Fantasy- und Schreibforum

Multiple Welten und Metaplot Kj7b-8-c9f0

Willkommen werter Reisender!

Ich hoffe dein Weg hierher war nicht allzu steinig und mühselig.
Komm doch herein, trink ein wenig, ruh dich aus und schmökere eine Runde. Vielleicht hast du ja Lust dich dazuzusetzen, eine Diskussionsrunde anzuheizen, Ideen einzuwerfen oder uns mit deinen Texten zu verzaubern.

Egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder bereits veröffentlichender Autor: Schau herein, zeig uns deine Texte und kommentiere die der anderen User. Oder hast du vielleicht einen neuen Schreibratgeber entdeckt oder selbst einige Tipps auf Lager? Zu deiner Sicherheit ist die Plattform für eigene Texte und rund ums Schreiben/Veröffentlichen, sowie die Zeichenwerkstatt für Gäste unsichtbar, sodass die Beitragsinhalte nicht für Unregistrierte zu finden und schnell kopierbar sind.

Seit dem 5.4.13 sind wir hier und freuen uns immer über neue Gesichter.

Alastor

Ein Forum für Hobbyschreiber, erfahrene Autoren und Fantasybegeisterte

    Multiple Welten und Metaplot

    Jiyuu32
    Jiyuu32
    Tintenkleckser
    Tintenkleckser

    Anzahl der Beiträge : 51
    Anmeldedatum : 17.06.20

    Multiple Welten und Metaplot Empty Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Jiyuu32 am Sa Jun 20, 2020 1:59 am

    Hey, ich möchte mir euch mal über das Thema der multiplen Welten reden. Im Eingangspost von mir waren ja schon einige recht interessiert an solch einem Thema^^

    Zunächst erstmal: Warum überhaupt mehr als eine Welt?
    Ich persönlich wurde dabei von Brandon Sanderson und seinem "Cosmere" inspiriert. In seinem Universum geht es um verschiedene Planeten, auf denen in sich abgeschlossene Handlungen stattfinden (z.b. die Mistborn-Reihe, Stormlight Archives etc.). Der Crux ist dabei allerdings, dass Sanderson verschiedene Elemente einbaut, die alle seine Welten miteinander verbinden (im Prinzip hängt es mit dem "creation myth" zusammen, den er zum Universum geschrieben hat) und je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr Relevanz soll der Metaplot erhalten.

    Welche Vorteile haben mehrere Welten?
    1) Man ist nicht an ein Setting und Magiesystem gebunden. Man kann zwar unterschiedliche Kontinente designen, aber im Kern sollte die Welt überall wiederzuerkennen sein. Beispielsweise würde es zu einem Immersionsbruch kommen, wenn auf dem Nachbarkontinent von Mittelerde auf einmal Trucks allá Madmax in einer postapokalyptischen Wüste umher rasen Very Happy
    2) Man hat das Potential für sehr viele Bücher, wenn man ein sehr ambitionierter Autor ist und für viele Autoren ist das wohl eine Lebensaufgabe. Ich finde den Gedanken, dass alles was man schreibt auf irgendeine Weise zu einem großen Ganzen gehört, sehr attraktiv.
    3) Man kommt nicht in Erklärungsnot, warum sich die Kulturen auf verschiedenen Kontinenten noch nicht ausgetauscht haben. Besonders in einem technologisch hoch entwickelten Setting ist es meistens, ohne äußerst gute Erklärungen, kaum möglich sowas glaubwürdig zu schildern.

    Was sind eure Gründe für die Erschaffung mehrere Welten? Sind sie alle auf eine Weise miteinander verbunden oder sind es einfach mehrere, unabhängige Projekte?

    Ich würde mich euch auch noch gerne über Probleme sprechen, auf die ich im Laufe der Zeit dabei gestoßen bin. Aber zunächst erläutere ich euch mal meinen Ansatz der multiplen Welten.
    In meinem kleinen Universum geht es nur um eine Hand voll Welten. Momentan habe ich drei, aber ich arbeite nur an einer aktiv. Wie viele es am Ende sein sollen, weiß ich noch nicht^^
    Das Prinzip ist ein ätherischer Weltenbaum (wie Yggdrasil), in dessen Zweigen sich die Welten befinden. Dieser, ich nenne es mal Äther, weil ich mir noch keine Gedanken um genaue Begrifflichkeiten gemacht habe, legt sich wie eine Atmospähre um die Welten und versorgt sie somit mit Magie.
    Ein Thema, welches ich besonders im Metaplot behandeln möchte, sind ökologische Probleme und Katastrophen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Auswirkungen (als Allegorie für den Klimawandel und das Artensterben). Die "Äthermagie" nimmt auf allen Welt eine unterschiedliche Form an und wird ganz uterschiedlich praktiziert. Durch die Nutzung von intelligenten Lebewesen wird die Äthermagie allerdings korrumpiert (Warum weiß ich noch nicht so genau. Vermutlich aufgrund der Unreinheit von intelligentem Leben).
    Bei einer übermäßigen Nutzung dieser Äthermagie manifestieren sich schatternhafte Wesen, die ein abscheuliches Spiegelbild der Nutzer darstellen und die Welten verwüsten. All diese Dinge sind für die meisten Lebewesen natürlich unbekannt, aber im Laufe der Handlung soll das Wissen darüber immer größer werden. Ich finde persönlich den Ansatz ganz interessant, dass die Schatten ansich kein "böser" Antagonist sind, sondern ein Produkt der eigenen Handlungen. Somit ist der Kampf gegen sie im Prinzip ein Kampf gegen die eigenen Verfehlungen.

    Das ist so ganz grob der Ansatz, den ich verfolge^^Ich möchte nicht noch mehr schreiben, weil es dann vermutlich sowieso keiner ließt Very Happy Nun aber zu den Problemen:
    Problem 1: Am besten hat man Charaktere, die zwischen den Welten reisen können. Mit welcher Magie oder Technologie lässt sich das Reisen von einzelnen Personen, aber nicht von ganzen Völkern erklären? Gibt es bei euch Weltenreisen und wenn ja, wie funktioniert es?
    Problem 2: Arbeitet man am besten an allen Welten gleichzeitig oder stellt man erst eine fertig? In meinem Vorstellungs-Thread haben ja einige dazu schon ihren Ansatz geschildert.
    Problem 3: Ich würde gerne noch Götter miteinbauen, aber das stellt sich für mich als recht problematisch dar. Gibt es bei euch Götter? Wie beeinflussen sie die Welt? Greifen sie aktiv ein?

    Lasst uns doch ein wenig über das Thema diskutieren Smile Ich freu mich!
    avatar
    Justin
    Schreiberling
    Schreiberling

    Anzahl der Beiträge : 310
    Anmeldedatum : 24.11.19

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Justin am Sa Jun 20, 2020 4:22 am

    Für die Uhrzeit ist dass ein wenig zu tief ... Multiple Welten und Metaplot 3343326224

    Ich fange einfach mit Problem 1 an: Wenn es böse Wesen gibt - wie kommen sie in unsere Welt um ihr Böses zu tun und warum?

    Die Frage ist - wer soll zwischen den Welten reisen können? Nur die Menschen, die die Magie missbraucht haben? Oder auch irgendeiner Held, der alles wieder ins Lot bringen soll?

    Ich würde eher sagen, dass nur die Menschen, die einen bösen Gegenspieler in der anderen Welt/Dimension hat, können hin und her Reisen - genauso wie ihre Gegenspieler - sie sind durch die Magie persönlich miteinander verbünden - am Anfang unbewusst, aber später dann zunähmend bewusst und kontrollierter. Mit Intension einsetzen - auch eine Zusammenarbeit mit dem bösen Gegenspieler anstreben. Ob der Gegenspieler die gleiche Ziele und Intensionen verfolgen ist nicht umbedingt gesagt - wahrscheinlich nicht - und er nützt die Naivität/Unerfahrung des Menschens aus um die eigenen, bösen Ziele zu folgen. Sie können ja auch gemeinsame Ziel verfolgen, oder der Mensch ist magisch stark genug um seinen bösen Gegenspieler unter Knechtschaft zu bringen.

    Irgendwie brauchst du auch einen Held, der alles wieder ins Lot bringt. Ich finde, das System muss für ihn genauso funktionieren. Er nützt die Magie mit guter Intensionen und sein Gegenspieler in der anderen Welt ist auch gut.

    Vielleicht kannst du hier deine Götter einbauen. Sind nicht übermächtige Wesen, die Gutes und Böses tun nichts anderes als Götter?
    avatar
    Schattenbrecher
    Federfuchtler
    Federfuchtler

    Anzahl der Beiträge : 199
    Anmeldedatum : 22.04.19
    Ort : Omnipräsent (drunter, drüber und dazwischen)

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Schattenbrecher am Sa Jun 20, 2020 5:22 am

    Heyhey!
    Sehr guter Einstieg!
    Warum ich den gut finde:
    Hätte man glaube ich nicht besser machen können.
    Länger kann man Beiträge immer schreiben und die "Hardcore"-Schreiber - wie ich Neclus jetzt mal nenne (nehme es ruhig als Kompliment) - wird das nicht davon abschrecken können, sich sowieso zum Thema ihres Interesses zu melden.
    Aber obwohl ich grundsätzlich versuche (eine größe Schwäche von mir), alles was ich zu sagen habe in einem Teil zu verschicken, halte ich es für optimal, wenn man mit einer gut verständlichen Beschreibung beginnt und eine handvoll Fragen stellt, die jeder für den Thread bzw für sich beantworten kann. Alles weitere geht häufig unter - es sei denn der Austausch läuft sehr gegliedert und systematisch ab.

    Jiyuu schrieb:Beispielsweise würde es zu einem Immersionsbruch kommen, wenn auf dem Nachbarkontinent von Mittelerde auf einmal Trucks allá Madmax in einer postapokalyptischen Wüste umher rasen
    Ich liebe dieses Beispiel! Warum nicht gleich beides auf einem Kontinent?
    "Für Gondor!" Brummbrumm!  Multiple Welten und Metaplot 3237349093
    Es würd' mich nichzt wundern, wenn die Orkz allez rod anmahlen würden.

    Was sind eure Gründe für die Erschaffung mehrere Welten? Sind sie alle auf eine Weise miteinander verbunden oder sind es einfach mehrere, unabhängige Projekte?
    1. Gründe:
    Ich habe die Angewohnheit bei jeder Geschichte (bzw Geschichtskonzept), jeder kleinsten Idee - und sei es nur für eine Schreibübung, mir so viel dazuzuerfinden, bis ich schließlich dazu übergehe, ein System dazu zu entwickeln (Hard Magic ist eine Frage der Zeit), in das ich mich selbst wieder reindenken muss, wenn ich mich wieder damit beschäftigen will. Eine neue Geschichte anfangen tue ich sogesehen schon, sobald ich eine Idee notiere, die ich für die bisherigen Welten nicht gebrauchen kann/möchte. Welche Gründe das hat? Ich möchte mich nicht zu sehr einschränken. Eine neue frische Welt ist sowas wie ein neues Spiel: Unerforscht, reizvoll und inspirierend.
    Man kann natürlich nicht zig-viele Welten erfinden - es sei denn, man ist nur am Worldbuilding selbst interessiert - also schmeiße ich ungebrauchte Charaktere und interessante Ideen dann auch mal in geänderter Form in eine der ausgearbeiteteren Projekte. Bei mir geht es vom Prozess her also sehr chaotisch zu, aber was die Welten für sich betrifft, mache ich mir immer (sehr ausführlich) Gedanken darum, dass sie logisch strukturiert sind und alles.

    Mein mir wichtigstes Projekt ist das einzige, was ich wage als "Roman" zu bezeichnen und das behandle ich grundsätzlich bevorzugt und eigenständig. Da kommen nur die durchdachtesten Ideen und philosophischen Themen rein. Hier mache ich mir um alles Gedanken. Jedes einzelne Wort. Das ist das Projekt, bei dem ich nach Perfektion strebe, auch wenn ich weiß, dass man absolute Perfektion praktisch nicht in Worte fassen kann.
    Den Anspruch habe ich natürlich nicht bei den anderen, also behandle ich diese völlig unverfänglich. Jedenfalls nehme ich mir das vor, aber kann es dann doch nicht lassen, mir Mühe mit ihnen zu geben. ^^
    2. Welten verbunden?:

    Möglicherweise. Ich halte es mir offen, aber ich habe ein Meta-System angelegt, nachdem diese Welten nebeneinander existieren. Rein theorethisch könnten die Charaktere, Wesen etc. sich also in anderen Welten begegnen. Aber in meinem Roman habe ich dafür keinen Platz. Ich ziehe in Erwägung, einen Vogel als Anspielung an einen anderen zu verwenden. Aber mehr traue ich mir damit nicht zu. Das ist heiliger Boden!
    Was die anderen betrifft? Schmeiß sie in den "Verlag"! Das bezeichne ich als "Sandkastenprojekt". Dafür habe ich das Meta-System mit einer eigenen Meta-Geschichte, die sich über mehrere Welten verstreut, aber dazu komme ich noch. Diese anderen "Projekte" bestehen streng genommen aus tausenden von Notizen und einer handvoll angefangener Szenen. Den "Verlag" den ich hier ins Forum gestellt habe, beschreibt bis dato nur eine Welt, weil ich das weiter in "Szene" setzen wollte - und irgendwo muss man ja anfangen. Die Bezeichnung habe ich gewählt, weil ich damit genauso umgehe wie mit dem Sandkastenkonzept. Darin kann also alles passieren, was mir neu einfällt und was ich irgendwo irgendwann für irgendwas mal notiert habe.
    Das Prinzip ist ein ätherischer Weltenbaum (wie Yggdrasil), in dessen Zweigen sich die Welten befinden. Dieser, (...) legt sich wie eine Atmospähre um die Welten und versorgt sie somit mit Magie.
    Interessantes Konzept. Du verbindest die Magiesysteme zu einem ätherischen Ökosystem. Das ist episch!


    Vermutlich aufgrund der Unreinheit von intelligentem Leben.
    Äh... sagtest du gerade, Intelligenz setzt Unreinheit voraus?
    Erklär mir das! Könnte aber durchaus eine coole Erklärung haben.
    Dabei denke ich daran, dass in unserem Blut faktisch Rost vorhanden ist.
    Weil das aber unser gesunder Standard ist, würde das nicht als unrein bezeichnen.
    Nein, natürlich musst du das nicht erklären. Ist ja auch nicht das Thema hier.

    (...) Ich finde persönlich den Ansatz ganz interessant, dass die Schatten an sich kein "böser" Antagonist sind, sondern ein Produkt der eigenen Handlungen. Somit ist der Kampf gegen sie im Prinzip ein Kampf gegen die eigenen Verfehlungen.
    Das erinnert mich an diesen Film mit einem jungen Zauberer namens "Buntfalke", fals ihr den zufällig gesehen habt.
    Die "Gegner" und die Magie durch das Metasystem einzuführen finde ich super. So hat man Spaß mit allen Welten gleichzeitig, wenn man gerade eine neue Idee hat!

    Nun aber zu den Problemen:
    Jippie, Probleme!
    Äh... nein, alles in Ordnung. Multiple Welten und Metaplot 3402984712

    Problem 1: Am besten hat man Charaktere, die zwischen den Welten reisen können. Mit welcher Magie oder Technologie lässt sich das Reisen von einzelnen Personen, aber nicht von ganzen Völkern erklären? Gibt es bei euch Weltenreisen und wenn ja, wie funktioniert es?
    1a Einwand:
    Oder die Welten kommen zu den Charakteren. Verschmelzung, Apokalypse, Dimensionsüberlappung, schief gelaufene Zeitreisen/Zeitkreisläufe... dafür gibt es viele Erklärungen.
    1b Magie/Technologie:
    (Geheime/alte vergessene Relikte) Zeitmaschinen (verschicken/reisen mit etwas durch Zeit und Raum), die die Wirklichkeit nach all ihren Möglichkeiten/Ätherfaktoren vlt durch magische Partikel berechnen? Portale sind noch eine sehr einfache Lösung, die man als unberechenbare Anomalie abtun kann. Aber man kann ja ebenso sagen, es habe einen Unfall mit einem mächtigen Artefakt oder Magiestrom gegeben, der einen auf eine andere Welt zieht/befördert/materialisiert. Wenn du die Welten aufeinander aufbauen möchtest - oder sagen wir, wenn ich das tun würde...
    Ich habe da eine Projektruine namens "Arena", in der verschiedene klassische Fantasievölker leben und Götter sie in den Krieg führen, weil jeder darüber gewettet hat, dass er das beste Volk geschaffen hat. Diese Völker verbünden sich in zwei oder drei Allianzen und fallen übereinander her (sie werden entweder dazu gezwungen oder reifen dazu heran, später ihren Göttern den Dienst zu verweigern - und vlt den Turm von Babel zu bauen oder sowas).
    Die Götter könnten sich aber aufgrund ihrer Launen dazu entscheiden, ihre Völker in andere Welten zu versenden und die Welt "Arena" nur für "würdige" Auserwählte zugänglich zu machen. Als Olymp/Valhalla-welt sozusagen, mit dem Unterschied, dass die Götter sehr, sehr viel wählerischer sind.
    Ebenfalls: Traummagie (Reisen mit dem Bewusstsein, das sich womöglich neu manifestiert oder (vorübergehend) in einen neuen Körper schlüpft) - vor allem, weil sie so subjektiv ist.
    Wegen Bewusstsein: Dazu kann ich auch den Wikipedia-artikel zu Chaosmagie empfehlen.
    Ansonsten: Grundsätzlich Magie und Artefakte/Technologien, die an Individuen oder einen einzelnen Nutzer gebunden sind. Dazu fällt mir das Dimensionsschwert aus Devil May Cry ein. Ist halt ein Unikat. Kann man auch mit Prophezeihungen, Segnungen, Flüche oder sowas verbinden. Wenn man sich zusätzlich von Verschwörungstheorien inspirieren lässt: Die Vorfahren kommen von einer anderen Welt, also ist man ohnehin schon (heimlich) nicht so wie die anderen seines vermeintlichen Volkes und hat die Fähigkeit/ist dazu verdammt, auf einer anderen Welt zu landen. Das war die Antwort, bei denen ich meine Gedanken stürmen lasse (das Wort brainstorming finde ich etwas unangenehm).
    1c in meinem Fall:
    Nein, ich bin kein Weltenreisender. ^^ Wobei, man weiß ja nie... Kennst du die Theorie, dass jeden Donnerstag die Seele in eine neue Welt mit neuen Erinnerungen versetzt wird? Die könnte man noch nehmen, aber ich schweife ab... in andere Welten? Razz

    In meinem Verlag nutze ich soweit Soft-Magic-Systeme, die sich einem Hard-Magic-System unterordnen. Alles funktioniert, solange es entweder das große Ganze nicht beeinflusst oder die Kriterien irgendwie erfüllt. Dabei wäre es egal, ob Portale geschaffen werden oder versehentlich entstehen. Oder wie sie aussehen, welche Eigenschaften sie noch haben, wie lange sie Bestand haben und wer sie nutzen oder wahrnehmen kann. Die Gründe und Wechselwirkungen können unterschiedlicher Natur sein, von denen ich keine ausschließe. Ich würde sagen, dass die Welten erst einmal alle voneinander isoliert waren, in eigenen Dimensionen. Also hilft alles, was einem ermöglicht, sich durch Dimensionen zu bewegen.
    Aber weil ich da sowieso mache wass ich will, könnte ich mich auch dazu entschließen, zwei Projekte miteinander in einer Welt miteinander verschmelzen zu lassen und das zum Teil der Geschichte zu machen! Wie gesagt, alles was ich will.
    Genaueres verrate ich nicht, weil ich die Handlung vom Verlag nicht spoilern möchte.

    Problem 2: Arbeitet man am besten an allen Welten gleichzeitig oder stellt man erst eine fertig? In meinem Vorstellungs-Thread haben ja einige dazu schon ihren Ansatz geschildert.
    2. Antwort:
    Es hängt letzten Endes davon ab, wie man selbst tickt, was man für Ziele hat und mit welchem Vorgehen man das am besten erreicht. Jeder ist sich selbst am nächsten. Aber wir können unsere Erfahrungen mit Hürden, Erfolgen und Strategien austauschen und ausprobieren.
    Streng genommen kann ich dir nur raten, dich selbst zu beobachten und für dich zu schauen, welche Probleme und welche Fortschritte du bei deinen Strategien erfährst.
    Grob gesagt sehe ich das so:
    Ein komplexes System zu haben ist sehr faszinierend. Daher kann Worldbuilding auch süchtig machen. Jedenfalls sehe ich als Geschichtenschreiber es als Gefahr, die mich von meinem eigentlichen Ziel ablenkt. Aber eine fertige Geschichte zu haben (egal, durch wieviele Welten sich diese bewegt) ist sehr , sehr belohnend.
    So gesehen könntest du auch dich darauf konzentrieren ein paar Charakteren zu folgen und eben nur das ausgestalten, was du dafür brauchst - unabhängig davon, wo sich diese gerade aufhalten.
    Oder du möchtest lieber ordentlich eins nach dem anderen machen und konzentrierst dich auf die eine Welt und gestaltest währenddessen für diese eine Welt die Hintergrundgeschichte, Völkerentwicklung, Magiegeschichte und so weiter und so fort. (Ich wechsle zwischen meinen "Alles mögliche" und "Nur ganz genau das" Projekten. Ich wechsle damit zwischen zwei völlig verschiedenen Formen des Schreibens.)

    Problem 3: Ich würde gerne noch Götter miteinbauen, aber das stellt sich für mich als recht problematisch dar. Gibt es bei euch Götter? Wie beeinflussen sie die Welt? Greifen sie aktiv ein?
    3. Götter? Er sagt, wir sind Götter!:
    Zitat aus Asterix erobert Rom.
    Es gibt Beteiligte mit mehr und weniger Einflussmöglichkeiten. Manche werden Götter genannt, davon gar manche gefürchtet... über die normale Bürger aus anderen Welten lachen würden. "Gott" ist in meinen Geschichte grundsätzlich ein Titel. Die Frage ist immer, wie mächtig derjenige letzten Endes wirklich ist. Aber das hängt von seinem Wissen, seinem Wesen und seiner Magie ab - wenn er denn welche sein Eigen nennen kann. Magie ist nämlich nicht immer etwas, was man "speichern" kann, sondern häufiger etwas abstraktes, unbegreifliches, was wahr gemacht wird, also die Wirklichkeit verändert. Wie dies geschieht, ist wiederum unterschiedlich nach Welt und verwendenter Magie/Technologie.
    Also lässt es sich nicht in Mengen oder Stärke messen. Geschweige denn das Potential der Figuren. Sie können ja auch einfach keine Ahnung haben, wie sie mit der Magie eigentlich umgehen sollen und was sie dafür brauchen. Die Rahmenbedingungen werden durch die Welt vorgegeben. Diese können sich aber auch verändern, also... letzten Endes muss alles logisch zusammenpassen, aber meine Regeln für die Meta-angelegenheit sind absichtlich sehr flexibel gestaltet.
    Ach ja, ob die Götter eingreifen? Wer weiß denn schon, was göttliche Fügung und was Zufall ist? Oder ob es "Gott" aus sehr komplizierten/"relativ einfachen" Gründen gerade so in den Kram gepasst hat, sich einzumischen - absichtlich die Folgen verursachend oder nicht.

    Lasst uns doch ein wenig über das Thema diskutieren Smile Ich freu mich!
    Ich auch! Wir haben schon 5:18.
    Ach ja, ist schon wieder jemand wach?
    Ich sollte langsam schlafen gehen... ^^
    Gute Nacht, Leute! Multiple Welten und Metaplot 847071639


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    Wenn man perfekt sein muss, um Perfektion anzustreben, wäre das ziemlich sinnlos.
    Neclus Mandarius
    Neclus Mandarius
    Buchstabenjongleur
    Buchstabenjongleur

    Anzahl der Beiträge : 235
    Anmeldedatum : 27.03.20

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Neclus Mandarius am Sa Jun 20, 2020 1:11 pm

    Buongiorno,

    @Jiyuu32 schrieb:Welche Vorteile haben mehrere Welten?
    1) Man ist nicht an ein Setting und Magiesystem gebunden. Man kann zwar unterschiedliche Kontinente designen, aber im Kern sollte die Welt überall wiederzuerkennen sein. Beispielsweise würde es zu einem Immersionsbruch kommen, wenn auf dem Nachbarkontinent von Mittelerde auf einmal Trucks allá Madmax in einer postapokalyptischen Wüste umher rasen Very Happy
    Well, mein Magiesystem ist im ganzen Universum gleich, aber deinen Punkt verstehe ich Very Happy Wobei das auch stark von der Welt abhängt. Auf meinen Welten gibt es immer mal wieder technologisch/magisch/philosophisch fortgeschrittene Kulturen, während andere Kulturen noch in der Eisenzeit stecken.
    @Jiyuu32 schrieb:2) Man hat das Potential für sehr viele Bücher, wenn man ein sehr ambitionierter Autor ist und für viele Autoren ist das wohl eine Lebensaufgabe. Ich finde den Gedanken, dass alles was man schreibt auf irgendeine Weise zu einem großen Ganzen gehört, sehr attraktiv.
    Ganz einer Meinung!
    @Jiyuu32 schrieb:3) Man kommt nicht in Erklärungsnot, warum sich die Kulturen auf verschiedenen Kontinenten noch nicht ausgetauscht haben. Besonders in einem technologisch hoch entwickelten Setting ist es meistens, ohne äußerst gute Erklärungen, kaum möglich sowas glaubwürdig zu schildern.
    Na ja, kommt darauf an, wie du "technologisch hoch entwickelt" auslegst. Die Europäer sind auch erst nach Amerika gekommen, als sie bereits Pistolen etc. besaßen. Und es gibt heute sehr wahrscheinlich noch immer unentdeckte oder zumindest kaum erforschte Kulturen, bsp. auf manchen Inseln Ozeaniens. Wenn du von mehreren unabhängig entstandenen großen Reiches sprichst, die Expeditionen aussenden und Schiffahrt betreiben, stimme ich dir zu. (Aber die Entwicklung solcher Zivilisationen ist auch keine Selbstverständlichkeit.)

    @Jiyuu32 schrieb:Was sind eure Gründe für die Erschaffung mehrere Welten?
    Die Ursprünge meiner Welten liegen noch in der Grundschulzeit, danach hab ich sie nur immer weiter ausgebaut und überarbeitet ^^' Kann dementsprechend schlecht sagen, was meine ursprünglichen Gründe sind ...

    Allgemein schätze ich an mehreren Welten die vielfältigen Möglichkeiten, verschiedenste Kulturen, die sich möglicherweise erst nach sehr langer Zeit begegnen, nebeneinander wachsen zu lassen (das ist mMn ungefähr die Aussage deines dritten Punktes).
    Und man hat über einen langen Geschichtszeitraum (bei mir etwa 120k Jahre) so viele Kulturen, dass egal worüber man schreiben will, man immer eine passende Zivilisation findet.
    Zuletzt einfach die Komplexität, die daraus entsteht, und die doch schon eine kleine Herausforderung zum Planen darstellt.

    Allgemein muss ich sagen: Bei mir ist das Universum mein Hobby und das Schreiben dient zu einem großen Teil dazu, mein Universum zu beschreiben/auszubauen.

    @Jiyuu32 schrieb:Sind sie alle auf eine Weise miteinander verbunden oder sind es einfach mehrere, unabhängige Projekte?
    Bei mir sind zumindest die Welten, auf die ich mich bisher konzentriere, alle miteinander verbunden. (Das Universum ist aber so ausgelegt, dass ich es ziemlich beliebig erweitern kann -- das einzige, was bei anderen Welten noch gelten müsste, wären dann die Magie- und Naturgesetze.)

    @Jiyuu32 schrieb:In meinem kleinen Universum geht es nur um eine Hand voll Welten. Momentan habe ich drei, aber ich arbeite nur an einer aktiv. Wie viele es am Ende sein sollen, weiß ich noch nicht^^
    Eine Handvoll finde ich eigentlich ganz gut; ich habe etwa 5 relevante Welten (+ die Erde, die es bei mir auch gibt, aber die ist für die interkosmische Geschichte wenig relevant). Bei mehr kommt man mMn schnell sich selbst in die Quere (i.S.v. dass man die einzelnen Welten nicht mehr gut genug ausbaut -- das habe ich schon bei meinen 5 gemerkt ^^' Mars, Icne und Sydler sind relativ gut geschichtlich ausgearbeitet, bei den anderen gibt es da bisher sehr wenig). Außerdem finde ich es auch als Leser nicht unbedingt angenehm, wenn man plötzlich die Geschichten zig verschiedener Welten im Kopf behalten muss.
    @Jiyuu32 schrieb:Das Prinzip ist ein ätherischer Weltenbaum (wie Yggdrasil), in dessen Zweigen sich die Welten befinden. Dieser, ich nenne es mal Äther, weil ich mir noch keine Gedanken um genaue Begrifflichkeiten gemacht habe, legt sich wie eine Atmospähre um die Welten und versorgt sie somit mit Magie.
    Ein Thema, welches ich besonders im Metaplot behandeln möchte, sind ökologische Probleme und Katastrophen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Auswirkungen (als Allegorie für den Klimawandel und das Artensterben). Die "Äthermagie" nimmt auf allen Welt eine unterschiedliche Form an und wird ganz uterschiedlich praktiziert. Durch die Nutzung von intelligenten Lebewesen wird die Äthermagie allerdings korrumpiert (Warum weiß ich noch nicht so genau. Vermutlich aufgrund der Unreinheit von intelligentem Leben).
    Bei einer übermäßigen Nutzung dieser Äthermagie manifestieren sich schatternhafte Wesen, die ein abscheuliches Spiegelbild der Nutzer darstellen und die Welten verwüsten. All diese Dinge sind für die meisten Lebewesen natürlich unbekannt, aber im Laufe der Handlung soll das Wissen darüber immer größer werden. Ich finde persönlich den Ansatz ganz interessant, dass die Schatten ansich kein "böser" Antagonist sind, sondern ein Produkt der eigenen Handlungen. Somit ist der Kampf gegen sie im Prinzip ein Kampf gegen die eigenen Verfehlungen.
    Zum Thema Magie im Universum kann ich mal auf einen Thread verweisen, den ich selbst geöffnet habe, "Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums". Vlt findest du da ein paar Ideen, und du kannst gerne auch dort einen Post zu deinem System hier verfassen -- deine Herangehensweise finde ich ziemlich interessant! Falls du mal mit anderen über die Bildung der Schattenwesen etc. diskutieren willst, passt das da glaube ich auch konzeptionell besser.

    @Jiyuu32 schrieb:Problem 1: Am besten hat man Charaktere, die zwischen den Welten reisen können. Mit welcher Magie oder Technologie lässt sich das Reisen von einzelnen Personen, aber nicht von ganzen Völkern erklären? Gibt es bei euch Weltenreisen und wenn ja, wie funktioniert es?
    Puh, ich versuche es auch hier einmal zu erklären ^^' Mein Universum baue ich auf einer mathematischen/informatischen Sichtweise auf, dementsprechend interpretiere ich das Universum im Grunde wie eine Sammlung von Regeln und Axiomen (oder ein Automat). Einen Teil dieser Regeln, der sozusagen die eigentlichen Raumzeiten und Magieregeln enthält, nenne ich (vermutlich aus demselben Grund wie du ^^ Der Name ist einfach geläufig) den Äther. Der Äther lässt sich bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, insbes. kann man ihn dazu bringen, Energie zu verschieben. Weil der Äther den Raumzeiten übergeordnet ist, ohne Beachtung der Lichtgeschwindigkeit und sogar über verschiedene Raumzeiten hinweg.
    Dadurch ist Teleportation möglich oder auch das Reisen zwischen Welten (wofür aber viel mehr Arbeit und komplexere Zauber notwendig sind). Außerdem sind Welten bei mir selbst magiewirkende (genauer gesagt sogar -erzeugende) Gebilde und haben teilweise durch den Äther gewisse Verbindungen zueinander, weswegen Welten selbst immer wieder Portale erzeugen. Je stärker die Verbindung zu einer anderen Welt, desto öfter. (Nur durch die Erforschung dieser natürlichen Portale ist es auch Lebewesen gelungen, selbst Portale zu erschaffen.)
    Das Reisen von einzelnen Personen, aber nicht von ganzen Völkern, muss ich nicht erklären Very Happy Letzteres passiert bei mir nämlich. Was auch die Völkerwanderungsgeschichte noch auf ein ganz anderes Level hebt, aber dafür ziemlich bunte Welten ermöglicht (in späteren Zeiten sind die meisten Wesenarten auf mehreren Welten zu finden).
    @Jiyuu32 schrieb:Problem 2: Arbeitet man am besten an allen Welten gleichzeitig oder stellt man erst eine fertig? In meinem Vorstellungs-Thread haben ja einige dazu schon ihren Ansatz geschildert.
    Ich persönlich bin inzwischen zu einer Art "lazy-evaluation"-Ansatz übergegangen; ich halte von sämtlichen Welten die grobe Konzeption fest (welche Wesenarten stammen von dort, eine globale Karte, evtl. ein paar wichtige Extrapunkte) und sobald ich an einen Punkt komme, wo sie relevant werden, überlege ich mir das, was ich dafür brauche. Beispielsweise wenn ich eine Sprache schreibe die kulturelle Umgebung der Sprecher und den Einfluss durch andere Sprachen. Oder ich baue in aktuelle Geschichten einfach Verweise ein, wenn es gerade passend ist, und füge on-the-fly ein paar Details hinzu.
    @Jiyuu32 schrieb:Problem 3: Ich würde gerne noch Götter miteinbauen, aber das stellt sich für mich als recht problematisch dar. Gibt es bei euch Götter? Wie beeinflussen sie die Welt? Greifen sie aktiv ein?
    Das kommt darauf an, wie du Götter definierst.
    Was in meinem Universum sehr wichtig ist, sind die Magiequellen, die durch den Äther ausgebildet werden -- denn ohne die kann auch niemand Magie wirken. Die Besonderheit ist: Magiequellen sind bei mir nicht allein Quellen, sondern sie können die Magie auch benutzen. Nicht unbedingt wie Lebewesen; manche Magiequellen machen einfach gar nichts, andere bewegen sich zufällig hin- und her oder benutzen die Magie ständig für denselben Zweck (Energie erzeugen oder entziehen o.ä.), dann gibt es richtig "krasse" Magiequellen, aus denen komplexe Welten entstehen. Die Magiequellen von Welten haben aber ebenfalls kein Bewusstsein wie Lebewesen; sie sind im Grunde zufällig so entstanden, dass sie eine Welt bilden, und darauf folgen Myriaden von Magiequellen, die das nicht tun. D.h. sie sind zwar prinzipiell so mächtig wie Götter, aber anbeten oder sonst irgendwas bringt nichts.

    Dann gibt es allerdings die Elementarwesen; die wieder Magiequellen sind, keine tatsächlichen Wesen. Aber Elementarwesen haben tatsächlich ein intelligentes Bewusstsein (das anders funktioniert als das von biologischem Leben, aber dennoch lernfähig ist und dementsprechend kommunizieren und teils sogar Gefühle entwickeln kann -- letzteres ist aber selten und erfordert, dass sich ein Elementarwesen unüblich lange mit sterblichen Wesen abgibt).
    Elementarwesen wurden durchaus in manchen Kulturen als Götter verehrt, haben sich aber dazu entschieden, ebenfalls möglichst nicht aktiv einzugreifen. Der Fraktion der Phoenixe (den soz. Wissenschaftler unter den Elementarwesen) wird allerdings nachgesagt, dass sie sehr oft als Graue Eminenzen die Geschichte der Sterblichen beeinflussen.
    Auf jeden Fall tun Elementarwesen selten das, worum man sie bittet; und wenn doch, dann aus ihren eigenen Gründen. In Kriege o.ä. mischen sie sich auf keinen Fall direkt ein (na ja, bis auf ein Mal); das ist eine Absprache, die sie gegenseitig überwachen.
    Dennoch sind Elementarwesen für mich eine gute Möglichkeit, immer wieder mal besondere (oder unerklärliche) Ereignisse in die Welten einzubauen. Damit halt so das zu Göttern Ähnlichste, was ich habe.

    Viele Grüße
    Neclus


    _______________________________________________________________________________________________________________________

    “amaeransum kat sioe populem maramalon.”
    – Neclus Mandarius
    “Y amyd Th am manoukast amuist, zo! Io kat tokke zaw utoion kemmike Ke weia mikkat.”
    – Elwin Keplaer
    “lonnea vehibi didus: sheholquatavehibnenunarigevades doy haista de lonnes.”
    – Lomara Nuramir
    “ŋimk o krákume? ko ŋpozu simk ráturs – eleisa dawoms śpi ramr, dan ŋ ijamk!”
    – Neclus Mandarius
    “akerej masarumiaj nei a luthrinaj’ thrainim nei en ali lünoena.”
    – Zamuel Alois
    „it nôsg yukén wén kên ul siro d nisgirô, rêyu? ió skélén abé iô wón kénin arlók da!“
    – Senin al Fuin

    Jiyuu32
    Jiyuu32
    Tintenkleckser
    Tintenkleckser

    Anzahl der Beiträge : 51
    Anmeldedatum : 17.06.20

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Jiyuu32 am Sa Jun 20, 2020 5:24 pm

    Hey, danke für euren Input, das ist eine ganze Menge zum Nachdenken Very Happy

    @Justin Ich finde deine Idee mit den weltübergreifenden Göttern nicht schlecht. Ich würde sie jedoch nicht in eine physische Form bringen, sondern eher als Entitäten, die im Äther existieren und probieren die Völker auf verschiedenste Weise zu beeinflussen. Ich mag die Daedra aus TES sehr gerne. Dabei stellt sich natürlich die Frage nach den Motivation dieser Götter, aber ich denke das werde ich schon gut einbauen können.

    @Schattenbrecher Ich weiß leider noch nicht wie ich Zitate von anderen einfügen kann, aber "die Orkz allez rod anmahlen würden" diese Anspielung ist super Very Happy Die Sache mit der Unreinheit ist mir mal bei einem kurzen Spaziergang in den Sinn gekommen, aber das ist noch nicht ausgearbeitet. Der Gedanke dahinter war, dass die Gedanken und/oder Emotionen beim Wirken der Magie zu einer Art "Verschmutzung" der Natürlichkeit der Magie führen.
    Verschmelzung von Welten halte ich für eine sehr interessante Idee! Das hätte doch wirklich viel Potential in Verbindung mit einem genialen Antagonisten, der versucht sowas in die Tat umzusetzen und damit auch Erfolg hat. Kennt ihr den Manga Berserk? Ähnlich zu dem, was im Fantasia Arc passiert ist.
    Magische Artefakte als Möglichkeit für Individuen andere Welten zu bereisen finde ich recht gut. Am liebsten möchte ich das noch mit der Idee der Götter verbinden, aber dafür muss ich erstmal mein eigenes Pantheon erfinden und passende Motivationen der Götter suchen.
    "Kennst du die Theorie, dass jeden Donnerstag die Seele in eine neue Welt mit neuen Erinnerungen versetzt wird?" Davon habe ich noch nicht gehört, Nein Very Happy Woher stammt das?
    "Dafür habe ich das Meta-System mit einer eigenen Meta-Geschichte, die sich über mehrere Welten verstreut, aber dazu komme ich noch." Das musst du noch schreiben, interessiert mich sehr!

    @Neclus Mandarius "Außerdem finde ich es auch als Leser nicht unbedingt angenehm, wenn man plötzlich die Geschichten zig verschiedener Welten im Kopf behalten muss." Ich finde den Ansatz ganz gut, dass man die Romane (welche man hoffentlich irgendwann schreibt Very Happy) eigenständig lesen kann, ohne Ahnung von den anderen Welten zu haben. Leser aller Bücher finden aber immer wieder Hinweise auf ganz bestimmte Zusammenhänge, die alle Welten betreffen und können somit nach und nach alle Puzzleteile zusammensetzen. Wenn man schon eine große Leserschaft um sich versammelt hat, kann man die Verbindungen zwischen den Welten ja auch noch intensivieren. Danke für den Hinweis bezüglich des anderen Threads über Magies und Naturgesetze, daran muss ich auf jeden Fall auch noch arbeiten. Dein Konzept des Universums klingt wirklich äußerst strukturiert und geregelt^^Dann sind deine Magiesysteme vermutlich auch eher dem harten Spektrum zuzuordnen, oder? Sind alle Magiequellen vom Typus her gleich oder gibt es dabei, abgesehen von der Stärke, auch Unterschiede, welche sich dann auch in der Anwendung der Magie äußern?

    Grundsätzlich schreibt ihr ja alle, dass der Begriff des Gottes recht dehnbar ist. Im Buch Homo Deus von Harari schreibt er etwas ähnliches. Wenn die alten Griechen uns heute mit all unseren Technologien sehen würden, dann könnten sie uns auch für Götter halten. Nachrichten, die schneller durch die Welt fliegen als Hermes es je könnte und Waffen, mit denen man ganze Länder mit einem Fingerschnipp auslöschen könnte. Ich tue mich immer recht schwer phyische Wesen mit unglaublicher Macht in eine Welt einzufügen, ohne dass das Kräfteverhältnis komplett aus dem Ruder läuft und es zum "Powercreep" kommen muss. Man kann natürlich gute Begründungen finden, damit sie sich nicht einmischen, wie Neclus das gemacht hat, aber ich bevorzuge es eher Gottheiten als immaterielle Entitäten aufzufassen, die nur indirekt in das Schicksal der Welten eingreifen können.

    Mich würde noch interessieren, was eure Welten storytechnisch verbindet? Welche Konzept sind eure Grundlage für die stories? Geht es bei euch um einzelne Schicksale oder steht direkt das Schicksal der ganzen Welt, geschweige denn des Universums, auf dem Spiel?
    Neclus Mandarius
    Neclus Mandarius
    Buchstabenjongleur
    Buchstabenjongleur

    Anzahl der Beiträge : 235
    Anmeldedatum : 27.03.20

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Neclus Mandarius am Sa Jun 20, 2020 6:44 pm

    @Jiyuu32 schrieb:@Neclus Mandarius "Außerdem finde ich es auch als Leser nicht unbedingt angenehm, wenn man plötzlich die Geschichten zig verschiedener Welten im Kopf behalten muss." Ich finde den Ansatz ganz gut, dass man die Romane (welche man hoffentlich irgendwann schreibt Very Happy) eigenständig lesen kann, ohne Ahnung von den anderen Welten zu haben. Leser aller Bücher finden aber immer wieder Hinweise auf ganz bestimmte Zusammenhänge, die alle Welten betreffen und können somit nach und nach alle Puzzleteile zusammensetzen. Wenn man schon eine große Leserschaft um sich versammelt hat, kann man die Verbindungen zwischen den Welten ja auch noch intensivieren.
    Ganz meiner Meinung! Ich finde auch, dass man sich für eine Geschichte im Regelfall auf eine Welt konzentrieren sollte. Bei meiner aktuellen Reihe wäre das bsp. die Welt Sydler. Es gibt immer wieder Verweise auf andere Welten und die sporadischen Erklärungen meines Pseudo-Autors, die das große Ganze etwas beleuchten, aber der Leser bleibt erst einmal bei einer Welt.
    @Jiyuu32 schrieb:Danke für den Hinweis bezüglich des anderen Threads über Magies und Naturgesetze, daran muss ich auf jeden Fall auch noch arbeiten. Dein Konzept des Universums klingt wirklich äußerst strukturiert und geregelt^^Dann sind deine Magiesysteme vermutlich auch eher dem harten Spektrum zuzuordnen, oder? Sind alle Magiequellen vom Typus her gleich oder gibt es dabei, abgesehen von der Stärke, auch Unterschiede, welche sich dann auch in der Anwendung der Magie äußern?
    Jap, definitiv ein hartes Magiesystem; habe das ganze sogar mal in ein P&P-Regelwerk umgesetzt. Das System ist allerdings sehr tief in die physikalischen Gesetze eingearbeitet und erklärt in meinem Universum bsp. die M-Theorie ^^
    Auswirkungen sind bsp. dass in meinen Welten sämtliche Wesen Magie lernen können (weil die Evolution auf den Welten durch deren Magiequellen in diese Richtung beeinflusst wurde; Begabung unterscheidet sich allerdings nach Wesenart und Individuum) und dass man Magie prinzipiell sogar technisch erzeugen kann. Das ist allerdings so anspruchsvoll, dass es ohne vorherige magische Begabung praktisch nicht zu erreichen ist. (Wobei ich schon den Gedanken hatte, irgendwann mal eine neue Welt einzuführen, wo die Magiequelle ihren Bewohnern keine magische Begabung verschafft; und wo trotzdem ein genügend hoher technologischer Stand erreicht wurde, um Magie technisch nutzbar zu machen. Ist aber noch nicht näher ausgearbeitet.)
    Limitierungen gibt es bei mir tatsächlich weniger, weil man den Naturgesetzen nach mithilfe von Magie im Grunde alles mit Energie anstellen kann (egal ob in Materie, elektromagnetischer Strahlung, etc.); das wird durch die teils hohen Kosten allerdings wieder ausgeglichen, und dass sterbliche Wesen aufgrund ihrer begrenzten Gehirnkapazität und der Eingeschränktheit ihres Körpers nicht beliebig komplexe Magie wirken können. Damit ist bsp. gesichert, dass zwar mächtige Magiequellen künstliche Gravitation erzeugen können, aber kein sterblicher Magier.

    Zu Magiequellen: Da kann man schon verschiedene Typen unterscheiden, wobei die komplexeren viel seltener sind (und i.d.R. vom Äther begünstigt sein müssen). Allgemein geht die Klassifikationen danach, wie mächtig die Magiequelle ist und wie komplex ihre Verhaltensweisen sind (Verhaltensweise meint die Regelmäßigkeiten, nach denen sie ihre Magie nutzt).
    1. "Statische Quellen": Tun im Grunde gar nichts, die sind einfach nur da. Entsprechend erregen sie selten Aufmerksamkeit.
    2. "Urwesen" umfasst alle Magiequellen, die gewisse einfache Verhaltensweisen an den Tag legen (und die deswegen fälschlich lange als tatsächliche Lebewesen eingeordnet wurden); normalerweise nutzen sie nur einzelne Wirkweisen von Magie, bsp. einfach die ganze Zeit Feuer erzeugen, Materieimpulse aussenden, ziellos Telekinese einsetzen (schwächere Individuen dieser Urwesen, die häufiger auftauchen, sind als Erd- oder Poltergeister bekannt geworden Very Happy), elektromagnetische Strahlung erschaffen (die aber schon seltener; normalerweise wirklich nur einzelne ganz primitive Techniken) etc.
    Bzgl. der Stärke der Magiequelle unterscheidet man noch zwischen "Elementaren Geistern" (so schwach, dass sie nicht einmal unmittelbar auf Lebewesen wirken können, was sie aber nicht unbedingt weniger gefährlich macht; Poltergeister bsp. können immer noch einfach Gegenstände nach ihrem Opfer schleudern) und "Elementare" (alle stärkeren Kategorien; können selbst mächtig genug sein, um sich über ganze Landstriche zu erstrecken, das ist aber selten). Die Benennung kommt daher, dass sie normalerweise nur primitive Techniken nutzen, die von Sterblichen der "Elementemagie" zugeordnet werden.
    (Hinweis: Urwesen sind nicht zwingend aggressiv, auch das Verhalten anderen Wesen gegenüber ist eine Sache des Zufalls. Allerdings trifft man Urwesen, die allen Lebewesen aus dem Weg gehen oder sie ignorieren, logischerweise selten.)
    3. "Elementarwesen" habe ich ja in meinem ersten Post schon beschrieben; anders als Urwesen zeigen sie Intelligenz.
    4. "Kosmische Quellen": Können Welten, Sternennebel oder sogar Galaxien hervorrufen. Echt mächtig und unglaublich komplex.

    @Jiyuu32 schrieb:Grundsätzlich schreibt ihr ja alle, dass der Begriff des Gottes recht dehnbar ist. Im Buch Homo Deus von Harari schreibt er etwas ähnliches. Wenn die alten Griechen uns heute mit all unseren Technologien sehen würden, dann könnten sie uns auch für Götter halten. Nachrichten, die schneller durch die Welt fliegen als Hermes es je könnte und Waffen, mit denen man ganze Länder mit einem Fingerschnipp auslöschen könnte. Ich tue mich immer recht schwer phyische Wesen mit unglaublicher Macht in eine Welt einzufügen, ohne dass das Kräfteverhältnis komplett aus dem Ruder läuft und es zum "Powercreep" kommen muss. Man kann natürlich gute Begründungen finden, damit sie sich nicht einmischen, wie Neclus das gemacht hat, aber ich bevorzuge es eher Gottheiten als immaterielle Entitäten aufzufassen, die nur indirekt in das Schicksal der Welten eingreifen können.
    Ich weiß nicht, ob du das Pen-and-Paper-System "Midgard" kennst, das Göttersystem von dort könnte etwas für dich sein:
    Midgards Götter entstehen aus dem kollektiven Bewusstsein einer Religionsgemeinschaft. Wenn diese Gemeinschaft ihrer Götter gedenkt (sie anbetet, Legenden erzählt, oder einfach nur an sie glaubt), setzen sie dabei einen "Stoff" namens Sa frei, der die Götter stärkt, am Leben erhält und ihnen Einfluss auf Midgard verschafft. Gleichzeitig wird die Persönlichkeit dieser Götter durch ihre Abhängigkeit von den Menschen aber auch an das dort vorherrschende Götterbild angeglichen.
    Das sorgt dafür, dass Götter zwar effektiv existieren und durch ihre Priester Wundertaten wirken können, aber sie von ihrem Volk abhängig sind und keine "eigenen" Schritte tun können. Insbesondere greifen sie halt niemals direkt auf Midgard ein.
    (Müsstest du, damit sie für den Metaplot relevant wären, natürlich irgendwie über die Welten verbreiten; bsp. durch längst vergessene Völkerwanderungen, wobei sich die Religionen erhalten haben, aber das Wissen um die anderen Welten möglicherweise nicht)

    @Jiyuu32 schrieb:Mich würde noch interessieren, was eure Welten storytechnisch verbindet? Welche Konzept sind eure Grundlage für die stories? Geht es bei euch um einzelne Schicksale oder steht direkt das Schicksal der ganzen Welt, geschweige denn des Universums, auf dem Spiel?
    In meinem Universum boykottiere ich konsequent jede Form des Schicksals ^^ Es gibt keine Prophezeiungen, Götter, grundsätzlich gute oder böse Mächte (wobei durchaus Wesen, die sich selbst auf der ein oder anderen Seite sehen), keine Zeitreisen oder Parallelwelten.
    Dementsprechend versuche ich die Historie meiner Welten konsistent aufzubauen und weiterzuentwickeln; wie gesagt sind die Geschichten eher zweitrangig. Die Verbindungen entstehen vor allem durch Völkerwanderungen (global) und Verweise auf andere Welten (innerhalb der Geschichten).
    Betreffend des "Steht das Schicksal der ganzen Welt auf dem Spiel": Die Welten werden in ein paar hunderttausend Ingame-Jahren vom Stand meines letzten Buches aus sowieso zerstört, weil alle Magiequellen in regelmäßigen Abständen kollabieren und sich wieder neu aufbauen ^^' (Ursprünglich eingeführt, um den Wiederaufstehungsmythos der Phoenixe zu erklären -- finde ich außerdem ganz passend für mein "gleichgültiges" Universum)
    Bei rein magischen Welten hat das notgedrungen recht heftige Konsequenzen, weil sie nur allein durch die Magiequelle existieren können... Aber ich gehe nicht davon aus, dass ich in meinem Leben jemals ausarbeitungstechnisch an diesen Punkt komme ^^

    Viele Grüße
    Neclus


    _______________________________________________________________________________________________________________________

    “amaeransum kat sioe populem maramalon.”
    – Neclus Mandarius
    “Y amyd Th am manoukast amuist, zo! Io kat tokke zaw utoion kemmike Ke weia mikkat.”
    – Elwin Keplaer
    “lonnea vehibi didus: sheholquatavehibnenunarigevades doy haista de lonnes.”
    – Lomara Nuramir
    “ŋimk o krákume? ko ŋpozu simk ráturs – eleisa dawoms śpi ramr, dan ŋ ijamk!”
    – Neclus Mandarius
    “akerej masarumiaj nei a luthrinaj’ thrainim nei en ali lünoena.”
    – Zamuel Alois
    „it nôsg yukén wén kên ul siro d nisgirô, rêyu? ió skélén abé iô wón kénin arlók da!“
    – Senin al Fuin

    avatar
    Schattenbrecher
    Federfuchtler
    Federfuchtler

    Anzahl der Beiträge : 199
    Anmeldedatum : 22.04.19
    Ort : Omnipräsent (drunter, drüber und dazwischen)

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Schattenbrecher am Sa Jun 20, 2020 9:55 pm

    Ich warte zwar noch darauf, dass Roy oder Luka mir auf die Füße treten (PN-Angelegenheiten), aber ich schreibe dann doch erst mal hier weiter.

    @Jiyuu32
    Ich weiß leider noch nicht wie ich Zitate von anderen einfügen kann, aber "die Orkz allez rod anmahlen würden" diese Anspielung ist super.
    1. Danke und gern geschehen! Bei sowas bin ich gerne dabei. ^^
    Beitragsfunktionen 1x1:
    2. Dieses Fenster, in dem man seine Werkzeuge zum Themen-/Beiträge- und PN-Schreiben hat besitzt neben den Schriftsatzeinstellungen die Funktionen "Zitieren", "Code" (habe ich noch nie gebraucht), "Spoiler" (nutze ich gerne für Übersichtlichkeit und natürlich für Spoiler) und "versteckt" (klingt interessant, habe ich aber noch nicht ausprobiert). Wenn du auf die Sprechblase/Zitieren klickst, erhälst du ungefähr sowas:
    (quote)(/quote)
    Wenn du letztendlich einen Text darin einfügst, sieht das etwa so aus.
    (quote)Wenn du letztendlich einen Text darin einfügst, sieht das etwa so aus.(/quote)
    Wenn du letztendlich einen Text darin einfügst, sieht das etwa so aus.
    Sobald du auf den Knopf klickst, wird nach "Autor" gefragt, das musst du vorher einfügen, wenn du das dabei stehen haben möchtest. Dann tauchen die beiden Befehle für Anfang und Ende der Funktion auf und du kannst deinen Text dazwischen schreiben.
    Achte darauf, dass die Klammern und deren Inhalt unverändert bleiben - bis auf den Titel/Autor, den kannst du auch nachträglich ändern. Bei Spoilerkästen funktioniert das genau so - aer mit dem angenehmen Unterschied, dass man sie auf und zuklappen kann.
    Achte nur darauf, dass du nicht zuviele Funktionen ineinander einfügst, weil jeder Kasten durch den äußeren eingeengt wird.

    Es gibt aber noch andere schöne Möglichkeiten, etwas hervorzuheben - zum Beispiel durch Einfärben. Dafür gehst du auf die bunten Blöcke zwischen den beiden Funktionen mit dem "A"-Zeichen, suchst dir eine Farbe aus (am besten eine kräftige, dunkle) und klickst drauf. Dann bekommst du wieder einen Anfangs- und einen Schlussbefehl und alles was du dazwischensetzt wird in der Farbe erscheinen.
    Wenn du Funktionen nachträglich verwenden möchtest oder dir das Kopieren und Verschieben sparen möchtest, kannst du stattdessen den Text selektieren und dann auf die gewünscht Funktion klicken. Die Befehle erscheinen dann am Anfang und Ende des markierten.
    All diese Funktionen treten aber erst in Kraft, sobald du auf "Vorschau" oder "Senden" klickst.
    Ich benutze auch gerne das hier.
    - und füge Aufzählungen
    - bzw Auflistungen an, indem ich ganz gewöhnliche Bindestriche verwende.
    -> Letzten Endes kannst du das machen wie du willst. Wichtig ist eben nur, dass es erkennbar und übersichtlich ist. Ich persönlich finde, dass diese Zitierblöcke unnötig viel Platz wegnehmen und unschön aussehen, wenn man sie nur für ein oder zwei Zeilen verwendet.

    Die Sache mit der Unreinheit ist mir mal bei einem kurzen Spaziergang in den Sinn gekommen, aber das ist noch nicht ausgearbeitet. Der Gedanke dahinter war, dass die Gedanken und/oder Emotionen beim Wirken der Magie zu einer Art "Verschmutzung" der Natürlichkeit der Magie führen.
    Verstehe.
    Also wirken sich inneren Regungen eines Lebewesens beeinflussend auf die Natur/das Wesen? (hat deine Magie sowas wie eine "Essenz"?) von Magie aus. Hat das mit dem Bewusstsein, dem Geist oder der Seele zu tun? Gibt es bei dir auch Lebewesen ohne Seele mit Gefühlen oder Gedanken?
    Sind deine (literarischen) Götter selbst Teil dieser Magie/des Äthers oder wohnen sie darin?
    Mehr sage ich dazu nicht, weil ich sonst anfange, dir Vorschläge zu machen und es ist dein Projekt, nicht meins.

    Verschmelzung von Welten halte ich für eine sehr interessante Idee! Das hätte doch wirklich viel Potential in Verbindung mit einem genialen Antagonisten, der versucht sowas in die Tat umzusetzen und damit auch Erfolg hat.
    Warum wird immer von einem Bösewicht ausgegangen? Den Helden wird auch mal langweilig. ^^
    Den Forschern und Entdeckern, den guten Gläubigen mit Neugier, Abenteuerlust und spirituellen Zielen. Oder denjenigen, die außerhalb der Box denken, um Probleme zu lösen, guten Rebellen die sich moralisch aufgeklärt für etwas einsetzen.
    Man kann das auch als einen Weg der Erlösung sehen. Den Himmel auf Erden: Beides miteinander fusionieren lassen. Ich meine, wenn's geht: Warum sollte man das nicht machen? Wenn beide Seiten damit einverstanden sind, ist es doch moralisch vertretbar oder nicht? (Mal von ökologischen Faktoren, "Ungleichgewicht" und Risiken für Unfälle abgesehen.)
    Ich finde es schade, dass grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass am Anfang ein Bösewicht stehen muss, der die Handlung ins Rollen bringt. Konflikte entstehen auch, wenn Helden sich etwas vornehmen und erst später auf jemanden treffen, der wirklich feindlich gesinnt ist. Herausforderungen sind ja auch nicht unbedingt von Konflikten abhängig.

    Kennt ihr den Manga Berserk?
    Nö. Ich weiß von Berserk, aber ich kenne mich nicht damit aus. Ist nicht mein Geschmack.

    Magische Artefakte als Möglichkeit für Individuen andere Welten zu bereisen finde ich recht gut. Am liebsten möchte ich das noch mit der Idee der Götter verbinden, aber dafür muss ich erstmal mein eigenes Pantheon erfinden und passende Motivationen der Götter suchen.
    Wie sollen sich deine Götter ungefähr verhalten - als Persönlichkeit, meine ich?
    Unterhalten sie sich so wie "normale Sterbliche" es tun oder ticken sie völlig anders?
    Wenn sie die meiste Zeit sich im Äther aufhalten - warum verschmutzen sie ihn nicht? Oder haben sie gar selbst irgendwas mit seiner Reinheit zu tun?
    Hier komme ich wieder an die Grenze, Vorschläge zu machen - also weiter im Text.

    "Kennst du die Theorie, dass jeden Donnerstag die Seele in eine neue Welt mit neuen Erinnerungen versetzt wird?" Davon habe ich noch nicht gehört, Nein. Woher stammt das?
    Theorie zu Seelenreisen:
    Ich habe mich vor Jahren mit jemandem über merkwürdige/bemerkenswerte (wenn man diese Begriffe wörtlich nimmt, haben sie dieselbe Bedeutung) Religionen unterhalten. Da wurde das erwähnt. Man kann ja glauben was man will und das in ein offizielles Verzeichnis eintragen lassen. Habe ich zumindest gehört und bin ich bereit zu glauben, dass es das gibt. Ich glaube aber nicht daran, dass Seelenreisen - sofern sie stattfinden können, was man logisch nicht ausschließen kann - sich nach Daten orientieren, eher an kosmischen Zuständen oder sowas, wobei... was ist, wenn es früher sowas wie eine Seelengemeinschaft gab/gibt, die sich dazu entschieden hat, sich regelmäßig zu versammeln, Entscheidungen (wie Götter) zu fällen und im Anschluss mit neuen Erinnerungen zurückgeschickt zu werden? Die Theorie finde ich faszinierend.
    "Dafür habe ich das Meta-System mit einer eigenen Meta-Geschichte, die sich über mehrere Welten verstreut, aber dazu komme ich noch." Das musst du noch schreiben, interessiert mich sehr!
    Danke! Ich wusste doch, dass ich was vergessen habe.

    Roy, NICHT lesen!
    RIESEN - SPOILER für die VERLAG-geschichte:

    Ernsthaft. Ich verrate hier ALLES über den Verlag - das Sandkastenprojekt an sich und eine Menge über die Handlung von Ludwigs Welt (die ich hier zu 5 Kapiteln in das Forum gestellt habe). Wer das also noch nicht wissen will, der sollte den Kasten besser wieder schließen.

    1. Es gibt eine Welt, die im Prinzip genau so ist wie unsere Erde in unserer Zeit. Das ist die Welt, in der ausgefeilte, organisierte Institutionen und Unternehmen existieren, die sich mit Literatur beschäftigen - selbstverständlich auch mit Unterhaltungsliteratur wie Romane aller Genres. Dazu kommen Sammlungen aus alten Überlieferungen wie Sagen (traditionelle Märchen), Legenden (Religion: Drachen), Mythen (*Mythbusters) und moderne Organisationen und Berufe wie Archäologen und Museen (*Jones Junior, den gibt es bei uns nicht, oder?). Kurz: Es gibt dort alles, was es bei uns auch gibt. Mit der Ausnahme, dass es dort "realistische" Figuren gibt, die ich und ein paar meiner Freunde sich ausgedacht haben. Also ich nehme unsere Welt und schraube ein wenig daran herum, je nachdem, was drumherum passiert. (Ggf erfinde ich auch Orte und sowas, weil ich mich mit Erdkunde und Politik nicht besonders gut auskenne. Aber theorethisch lässt sich das ja alles bauen.)

    2. Wie gesagt existieren diese verschiedenen Welten nebeneinander. Die "fiktiven" Welten ebenso wie "die echte", die diese in seinen Büchern und mündlichen Überlieferungen beschreiben. Doch wie?
    Handelt es sich bei dieser einen Welt um einen Ort der Götter? Sind Autoren die Schöpfer dieser Welten - ohne es zu wissen? Oder sind sie vielmehr Seher, Orakel, Gesegnete, die die Mächte ihrer Fantasie, ihren geistigen Augen die weiter sehen als der wache untrainierte Verstand, als Spinnereien ihrer Kreativität abtun? Bloße Tagträumer oder Seher? Spinner oder Propheten und Wahrsager?
    Das weiß niemand.
    Aber es gibt Gruppierungen, die sie alle suchen.
    Diese nennen sich Verlage.
    Sie katalogisieren und rekrutieren Kandidaten.
    Anfangs zur bloßen Unterhaltung und zum Geld verdienen. Doch dann geschieht etwas, womit die wenigsten je gerechnet hätten.

    3. In einer anderen Welt, einer zentral gelegenen Welt, in der die Fundamente von Magie und Existenz ein Siegel, einen Anker bilden, der die Dimensionen der Welten bzw ihre Trennung aufrechterhält, geschieht etwas. Ein Unglück? Eine Tat unglaublicher Bosheit? Ein Wunder? Ein Konflikt der Kräfte im Siegel, der dessen Haltbarkeitsdatum Lügen straft?
    Wurde diese Welt, die die anderen verankert, von jemandem geschaffen? Von Sterblichen? Von Göttern? Durch puren Zufall der Natur?
    Was ist die Natur dieser Welt?
    All das weiß niemand.

    Oder mit anderen Worten: Ich halte mir alles offen. ^^ Aber ernsthaft: Philosophisch betrachtet wissen wir nicht, woher unsere Ideen kommen, wir wissen wenig über das Wesen von Gedanken und unser eigenes Bewusstsein, die Welt um uns herum (Erkenntnistheorethisch). Es gibt so vieles, was unser Wissen übersteigt, weil wir nicht erforschen können, was sich nicht mit Gewissheit wahrnehmen lässt - oder können wir? Was ist Wahn, Illusion und was Wirklichkeit? Ist es wirklich so verschieden oder hat es die gleichen Ursprünge? Das ist die Faszination hinter diesem Projekt. Wie würdet ihr euch in diesem Szenario verhalten? Was würdet ihr glauben und was würdet ihr tun? Welche Bedeutung haben Kunst und Kultur und was darf man sich erlauben? Wie sollte man sie handhaben?

    ! Darüber unterhalte ich mich gerne. Andere dürfen dafür auch ihre eigenen Welten und ein Alter-Ego erfinden. Solange ich damit einverstanden bin, versteht sich. !

    4. Das Siegel beinhaltet/besteht aus/materialisiert/bändigt die Essenzen der Elemente. Der vier Elemente Wasser (ihr seht, worauf das hinausläuft), Feuer, Erde und Luft. Diese Elemente sind Attributsträger und Bestandteile aller Existenz. Niemand weiß, ob sie eine Seele besitzen, doch sie können die Grundfesten aller Welten verändern, weil es diese ohne sie nicht geben könnte (was sie mit klassischen Göttern gleichstellt).
    Das fünfte Element, Geist, ist ein Mythos und in den von mir erfundenen (?) Welten nicht mit Sicherheit belegt. Aber wenn es eins wäre, dann bildet es die Grundlage für die Seele, dem Leben und ist für Existenz, Wirken und Bestehen der vier "kleineren" Elemente verantwortlich. Alles der Kern allen Seins. Das mächtigste von allem ist das stofflose, das unbegreifliche, das unsichtbare, das unauslöschbare (?) - so wie das Leben und die Magie selbst. Energie geht nicht verloren. Sie wechselt nur zwischen Art und Ort. Das gilt auch für die unsichtbaren, wie die kreativen Kräfte des Bewusstseins, die unsere Psyche in Aufruhr versetzen und uns träumen lassen.
    (Ihr seht also, ich gehe meine Projekte bevorzugt philosophisch an. Das gilt auch für meinen Roman, aber der ist viel abstrakter als das hier. ^^ Da ist die Magie nämlich wirklich nach einem harten System, wo ich strengstens darauf achte ob alles zusammen passt und nachvollziehbar ist für den Leser, wie für die Charaktere selber.)

    5. Ludwigs Welt, die ich in der Schreibübung "Der Beginn" aufdecken durfte und mir zahlreiche Ideen kamen - wie von einer anderen Welt gesandt - wird seit Jahrhunderten überflutet. Der Grund: Das Siegel ist zerbrochen und Meere aus anderen Dimensionen überschwemmen das Land Stück für Stück, Tag für Tag. Zum Glück ist seine Welt unvorstellbar riesig, geradezu grenzenlos.
    Der Kapitän des Schiffes, auf dem Ludwig lebt, heißt Thales. Entweder es handelt sich hierbei um den "echten" Thales aus der Antike, einem legendären Philosophen, einem der großen Weisen Griechenlands; einer Person einer anderen Welt mit (zufällig?) gleichem Namen - die mit ihm verbunden sein könnte - oder einer Entität, die sich diesen Namen gegeben hat (aus rätselhaften Gründen). Denn Thales weiß vieles. Er ist ein Magier, Denker und ein Seher.
    Und so weiß er auch, dass sich in ihrer überschwemmten Welt der Flutflüchtigen eine Scherbe, ein Bruchstück, ein Fragment des Weltensiegels befindet.
    Es handelt sich hierbei natürlich um das, mit welchem man das Element Wasser bändigen und beherrschen kann. Und so jagen sie, auf der Suche nach den letzten Inseln, dieses Artefakt, ein rätselhaftes Relikt, von denen niemand weiß, wie es hierherkam, woher es kam und wer die Überlieferungen in das Grimoire schrieb, in dem von einem blauen Kristall berichtet wird, der unfassbare Kräfte besitzt.

    6. Doch sie sind nicht die einzigen...
    Der Bruch hat Portale zwischen den Welten geöffnet.
    Die Geschichte der Welten überkreuzen sich, als versehentlich als auch durch voller Absicht und Mühe Tore zu anderen Welten aufgehen und Chaos ausbricht...

    7. Die Welt der Verlage ist auch davon betroffen.
    Die anfangs unerklärlichen Phänomene ergeben immer mehr ein Bild und jeder, der eine "fantastische Erfahrung" gemacht hat, gerät auf das Radar der Verlage, die von nun an die Zentralen für dieses Weltgeschehen sind. Unter Geheimhaltung werden "Agenten" (von gewöhnlichen Verlagen) zu richtigen Agenten (Kundschaftern, Spionen und Sicherheitsbeauftragten, etc), die nicht nur Autoren für eine literarische Karriere suchen, sondern Menschen, die bereit sind, sich dieser Sache anzunehmen und ihren Teil beizutragen. Was auch immer das für sie bedeutet...

    So, ich glaube ich habe genug gesagt. Ich könnte noch auf das Magiesystem der Verlagswelt selbst eingehen, die sich auf kreative Energien bezieht, aber damit wäre ich wohl morgen noch dran und ich möchte hier nicht den Rahmen sprengen. ^^

    (Jiyuu, bezogen auf Neclus)
    Dein Konzept des Universums klingt wirklich äußerst strukturiert und geregelt. ^^
    Ehrlich gesagt hatte ich große Schwierigkeiten, der Erklärung zu folgen.
    @Neclus: Könntest du eine knappere Darstellung der Schlüsselbegriffe anlegen?
    Ich kann nämlich nicht so richtig verstehen, wie deine Welt jetzt eigentlich funktioniert, weil der Text so - verzeih meine Wortwahl - wirr und durcheinander ist.
    Könntest du das in Schritten strukturieren? Man kann nicht alles auf einmal erfassen, vor allem mit den ganzen Wechselwirkungen. - Das gilt für mich jedenfalls.
    Aber mach dir darum keinen Kopf. Ich sollte sowieso an meinem Roman arbeiten und habe dewegen gar nicht die geistige Kapazität frei für andere krasse Magiesysteme. (Das war ein Kompliment.)

    Mich würde noch interessieren, was eure Welten storytechnisch verbindet?
    Das habe ich glaube ich beantwortet. Andernfalls kannst du dir das jetzt in einem eigenen "Was wäre wenn"-Szenario mit der Vorgeschichte denken.

    Welche Konzept sind eure Grundlage für die stories?
    Habe ich erklärt.

    Geht es bei euch um einzelne Schicksale oder steht direkt das Schicksal der ganzen Welt, geschweige denn des Universums, auf dem Spiel?
    Sowohl als auch.
    Wobei... "Universum"? Nein, aber wenn, dann ist das sehr, sehr ungewiss. Aber mehr als Grund genug, warum sich riesige Allianzen aus vielen Welten und Einzelakteuren gegenseitig bekriegen. Die einen sehen den Zustand als unnatürlich und vlt sogar als drohende Apokalypse - die anderen verteidigen ihre Überzeugungen, dass das seine guten Seiten hat, wenn nicht sogar die Erlösung für alle (wie etwa die Vereinigung der Menschheit auf unserem Planeten).
    Den "Verlag" betrachte ich als einen Rahmen für philosophische Fragestellungen, persönliche Entfaltung (was auch ein großes Thema ist) und als Konzeptbeispiel für Diskussion und Austausch über fantastische Ideen. Ich möchte mit anderen Spaß haben, sie inspirieren und manche dazu bringen,  sich ihre eigenen philosophischen Gedanken zu machen und sich mit ihrem eigenen Umgang mit Kulturgütern und Werten auseinanderzusetzen. Und um zusammen etwas zu erschaffen - ohne, dass man sich gegenseitig dabei behindert - alles ist möglich, solange man es sich vorstellen und erklären kann (so funktioniert auch "kreative Magie").
    Ich könnte also jahrelang hiermit weitermachen und wäre immer noch nicht damit fertig.
    Was macht etwas lebendig? Wann ist etwas wahr? Wann ist etwas echt? Muss etwas echt sein, um von unverzichtbarer Bedeutung zu sein?
    So viele Fragen.
    Aber so ist Philosophie!
    Am Ende ist doch entscheidend, dass man seinen Spaß hat und etwas für's Leben lernt.

    Ich grüße, ihr Traumjäger!
    Schattenbrecher


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    Wenn man perfekt sein muss, um Perfektion anzustreben, wäre das ziemlich sinnlos.
    Neclus Mandarius
    Neclus Mandarius
    Buchstabenjongleur
    Buchstabenjongleur

    Anzahl der Beiträge : 235
    Anmeldedatum : 27.03.20

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Neclus Mandarius am Sa Jun 20, 2020 11:32 pm

    @Schattenbrecher schrieb:Dein Konzept des Universums klingt wirklich äußerst strukturiert und geregelt. ^^
    Ehrlich gesagt hatte ich große Schwierigkeiten, der Erklärung zu folgen.
    @Neclus: Könntest du eine knappere Darstellung der Schlüsselbegriffe anlegen?
    Ich kann nämlich nicht so richtig verstehen, wie deine Welt jetzt eigentlich funktioniert, weil der Text so - verzeih meine Wortwahl - wirr und durcheinander ist.
    Könntest du das in Schritten strukturieren? Man kann nicht alles auf einmal erfassen, vor allem mit den ganzen Wechselwirkungen. - Das gilt für mich jedenfalls.
    Aber mach dir darum keinen Kopf. Ich sollte sowieso an meinem Roman arbeiten und habe dewegen gar nicht die geistige Kapazität frei für andere krasse Magiesysteme. (Das war ein Kompliment.)

    Ich fürchte, es ist einfach schwer mein Universum darzulegen, ohne dabei von einem sehr tiefen physikalischen oder informatischen Basiswissen auszugehen ^^'

    Die Sache ist: Die meisten (eher alle) Fantasy-Magiesysteme, die ich kenne, beziehen sich auf die (sehr beschränkte, mehrdeutige und schwammige) menschliche Wahrnehmung. Sprüche resultieren in eine magische Wirkung -- als ob das Universum zuhört und darauf reagiert.
    Der unbrechbare Schwur sorgt dafür, dass man stirbt, wenn man ihn bricht -- aber wer ist der Schiedsrichter? Was ist, wenn jemand einen unbrechbaren Schwur in einer Sprache leistet, die er nicht versteht? Oder ganz einfach nicht der Meinung ist, dass er ihn gebrochen hat? (Ich habe geschworen, diesen Gegenstand nicht anzufassen -- das habe ich aber auch nicht, ich hatte Handschuhe an ...) Hierfür bräuchte es einen Spielleiter, der das interpretiert.
    Und was macht einen Zauberer mächtig? In Eragon heißt es ja, dass ein Zauber die Kraft benötigt, die nötig gewesen wäre, die Wirkung selbst zu erzielen. Bei der Vielfalt an Wirkungen, die es dort gibt (bsp. das Beschwören der Silberessenz, Verwandeln eines Grabes in Kristall o.ä.) kann man das ganz einfach nicht mehr vergleichen. Das hätte man ohne Magie überhaupt nicht hinkriegen können. In Harry Potter ist das auch ziemlich unklar, Zaubersprüche scheinen ja im Allgemeinen keine Kraft zu kosten, aber trotzdem kann anscheinend nicht jeder Zauberer riesige blaue Feuerdämonen beschwören, die Paris in Schutt und Asche legen sollen. (Bzgl. Paradoxa und den ganzen Fragen, die man sich im HP-Universum stellen könnte, kann ich übrigens empfehlen, mal in "Harry Potter and the methods of rationality" reinzulesen ^^)

    Um das zu umgehen, muss ich auf einer viel tieferen Ebene ansetzen: Energie und die zugehörigen physikalischen Naturgesetze. Um dann noch Sachen wie mehrere Raumzeiten, Teleportation etc. zu erlauben, geht es hin zur Raumzeit-Interpretation der Relativitätstheorie.
    Wenn ich dann noch will, dass auch die Erde in meinem Universum existiert, müssen alle Beobachtungen, die unsere Wissenschaft inzwischen gemacht hat, dort ebenfalls gelten (zumindest unter den Bedingungen, die auf der Erde herrschen). Insbesondere muss ich auch die Quantentheorie in meine Naturgesetze integrieren und insbesondere beschreiben können, wie sich Magie auf dieser Ebene auswirkt. Damit mein Universum vollständig ist, bestenfalls auch gleich die M-Theorie dafür lösen (wie Relativitätstheorie und das, was wir über die Quantenebene wissen, in einem Universum vereinbar sind; das ist für uns immer noch eine ungelöste Frage).
    Wenn das alles gelöst ist, muss ich eine Möglichkeit finden, dass auch Lebewesen Magie anwenden können; und zwar ohne sie anders zu behandeln als jegliche sonstige Materie. Anhand von einigen Quanten kann man halt nicht unterscheiden, ob sie zu einem Tier, einem Menschen oder einem Tisch gehören. Man braucht also auch zusätzliche Naturgesetze/Regeln, um solche Probleme zu lösen, bsp. die Ursache der magischen Wirkungen nicht einzelnen Quanten sondern makroskopischen Energiekreisläufen zuzuschreiben (wo man zwischen einem Tisch und dem Nervensystem eines Lebewesens die nötigen Unterschiede festmachen kann). Die genaue Funktionsweise muss wiederum beschrieben werden (und wie Lebewesen magische Fähigkeiten eigentlich entwickeln konnten).

    Damit ich überhaupt weiß, wie ich Naturgesetze erweitern oder mit Magie außer Kraft setzen kann, brauche ich zuallererst ein Modell (eine formale Darstellung) des Universums, um darüber Aussagen zu treffen. Und dazu ist es für mich am naheliegendsten, auf Logik, Mathematik und Informatik aufzubauen (einfach von meinem Wissenshintergrund ausgehend, in meinen Überlegungen wird man eine ganze Menge informatischer/mathematischer Konzepte wiederfinden).

    Aber das alles allgemeinverständlich kurz und knapp auszudrücken -- daran bin ich bis jetzt gescheitert (ich hoffe, der Grund wird an meinen obigen Auslegungen deutlich) ^^' Glücklicherweise ist das Wissen für Figuren in meinen Geschichten nicht relevant, um Magie zu wirken, deswegen muss es auch der Leser nicht verstehen Very Happy (Und wenn die Vorstellung so schwierig ist, erklärt es gleichzeitig, warum auch in meinen Welten die Naturgesetze nie vollständig ergründet werden ^^)

    Jedenfalls versuche ich es hier lieber nicht, noch einmal zu erklären; ich glaube nicht, dass es viel besser würde als die erste Version ^^

    Viele Grüße
    Neclus


    _______________________________________________________________________________________________________________________

    “amaeransum kat sioe populem maramalon.”
    – Neclus Mandarius
    “Y amyd Th am manoukast amuist, zo! Io kat tokke zaw utoion kemmike Ke weia mikkat.”
    – Elwin Keplaer
    “lonnea vehibi didus: sheholquatavehibnenunarigevades doy haista de lonnes.”
    – Lomara Nuramir
    “ŋimk o krákume? ko ŋpozu simk ráturs – eleisa dawoms śpi ramr, dan ŋ ijamk!”
    – Neclus Mandarius
    “akerej masarumiaj nei a luthrinaj’ thrainim nei en ali lünoena.”
    – Zamuel Alois
    „it nôsg yukén wén kên ul siro d nisgirô, rêyu? ió skélén abé iô wón kénin arlók da!“
    – Senin al Fuin

    avatar
    Schattenbrecher
    Federfuchtler
    Federfuchtler

    Anzahl der Beiträge : 199
    Anmeldedatum : 22.04.19
    Ort : Omnipräsent (drunter, drüber und dazwischen)

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Schattenbrecher am So Jun 21, 2020 1:01 am

    @Neclus
    Mathematik, Informatik, Physik, Quantenphysik...
    Das sind schon viele Bereiche. Das das schwierig wird, kann ich verstehen. ^^
    Ich beziehe mich bisher immer auf Philosophie, Psychologie und Soziologie (das waren schon immer meine Lieblingsthemen, also kenne ich mich schon gut damit aus) - bei dem Magiesystem meines Romans und den Handlungen aller meiner Geschichten. Und schwammig ist das nicht (tiefgründig und komplex wohl, aber es ufert nicht in andere Bereiche aus, weil sich der Kreis immer schließt).

    Ich habe ganz klare Regeln und Bedingungen dafür, aber die Figuren müssen sie erstens herausfinden (am Anfang alles zu wissen ist unrealistisch) und zweitens müssen sie lernen, sie praktisch zu handhaben - wie fühlt sich Magie überhaupt an (oder ist das Einbildung?)? Wie bündelt/leitet/fokussiert man etwas? Ist es richtig, was ich gerade mache? Ist das meine Magie oder die eines anderen? Wie setze ich meine Reserven am sinnvollsten ein? Wer kontrolliert wen? Was beeinflusst was?

    Vorstellungskraft und Gefühlstiefe haben auch ihre Grenzen. Das sind subjektive Faktoren.
    In einem größeren Rahmen und einfacheren Geschichten (wie dem Verlag) hantiere ich mit dem Zusammenspiel der einzelnen Faktoren sowie Artefakten, die eine klare Funktion haben (auch wenn das von der Handhabung abhängt). Interessant wird es dann zu schauen, was die Charaktere damit anstellen und was sie dabei lernen - ohne, dass ich die Regeln verbiegen muss.

    "Multikausales Bedingungsgefüge" - das Wort habe ich von einem Bekannten. Die einzelnen Aspekte können sich gegenseitig beeinflussen, aber das Konzept und die Funktion fundamentaler Bausteine bleibt unverändert.

    Und muss ich wissen, wie tief das Meer ist, wenn ich dabei bin, den Rasen zu mähen?
    Seltsames Beispiel, aber du verstehst auch so, was ich damit sagen will.

    Zaubersprüche an sich können episch und sinnvoll umgesetzt werden. Bei Beschwörungen zum Beispiel. Sie als Lösung für alles zu verwenden halte ich ebenfalls für unklug.
    Und wenn es "unbrechbare Regeln" gibt, die gebrochen oder "umgangen" werden - dann wurde einfach schlecht geschrieben. Entweder es ist machbar oder es ist es nicht. Wenn es bestimmte Bedingungen dafür gibt, sollte man sich auch danach richten.
    Was man natürlich machen kann ist, die Charaktere kreativ handeln zu lassen, aber das sollte nicht so ein dämlicher "Einfall" sein, wie einen Handschuh zu tragen. Beeindruckend ist das sowieso nicht.

    Außerdem: Kinder des Dschinn halte ich für ein sehr gutes Beispiel (geistige Magie). Soft-Magic, aber schön und logisch beschrieben, nachvollziehbar und ohne Schummelei des Autors. Es fügt sich alles zusammen und ergänzt sich, auch wenn keine strengen Grenzen gesetzt werden bekommt man ein Gefühl für die Charaktere, wozu sie bereit sind und wie sich Umstände auf sie auswirken.

    Die Magie von HP und Eragon kann man vergessen - mit Logik und Hard-Magic haben die nicht viel zu tun.
    Da ziehe ich DKdS eindeutig vor.
    Handhabung und Kräfte sind unverhältnismäßig, unklar und uneinheitlich in beiden Geschichten. Und es kommt plötzlich was vollkommen neues dazu, wenn es dem Autor gerade passt.
    Ich kann nur davon abraten, sie als Beispiel zu benutzen.
    Ich würde beide als Soft Magic einordnen, weil es keine klaren Grenzen/kein klares, einheitliches System gibt, bei denen ich das Gefühl habe, dass die Figuren ihr Verhalten danach ausrichten.

    @Jiyuu32:
    Lass dich nicht davon ablenken. Ich hatte dir ein paar Fragen gestellt im Beitrag davor. Vlt möchtest du darauf eingehen?


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    Wenn man perfekt sein muss, um Perfektion anzustreben, wäre das ziemlich sinnlos.
    Neclus Mandarius
    Neclus Mandarius
    Buchstabenjongleur
    Buchstabenjongleur

    Anzahl der Beiträge : 235
    Anmeldedatum : 27.03.20

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Neclus Mandarius am So Jun 21, 2020 12:21 pm

    Mit "schwammig" meinte ich "fuzzy" (ich weiß nicht, ob du schonmal von Fuzzy-Logik gehört hast?). Also dass der Mensch Begriffe nicht klar differenziert, sondern sie ineinander übergehen (das dann auch meist noch individuell verschieden). Wir haben bsp. keine feste Definition für "blau", "warm", "groß" -- das sind alles fuzzy Begriffe und noch dazu kontextabhängig. Sobald man Regeln für Magie allein sprachlich beschreibt, vermute ich stark, dass man immer problematische Randfälle finden kann (wo die Gültigkeit der Regel oder ihre Folge unklar sind).

    Ich habe auch nichts gegen solche Magiesysteme, will aber trotzdem, dass es in meinem Universum davon ganz unabhängig ist. Und in Büchern stört es mich nur, wenn solche Randfälle Teil der Story werden, um bsp. eine Situation zu retten. D.h. wenn der Autor die Inkonsistenz seines eigenen Systems ausnutzt, um damit im Grunde willkürliche Entscheidungen zu rechtfertigen. (Oder eben immer nach Lust und Laune neue Magie(regeln) einführt, die mit den bisherigen wenig zu tun haben)

    @Schattenbrecher schrieb:Und muss ich wissen, wie tief das Meer ist, wenn ich dabei bin, den Rasen zu mähen?
    Seltsames Beispiel, aber du verstehst auch so, was ich damit sagen will.
    Den Bezug verstehe ich nicht genau ^^'
    Wie gesagt müssen auch die Wesen in meinem Universum keine fundierte Ahnung von den Naturgesetzen haben, um Magie zu wirken, sondern tun das instinktiv. Für weitergehende, komplexe magische Techniken braucht es aber zunehmend mehr Wissen über die Funktionsweise von Magie und Natur (d.h. zumindest eine Person, die diese Grundlagen ausarbeitet, und das praktische Wissen an ihre Schüler weitervermittelt).

    @Schattenbrecher schrieb:Was man natürlich machen kann ist, die Charaktere kreativ handeln zu lassen, aber das sollte nicht so ein dämlicher "Einfall" sein, wie einen Handschuh zu tragen. Beeindruckend ist das sowieso nicht.
    Das war auch nur das schnellste Beispiel, was mir eingefallen ist ^^ Der Hintergrund ist halt: Man kann "anfassen" interpretieren als "berühren" (mit bloßen Händen) oder "ergreifen"/"befühlen".
    Wenn derjenige, der den unbrechbaren Schwur leistet/ein Geas bekommt o.ä., von vornherein die erste Definition im Hinterkopf hat und sich bereits vorstellt, die Auflagen durch Tragen von Handschuhen zu umgehen: Wer entscheidet dann, wie der Schwur ausgelegt werden soll?
    (Deswegen finde ich jede Art von unbrechbaren Schwüren allgemein sehr fragwürdig, gibt es in meinem Universum auch nicht)
    Aber analog zu Schwüren kannst du auch andere nur sprachlich formulierte oder subjektiv abhängige Regeln sehr vielfältig interpretieren oder dir Situationen aussuchen, in denen ihre Auswirkungen unklar sind. Das finde ich wie gesagt auch in Ordnung, solange der Autor letztere Situationen vermeidet und konsequent an einer Regelauslegung festhält.

    Kinder des Dschinn fand ich auch sehr gut. Klar, ist Soft-Magic und auch hier könnte man sich wieder fragen, was genau Dschinn dazu zwingt, Wünsche zu erfüllen, aber solche Fragen werden nicht relevant -- können damit ignoriert werden -- und die Geschichte bleibt immer bei einer Interpretation (wird natürlich dadurch erleichtert, dass sowieso so gut wie alles möglich ist ...).

    Btw würde mir aber auf Anhieb gar kein Fantasy-Buch einfallen, in dem Hard-Magic genutzt wird :hmm:

    @Schattenbrecher schrieb:@Jiyuu32:
    Lass dich nicht davon ablenken. Ich hatte dir ein paar Fragen gestellt im Beitrag davor. Vlt möchtest du darauf eingehen?
    Oh, right ^^' @Schattenbrecher Ich würde sagen, die Diskussion sollten wir wenn im Naturgesetze-Thread weiterführen Very Happy

    Viele Grüße
    Neclus


    _______________________________________________________________________________________________________________________

    “amaeransum kat sioe populem maramalon.”
    – Neclus Mandarius
    “Y amyd Th am manoukast amuist, zo! Io kat tokke zaw utoion kemmike Ke weia mikkat.”
    – Elwin Keplaer
    “lonnea vehibi didus: sheholquatavehibnenunarigevades doy haista de lonnes.”
    – Lomara Nuramir
    “ŋimk o krákume? ko ŋpozu simk ráturs – eleisa dawoms śpi ramr, dan ŋ ijamk!”
    – Neclus Mandarius
    “akerej masarumiaj nei a luthrinaj’ thrainim nei en ali lünoena.”
    – Zamuel Alois
    „it nôsg yukén wén kên ul siro d nisgirô, rêyu? ió skélén abé iô wón kénin arlók da!“
    – Senin al Fuin

    Jiyuu32
    Jiyuu32
    Tintenkleckser
    Tintenkleckser

    Anzahl der Beiträge : 51
    Anmeldedatum : 17.06.20

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Jiyuu32 am So Jun 21, 2020 3:18 pm

    Sorry, dass ich nicht immer sofort antworte, aber durch meine Masterarbeit bin ich momentan recht ausgelastet.
    @Neclus Mandarius schrieb:Ich weiß nicht, ob du das Pen-and-Paper-System "Midgard" kennst, das Göttersystem von dort könnte etwas für dich sein:

    Ich hoffe das mit dem Zitieren funktioniert^^Danke nochmal für die Erklärung Schattenbrecher. Midgard habe ich tatsächlich mal für kurze Zeit gespielt, aber die Hintergründe über die Götter kannte ich nicht. Ich bin mir ehrlich gesagt noch nicht sicher wie ich die Götter genau handhaben will.
    Folgende Kriterien sind mir wichtig:

    1) Die Götter sollen nur indirekt in die Geschichte eingreifen, indem sie einzelne Menschen mit gewissen Fähigkeiten/Artekfakten ausstatten. Am Ende liegt die Entscheidung, wie diese Kräfte eingesetzt werden, jedoch immer noch beim jeweiligen Menschen. Generell geht es in der Geschichte um die Entscheidungen der Wesen der Welten und die daraus resultierenden Konsequenzen, die das Ganze hat. Es ist eine Geschichte über die eigene Ignoranz, Bequemlichkeit und Unwissenheit (die jedoch NICHT als rein negativ, sondern absolut nachvollziehbar dargestellt werden sollen). Am Ende kommen die Völker, unter großen Opfern, jedoch zu der Einsicht, dass es manchmal notwendig ist den schwereren Weg zu gehen.

    2) Die Götter exisiteren als immaterielle Wesen im Äther oder in einer Astralebene. Die Astralebene möchte ich als eine andere Quelle der Magie etablieren. Während die Äthermagie leicht zu erlernen ist und eben bei übermäßiger Nutzung zum Auftauchen der Schattenwesen führt (die wiederrum ganze Landstriche unbrauchbar machen), erfordert die Astralmagie wesentlich mehr Übung und Disziplin. Die genauen Anforderungen dafür habe ich aber auch noch nicht ausgearbeitet^^

    3) Ich bin mir noch sehr unsicher, welche Ambitionen die Götter genau haben sollen. Wollen sie den Völkern helfen? Wollen sie die Vernichtung der Welten? Ist es für sie nur eine Form der Unterhaltung (wie eine spannende Serie im TV)? Existieren die Götter auch ohne die physischen Welten weiter? Haben sie überhaupt für uns nachvollziehbare Motive?...So ganz sicher bin ich mir da noch nicht, aber ich werde da bald wieder ein bisschen mehr dran arbeiten.

    @Schattenbrecher Deine ganzen Fragen regen definitiv zum Nachdenken an, aber es ist ein wenig schwierig, weil das Meiste echt noch nicht so gut ausgearbeitet ist. Die Frage warum die Magie korrumpiert wird scheint sehr wichtig zu sein und ich muss mir dafür auf jeden Fall noch eine gute Erklärung einfallen lassen.

    @Schattenbrecher schrieb:Warum wird immer von einem Bösewicht ausgegangen? Den Helden wird auch mal langweilig. ^^
    Den Forschern und Entdeckern, den guten Gläubigen mit Neugier, Abenteuerlust und spirituellen Zielen. Oder denjenigen, die außerhalb der Box denken, um Probleme zu lösen, guten Rebellen die sich moralisch aufgeklärt für etwas einsetzen.
    Man kann das auch als einen Weg der Erlösung sehen. Den Himmel auf Erden: Beides miteinander fusionieren lassen. Ich meine, wenn's geht: Warum sollte man das nicht machen? Wenn beide Seiten damit einverstanden sind, ist es doch moralisch vertretbar oder nicht? (Mal von ökologischen Faktoren, "Ungleichgewicht" und Risiken für Unfälle abgesehen.)
    Ich finde es schade, dass grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass am Anfang ein Bösewicht stehen muss, der die Handlung ins Rollen bringt. Konflikte entstehen auch, wenn Helden sich etwas vornehmen und erst später auf jemanden treffen, der wirklich feindlich gesinnt ist. Herausforderungen sind ja auch nicht unbedingt von Konflikten abhängig.

    Ich stimme dir zu, dass nicht immer ein boshafter Wille hinter jeder schlechten Tat stehen muss. Am Besten sind meist doch die Charaktere, die nicht einfach nur böse oder gut sind, sondern die nachvollzierbare Motive für ihre Taten haben. Generell glaube ich nicht wirklich an "gut" oder "böse". Das ist meiner Meinung nach immer eine Frage der Perspektive und der gesellschaftlichen Konventionen. Bei diesem Beispiel fällt es mir jedoch schwer Motive zu finden, die nicht absolut verrückt oder chaotisch sind. Vielleicht haben wir auch unterschiedliche Auffassungen von solch einer Verschmelzung, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass überhaupt jemand des gemeinen Volks, der nicht total verblendet ist, das für eine gute Idee halten würde. Ich würde nicht wollen, auch wenn es technisch machbar wäre, dass die Erde mit dem Mars verschmilzt Very Happy

    @Schattenbrecher schrieb:Wie sollen sich deine Götter ungefähr verhalten - als Persönlichkeit, meine ich?
    Unterhalten sie sich so wie "normale Sterbliche" es tun oder ticken sie völlig anders?
    Wenn sie die meiste Zeit sich im Äther aufhalten - warum verschmutzen sie ihn nicht? Oder haben sie gar selbst irgendwas mit seiner Reinheit zu tun?

    Tja, da bin ich leider noch unschlüssig. Ich denke, dass ich sie schon mit einer menschlichen Persönlichkeit ausstatte. Grundsätzlich finde ich es schwierig Götter als diese Wesen zu beschreiben, die mit dem menschlichen Verstand überhaupt nicht erfasst werden können. Dann ist es nämlich für mich auch unmöglich diese Wesen sprachlich zu erfassen. Oder man lässt die Götter nicht selbst agieren, sondern beschreibt einfach nur die Auswirkungen auf die intelligenten Lebensformen (wie der Wahnsinn des Cthulhu bei Lovecraft). Alles sehr schwierig^^

    Eine philosophisch geprägte und eine informatisch/mathematisch geprägte Welt. Finde eure beiden Ansätze wirklich interessant, wobei ich teilweise Probleme hatte euren Ansatz vollständig zu verstehen. Aber das ist vermutlich auch sehr schwer in so einem kurzen Absatz. Schattenbrecher, du wirfst, wie es sich für einen guten Philosophen gehört, mehr Fragen auf, als es Antwoten gibt Very Happy Aber ich verstehe glaube ich den Reiz bei deinem Projekt. Die Suche nach der Wahrheit. Was ist real und was ist Fiktion? Ist das überhaupt wichtig? Wird mein eigener Wert dadurch geschmälert, dass ich nur das Produkt irgendeines Autors bin? Und Neclus dein Projekt finde ich sehr ambitioniert. Du versuchst ja im Prinzip alle Regeln deines fiktiven Universums mit denen der Realität zu vereinen. Dabei lernt man vermutlich auch nebenbei noch eine Menge über Physik. Generell habt ihr beide recht komplizierte Ansätze, aber wenn ihr das gut in eine Geschichte mit interessanten Charakteren verpacken könnt, dann klingt das doch echt super!

    Ihr scheint ja auch Beide nicht unbedingt ein großer Freund von weichen Magiesystemen zu sein, wenn man das so liest^^ Kennt ihr die "sanderson´s laws of magic"? Er gilt ja als der Meister der harten Magiesysteme und ich finde seine "Gesetze" wirklich aufschlussreich. @Neclus Bücher mit harten Magiesystemen sind beispielsweise die Stormlight Archives-Reihe und die Mistborn-Reihe von ihm. Kannst ja mal die kurzen Beschreibungen der Systeme auf wikipedia nachlesen.
    Neclus Mandarius
    Neclus Mandarius
    Buchstabenjongleur
    Buchstabenjongleur

    Anzahl der Beiträge : 235
    Anmeldedatum : 27.03.20

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Neclus Mandarius am Mo Jun 22, 2020 1:17 am

    @Jiyuu23 Zu den Göttern:

    1) passt mMn zum Midgard-System der durch Menschen erschaffenen Götter, die durch deren Glauben in einer göttlichen Sphäre entstehen, und die auch nur durch ihre sterblichen Diener handeln (gut, in Midgard auch teilweise Götterboten, die ebenfalls durch den Glauben entstehen, aber das ist kaum relevant). Die besonderen Fertigkeiten könnte man analog zu Wundertaten auffassen. (Die Wirkweise der Götter/ihrer Magie kann man ja beliebig ausarbeiten)

    2): Um 1) weiterzudenken, wäre es eine Möglichkeit, dass das Nutzen der göttlichen Magie eine komplette Hingabe erfordert (also Befolgen des göttlichen Willens); das benötigt sehr große Willensstärke und Unterordnung, die bestimmt niemand so schnell erreicht (benötigt vielleicht lange Meditationen, á la tibetanische Mönche). Für egoistische und machtsüchtige Magier, die durch die Nutzung dieser Kraft ihre eigenen Möglichkeiten begrenzen würde, hätte man diesen Magiezweig auf einen Schlag unbrauchbar/unpopulär gemacht.
    (Im Grunde: Die Götter entscheiden jeweils, ob der Magier die richtige Geisteshaltung hat, um seine Kraft nutzen zu können. Kann man dann strenger oder weniger streng auslegen. Mag allerdings gut sein, dass das deinem gewünschten Göttersystem widerspricht und den Göttern zu viel Macht einräumt :hmm:)

    3) Ich mag einfach das System von Göttern als einer Zivilisation untergeordnetes Pantheon (wie bei Percy Jackson/Kane-Chroniken/..., Chroniken des Eisernen Druiden, Midgard). Damit hat man mMn gleich viele Macht- und Motivationsprobleme gelöst: Die Götter verhalten sich so, wie die Menschen denken, dass sie sich verhalten. Was wiederum meist menschlich ist und sich sehr gut sprachlich erklären lässt.

    Warum Magie korrumpiert wird
    Ein Gedanke von mir: Die Äthermagie wird als eine chaotische Magie betrachtet, die Ordnung (insbes. Naturgesetze) zerstört und nur dadurch ihre Wirkung entfalten kann. Wenn Magier diese Magie nutzen (ich gehe mal davon aus, irgendwie durch ihr Gehirn/Nervensystem? Oder sollen dafür Zeichen/Zaubersprüche/Materialien genutzt werden? Die Idee könnte man aber vermutlich auch hierauf erweitern), wirken diese Magieprozesse in irgendeiner Form auf sie selbst zurück; stören ihr Bewusstsein, verändern ihre Gefühlswelt/Motivation hin zu mehr "Anarchie", oder nutzen die chaotische (-> zerstörerische) Seite ihres Charakters um eben deine Schattenwesen zu erschaffen. Die könnten somit eine Art durch Magie erschaffene künstliche Intelligenz sein, die sich aus unstrukturierten/anarchistischen/zerstörerischen Gedanken des Magiers bilden und das Ziel der Äthermagie verfolgen: vollkommenes Chaos (sozusagen: personifizierte Entropie).
    Wenn der Magier wusste, wie man Magie wirkt, könnte man leicht erklären, warum auch die aus ihm entstandenen Schattenwesen das tun.
    Im Endeffekt: Je mehr Magie der Zauberer braucht, desto größer ist der Teil, der auf ihn zurückfällt und die Schattenwesen erschafft, die dementsprechend ebenfalls intelligenter/stärker/... (je nach Wunsch) werden.

    So als Denkanstoß Smile

    @Jiyuu32 schrieb:Ihr scheint ja auch Beide nicht unbedingt ein großer Freund von weichen Magiesystemen zu sein, wenn man das so liest^^ Kennt ihr die "sanderson´s laws of magic"? Er gilt ja als der Meister der harten Magiesysteme und ich finde seine "Gesetze" wirklich aufschlussreich. @Neclus Bücher mit harten Magiesystemen sind beispielsweise die Stormlight Archives-Reihe und die Mistborn-Reihe von ihm. Kannst ja mal die kurzen Beschreibungen der Systeme auf wikipedia nachlesen.
    Bzgl. Fan von weichen Magiesystem: Kommt darauf an, wie du das auslegst. Ich möchte echt nur noch ungerne darin schreiben, weil ich inzwischen für mich den "Luxus" habe, die Wirkung meiner Magie und ihre Grenzen in sämtlichen Fällen sehr klar zu beschreiben (bis hin zu mit Zahlen bemessenen Magiestärken und -kosten -- wobei das bis jetzt auch nur grob festgelegte, keine mathematisch und physikalisch fundierten Kennzahlen sind ^^ Und beim Schreiben tue ich das zugegeben auch nur Pi mal Daumen).
    Ich habe prinzipiell kein Problem damit, solche Bücher zu lesen -- Harry Potter hat mir gefallen, Eragon ist weiterhin eine meiner Lieblingsreihen, Kinder des Dshinn sind ziemlich gut, etc. Da geht es halt um die Handlung und Magie gehört zur Atmosphäre. In diesen Fällen stört es mich, wenn Magie plötzlich doch Gegenstand der Handlung ist und bsp. eingesetzt wird, um eine ausweglose Situation zu lösen. Oder es plötzlich einen overpowerten Gegner gibt, damit die Protas eine Challenge bekommen, obwohl damit global das ganze Magiekosten- und Gesellschaftssystem über den Haufen geworfen wird.
    Und sobald ich darüber nachdenke (z.B. eine Geschichte bereits zum wiederholten Mal lese), fallen mir zunehmend die ganzen Inkonsistenzen/Weltprobleme auf und ich fange unwillkürlich an, Randfälle zu konstruieren, in denen das Universum bsp. nicht mehr klar funktioniert. Bei Filmen ist das für mich noch extremer ^^' Wenn die Handlung fesselnd ist, aber auch hier erst, wenn ich sie wiederholt schaue (oder es prominent in der Handlung auftaucht).

    Sanderson's laws of magic kannte ich bisher nicht, aber trifft ziemlich genau meine Meinung ^^
    Und mir fällt gerade auf, dass ich die Mistborn-Reihe tatsächlich schon gelesen habe (ist allerdings schon einige Jahre her, ist mir erst beim Scrollen durch den Wiki-Artikel aufgefallen, bzw. beim Namen "Allomantie") -- wiederum ist hier ja der Ursprungs/die unterliegende Funktionsweise der Allomantie nicht wirklich erklärt (wenn ich mich recht erinnere), aber ja: Die Anwendung unterlag sehr strengen und gut zu merkenden Regeln. Die Reihe fand ich auch echt gut.
    Daneben ist mir auch noch "Bartimäus" eingefallen, dass ich ebenfalls zur harten Magie zählen würde (die Macht der Magier gründet halt auf den Dämonen, sie haben feste Regeln für die Beschwörung und die Dämonen haben ziemlich fest umrissene Fähigkeiten, die sie wie Bartimäus klug anwenden müssen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen). (Jonathan Stroud bevorzugt das glaube ich auch allgemein, auch in "Lockwood & Co."  finde ich das -- in diesem Fall Geister- -- System sehr angenehm)

    Viele Grüße
    Neclus


    _______________________________________________________________________________________________________________________

    “amaeransum kat sioe populem maramalon.”
    – Neclus Mandarius
    “Y amyd Th am manoukast amuist, zo! Io kat tokke zaw utoion kemmike Ke weia mikkat.”
    – Elwin Keplaer
    “lonnea vehibi didus: sheholquatavehibnenunarigevades doy haista de lonnes.”
    – Lomara Nuramir
    “ŋimk o krákume? ko ŋpozu simk ráturs – eleisa dawoms śpi ramr, dan ŋ ijamk!”
    – Neclus Mandarius
    “akerej masarumiaj nei a luthrinaj’ thrainim nei en ali lünoena.”
    – Zamuel Alois
    „it nôsg yukén wén kên ul siro d nisgirô, rêyu? ió skélén abé iô wón kénin arlók da!“
    – Senin al Fuin

    avatar
    Schattenbrecher
    Federfuchtler
    Federfuchtler

    Anzahl der Beiträge : 199
    Anmeldedatum : 22.04.19
    Ort : Omnipräsent (drunter, drüber und dazwischen)

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Schattenbrecher am Mo Jun 22, 2020 6:55 pm

    Antworten auf voriges:
    @Neclus:
    Oh. Ich hatte nicht erwartet, dass jetzt meine Lieblingsreihe Bartimäus zu harter Magie gezählt wird. ^^
    Ja, sie hat doch strenge Grenzen, aber sie werden doch nicht so ausführlich genannt, dass man sie als Leser (zwischen den Zeilen) überprüfen kann. Das gilt auch für die magischen Artefakte.

    Ah, das meintest du mit "schwammig". Jetzt verstehe ich.
    Mit Meer und Rasen mähen meinte ich: Man braucht nicht eine Weltformel für alles, um kleinere Veränderungen zu bewirken.
    Ich hatte ein wenig den Eindruck, dass du es dir komplizierter machst als nötig.
    Aber wenn du das berechnen kannst, hast du ja schon ein System, das man für Rollenspiele verwenden könnte! (Oder habe ich dich an der Stelle wieder falsch verstanden?)

    @Jiyuu:
    Ja, die Sanderson Regeln sind mir geläufig. Die habe ich auch in eins meiner Notizbücher übertragen, weil man sie so schön zum Reflektieren seines eigenen Schaffensprozesses benutzen kann.
    Die Kinder des Nebels fand ich besonders gut. Nur die Western-Bände davon waren ein wenig enttäuschend. Sie waren gut, aber ich habe doch das Mittelaltersetting sehr vermisst.

    @Neclus Mandarius:
    Was weiche und harte Magie und deren Verwendung angeht sind wir einer Meinung.
    Wegen dem Handschuh: Ja, an der Stelle spielen Definitionen wieder die entscheidende Rolle. Wenn das abstrakte Kriterium durch den Handschuh "umgangen wird" = nicht erfüllt - urteile ich, dass das unbrechbare Gesetz eine Handhabung der magischen Reaktion nicht zulässt. Heißt einfach: Es passiert nichts, außer vlt dass etwas anderes ausgelöst wird - oder dass man an einer unmöglichen Aufgabe zugrunde geht (wie bei Eragon). Interessant fand ich in Eragon allerdings das Beispiel mit dem Kind, dass zur Seherin wurde. Der Zauber (Segenfluch) hat die Energie aus ihr selbst gezogen und nicht aus Eragon. Dadurch ist eine interessante Nebenfigur eingeführt worden. Lockwood und Co habe ich alle gelesen! Stroud ist auch mein Lieblingsauthor.
    Aber ich schweife ab.
    Jiyuu schrieb:Ich würde nicht wollen, auch wenn es technisch machbar wäre, dass die Erde mit dem Mars verschmilzt.
    You can't just shoot a hole into the surface of mars! - Dr. Samuel Hayden ^^
    Aber die Erde mit höllischer Energie zu verderben ist kein Problem?
    Also, wenn ich wählen müsste, würde ich lieber den Himmel auf Erden erschaffen, anstatt eine Fusion herbeizuführen. Aber wenn wir von Göttern sprechen - für die sollte das ein Kinderspiel darstellen. (Die Zweideutigkeit, wenn man bedenkt, wie Kinder mit Klötzen umherwerfen. Multiple Welten und Metaplot 3402984712 )
    Und was ist mit Welten, die voneinander getrennt wurden? Durch göttliche/krass magische Artefakte lassen die sich doch wieder vereinen. Es kommt immer darauf an, welches Konzept man erstellt.
    Viel neues habe ich in diesem Beitrag nicht zu sagen, außer:
    (Wegen der Menschlichkeit/Sprachlichen Darstellbarkeit:)
    Ihr vergesst die Borg aus Star Trek, Androiden, Zombies, Naturgeister, Elementare und Feen.
    Und Dschinn (Bartimäus). Die ticken und sprechen doch völlig anders als gewöhnliche Menschen.
    Die Borg und Vulkanier leben ohne Gefühle und richten alles nach Effiziens.
    Androiden und Roboter machen alles, wonach sie programmiert wurden und reagieren nur auf das, wofür ihre Schaltkreise funktionieren.
    Zombies machen auch nur das, was eine andere Intelligenz (oder ein Virus, Fluch, ...) ihnen eingibt.
    Feen sind launisch und seltsam, meist fern von menschlicher Zivilisation und deren Erziehung.
    Jetzt komme ich zu meinem Argument für die Götter:
    Elementare und Naturgeister sind Lebewesen, die aus magischen Kräften bestehen und häufig Elemente verkörpern. Sie denken und fühlen genau so, wie das, was sie zu einem Wesen macht.
    Warum sollte eine Dryade oder Nymphe überhaupt einen Begriff für Effiziens haben, wenn sie ihr Leben "in Harmonie" verbringt und gar nichts dafür tun muss? Ich würde sogar argumentieren, dass sie kein Wort für Harmonie besitzen - ihr ganzes Leben ist danach ausgerichtet. Sie verhalten sich im Einklang mit ihrem Biom/ihrer Energie. Das könnte bei Göttern genauso sein.
    Ähnlich sind die Konzeptgötter in Warhammer. Sie kennen nichts anderes als ihre Bereiche.
    Für Orks ist das Konzept von Frieden vollkommen unvorstellbar.
    Genauso wenig kann man Elementaren, die sich nur nach ihren Einflüssen verhalten, mit Rationalität kommen. Man könnte sich wohl aber mit ihnen verständigen, wenn man Metaphern und Worte benutzt, mit denen sie in ihrem natürlichem Umfeld in Kontakt kommen.

    Das ist es erst mal von mir. Ich widme mich jetzt anderen Themen. Ggf komme ich wieder zurück. Schreibt mich aber ruhig an, wenn ihr Ideen für bestimmte Threads habt. Zu Metaplots und "Multiplen Welten" (was ist damit gemeint?) fällt mir gerade aber nichts ein.


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    Wenn man perfekt sein muss, um Perfektion anzustreben, wäre das ziemlich sinnlos.
    Neclus Mandarius
    Neclus Mandarius
    Buchstabenjongleur
    Buchstabenjongleur

    Anzahl der Beiträge : 235
    Anmeldedatum : 27.03.20

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Neclus Mandarius am Mo Jun 22, 2020 8:14 pm

    Schattengänger schrieb:Oh. Ich hatte nicht erwartet, dass jetzt meine Lieblingsreihe Bartimäus zu harter Magie gezählt wird. ^^
    Ja, sie hat doch strenge Grenzen, aber sie werden doch nicht so ausführlich genannt, dass man sie als Leser (zwischen den Zeilen) überprüfen kann. Das gilt auch für die magischen Artefakte.
    Da hast du Recht, nicht ausführlich, aber implizit finde ich sie schon relativ deutlich. Mag gut sein, dass von Jonathan Strouds Seite da überhaupt kein festes System hintersteckt, aber so wie es beschrieben wird, ist es mMn nicht so weit weg von der Darstellung harter Magie (außer dass die Regeln halt nicht explizit genannt werden).
    Und ich denke, die meisten Artefakte funktionieren ja immer noch durch darin eingesperrte Dämonen :hmm: Bin aber gerade nicht sicher dabei, und ja, Herstellung wird meine ich nie wirklich beleuchtet.
    Anyway, Bartimäus hat die üblichen Schwächen weicher Magie mMn nicht oder zumindest nur wenig spürbar.

    @Schattenbrecher schrieb:Mit Meer und Rasen mähen meinte ich: Man braucht nicht eine Weltformel für alles, um kleinere Veränderungen zu bewirken.
    Da hast du natürlich Recht. Aber wie gesagt ist mein eigentliches Projekt das Universum, also in gewissem Sinne genau diese Weltformel ^^
    Von der Schreibens-Seite aus gesehen wäre das definitiv nicht nötig und wird auch nie in der Gesamtheit Teil der Handlung. Man erfährt bits and pieces, aber ich möchte auch nicht durch meine Bücher das gesamte System erklären. (Schon allein, weil es ingame nicht vollständig bekannt ist)

    @Schattenbrecher schrieb:Aber wenn du das berechnen kannst, hast du ja schon ein System, das man für Rollenspiele verwenden könnte! (Oder habe ich dich an der Stelle wieder falsch verstanden?)
    Doch, das ist richtig ^^ Habe tatsächlich auch bereits ein Regelwerk dafür geschrieben; allerdings bezieht die Berechnung je nach Technik Fläche/Volumen/Entfernung des Wirkungsbereichs mit ein, deswegen habe ich die Berechnung erst an einen Bot und vor ein paar Wochen an eine interaktive HTML-Seite ausgelagert ^^' Für letztere ist bereits eine Testsitzung angesetzt, um das mal auszuprobieren. Ich bin schon gespannt Very Happy


    _______________________________________________________________________________________________________________________

    “amaeransum kat sioe populem maramalon.”
    – Neclus Mandarius
    “Y amyd Th am manoukast amuist, zo! Io kat tokke zaw utoion kemmike Ke weia mikkat.”
    – Elwin Keplaer
    “lonnea vehibi didus: sheholquatavehibnenunarigevades doy haista de lonnes.”
    – Lomara Nuramir
    “ŋimk o krákume? ko ŋpozu simk ráturs – eleisa dawoms śpi ramr, dan ŋ ijamk!”
    – Neclus Mandarius
    “akerej masarumiaj nei a luthrinaj’ thrainim nei en ali lünoena.”
    – Zamuel Alois
    „it nôsg yukén wén kên ul siro d nisgirô, rêyu? ió skélén abé iô wón kénin arlók da!“
    – Senin al Fuin

    avatar
    Schattenbrecher
    Federfuchtler
    Federfuchtler

    Anzahl der Beiträge : 199
    Anmeldedatum : 22.04.19
    Ort : Omnipräsent (drunter, drüber und dazwischen)

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Schattenbrecher am Mo Jun 22, 2020 8:34 pm

    Respekt, Respekt! Multiple Welten und Metaplot 4292971096
    Pass nur auf, dass du nicht nebenbei einen Zauber aktivierst, der die Kaffeemaschinen auf der ganzen Welt hochjagt oder sowas. ^^
    Andernfalls zieht dein Rechner den gesamten Strom aus der Steckdose, um die Formel wahr werden zu lassen. Multiple Welten und Metaplot 3402984712

    Grundgütiger...
    Neclus, was hast du getan?
    Multiple Welten und Metaplot 2423577324


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    Wenn man perfekt sein muss, um Perfektion anzustreben, wäre das ziemlich sinnlos.
    Neclus Mandarius
    Neclus Mandarius
    Buchstabenjongleur
    Buchstabenjongleur

    Anzahl der Beiträge : 235
    Anmeldedatum : 27.03.20

    Multiple Welten und Metaplot Empty Re: Multiple Welten und Metaplot

    Beitrag von Neclus Mandarius am Mo Jun 22, 2020 8:42 pm

    Manchmal muss man einfach Risiken eingehen Very Happy

    Außerdem wird es Zeit, dass endlich etwas gegen die Koffeinsucht getan wird Smile


    _______________________________________________________________________________________________________________________

    “amaeransum kat sioe populem maramalon.”
    – Neclus Mandarius
    “Y amyd Th am manoukast amuist, zo! Io kat tokke zaw utoion kemmike Ke weia mikkat.”
    – Elwin Keplaer
    “lonnea vehibi didus: sheholquatavehibnenunarigevades doy haista de lonnes.”
    – Lomara Nuramir
    “ŋimk o krákume? ko ŋpozu simk ráturs – eleisa dawoms śpi ramr, dan ŋ ijamk!”
    – Neclus Mandarius
    “akerej masarumiaj nei a luthrinaj’ thrainim nei en ali lünoena.”
    – Zamuel Alois
    „it nôsg yukén wén kên ul siro d nisgirô, rêyu? ió skélén abé iô wón kénin arlók da!“
    – Senin al Fuin


      Aktuelles Datum und Uhrzeit: So Nov 29, 2020 11:56 am