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Alastor

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    Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

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    Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Sue am Sa Jul 01, 2017 5:33 pm

    Das habt ihr bestimmt auch schon alle erlebt: Freunde und Bekannte loben ein Buch in den Himmel, es bekommt nur gute Kritiken, und trotzdem steht man nach dem Lesen da und denkt sich: Und jetzt? Das war's?

    Bei mir ist es vor allem Paulo Coelho, mit dem ich Probleme habe. "Der Alchemist" und "11 Minuten" habe ich von ihm gelesen und finde sie sooowas von bevormundend! Rolling Eyes Wenn ich "allgemeingültige" Lebensweisheiten lesen will, kann ich auch ins Horoskop in der Tageszeitung schauen. Echt wahr.

    "Das Licht der Phantasie" von Terry Pratchett, also der erste Scheibenweltroman, war für mich bloß semi-witzig, weil ich Rincewind einfach nicht ausstehen kann. Ansonsten liebe ich die Scheibenwelt, aber nicht diesen Kerl!

    Welche Bücher sind es bei euch?
    Vielleicht finden sich hier ja Gleichgesinnte, die diese Bücher ebenfalls schmähen. Wir haben schließlich alle einen erlesenen Geschmack! Very Happy


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Gaia Athanasia am Sa Jul 01, 2017 5:54 pm

    Ha, so etwas kenne ich auch.

    Allerdings war es bei mir nicht Coelho. Den Alchemisten habe ich vor -zig Jahren gelesen und kann mich nur noch daran erinnern, dass ich ihn großartig fand.

    Womit ich nicht zurechtkomme, ist "Otherland" von Tad Williams, und das ist eigenartig. Denn den Zyklus der Großen Schwerter habe ich verschlungen, stehe auf MMORPGs und finde Geschichten um alternative Realitäten meist ziemlich fesselnd, aber an diesem, recht übersichtlichen Büchlein habe ich fast vier Monate lang herumgekaut. Vielleicht war es einfach nicht die richtige Zeit für das Buch, aber im Moment graut es mir davor, die anderen drei Teile auch nur anzusehen.



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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von TKarn am Sa Jul 01, 2017 6:40 pm

    Ich bin mit Eragon nie warm geworden,da ich das Empfinden hatte, die Geschichte vor langem besser gelesen zu haben. Ebenso die Trudi Cavanan Bücher und Twilight....

    Bei Filmen ging es mir do bei Matrix und den nicht originalen Star Wars Teilen.


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von CheshireCat am Sa Jul 01, 2017 8:29 pm

    Oh Gott, Der Herr der Ringe, das erste Buch. Noch nie habe ich so gekaut. Mir haben die Augen getränt. Ständig nur Landschaft und irgendwelche Snacks, ich konnte nicht mehr. Zum Glück hat mir jemand geraten, es einfach zu überspringen und im zweiten Teil weiterzumachen. Das hat es gerettet

    Die Tribute von Panem. Leider. Ich würde so gerne mitmachen, aber ich bringe nicht den Mut auf, mich dieser Verzweiflung auszusetzen. Drei Bände lang nur schmach und Verderben ... gaaaah! Habe angefangen und bringe es nicht über mich.

    Twilight ... habe ich gelesen, weil eine Freundin das sooo geliebt hat. Es war soooo schrecklich aber der Stil ist gut, das hat mich hochgehalten. Nur der Film war unerträglich! Sie hat im Kino mitgeredet! Sogar die Pausen !!!

    Bei Eragon ging mir das genauso. Außerdem sind im Buch Danksagungen, die Nahe legen, dass der Autor so gut wie nichts selbst gemacht hat. Da ist es mir vergangen.


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Alastor am So Jul 02, 2017 1:03 am

    Die Trudi Cavanan Bücher...da kann ich nur zustimmen. Selten so etwas langweiliges gelesen. Sowohl vom Inhalt als auch vom Stil her.
    Und immer wenn ich gesagt hab das war zum Einschlafen und absolut uninteressant erntete ich nur ungläubige Blicke lol!


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Fred Erikson am So Jul 02, 2017 12:46 pm

    Das vierte Siegel von Liane Sons

    Das erste Buch, dass ich vorzeitig abgebrochen habe. Obwohl ein paar nette Ideen drin sind, hat mich zum einen der schwache Schreibstil gestört. Wortwiederholungen, viele langweilige Abschnitte und von der Sprache einfach nicht "erwachsen". Vielleicht teilweise auch in der Übersetzung begründet.
    Zum anderen sind die meisten Charaktere flach. Die Schwächen wirken aufgesetzt und treten kaum als echte Nachteile auf.

    Bei amazon hat der Roman 4.6 Sterne bei 64 Bewertungen. Für mich nicht nachvollziehbar.

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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Airstrike am So Jul 02, 2017 3:00 pm

    Eragon hatte ich gelesen, aber immer mehr kam er mir vor wie ein Kinderbuch... Nunja, ich kann dieses ganze 'young adult' genre überhaupt nicht ab...
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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Nina am So Jul 02, 2017 3:00 pm

    Also von der Fantasy her fand ich "Herr der Ringe" schon ganz gute Bücher, aber zwischendurch echt unendlich langweilig. Wenn da ein Lektor ordentlich rausgestrichen hätte (mindestens die Hälfte), würde mir das gefallen.

    So von der "hohen Literatur" fand ich "Schlafes Bruder" eigentlich bloß ziemlich pervers. Also was da alles an Brutalität vorkommt, also das ist echt unfassbar. Aber alle, die das gelesen haben, redeten eher so romantisch-verklärt davon.
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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Jun am So Jul 02, 2017 3:51 pm

    Twilight & Trudi Canavan habe ich auch auf Empfehlung hin gelesen und ich fand leider beides ganz grauenvoll. Eragon hat mir am Anfang noch gefallen (ich schiebe es aufs Alter. Ich glaube, als ich das gelesen habe, hat es nur Drachen gebraucht und ich hätte über alles andere hinweggesehen), aber nach Buch 2 habe ich aufgegeben. Da gibt es hier ja doch eine ganze Menge Überschneidungen an Büchern, da muss was dran sein an dem erlesenen Geschmack. Wink

    Die Tribute von Panem fand ich ganz interessant zu lesen, aber eher aus einem schreib-technischen Blickwinkel, der ganzen Cliffhanger und des Pacings wegen. Wirklich gefallen haben sie mir aber auch nicht, ich hatte mir irgendwie mehr versprochen bei dem vielen Lob.

    Den Herr der Ringe habe ich geliebt, allerdings auch mit 11 gelesen, damals war ich beim Lesen noch sehr viel geduldiger bei Landschaftsbeschreibungen. Der Hobbit hat mir aber nicht so besonders zugesagt, den habe ich erst durchgeschafft, nachdem ich das Silmarillion und co gelesen hatte und immer noch nicht genug von Mittelerde hatte.
    Bei The Lies of Locke Lamora z.B. oder Jonathan Strange & Mr Norrell habe ich schon hart mit den detaillierten Beschreibungen kämpfen müssen, so schön sie auch geschrieben waren ...
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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Sue am So Jul 02, 2017 9:26 pm

    Interessant: Gerade mit Trudi Canavans Büchern und Eragon, die hier oft genannt werden, geht's mir so, dass ich anfangs ziemlich begeistert war. Aber wenn ich jetzt zurückschaue, halte ich sie auch für wenig originell. Vielleicht waren sie noch was Besonderes, als sie rauskamen. Gerade von mir kann ich behaupten, dass ich damals zu Eragons Zeiten viel Stress und wenig Zeit zu Lesen hatte, da lief der Stoff echt gut runter. ... Aber Zwerge mit Zipfelmützen (oder?), die auf Ziegen reiten! Nee, das war zuviel des Guten! pale
    Trudi Canavan hatte ich als Hörbuch, weshalb ich es natürlich als besser empfunden habe, als es tatsächlich ist.

    Und der Herr der Ringe... das ist ja sowieso das polarisierendste Buch, das ich kenne. Wink Ich hab am Anfang von Teil 2 aufgegeben... zweimal! Aber ich werd's wieder versuchen. pirat

    @ TKarn - Bei Filmen bin ich grundsätzlich nur am Mosern, wenn andere loben. Damit fange ich jetzt gar nicht erst an!Very Happy


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Alandra Ossenberg am Mi Jul 12, 2017 4:49 pm

    "Otherland" wurde bereits erwähnt. Das war auch nicht meins. Habe ich abgebrochen. Gleiches gilt auch für Locke Lamora. Jetzt, wo ihr es erwähnt. Ich glaube, ich bin ziemlich gut darin, mental zu streichen, was mir beim Lesen auf den Senkel gegangen ist...
    Wenn es um die hohe Literatur geht... "Homo faber". Irgendwo am Anfang taucht "der schleimige Mond" als Formulierung auf. Da hat Max Frisch mich sprachlich verloren. Und "das Parfum". Zwar ein interessantes Konzept, aber der Roman hat mich trotzdem nur abgestoßen.


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Sue am Mi Jul 12, 2017 6:47 pm

    Naja, ich glaub, bei Homo Faber sind sich die meisten (incl. mir) einig, dass sie es inhaltlich eine Zumutung fanden.^^
    (Wobei ich auch tatsächlich einen kenne, der das als Lieblingsbuch hat...  pale affraid pale
    Das mit dem Mond weiß ich gar nicht mehr, ist aber durchaus befremdlich.


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Viskey am Mi Jul 12, 2017 7:20 pm

    Ich gehöre klar ins Lager der HdR-Hasser. So was stinkfades .... Das erste hab ich noch irgendwie durchgewürgt, aber die Bäume im zweiten Buch haben es dann besiegelt. Ich finde auch schon lange: Hätte da ein Lektor die Hälfte bis zwei Drittel rausgestrichen, könnte das eine gute Story abgeben. Aber so ... Ne, ne, ne.

    Eragon, Twilight und Hungergames hab ich alle drei nicht gelesen ... dafür kam ich eine Generation zu früh auf die Welt ... Razz

    Womit man mich auch jagen kann, sind grundsätzlich mal alle Nobelpreisträger. Danken darf man dafür Elfriede Jelinek, von der ich zwar nicht alles gelesen habe, aber das, was ich gelesen habe, war ... Ich denke nicht, dass es eine höfliche Möglichkeit gibt, auszudrücken, was ich davon halte.


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Nerena am Mi Jul 12, 2017 9:50 pm

    Also Eragon hab ich gelieeebt  hatte aber vielleicht auch das richtige Alter dafür  Da die Bücher ein Grund sind, weshalb ich zum Schreiben angefangen habe, werden sie auch immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben Smile

    HdR hab ich auch versucht, aber aufgegeben... man hätte wirklich die Hälfte oder mehr streichen können :/
    Tribute von Panem habe ich nie gelesen... hat mich nicht mal interessiert.

    Ich weiß nicht, ob das so bekannt ist, aber ich habe "The Painted/Warded Man" (Das Lied der Dunkelheit gleub ich auf deutsch) gelesen... ich konnte es ÜBERHAUPT nicht ausstehen. Ich habe es aber beinhart bis zum vierten (und leider noch nicht letzten) Teil durchgezogen. Ich konnte keinen der Charaktere leiden (außer einen), und ich denke aus dem Grundkonzept hätte man auch mehr machen können. Buäh!

    Was ich mich frage: ich habe es nie gelesen ( schon weil mich das Genre nicht interessiert), aber was sagt ihr zu dem Megahype "Fifty shades of grey?"


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Alandra Ossenberg am Mi Jul 12, 2017 10:39 pm

    Nie gelesen. Nur von SM-Fans gehört, dass es Sado Maso nicht richtig darstelle, dafür aber ein unangenehmes Frauenbild zeichne bzw. romantisiere. Aber da kann ich nichts zu sagen.


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Incendium am Do Jul 13, 2017 12:00 am

    So sehr ich Bertolt Brecht und sein episches Theater auch schätze, Mutter Courage ist für mich ein verdammt langweiliges Stück. Nicht nur, dass es ermüdend war, es zu lesen, die Darstellung des Berliner Ensembles hat mich ebenfalls enttäuscht.

    Um bei Max Frisch zu bleiben: Andorra ist zwar nicht wirklich schlecht, aber für seine doch recht simple Handlung und ausgelutschte Thematik wird es ganz schön in den Himmel gelobt, finde ich.

    Mit Michael Peinkofers Zauberer Trilogie kann ich nicht viel anfangen und das obwohl ich durchgelesen habe. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese durch die Ork-Trilogie sonderlich besser wird. Der total klischeebehaftete Antagonist hat mir den Spaß genommen, die Charakterentwicklungen wirkten teilweise zu geforced und zwischendurch ist der Herr Peinkofer einfach ausgerastet, was seine Ideen angeht. Ich meine einäugige magische Felsenwächter, die Laser schießen und untote Orks - okay! Aber als dann klingenbesetzte Mühlen als Kampfmaschinerie eingesetzt wurden und ein brennendes Drachenskelett gegen sein ein mechanisches Pendant angetreten ist... Das war selbst für meine Verhältnisse zu viel.

    @Nerena: Welche Figur der Painted Man-Reihe magst du denn? Ich muss sagen, dass mir die Reihe prinzipiell gut gefällt, doch seine Bücher werden von mal zu mal langatmiger...

    Von Fifty Shades of Grey habe ich die ersten beiden Bände gelesen (ich muss schließlich zu einer fundierten Meinung im Stande sein) und ganz ehrlich: Das sind die schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe und auch wohl jemals lesen werde. Also wirklich, bei dem Hype um diese Bücher fällt es mir manchmal schwer den Glauben an die Menschheit oder zumindest deren kulturelles Bewusstsein nicht zu verlieren. Ich habe mich schon zur Genüge über das Thema ausgelassen und das bestimmt auch schon hier im Forum, deshalb die Kurzfassung:
    Die Geschichte ist langweilig, uninspiriert und das schlimmste sind die Figuren, denn das sind einfach nur laufende Klischees. Richtig traurig. Außerdem ist die Protagonistin dumm wie Brot (und dabei soll die Reihe ja die Frau in ein besseres Licht rücken... mit dieser Protagonistin sicher nicht!). Wenn man genau hinschaut, erkennt man viele Parallelen zu Twilight, was ohnehin kein gutes Zeichen ist. Woran liegt das? E. L. James hat vor Fifty Shades Twilight-Fanfics geschrieben, was für ein Zufall. Ihr Schreibstill ist unausgereift und bedient sich dabei einem Wortschatz von ca. drei Wörtern. Kein Witz, jeder von uns hier kann besser schreiben.
    Aber kommen wir zum Highlight und Kaufgrund des Buches: Dem Sex. Ist er spannend, exotisch? Nö! Langweilig ist der. Vor allem ist der fast immer gleich und das einzige was sich ändert ist der Ort. Sexszenen gibt es im Buch dann so 10 bis 20 Stück, obwohl alle austauschbar und gleich wirken. Das macht das Buch nur noch langatmiger, da es die Handlung ja nicht vorantreibt. In so ziemlich jedem Fantasybuch, welches eine beinhaltet, habe ich aufregendere Sexszenen gelesen.
    Das Argument, dass damit ja nur die Zielgruppe von Frauen angesprochen werden soll, ist in meinen Augen schon fast eine Beleidigung. Wenn man seiner Zielgruppe so wenig zumutet, ja dann Prost-Mahlzeit.
    Ich kann nur sagen: Leute, die diese Bücher mögen haben entweder einen sehr eigenartigen Geschmack oder kennen sich in der Welt der Literatur einfach nicht gut aus. Nach den objektiven Maßstäben des Schriftstellerhandwerks ist Shades of Grey einfach nur unterdurchschnittlich. Die Reihe ist nicht wegen ihrer Qualität so erfolgreich geworden, sondern wegen seiner scheinbaren sexuellen Kontroversität und dem "brechen von gesellschaftlichen Tabus" und weil der westliche Markt von konsumgeilen Kulturbanausen am Laufen gehalten wird. Die 120 Tage von Sodom, von Marquis de Sade - DAS ist sexuelle Kontroversität (ebenfalls mit fragwürdiger Qualität)! Und der Roman ist schon über zweihundert Jahre alt.
    Gott regt mich Fifty Shades immer auf!


    Grüße


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Sue am Do Jul 13, 2017 11:22 am

    Michael Peinkofers Zauberer-Trilogie hab ich mir angehört und fand sie jetzt nicht schlecht, zum Lesen hätte's aber nicht gereicht. Die Ork-Reihe ist dagegen super, da bin ich ein Riesenfan von! Smile
    Hier geht's zu meiner Rezension von Teil 1. Ich bin jetzt zu faul, das alles zu wiederholen. Wink


    Was ich auch ganz, ganz übel fand, ist Gregs Tagebuch. Ich hab nur den ersten Teil gelesen und musste dabei oft an eine Kinderversion von Das kleine Arschloch denken (natürlich ist das kein ernsthaftes Buch und somit mit völlig anderen Gesichtspunkten zu bewerten). Nee, ich finde, ein Junge, der derart gedankenlos durch die Welt geht und so mies mit seinem besten Freund umgeht, ist echt total daneben! Hoffentlich können sich möglichst wenige Kinder damit identifizieren, sonst geht hier bald alles den Bach runter...!


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Incendium am Do Jul 13, 2017 1:02 pm

    @Sue: Ich habe die Ork-Trilogie sogar bei mir rumstehen. Ein Freund wollte die wegschmeißen und da habe ich mich als Buchliebhaber erbarmt und ihnen einen Platz in meinem Regal gewährt. Maybe I'll give it a try.

    Gregs Tagebuch fand ich super lustig, als ich es gelesen habe - aber da war ich zwölf. Mittlerweile finde ich es auch nur noch blöd.


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Viskey am Do Jul 13, 2017 6:28 pm

    Shades of Grey ... eine Freundin hat es geschenkt bekommen, so am Höhepunkt des Hypes. Ich hab es wahllos aufgeschlagen und eine Seite daraus gelesen.

    GROTTENSCHLECHT. Zu Charakterisierung und Handlung kann ich jetzt nichts sagen, nach nur einer Seite. Aber sprachlich .... meine Güte, meine Güte.


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Nerena am Do Jul 13, 2017 11:40 pm

    @Incendium: Rojer war mein Liebling Smile


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Incendium am So Jul 16, 2017 4:49 pm

    @Nerena:
    Spoiler:
    Dann hat sich das fünfte Buch für dich bestimmt erledigt? Razz Embarassed


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Nerena am So Jul 16, 2017 8:42 pm

    @ Incendium
    Spoiler:
    Sagen wir mal I was not amused vom Ende des Vierten Razz


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Nina am So Jul 16, 2017 11:49 pm

    Ich habe die "Fifty Shades" im Schnellverfahren gelesen. Hat mich natürlich auch interessiert und die Bibliothek hatte die E-Books zum Ausleihen. (Die sind dann nach einer Weile nicht mehr lesbar, aber für den Stoff reicht auch kurze Zeit.) Stilistisch - na ja. Die Handlung ist halt so eine Art moderne Aschenputtel-Story. Sie findet halt ihren Traumprinzen, der auch furchtbar reich ist, nur hat der halt Vorlieben. Aber ... die Vorlieben, mal ehrlich, es wird mehr darüber geredet als was gemacht. Da gibt es diesen "Vertrag", was sie alles machen muss (echt supi, man braucht einen Vertrag! - Kann man nicht in gewissen Situationen ausloten, ob was okay ist?), aber sie sagt ohnehin zu praktisch allem, das etwas Ungewöhnlicher ist, nein. Bleibt recht normaler Sex (halt in ein paar verschiedenen Stellungen, aber mal ehrlich, das kennen die meisten erwachsenen Menschen, dass es nicht nur in Missionarsstellung geht - und Oralverkehr von der Frau ausgeführt, was gerade für uns Frauen wohl gemeinhin nicht so spannend ist, sondern eher eine Männerphantasie), mit ein bisschen Popogeklatsche und Fesseln. Das ist auch gar nicht so außergewöhnlich. Also mal fesseln auszuprobieren (oder zumindest festhalten) oder mal einen Klaps ... ich glaub, das ist echt nicht selten. Ob sich wer dann lächerlich vorkommt, oder ob es taugt, sei dahingestellt. Ungewöhnlichere Praktiken werden teils angekündigt, man schafft es aber drei Bände lang nicht, das auch zu machen. - Also ich denke mal, man muss ziemlich wenig erlebt haben, um das jetzt so spannend zu finden.
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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Viskey am Mo Jul 17, 2017 8:49 pm

    Nina schrieb:Also ich denke mal, man muss ziemlich wenig erlebt haben, um das jetzt so spannend zu finden.

    lol! Mein Satz des Tages!!


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    Re: Bücher, die jeder toll fand, nur ich nicht ;)

    Beitrag von Hexe am Do Jul 20, 2017 7:51 pm

    @incendium: Wenn du willst, dass Shades of Grey das schlechteste bleibt, das du je gelesen hast, lies niemals "Das Bernsteinteleskop" von Philip Pullman (die zweite Fortsetzung von "Der goldene Kompass"). Man kann ja gegen Christian Grey sagen, was man will (ich habe die Bücher gar nicht erst gelesen), aber er ist wenigstens kein Higgs-Teilchen, das Sex mit Menschen haben will, obwohl es ein Higgs-Teilchen ist, und das außerdem noch der Erzengel Gabriel ist.

    Ansonsten hat mich der Hype um die Vampire Diaries wahnsinnig genervt. Das ist nichts weiter als eine Soap mit Vampiren. Und dann haben die Mädchen in meiner Schule auf einmal alle angefangen, Poster von Damon aus der Verfilmung an die Decke über ihrem Bett zu hängen, damit er immer auf sie runterschaut... *kotz*

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