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    Immer ein Sohn pro Familie an die Kirche?

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    Immer ein Sohn pro Familie an die Kirche? Empty Immer ein Sohn pro Familie an die Kirche?

    Beitrag von Strato Incendus am Di Nov 19, 2019 1:39 pm

    In einer Geburtstagsrede für meinen Großvater hatte mein Vater einmal - im Zusammenhang der Geschichte des Rests der Verwandtschaft - erwähnt, dass es seinerzeit üblich gewesen sei, den ältesten Sohn Priester werden zu lassen, um somit die Familie als ganzes "dem Himmel ein Stück näher zu bringen." Auf seinen ältesten Cousin bezogen kam dann der Zusatz: "Das muss der irgendwie missverstanden haben - der ist nämlich Pilot geworden!"

    Seit diesem Witz habe ich die Sache mit dem "ein Sohn pro Familie (der älteste) in die Kirche" im Hinterkopf, und tatsächlich ist das auch in meine Geschichte so eingeflossen: Der Hauptcharakter ist der jüngere von zwei Brüdern, der ältere Bruder wurde (halb zwangsweise) in den Klerus geschickt.

    Das steht aber gleichzeitig in Konflikt mit meinem Wissen aus anderen Geschichten, wo der sprichwörtliche Erstgeborene üblicherweise der alleinige Erbe ist, also gerade der, auf dem der größte Druck lastet, die Familie fortzuführen. Demnach wäre es dann der Zweitgeborene, d.h. der, der leer ausgeht, der in der Kirche am besten aufgehoben wäre. Denn dann würde auch er in materiellem Wohlstand leben - müsste nur eben im Gegensatz zum Familienerben keusch leben.

    Also, wer von beiden wurde jetzt historisch gesehen eher der "Quoten-Priester" für die Familie - der Jüngere oder der Ältere? Wink

    In meiner Geschichte ist das vor allem relevant, da die Mutter bei der Geburt des jüngeren Sohns gestorben ist. Im Moment ist das der Hauptcharakter, d.h. das wirkt sich selbstverständlich sehr stark auf seine persönlichen Wertevorstellungen und Ziele aus. Unter anderem ist es einer der Hauptgründe, warum er noch nicht verheiratet ist, weil er stets Sorge hat, eine Frau, die er liebt, töten zu können, indem er sie schwängert.

    Ich könnte es zwar herumdrehen, dass der Priester der jüngere Bruder ist, und den Hauptcharakter seine Motivation stattdessen darauf basierend entwickelt hat, dass er zwar nicht selbst den Tod seiner Mutter verursacht, ihn dafür jedoch bereits bewusst miterlebt hat (was für das jeweils Neugeborene natürlich nicht möglich ist).

    Aber das würde auch viele andere Faktoren verändern, wie z.B. dass der Priester (nach bisherigem Konzept wie gesagt der ältere Bruder) den Hauptcharakter oft bevormundet und sich für ihn verantwortlich fühlt. Das alles nur mit kirchlicher Disziplin zu erklären, weil der "Hirte" sich ja für all seine "Schäfchen" verantwortlich fühlen sollte, wäre mir ein bisschen zu schwach.


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    Beitrag von TKarn am Di Nov 19, 2019 2:17 pm

    War es nicht eher so, dass man nicht noch einen Sohn / eine Tochter durchfüttern wollte und diese dann ins Kloster geschickt hat? also das jüngste Kind.


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    Beitrag von Drottning Katt am Di Nov 19, 2019 3:52 pm

    Hätte da jetzt auch eher einen jüngeren Sohn erwartet, da der älteste meistens das Familiengeschäft weiterführt oder so. Hatte auch mal ein Buch gelesen, wo das sehr strikt in den Adelsfamilien geregelt war: erster Sohn Erbe, zweiter Sohn Militär, dritter Sohn Klerus. Es gab auch eine feste Position für den vierten Sohn, aber die erinnere ich gerade nicht.
    Aber so sehr würde ich mich da jetzt auch nicht dran festbeißen (es sei denn, es ist in deiner Welt wirklich sehr strikt geregelt). Vllt ist es bei den beiden erwähnten Brüdern aus Gründen andersherum (die Gründe müsste man natürlich überlegen). Oder es ist eher lose festgelegt, dass irgendein Sohn (und nicht ein bestimmter) aus der Familie Priester werden soll und die Wahl fiel dann auf den älteren, weil er sich besser eignete oder sowas.
    Und ob nun Priester oder nicht, der ältere Bruder kann, auch ohne ein Priester zu sein, den jüngeren bevormunden und schützen wollen. Einfach weil er sich als älterer Bruder für den jüngeren verantwortlich fühlt, gerade weil sie ihre Mutter verloren haben. Manchmal reicht das schon als Begründung (auch wenn ich natürlich nicht weiß, wie eng der Kontakt zwischen den beiden ist).


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