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    Wieviel Komplexität verträgt eine Welt?

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    Wieviel Komplexität verträgt eine Welt? Empty Wieviel Komplexität verträgt eine Welt?

    Beitrag von Texan am Mi Jul 29, 2020 10:36 pm

    Hallo zusammen,
    der Titel sollte eigentlich schon relativ gut zusammenfassen, worum es mir in diesem Threat geht, aber ich erkläre es natürlich nochmal genauer Very Happy :

    Wenn ich mich länger mit dem Weltenbau beschäftige, drifte ich relativ schnell dazu ab, immer mehr Konflikte, Machtpole, Systeme, Gruppierungen etc. zu entwerfen und in das System meiner Welt einzuweben. An sich, denke ich, ist das erstmal normal. Wie sonst könnte eine phantastische Welt wachsen und realistischer werden. Mir ist jedoch aufgefallen, dass nicht nur ich Probleme dabei zu haben scheine, den Punkt zu finden, ab dem eine Welt überlastet ist. Ein Beispiel gefällig?
    :
    Meine erste Welt beinhaltet mittlerweile 9 Magiearten (mit jeweils mehreren Unterarten), 7 Hauptvölker, 12 Nebenvölker, eigene Fauna und Flora, 4 mehr oder weniger weit entwickelte Sprachen mit Schriften, über 30 Orden/ ordensähnliche Organisationen (wobei ich zugeben muss, dass nicht alle zu jeder Zeit eine tragende Rolle spielen), 8 Religionen (eigentlich mehr, aber acht, die ich genauer beschrieben habe) , 3-4 abgegrenzte Zivilisationen (, die aber alle in der Hauptära auf den Kontinent drängen), 9 Seefahrervölker (die meisten davon piratenähnlich), 16 Königreiche und 104 beschriebene Charaktere.  Und da habe ich noch nicht mit den Wirtschaftsstrukturen, Landkarten, Gesellschaftsstrukturen, Militärstrukturen und Konflikten angefangen."]

    Der Versuch, eine ausgedachtete Welt möglichst erdnah (also mit annähernd ausreichender Komplexität) zu gestalten, erschwert es meiner Meinung nach immer mehr, eine Geschichte in dieser Welt spielen zulassen. Im Falle der oben Beschriebenen, hat ein grober Überschlag ergeben, dass ich alleine für die turbulenten Jahre der Hauptära 18 oder noch besser 22 Bücher benötigen würde, um mich nur den größten Konflikten hinreichend zu widmen. Das ist auch der Grund, weshalb ich diese Welt schlussendlich aufgegeben habe.
    Jetzt stellt sich mir aber die Frage, wie kann ich das in Zukunft vermeiden? Was meint ihr, wo der Punkt gekommen ist, an dem eine Welt hinreichend komplex ist, um eine gewisse Tiefe zu erzeugen, aber noch nicht zu komplex, als dass sie im Meer der Informationen verloren gehen würde?
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    Wieviel Komplexität verträgt eine Welt? Empty Re: Wieviel Komplexität verträgt eine Welt?

    Beitrag von Drottning Katt am Do Jul 30, 2020 11:42 am

    Hm, ich würde mir da gar nicht soo viele Gedanken machen. Die Frage ist nicht, wie viel Worldbuilding eine Welt verträgt (das ist nach oben offen), sondern eher, wie viel von diesem Worldbuilding in einer Story untergebracht werden kann, ohne dass der Leser überfordert wird. Ich kann dir versichern, dass meine Welt noch um einiges umfangreicher ist (ich arbeite seit über 10 Jahren daran), aber die Inhalte verteilen sich auf mehrere Stories (alle in derselben Welt, manche in unterschiedlichen Epochen oder an unterschiedlichen Orten und man könnte sie unabhängig voneinander lesen, aber sie sind trotzdem verbunden) und manche Details habe ich auch noch gar nicht in einer Story umgesetzt. Wenn man viel Worldbuilding in der Hinterhand hat, kann man es einfach in die Story einbauen, sobald man es braucht. Die Story betrachtet ja auch nur einen Ausschnitt der Welt. Ich mag es tatsächlich, wenn es viel Worldbuilding gibt oder in einer Story sich auch erahnen lässt, dass die Welt noch viel größer ist als der beschriebene Ausschnitt innerhalb dieser Story.

    Wenn wir bei den turbulenten Jahren deiner Hauptära bleiben: Sind das alles Ereignisse, die miteinander zusammenhängen oder könnte man nicht theoretisch mehrere Stories darüber schreiben, die aber unabhängig voneinander funktionieren würden? Muss jeder Konflikt innerhalb der Story detailliert beschrieben und umgesetzt werden oder reicht es, wenn beispielsweise Charas kurz darüber sprechen oder die Nachricht erhalten, dass an einem weiter entfernten Ort dieses oder jenes passiert ist? Ich weiß ja nicht, wie die ganzen Konflikte, die du dir überlegt hast, miteinander zusammenhängen. Aber das wär vllt eine Möglichkeit, sich kürzer zu halten.

    Letztendlich geht es ja auch in erster Linie darum, das zu schreiben, was einem selbst Spaß macht. Mir macht Worldbuilding (und vor allem Sprachen basteln) Spaß, deswegen gibt es davon bei mir sehr viel. Meine Stories tendieren auch dazu, recht lang zu werden, sodass ich sie meistens in mehrere Einzelbände unterteile.


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    Wieviel Komplexität verträgt eine Welt? Empty Re: Wieviel Komplexität verträgt eine Welt?

    Beitrag von Sikander am Do Jul 30, 2020 8:56 pm

    Im Großen und Ganzen kann ich mich @Drottning Katt nur anschließen. Das Worldbuilding ist für eine Fantasy-Geschichte wichtig, aber das Worldbuilding an sich und das Erzählen von Geschichten sind letztlich zwei verschiedene Dinge. Man kann das eine ohne das andere betreiben. Es ist klasse, etwas zu haben, auf das man beim Erzählen der Geschichte zurückgreifen kann. Aber Worldbuilding an sich ist nicht die Grundlage der Geschichte. Die Grundlage einer Geschichte ist der Plot, die handelnden Personen, das Thema.
    Ich mein
    dass ich alleine für die turbulenten Jahre der Hauptära 18 oder noch besser 22 Bücher benötigen würde, um mich nur den größten Konflikten hinreichend zu widmen
    Musst du denn eine Geschichte über diese Konflikte schreiben? Lohnt es sich, daraus Romane zu machen? Hast du einen Plot, Hauptfiguren, die es wert sind, gelesen zu werden? Oder kann das nicht einfach nur "Background" sein? So nebenbei: Für mich lebt richtig gutes Worldbuilding vom Andeuten. Darauf hinweisen, dass da etwas Komplexes und Großes im Hintergrund ist. Sobald allerdings diese Komplexität in den Vordergrund gerät, stockt das Geschichte erzählen. Und das ist nicht gut für die Geschichte an sich.
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    Wieviel Komplexität verträgt eine Welt? Empty Re: Wieviel Komplexität verträgt eine Welt?

    Beitrag von Neclus Mandarius am Fr Jul 31, 2020 5:04 pm

    Hej hej,

    ich schließe mich da meinen Vorrednern an.

    Aus meiner Sicht kann kein Universum komplex genug sein (am liebsten hätte ich für meins eine vollständige Simulation seit dem Urknall ^^); großes Aber: nur, was das Worldbuilding betrifft. Worldbuilding und Schreiben sind ja zwei paar Schuhe; die einen haben mehr Spaß am Bauen der Welt und nutzen dann Geschichten, um sie zu beschreiben (da würde ich mich sehen), die anderen bauen eine Welt nur/hauptsächlich, damit eine Geschichte darin spielen kann, die sie schon ungefähr geplant haben.

    Was man mMn vermeiden sollte, ist, die Welt als den Plot zu betrachten -- und das wäre hier glaube ich dein eigentliches Problem. Eine komplexe Welt zu bauen, die dann aber auch komplett mit Büchern abdecken zu wollen, funktioniert einfach nicht.

    Ich habe auch über 100k Jahre Geschichte in ca. 5 Welten, ein paar Epochen sind sehr genau beschrieben, andere nur grob (oder noch gar nicht). Ich mache mir keine Illusionen, dass ich zu jedem Thema, das ich spannend finde, einen Roman schreiben könnte; also versuche ich das gar nicht erst. Ich wähle mir spezifische Situationen und lasse dann mit den bereits erwähnten Andeutungen immer wieder was über den Rest der Welt(en) einsickern, ohne dass zu viel handlungsrelevant wird. Hier das richtige Maß zu finden erfordert sicher auch Übung, ist aber ein Problem des Plots, nicht der Welt.

    Dementsprechend: Wenn du es zu schade fändest, eine Welt aufzubauen, die du nicht komplett in deinen Büchern zeigen kannst, wähle Weg 2: Überleg dir einen Plot und baue die Welt drumherum. Damit wird es mE aber nie gelingen, dieselbe Tiefe und Schlüssigkeit zu erreichen wie in losgelöst von irgendeinem Plot gebauten und weiterentwickelten Welten.
    Ansonsten musst du dir eine welthistorische Situation und einen dazu passenden Plot suchen, bei dem der Leser nur so viel erfährt, wie er verarbeiten kann (bzw. genug Hints nicht handlungsrelevant werden und problemlos wieder vergessen werden können). Das ist mMn schon eine so große Menge, dass man sich darüber nur in Ausnahmefällen Gedanken machen muss (hängt natürlich von der Zielgruppe ab). Vom Wunsch, dem Leser alles zu zeigen, was man sich zur Welt ausgedacht hat, sollte man sich jedoch verabschieden.

    Viele Grüße
    Neclus


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    Wieviel Komplexität verträgt eine Welt? Empty Re: Wieviel Komplexität verträgt eine Welt?

    Beitrag von Hexe am So Aug 09, 2020 4:11 pm

    Sieh es mal so: Wenn man einen Roman über ein großes Ereignis in unserer Welt schreiben würde, müsste ja auch nicht die ganze Welt darin enthalten sein. Man könnte beispielsweise einen Roman über den Untergang des Römischen Reiches schreiben, ohne dem Leser zu erklären, welche Hochkulturen es jetzt alles davor gab. Die Etrusker, die vor den Römern in Italien geherrscht haben, bräuchte man auch nicht, was zu der Zeit in China los war, erst rech nicht, und genau genommen nicht einmal unbedingt Caesar oder Romulus und Remus. Das Gleiche gilt für fiktive Welten.
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    Wieviel Komplexität verträgt eine Welt? Empty Re: Wieviel Komplexität verträgt eine Welt?

    Beitrag von Texan am So Aug 09, 2020 7:05 pm

    Hi zusammen,

    entschuldigt, dass ich erst jetzt antworte. Vielen Dank für eure Antworten.

    @Drottning Katt:
    Respekt dafür, dass du mit einer solch großen Welt umgehen kannst. Mir fällt es sehr schwer, Details wegzulassen, denn schlussendlich finde ich, dass doch alles aufeinander aufbaut. Auch finde ich es schwierig, bereits geplottete Geschichten zu kürzen. Da muss ich wohl einfach noch ein wenig mehr üben Very Happy
    Wenn wir bei den turbulenten Jahren deiner Hauptära bleiben: Sind das alles Ereignisse, die miteinander zusammenhängen oder könnte man nicht theoretisch mehrere Stories darüber schreiben, die aber unabhängig voneinander funktionieren würden? Muss jeder Konflikt innerhalb der Story detailliert beschrieben und umgesetzt werden oder reicht es, wenn beispielsweise Charas kurz darüber sprechen oder die Nachricht erhalten, dass an einem weiter entfernten Ort dieses oder jenes passiert ist? Ich weiß ja nicht, wie die ganzen Konflikte, die du dir überlegt hast, miteinander zusammenhängen. Aber das wär vllt eine Möglichkeit, sich kürzer zu halten. schrieb:
    Wie gesagt. Es fällt mir schwierig, all das zu kürzen, denn eins bedingt das Andere, alles hängt miteinander zusammen und jede Teilgeschichte für sich erklärt ein Stück der Welt, was man am Schluss kennen muss, um das Ende zu verstehen. Deswegen habe ich die Welt ja auch quasi aufgegeben.


    @Sikander:
    Musst du denn eine Geschichte über diese Konflikte schreiben? Lohnt es sich, daraus Romane zu machen? Hast du einen Plot, Hauptfiguren, die es wert sind, gelesen zu werden? Oder kann das nicht einfach nur "Background" sein? schrieb:
    Lohnen würde es sich auf jeden Fall. Die Geschichten, die ich in diese Welt gewebt habe, faszinieren mich selbst noch immer (ok, das klingt ein wenig eingebildet, sorry Wieviel Komplexität verträgt eine Welt? 4116661953 ). Natürlich wäre es möglich, in einer späteren Zeit anzusetzen, aber je später ich ansetze, desto komplexer wird alles, denn alle vorherigen Ereignisse bedingen natürlich die Gegenwart. Das ist ähnlich wie: "Wie kann man einem Menschen aus dem antiken Rom die moderne, globalisierte und digitalisierte Zeit erklären, ohne spätestens mit der Erfindung der Dampfmaschine zu beginnen?".

    @Neclus Mandarius:
    Was man mMn vermeiden sollte, ist, die Welt als den Plot zu betrachten -- und das wäre hier glaube ich dein eigentliches Problem. Eine komplexe Welt zu bauen, die dann aber auch komplett mit Büchern abdecken zu wollen, funktioniert einfach nicht. schrieb:
    Hm, ja. Ich denke, das trifft es ziemlich gut. Das ist ja gerade mein Problem: Ich weiß nicht, was ich weglassen kann, ohne dass der Leser dann vor der Geschichte sitzt und denkt: "wo zum Teufel kommt das auf einmal her?". Das meine ich ja gerade mit der Komplexität. Wenn ich einfachere, in sich geschlossene Kausalketten entwerfe, kann ich sie in eine kürzere Geschichte packen, ohne zu viel im Hintergrund abspielen zu lassen. Simples Bsp: Die Magie war beinahe weg und kommt zurück in die Welt. Jeder vorher schwache Magier (, der vielleicht mit höchster Anstrengung eine Kerze aus zwei Meter Entfernung auspusten konnte), kann jetzt gewaltige Stürme erzeugen. Damit habe ich aber schnelle und wichtige Entwicklungen überall im Land. Nichtmagische Herrscher werden vom Thron gefegt, jedes Heer mit ein paar Magiern sieht sich plötzlich allen überlegen und die, die über lange Zeit alte Schriften über mächtigere Magie bewahrt haben, sind auf einmal allen Anderen überlegen. Gleichzeitig suchen Händler händeringend nach Magiern, um durch immere schnelle Handelsflotten ein Vermögen anzuhäufen. Wie soll ich also die Geschichte einer Person in dieser Welt erzählen, ohne all diesen Aspekten die angemessene Aufmerksamkeit zu schenken?
    Überleg dir einen Plot und baue die Welt drumherum. schrieb:
    Wieviel Komplexität verträgt eine Welt? 3402984712 Dazu baue ich zu gerne an der Welt und passe den Plot an meine Welt an.

    @Hexe:
    Ja, das ist mir durchaus bewusst. Aber gerade in dieser Welt habe ich nicht nur ein einseitiges Ereignis (bsp: Untergang Roms->Völkerwanderung), sondern eher so etwas 30-jähriger Krieg mäßiges: Zig verschiedene Interessensgruppen, die direkt oder stellvertretend gegeeinander auf verschiedene Arten antreten, dabei Katastrophen auslösen, bei jeder Frage die Seite wechseln, gleichzeitig expandieren und forschen wollen und am Schluss interessiert es niemanden mehr, worum es im Anfangskonflikt eigentlich ging.
    Deswegen sind die Konflikte in meinen neueren Projekten auch deutlich linearer und weniger ausufernd.
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    Beitrag von Hexe am Di Aug 11, 2020 11:37 am

    Aber auch über komplexe Konflikte kann man ein Buch schreiben, das nur einen Aspekt beleuchtet (z.B. "Wie bringe ich meine Familie lebendig hier durch" oder "Es weiß doch eh keiner mehr, warum wir uns überhaupt bekriegen. Ich organisiere jetzt eine Friedenskonferenz"). Die menschliche Wahrnehmung ist sowieso immer selektiv, also dürfen es auch Bücher sein. Aber wenn du mit deinem neuen Projekt besser zurecht kommst, ist das natürlich auch super =)

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