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    Beitrag von Susanne Gavenis am Do Apr 19, 2018 3:27 pm

    Hier können wir über dieses und jenes plaudern, auf das wir gerade Lust haben.


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Fred Erikson am Do Apr 19, 2018 8:25 pm

    Susanne Gavenis schrieb:Da bin ich natürlich sehr gespannt, was du besonders erhellend fandest.

    Am erhellendsten fand ich, das Kapitel um inneren und äußeren Plot. Um zu erklären, warum das so ist, muss ich etwas - aber nur ein ganz kleines bisschen ausholen.
    Ich bin ja Schreibanfänger und mein Projekt stellt meine ersten Gehversuche in der Belletristik dar. Als Naturwissenschaftler habe ich natürlich etliche blogs gewälzt. Und das Bild, das sich mir mit Nachdruck aufgedrängt hat ist: Alle Plots sind innere Plots. Jedenfalls in "guten Romanen". Ich war völlig überrascht, als ich bei dir gelesen habe, dass es überhaupt eine Alternative gibt.
    In meinem eigenen Roman ist der Anteil des inneren Plots übrigens bei jeder Überarbeitung größer geworden, eben wegen meiner Interpretation und natürlich wegen der Kritiken hier im Forum. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass die Kritiken falsch sind. Mein Roman ist durch die ganzen Anmerkungen deutlich besser geworden. Mir geht es eher darum, dass ich das Gefühl habe, dass man eben auf Grund der Foren- und Blogdominanz innerer Plots gar nicht mehr auf die Idee kommt, zu hinterfragen, wie viel Innenansicht denn wirklich gut für die Geschichte ist.

    Susanne Gavenis schrieb: Dass das Buch für dich kurzweilig zu lesen war, freut mich ebenfalls sehr. Wobei ich mir bis zum Ende unsicher war, war die Länge der Zitate, die ich bringen wollte. Letztlich habe ich mich immer dafür entschieden, mehr statt weniger zu zitieren, damit auch wirklich klar wird, was ich an den Textbeispielen aufzeigen wollte.

    Da werden die Meinungen auseinander gehen, soviel steht fest. Ich finde die Länge jedenfalls sehr gut gewählt.


    Edit: Ich würde das auch gerne als eines der Themen vorschlagen, über die wir sprechen. Also die Sache mit dem inneren vs. äußeren Plot. Mir stellt sich z.B. die Frage, ob Geschichten auch gut funktionieren können, wenn sie Anteile von beidem haben. Damit meine ich nicht, dass - wie von dir beschrieben, ein innerer Plot von einem äußeren Plot abgelöst wird, sondern dass beide parallel oder miteinander verzahnt laufen. Geht das genauso gut, wie eine starke Fokussierung auf eine der beiden Plotarten? Auf was muss man achten?

    Da das Kapitel recht weit hinten folgt, ist das natürlich nix für den Beginn, da die meisten wohl noch nicht so weit gekommen sind.


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Gotthelf am Fr Apr 20, 2018 2:28 pm

    Ich weiss zwar nicht was innere plotsvsind aber eine Frage haette ich: Kann man als nichtleser auch an diesen diskussionen und uebungen teilnehmen?


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Susanne Gavenis am Fr Apr 20, 2018 6:04 pm

    @Gotthelf: An den Diskussionen auf jeden Fall. Bei den Übungen hatte ich mich ja - auch nach Alastors Hinweis - dafür entschieden, nicht die kompletten Übungsaufgaben hier zu posten, weil es sich auf das mögliche Interesse von potenziellen Käufern des Ratgebers eher kontraproduktiv auswirken könnte. Wenn du aber explizit auch bei den Übungen mitmachen möchtest, spricht doch nichts dagegen, dass ich dir ebenfalls ein Exemplar des Ratgebers schicke (entweder als E-Book oder als Taschenbuch), und du machst einfach "ganz offiziell" hier bei der Leserunde mit.

    @Fred: Freut mich, dass du meine Gedanken zu inneren und äußeren Plots fruchtbar fandest. Auch wenn ich bei meinen eigenen Geschichten eine entschiedene Vorliebe für innere Plots mit Prämisse und einer starken Ausrichtung auf meinen Protagonisten habe, war es mir für meinen Ratgeber sehr wichtig, andere und nützlichere Hilfen bei der Entscheidung für einen inneren bzw. äußeren Plot zu geben als "ich mag innere Plots lieber als äußere, deshalb sind alle Geschichten, die auf einem äußeren Plot gründen, per se schlechter, platter, simpler, etc. als Geschichten mit innerem Plot und Prämisse". Um von solchen mehr subjektiven und vom persönlichen Geschmack des jeweiligen Autors geprägten Sichtweisen wegzukommen, habe ich mir einen Zugang zum Thema überlegt, der neutraler und, denke ich, fruchtbarer anwendbar ist als eine doch oft recht einseitige Verfechtung des prämissenorientierten Blicks auf Geschichten. Schließlich bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass eine Sichtweise, die den Fokus auf die Gewichtung bzw. die Balance der einzelnen Elemente eines Romans im Hinblick auf den zugrunde gelegten Plot richtet, besser geeignet ist, bei Plotentscheidungen eine Hilfestellung zu geben, und auch objektiver ist. Mir war es sehr wichtig, klar herauszuarbeiten, dass es keine guten oder schlechten Plots gibt, sondern dass alles darauf ankommt, die zentralen Elemente der Geschichte auf die Plotentscheidungen abzustimmen, die man bei der Konzeption des Romans getroffen hat. Und wenn man das tut, hat man schon einmal eine ganze Menge richtig gemacht.


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Gotthelf am Fr Apr 20, 2018 11:52 pm

    Gut, mache ich! Gibts das auch als PDF oder so? Ebook habe ich nämlich nicht... Ansonsten wäre mir Taschenbuch auch recht


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Susanne Gavenis am Sa Apr 21, 2018 11:44 am

    Klar, als PDF kann ich es dir gerne schicken. Ich bräuchte dann nur noch mal deine Mailadresse, weil ich nicht mehr weiß, ob ich die noch habe.


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Fred Erikson am Sa Apr 21, 2018 5:58 pm

    Wie gehen wir eigentlich vor?



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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Susanne Gavenis am Sa Apr 21, 2018 7:36 pm

    Mhm, gute Frage. Da wir ja wie gesagt nicht wie bei einem normalen Roman z.B. in den ersten Leserunden-Abschnitt einsteigen können, indem einfach der erste so etwas schreibt wie: "Ich habe jetzt das erste Kapitel gelesen, und ich finde Figur xy total unsympathisch. Aber als Figur av von der Kuh über den Haufen gerannt wurde, musste ich laut lachen ... usw", müssen wir das Ganze anders aufziehen. Ich denke, es wäre vermutlich das beste Vorgehen, die einzelnen Themen bzw. Leserunden-Abschnitte mehr oder weniger wie normale Thementhreads im Forum zu behandeln, wo man ja auch einfach zu einem bestimmten Thema seine Gedanken äußert und andere darauf wiederum Bezug nehmen. Was wäre dir persönlich denn bei den Gesprächen über die einzelnen Themen besonders wichtig?


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Fred Erikson am Sa Apr 21, 2018 8:06 pm

    Das könnte den Nachteil haben, dass sich die Diskussionen sehr zerfasern. Ich würde vorschlagen, dass wir bei den vorderen Kapiteln beginnen, damit sich auch diejenigen beteiligen können, die noch nicht fertig gelesen haben.
    Was übrigens fehlt - oder ich hab's übersehen - ist ein Fazit zu dem Schreibratgeber selbst. Ich bin nämlich eben fertig geworden und würde dir gerne feedback geben. Die Rezension auf amazon gibt's auch bald. Muss aber herausfinden, ob man da unter einem anderen Namen posten kann und es trotzdem als lizenzierter Kauf angezeigt wird. Ich habe nämlich kein eigenes Konto und bestelle immer über meine Frau.

    Bei den Übungen können wir das übrigens gerne anders halten, denn vermutlich hat jeder andere Aspekte entdeckt, die man gerne mal praktisch erproben würde. Hier bietet sich ein drauflos-Schreiben gut an.

    Ist aber nur meine bescheidene Meinung. Ich bin grundsätzlich mit allem einverstanden.


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Susanne Gavenis am Sa Apr 21, 2018 8:45 pm

    Bei den Übungen sollte es am einfachsten sein, einen Modus zu finden. Jeder, der Lust hat, eine der Übungen zu machen, kann ja - so wie auch bei den "Schreibübungen" hier im Forum - seinen Text einstellen, wenn er ihn geschrieben hat, und jeder, der möchte, kann ihn dann kommentieren. Ich denke ebenso wie du, dass es wichtig ist, unsere Diskussionen nicht zu zerfasern und uns die Themen der Reihe nach vorzunehmen. Dabei brauchen wir die einzelnen Themen-Threads auch nicht als "abgeschlossen" zu deklarieren, wenn wir zum nächsten Thema übergehen, sondern zu allen vorausgegangen Themen kann immer noch etwas geschrieben werden, wenn dem einen oder anderen noch etwas einfällt. Das ist ja auch bei Leserunden zu Romanen nicht anders. Ich habe übrigens gesehen, dass du in dem "Plotten"-Thread hier im Forum schon richtig viel zum Plotten geschrieben hast (von deiner Plotten-Zusammenfassung nach deiner Waldscheidt-Lektüre ganz zu schweigen). Ich habe den Eindruck, dass du dich mittlerweile sehr gut mit dem Thema auskennst und in dieser Hinsicht enorm ambitioniert bist. Von daher freue ich mich darauf, deine Frage hinsichtlich innerem und äußerem Plot mit dir zu diskutieren.

    Stimmt, ein Fazit zum Ratgeber selbst habe ich noch nicht drin, da hast du recht. Das kann ich noch hinzufügen. Dass du eine Rezension auf Amazon schreiben willst, ist wirklich toll! Das mit dem "verifizierten Kauf" ist, denke ich, gar nicht so ein Problem, da z.B. auch die Amazon-Rezis von Teilnehmern bei LovelyBooks-Leserunden nicht als verifizierter Kauf angezeigt werden, und trotzdem würde vermutlich niemand auf die Idee kommen, dass es sich um Fake-Rezis von Oma, Opa und der Schwiegermutter handelt. Die fühlen sich, denke ich, deutlich anders an (und manche der offensichtlichen Fake-Rezensionen, die ich in den letzten Jahren auf Amazon gelesen habe, sind wirklich zum Fremdschämen peinlich - bzw. sollten es dem Autor eigentlich sein, wenn er ein wenig Stolz und Würde hat).


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Fred Erikson am Sa Apr 21, 2018 9:13 pm

    Susanne Gavenis schrieb:Von daher freue ich mich darauf, deine Frage hinsichtlich innerem und äußerem Plot mit dir zu diskutieren.

    Darauf freue ich mich auch!


    Wann war eigentlich der offizielle Start der Leserunde?

    Mir kam während des Lesens deines Ratgebers übrigens die Idee zu einem anderen Projekt. Ich glaube, ich versuche mich vor dem Start der Leserunde schon mal an einer der Schreibübungen, um ein Gefühl für einen der beiden Protas zu bekommen. Vorher muss ich allerdings etwas recherchieren, denn die Geschichte soll in Aventurien, der Welt des schwarzen Auges (RPG) spielen.


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Susanne Gavenis am So Apr 22, 2018 9:19 am

    Interessant! Welche der Schreibübungen schwebt dir denn als Einstimmung auf dein Projekt vor? Aventurien kenne ich übrigens recht gut, auch wenn ich bereits viele Jahre nicht mehr auf aventurischen Pfaden gewandelt bin. Aber in meiner Jugend, als ich noch jung und hübsch und faltenfrei war, habe ich mal eine Zeitlang DSA gespielt.

    Der offizielle Start der Leserunde ist im Augenblick, bedingt durch Sues Roman und Shivas Urlaub, ein wenig unschärfer, als ich vor anderthalb Monaten gedacht hatte. Da das Ganze aber auch keine knallharte Angelegenheit wie die Abi-Prüfungen ist und die Leserunde ja auch nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt über die Bühne gebracht werden muss, sondern prinzipiell - solange Alastor das Leserunden-Unterforum nicht schließt - auch nach dem offiziellen Ende der Leserunde noch für mögliche weitere Beiträge offen steht (ich denke hier vor allem an die Übungen), habe ich überhaupt nichts dagegen, irgendwelche Gedanken, die uns vielleicht besonders auf den Nägeln brennen, bereits im Vorfeld ein wenig anzudiskutieren oder unsere Meinungen auszutauschen (oder bereits die eine oder andere Übung zu versuchen). Und da Gotthelf ja jetzt doch bei der Leserunde mitmacht, werden wir vermutlich ohnehin intensiver und länger diskutieren, als ich erwartet hatte .


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Gotthelf am So Apr 22, 2018 9:57 am

    @Fred: Wie jetzt? Und was ist mit deinem Romanschmiede-Roman?

    @Susanne: Also bitte! Ich denke nicht, dass ich das Problem bin Wink


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Susanne Gavenis am So Apr 22, 2018 10:25 am

    Fred ist offenbar ein gnadenloser Multitasker! Der schafft auch 20 Projekte gleichzeitig!

    @Gotthelf: Ich bin schon SEHR gespannt auf die Diskussionen mit dir!


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Sue am So Apr 22, 2018 1:18 pm

    Da kann ich dir nur beipflichten! Wink

    Ich würde die Runde übrigens auch gerne in Abschnitte von vorne nach hinten einteilen. Dann kann ich das Buch gemütlich nebenher lesen; in ein, zwei Wochen kann ich das sowieso nicht alles geistig verarbeiten. geek


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    (Aus der Widmung in Nury Vittachis "Cyberboy") (EDIT: Das Buch ist nicht gerade ein Meisterwerk.^^)
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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Fred Erikson am So Apr 22, 2018 1:58 pm

    Susanne Gavenis schrieb:Interessant! Welche der Schreibübungen schwebt dir denn als Einstimmung auf dein Projekt vor? Aventurien kenne ich übrigens recht gut, auch wenn ich bereits viele Jahre nicht mehr auf aventurischen Pfaden gewandelt bin. Aber in meiner Jugend, als ich noch jung und hübsch und faltenfrei war, habe ich mal eine Zeitlang DSA gespielt.

    Ah, das ist ja gut zu wissen, dass dir DSA bekannt ist. Dann wirst du auch nachvollziehen können, dass der Recherche-Anteil dieser detailliert ausgearbeiteten Welt fast vergleichbar mit dem, bei einem historischen Roman ist.
    Als Übung schwebt mir "Übung sprechende Details: Beschreibung einer Figur mithilfe der Wohnungseinrichtung" vor.

    Gotthelf schrieb:@Fred: Wie jetzt? Und was ist mit deinem Romanschmiede-Roman?

    Den Roman schreibe ich natürlich weiter. Der ist keineswegs auf dem Abstellgleis. Wink Aber als Zweiteiler mit Potenzial eines nachfolgenden Zweiteilers ist die Wahrscheinlichkeit ihn als unbekannter Erstveröffentlicher bei einem Verlag unterzubringen gegen Null gehend. Daher schreibe ich den ersten Band fertig und bereite den kurzen - in sich geschlossenen - DSA-Roman nebenbei vor. Wenn "Die Seele des Dämons - Teil I" fertig ist, kloppe ich - so meine Wunschvorstellung - den DSA-Roman in zwei Monaten als Rohfassung in die Tasten, lasse ihn dann liegen, während ich Teil II meines Großprojekts detailliert plotte und mache mich dann an die Überarbeitung des DSA-Romans. Dann bekommt den ein Betaleser (oder zwei) und ich schreibe am Großprojekt weiter. So weit, die graue Theorie. Wink


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Susanne Gavenis am Mo Apr 23, 2018 3:57 pm

    Mhm. Das klingt, als hättest du deinen DSA-Roman hauptsächlich aus marktstrategischen Überlegungen heraus geplant, weil du dir davon eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Veröffentlichung versprichst. Ähnliche Gedanken haben mich Anfang der 2000er mal dazu bewogen, eine Zeitlang meine eigenen Geschichten hintenan zu stellen und stattdessen einen Roman zur Fernsehserie "Charmed" zu schreiben, zu der zum damaligen Zeitpunkt ständig neue Romane auf den Markt geworfen wurden.

    Als ich mitbekommen hatte, dass der deutsche Verlag, der die Charmed-Rechte besessen hat, auch auf deutsche Autoren (und nicht nur auf die Übersetzungen aus dem Amerikanischen) zurückgegriffen hat, um den Bedarf der lesehungrigen Charmed-Fans zu befriedigen, dachte ich mir: "Coole Sache, wenn du mit deinen eigenen Geschichten keinen Verlag findest, probierst du es eben mit einem Roman zu einer Fernsehserie, da ist im Moment ja offenbar ein riesiger Bedarf an Nachschub vorhanden." Also habe ich meinen Charmed-Roman innerhalb weniger Monate in die Tasten gehämmert (was erstaunlich einfach war, vermutlich, weil ich komplett auf vorgefertigte Charaktere zurückgreifen konnte bzw. musste, die zudem psychologisch nicht wirklich die Skala für Komplexität gesprengt haben) und an den Verlag geschickt.

    Nach ein paar Monaten, in denen ich nichts von dem Verlag gehört hatte, habe ich verwegen nach dem Telefonhörer gegriffen und das Verlagslektorat angerufen, wo man mir freundlich mitteilte, dass sie in der Zeit, die ich für meinen Roman gebraucht hatte, die Charmed-Romane der deutschen Autoren wieder aus ihrem Programm genommen hatten, weil der Charmed-Hype mittlerweile bereits wieder am Abflauen war und die Titel der amerikanischen Autoren plötzlich wieder ausreichend waren, um die Nachfrage zu decken. Zwischenzeitlich hatte ich (weil ich die potenzielle Gelegenheit nutzen wollte) bereits meinen zweiten Charmed-Roman zu zwei Dritteln fertig geschrieben. Ich habe ihn dann trotzdem noch zu Ende geschrieben, weil ich die Story eigentlich ganz nett fand, obwohl es nicht mehr die geringste Möglichkeit gab, die beiden Charmed-Romane noch bei irgendwelchen Verlagen an den Mann zu bringen.

    Das ist das Risiko, wenn man nicht mit eigenen Geschichten an Verlage herantritt, sondern mit Romanen zu bereits existierenden Lizenzprodukten wie Charmed oder auch DSA. Wenn der Verlag, der der momentane Rechteinhaber ist, die Geschichte ablehnt, gibt es keinerlei Möglichkeit mehr, sie noch anderweitig anzubieten (meine beiden Charmed-Romane biete ich mittlerweile zum kostenlosen Download auf meiner Webseite an, mehr diesbezügliche Optionen hatte ich nicht mehr, nachdem der damalige Verlag sein Charmed-Engagement zurückgefahren hatte). Hast du denn geschaut, wie viel DSA-Romane im Moment noch veröffentlicht werden? Eine Zeitlang waren das ja, soviel ich mitbekommen habe, ziemlich viele, aber das ist schon Jahre her. Wie sieht es denn im Augenblick damit aus?


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Fred Erikson am Mo Apr 23, 2018 6:10 pm

    Ertappt. Wink

    Es sind tatsächlich marktstrategische Überlegungen. Derzeit ist die Lage aber außergewöhnlich gut, soweit ich das beurteilen kann. Der Output an Romanen ist sehr gering. Große Wellen schlägt da eigentlich nur Bernhard Hennen, der mit Robert Corvus die Phileasson-Saga nacherzählt.
    Hinzu kommt, dass DSA mit der 5. Edition gestartet ist - okay, das sind jetzt auch schon glaub' zwei Jahre her, aber gefühlt ist noch sehr wenig erschienen und viele alte Autoren nicht mehr dabei sind. Die verbliebenen Mitarbeiter kommen schon kaum mit der Nachfrage an Regelwerken und Regionalspielhilfen hinterher, kurzum, zumindest als Außenstehender scheint mir der Zeitpunkt ideal. Und vermutlich auch noch in den nächsten Jahren.
    Weiteres Plus: Die meisten DSA-Romane haben eine allenfalls mittelmäßige Qualität, wenn es auch löbliche Ausnahmen gibt. Die beiden mMn besten sind Witzko und Marsberg, aber die haben beide aufgehört.
    Letztlich: Ich spiele ja nach einer 15-jährigen Pause wieder DSA. Und ich finde Aventurien einfach super. Von daher, macht mir das auch Spaß und ist keine rein strategische Überlegung.

    Natürlich besteht dennoch ein Risiko, mal davon abgesehen, dass es sein könnte, dass die mein Geschreibsel nicht gut genug finden, könnte es auch schlicht sein, dass sie die Thematik gerade einfach nicht vom Verlagsprogramm gebrauchen können. In diesem Fall gibt es immer noch Plan B. Ich stelle das Ding für umme ins Scriptorium. Das ist eine DSA-Plattform, auf der Hobbyisten alles was mit DSA zu tun hat hochladen und für was auch immer sie wollen verkaufen können. Label, Grafiken etc. werden auch bereit gestellt. Vielleicht gewinne ich dadurch ja ein paar Leser.

    Danke für den Einblick in deine "bezaubernde" Schreibepisode. Wink


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Drachenprinzessin am Mo Apr 23, 2018 7:15 pm

    Ähm Leute, da wir anscheinend mehr diskussionstechnische Hochkaräter in der Leserunde habe als ich erwartet hatte, ist es dringend an der Zeit dass ich euch vor mir selbst warne.
    Leider bin ich nur mit einem geringen Glauben an mich selbst ausgestattet, weshalb ich Diskussionen gerne aus dem Weg gehe. Im Moment bin ich dabei meine Welt in einem positiven Sinne aufzuräumen, weswegen ich auch an dieser Leserunde teilnehmen wollte und immer noch will. Nur ist es so, dass ich mich vermutlich oft zurückziehen werde, da ich a) (und wie bereits erwähnt) nur geringen Glauben an mich selbst habe, deswegen b) mich nie wirklich in ein Thema vertieft habe (ganz allgemein) weil es ja genug andere Menschen auf diesem Planeten gibt die sich mit was für einem Thema auch immer auskennen - wozu braucht man dann also mich? und c) nicht daran gewohnt bin eine eigene Meinung zu haben, da vieles, was von mir kam, früher als "falsch" angesehen wurde und ich aus ähnlichen Gründen ungerne anderen Leuten nachplappere (à la "ich denke auch so").

    Mir geht echt das Muffensausen und ich hab echt Angst davor was passiert wenn ich mich nicht einbringen kann, weil ich nichts originelles zu sagen habe, oder weil mein "Grundwissen" bezüglich kreativem Schreiben (und anderen Sachen) viel zu gering ist


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Fred Erikson am Mo Apr 23, 2018 7:40 pm

    Hi Drachenprinzessin,

    gut, dass es gar kein "falsch" hier gibt. Es gibt nur Meinungen und die sind subjektiv und da ist deine Meinung genauso viel wert, wie die jedes Anderen.
    Ehrlich gesagt, bin ich selbst seit ein paar Tagen am Rätseln, was ich eigentlich als erstes zum Thema schreiben soll und hoffe darauf, dass Susanne uns einen "Ideen-Kristallisationskeim" gibt, an dem sich ein Meinungsaustausch bildet.

    Ich freue mich jedenfalls darauf, deine Meinung zu hören!



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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Niobea am Mo Apr 23, 2018 9:25 pm

    Bei mir ist heute das Buch angekommen - vielen Dank, Susanne, ich freue mich sehr - und ich fange an zu lesen.

    Ich bin in Diskussionsrunden in Foren auch nicht geübt, Drachenprinzessin, und taste mich langsam ran. Aber ich habe auch große Lust dazu.
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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Gotthelf am Di Apr 24, 2018 10:09 am

    Ich denke wir koennten alle mal einen Sokrates gebrauchen, der uns zeigt dass wir eigentlich keine Ahnung haben.


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Susanne Gavenis am Di Apr 24, 2018 1:55 pm

    Ähm - eigentlich hatte ich gehofft, dass dieser "Ideen-Kristallisationskeim" von einem von euch ausgeht (Gotthelf, hau rein!). Aber im Ernst - ich habe ebenfalls in den letzten Tagen das eine oder andere Mal gedacht: "Oh je, hoffentlich erwarten jetzt nicht alle irgendetwas Superkluges von mir, weil es ja mein Ratgeber ist, vor allem, weil ich das, was mir zu den Themen am Wichtigsten war, ja bereits im Ratgeber geschrieben habe und es ein wenig komisch rüberkäme, wenn ich einfach nur das, was ich schon mal gesagt habe, noch einmal in anderen Worten wiederholen würde."

    Mit anderen Worten bin ich, was die in Aussicht gestellten Diskussionen hier in der Leserunde angeht, befangener, als ich es sonst von mir kenne. Du siehst also, Drachenprinzessin, dass (vielleicht bis auf Gotthelf) irgendwie alle scheinbar Muffensausen haben, dass sie sich in die Diskussionen nicht ordentlich einbringen können. Das sollte doch eigentlich beruhigend sein, oder? Ich zumindest komme nicht umhin, es ein wenig witzig zu finden. Auf jeden Fall denke ich, dass wir uns nicht ängstlich in unseren Betten zu wälzen brauchen, weil wir nicht wissen, was wir für geniale Gesprächsbeiträge zu dieser Leserunde beitragen können.

    Wir können ja mal ein bisschen "probediskutieren" und uns zunächst ganz behutsam an etwas ganz Harmlosem versuchen, um warm zu werden und vielleicht die Scheu vor einer "Ratgeber-Leserunde" zu verlieren. Gotthelf hatte ja vor einiger Zeit in den Raum gestellt, dass er mit Schreibratgebern bisher eher wenig anfangen konnte. Da stellt sich die Frage, ob Schreibratgeber nicht im Allgemeinen völlig überschätzt werden. Braucht man überhaupt irgendwelche vermeintlich klugen Leute, die einem sagen, wie es "richtig geht", oder sollte man sich als Autor von vornherein viel mehr auf sein eigenes Bauchgefühl verlassen?


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Gotthelf am Di Apr 24, 2018 2:02 pm

    Zum Bauchgefühl kurz, weil ich das heute morgen mal wieder hatte, als mir meine Großmutter meine Zeichnungen von vor 15 Jahren zeigte: Ich hatte damals schon mit Perspektive gezeichnet (sprich: perspektivische Verkürzung), ich hatte sogar Licht und Schatten mit einbezogen. Obwohl ich eigentlich nicht wusste was ich mache. Es war einfach ein Beobachten und Imitieren der Realität. In der 5ten Klasse in Kunst sollten wir etwas zeichnen und der Lehrer meinte ich sei der einzige, der wüsste, was Perspektive ist. Wusste ich aber nicht, das war das erste Mal, dass ich das Wort überhaupt gehört habe. Ich hatte immer nach Gefühl gezeichnet und es richtig gemacht, ohne die Regeln von Zentralperspektive mit Fluchtpunkt, Augenhöhe etc. zu kennen.

    Nun zu den Diskussionen: Vielleicht bin ich deshalb der einzige, der keine Angst vor Diskussionen hat, weil ich nie daran denke, ob ich mich den mit Unwissen lächerlich machen könnte, weil ich nie davon ausgehe, dass Unwissen jemanden blamiert oder lächerlich macht. Man führt ja Diskussionen, um schlauer zu werden, nicht um anderen zu zeigen, wie schlau man ist. Und ich denke, wenn mehr Leute ein Gespräch als Chance statt als Risiko sehen würden, würden sie auch keine Angst davor zu haben, mit anderen zu reden.


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    Re: Plauderecke

    Beitrag von Fred Erikson am Di Apr 24, 2018 11:44 pm

    Susanne Gavenis schrieb:
    Wir können ja mal ein bisschen "probediskutieren" und uns zunächst ganz behutsam an etwas ganz Harmlosem versuchen, um warm zu werden und vielleicht die Scheu vor einer "Ratgeber-Leserunde" zu verlieren. Gotthelf hatte ja vor einiger Zeit in den Raum gestellt, dass er mit Schreibratgebern bisher eher wenig anfangen konnte. Da stellt sich die Frage, ob Schreibratgeber nicht im Allgemeinen völlig überschätzt werden. Braucht man überhaupt irgendwelche vermeintlich klugen Leute, die einem sagen, wie es "richtig geht", oder sollte man sich als Autor von vornherein viel mehr auf sein eigenes Bauchgefühl verlassen?  

    Ich werfe mal ein paar Behauptungen in den Raum.

    Ich glaube, dass ein Schreibratgeber drei Autorentypen sehr wenig bringt:
    - Jenen, die einfach drauflos schreiben und in der Überarbeitung nur Kleinigkeiten verbessern wollen.
    - Jenen, die Erfahrung und Talent vereinen und in einer Mischung aus Intuition und "eingefleischtem Handwerk" sowieso alles richtig machen, bzw. in der Überarbeitung alles richtig hinbiegen.
    - Jenen, die noch gar keine praktischen Erfahrungen im Romanschreiben haben.

    Die meisten plottenden Autoren werden aber zwischen der zweiten und dritten Gruppe stehen und sehr wohl Profit aus der Lektüre eines Schreibratgebers ziehen. Vor allem aus solchen Ratgebern, die nicht versuchen alles unter einen Hut zu bringen, sondern sich auf einzelne Aspekte fokussieren. Ich wage zu behaupten, dass die Wenigsten einen solchen Aspekt derart intensiv während ihres Schreibens oder Plottens beleuchten, wie es in einem Ratgeber getan wird.


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