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Alastor

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    Der Dämon

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    Nerena
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    Der Dämon

    Beitrag von Nerena am Sa Nov 22, 2014 11:34 pm

    Hallo Leute Smile
    ich befasse mich derzeit sehr mit Fabelwesen, ihre Herkunft, ihr Wirken, ihre Art und ihre Merkmale/ihr Aussehen

    Dabei dachte/recherchierte ich natürlich auch über Dämonen.
    aber Dämonen sind für jeden anders. Sie haben keine genaue Gestalt in die man sie pressen kann, wie Nixen zum Beispiel (ja, man kann auch ihr Aussehen variieren aber nicht so sehr)

    Einige sehen Dämonen als Tiere, die zumindest etwas menschliches an sich haben, wie Beine
    andere wiederum sehen nur Monster ohne Mensch,  mit großen scharfen Zähnen.
    Dann gibt es welche, die sehen sie als Wesen mit menschlicher Gestalt, Flügel und großen Hörnern
    und wieder welche,  die sagen es seien Menschen mit bestimmten Merkmalen wie rote Augen, spitze Zähne usw.

    Ich glaube wir sind uns einig, dass Dämonen sehr wandelbar sind.
    Was mich aber interessieren würde ist:
    Wie seht ihr Dämonen?
    Was tun sie?

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    Re: Der Dämon

    Beitrag von Gast am So Nov 23, 2014 1:23 pm

    Dämonen, spannendes Thema.

    Dämonen sind für mich Verkörperungen irgendeiner Domäne (egal ob eine Sünde, ein Element, der Perversion von etwas Gutem...), mit deren Hilfe sie ihrem Umfeld den größtmöglichen Schaden zufügen möchten. Von der Gestalt bekommen sie von mir dehalb etwas aufgebrummt, was thematisch mit ihrer Domäne und dem Setting zusammenpasst. Zusätzlich können sie bei mir meist Ihr Aussehen ändern oder besitzen die Kraft der Besessenheit, um ihnen die nötigen Mittel zu geben die Puppenspieler zu werden, die sie für mich sind sind. Ihre wahre Gestalt ist deshalb häufig eigentlich nebensächlich, es ist nur wichtig, dass das Thema passt. Vom Aussehen lass ich deshalb 'the rule of cool' gelten Wink

    Ich habe mit Däminen ein anderes Problem: Dämonen werden meiner Meinung nach viel zu inflationär verwendet. Ein Dämon ist nur ein weiteres Monster, wenn er nur zum Kämpfen in Geschichten eingebaut wird. Natürlich ist es toll, wenn nach langem hin und her der Held einen epischen Kampf gegen einen Dämon gewinnt oder vielleicht auch verliert, aber für mich ist selbst ein Dämon der Rage eher ein Puppenspieler. Natürlich will er Gewalt erzeugen wo er kann, aber dann vielleicht eher dadurch, dass er Streit säht und Situationen eskalieren lässt, die im Normalfall nie in einem Blutbad geendet hätten.
    Wenn jedoch an jeder Ecke a la 'Charmed' ein Dämon aus der Erde schießt... tja, dann ist das halt nichts Besonderes mehr.
    Ein Dämon ist für mich immer ein großer Antagonist oder zumindest eine wichtige Nebenfigur, die man nie einfach so mit Leichtigkeit beseitigt, sondern der selbst bei einer Niederlage wiederkommt und wiederkommt, bis er bekommt was er will.

    Wenn ich über einen Dämon schreiben will, nehme ich mir zuerst ein Konzept und gebe Ihm entsprechend eine stimmige Gestalt.
    Man kann dabei offensichtlich vorgehen: Bei einem Dämon des Neids könnte ich mir einen lebenden Mannequin vorstellen (du weißt schon, die creepy Kleidungsausstellungspuppen), der anderen Leuten die Identität stiehlt (Gesicht, Stimme, vielleicht sogar die Erinnerung).

    Die spannenderen Dämonen sind für mich aber die, die man nicht sofort als solche erkennt: Berunial, der Jahrtausende-alte Dämon des Krieges treibt in den Straßen New Yorks getarnt als Finnegan McGaller sein Unheil. Die Leute belächeln ihn, unwissend darüber dass hinter der unscheinbaren Fassade des irischen Säufers eine vier Meter große Gestalt mit Bullenschädel und vier Armen steckt. Obwohl er sie alle mit Leichtigkeit in Jenseits befördern könnte, zieht er es vor sie sich selbst zerstören zu lassen, indem er wo er kann Konflikte säht und diese verstärkt, sodass sie in einem Blutbad enden. Da er dabei geschickt vorgeht, kommt ihm niemand auf die Schliche... bis es dann ein Protagonist einer Geschichte dann schließlich doch tut. Villeicht hat Berunial den Prota dazu veranlasst seine Frau zu schlagen (zum Beispiel während einem 'Rosenkrieg' Wink ), die ihn daraufhin verlassen und das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder eingeklagt hat und der aufmerksame Prota erkennt, dass er nur durch Beeinflussung von Außen seiner dunklen Seite erlegen ist. Und Berunial: Der will vielleicht nicht einmal die Seele des Protas oder sonst was. Er ist ein Dämon des Krieges und er streut Konflikte, genauso wie Feuer Dinge verbrennt.

    Berunial könnte aber auch der dunkle Herrscher eines Schlosses im Frankreich des 15. Jahrhunderts sein, der das Umland von seinen dämonisch verzerrten (aber sterblichen) Dienern plündern und brandschatzen lässt. Seine Schergen sind dabei die Monster, die der Protagonist bekämpfen kann, Berunial als Dämon der größere Gegenspieler, der vielleicht nie wirklich mit dem Prota in physischen Konflikt kommt, aber diesen vielleicht auf anderem Weg fast in den Ruin treibt.

    Ich hoffe ich konnte dich inspirieren. Ich glaube, ich werd in nächster Zeit mal was zu dem Thema schreiben Wink
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    Re: Der Dämon

    Beitrag von Élandor am Di Nov 25, 2014 6:40 pm

    Stimmt, sehr interessant, ich muss zugeben, dass ich mit ihnen noch gar nicht befasst habe, also tue ich das einfach mal hier!
    Ich habe mit Absicht die vorigen Beiträge nicht gelesen, um mich nicht beeinflussen zu lassen.

    Für mich können Dämonen einerseits Geister, beziehungsweise körperlose Wesen sein, als auch Wesen aus Fleisch und Blut. Ich stelle sie mir immer als welche vor, die ihre Gestalt nach Belieben ändern können, ihren Zustand aber nicht ändern können. Als Körperlose (^^ hihi, gibt es die Rasse der Körperlosen schon) können sie zwar in Körperbesitzende (^^ sorry, aber ich kann mich gleich nicht mehr halten) hineinfahren und von ihnen Besitz ergreifen, sind aber weiterhin nicht von eigenem Fleisch und Blut. Genauso können Dämonen mit eigenem Körper nicht zu Geistern werden.

    Das zum Körper. Das Handeln bei Dämonen ist für mich grundsätzlich gleich. Unbeeinflussbar und immer einem Ziel hinterher, ob sie nun dabei töten müssen oder nicht, sie beseitigen alles was ihnen im Weg steht. Und sie sind undurchschaubar, nichts lässt sich vorhersehen, so kommt es schnell zu plötzlichen Wendungen, für Außenstehende nicht nachzuvollziehen.

    Was Gefühle angeht, glaube ich, dass sie unterschiedlich sind, mal freundlich, solange sie bekommen, was sie wollen und dann wieder gefühlskalt und einfach nur böse. Und ganz wichtig: Ich glaube nicht, dass sie tiefe, kompromisslose Liebe empfinden können, dazu sind sie zu einseitig interessiert und falls es ihr Ziel ist, wahre Liebe zu fühlen, dann suche sie sich danach etwas neues aus.

    Vielleicht habe ich dich inspiriert, hoffe ich doch mal sehr!
    Lg Él


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    Re: Der Dämon

    Beitrag von Drachenprinzessin am Fr Nov 28, 2014 5:37 pm

    Einige sehen Dämonen als Tiere, die zumindest etwas menschliches an sich haben, wie Beine
    Als die christliche Kirche gerade dabei war, die "religiöse Macht" in Europa zu übernehmen, wurden die alten Götter gerne mal als kleine, Unruhe stiftende Wesen degradiert oder so verunstaltet, dass die christliche Kirche sie als "Dämonen" bezeichnen konnte. Hast Du vielleicht an so was gedacht? Oder hast Du eher an die "bösen" Götter aus den alten Naturreligionen gedacht?

    Wie man unschwer erkennen kann sind Dämonen für mich Phantasieprodukte. Das heißt, dass der eigenen Phantasie keine Grenzen gesetzt sind und man sie so gestalten kann, wie man das möchte bzw. wie die eigenen Geschichte das gerade erfordert. Was mich betrifft, wär mir so ein umher rennender, alles vernichtender Dämon viel zu langweilig, weil ich da als Autorin auch keinen Spaß dran hätte einfach ein hässliches "Viech" durch meine Welt rennen zu lassen. Viel interessanter wär ein Dämon, der andere gegeneinander aufhetzt (Menschen, Elben, Zwerge usw.) ohne dass die es merken. Ich würde es dann so machen, dass sich dieser Dämon z.B. als Elb getarnt unter die Menschen mischt um diese gegeneinander aufzuhetzen.


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    Re: Der Dämon

    Beitrag von Enki am So Nov 30, 2014 5:37 pm

    Für mich sind Dämonen vor allem eines: vielseitig!
    Als gemeinsames Merkmal würde ich vor allem sehen, dass sie prinzipiell körperlose Wesen aus einer anderen Dimension sind. Wenn sie in unsere Welt eintauchen, können sie dann Menschen oder Tiere als Wirtskörper verwenden oder einen eigenen Körper materialisieren.
    Das heißt, dass der eigenen Phantasie keine Grenzen gesetzt sind und man sie so gestalten kann, wie man das möchte bzw. wie die eigenen Geschichte das gerade erfordert.
    Ganz genau! Dämonen haben für mich als Autor den Vorteil, nicht an das bekannte zoologische System gebunden zu sein. Daher kann es auch Mischwesen doer Wirbeltiere mit mehr als vier Beinen unter ihnen geben. In meinen Werken ist es mir auch sehr wichtig, sie vielfältig darzustellen. Natürlich habe ich geflügelte, gehörnte, bösartige Klischee-Dämonen, doch ebenso auch andere Exemplare mit komplexer Persönlichkeit und einzigartigen Eigenschaften. Ich lege stets Wert darauf, Wesen nicht als prinzipiell böse darzustellen, auch keine Dämonen. Manche mögen durchaus destruktiv veranlagt sein, andere dagegen sind vom Charakter ehr fast menschlich oder sogar moralischer als wir 8was nicht schwer ist).
    Einen zwangsläufigen Bezug zum Christentum und der damit verbundenen Stigmatisierung sehe ich bei Dämonen nicht. Schließlich kennen auch etliche andere Religionen Dämonen, darunter auch solche, die gutartig oder neutral sind (z.B. Lamassu und Pazuzu bei den Assyrern und Babyloniern).


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    Re: Der Dämon

    Beitrag von El Lobo am So Nov 22, 2015 9:33 pm

    Dämonen sind für mich jene Wesen, die in der Antike und davor als echte Götter verehrt wurden, dann aber im römischen oder byzantinischen Reich aus der Bibel bzw dem alten Testament verbannt wurden. Sie sind schlicht der damaligen Zensur zum Opfer gefallen. Seitdem werden sie nur mehr absichtlich etwas abwertend als Dämonen bezeichnet, um sie dem einen und einzigen heutigen Gott unterzuordnen.

    So sehe ich die Definition der Dämonen. Und zu ihrer Gestalt sage ich, da die alten Götter vielgestaltig waren, werden es daher auch die "Dämonen" sein.


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    Die Geschichte der Menschheit ist eine nähere Betrachtung wert!

    Gast
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    Re: Der Dämon

    Beitrag von Gast am Mi Jun 29, 2016 6:49 pm

    Der Dämon, für mich eines der vielseitigsten und interessantesten Wesen.  Ich habe mir natürlich meine eigenen Gedanken über ihre Gestalt und ihr sein gemacht. Es wird normal davon ausgegangen Dämonen wären gefallene Engel, ich bin von diesem Gedanken ab gegangen. Warum, ich wollte eine eigenständige Rasse haben die sich nicht damit vergleichen muss. Ich habe je nach dem wie ich meine Geschichten schreibe immer wieder andere Ansätze ihrer Entstehung, wie sich sich ernähren, aufwachen oder was sie aus macht. Zum einen stell ich mir vor das Dämonen aus Sünden der Menschen geboren werden, das macht sie nicht bösartig aber es prägt sie! Zu erst sind es kleine schwarze Seelen,  diese müssen um zu leben sich einen wirt suchen. Dabei muss es sich um ein ungeborenen noch reines Geschöpf handeln. Nehmen wir in diesem Fall zb eine Löwin. Diese ist trächtig, eines der jungen wird besetzt und wird so zum Dämon. Die Babys haben immer eine Abweichung was auch ausschlaggebend für ihr späteres Handel sein kann. Unser Dämonen Löwe ist rauchig, fast schwarz. So passiert es das Babys immer wieder abgestoßen und getötet werden, wenige überleben und selten werdende akzeptiert. Dieser Umstand verdankt es ihnen dann auch wie sie sich entwickeln. Aus diesen Grunde haben sich die Dämonen gesammelt, verstoßen und vertrieben haben sie Zuflucht gesucht an dem einzigen Ort wo es egal ist was sie sind und wie sie aussehen. Der Teufel ist nicht wählerisch wenn es darum geht gut Arbeiter und gefolgsleute zu finden und die Dämonen haben sich in verlaufen fertig der Zeit zu gewalttätigen Monstern entwickelt dessen Herzen mit Hass gefüttert werden. Sie essen unreine Seelen, Ass und alles was fleischig Ursprungs ist. Sie sammeln die abgestoßen Kinder auf und erziehen sie nach ihren wissen, was nur in eine Richtung führen kann. Es gibt immer wieder Dämonen Kinder die mehr verstehen wollen und sich ihr eigenes Urteil bilden, die sich nicht beeinflussen lassen wollen und es gibt jene die trotz ihrer andersartigkeit geliebt werden. Dämonen lernten über die Jahre sich der Menschlichen Form anzupassen um unscheinbar zu wirken, genauere Augen erkennen jedoch Unterschiede.  Ihre Begabung ist die Verwandlung in ihr Geburtswesen und die des Menschen.

    Im zweiten Fall ist der Dämon wieder eine eigenständige Rasse der aber viele unterschiedliche Typen  hat. Jede hat unterschiedliche Fähigkeiten und aussehen. Normal sind die vom aussehen mit Menschen zu vergleichen, einzelne Merkmale unterscheiden sich. Noch dazu führt die Verpackung mit anderen Rassen die neue Merkmale mit einbringt. Dämonen können sich in diesem Fall unterschiedlich ernähren, von Seelen ( was sie aber negativ beeinflusst und sich auch auf ihr aussehen auswirken kann, es vergiftet sie aber es ist wie eine Droge ), Blut ( gibt Ihnen viel Energie und kann je nach dem von welcher Art sie trinken Ihnen die darin verborgene macht geben, dabei handelt es sich nicht um Magie die angewandt werden kann sondern um die Stärke dieser Kraft,  auch kann sie für ein schwachen Dämon zu starke Auswirkungen haben, je nach Dämon kann auch diese zu einer sucht führen), Fleisch ( wichtiger Bestandteil ihrer Ernährung, sie gibt Kraft und Energie) und zu guter letzten kann ein Dämon sich auch von allen anderem Ernähren.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr Dez 15, 2017 7:48 pm