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    Prolog - ja oder nein?

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    Prolog - ja oder nein?

    Beitrag von Susanne Gavenis am Fr Apr 20, 2018 1:59 pm

    Hier können wir über dieses Thema plaudern.


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    Re: Prolog - ja oder nein?

    Beitrag von Susanne Gavenis am Sa Sep 08, 2018 11:58 am

    Dieser Abschnitt bezieht sich auf das Kapitel "Prolog - ja oder nein?".


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    Beitrag von muellersteffanie am Mi Dez 26, 2018 12:38 pm

    Ich lese immer den Prolog, habe im Alpinhotel wieder viele Prologe gelesen Smile
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    Re: Prolog - ja oder nein?

    Beitrag von Susanne Gavenis am Do Dez 27, 2018 2:13 pm

    Tja, das freut mich. Ich lese den Prolog auch immer.


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    Re: Prolog - ja oder nein?

    Beitrag von Anthalador am Do Dez 27, 2018 4:39 pm

    Hallo zusammen, ich hoffe ihr wurdet Weihnachten alle gut gemästet.


    Ich lese Prologe auch immer, auch wenn sich mir nicht immer der Sinn erschließen will, weshalb der Autor mich mit einen Prolog versorgt.
    Der Prolog wirft meist Fragen auf und kann damit Interesse wecken. Manchmal werden diese Fragen leider nicht beantwortet, sprich der Sinn des Prologs war dann wohl doch ein anderer. Bei manchen Prologen handelt es sich ja eher um das kurze Aufwerfen einer Vorgeschichte, die zeitlich oder räumlich getrennt ist. Dies soll dann wohl helfen das ganze stimmig und chronologisch einzuordnen.
    Ich persönlich finde Prologe eigentlich überflüssig, vielleicht werde ich meine Meinung ändern, falls ich mal einen nutzen will, weil ich nicht auf ihn verzichten kann. Bisher habe aber nur Kurzgeschichten geschrieben und da eignen sich Prologe so gar nicht.


    Grüße,

    Antha



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    Re: Prolog - ja oder nein?

    Beitrag von Susanne Gavenis am Fr Dez 28, 2018 1:09 pm

    Ja, ich denke auch, dass eine Kurzgeschichte keinen Prolog braucht. Ich habe zumindest bisher noch nie eine erlebt, die einen Prolog gehabt hätte.

    Um meine etwas karge Antwort von gestern noch ein wenig zu erweitern - ich lese Prologe deshalb immer, weil ich selbstverständlich davon ausgehe, dass der Inhalt des Prologs irgendetwas mit der folgenden Geschichte zu tun hat, sei es, dass er eine Bedrohung für den Protagonisten aufspannt und damit Spannung erzeugt, auch wenn es in den ersten Kapiteln des Romans dann vielleicht etwas gemächlicher zugehen sollte, oder sei es, dass der Leser im Prolog Informationen erhält, die für das Verständnis der Handlung und/oder der Hauptfigur wichtig sind, aber schwierig durch eingestreute Infos zum Background der Figur im Verlauf der ersten Szenen vermittelt werden könnten.

    Was ich persönlich ganz furchtbar finde, sind reine Info dump-Prologe, die auf gefühlten tausend Seiten irgendwelche geographischen, kulterellen, soziologischen, magischen oder sonstigen vom Autor für wissenswert erachteten Informationen über seine in liebevoller Arbeit erdachte Fantasy-Welt über dem wehrlosen Leser auskippen, egal, ob man diese Infos nun braucht oder nicht. Mittlerweile bin ich da ziemlich rigoros und klappe so ein Buch dann meistens wieder zu, weil ich nicht das Gefühl haben will, ein (staubtrockenes) Sachbuch zu lesen, sondern von der Geschichte und ihren Figuren unterhalten werden möchte. Von daher denke ich, dass man es sich als Autor gut überlegen sollte, ob man für seinen Roman einen Prolog braucht, oder ob es nicht besser wäre, dieselben Informationen nach und nach in kleineren Dosen in die Szenen zu streuen.


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    Re: Prolog - ja oder nein?

    Beitrag von Anthalador am Sa Dez 29, 2018 5:03 pm

    Susanne Gavenis schrieb:Ja, ich denke auch, dass eine Kurzgeschichte keinen Prolog braucht. Ich habe zumindest bisher noch nie eine erlebt, die einen Prolog gehabt hätte.

    Um meine etwas karge Antwort von gestern noch ein wenig zu erweitern - ich lese Prologe deshalb immer, weil ich selbstverständlich davon ausgehe, dass der Inhalt des Prologs irgendetwas mit der folgenden Geschichte zu tun hat, sei es, dass er eine Bedrohung für den Protagonisten aufspannt und damit Spannung erzeugt, auch wenn es in den ersten Kapiteln des Romans dann vielleicht etwas gemächlicher zugehen sollte, oder sei es, dass der Leser im Prolog Informationen erhält, die für das Verständnis der Handlung und/oder der Hauptfigur wichtig sind, aber schwierig durch eingestreute Infos zum Background der Figur im Verlauf der ersten Szenen vermittelt werden könnten.

    Was ich persönlich ganz furchtbar finde, sind reine Info dump-Prologe, die auf gefühlten tausend Seiten irgendwelche geographischen, kulterellen, soziologischen, magischen oder sonstigen vom Autor für wissenswert erachteten Informationen über seine in liebevoller Arbeit erdachte Fantasy-Welt über dem wehrlosen Leser auskippen, egal, ob man diese Infos nun braucht oder nicht. Mittlerweile bin ich da ziemlich rigoros und klappe so ein Buch dann meistens wieder zu, weil ich nicht das Gefühl haben will, ein (staubtrockenes) Sachbuch zu lesen, sondern von der Geschichte und ihren Figuren unterhalten werden möchte. Von daher denke ich, dass man es sich als Autor gut überlegen sollte, ob man für seinen Roman einen Prolog braucht, oder ob es nicht besser wäre, dieselben Informationen nach und nach in kleineren Dosen in die Szenen zu streuen.  

    Oh, du hast absolut recht. Solche Infodump-Prologe sind schrecklich. Zum Glück verzichten meine Lieblingsautoren in der Regel darauf. Man muss die Hintergründe einfach schön im Laufe der Geschichte einbinden, ganz beiläufig den Leser die neue schöne und andersartige Welt entdecken lassen. Das macht dann auch Spass, weil man in die Geschichte mehr hineingezogen wird und liest nicht eine Art Spielanleitung.
    Ich frage mich unter welchen Gesichtspunkten ich einen Prolog verwenden würde. Ich denke, es würde z.B. passen, wenn man dem Leser irgendwie eine Information geben will, die seine Protagonisten nicht haben und die dann irgendwie Spannung erzeugt. Wann benutzt ihr denn Prologe?

    Viele Grüße,
    Antha

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    Re: Prolog - ja oder nein?

    Beitrag von Fred Erikson am Sa Dez 29, 2018 7:20 pm

    Denkbar wäre, dass man Fragen aufwirft, indem man den Prolog aus Sicht des Antagonisten oder eines seiner Handlanger schreibt.
    Zum einen könnte das Geschilderte wie ein Damoklesschwert über dem Protagonisten schweben, ohne dass er etwas davon ahnt. Da böte es sich an, etwas Symbolisches zu verwenden, ein wiederkehrendes Element, dass den Protagonisten zunehmend verunsichert. Ein bestimmtes Tier, ein Schriftzeichen, ein Erkennungsmerkmal (Tattoo, Schmuck), das die Handlanger des Antagonisten teilen.
    Es könnte Spannung erzeugen, weil unklar ist, was genau der Antagonist da tut oder warum er das tut. Es könnte aber auch einen Twist vorbereiten, denn der vermeintliche Antagonist ist gar nicht der Antagonist.

    Wichtig ist für mich, dass der Prolog Spannung erzeugt, indem er Fragen aufwirft und dass diese Fragen nicht genauso gut im ersten Kapitel des Buches auftauchen können.

    In meinem Projekt ist daher der Prolog auch schlicht zu meinem ersten Kapitel geworden, da der zweite Teil nicht zutraf. Wink


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    Re: Prolog - ja oder nein?

    Beitrag von Strato Incendus am Sa Dez 29, 2018 8:14 pm

    Fred Erikson schrieb:Wichtig ist für mich, dass der Prolog Spannung erzeugt, indem er Fragen aufwirft und dass diese Fragen nicht genauso gut im ersten Kapitel des Buches auftauchen können.

    Das löse ich gerne darüber, dass der Prolog aus Sicht eines völlig anderen Charakters erzählt wird - im ersten Teil meiner Geschichte etwa aus Sicht des Antagonisten. Im Prinzip kann es aber jeder Charakter sein, solange es nicht der Protagonist ist.

    Das wirft allein schon deshalb Fragen auf, weil man diesen Charakter als Leser zu diesem Zeitpunkt zumeist noch nicht kennt. Very Happy Und im ersten Kapitel könnten diese zugleich nicht beantwortet werden, da das ja üblicherweise aus Sicht des Protagonisten erzählt wird.


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    Re: Prolog - ja oder nein?

    Beitrag von Crackle42 am So Dez 30, 2018 12:24 pm

    Um die Signatur von Red Queen zu zitieren:

    Red Queen schrieb:50% dessen, was in einem Prolog steht, ist besser in den ersten paar Kapiteln eines Buches aufgehoben. Die anderen 50% kann man getrost weglassen.

    Helft mit. Schreibt keine Prologe.
    Ich kann mich dem aus ganzem Herzen nur anschließen. Einst habe ich Prologe immer gelesen, weil ich halt alles gelesen habe was mir zwischen die Finger kam, inzwischen überspringe ich den Teil immer. Wie bereits gesagt wurde ist ein Prolog nicht für Infodump gedacht, also muss er in einer Form Action oder zumindest Spannung enthalten, um überhaupt gelesen zu werden. Das ist aber dann wie in einem Film, man wird mitten rein geworfen und hat überhaupt keinen Schimmer wo man sich befindet. Die Anzahl solcher Filme sind für mich an einer Hand abzählbar. Ähnlich ergeht es mir bei Prologen, denn ich habe keinerlei Bindung zu den Personen, habe noch keine Ahnung von den Inhalten und mit reiner Action gewinnt man vielleicht die Aufmerksamkeit aber eben nicht zwangsläufig die Neugier des Lesers. Die soll in erster Linie geweckt werden und wie ebenfalls genannt durch das Aufwerfen von Fragen.
    Schön und gut, aber für mich kommt damit nur der Eindruck auf, dass der Einstieg in die Geschichte zu träge ist oder der Autor nicht wusste, wie er eine Verbindung zu seinen Figuren herstellen soll und sich daher der einfachen Masche bedient, über einen Prolog dem zuvorzukommen. Spannender finde ich daher eher Epiloge, aber das ist ein anderes Thema. Da Prologe als selbstständiger Teil stehen sollen und nicht Teil der Hauptgeschichte sind sondern eher eine Vorhandlung darstellen, halte ich die meisten Prologe für zwecklos und kann daher auf die Frage ein klares Nein abgeben.
    Schön zusammengefasst auch hier ein Beitrag zu Prologen.
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    Re: Prolog - ja oder nein?

    Beitrag von Anthalador am So Dez 30, 2018 12:42 pm

    Crackle42 schrieb:Um die Signatur von Red Queen zu zitieren:

    Red Queen schrieb:50% dessen, was in einem Prolog steht, ist besser in den ersten paar Kapiteln eines Buches aufgehoben. Die anderen 50% kann man getrost weglassen.

    Helft mit. Schreibt keine Prologe.
    Ich kann mich dem aus ganzem Herzen nur anschließen. Einst habe ich Prologe immer gelesen, weil ich halt alles gelesen habe was mir zwischen die Finger kam, inzwischen überspringe ich den Teil immer. Wie bereits gesagt wurde ist ein Prolog nicht für Infodump gedacht, also muss er in einer Form Action oder zumindest Spannung enthalten, um überhaupt gelesen zu werden. Das ist aber dann wie in einem Film, man wird mitten rein geworfen und hat überhaupt keinen Schimmer wo man sich befindet. Die Anzahl solcher Filme sind für mich an einer Hand abzählbar. Ähnlich ergeht es mir bei Prologen, denn ich habe keinerlei Bindung zu den Personen, habe noch keine Ahnung von den Inhalten und mit reiner Action gewinnt man vielleicht die Aufmerksamkeit aber eben nicht zwangsläufig die Neugier des Lesers. Die soll in erster Linie geweckt werden und wie ebenfalls genannt durch das Aufwerfen von Fragen.
    Schön und gut, aber für mich kommt damit nur der Eindruck auf, dass der Einstieg in die Geschichte zu träge ist oder der Autor nicht wusste, wie er eine Verbindung zu seinen Figuren herstellen soll und sich daher der einfachen Masche bedient, über einen Prolog dem zuvorzukommen. Spannender finde ich daher eher Epiloge, aber das ist ein anderes Thema. Da Prologe als selbstständiger Teil stehen sollen und nicht Teil der Hauptgeschichte sind sondern eher eine Vorhandlung darstellen, halte ich die meisten Prologe für zwecklos und kann daher auf die Frage ein klares Nein abgeben.
    Schön zusammengefasst auch hier ein Beitrag zu Prologen.


    Danke für den Link. Das ist eine echt gute Übersicht, was einen gut zeigt, dass man besser auf einen Prolog verzichtet.

    Grüße,
    Antha

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr März 22, 2019 6:54 am