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Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums Kj7b-8-c9f0

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    Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums

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    Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums Empty Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums

    Beitrag von Neclus Mandarius am Di März 31, 2020 7:51 pm

    Siehe meinen Post im Thema “Eigene Welten” für Kontext Very Happy Vielleicht kann es jemandem Inspiration geben, oder umgekehrt fallen jemandem Vorschläge/Tipps für mich ein :-)
    Vorweg als Kommentar (Wiederholung):
    Ich nehme relativ viel Bezug auf Physik+Informatik und hantiere allgemein mit eher abstrakten Begriffen; wenn das für jemanden nichts ist, sind schätze ich nur noch die Abschnitte "Magische Welten", "Elementarwesen" und "Magische Sprachen" einigermaßen interessant. Zum Verständnis dafür als sehr stark verkürztes TL;DR: es gibt Magie, die kommt aus Magiequellen und der Geist magischer Wesen kann sie nutzbringend einsetzen. Das, was wir sehen und als Realität wahrnehmen, ist auf der "physikalischen Ebene"; das, was komplexe Energiekreisläufe und Bewusstsein erlaubt, auf der "mentalen Ebene".

    Naturgesetze
    Grundlage: Viele-Welten-Theorie. Die brauche ich, um eine Begründung zu haben, warum bestimmte Vorkommnisse (z.B. Formen von Welten) im Universum wahrscheinlich sind. Annahme: es gibt unendliche Variationen dieser Wahrscheinlichkeiten/Regeln und ich picke mir das Universum heraus, in dem sie so sind, wie ich sie haben will.
    Universum: Ich verstehe das Universum als eine Art Regelwerk/Automat. Die Regeln bestimmen zum einen die physikalischen, aber auch die magischen Naturgesetze und sind "allumfassend". Teile des Universums sind dynamisch und können diese Regeln begrenzt infolge bestimmter "Events" anpassen; die dynamischen Teile nenne ich zusammenfassend "den Äther". Zusätzlich sorgt der Äther für bestimmte, im Grunde willkürliche Informationen, die bsp. das Verhalten einer bestimmten Welt beeinflussen. Welten, an denen diese Informationen ähnlich sind, nennt man "benachbart" und es gibt oft bestimmte Verbindungen zwischen ihnen, die u.a. Portale ermöglichen (man geht in der Magietheorie davon aus, dass der Äther selbst in verschiedene Datenquellen/"Render"-Einheiten aufgeteilt ist, die das verursachen).
    Raumzeiten: Das Universum "simuliert/berechnet" vierdimensionale Realitäten, die Raumzeiten. Ob es von denen endlich oder unendlich viele gibt/geben kann, ist nicht bekannt, aber man kann aufgrund der Dynamik des oben genannten Äthers neue Raumzeiten erschaffen (genannt: Zwischenwelten). Das benutzt man z.B. für Zaubertaschen (auch magische Kühlschränke im Martanischen Kaiserreich), indem Gegenstände in einen solchen "leeren" Raum transferiert und durch Zauber organisiert werden.
    Die Zeit ist nicht im ganzen Universum synchron, allerdings unumkehrbar. D.h. in manchen Raumzeiten vergeht die Zeit relativ schneller, in anderen relativ langsamer, aber Zeitreisen (in die Vergangenheit) sind unmöglich; die Geschwindigkeit lässt sich absteigend nach magischeren Raumzeiten, gering-magischen/nicht-magischen Raumzeiten und den üblichen Zwischenwelten statistisch ordnen (in letzteren vergeht praktisch keine Zeit relativ zu den mutmaßlich natürlich entstandenen Raumzeiten, daher beliebt als Aufbewahrungsort).
    In der Magietheorie (die sich auch mit solchen Fragen beschäftigt) vermutet man daher eine gewisse Priorisierung von Raumzeiten, bis jetzt wurde allerdings kein Experiment gefunden, das die These wissenschaftlich prüfen konnte.
    Die Ebenen: Jede Raumzeit bildet sich aus der Überlagerung zweier "Ebenen"; im Martanischen Kaiserreich als "physikalische" und "mentale" Ebene bezeichnet, in der Deutschen Wissenschaft könnte man sie mit "klassischer" und "Quantenphysik" in Verbindung bringen. Die gemeinsame Basis der Ebenen ist Energie, aber wie die Energie sich verhält und reagiert, unterscheidet beide; auf der physikalischen Ebene wird Energie in der Form von Teilchen und Materie verarbeitet, die festgelegten Gesetzen folgen (Teilchenphysik, Mechanik und Relativitätstheorie), während Energie auf der mentalen Ebene ein rein abstraktes Wahrscheinlichkeitsfeld ist und sich im ganz kleinen Bereich entsprechend der Quantenphysik verhält, makroskopisch betrachtet sehr komplexe Systeme (genannt: Geist) mit eigenen Gesetzen erzeugt.
    Auf der physikalischen Ebene gilt prinzipiell der Energieerhaltungssatz, auf der mentalen nicht; aus im nächsten Absatz genannten Gründen überwiegt allerdings meist die physikalische Ebene und die besonderen Phänomene der mentalen zeigen sich nur im sehr kleinen Maßstab (Quantenebene).
    Magie: An dieser Stelle kommt Magie ins Spiel. Wie genau Magie aufgefasst werden kann, darüber streiten sich die Experten; der Einfachheit halber betrachtet man es oft als informationstragendes Partikel, wodurch man den Großteil der Effekte näherungsweise beschreiben kann. Magie ist im Grunde eines der oben genannten "Events", durch die der Äther dazu gebracht wird, sich selbst zu verändern. Die Besonderheit ist, dass Magie mit der geistigen Ebene interagiert und diese sowohl beeinflussen als auch umgekehrt von ihr programmiert werden kann (im späteren Martanischen Kaiserreich mit technischen Mitteln nachvollziehbar, indem man künstlich hervorgerufene Quantenzustände in bestimmten Kombinationen/Reihenfolgen erzeugt -- komplett dekodiert wurde es allerdings noch lange nicht). Viele magische Phänomene erzielt Magie, indem es als ein Transmitter zwischen den beiden Ebenen dient und die zufälligen Energieänderungen der mentalen Ebene auf die physikalische "projiziert". Dagegen "wehrt" sich die physikalische Ebene durch Antimagie, die das Gegenteil versucht. Nur indem dauerhaft viel Magie aufgewandt wird, kann man für begrenzte Zeit die magische Wirkung (bsp. Feuer durch Energiezufuhr) aurecht erhalten.
    Drei wichtige Punkte dazu:
    1. Die Antimagie setzt ein, wenn die Magie bereits gewirkt hat. Die physikalische Ebene versucht mit unnatürlichen Zuständen aufgrund der physikalischen Gesetze umzugehen (bsp. Thermodynamik/Gravitation) und die Antimagie wirkt auf dieser Grundlage. Soll heißen: bei veränderter Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Objekts (Telekinese) wirkt die Antimagie erst, nachdem das Objekt bereits einen Moment geschwebt hat. Dann erst sorgt sie dafür, dass die Gravitation auch auf der mentalen Ebene ihre Wirkung zeigt (kann durch ausreichend großen Magieaufwand weiterhin verzögert werden, aber nicht vollkommen aufgehoben).
    2. Durch den ersten Punkt kann offensichtlich der Energieerhaltungssatz ausgehebelt werden, wenn man genug "Munition" (Magie) zur Verfügung hat. Entzündet man mit Magie ein brennbares Material, so versucht die Antimagie zwar das Erschaffen weiterer Energie zu verhindern, löscht aber nicht das entstandene Feuer.
    3. Offensichtlich müssen Magie und Antimagie irgendwo herkommen; falls sie zu gleichen Teilen vorhanden wären, müsste sich ja ein Gleichgewicht einpendeln, d.h. längerfristige/großangelegte magische Wirkungen wären nicht mehr möglich. Antimagie lässt sich bisher nur aus seiner Wirkung nachweisen, dafür ist deswegen noch keine Quelle anzugeben. Möglicherweise ist die physikalische Ebene an sich die Quelle.
    Magiequellen gibt es auf jeden Fall in den meisten Raumzeiten und sie sind sogar einigermaßen erforscht: hierbei handelt es sich um einen Geist (d.h. ein komplexes mentales System), der kein materielles Gegenstück hat, also sich nur allein dadurch gegen die Antimagie durchsetzen kann, dass er ständig Magie "aus dem Nichts" ausstrahlt (tatsächliche Menge variiert). Magiequellen gibt es in allen erdenklichen Formen und Stärken: hauptsächlich von den im Äther "hinterlegten" Informationen und Zufall hängt es ab, wie sie sich im Einzelnen verhalten. Magiequellen entstehen zufällig und unregelmäßig; und zwar generell nur durch den Äther selbst. Magiequellen unterliegen einer periodisch wiederkehrenden Erneuerung (je stärker, desto länger die Periode), verschwinden aber nie endgültig (soweit bekannt).

    Magische Welten: Im Gegensatz zu den durch Gravitation und klassische Physik entstehenden Himmelskörpern wie normalen Sternen, Planeten etc. haben magische Welten ihren Ursprung auf der mentalen Ebene. Sie sind nämlich selbst Magiequellen und zwar unfassbar starke, sodass sie nicht nur sich selbst erhalten, sondern auch auf die physikalische Ebene nicht unerheblichen Einfluss nehmen können. Damit erzeugen sie Materie (oder manipulieren welche in ihrer Umgebung) und bilden sich ein materielles Abbild, das in diesem Fall zu einer gigantischen, na ja, Welt wird. Wer Guardians of the Galaxy 2 gesehen hat, kann sich das ähnlich vorstellen wie "Ego" (ohne Gehirn im Zentrum und ohne tatsächliches Selbstbewusstsein). Auch unter den Welten gibt es wieder Abstufungen, die Erde ist bsp. eine gering-magische Welt: die Magiequelle wirkt sich hauptsächlich darin aus, dass hier überhaupt Leben entstehen kann.
    Hoch-magische Welten wie die, die in meinen Geschichten vorkommen, sind hingegen so stark, dass sie ganze Naturgesetze beugen können (das funktioniert durch die dritte Wirkweise von Magie, die lokal die Gesetze des Äthers selbst ändert) und haben teilweise unnatürliche Formen; Mars, Sydler und meine anderen Welten sind daher annähernd flach (sie gehören alle zu einer "Datenquelle" des Äthers, daher haben sie viele äquivalente Eigenschaften und sogar ähnliches Leben hervorgebracht).
    Außerdem verschieben die hier genannten Welten die Wahrscheinlichkeiten der Physik zugunsten der Entstehung biologischen Lebens und haben zudem dafür gesorgt, dass Wesen mit magischen Instinkten und schließlich die intelligenten Wesen mit magischen Fähigkeiten entstehen. Wie gesagt: man darf sich das nicht wie ein göttliches Wesen vorstellen, das aus Absicht handelt, sondern ein aus unzähligen komplexen Geistern gebildetes kollektives Bewusstsein mit bestimmten "Vorlieben". Allgemein erhalten oder simulieren meine Welten die üblichen Naturgesetze, die wir auch auf der Erde kennen. (Es gibt genauso Welten mit gänzlich verschiedenen Lebensbedingungen, aber Portale entstehen in der Regel nur zwischen verbundenen und sich dadurch zu einem gewissen Grad ähnlichen Welten, daher sind sie auf Mars nicht bekannt)

    Mentale und erweiterte mentale Magie: Oben wurde erklärt, wie sich Magie auf das auswirkt, was wir als materiell wahrnehmen. Daneben wechselwirkt Magie auch mit der mentalen Ebene und sorgt dafür, dass neuer Geist geschaffen und erhalten wird, oder dass ein Bewusstsein sich Informationen über einen anderen Geist überträgt/diesen manipuliert. Richtig etwas anfangen können damit eigentlich nur intelligente Wesen: hiermit sind nach ausreichend viel Training (um die Informationen deuten zu können) Techniken wie Gedanken lesen oder die mentale Kontrolle eines anderen Wesens möglich. Außerdem kann man "Zauber" erzeugen: neu geschaffene Geister, denen eine magische Fähigkeit/Verhalten einprogrammiert und Magie zur Verfügung gestellt wird (Magie muss für die "Programmierung" von Geist aufgenommen werden, man hat sie also nicht unbegrenzt zur Verfügung und kann sie nur in der Nähe von Magiequellen regenerieren; letztere natürliche Magie reicht aber für die meisten Zauber nicht, die anders als biologische Wesen schon Magie brauchen, um zu existieren). Vorstellen kann man sich das ähnlich wie Makros oder Programme.

    "Erweiterte mentale Magie" versucht, den Äther selbst zu beeinflussen und entweder bestimmte Sonderfunktionen anzusprechen oder eine unverhältnismäßig große Änderung auf der mentalen Ebene "mit Gewalt" auf der physikalischen durchzusetzen. Letzteres ist bsp. notwendig, um große makroskopische Objekte auf Dauer zu erschaffen oder endgültig zu vernichten (oder auch für Verwandlungen). Eine der wenigen "Sonderfunktionen", die auch noch sterbliche Magier nutzen können, ist das Erschaffen von Portalen, durch die der Äther Geist und Materie gleichzeitig verschieben kann (bereits bekannt durch oben erwähnte natürliche Portale; Portale sind auch zwischen Raumzeiten möglich). Indem man ein solches Portal sehr kurz auf begrenztem Raum öffnet, ist Teleportation möglich (das sorgt im Grunde für einen Geist-/Materietausch zwischen Ziel- und Ursprungsort). Außerdem ist eine Art mentale Navigation durch den Äther möglich, die allerdings sehr gewöhnungsbedürftig und für Sterbliche schwer durchzuführen ist -- das ist nötig, um bsp. den Zielort für eine Teleportation festzulegen und dort das Gegenportal zu öffnen.

    Elementar- und Urwesen: Es wurde oben bereits eine Klasse von Magiequellen vorgestellt, die magischen Welten. Daneben gibt es auch Magiequellen mit einem Geist, der sich fast wie der von biologischen Wesen verhält. Falls eine solche Magiequelle ein Selbstbewusstsein besitzt und intelligent ist, nennt man sie "Elementarwesen". Von einer unterschiedlichen Gefühlswelt abgesehen (im Grunde besitzen sie fast keine Gefühle/Bedürfnisse, weil sie schließlich keine Evolution durchlaufen haben, durch die sie nötig wurden), verhalten sie sich ähnlich wie intelligente biologische Wesen, in dem Sinne, dass sie Sprachen lernen und Neugierde oder ethische Vorstellungen entwickeln können. Da Elementarwesen ihren eigenen Geist sehr stark zu beeinflussen vermögen, schließlich sind sie nicht an einen Körper gebunden, besitzen sie große Wandlungs- und Lernfähigkeit und können außerdem viel mehr Möglichkeiten des magischen Spektrums einsetzen als biologische Wesen.
    Etwa 1,5 Millionen Jahre vor meinem aktuellen ingame-Zeitpunkt beginnen die damals bekannten Elementarwesen Gemeinschaften zu bilden und spalten sich schließlich in vier Gruppen auf, je nach ihren Interessensgebieten/ethischen Ansätzen. Später musste sich jedes Elementarwesen notgedrungen für eine solche Gruppe entscheiden, um akzeptiert zu werden (man hatte sich geeinigt, dass man sich gegenseitig kontrollieren und wissenschaftlichen Fortschritt teilen müsse). Die Elementarwesen "designten" sich bestimmte Gestalten als Markenzeichen für Versammlungen/falls sie erkannt werden wollten, die im Folgenden aber regelmäßig gewechselt wurden. Seitdem sich auf meinen Welten die ersten intelligenten Kulturen bildeten, sind diese Gestalten: geflügelte Pferde (Pegasi, vom Charakter Freigeister/Entdecker, für Sterbliche selten anzutreffen), Pferde mit einem meist gewundenen Horn auf der Stirn (Einhörner, sehen sich als Hüter der natürlichen Ordnung, haben öfter Sterbliche bsp. in Heilmagie unterrichtet, in industrialisierten Welten kaum noch anzutreffen), übergroße Vögel verschiedener Gestalten (Phoenixe, die Wissenschaftler, mischen sich nicht selten inkognito unter Sterbliche und/oder ziehen insgeheim die Fäden in ihren Gesellschaften), riesige blauhäutige Menschen an Land / Riesenkraken oder ähnliche Wesen unter Wasser (Wassermänner, wollen im Grunde nur ihre Ruhe; seit sie sich von der starken Verbreitung der intelligenten Landbewohner gestört fühlen, praktisch nur noch in der Tiefsee oder abgeschiedenen Welten zu finden).

    Dann gibt es die "dummen" Urwesen, die im Grunde dieselben Fähigkeiten wie Elementarwesen hätten, aber einfach nicht die geistige Komplexität besitzen, sie genauso kreativ einzusetzen. Die schwachen Elementaren Geister unter ihnen sind oft Ärgernisse der intelligenten Wesen; so die aggressiven, "Poltergeister" genannten telekinetischen Geister. Urwesen wollen keinen Zweck erfüllen, sondern verhalten sich im Grunde zufällig und unabsichtlich zerstörerisch. Die meisten sind glücklicherweise nicht mächtig genug, um intelligenten Wesen direkt zu schaden.

    Magische Sprachen: Da intelligente Wesen sich durch Sprache eine Beschreibungsmöglichkeit für die Wirklichkeit geschaffen haben, lag die Idee schon im Altertum nahe, damit auch die komplexen Denkprozesse zum Wirken von Magie abzukürzen. Der Magier trainiert sich im Grunde an, mit Wörtern/Ausdrücken einer Sprache bestimmte Aktionen in seinen Magie auslösenden Gehirnteilen zu "triggern", damit er weniger Konzentration und Zeit braucht. Eine negative Folge davon ist, dass der Magier weniger Ahnung davon bekommt, was er eigentlich tut und somit seine Kreativität/sein Verständnis beschränkt.
    Normalerweise werden magische Sprachen künstlich oder aus ausgestorbenen Sprachen geschaffen, damit man Magie nicht versehentlich wirkt. Im Martanischen Kaiserreich arbeitet die Magische Linguistik daran, domänenspezifische Magische Sprachen zu schaffen; bsp. in der Form von technischen Zeichnungen für komplexe, mit Quantenphysik arbeitende technomagische Zauber.

    Magie vs. Magie: Eine wichtige Frage ist natürlich noch: was passiert, wenn Magie mit verschiedenen Zielen auf dieselbe Stelle wirkt? Hier gilt prinzipiell das Recht des Stärkeren: die Magie mit der höchsten Menge an identischen Informationen setzt sich durch. Dadurch kann es zu Zauberduellen kommen, indem Magier immer mehr von ihrem eigenen Magievorrat setzen, um die Wirkung durchzusetzen. Wie genau der Wirkungsbereich dann reagiert, ist ungewiss; widersprechen sich die Informationen, vermutlich gar nichts, weichen sie nur gering voneinander ab, profitiert mit etwas Glück die Anti-Magie und setzt sich gegen beide durch, ansonsten kann es durchaus auch zu gefährlichen Unfällen kommen (angenommen, jemand versucht den Wasserstoff aus H2O-Molekülen zu trennen, der andere Magier möchte an derselben Stelle ungezielt Energie hinzufügen, um Wasserdampf zu erzeugen -- das kann ins Auge gehen).
    Bei mentaler Magie kommen noch ein paar Eigenheiten der mentalen Ebene hinzu, die einem Bewusstsein Vorrang darüber gibt, sich selbst mit Magie zu beeinflussen. Da alle magischen Wesen und auch viele Tiere aus magischen Welten Magie durchgängig auf sich selbst anwenden und bsp. geistige Schutzmechanismen gegen mentale Beeinflussung gebildet haben, ist es daher nicht trivial, ein anderes Wesen zu kontrollieren oder auszuhorchen. Da Magie auf die physikalische Ebene zu schicken immer einen Umweg über die mentale Ebene geht (Dehnung des Geistes bis zum Wirkungsbereich, erst dort verlässt die Magie die mentale Ebene) heißt das außerdem: man kann Materie/Energie, die vom Geist eines anderen geschützten Bewusstseins umschlossen ist, nicht beeinflussen, ohne vorher dieses Bewusstsein mental besiegt zu haben.
    Auch auf der mentalen Ebene gilt wieder: wer genug Magie einsetzt gewinnt, nur muss der Angreifer aufgrund oben genannter Priorisierung weit mehr Magie aufwenden als das Opfer. Dazu muss er Glück haben, dass der Geist des Opfers ihn nicht noch durch angeborene magische Schutzmaßnahmen (ursprünglich entwickelt, um den Einfluss der magischen Welt selbst auszuschalten) wieder vertreibt. Entsprechend ist Mentale Magie trotz ihrer Macht nur selten eine wirkliche Gefahr für die Gesellschaft. Trotzdem sind viele gefährliche Sprüche im Martanischen Kaiserreich und anderen magisch fortgeschrittenen Zivilisationen grundsätzlich verboten, wenn man sie nicht für bsp. medizinische Zwecke braucht (Heilzauber funktionieren auch nur mit mentaler Kontrolle).


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    Beitrag von Crackle42 am Mi Apr 01, 2020 2:50 pm

    @Neclus Mandarius schrieb:Siehe meinen Post im Thema “Eigene Welten” für Kontext Very Happy Vielleicht kann es jemandem Inspiration geben, oder umgekehrt fallen jemandem Vorschläge/Tipps für mich ein :-)
    Bei solchen Themen, wenngleich auch lieber biologische, ist eigentlich @Strato Incendus der Mann dafür. Mal gucken, ob die Taggen Funktion bei ihm funktioniert Smile
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    Beitrag von Strato Incendus am So Apr 05, 2020 1:47 am

    Mir ist nicht ganz klar, warum die "Quantenebene" jetzt "mentale Ebene" genannt wird. Reden wir hier von physikalischen oder von kognitiven Prozessen? Mein Eindruck war ersteres, aber dann ist das Wort "mental" mMn sehr verwirrend.

    Mir scheint es so, als ob du sowohl die mentale Ebene als auch die Viele-Welten-Theorie nutzen möchtest, um im Notfall die Gesetze der "Alltagsphysik" umgehen zu können, bzw. um etwas eintreten zu lassen, dass eigentlich unglaublich unwahrscheinlich wäre, aber du erzählst eben die Geschichte genau dieses einen Universums, wo diese unwahrscheinliche Sache passiert ist (das wäre dann das schreiberische Äquivalent eines Rollenspiel-Spielleiters, der Dinge passieren lassen kann, einfach, weil er das gerade so möchte Very Happy - und wenn die Spieler fragen, warum, antwortet mit "weil ich das sage / weil ich der Spielleiter bin").

    Deine Abstufungen von magischen, gering-magischen und nichtmagischen Welten verstehe ich zudem so, als ob du in den magischen Welten gänzlich andere physikalische Gesetze ermöglichen möchtest, während auf der Erde weiterhin die bekannten gelten.



    Mein Ansatz wäre im Gegensatz dazu eher der von Prof. Harald Lesch so bezeichnete "Chauvinismus" der Astronomen, die erstmal davon ausgehen, auf anderen Welten, wo Leben existiert, müssen dafür dieselben Bedingungen erfüllt sein wie bei uns. (Und Leben ist ja Voraussetzung dafür, dass überhaupt jemand da ist, der die Magie dann nutzen kann.) Wenn also bei mir etwas Übernatürliches passiert, versuche ich es gerne so aufzuziehen, dass auch noch eine banalere, rational-wissenschaftliche Erklärung als alternative Möglichkeit im Raum stehen bleibt (wie z.B. oft bei Akte X der Fall). Wink

    Was der Priester für göttliches Eingreifen hält, ist dann also in Wirklichkeit immer noch menschliches Handeln (oder das eines anderen sterblichen Akteurs). Magie ist nur eine weitere Technologie, die es zu entdecken gilt; das gelingt einen entweder durch angeborene Mutationen (wie bei X-Men), und anderen durch Übung. Da wir ja auch heute immer noch nur einen Bruchteil unserer kognitiven Fähigkeiten wirklich nutzen, ist es leicht, magische Fähigkeiten darauf zurückzuführen, dass Magieanwender genau diesen Zugriff auf dieses Potential des Gehirns gelernt haben, das die meisten Menschen bisher nicht nutzen können. Wink

    Ganze Welten mit anderen physikalischen Gesetzen würde ich dementsprechend nicht erschaffen. Natürlich können dieselben physikalischen Gesetze auf einer anderen Welt zu anderen Konsequenzen für die dort Lebenden führen - ist ein Planet massereicher als die Erde, ist die Gravitation größer, ein Mensch hätte also größere Probleme, aufrecht zu gehen und würde im Schlimmstfall am Atmen gehindert oder sogar zerquetscht. Hat ein Planet mehrere Monde, werden die Gezeiten anders aussehen als auf der Erde etc. Aber die physikalischen Gesetze an sich bleiben dieselben.


    Den Versuch, so etwas wie den Energieerhaltungssatz in die Magie einzubauen, haben ja auch schon andere Autoren unternommen
    - z.B. bei Eragon gibt es die Logik, dass etwas, das man mit Magie zu erreichen versucht, genauso viel Kraft verbraucht, als ob man es mit körperlicher Anstrengung täte. Deswegen muss Eragon sich ja irgendwann über effizientere Tötungsmethoden als "Genickbrechen" Gedanken machen (z.B. nur noch kleine Äderchen zum Platzen bringen etc.)



    Ich selbst stehe vor einem ähnlichen Problem, denn selbst wenn man von einer direkten und verlustfreien Umwandlung "mentaler Energie" in physikalisch messbare Ereignisse (Feuerzauber, Telekinese und das andere Übliche) ausgeht, die elektrischen Ströme im Gehirn sind so klein, da macht man sich lächerlich, wenn man das als Grundlage nähme. Ich habe teilweise versucht, das mit der scheinbar unbegrenzten Kapazität des menschlichen Langzeitgedächtnisses zu erklären... aber das allein reicht dann auch noch nicht aus.

    Also will ich noch irgendwie die Magic: The Gathering-Erklärung mit "Mana aus der Umgebung" o.ä. mit dazunehmen. Auch das kam bei Eragon ebenfalls vor, oder auch jetzt aktuell in der Witcher-Fernsehserie, wo Magie durchaus auf Kosten umstehender Lebewesen gehen und sie "aussaugen" kann. Bei Magic stellen Zauberwirker ja Verbindungen zur Landschaft um sich herum her und ziehen ihre Kraft dann aus diesen Verbindungen.

    Wenn man das jetzt irgendwie mit Dingen wie Achtsamkeitsmeditation kombiniert, also sich und seine Umgebung bewusst wahrzunehmen, dann wäre das ein Ansatz, wie diese ominöse "Energie" erst einmal "in den Kopf hineingelangen" könnte, sodass der Magie a) ein wenig durch die Situation Grenzen gesetzt sind und b) nicht alle Kraft aus dem Zauberwirker selbst kommen muss.


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    Beitrag von Neclus Mandarius am So Apr 05, 2020 2:37 pm

    @Strato Incendus schrieb:Mir ist nicht ganz klar, warum die "Quantenebene" jetzt "mentale Ebene" genannt wird. Reden wir hier von physikalischen oder von kognitiven Prozessen? Mein Eindruck war ersteres, aber dann ist das Wort "mental" mMn sehr verwirrend.
    Ne, das ist noch nicht ganz das, was ich sagen wollte. Ich versuche das nochmal anders zu erklären.
    Zum ersten: die Quantenebene ist nicht die mentale Ebene. Die Quanteneffekte treten dadurch auf, dass die mentale Ebene die physikalische auf ganz kleinen Maßstäben überlagert, einfach weil sie so chaotisch ist. (Im Grunde mein Versuch, die M-Theorie zu lösen -- wie passen die makroskopischen Gesetze der Relativitätstheorie/Mechanik etc. mit der Quantenphysik zusammen? In meinem Universum: sie finden komplett unabhängig voneinander auf zwei verschiedenen "Wirklichkeiten" statt, die Quanteneffekte sind dabei nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Gesetze auf der mentalen Ebene. Aber aufgrund der Antimagie schafft die mentale Ebene, die auf Wahrscheinlichkeiten arbeitet, es nur im Mikrokosmos ohne Hilfe unsere physikalischen Gesetze zu überlagern)
    Das "mental" ist zugegeben etwas irreführend, von der herkömmlichen Fantasy aus betrachtet. Das hat allein historische Gründe, weil man davon ausgeht, dass das Bewusstsein von Lebewesen im Grunde ausschließlich durch die mentale Ebene und Magie ermöglicht wird -- aber jedes Teilchen/Molekül und jeder Gegenstand auf der materiellen/physikalischen Ebene hat ein entsprechendes "mentales" Energiesystem (aus den gleichen historischen Gründen, weil man erst meinte, die mentale Ebene wäre allein von Lebewesen genutzt, werden die "Geist" genannt). Mir würde aber auch outgame kein passenderes deutsches Wort einfallen :hmm:

    Also wiederholt: Während wir nur die althergebrachten physikalischen Gesetze wie Gravitation wahrnehmen, und seit kurzer Zeit auch die Gesetze der Quantenphsyik, gibt es in meinem Universum zwei "Wirklichkeiten", die sich gegenseitig beeinflussen, aber nicht vollkommen deckungsgleiche physikalische Gesetze aufweisen. Das hat erst einmal nichts mit kognitiven Fähigkeiten zu tun, ist sogar völlig losgelöst von Lebewesen. Im Grunde wird hier getrennt zwischen Energie als Materie und Energie als Wahrscheinlichkeitsfunktion. Die "Kräfte", die Änderungen auf den Ebenen "synchronisieren", nenne ich Magie und Antimagie.
    Allerdings hat Magie auch Einfluss auf den Äther (sozusagen die Render Engine des Universums), der beide Ebenen in Grenzen beeinflussen kann. Und Magie lässt sich wiederum durch die Energiesysteme der mentalen Ebene "programmieren".
    Indem die magischen Wesen Gehirnregionen entwickelt haben (nicht nur Gehirnregionen eigentlich, im Grunde sind entsprechende "Module" für bsp. instinktive magische Fähigkeiten im ganzen Nervensystem zu finden), deren Repräsentationen auf der mentalen Ebene genau dieses Programmieren beherrschen, sind sie in der Lage, Magie gezielt einzusetzen.
    Auch bei Tieren gibt es Teile des vegetativen Nervensystems, die durch Magie die gesamten biologischen Abläufe des Organismus stabilisieren und bsp. Immunabwehr organisieren. Das ist bei magischen Wesen noch stärker ausgeprägt, weswegen hier so lange Lebensdauern von mehreren Jahrhunderten möglich und üblich sind.

    @Strato Incendus schrieb:Mir scheint es so, als ob du sowohl die mentale Ebene als auch die Viele-Welten-Theorie nutzen möchtest, um im Notfall die Gesetze der "Alltagsphysik" umgehen zu können, bzw. um etwas eintreten zu lassen, dass eigentlich unglaublich unwahrscheinlich wäre, aber du erzählst eben die Geschichte genau dieses einen Universums, wo diese unwahrscheinliche Sache passiert ist (das wäre dann das schreiberische Äquivalent eines Rollenspiel-Spielleiters, der Dinge passieren lassen kann, einfach, weil er das gerade so möchte Very Happy - und wenn die Spieler fragen, warum, antwortet mit "weil ich das sage / weil ich der Spielleiter bin").
    Die mentale Ebene brauche ich, um die Alltagsphysik zu umgehen, genau -- also prinzipiell, um überhaupt Magie zu ermöglichen. Mit der Viele-Welten-Theorie hat das aber eigentlich nichts zu tun, letzteres bezieht sich eher auf den "Äther" und meine Welten.
    Was die Welten betrifft, hast du zugegebenermaßen Recht -- ich versuche, solche Entscheidungen zu vermeiden, aber ich schleppe aus den 15 Jahren seit Erfindung des Universums unglaublich viel historischen Ballast mit rum (z.B. dass die Welten flach sind) ... Den möchte ich auch nicht einfach wegwerfen, weil da inzwischen einiges an Informationen und Karten zusammengekommen ist. Um das aufzuholen bräuchte ich vermutlich wieder Jahre.
    Aber allgemein ist das nicht die Geschichte des einen Universums, wo eine unwahrscheinliche Sache passiert ist, sondern die Geschichte des einen Universums, deren Naturgesetze so sind, wie ich sie mir vorstelle. D.h. was in dem Universum selbst passiert, ist für mich erstmal irrelevant und zufallsgesteuert, es geht nur darum, dass es zu meinen magischen Gesetzen kompatibel ist.
    Und halt (aufgrund meiner damaligen dummen Idee, flache Welten zu bauen ^^') einen bestimmten "Seed" zu setzen, der die World Generation meiner magischen Welten in eine bestimmte Richtung lenkt.

    @Strato Incendus schrieb:Deine Abstufungen von magischen, gering-magischen und nichtmagischen Welten verstehe ich zudem so, als ob du in den magischen Welten gänzlich andere physikalische Gesetze ermöglichen möchtest, während auf der Erde weiterhin die bekannten gelten.
    Jein. Es gibt auch genug hoch-magische Welten, die Planeten sind (oder Sonnen, Sternennebel, Asteroidenfelder etc., hier ist nur von ihrer Stärke begrenzt eine Menge möglich). Aber da ich, um die Portale zu rechtfertigen, meinen Welten sozusagen einen ähnlichen Seed/Informationsaustausch zugestehen muss, muss die Magiequelle der Erde hier ausreichend schwach sein, um nicht selbst eine flache Welt zu erzeugen.

    @Strato Incendus schrieb:Mein Ansatz wäre im Gegensatz dazu eher der von Prof. Harald Lesch so bezeichnete "Chauvinismus" der Astronomen, die erstmal davon ausgehen, auf anderen Welten, wo Leben existiert, müssen dafür dieselben Bedingungen erfüllt sein wie bei uns. (Und Leben ist ja Voraussetzung dafür, dass überhaupt jemand da ist, der die Magie dann nutzen kann.) Wenn also bei mir etwas Übernatürliches passiert, versuche ich es gerne so aufzuziehen, dass auch noch eine banalere, rational-wissenschaftliche Erklärung als alternative Möglichkeit im Raum stehen bleibt (wie z.B. oft bei Akte X der Fall). Wink
    Ungefähr beachte ich diesen Chauvinismus ja auch, indem ich für eine Erklärung sorge, wann auf Welten ähnliche Bedingungen erfüllt sind, wie bei uns. In dem Fall gehört eine Magiequelle, die die Entstehung von Leben unterstützt, mit zu der Bedingung ^^
    Allgemein ist deine Vorgehensweise natürlich möglich, aber ich glaube, zu schwach für mein System :hmm: Ich möchte ja gerade, das möglichst viele magische Fertigkeiten aus der Fantasy-Literatur auch in meinem Universum möglich sind, nur halt auf einer Grundlage, die in (bestenfalls) jeder Situation erlaubt, die Folge von magischen Wirkungen ohne großen Spielraum zu bestimmen. Insbesondere, ohne dass ich dann willkürliche Entscheidungen treffen muss.
    In den meisten Büchern baut die Magie ja auf einer Vorstellung der Menschen von ihrer Welt auf -- wirken sich dann auf Gefühle, makroskopische Objekte o.ä. aus oder werden durch Sprache ausgelöst. Bsp. die Elfensprache in Eragon -- wie kommt es, dass alle Wesen sie verstehen? Wer hat festgelegt, dass "Brisingr" Feuer heißt und wie das Feuer entsteht? Dasselbe mit Zauberstäben und Zaubersprüchen bei Harry Potter etc. Ich habe mal ein ganz lustiges Buch gelesen (How to be the wizard), wo die Erde im Grunde eine Simulation war und wo man durch eine Datei die Wirklichkeit verändern konnte. Dort haben sie dann ein Shellprogramm geschrieben, dass auf bestimmte Veränderungen in der Datei gewartet hat (z.B. Zaubersprüche auf Esperanto), um daraufhin programmierte Makros auszulösen. Das wäre eine Möglichkeit zur Erklärung, aber da ich keine Computersimulation für mein Universum haben möchte, nicht was ich will ^^'
    In meinem Universum kann Magie stattdessen temporär Kontrolle über Energie und Materie auf Basis erweiterter Naturgesetze (eben durch die mentale Ebene) ausüben, und die tatsächliche Wirkung liegt komplett beim Zauberer. Wenn der Zauberer (oder sein Unterbewusstsein) nicht weiß, wie Feuer funktioniert, dann kann er es auch nicht erzeugen. Wesen, die nicht selbst durch Evolution magische Instinkte entwickelt haben, könnten es nur mithilfe von sehr fortgeschrittener Technologie, die die mentalen "Schaltkreise" magischer Wesen nachempfindet.

    @Strato Incendus schrieb:Was der Priester für göttliches Eingreifen hält, ist dann also in Wirklichkeit immer noch menschliches Handeln (oder das eines anderen sterblichen Akteurs). Magie ist nur eine weitere Technologie, die es zu entdecken gilt; das gelingt einen entweder durch angeborene Mutationen (wie bei X-Men), und anderen durch Übung. Da wir ja auch heute immer noch nur einen Bruchteil unserer kognitiven Fähigkeiten wirklich nutzen, ist es leicht, magische Fähigkeiten darauf zurückzuführen, dass Magieanwender genau diesen Zugriff auf dieses Potential des Gehirns gelernt haben, das die meisten Menschen bisher nicht nutzen können. Wink
    Genau, das funktioniert bei mir prinzipiell ähnlich, nur mit stärkeren Begrenzungen. Das mit dem "nur ein Bruchteil der kognitiven Fähigkeiten genutzt" ist zwar ein Mythos, aber das versuche ich dadurch zu umgehen, dass die relevanten magischen Prozesse erst auf der mentalen Ebene zum Tragen kommen, die die Menschheit bisher noch überhaupt nicht untersuchen kann.

    @Strato Incendus schrieb:Ganze Welten mit anderen physikalischen Gesetzen würde ich dementsprechend nicht erschaffen. Natürlich können dieselben physikalischen Gesetze auf einer anderen Welt zu anderen Konsequenzen für die dort Lebenden führen - ist ein Planet massereicher als die Erde, ist die Gravitation größer, ein Mensch hätte also größere Probleme, aufrecht zu gehen und würde im Schlimmstfall am Atmen gehindert oder sogar zerquetscht. Hat ein Planet mehrere Monde, werden die Gezeiten anders aussehen als auf der Erde etc. Aber die physikalischen Gesetze an sich bleiben dieselben.
    Da stimme ich dir voll und ganz zu. Was ich hier jetzt habe, ist im Grunde eine Notlösung -- damit ich nicht Großteile meines Universums komplett neu ausarbeiten muss. Aber glücklicherweise hat das ganze wenig Einfluss auf die Magie an sich; der Magieaufwand, den meine magischen Welten haben, und die geistigen Strukturen, die sie für derartige Manipulation des Äthers brauchen, verhindern, dass jemals ein sterbliches Wesen etwas ansatzweise vergleichbares schaffen könnte.

    Bzgl. Energieerhaltungssatz für Magie: Gut, bei mir hat das ganze System wenig mit einem Erhaltungssatz zu tun, aber es wirkt sich effektiv genauso aus. Das Problem, was du hier mit den elektrischen Strömen im Gehirn hast, umgehe ich eben durch die Erweiterung der Realität um eine zweite Wirklichkeit mit anderen Gesetzen.
    Mit Magie führe ich eine "Maßeinheit" ein, die nicht mit den bekannten physikalischen Größen zusammenhängt, deswegen muss ich mir keinen Kopf um Energiegrößen machen. Mit Magie "ercheatet" man sich im Grunde mehr oder weniger Energie; der Wirkung wird durch die Anti-Magie eine zeitliche Grenze gesetzt. Um eine magische Wirkung aufrecht zu erhalten, muss man dauerhaft neue Magie aussenden.
    Das hat anders als bei Eragon keine direkte Wirkung auf den Körper oder Fitness (von nötiger Konzentration abgesehen), aber irgendwann werden die Magiereserven des Bewusstseins trotzdem aufgebraucht und man muss für einen Zauber Magie benutzen, die der Körper selbst zum Funktionieren braucht -- mögliche Folgen von übermäßiger Zauberei wären dann Schädigungen des Gehirns, Immunschwäche oder sogar Koma, weil man das Nervensystem überfordert. Nicht zuletzt wird man angreifbarer für mentale Magie.
    Um Magie wieder aufzunehmen, muss man in der Nähe einer Magiequelle sein (bsp. auf einer magischen Welt oder in der Nähe eines Elementarwesens); das dauert aber seine Zeit. Und sowohl die Menge an aufzunehmender Magie als auch der Anteil davon, den magische Gehirnregionen gezielt nutzen können, sind beschränkt.
    Das finde ich eigentlich eine relativ faire Regelung, wodurch sterbliche Wesen immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben müssen und Magie nichts völlig overpowertes wird. Irgendwo ist Schluss.


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    Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums Empty schwierig, wirklich schwierig

    Beitrag von Schriftrolle am Di Mai 19, 2020 4:11 pm

    Na gut ich kann nicht sagen das mir der Kopf platz, dennoch frage ich mich wie all diese Erklärungen in einem Roman untergebracht werden sollen, so das der Leser sie auch versteht ?

    Der Äther, also eine sich ständig im Universum bewegende und ausgleichende Kraft, wenn ich das richtig verstanden habe, sorgt der Äther für das Gleichgewicht. Ok, sagen wir mal das der Äther dafür sorgt das ein gewisses Gleichgewicht herrscht in einem Universum in dem wir die Bewohner der Erde als die am niedrigsten Lebewesen/Menschen sind die es in diesem Universum gibt. Wir sind die schwächsten Wesen, da unsere Fähigkeiten noch nicht ausgeprägt sind, wie sie bei anderen Lebewesen die mit weitaus höherer Magie ausgestattet sind und das auf anderen Planeten, die sich in anderen Universen befinden.

    Wenn der Mensch als Lebewesen, das schwächste in der Reihenfolge der Hierarchie der Magie ist, und nur wenig an Magie besitzt, dann sollten doch diese Portale nicht nur in der Lage zum Transport sein, nein es müsste ja dann auch gelingen, Energie, Magie, Materie und Antimaterie, als auch Magie und Antimagie durch die Portale fließen zu lassen. Dazu bedarf es ja einige mächtige Wesen die solche Portale öffnen und die Energie aus den anderen Universen zur Erde fließen lassen.

    Jedes Universum das diesen Äther besitzt der für eine Art Gleichgewicht sorgt, wie ist dieser entstanden und wenn unser Universum nicht den anderen Universen ähnelt und ohne die Grundelemente wie Energie, Äther, Materie und Antimaterie, dunkle Materie nicht vorhanden ist, wie ist es dann zustande gekommen? Wie ist es dann möglich das wir trotz unserer Schwäche an mangelnder Energie und auch Magie dennoch Magie anwenden können? Ich bin kein gelehrter oder studierter der sich damit auskennt, mit Energie, dark Matter, Magie, Äther all das Zeugs, nur wenn diese Elemente der Grundbaustein für unser Universum sind, sollten wir dann nicht auch die gleichen Kräfte besitzen wie so manch andere Lebewesen die evtl. älter sind als wir?

    Na gut jetzt lassen wir das mal beiseite und kommen zu einem anderen Thema, das sehr viel mit den Grundelementen unseres Universums zu tun hat, so einige Elemente wurden bereits aufgezählt, wie Feuer, Wasser, Erde und Luft. Das sind die Grundelemente der Erde, vier an der Zahl, ich beschränke mich jetzt nur auf diese vier die zur Erde gehören. Wir sind also die schwachen Lebewesen, die mit nur wenig Magie als auch Energie ausgestattet worden sind. Jetzt meine Frage. Trifft denn das auf alle Lebewesen vor allem Menschen zu, das wir nur wenig Energie besitzen? Wenn ja? Warum ist das so?

    Ok, gehen wir ein Stück weiter, Elemente sind kontrollierbar wie bereits geschrieben wurde, nur wie es aussieht nicht von uns Menschen, nur ich denke das dies ein Irrtum ist, kurze Geschichte dazu. Im alter von sechs Jahren, verspürte ich in mir eine starke Energieform, etwas in mir konnte diese Energie spüren und etwas in mir sprach zu mir. Versuche es doch, lass deiner Energie freien Lauf. In dem Moment regnete es bereits und Donner und Blitze, was mir auffiel war das meine Energie sich verbunden fühlte zu diesem Element dem Wasser, den Blitzen und Donner.

    Ich stand auf der Straße und tat es unbewusst und ließ meiner Energie freien Lauf und erteilte Befehle, ich schrie noch mehr, noch stärker, gleichzeitig fühlte ich etwas befreiendes in mir, so machte ich weiter und weiter. Es war ein Gefühl wie wenn zwischen dem Element und mir eine Verbindung bestand auf die ich Zugriff hatte, also wenn ich dieses Naturelement bis zu einem Punkt steuern konnte, was würden dann andere tun können die weitaus mehr Macht haben als ich ?

    Nein, ich kann dem nicht zustimmen das wir Menschen das schwächste Lebewesen sind, nur weil wir in unserer Entwicklung gebremst werden, durch wen auch immer. Wenn wir unsere Energie richtig einsetzen können wir damit sehr vieles tun, gutes oder böses. Lassen wir ab von dem was wir in der Schule gelernt haben und konzentrieren wir uns lieber auf uns selbst,
    denn die Gaben dafür besitzen wir das steht nicht zu Frage.

    Aber was die Frage ist, warum nutzen wir sie denn nicht? Was hindert uns daran? Angst? <--Vor was? Der glaube an uns selbst als Energiewesen? <--Weshalb? Weshalb lassen wir es zu das wir evtl. Blockaden egal aus welcher Richtung sie kommen, doch Fakt ist das sie und auch wir alle Angst haben. Nur was jetzt?

    Ich, weiß nicht wie ihr beide euch das vorstellt um aus diesen Beiträgen etwas zu schreiben, das für einen Roman oder Buch gut wäre. Was ich auch jedoch anbieten könnte, die Text zu kopieren und mit eurer Erlaubnis würde ich gerne versuchen aus all den Informationen etwas zu schreiben das beides beinhaltet, sowohl Wissen als auch Verstehen. Ich denke das wäre oder könnte spannend werden.


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    Es gibt kein Gutes oder Böses, alles im Universum verhält sich im Gleichgewicht, es gibt keine Hölle wie wir sie uns vorstellen, die Hölle ist auf Erden. Es gibt auch keinen Himmel, alles was es gibt ist Energie die uns geformt und uns Leben geschenkt hat. Auch den Tod wie es uns gelehrt wurde oder woran wir evtl. glauben, dieser existiert nicht.

    Wir Menschen und alle Lebewesen sind reine Energiewesen, Energie kann auch durch das verlassen der irdischen Hülle nicht vernichtet werden, denn Energie existiert seit der Entstehung unseres Universums. Energie kann nicht vernichtet werden, einmal erhalten bliebt sie immer bei uns.  

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    Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums Empty Re: Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums

    Beitrag von Neclus Mandarius am Di Mai 19, 2020 8:29 pm

    Moin moin,

    ganz vorweg würde ich dir auch dazu raten, deine Sätze ein bisschen kürzer zu halten -- und auch Satzzeichen haben meiner Meinung nach ihren Zweck, deswegen fällt es mir teilweise etwas schwer, dir zu folgen ^^' Kann also durchaus sein, dass ich dich manchmal missverstehe oder nachhake.

    @Schriftrolle schrieb:Na gut ich kann nicht sagen das mir der Kopf platz, dennoch frage ich mich wie all diese Erklärungen in einem Roman untergebracht werden sollen, so das der Leser sie auch versteht ?
    Das ist einfach zu beantworten -- gar nicht Very Happy Ich baue das Universum nicht für meine Bücher, sondern ich schreibe Bücher für das Universum; so 'rum musst du das sehen. Dementsprechend ist es gut möglich, dass ich niemals in irgendeinem Buch die Funktionsweise der Magie auf ähnliche Art erklären werde (schon allein, weil die so hundertprozentig überhaupt nicht bekannt ist).
    Aber ohne die Grundfunktionsweise des Universums zu kennen, kann ich halt Magie in den Geschichten auch nicht richtig darstellen (die Meinung der Protagonisten, wie Magie funktioniert, kann dabei durchaus von der Realität abweichen -- aber das, was ich als Realität festlege, muss immer gelten).

    @Schriftrolle schrieb:Der Äther, also eine sich ständig im Universum bewegende und ausgleichende Kraft, wenn ich das richtig verstanden habe, sorgt der Äther für das Gleichgewicht. Ok, sagen wir mal das der Äther dafür sorgt das ein gewisses Gleichgewicht herrscht in einem Universum in dem wir die Bewohner der Erde als die am niedrigsten Lebewesen/Menschen sind die es in diesem Universum gibt. Wir sind die schwächsten Wesen, da unsere Fähigkeiten noch nicht ausgeprägt sind, wie sie bei anderen Lebewesen die mit weitaus höherer Magie ausgestattet sind und das auf anderen Planeten, die sich in anderen Universen befinden.
    Na ja, das mit dem Äther stimmt noch nicht so ganz. Stell dir den nicht als eine Kraft vor, sondern als das, was für uns "Realität" ist. Der Äther ist (oder beinhaltet, je nach Sichtweise) die Natur- und Magiegesetze und die Raumzeiten. Ich bin mir nicht sicher, was du mit Gleichgewicht meinst -- das prinzipielle Ausgleichen von Magie und Antimagie ist ein ganz normaler stochastischer/chaotischer Vorgang. Immer, wenn Magie etwas bewirkt, macht Antimagie das rückgängig. Überbrücken kann man das nur dadurch, indem man ständig Magie einsetzt, um die Antimagie selbst auszugleichen.

    Was die Menschen betrifft: Die sind definitiv nicht die schwächsten Lebewesen. Tiere und noch kleinere Organismen (Mikroben, Bakterien o.ä.) können noch weitaus schlechter Magie einsetzen. Und was die Fähigkeiten anbelangt, ist das für magisch-begabte Wesen (also Wesen, die absichtlich Magie einsetzen können, wozu auch der Mensch gehört) allein Übungssache.
    Allerdings lernen von der Evolution darin begünstigte Wesen wie Dshinn es sehr viel schneller und ihr Geist kann durchschnittlich viel mehr Magie aufnehmen. Bsp. können sie Zauber, die viel Magie erfordern, länger aufrecht erhalten als ein durchschnittlicher menschlicher Magier (und zugegeben wesentlich länger als ein durchschnittlicher irdischer Mensch).

    @Schriftrolle schrieb:Wenn der Mensch als Lebewesen, das schwächste in der Reihenfolge der Hierarchie der Magie ist, und nur wenig an Magie besitzt, dann sollten doch diese Portale nicht nur in der Lage zum Transport sein, nein es müsste ja dann auch gelingen, Energie, Magie, Materie und Antimaterie, als auch Magie und Antimagie durch die Portale fließen zu lassen. Dazu bedarf es ja einige mächtige Wesen die solche Portale öffnen und die Energie aus den anderen Universen zur Erde fließen lassen.
    Genau, noch einmal wiederholt: Der Mensch ist nicht das schwächste Lebewesen in der Hierarchie (auch nicht das schwächste intelligente Wesen; bsp. haben Zwerge und Trolle ähnliches Potenzial).

    Und um einmal meine Wortwahl zu verdeutlichen: "Universum" übersetzt sich ja nach "gesamt"/"allumfassend"; was du hier mit "Universen" bezeichnest, nenne ich "Raumzeiten". Aus meiner Sicht sollte man zwischen Universen halt nicht reisen können, weil das eigene Universum dann offensichtlich keine Gesamtheit mehr darstellen würde. In meinem Universum also: ein einziges (wahrnehmbares) Universum, verschiedene Raumzeiten.

    Deine Implikation "Mensch magisch schwächstes Lebewesen => Energie/Magie/Materie/Antimaterie/Antimagie können durch Portale fließen" verstehe ich außerdem nicht :hmm: (Gut, formal gesehen ist die Aussage wahr, weil die Prämisse nicht stimmt ^^)
    Jedenfalls können Energie (= Materie/Antimaterie) durch diese Portale verschoben werden, und ja, die Portale können auch durch magische Wesen geöffnet werden. Nicht nur durch mächtige Wesen übrigens, der Trick kann tatsächlich auch von sterblichen Wesen (mit ausreichend Magiestärke) gelernt werden. Teleportation baut gerade darauf auf, für einen Sekundenbruchteil ein solches Portal zu erzeugen.

    @Schriftrolle schrieb:Jedes Universum das diesen Äther besitzt der für eine Art Gleichgewicht sorgt, wie ist dieser entstanden und wenn unser Universum nicht den anderen Universen ähnelt und ohne die Grundelemente wie Energie, Äther, Materie und Antimaterie, dunkle Materie nicht vorhanden ist, wie ist es dann zustande gekommen? Wie ist es dann möglich das wir trotz unserer Schwäche an mangelnder Energie und auch Magie dennoch Magie anwenden können? Ich bin kein gelehrter oder studierter der sich damit auskennt, mit Energie, dark Matter, Magie, Äther all das Zeugs, nur wenn diese Elemente der Grundbaustein für unser Universum sind, sollten wir dann nicht auch die gleichen Kräfte besitzen wie so manch andere Lebewesen die evtl. älter sind als wir?
    Also: Es gibt bei mir ein Universum (um das es geht; da man zwischen Universen aus oben genannten Gründen nicht reisen könnte, ist es aus Sicht dieses Universums unerheblich, ob es daneben noch andere gibt), das besitzt diesen Äther. Der Äther selbst besitzt die Raumzeiten, nicht umgekehrt. Der Äther ist sozusagen das Betriebssystem, die Raumzeiten sind Programme darauf und halten sich an dessen Regeln. Zwischen den Raumzeiten lässt sich reisen, weil die dank des Äthers auf denselben Gesetzen und denselben Informationsträgern (Energie & Magie) aufbauen.

    @Schriftrolle schrieb:Na gut jetzt lassen wir das mal beiseite und kommen zu einem anderen Thema, das sehr viel mit den Grundelementen unseres Universums zu tun hat, so einige Elemente wurden bereits aufgezählt, wie Feuer, Wasser, Erde und Luft. Das sind die Grundelemente der Erde, vier an der Zahl, ich beschränke mich jetzt nur auf diese vier die zur Erde gehören. Wir sind also die schwachen Lebewesen, die mit nur wenig Magie als auch Energie ausgestattet worden sind. Jetzt meine Frage. Trifft denn das auf alle Lebewesen vor allem Menschen zu, das wir nur wenig Energie besitzen? Wenn ja? Warum ist das so?
    Hier verstehe ich die Zusammenhänge wieder nicht ^^'
    Physikalisch gesehen gibt es keine vier Grundelemente, und genauso ist es in meinem Universum. Feuer, Wasser, Erde und Luft sind nichts anderes als Namen, die sich intelligente Wesen ausgedacht haben. Die sind zwar der Grund, warum "Elementemagie" bei mir "Elementemagie" heißt, aber jede Magieart funktioniert allein durch Manipulation von Energie (beinhaltet sowohl Materie als auch "Geist" in ihrer Repräsentation auf der mentalen Ebene) und des Äthers (soweit dessen grundlegende Gesetze es zulassen).
    Entsprechend sind auch Menschen definitiv nicht mit am wenigsten Energie ausgestattet. Ein Mensch mit etwa derselben Masse wie ein Dshinn hat auch dieselbe "Energie" (genauso ein Felsbrock mit derselben Masse). Es ist halt nicht die Menge von Energie, die zur Magie begabt, sondern wie sie sich verhält/"fließt". Was es Menschen und anderen Wesen genau wie Tieren erlaubt, Magie einzusetzen, ist der Energiefluss in ihrem Nervensystem (bzw. noch genauer: Die Projektion davon auf der mentalen Ebene).

    @Schriftrolle schrieb:Ok, gehen wir ein Stück weiter, Elemente sind kontrollierbar wie bereits geschrieben wurde, nur wie es aussieht nicht von uns Menschen, nur ich denke das dies ein Irrtum ist, kurze Geschichte dazu. Im alter von sechs Jahren, verspürte ich in mir eine starke Energieform, etwas in mir konnte diese Energie spüren und etwas in mir sprach zu mir. Versuche es doch, lass deiner Energie freien Lauf. In dem Moment regnete es bereits und Donner und Blitze, was mir auffiel war das meine Energie sich verbunden fühlte zu diesem Element dem Wasser, den Blitzen und Donner.

    Ich stand auf der Straße und tat es unbewusst und ließ meiner Energie freien Lauf und erteilte Befehle, ich schrie noch mehr, noch stärker, gleichzeitig fühlte ich etwas befreiendes in mir, so machte ich weiter und weiter. Es war ein Gefühl wie wenn zwischen dem Element und mir eine Verbindung bestand auf die ich Zugriff hatte, also wenn ich dieses Naturelement bis zu einem Punkt steuern konnte, was würden dann andere tun können die weitaus mehr Macht haben als ich ?
    Wir sprechen hier aber noch von einem Fantasy-Universum, oder? Very Happy

    @Schriftrolle schrieb:Ich, weiß nicht wie ihr beide euch das vorstellt um aus diesen Beiträgen etwas zu schreiben, das für einen Roman oder Buch gut wäre. Was ich auch jedoch anbieten könnte, die Text zu kopieren und mit eurer Erlaubnis würde ich gerne versuchen aus all den Informationen etwas zu schreiben das beides beinhaltet, sowohl Wissen als auch Verstehen. Ich denke das wäre oder könnte spannend werden.
    Nur, um das nochmal klar zu machen: Der Thread hier ist nicht für das Buchschreiben, sondern für Diskussionen über den Aufbau von Fantasy-Universen (im Kontext zu physikalischen und magischen Naturgesetzen).
    Was ich oben geschrieben habe, benutze ich selbst, um die Menge magischer Wirkweisen in meinem Universum zu beschreiben und welche Bedingungen/Grenzen dafür gelten (um bsp. auch die historische Entwicklung der Magieforschung konstruieren zu können). Das ist nicht als Erklärung in einem Buch oder Roman gedacht (dafür auch definitiv nicht angemessen).

    Du kannst dich von meinen Ideen gerne inspirieren lassen (sonst hätte ich es nicht gepostet); Kopieren muss jetzt nicht unbedingt sein ^^ Also am besten die Grundideen raussuchen, die dir gefallen, dir überlegen, was du daran verbessern kannst/mit welchen anderen Ideen es sich verbinden ließe, und dann gerne deine Ergebnisse auch hier teilen, damit andere ebenfalls davon profitieren Smile

    Viele Grüße
    Neclus


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    Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums Empty Re: Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums

    Beitrag von Schriftrolle am Mi Mai 20, 2020 12:15 pm

    Neclus Mandarius,

    als erstes ein sorry, für meine Schreibweise, ich vergesse es immer wieder das die Sätze zu lang werden. Auch dafür das ich unbedacht geschrieben habe, dazu hatte ich nicht die Erlaubnis. Mit deinen Antworten sehe ich das um einiges klarer, was du mit deinem Beitrag meinst, deine Fachausdrücke wie Äther, Antimagie, Quantenebene etc. haben mich ein wenig durcheinander gebracht.

    Meine Denkweise ist vielleicht nicht die richtige, da es mir da an Erfahrung mangelt und ich in einem Absatz meines Buches versucht habe Magie zu erklären nur anders. Ich denke mir das Mutter Natur sowie das Universum an sich vieles geboren hat das wir nicht wissen. Aber einfach ausgedrückt, sehe ich es so. Im Universum existieren zwei Mächte, ich nenne sie das Positive und die Negativen Mächte. Es herrscht ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Mächten, manchmal überwiegt das eine das andere, wie als würden sie sich von Natur aus abwechseln. <---Das alles sind keine bewiesenen Fakten, ich sehe es nur so in meiner Fantasy und Denkweise, mehr aber nicht.

    Als ich deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich erst, er sei für einen Roman oder Buch gedacht. Außerdem habe ich wie schon erwähnt so einiges nicht verstanden. Ich bitte dich um Verzeihung das ich mir unerlaubt das Recht nehmen wollte aus deinen Beitrag etwas zu entnehmen und daraus etwas zu schreiben.

    In einem Abschnitt den ich geschrieben habe, habe ich erwähnt das ich diese Energie in mir spürte als kleiner Junge. Nein, das ist Tatsache, das ist wirklich so passiert. Doch das ist ein Thema das ich jetzt hier nicht schreiben möchte, dennoch gehört es zu einem Bereich. Energie, wir als Menschen sind doch Energiewesen, wie du es beschreibst ein mancher mehr ein anderer weniger. Mit dieser Energie können wir vieles tun, nur wie gesagt, es ist nicht so einfach das zu erklären, deswegen schreibe ich nicht hier darüber.



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    Wir Menschen und alle Lebewesen sind reine Energiewesen, Energie kann auch durch das verlassen der irdischen Hülle nicht vernichtet werden, denn Energie existiert seit der Entstehung unseres Universums. Energie kann nicht vernichtet werden, einmal erhalten bliebt sie immer bei uns.  

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    Beitrag von Neclus Mandarius am Mi Mai 20, 2020 1:02 pm

    @Schriftrolle schrieb:als erstes ein sorry, für meine Schreibweise, ich vergesse es immer wieder das die Sätze zu lang werden. Auch dafür das ich unbedacht geschrieben habe, dazu hatte ich nicht die Erlaubnis.
    Du hast nichts gesagt, wofür du dich entschuldigen müsstest Smile Dass man mal was falsch versteht, ist nichts, wofür man sich rechtfertigen müsste; gerade wenn der grundlegende Text so geschrieben ist wie mein Post oben ^^'
    Und was die langen Sätze betrifft: Auch das ist kein Thema, dafür geben wir die hier im Forum ja Rückmeldung :-) Du hast die Kritik auch sofort umgesetzt, was ich super finde, dein letzter Post ist für mich absolut verständlich Cool

    @Schriftrolle schrieb:Mit deinen Antworten sehe ich das um einiges klarer, was du mit deinem Beitrag meinst, deine Fachausdrücke wie Äther, Antimagie, Quantenebene etc. haben mich ein wenig durcheinander gebracht.
    Freut mich, dass ich das ganze etwas klarer machen konnte -- genau deswegen ist es ja gut, Fragen zu stellen cheers
    Ja, ich tue mich teilweise schwer damit, Sachen zu erklären, die für mich klar scheinen; deswegen wäre ich definitiv kein guter Lehrer ^^ Dann benutze ich Begriffe, die man normalerweise nicht kennt, oder halte meine Definitionen zu knapp/unverständlich.
    Deswegen: Wenn dich einer der Punkte interessiert, du ihn aber nicht vollkommen verstehst, gerne nachhaken!

    @Schriftrolle schrieb:Meine Denkweise ist vielleicht nicht die richtige, da es mir da an Erfahrung mangelt und ich in einem Absatz meines Buches versucht habe Magie zu erklären nur anders. Ich denke mir das Mutter Natur sowie das Universum an sich vieles geboren hat das wir nicht wissen. Aber einfach ausgedrückt, sehe ich es so. Im Universum existieren zwei Mächte, ich nenne sie das Positive und die Negativen Mächte. Es herrscht ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Mächten, manchmal überwiegt das eine das andere, wie als würden sie sich von Natur aus abwechseln. <---Das alles sind keine bewiesenen Fakten, ich sehe es nur so in meiner Fantasy und Denkweise, mehr aber nicht.
    Wir reden hier von Fantasy-Universen, da gibt es kein richtig oder falsch Wink
    Auch wird kein Fantasy-Universum vollkommen konsistent sein, meines genausowenig. Ich habe mir nur die Aufgabe gesetzt, dieses Ziel zumindest annähernd zu erreichen (mit Grenzen, um bsp. möglichst "rückwärtskompatibel" mit älteren Versionen meines Universums zu bleiben). Insbesondere möchte ich für mein Universum, dass es sich in unsere bekannten Naturgesetze einfügt und Magie für zumindest sterbliche Wesen nicht zu overpowert wird. Deswegen der starke physikalische Bezug in meinem Post.

    Dementsprechend: Das mit den zwei Mächten ist zweifellos möglich, sogar ein ziemlich übliches Motiv (z.B. Gute Mächte/Götter gegen böse Mächte/Götter, oder, was ich persönlich bevorzuge, da es weniger Klischees bedient, Ordnungs vs Chaos). Viele Schriftsteller belassen es dann aber dabei, würde ich behaupten, und führen magische Fertigkeiten ein, wie sie es brauchen (auch durchaus nichts verwerfliches, gerade für One-Time-Universen wären mehr Gedanken vermutlich Verschwendung). Wenn du daraus genauere Magieregeln ableitest, finde ich das schon klasse; und wenn du deine Ideen einmal teilen/Rückmeldung dazu haben willst, kannst du gerne auch diesen Thread mitbenutzen Smile

    @Schriftrolle schrieb:Als ich deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich erst, er sei für einen Roman oder Buch gedacht. Außerdem habe ich wie schon erwähnt so einiges nicht verstanden. Ich bitte dich um Verzeihung das ich mir unerlaubt das Recht nehmen wollte aus deinen Beitrag etwas zu entnehmen und daraus etwas zu schreiben.
    Ne, sorry für die Verwirrung -- als kleiner Tipp: Geschichten postest du in das Schreibwerkstatt-Unterforum (ist auch für Gäste nicht einsehbar). Hier in Welt der Fantasy geht es eher um allgemeine Diskussionen zu Welten, Weltenbauen, magische Wesen etc. (ist auch für Gäste einsehbar)
    Und auch hier brauchst du dich nicht zu entschuldigen; du hast ja explizit gefragt, ob du das dürftest, was ja genau richtig ist Naturgesetze eines (versucht konsistenten) magischen Universums 4292971096
    Ich kann natürlich niemanden davon abhalten, dem Text etwas zu entnehmen (die Naturgesetze sind aber nur ein Bruchteil dessen, was ich für mein Universum ausgearbeitet habe; deswegen dachte ich mir, teile ich das trotzdem einmal, falls es jemandem zum Nachdenken anregen oder mir Rückmeldung generieren kann). Dass du fragst, was ich davon halten würde (ergo -> Grundideen natürlich, Einzelheiten oder das gesamte Konzept sehr ungerne), finde ich prima Cool

    Viele Grüße
    Neclus


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