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    Unsterblichkeit und Wiederbelebung

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    Unsterblichkeit und Wiederbelebung - Seite 3 Empty Re: Unsterblichkeit und Wiederbelebung

    Beitrag von SilbenPrinz So Nov 21, 2021 10:39 am

    necro schrieb:Ich finde es jedenfalls überhaupt kein Problem, wenn man sich in diesem Grenzbereich bewegt, denn was "real" oder "sinnvoll" oder "richtig" oder "verschroben" ist, bestimmt doch nur unser Bewusstsein - und was nach dem Tod kommt oder sonst noch existiert, da bin ich nicht so vermessen zu behaupten, ich wüsste das. Auch die von dir angedeuteten unterschiedlichen objektiv definierten Probleme der Menschen korrelieren oft nicht mit dem subjektiven Zufriedenheitsempfinden.

    Als ich jünger war, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es andere Weltanschauungen, als die meine gibt. Daher ist uns die gute alte Geschichte von Gut und Böse so lieb. Ein einfaches, kindliches Empfinden. Die meisten Gehirne auf der Erde verweilen ein ganzes Leben lang in diesem Zustand. Je beschränkter der Erfahrungshorizont, umso zementierter diese Auffassung.
    Früher hätte ich eine solche Frau schnell abgeurteilt und als verrückt links liegen gelassen.

    Mittlerweile steht fest, die ganze Welt ist ein einziges Irrenhaus! Also ja, ich bin definitiv eine Verrückte und klar jeder, der sich ein so extremes Schneckenhaus baut, wie diese Frau oder andere extreme Zeitgenossen, wissen ganz klar zu definieren, dass ich ein abartiges Monster, bestenfalls bekloppt bin.

    Wie auch immer - etwas hat mir die Augen geöffnet und ich begann die Welt in Farbe zu sehen. Meine reale Welt versteht sich - die eine und einzige für mich - aber es gibt da draußen mehr reale Welten als Sterne im Universum und ich kann sie mit meinem Fernglas betrachten. Dieses Wissen schenkt mir ein bisschen Gelassenheit und nimmt mir auch die Angst. Es ist keine unsichtbare Bedrohung mehr da.

    Ich denke, dass wir gerade in einer schwierigen Phase großes Augenmerk auf die doch sehr unterschiedlichen Realitäten unserer Mitmenschen richten, kommt nicht von ungefähr. Natürlich sind für uns skurrile Weltanschauungen schon immer unter uns. Das Internet bietet jenen, die ganz von ihrer eigenen Realität durchdrungen sind, eine geniale Plattform und schon finden sich zwei, die denken ihre Nachbarn stammen vom Mars. Derart bestätigt bauten Gehirne ihr Multiversum zusammen. Im Grunde genommen ist unser ganzes Leben eine fantastische Reise in den Tod. Die einen brauchen viele Stimuli von außen, die anderen kommen ohne aus.

    Ein Realist fantasiert sich seine Realität aus den gleichen Atomen zusammen wie der Fantast. Er lebt vielleicht bewusst eindimensional, weil weitere Dimensionen sein Weltbild zu stark verzerren. Vielleicht braucht er diesen Kokon, diesen Schutz, weil er zu schwach ist, sich für mehr zu öffnen. Das versuche ich zu respektieren.

    Es ist natürlich eine Herausforderung sich in einen Menschen wie die oben geschilderte Frau hineinzuversetzen. Ich finde, das ist dir spontan gut gelungen. Deine Ansätze zu dieser Idee sind sehr interessant. cyclops


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    Beitrag von Necroghoul7 Mo Nov 22, 2021 8:02 pm

    @TKarn schrieb:Warum rege ich mich eigentlich jedesmal über dich auf.....

    Vermutlich weil du genau wie ich ahnst, dass @realo hier nicht absichtlich stänkern und beleidigen will, sondern tatsächlich davon überzeugt ist, dass alles, was er schreibt, die einzig richtige Wahrheit wäre, zu der er uns arme Irre bekehren muss, damit wir in unserer kurzen Daseinsfrist noch ein wenig "echt" leben können. Wer andere "Daseinsbewältigungsstrategien" wie z.B. die Liebe zu phantastischen Geschichten hat, muss dafür natürlich abgewertet werden, sonst wären sie ja gleichberechtigt. Vermutlich ist allein die Themenüberschrift schon ein Affront gewesen.

    Ich stell mir gerade den "lebensfrohen" Dialog vor:
    "Mama, stell dir vor, ein Zauberer käme in unsere Welt und würde meine Beine heilen ..."
    "Hör mit dem Blödsinn auf und beweg deinen Rollstuhl schneller!"


    @Silbenprinz,
    Um fiktive Geschichten auch aus "Antagonistensicht" glaubhaft schreiben zu können, ist es hilfreich, wenn man sich in Gedanken-/Erfahrungswelten hineindenken kann, die nicht der eigenen entsprechen. Aber du hast recht, für das klassische Gut gegen Böse ist es nicht notwendig. Hm, wovon würde sich ein potenziell Unsterblicher wohl am meisten bedroht fühlen, hätte er mehr oder weniger Angst vor Gewalt als wir? (Und wie bist du in dem Zusammenhang ausgerechnet auf diese Frau gekommen?)

    @Moderatoren,
    vielleicht könnte man diese ganzen Beiträge in einen neuen Diskussionspfad verschieben (ich glaube @ivero lissus hatte einen eröffnet, wo es eventuell reinpassen könnte). Denn sie sind zu schade zum Löschen und hier unpassend. (Aber nur, wenn es nicht zu viel Mühe macht.)


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