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    Beitrag von Alandra Ossenberg am Fr Okt 19, 2018 10:55 am

    Hat jemand von euch vor, sich den Film anzugucken?
    Ich kenne die Comics nicht, hoffe aber darauf, dass man sich auch ohne Hintergrundwissen orientieren kann. Die Unterwasserwelt fand ich im Trailer schon einmal ganz ansprechend dargestellt. Mit Jason Momoa haben sie natürlich einen Typen im Stil "If you're sexy and you know it, clap your hands!" gecastet - damit kann ich leben. ;-)
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    Beitrag von elTrixi am Fr Okt 19, 2018 1:02 pm

    Ich kenne die Comics offen gestanden auch nicht. Ich muss bei "Aquaman" immer nur an "Seaman" aus Southpark denken, und kann deshalb irgendwie den neuen Film nicht so richtig ernst nehmen. Aber die Bilder aus dem Trailer scheinen ja recht gewaltig zu sein. Vielleicht gehe ich auch ganz legal ins Kino und gucke ihn in 3D.
    Ich hoffe nur, sie machen das Atlantis-Motiv nicht ganz kaputt... Mit Jason Momoa bin ich ganz zufrieden. Ich finde zwar, dass er nur als Wilder richtig überzeugt (siehe Khal Drogo), aber das macht er dafür super Aquaman 3402984712


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    Beitrag von PeryRhodan am Sa Okt 20, 2018 12:26 pm

    Ich fand ihn schon in Justice League grässlich und nahezu überflüssig. Da müssen sie wirklich ganz viel drehen, um den auch nur im Ansatz interessant zu bekommen.

    Allerdings liegt es vielleicht auch daran, dass ich mit der Art Figur nur wenig anfangen kann. Namor the Sub-Mariner aus dem Marvel-Universum halte ich genauso für absolut lächerlich.


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    Beitrag von elTrixi am Mi Dez 26, 2018 2:26 pm

    Also ich will euch den Film echt nicht madig machen und wer Spaß an Superhelden hat, der soll bitte ins Kino gehen. Aber ich habe den Film gestern gesehen und habe mich über diese Tatsache tierisch geärgert.

    Szenisch sehr eindrucksvoll komponiert und mit bildgewaltigen Animationen geschmückt, überzeugt mich der Film weder inhaltlich noch handwerklich. Geistlose Dialoge, an den Haaren herbeigezogene Wendungen und stupide "Witze" machten mich zwischenzeitlich echt sauer, dass Kinos so einen Schund überhaupt spielen dürfen. Warum gibt es da nicht auch ein TÜV Siegel?

    A ist König. B ist Doppelagent und spielt das Spielchen schon unbemerkt seit 30 Jahren.
    A aus dem nichts: "Ich weiß, dass du mich hintergehst."
    B: "Ich leugne es nicht."
    A: "Wachen, sperrt ihn in den Kerker."

    Szene zu Ende.


    Eine große Schlacht tobt, während sich Person C zu ihrem Vater D durchschlägt, um ihn zu überzeugen, dass er für die falsche Seite kämpft.
    C: "Du musst den Kampf einstellen."
    D: "Nein, wir werden die Oberwelt auslöschen."
    C: "Ja, aber der Aquaman hat jetzt einen neuen Dreizack."
    D: "Achso, dann erkenne ich ihn als rechtmäßigen König an."

    Der Krieg ist beendet und zwei Minuten später ist der Film zu Ende.



    Was für ein Unfug. Seht euch bitte den Film an und nehmt ihn als gutes Beispiel für ein schlechtes Beispiel. Very Happy Bitte niemals Bücher schreiben, die so sind wie dieser Film...

    So, Auskotzung Ende. Vielen Dank fürs lesen Aquaman 3402984712


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    Beitrag von Strato Incendus am Mi Dez 26, 2018 5:10 pm

    elTrixi schrieb:Szenisch sehr eindrucksvoll komponiert und mit bildgewaltigen Animationen geschmückt, überzeugt mich der Film weder inhaltlich noch handwerklich. Geistlose Dialoge, an den Haaren herbeigezogene Wendungen und stupide "Witze" machten mich zwischenzeitlich echt sauer, dass Kinos so einen Schund überhaupt spielen dürfen. Warum gibt es da nicht auch ein TÜV Siegel?

    Ohne Aquaman im speziellen gesehen zu haben, möchte ich hier gerne einspringen, denn das beschreibt so ziemlich 95% der Superhelden-Filme (sowohl von Marvel als auch von DC), die mir in den letzten Jahren untergekommen sind. Also verzeiht mir, dass ich hier ein wenig vom konkreten Threadthema abstrahiere und auf das generelle Thema "häufige Probleme im Superhelden-Genre" umschwenke.

    Früher, als es weniger Superhelden-Filme gab - im Prinzip nur Spider-Man und X-Men - war das ja noch nicht mal ein eigenes Genre; da wusste ich gar nicht genau, wozu ich das dazuzählen sollte. Science Fiction? Fantasy? Viele Comic-Universen sind sehr technisiert, aber spätestens Charaktere wie Dr. Strange oder Thor verwischen die Grenzen zwischen Fantasy und Science-Fiction dann doch sehr stark. Auf DC-Seiten wären das eben die mythologischen Pendants Aquaman und Wonder Woman.

    Vielleicht bin ich vorbehaftet, weil ich Spider-Man und X-Men als Kind gesehen habe und diese Filme deutlich besser fand als den durchschnittlichen Superhelden-Film von heute. Allerdings erinnere ich mich an genug Szenen von damals, um mit meinem heutigen Wissen zu beurteilen, dass diese Filme mehr wie Dramen aufgebaut waren. Der vor kurzem verstorbene Stan Lee hatte das noch extra herausgestellt: Früher habe man nur Comic-Autoren gehabt, auf entsprechendem Niveau seien die Geschichten gewesen. Jetzt habe man Hollywood-Autoren, die sich dieser Stories annehmen. Da verzichtet man dann zwar vielleicht mal bei einem Wolverine auf sein "gelbes Latex" (immerhin kam ja noch eine Anspielung darauf im Film vor ;D ), oder beim Grünen Kobold auf die lila Zipfelmütze und bei Doctor Octopus auf das gelb-grüne Kostüm, aber dafür kann man die gesamte Geschichte, allen voran die Charaktere selbst, ernster nehmen.

    Die neuen Superhelden-Filme sind dagegen klar auf Masse gemacht, und folglich geht es vom Niveau zu Comic-Stories zurück: Ein Film soll im Prinzip nur dazu dienen, einen für den nächsten anzufixen. Alle laufen natürlich in ihren schrillen, bunten Kostümen herum, und es werden so viele Charaktere wie möglich in einen Film gepfercht, um den ultimativen Nerdgasm zu erzeugen: Der Comic-Leser soll vor dem Bildschirm sitzen und sich freuen, "Ah, guck mal, den kenne ich, den kenne ich, den kenne ich..." So lief es bei X-Men: Rise of Apocalypse, bei Justice League, bei Avengers: Infinity War... Viel Zeit, die einzelnen Charaktere mit Persönlichkeit und Entwicklung auszustatten, bleibt da natürlich nicht.

    Stattdessen wird diese Inhaltsleere übertüncht mit - das war exakt meine Beobachtung, wie elTrixi sie auf den Punkt gebracht hat - einem ständigen Wechsel aus aufwändigen CGI-Effekten und forcierten, semi-lustigen Sprüchen. Also im Prinzip pausenlose Zuschauer-Stimulanz über abwechselnd schöne bunte Farben und Humor. Und dann komme ich mir auch noch jedes Mal wie der arrogante Möchtegern-Autor vor, nur, weil ich dieses Problem vor anderen Mit-Zuschauern (z.B. in meiner Familie) anspreche, die sich von diesem oberflächlichen Bombardement auch noch unterhalten fühlen. Dabei sage ich das eigentlich als enttäuschter Zuschauer, nicht als Autor-in-spe, der behauptet, er könnte es besser (wenngleich ich von mir behaupten würde, dass ich stets versuche, es besser zu machen, anstatt zu glauben, ich käme mit so etwas schon durch - aber dafür habe ich ja im Gegensatz zu den Drehbuchschreibern auch noch nicht abgeliefert).

    Klar, unterhalten tun einen diese Filme in dem Moment, in dem man sie guckt - lange im Gedächtnis bleiben sie einem danach aber nicht mehr. Ist ja schließlich kaum emotionales Investment dabei. Und das würde ja auch nur stören - es soll ja direkt Platz im Kopf sein für die nächste Fortsetzung.

    Mit anderen Worten: Hier rein, da raus. Filmischer Fastfood, der durch "professionelle Produktion" über Seelenlosigkeit hinwegzutäuschen versucht - das visuelle Pendant zum Autotune in der Musikindustrie.

    Ich schätze, dieses Vollpacken der Filme mit zu vielen Charakteren hat damit zu tun, dass Comics, genau wie Computerspiele, heutzutage viel stärker im Mainstream angekommen sind. Früher hätte so eine lange Charakterliste kaum jemandem etwas genützt, weil es nur wenige Die-Hard-Fans gab, die die Comic-Vorlage so in und auswendig kannten, dass sie all diese Anspielungen verstanden hätten. Heute dagegen ist diese Zielgruppe deutlich größer.

    Dennoch: Ich erinnere mich, wie ich meinem Vater als 12jähriger meine ersten Schreibversuche vorgelegt habe.

    Und seine Haupttipps waren - völlig berechtigt:
    - nicht zu viele verschiedene (Fantasy-)Monster einführen, das überfordert / verwirrt den Leser, wenn man die nicht auseinanderhalten kann und sie nicht genug aufgebaut werden
    - nicht ständig von einer Actionszene in die nächste stolpern, es braucht Ruhepausen dazwischen
    - Charaktere nicht "schnoddrig" reden lassen, wenn es nicht zu ihnen passt (also z.B. nicht gerade die elfische Love Interest Wink )

    Und jetzt sehe ich, wie die großen Comic-Studios alle drei Sachen machen - viele Charaktere, Action auf Action, und jeder Charakter darf die flapsigen Sprüche klopfen, das ist nicht etwa "Trademark" eines bestimmten Charakters wie Iron Man, zu dem es vielleicht noch passen würde.

    Provokant gesagt: Die machen das, was ich als 12jähriger gemacht habe und wofür ich damals zurecht kritisiert wurde. Nur verdienen die damit Millionen! Aquaman 3402984712

    Was nicht heißt, dass ich mir für mich selbst meinen alten Schreibstil zurückwünsche, ich finde das heute grauenhaft, was ich damals geschrieben habe. Deshalb gefallen mir ja auch die modernen Superhelden-Filme nicht mehr, die meiner Ansicht nach in die gleichen Fallen tappen.

    Allerdings scheint es zumindest immer noch genug Leute zu geben, die sich mit diesem Niveau zufrieden geben - zumindest solange "Marvel" oder "DC" draufsteht.
    Wobei da netterweise Disney mit Star Wars gezeigt hat, dass letztendlich kein noch so großer Markenname gegen Kritik immun macht Razz .


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    Beitrag von elTrixi am Mi Dez 26, 2018 8:59 pm

    Strato Incendus schrieb:
    Und dann komme ich mir auch noch jedes Mal wie der arrogante Möchtegern-Autor vor, nur, weil ich dieses Problem vor anderen Mit-Zuschauern (z.B. in meiner Familie) anspreche, die sich von diesem oberflächlichen Bombardement auch noch unterhalten fühlen. Dabei sage ich das eigentlich als enttäuschter Zuschauer, nicht als Autor-in-spe, der behauptet, er könnte es besser (wenngleich ich von mir behaupten würde, dass ich stets versuche, es besser zu machen, anstatt zu glauben, ich käme mit so etwas schon durch - aber dafür habe ich ja im Gegensatz zu den Drehbuchschreibern auch noch nicht abgeliefert).

    Danke, das spricht mir so aus der Seele Aquaman 734422072


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    Beitrag von Tarija83 am Mi Dez 26, 2018 9:11 pm

    Hm, da überlege ich doch ein wenig ob ich nicht lieber in Mortal Engines gehe anstatt in Aquaman, da mein Mann mittlerweile auch die Meinung vertritt "Oh mein Gott noch eine Comicverfilmung." Zwar haben wir bisher jeden Marvel angesehen, aber es stimmt, es ist immer das selbe. Action auf Action und Witze die ich (vielleicht weil ich eine Frau bin Aquaman 3434132744 ) nicht immer sofort verstehe. An sich liebe ich Actionfilme, auch wenn sie ziemlich überzogen sind wie Battelship oder Pacific Rim. Jedoch finde ich es "too much" was man aus Marvel und DC macht.


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    Beitrag von Texan am Do Dez 27, 2018 12:30 am

    Hi zusammen Very Happy ,
    eigentlich hatte ich nicht vor, mich einzumischen,da auch ich von dem Film Aquaman (oder ähnlichen Comicverfilmungen) ziemlich enttäuscht bin. Doch angesichts der ausschließlich stark negativen Kommentare, möchte ich nun auch mal meine komplette Meinung zu dem Thema einbringen.

    Erstmal vorab: Ich habe den Film gesehen und kam wie immer etwas geknickt aus dem Kino heraus. Das liegt daran, dass ich noch bis vor ein paar Jahren regelmäßig bei einem damaligen Schulfreund Superheldencomics von Marvel und DC gelesen habe und ich bei den Filmen das Flair der Comics vermisse.

    Und hier fängt auch schon meine Verteidigung der Comics und Filme an: Mal ganz abgesehen von den von Hollywood genutzten Methoden, um Zuschauer in die Kinos zu locken, bieten die Comicvorlagen an sich nicht viel Tiefe, die man übertragen könnte. Diese Comics sind nicht dafür gemacht, charakterliche oder überhaupt inhaltliche Tiefe zu besitzen. Das können sie auch gar nicht, zumal sie keine Schmöker von 350 Seiten aufwärts sind, sondern meist sogar eine Mächtigkeit von 50 Seiten nicht erreichen. Ein Superheldencomic soll eine kurze, "trashige" Unterhaltung bieten.
    Genau das wird natürlich auch auf die Leinwand übertragen und das mal ganz davon abgesehen davon, wer das Drehbuch schreibt. Nimmt man es genau, entwickeln sich die Charaktere in einem einzigen Film sogar stärker als in 20 Comics. Wer also hofft, einen niveauvollen Film zu sehen, der charakterlichen und inhaltlichen Tiefgang beinhaltet, sollte nicht auf etwas setzen, dessen Vorlage das Ebenbild von Oberflächlichkeit ist.
    Dass diese Filme sich so großer Beliebtheit erfreuen, sehe ich so auch nicht in der Schuld der Hollywood-Autoren, sondern der Gesellschaft an sich. Zumal die Filme nicht so oberflächlich sind, weil die Hollywood-Autoren sie so geplottet haben, sondern genau diese Hollywood-Autoren dazu auserwählt werden, die Comics zu verfilmen, weil sie so oberflächlich (oder besser: populär) schreiben Wink .

    Auch, dass dieses Thema hier im Forum existiert, liegt nicht an den Comics. Denn hätten Comicverfilmungen mehr Tiefgang, weniger Action, unterscheidbare Charaktere (also nicht den gerade beliebten Stereotyp), wären statt dieser Filme Andere berühmt, die genau diese Kriterien erfüllen und somit die Kinoschlager wären. Dann gäbe es diesen Thread mit dem Thema "Warum sind die Helden aller Kinofilme gleich? Warum sind die Dialoge so platt? Und warum gibt es zu viel Action darin?"
    Die (meisten) Mitglieder dieses Forums haben eben andere Ansprüche an Literatur, Film, etc.. Das ist ja auch für die Meisten der Grund, weshalb sie mit dem Schreiben angefangen und so hier gelandet sind sunny .

    Fazit:
    Die Kritik am Aquamanfilm, den anderen Marvel- und DC-Filmen und solchen Comics allgemein unterstütze ich (wenn auch eher mäßig) ebenso wie ihr. Doch muss man sich die (traurige) Tatsache bewusst machen, dass dieses Genre nicht grundlos solche Beliebtheit genießt, sondern eben den Geschmack des Durchschnitts der Gesellschaft auf den Punkt trifft.
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    Beitrag von Alandra Ossenberg am Di Jan 01, 2019 7:27 pm

    Tja... wir sind dann bisher auch nicht im Aquaman gewesen, obwohl wir zu Weihnachten Kinogutscheine geschonken gekrochen haben...
    Im Grunde bestätigt sich, womit ich schon gerechnet hatte. Ich würde noch hinzufügen, dass mich in den letzten Jahren nervt, wie die Filme hauptsächlich auf optisch 3-D-Gefälligkeit optimiert werden, und das dann gerne zu Lasten des Inhalts. Daher hat mir dann letztendlich mit "Black Panther" wohl doch schlicht ein Superhelden-Film 2018 gereicht...

    Ich frage mich, ob Animes durchschnittlich etwas mehr Tiefgang haben als diese Superhelden-Sachen. Die Kategorien kenne ich beide nicht gut...


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    Beitrag von Strato Incendus am So Jan 13, 2019 10:42 pm

    Texan schrieb:Und hier fängt auch schon meine Verteidigung der Comics und Filme an: Mal ganz abgesehen von den von Hollywood genutzten Methoden, um Zuschauer in die Kinos zu locken, bieten die Comicvorlagen an sich nicht viel Tiefe, die man übertragen könnte. Diese Comics sind nicht dafür gemacht, charakterliche oder überhaupt inhaltliche Tiefe zu besitzen. Das können sie auch gar nicht, zumal sie keine Schmöker von 350 Seiten aufwärts sind, sondern meist sogar eine Mächtigkeit von 50 Seiten nicht erreichen. Ein Superheldencomic soll eine kurze, "trashige" Unterhaltung bieten.
    Genau das wird natürlich auch auf die Leinwand übertragen und das mal ganz davon abgesehen davon, wer das Drehbuch schreibt. Nimmt man es genau, entwickeln sich die Charaktere in einem einzigen Film sogar stärker als in 20 Comics. Wer also hofft, einen niveauvollen Film zu sehen, der charakterlichen und inhaltlichen Tiefgang beinhaltet, sollte nicht auf etwas setzen, dessen Vorlage das Ebenbild von Oberflächlichkeit ist.
    Dass diese Filme sich so großer Beliebtheit erfreuen, sehe ich so auch nicht in der Schuld der Hollywood-Autoren, sondern der Gesellschaft an sich. Zumal die Filme nicht so oberflächlich sind, weil die Hollywood-Autoren sie so geplottet haben, sondern genau diese Hollywood-Autoren dazu auserwählt werden, die Comics zu verfilmen, weil sie so oberflächlich (oder besser: populär) schreiben Wink .

    Genau das war aber bei den ersten Comic-Verfilmungen um die Jahrtausendwende, sprich die Original-Spider-Man-Trilogie (mit Tobey Maguire) und X-Men (bis zu "The Last Stand") noch anders! Wink

    Der letztes Jahr verstorbene Spider-Man-Schöpfer Stan Lee hat nämlich genau das explizit gelobt: Dass man jetzt Hollywood-Autoren für diese Geschichten habe, wohingegen man früher nur Comic-Autoren gehabt habe und die Stories sich in den Heftchen entsprechend auf niedrigerem Niveau bewegt hätten.

    Bei Spider-Man und X-Men sind damals eben noch Drehbuchautoren hingegangen und haben versucht, aus der knallig-bunten Comicvorlage ein typisches Filmdrama zu machen. Dadurch gingen auch einige besonders flippige Sachen verloren (wie bei X-Men die ganzen bunten Kostüme, stattdessen alle in Schwarz), aber man konnte die Filme insgesamt ernster nehmen.

    Jetzt hingegen versucht man, den Comics so treu wie möglich zu bleiben - im Guten wie im Schlechten. Daher auch die Flut an Charakteren. Von den Avengers hat mittlerweile fast jeder mindestens einen Solofilm, früher hätte sich das einfach nicht rentiert. Da hat man sich mit den X-Men und Spider-Man gezielt die herausgepickt, die die meisten Fans hatten und sich damit am besten verkaufen würden.


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    Beitrag von Tarija83 am So Jan 13, 2019 11:06 pm

    @Strato Incendus - im Guten wie im Schlechten

    das sieht man ganz deutlich an Deadpool2. Den ersten fand ich noch unterhaltsam, aber der zweite finde ich ist ein totaler Griff daneben.
    Ich bin ganz offen, ich glaube ich habe jetzt fast alle Marvel-Verfilmungen gesehen, auch hier und da ein DC (Batman VS. Superman Aquaman 3025088193) und irgendwie machte es keinen Spaß mehr. Ich will nicht sagen das diese Richtung "ausgelutscht" ist, aber Hollywood sollte langsam mal mehr neues bringen. Und bitte nicht schon wieder einen Transformer, oder Transporter oder irgendein anderer dritter, vierter oder gar siebter Teil Aquaman 613085697 von irgendwas.
    Sorry musste ich mal loswerden Aquaman 1144382489


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    Beitrag von Incendium am Mo Jan 14, 2019 12:09 pm

    Ich habe mir den Aquaman-Film auch nicht angesehen, weil ich genau wusste, wie er sein wird: CGI-überladene Action mit Gags, die in Schrotflinten-Manier dazwischen geballert werden (Nach dem Motto: "igrendein Witz wird da schon für jedermann bei sein"), beides verbunden durch einen hauchdünnen Plot, damit dem Zuschauer bloß nicht zu viel zum Nachdenken gegeben wird.

    Ich sehe ein, dass Comic-Verfilmungen mit Absicht so flach und "bescheuert" sind, denn ihre analogen Vorbilder sind nun mal genau das (Nun ja, bei allem Respekt gegenüber diesen ikonischen, Pop-Kultur formenden Werken - bekannt für gute Qualität waren sie nie). Ich will niemanden verurteilen, der sich das gerne reinzieht, aber ich mag es überhaupt nicht, wie Hollywood diese Filme mit atemberaubendem Tempo rausballern kann und jede Neuerscheinung erfolgreicher ist als die andere. Das ist keine Kunst mehr, dass ist die Verkörperung der Kulturindustrie, welche Adorno so verabscheut.

    Dabei geht es mir nicht um den dünnen Plot oder sonst was. Diese Filme, wenngleich sie - das muss man ihnen lassen - ein extrem poliertes Produktionsdesign haben und man ihnen ansieht, dass an jedem Film Experten arbeiten - kommen mir mittlerweile einfach nur noch seelenlos vor. Und teilweise scheint die Massenproduktion auch durch. Wenn bei Black Panther der entscheidende Kampf schlechteres CGI hat, als die meisten zeitgenössischen Computerspiele, dann kann ich nicht mehr denken, dass es die Produzenten großartig interessiert, was sie da machen. Inzwischen sind Superhelden-Filme nur noch eine riesige Soap, nur dass die Figuren lustige Kostüme tragen.

    Wenn man sein Hirn abschalten will, warum dann nicht bei Mad Max: Fury Road, oder John Wick, The Raid ... Die Liste ist lang. Es gibt einfach bessere Alternativen, meiner Meinung nach.

    Die Folgen für die Film-Landschaft sind fatal: Kreativität und Innovation werden bestraft, Kontinuität und Standardisierung scheint das zu sein, was die Masse sehen will. Alles muss nun ein Franchise werden, mit Cinematic-Universe, Reboots, Sequels, Prequels - you name it. Ich hätte mir gewüsncht, dass mit "Logan" das einstweilige Ende der Superheldenfilme eingeläutet worden wäre.


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    Beitrag von Tarija83 am So März 17, 2019 2:59 pm

    So jetzt habe ich ihn mir doch angetan und...naja.
    Pandora unter Wasser, Bildgewaltig aber mehr auch nicht.
    Dialoge. Haben mich nicht zum Lachen, eher zur zu einem verhaltenen Schmunzeln gebracht.
    Action. Wie nicht anders zu erwarten total übertrieben. Hallo??? Seit wann schießt man in einem U-Boot, außer man begeht Suizid.
    @elTrixi, ich muss dir vollkommen recht geben der Schluss ... Aquaman 3025088193 … unspektakulär. Das hätte man viel besser lösen können.
    Und meine Meinung zum Schlussbild. Musste das unbedingt sein?
    Alles in allem, man kann ihn anschauen, aber nur einmal (anders wie Avatar Aquaman 1671095450 4x)
    Das ist meine Meinung dazu.


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