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    Ist einer Vegetarier/Veganer?

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    Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Alastor am Sa Apr 13, 2013 8:29 pm


    ist einer von euch hier Vegetarier oder Veganer?
    Wenn ja warum?
    Was haltet ihr davon, wenn einer diese Lebenseinstellung verfolgt, ist sie sinnvoll oder nicht?
    Können andere Nahrungsmittel das damit einhergehende Defizit ausgleichen oder nicht?


    Ich selbst könnte nicht auf Fleisch verzichten Very Happy
    geht einfach nicht, dafür ist es viel zu lecker und mein Körper verlangt nach einiger Zeit ohne Fleisch (ein paar Tage) geradezu danach. Und ich weiß, dass das, wonach der Körper verlangt eigentlich immer das ist, was er in dem Moment auch braucht (das ist übrigens u.a. auch das fatalte an Diäten, die mit Verzicht einhergehen).
    Für viele ist die Haltung der Tiere ein Grund Vegetarier zu werden, für andere ist es einfach die Tatsache, dass Tiere sterben.

    Ich selbst bin finanziell noch recht dürftig bestückt, aber wenn ich denn mal Geld verdiene, möchte ich beim Kauf des Fleisches eher darauf achten Fleisch aus guter Haltung zu kaufen. Dabei geht es mir nicht darum, dass etwa "Bio" ist..."Bio" ist eh nur eine Vermarktungsstrategie und sonst nix...rausgeworfenes Geld... das ist vielen natürlich nicht klar, daher wird es immer fleißig gekauft. Die Wahrheit kam ja jetzt mit den Bio-Eiern zumindest bei den Eiern ans Tageslicht.
    Es gibt glaub ich seit 2013 ein neues Siegel, wo explizit die Tierhaltung geprüft wird... das Siegel könnte dann für mich interessant werden. Denn zu enge Ställe und allgemein grausame Haltung muss ja nun wirklich nicht sein.

    Aber Fleischverzicht kommt mir auf jeden Fall nicht in die Tüte Very Happy

    Veganer und vor allem die Fruitaner (und andere Arten davon) kann ich übrigen nicht nachvollziehen


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Lumina am Sa Apr 13, 2013 8:41 pm

    ich esse nicht viel Fleisch, finde es aber trotzdem lecker. Natürlich achten ich und meine Eltern aber gut darauf dass es eher Bio Fleisch ist. Ich habe es mal mit einer Woche Fleich, ine Woche ohne Fleisch versucht. war aber nichts für mich (zu viel wirrwar).Gegen Vegetarier oder Veganer habe ich nichts. Schließlich ist meine Tante Vegetarierin. Wenn Jemand auf Fleisch bzw. Tierische bestandteile verzichten möchte, darf er/sie es auch.


    Zuletzt von Lumina am Sa Apr 13, 2013 8:44 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Silphiel am Sa Apr 13, 2013 8:43 pm

    hmm also ich bin selber ebenfalls ziemlich dem Fleisch zu getan ^^
    Aber mir ist es im Grunde egal ob jemand jetzt vegetarier ist oder nicht. Es sei denn derjenige versucht anderen Leuten einzureden dass fleisch essen ja so schlecht und böse ist ... *hust* ein freund von mir macht das immer sehr hartnäckig .. naja ich sag dann nur: aha .. und vegetarier sein ist so viel besser weil du sooo gesund bist : 3 der hat schon kreislauf probleme und kippt alle paar tage mal um. Will es aber nicht wahrhaben, dass er sich falsch ernährt.
    Mir ist es bis auf solche extremfälle wirklich egal wie jemand dazu steht ^^


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Scáth am Sa Apr 13, 2013 8:43 pm

    Ich habe schon oft versucht mich Vegetarisch zu ernähren, mein einziger Grund dafür war, dass ich damit Tiere schützen wollte. Naja..was soll ich sagen..bis jetzt war meine Gier nach Fleisch immer wieder zu groß.
    Ich sehe das aber mittlerweile auch ganz anders. Ich für meinen Teil will gar nicht auf Fleisch verzichten, denn selbst wenn ich es tue, rette ich damit keine Tiere. Geschlachtet werden sie ja sowieso, auch wenn ich sie nicht esse.
    Ich stimme dir aber zu was Veganer und den ganzen Rest betrifft. Vegetarier kann ich verstehen, aber bei Veganern hört mein Verständnis schon auf ^^


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Alastor am Sa Apr 13, 2013 9:08 pm


    Zu Bio-fleisch... das würd ich nie kaufen...alles nur Betrug, genauso wie beim ganzen anderen Bio-kram.
    Man bezahlt mehr und den Tieren gehts nicht wirklich besser. Letztendlich ist die Qualität selten besser, in manchen Fällen sogar schlechter.
    Für was bezahlt man dann also mehr? Für schlechteres oder etwas, das gleichwertig ist und keine Verbesserung für die Tiere beeinhaltet.

    Wegen dem Einreden... ja... das ist immer ganz schlimm. Solche Leute gehen mir auch ziemlich auf die Nerven. Ich hab nix gegen Vegetarier, also sollen sie mir auch nicht einreden, wie schlecht ich doch bin und mich überreden wollen, dass ich auch Vegetariere werde


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Scáth am Sa Apr 13, 2013 9:30 pm

    Was das Fleisch angeht, das kaufe ich nur von unserem Metzger hier im Ort. Da kann ich mir nämlich sicher sein, das die Tiere unter angemessenen Umständen gelebt haben und das Fleisch auch entsprechende Qualität hat.
    Ich für meinen Teil habe auch nichts gegen Vegetarier, Veganer etc. Außer natürlich, sie "gehen auf mich los" nur weil ich Fleisch esse. Das kann ich dann gar nicht ab.
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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Lienea am Do Apr 18, 2013 5:17 pm

    Hier! Ich bin Vegetarierin... Seit och 2 jahren wieder.
    Mein Grund ist ganz einfach.. Wenn ich auf dem Fleisch herrum kaue kommen
    diese Perversen Bilder die Tierschutzorganistionen rausbringen in meinen Kopf,
    und dann kann ich es einfach nicht Schlucken.
    Joa eigendlich schmeck es mir auch und ich würds auch essen wenn da die sache mit den
    Bilden nicht wäre^^
    Ähmm ich hab auch mal nen Jahr Vegan gelebt aus reiner Interese an der Sache,
    is nicht so leicht wie manch einer vielleicht glaubt.
    Naja das ende des Liedes war das ist zuoft umgekippt bin.
    Meine kleine verwirrende Welt Very Happy


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Gast am Do Apr 18, 2013 5:39 pm

    Oh Gott Very Happy du kannst einen echt zum Veganer werden motivieren Very Happy Ne, ich will gar kein Veganer werden. Ich hab mal nen Monat lang kein Fleisch gegessen, weil mich der Umgang mit den Tieren anekelt und ich das so unmenschlich finde, Tiere so zu mästen und auszunutzen...
    Da ist mir aufgefallen, wie oft ich Fleisch esse.. zu oft.. und dass ich sau drauf angewiesen bin, denn ohne hab ich mich nach 2 Wochen oder so iwie komisch gefühlt. Doch leider ist es eben so, ein paar Einzelne können nicht verhindern dasds Tiere weiterhin so abgeschlachtet werden. Ich versuche zumindest immer wenn es geht auf Fleisch zu verzichtet, aber meine Mum kocht leider öfters mit Fleisch.
    Insgesamt find ich auch dass Menschen viel zu viel essen als sie eig benótigen.. ich versuch immer so wenig wie möglich, so viel wie nötig zu essen. Ganz auf yfleisch zu verzichten ist finde ich nicht die optimale Lösung gegen das Problem des Massenkonsums und der Massenproduktion. Ich kann aber auch Leute verstehen, die Tiere einfach zu sehr respektieren und auf Fleisch verzichten. Das find ich echt klasse. Was ich jedoch nicht verstehen kann ist wenn Leute sich dann nen Ersatz suchen, Tofu oder so. Das ist dann iwie nicht mehr das Prinzip.
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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Silphiel am Do Apr 18, 2013 5:42 pm

    @Asco: besonders wenn es dann Tofu mit Steak-Geschmack gibt Smile


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Blutelbe am Do Apr 18, 2013 6:55 pm

    nur mal zum Bio. Natürlich gibts da betrug und so, aber im Grunde ist es doch besser und gesünder. Wink Vor allem wenn man aus den richtigen Bioläden kauft. Denn dann kommt es aus der eigenen Region und dann weiß man ob es stimmt oder nicht. Vor allem ist es wesentlich einfacher nach zu vollziehen wo das Essen überhaupt herkommt. Weil die einem lieber Auskunft geben, als andere Betriebe. Also wie man merkt bin ich richtig Ökofreek. Okey, das ist jetzt übertrieben, aber das Essen kaufen meine Eltern immer Bio und ich wenn ich mal einkaufen sollte auch. Es schmeckt auch oft viel besser. Finde ich.
    Zum Vegetarier. Ne ich habs mal ne Zeit versucht. Oder eher, ich habe jedem erzählt das ich jetzt kein Fleisch mehr esse. Da war ich 8 oder so. Und natürlich hat es nicht geklappt... Wink Jetzt versuch ich das nicht mehr. Ich liebe einfach Mettbrot mit Zwiebeln zu sehr... ;)Aber was solls. Ich esse das was ich essen will, ist gesünder als sich irgendwas aufzuzwingen... Aber wie gesagt. Auf die Tierhaltung achte ich. Hühner aus Freilaufgehegen. Die echt wiederlichen Schlachtungen gibts natürlich bei Bio und nicht Bio. Nur das Leben davor ist schöner...
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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Alastor am Do Apr 18, 2013 7:08 pm


    Das es besser schmeckt ist Einbildung...setzt man Leuten das vor ohne, dass sie wissen was was ist, können sie es nicht mal im Ansatz auseiander halten Wink

    Und Bio ist keinesfalls immer besser ...teils ist es sogar erwiesenermaßen von seinen Inhaltsstoffen her schlechter. (manchmal ist der Vitamingehalt von Gemüse sogar schlechter, siehe Salat (aber da sind VItamine eh nur minimal drin)Wink Das ist also ein Irrglaube!
    Das es aus der Region kommt heißt Bio auch nicht...auch nicht, wenn du es in einem Bioladen kaufst. Da ist so wie mit der Marke Nordland...die haben hier ihre Fertigung für die Verpackung...angebaut und bearbeitet wird das Produkt aber in völlig anderen Länder, weit ab von Norddeutschland.
    Bio heißt nicht regional und heißt auch nicht, dass die (z.B. mit dem CO2 Austoß) auf bestimmte Umweltaspekte achten!
    Es heißt nur, dass sie nicht spritzen und nicht küsntlich düngen. Mehr nicht^^
    Die Tiere erhalten etwas weniger Antibiotika und die Ställe haben Auflagen, die jedoch nicht sonderlich verbesserungsfördernd sind, denn dafür sind sie nicht stark genug (schau dir mal nen Bio Hühnerstall an...das sieht nur mininal besser aus...aber wirklich verbessert für die Tiere ist das auch nicht).

    Wer wirklich was für die gute Haltung für Tiere achten will, sollte auf das neue Siegel und dessen höchste Stufe gucken. Da wurde wirklich etwas für die Haltung getan.

    Bio ist nur Geldmacherei...es verbesert kaum etwas, die Produkte schmecken nicht besser, sind nicht regionaler als andere (selbst wenns da steht...es wird oft so geschrieben, dass der Kunde das nur glaubt, es aber nicht der Wahrheit entspricht) und tun nicht sonderlich viel für bessere Haltung.
    Siehe der Skandal mit den Bioeiern... und ich denke da ist noch viel mehr Gemauschel... die Kunden kaufen einfach, weil es sich gesund anhört...es beruhigt das Gewissen des Kunden.
    Aber was wirklich dahintersteckt führt sich kaum einer vor Augen.


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Blutelbe am Do Apr 18, 2013 8:47 pm

    das ist vielleicht alles bei euch so. Ich komm aus einer Region, wo sehr viel Bio ist. Und natürlich muss man noch auf andere Dinge achten. Meine Mutter kauft beispielsweise Eier von einem Typen aus dem Dorf. Und das sind Öko freilebende Tiere. Wink Sehr glückliche Tiere. Und wir haben eine eigene Molkerei im Landkreis, das heiß, das die Milchprodukte tatsächlich aus dem Landkreis kommen. Und der Typ der einen Marktstand hat und von dem wir Gemüse und so kaufen ist ein bekannter von meinem Vater. Aber wie gesagt. Natürlich reicht es nicht auf das Biosigel zu achten. Aber man kann sich tatsächlich noch weiter informieren. Und es gibt auch Siegel die gute Tierhaltung garantieren.
    Und das manches Gemüse wenig Nährstoffe hat, da kann Bio oder nicht Bio nichts dran ändern... Wink Wenn man jeden Tag unmengen an Katoffeln ist dann bekommt man sehr Wahrscheinlich Diabetes. Egal ob Öko oder Massenprodukt.
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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Alastor am Do Apr 18, 2013 8:55 pm

    Wenn man die Produkte gleich beim Hof kauft und einen Einblick hat wie die Tiere leben, ist es etwas anderes^^
    Aber sich rein nach dem Biosiegel zu orientieren und glauben es wäre besser ist absoluter Blödsinn

    Ich wollte nicht darauf hinaus, das Bio grundsätzlich schlechter ist als normale Erzeugnisse...es ist jedoch erwiesen, dass es exakt gleich schmeckt und die Inhaltsstoffe nicht im besser sind^^
    Es gibt jedoch Erzeugnisse, da steckt bei Bio weniger Inhaltsstoffe drin, als in normalen Erzeugnissen...um es nochmal genauer zu übersetzen: Man müsste ein Drittel mehr von dem jeweiligen Bioerzeugnis essen als vom normalen Erzeugnis, damit man genauso viele Vitamine zu sich nimmt, wie beim normalem Produkt. Ich weiß momentan nicht mehr bei welchen Produkten es der Fall war.
    Ob nun z.B. normaler oder Biojoghurt ist auch wurscht...Bio kostet aber mehr und das ist der Motor, warum so viel Wind um Bio gemacht wird^^ Die Leute glauben, dass das Bioprodukt im Supermarkt besser ist als das normale, was jedoch wie gesagt in den meisten Fällen nicht so ist und die Produzenten sehen das Geld Wink


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Blutelbe am Do Apr 18, 2013 9:04 pm

    bei dem Geschmack. Natürlich schmeckt ne Möre gleich, ob Bio oder nicht. Aber bei beispielsweise Nutella. Nutella ist richtig fettig und scheint nur vor Öl zu triefen. Das ist richtig ekelig. Finde ich Wink Und da schmeckt die öko Nussnougatcreme besser wie ich finde. Wink Ist aber auch egal. Wink In manchen Dingen stimm ich dir auch zu. Ökosige reicht nicht aus. In den anderen Dingen hab ich ne andere Meinung Wink
    (sorry wegen den vielen Wink ist ne dumme Angewohnheit... Wink)
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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Alastor am Do Apr 18, 2013 9:11 pm


    Jaaa...aber das liegt dann an Nutella...es gibt auch andere Schokocreme, die nicht Bio ist und nicht so ölig ist Wink Es liegt einfach an einem anderen Rezept, aber nicht an den Inhaltsstoffen


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Blutelbe am Do Apr 18, 2013 9:16 pm

    das hab ich ja auch nicht behauptet Wink Oder wollte ich zu mindest nicht. Vielleicht ist es ja so rüber gekommen, dann tut mir das leid. Wink Aber ich mag viele Bioprodukte einfach lieber. Also die Rezepte Wink
    Und was ich noch erwähnen will: es ist richtig ekelig, es gibt nicht Bioobst, das klept richtig, wegen den ganzen Pestiziden mit dehnen es behandelt wurde, und das ist soooo widerlich
    Und das ist bei Öko besser. Obwohl das Obst aus dem Garten ja so wie so das leckerste ist Wink
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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Lienea am Fr Apr 26, 2013 2:57 am

    Mehr gibs dazu aber eigendlich nicht zusagen...



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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Sally am Fr Apr 26, 2013 8:41 am

    Ich bin von dem ein oder anderen Vegetarier umgeben, für mich ist das jedoch nichts.
    Ich esse gerne Fleisch und das auch meistens mehrmals die Woche.
    Natürlich gibt es auch mal Zeiten in denen ich kein Fleisch esse, aber das ist dann lediglich weil ich keine Lust auf Fleisch habe. Wink

    Wenn ich Fleisch kaufe, dann von dem Metzger im Ort. Da kann ich mir sicher sein, dass ich das Stück Fleisch vielleicht schon beim spazieren gehen gegrüßt habe Wink


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Gast am Mo Aug 12, 2013 7:46 pm

    Ich bin Vegetarierin und das schon seit einigen Jahren und mittlerweile auch aus vollster Überzeugung.

    Ich schreibe das jetzt auch nicht um irgendjemanden zu belehren oder ihn/sie als guten oder schlechten Menschen darzustellen denn dazu gehört weitaus mehr als die Definition Vegetarier/Nicht-Vegetarier. Prinzipiell finde ich auch dieses gegenseitige Mobbing zw. Leuten die Fleisch essen und denen die es nicht tun auch nur peinlich und anstrengend. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es viele Vegetarier gibt die da Hardcore sind und keine andere Meinung zulassen und das ist natürlich inakzeptabel. Ich habe allerdings auch die andere Seite kennengelernt: Egal, ob mich jemand fragte ob ich Fleisch esse oder wenn das Thema auf irgendeine andere Art und Weise zur Sprache kam, ich musste schon so oft erfahren wie andere mich belächelten oder die Augen verdrehten weil ich eben Vegetarierin bin. Und wenn man mich dann fragt warum das so ist und ich versuche meine Beweggründe zu erklären, dann fühlen sich die meisten auch sofort angegriffen –egal was ich sage, egal wie ich es sage. Und das nervt mit der Zeit. Ich denke mir dann immer ‚Na dann frag mich halt nicht wenn du dich dabei soooo sehr angegriffen fühlst‘. Und der Höhepunkt aller dummen Sprüche ist dann ‚du isst meinem Essen das Essen weg‘ – ich frag mich dann oft ob diese Person auch nur eine Sekunde darüber nachdenkt was sie da gerade sagt?! Ich habe mich jedenfalls noch nie hingekniet und Gras gefressen ;-)   Schlussendlich muss jeder für sich selbst entscheiden wie er/sie lebt. Aber da im diesen Thread unsere Meinung gefragt ist, scheue ich nicht davor zurück diese kundzugeben. Was man daraus macht, ist jedem selbst überlassen Very Happy 
    Prinzipiell finde ich, dass sich Menschen heutzutage  viel zu wenig mit Essen bzw. Nahrung generell auseinandersetzen und das finde ich teilweise richtig schockierend.

    Ok, wo fange ich an…ich finde es gut wenn man sagt, man kauft nicht das übliche Fleisch im Supermarkt, sondern achtet sehr wohl darauf wo es herkommt. Dies sollte man meiner Meinung nach immer machen, nicht nur bei Fleisch sondern auch bei anderen Produkten. Leider machen dies nicht sehr viele und den meisten ist es auch egal da sie sich mit Nahrungspolitik nicht auseinandersetzen wollen. Ich mache das allerdings, und das schon seit Jahren.
    Viele fragen mich ob ich kein Fleisch esse weil mir die Tiere leidtun oder weil es mir nicht schmeckt, und meine Antwort ist: keines von beiden. Fleisch schmeckte mir immer sehr gut und würde ich die armen Tiere als Hauptgrund angeben, dann müsste ich aus ideologischer Sicht Veganer sein. Da ich aber versuche politisch engagiert zu sein, bin ich auch aus politischen Gründen Vegetarierin. Viele werden sich jetzt nicht auskennen was ich damit meine, aber habt ihr schon mal etwas über Lebensmittelspekulationen gehört oder gelesen?
    Kurz erklärt: es gibt eine Börse für Grundnahrungsmittel. Dabei sind die Spielregeln recht ähnlich wie auf den anderen Börsen.

    1. Es gibt Spekulationen.

    2. Wenn die Nachfrage steigt, hat dies einen Einfluss auf den Preis. Bsp. : Wenn also die Nachfrage nach Getreide steigt, wird der Preis von Getreide höher. Warum ist die Nachfrage so hoch? Weil unter anderem in der kommerziellen Viehzucht zur Fütterung meistens ein Getreide-Soja-Gemisch verwendet wird. Und ja, der Fleischkonsum in der westlichen Welt ist mittlerweile schon so enorm, dass dies einen Einfluss hat – wir wollen mehr Fleisch, also müssen mehr Tiere gezüchtet werden, die wiederum mehr Futter benötigen, sprich mehr Getreide.
    Was passiert nun wenn Grundnahrungsmittel wie Getreide eine (teilweise über 70%) Preissteigerung erfahren auf Grund durch erhöhten Konsum (wie z.Bsp. durch Viehzuchtfütterung)? Die Folge ist, dass Länder die von einem Import von Getreide abhängig sind (wie z.Bsp der Afrikanische Kontinent) sich diese Importe nicht mehr leisten können da Preise einfach zu weit nach oben gekurbelt wurden. Und dies ist teilweise auf unser Konsumverhalten zurückzuführen. Und über Hunger in Afrika braucht man denke ich nicht reden. Abgesehen davon, finde ich es sehr verwerflich, dass so viel Getreide für Nutztiere gebraucht wird, anstatt Menschen satt damit zu machen. Vom Energieverbrauch, Umweltverschmutzung, oder Wasserverbrauch durch die Viehzucht möchte ich erst gar nicht anfangen, aber auch diese Probleme könnten behoben werden wenn man sich in seinem Fleischkonsum ein wenig einschränken würde.

    Viele sagen dann ‚ach das hilft doch eh nichts‘ – richtig, als Einzelperson kann man nicht viel ausrichten. Aber ich kenne immer mehr Menschen die genau aus diesen Gründen kein Fleisch mehr essen und die Zahl der Vegetarier wird immer größer.
    Joooaaa, das ist mal so mein Standpunkt. Es gibt da noch ganz viele andere Punkte die zu meinem Entschluss beitragen kein Fleisch mehr zu essen, aber ich schreibe eh schon so lange  Falls es aber jemanden interessiert oder andere Fragen hat, kann man mich gerne anschreiben…

    Nur noch ganz kurz zu Veganer:
    Am Anfang konnte ich das auch nicht verstehen bzw. wäre für mich im Moment Veganer-zu-sein sehr schwierig weil ich Käse sehr gerne mag und ich Milch nicht mit Sojamilch tauschen kann, da mir Soja-Produkte leider nicht so schmecken. Aber ich verstehe die Beweggründe von Veganer. Wäre mein Hauptargument kein Fleisch zu essen wegen den armen Tieren, dann müsste ich beinhart auf sämtliche tierische Produkte verzichten, denn für Lederschuhe,-Mäntel,-Gürtel, - Taschen müssen ja schließlich auch Tiere sterben. Und falls jemand meint, dass die Milchproduktion (und damit auch die verbundene Produktion von Nahrungsmittel die aus Milch hergestellt werden) ein Zuckerschlecken für Tiere ist, der hat sich leider getäuscht. Bsp.: Damit eine Kuh Milch gibt MUSS sie geschwängert werden denn dies treibt erst ihre Milchproduktion in ihren Eutern an. Das Kalb wird allerdings meistens nach der Geburt sofort von der Mutter getrennt und dann auch getötet. Schrecklich und tragisch für beide: Muttertier und Junges. Die Kuh muss dann am Tag mehrere male an die Melkmaschine angeschlossen werden. In der industriellen Milchproduktion bedeutet dies, dass die meisten Kühe schon nach zwei Jahren geschlachtet werden müssen, da sie körperlich schon so am Ende sind (durch ständige Milchabgabe, und durch das ständige Kalben das schließlich die Milchproduktion antreibt). Das ist meiner Meinung nach schon Tierquälerei.

    Die Geflügelzucht bzw. die riesigen Legeapparaten für Eier sind sowieso scheußlich.

    Dies sollte man eigentlich keinem Tier antun, und ja, ich verstehe daher die Beweggründe von Veganer. Ich versuche mich eh schon so gut wie es geht einzuschränken und vll schaffe ich es eines Tages auch komplett auf tierische Produkte zu verzichten…
    Wie gesagt, hauptsächlich spreche ich hier von der kommerziellen Großproduktion aber ich fände es wichtig wenn jeder einmal darüber nachdenken würde….ich habe mich halt dazu entschlossen komplett auf Fleisch zu verzichten.

    Ach ja, und ich mache jedes Jahr eine wie wir es nennen ‚Gesundenuntersuchung‘ und meine Werte sind jedes Mal top! Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht wie man als Vegetarier schlechte Werte haben kann, denn alle Nährstoffe die für einen Menschen wichtig sind, sprich die auch im Fleisch vorhanden sind, gibt es ausreichend in pflanzlichen Produkten. Auch Eiweiß und Eisen! Da muss man sich schon sehr ungesund und nicht-ausgewogen ernähren wenn man dann zu Tabletten greifen muss oder noch schlimmer ohnmächtig wird – aber das hat dann meiner Meinung nach nichts mit Vegetarismus zu tun, sondern schlichtweg mit einem ungesunden Lebensstil.Leider.



    So und jetzt aber wirklich, over and out Very Happy 
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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von moriazwo am Do Sep 05, 2013 10:23 am

    Ich hab diesen Vegetarier-Thread jetzt erst entdeckt, und bin etwas überrascht, dass sich nur wenige Mitglieder als Vegetarier zu erkennen gegeben haben. Ich hatte solche Threads auch schon in anderen Foren gelesen und dort kam es fast zu militanten Auseinandersetzungen wegen der extrem unterschiedlichen Ansichten. Leute, wie ich, die Fleisch auf dem Speiseplan lieben, wurden dort sogar als Mörder beschimpft, was natürlich absurd ist.
    Die Entscheidung, bei der eigenen Ernährung auf tierische Eiweiße zu verzichten, ist eine sehr persönliche Angelegenheit und nicht dazu geeignet, sie zu einer missionarischen Tätigkeit zu verwenden, wie es leider häufig geschieht. Wem die Tötung von Tieren moralisch verwerflich erscheint, ist freigestellt, auf den Verzehr von Fleisch zu verzichten. Dabei ist eine reine Ernährung auf pflanzlicher Basis gar nicht mal unproblematisch. Der Mensch ist von der Natur her zur Verwertung sowohl pflanzlicher, als auch tierischer Nahrung in der Lage. Was wir also eigentlich brauchen, ist eine ausgewogene Ernährung aus allen Bereichen - den moralischen Aspekt einmal völlig außen vor gelassen.
    Wir brauchen uns nicht darüber zu unterhalten, dass die moderne Massentierhaltung für die Tiere selbst und letztlich auch für uns schlecht ist. Für die Tiere, weil ihr kurzes Leben unter vollkommen unwürdigen Bedingungen erfolgt, und für uns, weil das Fleisch, das daraus auf den Markt kommt, häufig mit den unterschiedlichsten Dingen - meist Medikamente - kontaminiert ist. Wir Konsumenten - in der Gesamtheit - sind dafür sogar mitverantwortlich. Der Kunde will natürlich nur soviel dafür bezahlen, wie unbedingt nötig ist, was die Betriebe zwingt, immer billiger zu produzieren. Wenn ich im Laden ein Kilo Rinderfilet für 6,99 € kaufen kann, muss mir einfach klar sein, dass da etwas nicht stimmen kann. Entweder ist es kein Filet, oder die Herkunft ist höchst dubios. Wären wir alle bereit, etwas mehr zu bezahlen und dafür den Konsum von Fleisch einzuschränken, würde die Zahl der Lebensmittelskandale sicherlich drastisch sinken. Da muss ich mich auch an die eigene Nase fassen. Ich esse sicherlich auch zuviel Fleisch, bin aber durchaus bereit, einen angemessenen Preis dafür zu bezahlen. Auch ich kaufe kein ausgewiesenes Öko-Fleisch, weil ich der Meinung bin, dass ein Etikett - gleich welcher Art - ein Lebensmittel nicht besser macht. Das läuft nur über Vertrauen und Erfahrung, und deshalb kaufe ich es dort, wo ich mir auch weitgehend sicher sein kann, dass es eine gute Qualiät hat.
    Was die Sache mit den regionalen Produkten angeht, hatte ich mal ein interessantes Gespräch mit einem alten Schulkollegen von mir. Ich hatte ihn nach dem Abitur aus den Augen verloren und erst viele Jahre später erfahren, dass er in Mailand Medizin studiert hatte, wo er seine spätere Frau kennengelernt hatte, worauf er gleich in Italien geblieben war. Heute ist er in Südtirol als Allgemeinmediziner tätig. Bei einem Urlaub in den Bergen besuchte ich ihn dort. Er zeigte mir einiges und fragte mich irgendwann, ob ich denn schon den berühmten Südtiroler Speck gekauft hätte. Das hatte ich tatsächlich, weil ich davon einiges mit nach Hause nehmen wollte. Er grinste, als er das hörte und fragte mich, ob ich schon irgendwo Schweine gesehen hätte. Das hatte ich allerdings wirklich nicht. Überall standen Kühe auf den Weiden, aber Schweine? Er meinte, fast alle Bauern in Südtirol produzierten eigentlich nur noch Äpfel, Maronen, Himbeeren, Milchprodukte oder Wein. Niemand, oder fast niemand, habe mehr Schweine. Trotzdem kann man den Südtiroler Speck an jeder Ecke und in jeder gewünschten Menge kaufen. Woher also kommt es? Die Antwort lautet: Niederlande und Deutschland. Da es aber ein lokales Südtiroler Produkt ist, wird es in den Niederlanden und Deutschland nach den Originalrezepturen be- und verarbeitet, anschließend nach Südtirol transportiert und dort verpackt. Voila! Fertig ist ein regionales Produkt. Und das ist nur ein Beispiel für diese Verfahrensweise. Wusstet Ihr etwa, dass der meiste Feta-Käse, der in Griechenland verkauft wird, aus Deutschland stammt? Oder dass das meiste native Olivenöl aus Italien eigentlich in Spanien herangereift ist?
    Zur vegetarischen Ernährung: Als ich vor Jahren in Berlin an der FH Bund bei der BfA studiert habe, führte einmal eine Woche lang ein vegetarisches Restaurant die dortige Kantine. In dieser Woche gab es immer genügend freie Plätze. Aus reiner Neugier ließ ich mich darauf ein und aß täglich mittags dort. Einige Gerichte waren so gut, dass sie nicht nur äußerst schmackhaft waren, sondern zum Teil auch mit Erfolg vortäuschten, dass echtes Fleisch darin enthalten war. Bei einer Spaghetti-Bolognese hatte ich geschworen, die Soße hätte Hackfleisch enthalten. Tatsächlich handelte es sich um angerösteten Tofu. An einem anderen Tag gab es Schnitzel - aus Tofu. Das war schrecklich, weil weder der Geschmack, noch die Konsistenz dieser Masse auch nur annähernd in die Nähe eines echten Schnitzels kamen. Am besten waren die Sachen, die gar nicht erst so getan haben, als hätte man es mit Fleisch zu tun. Ich kam in dieser Woche durchaus auf meine Kosten und ... so ungern ich das als Fleischesser zugeben will: Es war fast alles lecker.
    Trotzdem war es für mich nur eine Episode und ich hatte nie mit dem Gedanken gespielt, meine Ernährung umzustellen.


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Gast am Fr Okt 04, 2013 3:15 pm

    Ich habe noch nie gerne Fleisch gegessen. Wenn es bei mir zu Hause Fleisch gab, dann habe ich es einfach meiner Mutter gegeben oder nur ganz wenig gegessen. War einfach nicht mein Ding. Vor ca. 1 1/2 Jahren habe ich mir gedacht: Dann brauch ich ja gar kein Fleisch mehr essen. Also bin ich Vegetarierin geworden. Ich habe es gut durchgehalten und noch nie das Verlangen gehabt: Jetzt brauch ich aber Fleisch!
    Immer wieder werde ich blöd angeguckt, mir wird gesagt, ich solle doch endlich mal wieder Fleisch essen, Fleisch sei nämlich voll gesund und ich würde mir damit mein Leben versauen, außerdem müsse ja auch irgendwer das ganze Fleisch essen, das hergestellt wird. Das, wenn weniger Fleisch gegessen wird, auch weniger Tiere geschlachtet werden (ja, das ist so! Schließlich wollen die, die die geschlachteten Tiere verkaufen ja ihre Geldbeutel schonen), das hat mir niemand abgenommen...
    Irgendwie verstehe ich das Problem der Leute nicht. Ich habe noch nie zu jemandem gesagt: Iiihh, du isst ja Fleisch! und ich habe auch nicht vor, das jemals jemandem zu sagen. Aber irgendwie kommen alle mit: Iiihh, du isst ja kein Fleisch!
    Blöderweise kommt dieses Thema nicht nur auf jedem Geburtstag hoch (irgendwie gibt es da immer NUR Fleisch...), sondern auch dann, wenn jemand Gummibärchen dabei hat. Schließlich ist Gelatine ja auch vom toten Tier und Vegetarier essen so was nicht.
    Was ich auch nicht mag, sind die Leute, die sagen, jemand, der gerade Fleisch ist, solle sich wegstellen, aus dem Grund, das da doch ein Vegetarier steht (mir macht es nichts aus, wenn jemand neben mir steht und Fleisch ist), obwohl Ersterer einfach nur selbst Hunger hat.

    Naja, egal, also nochmal zusammengefasst: Ich bin Vegetarierin, habe aber kein Problem mit Fleisch-Essern und bin dafür, dass dieses ganze Gezicke zwischen Vegetariern, Veganern und Fleisch-Essern aufhört ;D
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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von moriazwo am Fr Okt 04, 2013 3:46 pm

    Hallo Todmalerin,

    wenn du im Grunde noch nie gern Fleisch gegessen hast, bist du ja eigentlich für ein Leben als Vegetarier prädestiniert. Wenn es so ist, wie du schreibst, wundert es mich nicht, dass es dich nicht nach einem Schnitzel oder anderem verlangt. Dagegen kann man doch nichts einwenden - jedenfalls sehe ich keinen Grund dazu, dich dafür zu verdammen oder "schräg anzusehen". Das Argument, du müsstest Fleisch essen, weil "irgendwer" schließlich das ganze Fleisch essen muss, das produziert wird, ist im Grunde keines. Die Produktion richtet sich doch letztlich nach der Nachfrage und wenn die Hersteller von Fleischprodukten am Bedarf vorbeiproduzieren, ist es nicht deine Aufgabe, das zu regulieren, sondern ihre. Ich kann ja auch nicht argumentieren, dass es hoffentlich bald wieder einen Krieg geben wird, da man doch die vielen "schönen" Waffen endlich mal zum Einsatz bringen und verbrauchen muss. Solche Argumente sind einfach lächerlich.
    Du hast für dich eine Entscheidung getroffen und allein das zählt. Früher hat man gesagt, dass reine Vegetarier bestimmte Nährstoffe künstlich zuführen müssten, um eine ausgeglichene Ernährung zu haben. Man weiß heute, dass das Blödsinn ist. Man kann alles, was der Mensch benötigt, auch aus pflanzlicher Nahrung beziehen. Lakto-Vegetarier nehmen sogar über Milchprodukte durchaus tierische Fette auf, aber auch das muss jeder für sich selbst entscheiden.
    Mich persönlich betrifft das nicht, denn ich bin halt jemand, der gern Fleisch ist - aber auch Obst und Gemüse. Das ist eben meine Entscheidung.
    Ich denke, das Hauptproblem ist nicht der Genuss von Fleisch oder der Verzicht darauf, sondern die fehlende Toleranz der jeweils anderen Gruppe. Solange ich die Entscheidung des anderen akzeptiere und toleriere und niemand einen missionarischen Eifer entwickelt, den anderen von der ultimativen Richtigkeit seines eigenen Standpunktes zu überzeugen, sollte doch eigentlich ein friedliches Nebeneinander möglich sein. Ich verstehe aber, wenn es dich nervt, wenn dieses Thema wieder und wieder aufgewärmt wird und du dich ungerechtfertigt in eine Defensive gedrängt fühlst, in die du wirklich nicht gehörst.

    LG Michael


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Gast am Fr Okt 04, 2013 4:03 pm

    Hallo moriazwo,
    jepp, bin wirklich für das Vegetarier-sein gemacht. Meine Freunde haben das auch akzeptiert, manche früher, manche später. Nur irgendwie der Rest der Welt nicht. Als ich Veggie geworden bin, habe ich gemerkt, dass man oftmals seine eigenen Entscheidungen nicht mehr treffen darf, weil es Leute gibt, die mit allem ein Problem haben.
    LG, Todmalerin

    Ich habe früher (als ich so 5-7 Jahre, aber noch keine Vegetarierin, war) immer Pläne geschmiedet, die Schlachtkaninchen meines Nachbarn freizulassen, damit sie am Ende nicht gegessen werden. Ich habe es nie geschafft, aber dafür wurde ich auch nie erwischt ;D


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von SternPatronus1 am So Okt 20, 2013 3:44 pm

    Ich habe grundsätzlich absolut nichts gegen Vegetarier, das versteh ich. Mit der Tierhaltung und so. Aber Vegan. Ne. Mir geht nicht ein, warum man das macht? Es tut der Kuh doch nicht weh, wenn ich sie melke?
    Und was die Bioprodukte angeht: Es gibt bei uns tierisch viele Kleinbauern die das Biosiegel echt verdient haben (zb meine Eltern Smile) In Graz gibt's auch viele Biogeschäfte bei denen die Herkunft Garantie ist. Ich würde also nicht sagen, dass Bio eine Vermarktungsstrategie ist.


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    Re: Ist einer Vegetarier/Veganer?

    Beitrag von Iknim am Mo Okt 21, 2013 8:37 pm

    Zuerst einmal muss ich mich outen: Ich bin Vegetarier.  
    Und: Mir mit hat noch nie Fleisch etc. sonderlich geschmeckt - früher hatte ich vielleicht einmal die Woche etwas gegessen, aber nur, weil meine Eltern es gekocht hatten^^ Außer mir gibt es keinen Vegetarier in der Verwandschaft.

    Aber, ich bin keiner von der Sorte, der sofort "Ihh! Fleisch! Bäh! Huahha!  " schreit. Wenn ich zum Beispiel wo eingeladen wäre, und es gäbe nur Gehacktes, Reis und in Fleischsoße geschmorte Pilze, würde ich zur Not auch die Pilze mit Reis essen, ohne das ich ein mortz Theater mache.


    Alastor schrieb:Können andere Nahrungsmittel das damit einhergehende Defizit ausgleichen oder nicht?
    Ja. Definitiv ja.
    Aber nur, wenn man keiner dieser "Nudelvegetarier" ist. Mit "Nudelvegetarier" meine ich Menschen, die kein Fleisch, kein Gemüse und kein Obst essen - also nur Brot, Nudeln, Kartoffelpuffer, Kuchen, Schokolade, Chips und das alles mit Unmengen an zuckerfreier Fanta/Cola. Diese Art von Essgewohnheit fällt mir immer mehr auf, vor allem in meiner Generation (13-20 Jahre)
    Solche Leute sollten dann nicht auf Fleisch verzichten, da sie sich sonst eventuell Mangelerscheinungen holen (wo bekommen sie sonst Vitamine u. Mineralstoffe her? Aus Schoko und Chips sicher nicht!)

    Wenn man Vegetarier ist, sollte man aber darauf achten, die Stoffe, die normal im Fleisch vorhanden sind, anderweitig zu sich zunehmen: Also z.B. Vitamin B12 in Form von Sauerkraut oder Joghurt.
    Auch, dass man nur mit Fleisch Muskeln aufbauen kann, ist totaler Irrglaube - in z.B. Getreide und Hülsenfrüchten findet sich jede menge Eiweiß, nur um ein paar Lebensmittel zu nennen.


    Zum Thema Bio: 
    Es mag sein, dass vor allem manchmal bei Dicounterbio (z.B. K-bio ...) gepfuscht wird. Aber es gibt auch andere Marken, wie z.B. Demeter, welche viel viel strengere Richtlinien haben. 


    Stern schrieb:Aber Vegan. Ne. Mir geht nicht ein, warum man das macht?
    Ich bin zwar kein kompletter Veganer, aber ich vertrage keine Unmengen an Kuhmilch - davon bekomme ich sehr unangenehme Blähungen, das es nicht mehr feierlich ist.  
    Deshalb esse ich wenig Käse, Butter etc.
    Es Studien, die belegen, dass übermäßiger Verzehr von tierischen Fetten z.B. Rheuma auslösen kann, vor allem wenn man eh schon die Veranlagungen hat - vielleicht ist das, unter anderem, noch ein Grund für den einen oder anderen Veganer, auf Milch oder Eier zu verzichten. 


    Stern schrieb:Es tut der Kuh doch nicht weh, wenn ich sie melke?
    Hast du schon einmal die Käfighaltung von Hühnern erlebt?



    Liebe Grüße,
    Iknim


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