht zu umgehen.

    Sie spürte, wie das Lächeln breiter wurde. Sie musste kindisch aussehen, aber das war ihr im Moment egal.
    Im selben Moment bemerkte sie Elandor. Der Elf saß ebenfalls am Fenster und sah genau wie die Magierin ziemlich bedrückt aus.
    Auf seiner Schulter thronte ein beeindruckender Phönix.
    Interessiert betrachtete der Engel ihn. Sie hatte sich noch nie mit dem Vogel beschäftigt und eine Ablenkung kam ihr gerade recht.
    Auch ihn lächelte sie an. Es musste schön sein, eine Freundschaft zu haben wie Elandor und der Phönix. Soweit sie es beurteilen konnte, hingen die Beiden ständig zusammen.
    Plötzlich kam sie sich furchtbar unfair behandelt vor. Engel hatten normalerweise keine Freude. Die anderen Engel hatte sie immer für Freunde gehalten, aber in Wahrheit waren sie eher etwas wie Mentoren. Unerreichbar. Das war wirklich unfair. Die wenigsten Leute begegneten einem Engel unfreundlich. Doch mit einem befreundet sein, darauf ließ sich trotzdem niemand ein.
    Das Lächeln wurde entwas sicherer. Sie wollte nicht über allem stehen.


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    Beitrag von Ryuzora So Apr 13, 2014 6:30 pm

    Blake hob die Freie Hand, mit der er sie nicht festhielt. "Tut mir Leid, ich wollte nur sicher gehen. Nicht, dass ich dich versehentlich ertränke." Es war ja nicht so schlimm, sich zu erkundigen, oder? Immerhin wollte er wirklich nicht, dass er ihr versehentlich Leid zufügte - das wollte er eigentlich bei Niemandem. Dass sie ihn anschnauzte, nahm er ihr nicht übel. Irgendwo merkte er schon, dass sie Angst vor dem Fliegen hatte. Er runzelte die Stirn, dann schüttelte er den Kopf. "Ich kann am Uferstreifen direkt nicht fliegen - könnte ich es, könnte ich auch landen. Ich könnte nur direkt am Rand fliegen und dort würdet ihr euch womöglich schwer verletzen." Seine Stimme klang ruhig und leise. Er würde eher mit ihr laufen, als dafür verantwortlich zu sein, wenn ihr tatsächlich etwas geschah. Einen Moment lang überlegte er, dann seufzte er. Er hatte tatsächlich noch eine Möglichkeit. Allerdings hatte er das wirklich noch nie jemandem gezeigt - schon gar niemandem, der diese Begegnung überlebt hätte.
    Er sah sie an? Ihr...? Er schloss die Augen. "Ich weiß wie ich dich tatsächlich an den Strand bringen kann, ohne, dass du nass wirst. - Wenn du mir so weit vertrauen kannst, heißt das." Er zog seinen Mantel aus und drückte ihn ihr in die Hand. "Zieh ihn an, du wirst ihn brauchen. - und tu mir den Gefallen und fall die nächsten paar Sekunden nicht. Damit ließ er sie los und schloss die Augen. Er atmete die Luft ein und aus, während seine eigene Körpertemperatur sich binnen von wenigen Sekunden auf weit unter null Grad senkte - wobei er darauf achtete, sie nicht zu tief sinken zu lassen, denn selbst mit dem Mantel würde er kälter sein als der Adler. Er brauchte die Kälte. Auf seiner Haut bildete sich eine Schicht von Kristallen, verfloss zu einer schimmernden und glitzernden Eisschicht und auf seinem Rücken erschienen zwei gewaltige Schwingen, wie sie eigentlich nur Engel besaßen. - Diese Technik beherrschte, so weit er es wusste, kein anderer Magier. Und er hatte sie nie zuvor jemandem gezeigt und demjenigen die Gelegenheit gegeben, darüber zu reden. Es war sein größter Trumpf. Sein letzter Trumpf.
    Er sah zu ihr, dann reichte er ihr die Hand, ohne weitere Worte. Er würde sie zum Rand fliegen. Zwar war er noch nie mit jemand anderem geflogen, aber er ging davon aus, dass er es konnte. Er musste es eigentlich können.


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    Das Richtige ist das intensive Buch. Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt und nicht mehr losläßt – bis zum Ende nicht, lies oder stirb! Dann liest man lieber.


    Kurt Tucholsky (1890-1935)
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    Die Rückkehr - Kapitel 2 - Seite 12 Empty Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Azrael Mo Apr 14, 2014 4:04 pm

    Für Azurita war es besser, dass sie ein wenig schlief, um neue Kraft zu tanken und Azrael würde sowieso warten, bis sie ausgestiegen waren.

    Er spürte, dass Ellyn ihn beobachtete und öffnete die Augen wieder. Langsam drehte er den Kopf zu ihr, um fasziniert zuzusehen, wie sich das Lächeln auf ihrem Gesicht immer weiter ausbreitete.
    Selbst lächelnd betrachtete er ihr Gesicht und blickte kurz verstohlen auf ihren Rücken, wo sie ihm eben noch ihre Flügel gezeigt hatte. Langsam neigte er den Kopf zu ihr.
    "Zeigst du mir später, wie du fliegst?" bat er. Sie sassen so eng in der Kutsche nebeneinander, dass ihre Schulter jetzt an seinem Arm lehnte. Eine angenehme Wärme ging von Ellyns Körper aus.
    "Woran hast du gerade gedacht?" wollte er jetzt wissen. "Dein Lächeln wurde immer schöner."


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    Ich bin der Geist, der stets verneint!
    Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
    Ist wert, daß es zugrunde geht;
    Drum besser wär's, daß nichts entstünde.
    So ist denn alles, was ihr Sünde,
    Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
    Mein eigentliches Element.

    (aus Goethes Faust)

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