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    Alchemie in Fantasy-Romanen

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    Beitrag von Ireaster.Kei am Sa Jun 06, 2020 8:06 pm

    Liebe Fantasy-LieberhaberInnen+!

    Ich schreibe an einem Fantasy-Roman über Alchemisten und mich würde interessieren: Wie findet ihr die Kombination Fantasy + Alchemie im Allgemeinen und habt ihr Must-read - Empfehlungen für mich? (Gerne auch mal was anderes als Terry Pratchett:zwink: )

    Ich sehe bei der Kombination Fantasy und Alchemie immer die Schwierigkeit Alchemie eindeutig von der Magie abzugrenzen, aber das könnte auch an mir liegen:D . Auch scheinen viele Alchemisten - Darstellungen immer wieder in diese "Zerstreuter - Laborant - Wissenschaftler" oder "Reagenzgläser-durch-die-Gegend-Schleuderer" - Klischees zu verfallen. Taugen Alchemisten also nur für Humoristisches? Wie seht ihr das?



    (PS: Falls es das Thema schon geben sollte, bitte an die richtige Stelle verschieben. Meine Suchfunktion hatte dahingehend nichts ergeben Alchemie in Fantasy-Romanen 3893987599 )
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    Beitrag von Earl Grey am Sa Jun 13, 2020 9:03 pm

    Ich finde Alchemie auch super und finde, das liest man viel zu wenig.
    Spontan fällt mir nur "der Schrecksenmeister" von Walter Moers ein, das so in die Richtung gehen würde.

    Was die Magie angeht, würde ich es verbinden, denn wie soll Alchemie funktionieren, wenn nicht durch die Magie? Ansonsten wäre es ja reine Chemie, oder?


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    Beitrag von kralein am So Jun 14, 2020 8:47 am

    Für mich gehören Alchemie und Fantasy auf jeden Fall zusammen, wenn man auch wenig darüber liest. Schade eigentlich.
    Und ich sehe auch eine ganz deutliche Abgrenzung zu den Magiern. Alchemisten sind Wissenschaftler, sie erschaffen durch die Kombination unterschiedlichster Zutaten erstaunliche neue Dinge. ZB den Klassiker, ein Pulver, welches man auf den Boden wirft und es erzeugt mit Puff und Knall eine riesen Rauchwolke, in der man verschwinden kann  Alchemie in Fantasy-Romanen 3810827906 . Keine Magie, Alchemie.
    Oder eine Lösung, die auf ein Schloss aufgetragen dieses zum schmelzen bringt und einem Gefangenen so die Flucht oder den Einlass ermöglicht. (Klar, wir wissen, das ist Säure, aber in den meisten Fantasywelten - pure Alchemie.)
    Oh, es gibt bestimmt noch viele Beispiele. Warum also nicht einmal eine Geschichte aus Sicht eines Alchimisten.

    Der Gehilfe eines Magiers, vielleicht eines schlechten Magiers, der sich mit Hilfe des Alchimisten einen Namen macht, da er seine Ideen als eigenen Zauber ausgibt. Bis dann schlussendlich der Magier versagt und der Alchemist sein wahres Können zeigt.

    Also, um Deine Frage zu beantworten, nein, Alchimisten taugen nicht nur für etwas Humoristisches. Für mich durchaus im Gegenteil. Alchimisten könnten in einer Erzählung jeden ernsthaften Part darstellen. Von Held, über Begleiter, bis hin zum Bösewicht. Und meiner Meinung nach durchaus überzeugend.

    Grüsse vom Kralein
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    Beitrag von Neclus Mandarius am So Jun 14, 2020 11:05 am

    Moin moin,

    tatsächlich konnotiere ich Alchemisten nicht wirklich in irgendeiner Form humoristisch ^^
    Inwieweit man Magie und Alchemie voneinander abgrenzt, ist aber glaube ich ausschließlich eine Frage des Universums; man kann festlegen, dass Alchemie eine durch Magie unterstützte Art der Chemie ist oder dass Alchemisten Chemie mit bestimmten magischen Ingredienzen machen oder eine völlig von Magie abgegrenzte Version, die auf anderen Kräften oder einfach nur nicht real existierenden chemischen Elementen beruht.
    Wieder anders könnte man sagen, dass Alchemie einfach eine "unkonventionelle Art" von Magie ist -- bsp. von Magiern ausgeübt wird, die gar nicht viel magisches Talent/magische Kraft besitzen. Und anstatt eine mächtige Feuerwand zu erschaffen, streuen die dann Öl oder leicht entzündliches Pulver aus und brauchen nur einen winzigen Funken mit Magie zu erzeugen.
    Bei allem davon ist mMn nicht notwendig, dass der Alchemist irgendeinem Klischee folgt -- das passiert zugegeben in Büchern häufig, aber muss definitiv nicht.

    Was Buchempfehlungen betrifft: So direkt würden mir "Die Geheimnisse des Nicholas Flamel" einfallen -- das folgt mMn der letzten o.g. Alchemie-Interpretation (große Wirkung erzielen durch unkonventionellen Einsatz von wenig Magie und chemische Hilfsmittel). Die ersten Bände fand ich ziemlich gut, bei den letzten wurde es leider zunehmend abgehoben ... (kann man immer noch lesen, aber fand ich trotzdem schade)

    Viele Grüße
    Neclus


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    Beitrag von Schattenbrecher am Di Jun 16, 2020 3:59 pm

    Da sind schon ganz schöne Antworten dabei.
    Ich steuere ein paar "Ressourcen" bei.

    Ich kann empfehlen, sich tatsächlich "zuerst" ein paar Wikipedia-Einträge zu lesen/überfliegen und sich schön durchzuklicken. So wie ich das verstehe, dreht es sich in der mystischen/magischen Alchemie um die Elemente, denen - vor allem in der richtigen Zusammensetzung - magische/heilige Eigenschaften zugeschrieben werden. Das Thema hatte früher tatsächlich eine hohe, wenn auch umstrittene Stellung in der Philosophie. Die hier wirkten inspirierend auf mich: (enthält auch Begriffe, die wissenschaftlich aktuell verwendet werden)
    Anmerkung: ggf sind die englischen Seiten (was bekannt sein dürfte) ausführlicher.
    Ich liste hier einfach die auf, die ich mir markiert habe.

    - Vier-Elemente-Lehre
    - "Vorsokratiker" & "Sieben Weise von Griechenland"
    - "Thales" (mein Favorit bisher, tolle Seite)
    - "Alkahest" & "Königswasser"
    - Chaosmagie
    - "Äther" (Begriffsunterscheidung/Seitenliste in Wikipedia über versch./ähnliche Begriffe)
    (Chaosmagie und Äther erinnern mich gerade an das Thema "Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums" - Da hat sich Neclus einen Zusammenhang zwischen den Begriffen Chaos und Äther hergestellt, wenn auch sehr kompliziert erklärt - was aber auch die Alchemie so komplex und unbegreifbar wirken lässt)  

    - "Schwarzer Körper" (was könnte man mit einem echten alles anstellen?)
    - "Glut (Lichtausstrahlung)"
    - "Sensibilisierung (Psychologie)" (könnte man mit dem nächsten verbinden)
    - "Stein der Weisen" (sollte man gelesen haben)
    - Metakommunikatives Axiom
    - "Deontische Logik" (Verhalten / Verruchtheit der Alchemisten: experimentieren an Fundamenten?)
    - "Wahn" (verrückter Wissenschaftler)
    - "Neugier" ("für die Wissenschaft")
    - Gewissen
    - "Materie (Philosophie)"
    - "Wesen (Philosophie)"
    - "Flora" und "Fauna" (Biologie/Erdkunde)
    - Infiniter Regress
    - Urteilsheuristik
    - Spielerfehlschluss
    - "Kreativität" (aber hallo!)

    - "Titanium" & "Mineral" (auf jeden Fall letzteres!)
    - "Wurzel (Pflanze)"
    - "Biom" (passend zu Fauna und Flora)
    - Sonnengleichnis
    - Fraktal
    - "retrograd" (wieder so eine Sammelseite für Begriffsseiten)
    - "Netzsensibilität" Razz
    - Konzeptkunst
    - "Grahams Zahl" (vollkommen abgedreht - würde ich mit Fraktalen und Schrödingers Katze verbinden)
    - Schmetterlingseffekt
    - Styx
    - Seher

    Meine bescheidene Liste ist natürlich nicht vollständig.
    Allgemein kann ich empfehlen, sich in den Bereichen
    Philosophie, Religion, Wissenschaft, Psychologie, Biologie und Magie durchzuklicken.
    Da kommen so manche Inspirationen und Aha-Momente dabei heraus!

    Pick dir raus, was dich anspricht. Wink
    Viel Vergnügen!

    Wissen ist Macht!


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    Wenn man perfekt sein muss, um Perfektion anzustreben, wäre das ziemlich sinnlos.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di Sep 22, 2020 11:03 pm