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    4. Abschnitt: Tarell - Wohin der Schatten fällt

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    Susanne Gavenis
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    4. Abschnitt: Tarell - Wohin der Schatten fällt

    Beitrag von Susanne Gavenis am Mi Sep 30, 2015 6:21 pm

    Hier könnt ihr etwas zum 4. Abschnitt schreiben.
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    Re: 4. Abschnitt: Tarell - Wohin der Schatten fällt

    Beitrag von Lindenblüte am Mo Okt 26, 2015 5:29 pm

    Ohgottohgottohgott, der arme Dayin... aber das musste ja irgendwann mal passieren..
    Aber ich kommentiere jetzt mal ganz von Anfang an.
    Wie ich bereits vermutet hatte, zieht Dayin sich vermehrt zurück, seit er von der Prophezeiung erfahren hat, was am Anfang deutlich wird. Dieses Verhalten wird auch allgemein „unterstützt“, da niemand ihn fragt, wo er gewesen ist, als er aufkreuzt bzw. der Soldat, der bei ihm ist, ihm nicht einmal sagt, dass er sich wenigstens eine warme Jacke holen soll. Seine Eltern versuchen vermutlich, ihm ein wenig Freiraum zu lassen. Anders als Gerrent ist Dayin jedoch sofort zur Stelle, wenn es sein muss. Gerrent hingegen lässt sich Zeit und macht einen „großen Auftritt.“
    Ich hatte den Eindruck, dass die Großeltern eine Art Bindeglied zwischen Gerrent und Dayin sind. Während Dayin sich damit abgefunden hat, dass Kronot ihn (aus seiner Perspektive) nicht mag, grollt Gerrent wohl noch immer darüber, dass Vailia Dayin bevorzugt. Obwohl beide sich auch beim Besuch der Großeltern darum kabbeln müssen, wer sie zuerst begrüßen darf (bzw. Gerrent drängel sich einfach mal vor), ist Dayin in Gegenwart seiner Großeltern ruhiger und gelassener. Auch Gerrent ist mehr auf den Besuch fokussiert und so weniger gereizt gegenüber Dayin.
    Die Staffelei als Geschenk war wunderbar, passt auch gut zu Dayin, der häufig in die Rolle des Beobachters schlüpft und nicht selber am Geschehen teilnimmt.
    Und dann müssen natürlich zwei Kronot-liebende Typen auftauchen und ihn vergiften, weil sie denken, damit Kronot zu retten. War ja typisch.
    Die Szene, in der Kronot Dayin zu den Heilerinnen bringt, war sehr intensiv geschrieben. Hier kamen zum ersten Mal seine Gefühle für Dayin wirklich offen zum Ausdruck, ohne dass sie von seiner Angst überschattet wurden. Auch die Kerkerszene im Anschluss finde ich besonders gut gelungen, vor allem die Beschreibung des Kerkers zu Beginn.
    Die Erklärung, wie das alles mit der Prophezeiung und den verschiedenen Lebenspfaden funktioniert, war an dieser Stelle sinnvoll, um sicherzustellen, dass du den Leser nicht verlierst. Sie ist gut in den Text eingebaut und fällt als Info-Stelle deshalb kaum auf.
    Dass sich jetzt ein Kapitel aus Gerrents Perspektive anschließt, ist eine gute Entscheidung. So bleibt Gerrent für den Leser nicht nur der Junge, der seinen älteren Bruder hänselt, sondern seine Einstellung wird verständlich gemacht. Dass Kronot ihm von der Prophezeiung erzählt, ist wohl notwendig, auch wenn das ja nur übel ausgehen konnte, so wie man Gerrent kennt. Seine nachfolgenden Aktionen sind für mich aber gar nicht nur unbedingt Bösartigkeit, sondern vielmehr eine ausgeprägte Loyalität gegenüber seinem Vater, die er dauerhaft unter Beweise stellen muss. Auch könnte ich mir vorstellen, dass er ein wenig Komplexe darüber hat, dass Dayin ja eigentlich der Thronfolger wäre, wenn die Prophezeiung nicht wäre, und dass er diese dadurch versucht auszugleichen, dass er seinen Bruder öffentlich erniedrigt.
    Für Dayin wiederum ist es extrem wichtig, dass Vailia an seinem Bett sitzt, als er aufwacht. Wäre er zu diesem Zeitpunkt Kronot begegnet, hätte seine Beziehung zu seinem Vater einen ganz anderen Lauf nehmen können. So glaubt er jedoch nur halb, dass Kronot überhaupt da war. Er kann sich keine Vorstellung davon machen, wie lange Kronot neben seinem Bett gesessen und darauf gewartet hat, dass er aufwacht.
    Die Szene auf dem Kampfplatz resultiert auf Gerrents Gespräch mit Kronot, aber das macht ihn nicht weniger unausstehlich. Bisher habe ich ja wirklich noch versucht, Verständnis für diesen Typen aufzubringen, aber jetzt...

    Hier werden allerdings Dayins Unterschiede zu Lilell deutlich – er scheint sich in seiner kurzen Zeit auf dem Übungsplatz regelrecht für den Kampf zu begeistern und hat nicht Lilells Angst vor Waffen. Auch ist er durchaus in der Lage, wütend zu werden, und hätte Gerrent bestimmt verprügelt, wenn sein Bruder nicht mehr Erfahrung hätte, und Dayin außerdem von Vailia gelernt hat, dass er sich so etwas nicht erlauben darf.
    Der arme Leibwächter tut mir richtig leid. Vor allem, wie er sich danach schämt, weil er nicht früher für Dayin eingetreten ist. Mit dem jetzt ständig an seiner Seite ist Dayin auf jeden Fallen besser dran als vorher. cheers
    LG Blütchen


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    "And the behaviour of the cat was somewhat peculiar. It was soon noticed that when there was work to be done, the cat could never be found. She would vanish for hours on end, and then reappear at meal-times, or in the evening after work was over, as if nothing had happened. But she always made such excellent excuses, and purred so affectionately, that it was impossible not to believe in her good intentions."
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    Re: 4. Abschnitt: Tarell - Wohin der Schatten fällt

    Beitrag von Susanne Gavenis am Mi Okt 28, 2015 3:00 pm

    Ich finde auch, dass Gerrents Perspektive in diesem Abschnitt sehr wichtig war, um der Gefahr zu entgehen, dass er lediglich zum Quoten-Arsch in der Geschichte wird, dessen einzige Aufgabe es ist, Dayin mit seinem Knüppel eins über die Rübe zu ziehen, ohne ansonsten irgendeine weiterführende Funktion zu haben. Gerade dadurch, dass er von der Prophezeiung erfährt, gewinnen seine Motive eine andere Komplexität, wie du ja auch sehr schön geschrieben hast. Zu seiner ohnehin starken Neigung, im Mittelpunkt stehen zu wollen und Dayin seine Beziehung zu seiner Mutter zu neiden, kommt nun die Angst um seinen Vater hinzu. Dies alles verschärft die problematischen Aspekte seiner Persönlichkeit, sodass auch der Konflikt zwischen ihm und Dayin auf eine neue Stufe gestellt wird.

    Jede Form von Zuneigung, die seine Eltern Dayin gegenüber von jetzt an zeigen, wird bei Gerrent gefiltert durch das Wissen, dass Dayin ihren Vater umbringen wird, und dadurch auf noch größeres Unverständnis stoßen und seine Wut und seine Eifersucht noch weiter nähren. Das Gefühl, seinen Vater vor Dayin schützen zu müssen, gerade WEIL seine Eltern ja offensichtlich auf geradezu fahrlässige Weise alle Vorsicht im Umgang mit Dayin außer Acht lassen, wird durch diesen scheinbaren Leichtsinn ebenfalls weiter angeheizt. Zugleich erhält Gerrent für seine Ressentiments praktisch einen Freibrief, da er nun weiß, dass er der rechtmäßige Tronfolger ist und nicht sein Bruder (was sich ja auf dem Übungsplatz bereits sehr deutlich zeigt).

    Umso wichtiger war es, zu zeigen, dass Dayin trotz allem nicht nur ein hilfloses Opfer ist, das demütig sein Haupt beugt, um die nächsten Schläge abzuwarten, sondern dass er die Dinge sehr wohl klar auf den Punkt bringen kann und auch Zugang zu seinem Zorn hat. Dass dieser Zorn natürlich sehr schnell in Kummer und Hilflosigkeit umschlägt, ist klar, aber trotzdem zeigt er, dass Dayin im Kern handlungsfähig ist und aktiv werden kann, wenn die Umstände sich entsprechend gestalten. Der Leser sollte spüren, dass Dayin lediglich durch die äußere Situation dazu gezwungen wird, passiv und ohnmächtig zu sein, dass diese Passivität aber kein Wesenszug von ihm ist. Eine von ihrem Charakter her passive Figur wäre für jede Geschichte sehr schlecht, egal, wieviel sie im Verlauf der Handlung leidet. Gerade weil die Umstände Dayin im Grunde so gut wie jeglicher energischer, selbst initiierter Aktivität berauben, musste er zumindest von seinen Emotionen her aktiv und lebendig sein, auch wenn er das meiste davon in sich verschließen muss.


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    Re: 4. Abschnitt: Tarell - Wohin der Schatten fällt

    Beitrag von Drachenprinzessin am So Nov 08, 2015 8:03 pm

    Hallo Susanne,

    was für ein trauriger Abschnitt, aber leider war es auch vorherzusehen, dass irgendwann irgendjemand einen Anschlag auf Dayin verüben würde  
    Eigentlich fängt das erste Kapitel des Abschnittes mit dem Besuch von Dayins Großeltern ziemlich beschaulich an, im Rückblick wirkt es allerdings eher wie die Ruhe vor dem Sturm, obwohl Lyssil Maget die Runde kurz stört, um eine Prophezeiung zu machen (da hab ich echt mit Dayin gelitten!). Zum Glück sagt sie nur den Einsturz einer morschen Brücke voraus. Leider kann sie dadurch keine Weissagungen für die sehr nahe Zukunft mehr machen, was der Koch und ein Diener (Vorkoster?) nutzen, um Dayin zu vergiften. Spätestens jetzt wird klar, dass Kronot seinen Sohn liebt, weil er mit ihm auf dem Arm sofort zu den Heilerinnen rennt und Vailia mit dem Teller hinterher. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass beide mit den Nerven ziemlich am Ende sind, auch wenn es sich bei Vailia viel deutlicher zeigt als bei Kronot. Dieser Satz
    “So sehr er auch die Prophezeiung fuerchtete, wusste er doch, dass er es nie ertragen wuerde, Dayin zu verlieren”
    sagt alles über Kronots Gefühle Dayin gegenüber aus. Ich wünschte nur, Dayin hätte das mitbekommen
    Kronot macht sich auch selbst Vorwürfe, da er zwar stets versucht hat ein guter König zu sein, aber nicht will, dass seine Untertanen für ihn morden. Seine Wut darüber zeigt sich auch in dem Urteil, das er über die beiden Brüder, die den Anschlag verübt haben, verhängt. Doch bevor er sie richten kann, richten sie sich selbst.

    Das nächste Kapitel wird zumindest teilweise aus Gerrents Sicht erzählt, was Gerrents Arroganz meiner Meinung nach ziemlich gut zum Ausdruck bringt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er sich um seinen Bruder großartig Sorgen macht, selbst dann nicht, als er ihn bleich und kraftlos im Krankenbett der Heilerinnen liegen sieht. Kronot erzählt ihm nicht nur von dem Anschlag auf Dayins Leben, sondern auch von der Prophezeiung. Es musste ja soweit kommen, allerdings verstehe ich auch Kronots Beweggründe. Gerrent hätte vermutlich so oder so davon erfahren. Er wird jetzt mit Sicherheit noch gemeiner zu Dayin sein als zuvor.
    Natürlich geschieht das auch gleich als Dayin das erste Mal nach dem Anschlag im Garten herumspaziert bis er den Übungsplatz erreicht. Dayins Anspannung und Angst sind meiner Ansicht nach ziemlich offensichtlich, da tut es mir umso mehr leid, dass Gerrent quasi noch einen drauf setzt, indem er Dayin mit seinem Stab verletzt und keiner der Gardisten für Dayin Partei ergreifen will. Einzig Wendar tut es, wenn auch erst in den Räumen der Heilerinnen, als er Kronot sagt, dass es seiner Meinung nach kein Unfall gewesen war. Ich kann Dayins Wut und Enttäuschung verstehen. Er fühlt sich sicherlich von allen im Stich gelassen und am liebsten hätte ich ihn gern umarmt
    Kronot ist auf Gerrent und sich selbst wütend und ich hoffe inständig, dass er Gerrent wirklich bestraft. Und ich mag seine Überlegung, Dayin Wendar Krenn als ständigen Leibwächter zur Seite zu stellen. Zum Glück willigt Wendar ein, er scheint ja trotz allem jemand zu sein, der nicht immer der Meinung aller anderen folgt.
    Mir gefällt auch Kronots Bemerkung über die Prophezeiung. Er glaubt nicht daran und ich auch nicht. Wenn jemand als Vatermörder in Frage kommt, ist es wohl eher Gerrent. Ich weiß ich wiederhole mich da, aber ich kann es mir, zumindest im Moment, nicht anders vorstellen.

    Mal sehen, was die nächsten Kapitel so bringen. Ich bin auch gespannt, wie's mit Lilell weitergeht

    LG
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    Re: 4. Abschnitt: Tarell - Wohin der Schatten fällt

    Beitrag von Susanne Gavenis am Di Nov 10, 2015 4:05 pm

    Ja, das Attentat hat sicherlich Kronots Sicht auf Dayin ein wenig aufgeweicht. Zumindest im Moment, da er seinen Sohn zum ersten Mal tatsächlich hätte verlieren können, rückt seine Angst aufgrund der Prophezeiung in den Hintergrund. Sein eigenes Kind bleich und mit dem Tode ringend vor sich liegen zu sehen, ist eben immer noch etwas anderes als die spröden Worte einer Seherin (die sich noch dazu auf ein noch relativ weit in der Zukunft liegendes Ereignis beziehen).

    Das weiterführende Problem - gerade für Kronot, der ja ohnehin viel stärker als seine Frau mit seinen Ängsten und Zweifeln ringt - ist allerdings nach wie vor ungelöst und mag sich, wenn die akute Krise vorüber ist, wieder mehr in den Vordergrund schieben. Kronot ist ja - wie der gesamte Rest der Bevölkerung - felsenfest überzeugt, dass Dayin zum Mörder geworden wäre, hätte man seinen Lebenspfad nicht bereits verändert (und ob das so leicht ist, weiß auch niemand mit Gewissheit). Das bedeutet, dass Kronot vermutlich immer wieder aufs Neue mit dem Bewusstsein ringen muss, dass der Mörder irgendwo in Dayin steckt, eben weil er ein Teil seiner Persönlichkeit ist (vielleicht tief verborgen, aber unter den richtigen Umständen dennoch abrufbar). Unter solchen Umständen eine dauerhaft starke Liebe - von einer bedingungslosen gar nicht zu reden - zu seinem Kind aufrecht zu erhalten, ist eine permanente psychologische Herausforderung, und Angst, Zweifel und Misstrauen sind groß darin, sich genau dann einzuschleichen, wenn man sich gerade einigermaßen sicher fühlt.

    Die Frage ist, wie Kronot - oder irgendein anderer - fühlen und handeln würde, sollte Dayin tatsächlich einmal in einem (berechtigten) Wutanfall auf Gerrent losgehen. Wenn er mit geballten Fäusten und rotem Kopf über seinem weinenden kleinen Bruder stünde, mögen Gefühle, die man bereits fraglos zu empfinden glaubte, doch wieder brüchig werden.


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    Re: 4. Abschnitt: Tarell - Wohin der Schatten fällt

    Beitrag von Drachenprinzessin am Fr Nov 13, 2015 9:14 pm

    Ja, negative Gefühle/Gedanken sind leider sehr gut darin sich immer dann einzuschleichen wenn man denkt es geht bergauf
    Anfang der Woche bin ich leider mit Hausaufgaben für mein Nebenfach so dermaßen zugeschüttet worden, dass mein ganzer Wochen(lern-)rhythmus durcheinandergekommen ist und ich leider nicht so viel Zeit in mein Hauptfach investieren konnte wie es eigentlich notwendig gewesen wäre, daher bin ich leider auch noch nicht dazu gekommen, das nächste Kapitel zu lesen.
    Das tut mir leid, dass ich dich vertrösten muss, aber ich lese das Kapitel sobald ich Luft habe und hinterlass dir dann im entsprechenden Thread einen Kommentar.


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    Re: 4. Abschnitt: Tarell - Wohin der Schatten fällt

    Beitrag von Susanne Gavenis am Sa Nov 14, 2015 1:26 pm

    Das ist schon alles in Ordnung. Du hattest ja ohnehin im Vorfeld gesagt, dass du ab November wegen deines Studiums eigentlich gar keine Zeit mehr für eine Leserunde hättest. Da sich diese Leserunde ohnehin viel länger hinzieht, als ich es im Oktober erwartet hatte, brauchst du dir wirklich keinen zusätzlichen Stress deswegen zu machen. Ich freue mich auf jeden Fall, dass du noch weiter mit dabei bist.


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    Re: 4. Abschnitt: Tarell - Wohin der Schatten fällt

    Beitrag von Élandor am Do Nov 19, 2015 7:14 pm

    Hrm hrm... Nun ja... Wieso habe ich mich nicht gemeldet? Ich habe den Abschnitt einfach inhaliert und danach immer vergessen, hier etwas dazu zu schreiben. So ist es nun eine Weile her, dass ich die Kapitel gelesen habe und kann hier nur die wichtigsten Anmerkungen niederschreiben, die sich größtenteils auch mit denen von Lindenblüte und Drachenprinzessin decken sollten.

    Ich habe mich wirklich gefreut, als wir endlich Dayins Großeltern kennenlernen durften. So sieht man einmal, wie die nächsten Verwandten über die Prophezeiung denken, ohne es als reine Information in einem anderen Kontext unterzubringen. Die Unterschiede zwischen Dayin und Gerrent werden hier in wieder einmal sehr deutlich, sowohl bei der Begrüßung, als auch beim Essen. So ist Dayin mit seiner Großmutter viel eher verbunden, als mit seinem Großvater, auch wenn dieser im keinesfalls abgeneigt zu sein scheint, während Gerrent lieber mit dem Herzog und seinem Vater über die klischeehaft männlichen Themen redet, wie zum Beispiel die Jagd.

    Als es dann zur Vergiftung Dayins kommt, erscheint ein neues Gesicht Kronots und wir lernen seine fürsorgliche und familiäre Seite kennen, welche mir sehr gut gefällt. Ein Lob hier, da mir seine Reaktion sehr authentisch rüberkommt, ich meine mich allerdings nicht zu erinnern, dass er sein Fehlverhalten direkt eingestanden hat...

    Das Kapitel aus Gerrents Sichtweise, bietet mal einen schönen Blick in dessen Innenleben, da er tatsächlich bisher hauptsächlich den Part des durch und durch gemeinen Bruders erfüllt hat.

    Als Dayin wieder erwacht, wirkt er auf mich anders. Als hätte der Anschlag ihn grundlegend verändert und ihm eine neue Sicht auf sein Leben ermöglich. Er denkt noch einmal mehr nach, verhält sich quasi erwachsener... Eine gute Umsetzung, auf jeden Fall.


    Ich weiß, es ist nicht besonders viel, aber das waren so die wichtigsten Erinnerungen an den Abschnitt
    Beim nächsten Mal, wird es wieder ausführlicher.

    LG Él


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    Re: 4. Abschnitt: Tarell - Wohin der Schatten fällt

    Beitrag von Susanne Gavenis am Sa Nov 21, 2015 10:29 am

    Es freut mich, dass dir die Unterschiede zwischen Gerrent und Dayin bei dem Besuch der Großeltern so deutlich ins Auge gefallen sind, da ich in diesem Abschnitt (wie auch in dem davor) schon ziemlich überlegt habe, wie ich ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten auf eine indirekte Art darstellen kann.

    Letztlich sind es ja die vielen Kleinigkeiten im Verhalten, den Vorlieben und Abneigungen von Figuren innerhalb der Szenen, die zusammen ein stimmiges Mosaik bilden müssen, ohne dass man als Autor ihren Charakter mit zwei oder drei Adjektiven offen zu definieren bräuchte (die ja ohnehin, wenn sie mehr oder weniger isoliert stehen bleiben würden, ohne mit dem Verhalten der Figuren in konkreten Situationen aufgefüllt zu werden, inhaltsleer und oberflächlich blieben). Solche quasi-auktorialen Figurenbeschreibungen nach dem Motto: "Dayin war ein zartes und sensibles Kind, das gerne Bilder malte und sehr an seiner Mutter hing. Nur mit seinem Bruder Gerrent verstand er sich nicht gut, da Gerrent ihm die Liebe seiner Mutter neidete und eifersüchtig auf ihn war" sind letztlich völlig bedeutungslos, wenn man diese ganzen Adjektiv-Zuschreibungen nicht durch Szenen, in denen die Figuren entsprechend HANDELN, lebendig und für den Leser plastisch werden lässt.

    Das ist, denke ich, einer der Hauptgründe für dicke Romane (und der Unterschied zu 64seitigen Heftromanen wie z.B. John Sinclair, Perry Rhodan u.a., die schlicht nicht den Raum haben, die Persönlichkeit der Figuren innerhalb der Szenen handelnd darzustellen, statt sie durch ein paar Adjektive lediglich zu behaupten, z.B. "Der Jägerpilot Fitz MacDonald war lustig und stets zu Scherzen aufgelegt. Von seinen Kameraden hatte er deshalb den Spitznamen "Fitzi der Witzi" bekommen. Das hinderte ihn aber nicht daran, bei der Erledigung seiner Aufgaben stets gewissenhaft, ja sogar penibel zu sein, womit er manchmal sogar seine Vorgesetzten verblüffte."). In einem richtigen Roman hat man in dieser Hinsicht natürlich ganz andere Möglichkeiten.


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