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Finn, Marc, Myrkva Kj7b-8-c9f0

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    Beitrag von Tarija83 am Do Nov 29, 2018 7:07 pm

    Myrkva war völlig erschöpft von dem langen Marsch, den sie seid Tagen hinter sich hatte und seufzte erleichtert beim Anblick der Taverne. Zwar sah dieses Gebäude, mit dem typischen Schild über der Tür nicht sehr vertrauenswürdig aus, doch sie brauchte dringend eine Rast und ein gutes Essen. Vielleicht hatte sie Glück und fand beides dort drinnen.
    Das Schnauben und Scharren, wie sie an einem schäbigen Schuppen, direkt neben der Taverne vorbei ging, erweckte ihre Aufmerksamkeit. Mehrere Pferde waren darin untergebracht, doch was sie ein wenig irritierte, war, dass alle noch gesattelt waren. Daraufhin zögerte sie weiter zu gehen und ein ungutes Gefühl machte sich in ihrem Magen breit. Vor der Tür blieb sie stehen, legte um sich selbst zu beruhigen die linke auf den Schwertknauf, griff mit der rechten nach dem Türknauf und trat in die Schankstube hinein.




    (Kann man den Anfang so lassen? Kommt ihr so in das Setting rein?)


    Zuletzt von Tarija83 am Di Dez 25, 2018 7:02 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Beitrag von elTrixi am So Dez 23, 2018 1:48 pm

    Nachdem die vorsichtigen Schritte vor der schweren Holztür und die Hand am eisernen Türknauf ihr Gespräch unterbrochen hatten, sprangen die beiden Männer von ihren Stühlen auf. Der eine führte seine flinke Hand flugs an das Schwert, während der zweite hinter sich griff und eine schwere hölzerne Keule hervorholte.
    Mero kräuselte die buschigen Augenbrauen und legte lautlos den Finger auf den Mund. Finn verstand das Zeichen und nickte.


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    Beitrag von Gotthelf am Mo Dez 31, 2018 6:05 pm

    Den Schleifstein in gleichmäßigen Bewegungen über die Klinge führend beobachtete Marc, wie eine Gestalt sich der Taverne näherte und in den Stall hineinsah. Was mochte sie dort gesehen haben? Was es auch war, die Person legte die Hand auf das Schwert und betrat die Schänke. Der erste Mensch in dieser Wildnis, und anscheinend war dort unten doch etwas los. Vielleicht würde der Tag doch nicht so langweilig werden.
    Marc ließ sein Schwert geräuschlos in die Scheide an seinem Gürtel wandern, stand auf und trabte den Hügel zur Taverne herunter.


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    Beitrag von Tarija83 am Mo Dez 31, 2018 6:49 pm

    Myrkva trat in die Taverne ein und blieb abrupt stehen, nachdem sie die beiden Männer gewahrten, die so plötzlich aufsprangen und zu ihren Waffen griffen. Auch sie packte ihren Knauf fester, beäugte die Beide misstrauisch und überlegte was sie tun sollte. Sehr vertrauenswürdig sahen die Männer nicht gerade aus, weswegen sie sich auf alles wappnete, bevor sie eintrat und die Tür hinter sich schloss.


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    Beitrag von elTrixi am Mi Jan 02, 2019 3:17 pm

    Mero, ein Mann von übernatürlich großer Statur, hob die breiten Schultern und schwang drohend die Keule. "Wer seid Ihr?", knurrte er.
    Die metallenen Perlen, die kunstvoll in seinen sandbraunen Bart geflochten waren, krachten grimmig aneinander, während er sprach: "Seid Ihr allein? Wie habt Ihr uns gefunden? Siehst du, Finn, ich habe dir doch gesagt, dass ich einen Wetzstein gehört habe."


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    Beitrag von Tarija83 am Mi Jan 02, 2019 4:47 pm

    Was für ein Hüne, dachte Myrkva, zog ein kleines Stück ihr Schwert aus der Scheide, immer darauf bedacht sich gleich zu verteidigen und knurrte zurück, "Eine Reisende, die einen Platz zum ausruhen sucht." Abwägend bedachte sie den Hünen, linste zu dem anderen ehe sie weiter grollte, "Ich habe Euch nicht gesucht! Wer seid Ihr überhaupt?" Langsam, es sich nicht anmerken lassend, nahm sie eine leichte Kampfhaltung ein, nur für alle Fälle das sie sich verteidigen musste. Denn so geheuer waren ihr die Beiden nicht.
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    Beitrag von elTrixi am Do Jan 03, 2019 1:33 pm

    Mero blickte auf seinen Gefährten hinab. Finns blondes Haar klebte nass an seiner Stirn und ein dünnes Rinnsal Schweiß rann ihm über die Nase. Ihre Blicke trafen sich.
    "Eine Reisende, sagte sie", wiederholte Mero.
    Finn schüttelte den Kopf: "Nicht hier, nicht so weit mitten im nirgendwo."
    Mero musterte die Reisende und erkannte den blitzenden Stahl in der Scheide, den die Frau halb gezogen hatte. Sicherlich war das Haus von einem halben Dutzend Mann umstellt, dachte Mero, vielleicht sogar mehr.
    "Geh zu den Fenstern und sieh nach, ob sie wirklich allein ist."
    Finn gehorchte und öffnete vorsichtig die Läden. Sein Blick suchte zwischen niedergebrannten Hütten und leeren Ställen nach Zeichen einer Umstellung. Auch der Blick durch die Fenster zur anderen Seite des Hauses verriet nichts, sodass sich Finn neben seinen Gefährten gesellte und flüsterte: "Nichts. Sie scheint wirklich allein zu sein."
    Mero antwortete in einem lauteren Ton, sodass die Frau mithörte: "Sie mag alleine hier sein, aber womöglich ist sie eine Kundschafterin. Sie wird unseren Aufenthalt verraten und schon bald steht ein ganzes Heer vor unserer Türe. Wir sollten ihr den Kopf zertrümmern, bevor sie uns ausliefert."
    "Wenn man es jedoch bedenkt, wäre uns eine kundige Kämpferin eine willkommene Verstärkung für die Auseinandersetzungen, die da noch kommen", flüsterte Finn. "Seht Euch ihr Schwert an. Das ist nicht die Waffe eines gewöhnlichen Beutelschneiders. Wenn sie nur halb so fähig damit umgehen kann, wie vornehm der Stahl in ihrer Hand glänzt, dann sollten wir ihr nicht den Schädel einschlagen. Fragt sie, woher sie kommt, Herr. Sie behauptet uns nicht zu kennen. Vielleicht stimmt es ja."
    Mero dachte nach und behielt die Frau dabei stets argwöhnisch im Blick.


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    Beitrag von Tarija83 am Do Jan 03, 2019 2:39 pm

    Sie beäugte lauernd den kleineren Blonden, der einen Blick nach draußen warf. Erwarteten sie jemanden?, fragte sie sich, lauschte aufmerksam dem Gespräch wobei bei den Worten "Kopf zertrümmern" ihr Schwert ein weiteres Stück aus der Scheide glitt. Ihre Nerven waren bis zum zerreißen angespannt, ihre Augen suchten vorsichtig nach Möglichkeiten um heil aus dem ganzen hier heraus zukommen. Ich hätte weitergehen sollen, dachte sie und fühlte die Blicke des Hünen auf sich Ruhen. "Um Eure Worte zu verbessern. Ich bin keine Kundschafterin, noch gehöre ich zu irgendeinem Heer. Eher versuche ich diesen verdammten Krieg hinter mir zu lassen. Aber wie ist das mit Euch?"
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    Beitrag von elTrixi am Do Jan 03, 2019 6:54 pm

    Mero fühlte sich angesprochen und antwortete prompt: "Alles, was Ihr hier seht, hat bald ein Ende. Ihr wisst, was kommen wird, und Ihr wisst auch, wie das alles hier endet." Meros Griff um seine Keule wurde fester, die kräftigen Finger weiß von der Umklammerung. Er schnitt eine düstere Miene und setzte seine Rede dann mit geheimnisumwobener Stimme fort: "Der Krieg verwandelt alles und jeden, den Ihr kennt, zu Asche. Wir werden Feuer mit Feuer bekämpfen. Ich führe dabei die Fackel."
    Drei, vier markdurchdringende Herzschläge lang herrschte Stille in der schäbigen Stube, in der ein kleines Feuerchen in einer Kohlenpfanne brannte.
    Schließlich brach Finn das Schweigen: "Dieser Mann ist Mero, Sohn des Meeresgottes. Wie Ihr sehen könnt, ist er ein Riese, der aus den Wogen gestiegen ist, um uns zu erretten. Stellt Euch gegen ihn und sterbt einen schmerzvollen Tod durch seinen Prügel. Oder sagt ihm, wer Ihr seid und woher Ihr kommt, damit er Vertrauen in Euch setzen kann."


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    Beitrag von Tarija83 am Do Jan 03, 2019 7:41 pm

    Myrkva schob ruckartig ihr Schwert zurück in die Scheide, überkreuzte die Arme vor der Brust und musterte den Hünen eingehend, wobei ihr doch ein wenig die Mundwinkel belustigt zuckten.
    "Hm, Ihr der Sohn eines Meeresgottes? Naja, ich zweifle ein wenig an den Worten Eures....", sie bedachte den Blonden mit abwägendem Blick, bevor sie den Hünen wieder ansah, "egal. Nur soviel. Ich komme aus den Nordlanden und suche hier nur einen Platz zum ausruhen. Ich habe einen sehr langen Marsch hinter mir und bin Müde. Mein Name tut nichts zur Sache, denn ich bin eine Unbekannte in diesem Teil des Landes." Herausfordernd regte sie ihr Kinn, kniff die Augen zu schmalen Schlitze zusammen, um erneut beide Männer eingehend zu mustern.


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    Beitrag von elTrixi am Do Jan 03, 2019 9:19 pm

    "Aus dem Norden sagt Ihr?", Mero dachte nach und sah dabei wieder zu Finn hinüber. "Der dort ist Finn, mein treuester Begleiter. Er stammt aus dem Nordern, ist dort König von meinen Gnaden und ebenso auch mein Schwager. Ich verheiratete ihn mit einer meiner Schwestern. Runna heißt sie. Runna, die Fließende. Rate mal, was an ihr so fließend ist." Mero ließ die schwere Keule sinken und schlug seinem Gefährten freundschaftlich auf die Schulter. Der Riese lachte laut auf. Offenbar hat er bereits Vertrauen in die Fremde gefunden, dachte Finn. Diese Auskunft ist sehr empfindlich und meine Angelegenheiten gehen die Reisende nicht an.
    "Ich sehe, ihr beide versteht Euch gut", lenkte Finn vom Thema ab. "Wollt Ihr Euch nicht setzen, namenlose und schwer bewaffnete Unbekannte aus dem Norden?"
    "Sei nicht so miesmutig, mein Schwager", sagte Mero, nachdem er sich von seinem schallenden Gelächter beruhigt hatte. "Wir finden gerade neue Freunde. Sie kennt nun unsere Namen, daher wird sie ihren Schwertgurt abnehmen, sich zu uns setzen und sich ausgiebig vorstellen." Der letzte Satz klang nicht wie ein Vorschlag, eher wie ein Befehl. Finn wartete ab, wie die Frau sich auf Meros Aufforderung gebärdete, ehe er die Hand von seinem Schwertknauf nehmen mochte.


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    Beitrag von Tarija83 am Do Jan 03, 2019 10:05 pm

    Nun gut, jetzt wusste sie wenigstens wie diese zwei hießen, doch sie blieb misstrauisch. Vor allem der Hüne war ihr keineswegs geheuer, auch wenn er seine Keule sinken ließ und lachte. Doch der mehr befehlende Ton, mit dem er sie einlud ließ sie zögern. Dann aber gab sie sich einen Ruck, ging auf die Männer zu, ergriff im vorbeigehen einen Stuhl und stellte ihn, mit leichtem Abstand verkehrt herum an den Tisch. Ihren Schwertgurt behielt sie lieber an, denn ihr Misstrauen war groß, sank auf den Stuhl und legte ihre Arme auf der Lehne ab wobei sie die beiden aufmerksam beobachtete.
    "Nennt mich Myrkva.", an den Blonden gewandt meinte sie, "Ihr seid König? Dann sitz ich ja geradezu zwischen hoch angesehen Männer, wenn er wirklich der Sohn eines Gottes sein soll."
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    Beitrag von elTrixi am Fr Jan 04, 2019 5:31 pm

    Finn nickte und setzte sich an seinen Platz: "Man nennt mich König. Ich sehe mich selbst jedoch als Häuptling, den Ersten unter Gleichen. Ich bin Friese und habe meinen Sitz in Finnsburg. Die Burg trägt meinen Namen, aber sie ist nicht nach mir benannt. Die Burg ist älter als die Zeit, solange es Friesen gibt, solange steht auch schon die Burg. Meine Würde erlangte ich nach der Schlacht von Finnsburg. Von ihr habt Ihr sicherlich gehört. Es war die größte und auch die entscheidende Schlacht im anglischen Krieg. Der König wurde in der Schlacht getötet und, wie es bei uns Sitte ist, wird beim Thing der neue König gewählt. Nach unserem großen Sieg haben die Huskarle sich für mich entschieden. Nicht weil ich der Grimmigste in der Schlacht war oder weil es mein Geburtsrecht war, sondern weil sie mich für den Fähigsten gehalten haben. Und die Friesen haben nicht geirrt."
    Mero lachte. Er stand noch immer auf seine Keule gestützt: "Dafür, dass du unserer lieben Myrkva gegenüber so misstrauisch warst, hast du dich aber überraschend schnell geöffnet. Vertraust du ihr plötzlich?"
    "Nein", sagte Finn zu Mero, "aber ich will, dass sie mir vertraut. Ihr seht ja, dass sie noch immer ihr Schwert trägt." Dann sah er zu der Fremden hinüber: "Ich trage meines auch noch und ich bin damit schnell wieder Blitz. Woher im Norden kommt ihr?"


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    Beitrag von Tarija83 am Mo Jan 07, 2019 1:14 pm

    "Das bezweifle ich nicht", entgegnete sie und musterte kurz das Schwert des Blonden, "ich komme aus den Jütlande. Ein kleines namenloses Dorf. Und Ihr seid also ein Friese." Ihre Stimme nahm einen grollenden Unterton an, dann besah sie den Hünen und fragte vorsichtig, "Und Ihr? Von woher kommt Ihr? In meinen Augen seht Ihr nicht aus wie ein Friese."


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    Beitrag von elTrixi am Mo Jan 07, 2019 7:30 pm

    "Nein, wie sehen Friesen denn aus?", entfuhr es Finn.
    Mero legte seine mächtige Hand auf Finns Schulter. Seine riesigen Pranken umfassten dabei nahezu die halbe Brust des Friesen. Daraufhin schwieg dieser still und Mero setzte sich.
    "Aber aber, mein Freund. Du wolltest, dass sie sich vorstellt. Das hat sie nun. Ihre Frage ging an mich. Lass sie auch hören, was sie zu hören begehrt." Finn nickte und Mero ließ ihn los, um an seinem Bart zu spielen. Er ließ die Perlen an den Zöpfchen klingen wie Glocken, während er nachdachte.
    "Ich komme aus dem Meer. Das hat dir mein lieber Schwager doch zuvor gesagt. Wichtiger jedoch als die Frage, woher ich komme, ist die Antwort auf die Frage, wohin ich gehe. Ich bin gekommen, um die Welt zu retten aus der Finsternis, die sie bedroht. Du weißt, gegen wen wir ziehen, und du weißt, warum. Das Ende naht und ich bin derjenige, der die Keule dabei schwingt."
    Dann stieß Mero Finn mit dem Ellenbogen an. "Tu das Ding weg! Na los, dein Schwert."
    Finn gehorchte, schnallte den Schwertgurt ab und ließ den Stahl mitsamt der hölzernen Scheide mit lautem Krachen zu Boden fallen.
    "Nun Ihr, Myrkva. Dann erzählt uns, was eine Jütin soweit nach Süden getrieben hat. Die Angeln und auch die meisten Sachsen sind geflohen. Warum seid Ihr noch hier?"


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    Beitrag von Tarija83 am Mo Jan 07, 2019 7:45 pm

    "Ich möchte nicht unhöflich erscheinen, aber in diesen unruhigen Zeiten behalte ich lieber mein Schwert bei mir.", ihre linke legte sich in ruhender Haltung auf den Knauf und taxierte den Hünen.
    Sie traute den Beiden kein bisschen über den Weg, vor allem nicht diesem sogenannten Sohn eines Meeresgottes. "Ein Zwist zwischen zwei Jarl trieb mich aus meiner Heimat und nur Odin weiß, wohin mich meine Füße tragen." Ihre freie Hand glitt unbewusst zu einem Amulett, die einzige Erinnerung die sie noch an ihre Familie hatte, den Baum des Lebens.
    "Aber sagt, gegen wen zieht Ihr? Wenn es doch kaum noch Angeln und Sachsen gibt? Wollt ihr etwa zu Zweit gegen die Franken vorgehen?"


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    Beitrag von elTrixi am Mo Jan 07, 2019 8:22 pm

    Mero grinste durch seinen buschigen Bart, der in den aufwendig kunstvoll geflochtenen Zöpfen endete. "Ich verstehe Euch sehr gut. Das ist der Grund, weshalb ich meine Hilda immer bei mir habe." Er nickte und gab Myrkva zu verstehen, dass er seinen hölzernen Totschläger meinte.
    "Woher wisst Ihr, dass wir gegen die Franken ziehen werden?", fiel Finn ein. "Der wahre Feind lauert ganz woanders. Also doch eine Kundschafterin!"
    "Wenn sie Gefolge hätte, wäre es schon längst ins Haus eingefallen. Du kennst doch die alte Regel, man wartet bei einer Umstellung immer nur einmal Scheißen, bis man zu allen Seiten ins Haus stürmt. In der Zwischenzeit hätte man schon mindestens zehnmal Scheißen können. Wie du siehst, sind wir noch immer unter uns. Wenn noch keine gekommen ist, wird auch niemand mehr kommen. Dennoch würde mich die Geschichte reizen, wie du auf die Franken kommst, geheimnisvolle Myrkva. Was beabsichtigst du dort? Eine Blutfehde?"


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    Beitrag von Gotthelf am Mi Jan 16, 2019 10:59 am

    Das laute Gelächter aus der Taverne ließ Kundschaft vermuten. Aber es gab keinen Wirt. War es also anzunehmen, dass Selbstbedienung herrschte und dass alles umsonst war? Ein interessanter Gedanke. Ohne Eile stieg Marc die zwei Treppenstufen zur Tür und öffnete sie. Tatsächlich saßen dort an einem Tisch drei Personen, zwei Männer und die Frau, die er zuvor beobachtet hatte. Sie schienen sich gut zu kennen, so wie sie miteinander plauderten. Komplizen?
    "Hallo allerseits" grüßte er in die Runde, ohne sein Visier hochzuklappen.


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    Beitrag von Tarija83 am Mi Jan 16, 2019 11:09 am

    Myrkva fuhr beim Klang einer neuen Stimme von ihrem Stuhl hoch, denn trotz der lockeren Gespräche war die Anspannung nicht von ihr gefallen. Scheiße, eine Falle, jagte es durch ihren Kopf und sie wirbelte im Aufstehen herum um zu sehen, wer da hereintrat, wobei sie abrupt verharrte, als ihr Blick auf einen Mann viel, dessen Gesicht durch ein Visier verdeckt war. Der gehört gewiss nicht zu diesen Beiden, überlegte sie und ließ ihre Hand wieder sinken, die bereits den Schwertknauf ergreifen wollte.


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    Beitrag von elTrixi am Fr Jan 18, 2019 6:11 pm

    Finn fuhr blitzschnell auf und Mero griff nach seiner Keule. Mit ungläubigem Blick sagte er zu Myrkva: "Gerade sage ich es noch. Gehört der etwa zu dir?"


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    Finn, Marc, Myrkva Empty Re: Finn, Marc, Myrkva

    Beitrag von Tarija83 am Fr Jan 18, 2019 6:45 pm

    "Bestimmt nicht!", knurrte Myrkva und starrte weiter den Visierten Mann an.


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    Beitrag von Gotthelf am Fr Jan 18, 2019 7:05 pm

    "Aber aber, nur nicht die Nerven verlieren"
    Marc tippte mit seinem Panzerhandschuh gegen den Knauf seines Schwertes. Dann ging er zur Theke, um sich nach etwas zu Essen oder Trinken umzusehen.


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    Finn, Marc, Myrkva Empty Re: Finn, Marc, Myrkva

    Beitrag von Tarija83 am Fr Jan 18, 2019 7:29 pm

    Die lässige Art des Neuankömmlings nahm ihr ein wenig die Anspannung, dennoch beäugte sie ihn weiter skeptisch. Wo kommt der so plötzlich her?, fragte sie sich denn seine Aufmachung war ihr unbekannt.


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    Beitrag von elTrixi am Sa Jan 19, 2019 10:56 am

    Finn und Mero blickten einander verwirrt an. Dann ging ihr Blick an die Frau, bis sich schließlich der Friese an Myrkva wendete: "Wenn er nicht zu dir gehört, zu wem gehört er dann?"
    Da prustete Mero plötzlich los. Sein kehliges Gelächter erfüllte dröhnend den Raum. "Also ich mag den Kerl!", schrie er, während er sich den Bauch hielt, "Wir befinden uns im Krieg. Im Umkreis von mindestens drei Tagesritten ist alles niedergebrannt und menschenleer. Und dieser Kerl da, kommt hier herein geschlendert, tippt auf sein Schwert, als sei es genug der Worte sich vorzustellen, und geht schnurgerade zur Küche. Als käme er geradewegs aus einer schlechten Mär! Komm rüber, Fremder, setz dich zu uns. Vor wenigen Augenblicken hatten wir beschlossen, dass wir jedem, der sich nach einem Feuer umsieht, einen Platz an unserer Kohlenpfanne gewähren. Komm nur herüber, komm!"


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    Finn, Marc, Myrkva Empty Re: Finn, Marc, Myrkva

    Beitrag von Gotthelf am Sa Jan 19, 2019 5:42 pm

    Marc musste bei dieser Rede des Hünen lächeln. Er nahm sich einen Bierkrug, füllte ihn mt Bier und schritt gemütlich zum Tisch. Er nahm sich einen Stuhl und lehnte Schwert und Schild an die Wand, sodass beide in Griffweite waren. Den Helm legte er auf den Tisch vor sich hin.


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