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    Mira aus dem Schwarzfelstal

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    Mira aus dem Schwarzfelstal

    Beitrag von Crackle42 am Sa Mai 20, 2017 1:31 am

    Hallo liebe Leute,

    vor genau einer Woche habe ich meine Geschichte beendet, uff. Doch der Spaß fängt jetzt erst an und es heißt korrigieren, verbessern und noch mehr korrigieren.
    Ich bin auf die schöne Seite mit Charakterbewertung gestoßen. Anstatt auf eine anstehende Klausur zu lernen habe ich dafür allerlei Bausteine meines Charakters zusammengetragen, um sie euren Blicken zu unterwerfen und das ein oder andere Feedback zu Unstimmigkeiten, fehlenden Aspekten oder Ergänzungsvorschlägen zu bekommen. Natürlich werden alle Anmerkungen bei der Überarbeitung berücksichtigt, nicht dass es grobe Widersprüche im Fühlen bzw. Denken meines Charakters gibt
    Ich muss gestehen, es war manchmal gar nicht so eindeutig und klar die Eigenschaft der lieb gewonnenen Protagonistin zu bennenen. Sie fühlt halt so, das in Worte zu fassen ist wieder etwas anderes Very Happy... Sorry, ich schweife ab...

    Mein Charakter entwickelt sich über einen längeren Zeitraum von 9 Jahren, daher ist es mir nicht ganz einfach gefallen die Aspekte hoffentlich verständlich zu bündeln. Wenn es also Unklarheiten gibt, gerne nachfragen .

    Abschließend eine Anmerkung: Es gibt einen allgemeinen Steckbriefund einen ausgeschriebenen Text. Grundsätzlich steht oben dasselbe wie unten, die Entwicklung lässt sich hingegen besser im Fließtext darstellen. Und nun viel Spaß


    Stammdaten
    Name: Mira
    Herkunft: Schwarzfelstal
    Alter/Geburtstag: April 343 NV (nach dem letzten Verlassenen)
    Geschichte beginnt im Jahr 357 (Mira wird 14)
    Spitzname(n): Allerlei in Abhängigkeit der Gruppen
    Zentrale Frage: "Erfüllen sich ihre Lebensziele?"
    Welche das sind, kristallisiert sich erst mit der Zeit heraus
    Konkurrierende Ziele: Freiheit des Lebens genießen vs Kreaturen bekämpfen (gesellschaftliche Erwartung)
    Keine Verpflichtungen vs Anerkennung bekommen/Sinn des Lebens verspüren
    Alleinsein (nicht einsam!) vs Freunde haben/treffen
     
    Aussehen (bei Volljährigkeit)
    Größe: 174
    Gewicht: 63
    Haarfarbe und Frisur: Dunkel-Feuerrot und in Abhängigkeit der Jahreszeit mit Stich kupferblond. Offen oder als Zopf getragen, bis unterhalb der Schulterblätter
    Augenfarbe: Azurblau
    Hautfarbe und Hautreinheit: In Abhänigkeit der Jahreszeit mehr oder weniger Sommersprossen um die Nase
    Nase: Stubsnase
    Ohren: Normal aber ohne Ohrlöcher
    Körperlich gebaut: Schmale Schultern, breites Becken, stattliche Oberweite, runder Po
    Sonstige Gesichtsmerkmale: Symmetrisch, feminin wirkend, "Aussehen eines Engels"
     
    Charakter
    Identifizierungszeichen: Allerlei Spitznamen und ihre feuerrote Haare
    Körperliche Kräfte: Keine
    Magische Kräfte: Magie der Anderswelt
    Mimik und Gestik: Abwechslung aus grimmig gucken und herzhaft lachen. Gestik eher zurückhaltend
    Redeverhalten: Schweigsam in fremder Umgebung. Unter Freunden/Bekannten wie ein Wasserfall
     
    Persönlichkeit
    Persönlichkeitsstärken: Meist geduldig, entwickelt sich zur hartnäckigen Kämpfernatur, "Steh-auf-Mädchen". Hat  tiefgründe Beziehungen mit wenigen Menschen
    Persönlichkeitsschwächen: Stur/dickköpfig, schüchtern, Selbstisolation von Umwelt, Ungeduld manchmal in genau den falschen Situationen, Passivität
    Anti-Talent: Bogenschießen
    Bedürfnisse: Zweisamkeit
    Hobbys: Lesen, Leute beobachten, im Meer schwimmen
    Arbeit: Schüler in Magiaschule
    Wünsche, Ziele, Träume: Realisierung ihrer "vier Lebenswünsche" in absteigender Reihenfolge: 1. Liebe, 2. treuer Ehemann, 3. Kinder 4. Sicherheit vor Kreaturen der Anderswelt
    Ja, das Klischee ist beabsichtigt. 1. und 4 Wunsch bieten Konfliktpotenzial (wie kann sie Portale zerstören? Muss sie ihren Mann verlassen?)
    Die seit Millionen Jahre etablierte biologischen Konzept zu ignorieren erscheint mir außerdem unglaubwürdig oder wie seht ihr das?

    Ängste: Fehlen von Sinn des Lebens, Ablehnung der Gesellschaft. Vater, Freunde verlieren, (ganz) alleine sein.
    Vor allem aber eins: Einsamkeit!
    Zukunftspläne: Möchte erst Kreaturen bekämpfen. Mit der Zeit merkt sie, dass es nicht die Erfüllung bringt, die sie sich erhofft hat. Wunsch nach Zweisamkeit und Lebenszielen wird mit jedem Tag stärker in ihr
    Was hasst sie: Aufmerksamkeit/Rampenlicht, Einsamkeit
     
    Beziehungen
    Name des Vaters: Nahor
    Alter des Vaters: Zu Beginn der Geschichte 39
    Aussehen des Vaters: 1.85 Meter, blaue Augen, breite Schultern und kräftige Hände
    Name der Mutter: Name bleibt unbekannt. Nur "Mutter"/"Mama"
    Alter der Mutter: Zum Zeitpunkt des Todes 28
    Aussehen der Mutter: Mira hat Augen und Haare ihrer Mutter
    Geschwister: Eine bei der Geburt gestorbene Schwester
    Sonstige Familie: "Onkel Rakrod"
    Freunde: Im Laufe der Zeit drei Freunde und ihre Wohngefährten
    Sonstige Verhältnisse: Zu Lehrerin Carla, langsam mit Aufsicht Kedalille und Wohngefährten
     
    Kognition
    Wichtige Meinungen/Themen für den Charakter: Gedanken und Einstellungen ihrer Eltern über z.B. Partnerschaft und Politik
    Was den Charakter antreibt: Platz in der Gesellschaft finden - "Sinnvoll" sein. Übergeordnet davon: Vermeidung von Einsamkeit
    Wunsch nach Zweisamkeit später der mächtigste Antrieb
    Wie der Charakter Probleme löst/mit ihnen umgeht: Aus dem Weg gehen, verstecken
    Was dem Charakter im Weg steht: Gedanken um das Bild, das andere Menschen von ihr haben. Bitterkeit über mangelnde Kontrolle ihrer Magie, Schüchternheit, Einsamkeit
    Lieblingsraum und warum: Strand, Sonne und Wärme. Kennt nur das Schwarzfelstal. Hat keinerlei Erfahrung von anderen Lebensräumen
    Einstellung zum Thema "Liebe": Monogame Einstellung & insbesondere Treue
    Einstellung zum Thema "Verbrechen": Keine Erfahrung damit. Täter, die sie geärgert haben wurden (aus ihrer Sicht) gerecht bestraft
    Lebensphilosophie: Ändert sich bis zum 22 LJ kontinuierlich. Prinzipiell: Erst das Unperfekte macht alles Perfekt
    Bildung: Gebildet durch vieles Lesen. IQ von 115. An Magiaschule Privatunterricht

    Rest
    Religion: Kein Glaube an Überexistenz
    Finanzielle Situation: Bescheidene Verhältnisse aber nie in Mangel gelebt. Auftrag ihres Vaters konnte Lage verbessern, doch sie leben weiter wie gewohnt


    Zuletzt von Crackle42 am Sa Mai 20, 2017 11:59 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Mira aus dem Schwarzfelstal

    Beitrag von Crackle42 am Sa Mai 20, 2017 1:35 am

    Hier nun der ausgeschriebene Teil mit der Entwicklung von Mira aus dem Schwarzfelstal. Da alles miteinander verknüpft ist, kann es teils zu Überschneidungen kommen.
    Der Romantitel zu entsprechender Geschichte lautet: "Der Wille der Verlassenen".



    Die Geschichte beschreibt die Entwicklung der Protagonistin Mira, die sich grob in drei Zeitpunkte bzw. Zeiträume erstrecken lässt:
    - Zu Beginn der Geschichte ist Mira 13 und wird in Kürze 14
    - Im Hauptteil ist Mira 16 und entwickelt sich bis zum 19 Lebensjahr (LJ) kontinuierlich weiter
    - Zum Schluss ist Mira 21/ 22

    Vorgeschichte:
    Mira ist die Tochter des Schmids Nahor, der sie in alleiniger Obhut aufzieht. Die Mutter ist während Miras 6. LJ an einer Magieseuche gestorben, wobei ihr Vater auf erneute Heirat verzichtet hat.
    Mit Sieben Jahren besucht sie die fünf Jahre andauernde Grundschule, die sie mit Anfang 12 beendet. Fortan wartet sie auf ihre magischen Fähigkeiten, die sich normalerweise bei Mädchen zwischen dem 10. bis 13 LJ ausbilden.
    Ende 13 hat sie noch immer keine Anzeichen von Magie verspürt und hofft auf ein verspätetes Einsetzen in wenigen Wochen oder Monaten. Aufgrund ihrer zweijährigen Auszeit aus der Schule, die Ablehnung der Kriegerschule und dem Mangel ihrer Bogenschießfähigkeiten wird sie von anderen Kindern und Jugendlichen ausgegrenzt, geärgert und schikaniert. Mira ist daher isoliert und lebt in ihrem Alltagstrott. Die Geschichte von Mira aus dem Schwarzfelstal beginnt kurz vor ihrem vierzehnten Geburtstag.

    Persönlichkeit:
    Mira ist introvertiert, schüchtern und in Ermangelung an sozialen Kontakten hat sie sich damit abgefunden alleine zu sein. Auf Jugendliche ihres Alters zuzugehen traut sie sich nicht, sollte sie sich einmal doch unter fremden Kreisen befinden, dann ist sie schweigsam und hört lediglich zu. Konversationen mit Fremden zu führen fällt ihr schwer. In von ihr vertrauten Personen und Kreisen, die sich auf die Kindheitsfreunde „Onkel Rakrod“ und „Arno“ ihres Vaters beschränken, ist sie hingegen redselig, plappert wie ein Wasserfall und weiß wie sie mit den zwei umzugehen hat.
    Sie bevorzugt ein Buch in der Hand, beobachtet Leute aus sicherer Entfernung und interessiert sich für ihre Umwelt – solange sie dabei nicht selbst im Zentrum steht. Sie hat die isolierte Lage akzeptiert, da sie von anderen Jugendlichen schikaniert wird (rote Haare, unmagisches Mädchen, miserable Bogenfähigkeiten) und selbst keine Möglichkeit sieht, an ihrer Lage etwas zu ändern. Zwar geht sie Problemen/Streit lieber aus dem Weg und versteckt sich, ihre Peiniger bringen den Streit allerdings meist zu ihr. Mira lebt im Alltagstrott und wartet bzw. hofft, dass ein Wunder geschieht, das sie von den Schikanen und Sorgen befreit.
    Jene anfängliche Passivität hält sie im Kreislauf aus Isolation, Schüchternheit und Einsamkeit gefangen. Zu ihrem Geburtstag lernt sie drei Mädchen kennen, zu denen sie eine Freundschaft aufbaut. Durch ihre Freunde wird sie wieder zur Gesellschaft „getragen“, ihre Sturheit bzw. Ablehnung gegenüber anderweitigen Arbeitsbereichen lässt sie aber die Vorschläge ihres Vaters ablehnen.
    Mit 16 wird sie an die Magiaschule gebracht. Da sie ihr vertrautes Umfeld schlagartig verlässt, muss sich Mira an die neue Umgebung gewöhnen. Von ihren Wohngefährten wird sie herzlich aufgenommen und sie fühlt sich schnell wohl. Verbissen versucht sie den verpassten Schulstoff nachzuholen und sich an ihrer Magie zu üben. In einem Wechsel aus Widerständen, Fehlschlägen und Erfolgen kämpft sich Mira durch Prüfungen und wächst an Einsicht sowie innerer Stärke. Der Tod ihres Vaters reißt sie einmal mehr auf den Boden zurück, doch auch hier „erhebt“ sie sich wieder und akzeptiert schließlich die breite Aufmerksamkeit, die sie mit ihrer ungewöhnlichen Magie und ihren Taten erzielt.

    Magie:
    Bis zu ihrem 14. Geburtstag hofft Mira, die Magie würde sich in ihr schließlich zeigen, auch wenn sie im durchschnittlichen Vergleich zu anderen Mädchen bereits über der kritischen Altersgrenze liegt, um mit Magie noch rechnen zu können. Im Alter von 16 hat sie sämtliche Hoffnungen begraben und sucht nach Alternativen ohne Magie leben zu können. Bei einer Verschmelzung zweier Kreaturen (ein sogenannter „Symbiant“) widersetzt sich Mira aller Vernunft und versucht trotz ihrer Leistung mit dem Bogen auszuhelfen. Im Angesicht des Todes, als sie einem feindlichen Zauber der Kreatur entgegenblickt, kontert sie in Todesfurcht das Geschoss mit eigener Magie und vernichtet die Kreatur. Fortan wird sie in der Magiaschule aufgenommen.
    Zu Beginn ist sie über ihren Zufall euphorisiert, doch schnell zeigt sich, dass Mira eine andere Art von Magie verwendet, die die restlichen Magia nicht benutzen oder gar kennen. Die Lehrer sind mit ihr überfordert, können ihr nicht weiterhelfen und Mira wird zusehend deprimierter, als es ihr auch nach Monaten nicht gelingt einen zweiten zufälligen Zauber zu wirken.
    Mit vielen Höhen und Tiefen und in verschiedenen Situationen gelingt es Mira mit der Zeit weitere Puzzleteile ihrer Magie zu finden. Sie wird sicherer in ihrer Zuverlässigkeit und Handhabung. Zum Ende der Geschichte versteht sie, welche Art von Magie sie einsetzt.

    Ängste:
    Als Jugendliche und besonders im Angesicht der täglichen Bedrohungen sieht sich Mira zu Beginn zwei Ängsten konfrontiert. Erstens das Versagen ihrer Magie und damit einer fehlenden „Sinnhaftigkeit“ ihrer Existenz. Zweitens fürchtet sie den Ausschluss aus der Gesellschaft, weil sie der stillschweigenden gesellschaftlichen Norm (die vorsieht, dass jeder Mensch seinen Beitrag für das „friedliche Leben“ bzw. das Leben in Sicherheit hinter der Mauer leistet) nicht nachkommen kann. Auch wenn keine konkreten Gefahren von der lokalen Politik drohen, meint sie die verdeckte Missbilligung der Bevölkerung zu spüren. Durch regelmäßige Schikanen von Jugendlichen ihres Alters sieht sie diese Befürchtung als bestätigt und fürchtet zu einem späteren Zeitpunkt sogar noch härtere Sanktionen.
    Übergeordnet davon ist die eine übermächtige und ausschlaggebende Angst, die sie antreibt aber auch zurückzieht: Einsamkeit. Zwar findet sie wenige Freundschaften und wird durch ihren Sieg über einen Symbianten auch über ihrer Stadt hinaus bekannt, doch außer ihrem Vater und drei Freunden hat sie sonst keine tiefere Bindung zu anderen Menschen. Mit zunehmendem Druck von außen fühlt sie sich zunehmend nicht verstanden und verzweifelt. Als ihr Vater bei einem weiteren Angriff eines Symbianten ums Leben kommt, wird ihre Angst weiter geschürt und Mira meint, darunter zu ersticken. Mit dem Gefühl der Einsamkeit geht ein Leeregefühl einher, dass sie innerlich zerfrisst.
    Bald führt sie mit jedem Tag einen größeren Kampf gegen sich selbst und bemerkt eines Tages, dass sie zwar in Anwesenheit ihrer Freunde nicht alleine ist, doch die Einsamkeit können nicht einmal sie vertreiben. Mira erkennt, dass es nur eins gibt, das ihre innerste und größte Angst nehmen kann: Zweisamkeit.

    Ziele:
    Ihre Ziele wandeln sich im Laufe ihrer Entwicklung. Zu Beginn strebt sie danach an der Magiaschule aufgenommen zu werden und die Kreaturen aus den Portalen mit Magie zu bekämpfen. Damit würde sie gleichzeitig einen Zweck für ihr Dasein finden. Als sie erfolgslos auf ihre Magie wartet, kämpft sie gegen die gesellschaftliche Isolation und möchte eine andere Möglichkeit finden sich nützlich zu machen, indem sie eine Lehre anfangen will. Mit dem Auftauchen des Symbianten und ihrer Magie wird der Plan verworfen und Mira verschreibt sich dem Ziel, ihre Magie zu kontrollieren und die Kreaturen wie alle Verteidiger zu bekämpfen.
    In ihrer aufkommenden Verzweiflung gelingt ihr erstmalig seit Auftauchen der Portale eines davon zu vernichten. Die Menschen schöpfen Hoffnung und sehen eine Möglichkeit auf eine Erlösung, wodurch sich der Druck auf Mira erhöht. Das von außen bestimmte Ziel lässt in Mira Widerstand wachsen. Sie merkt, dass sie durch die Kämpfe nicht die Erfüllung verspürt, die sie sich erhofft hatte. Sie entdeckt ihre zentrale Frage, die sich nicht primär auf die Kreaturen und Portale beziehen, sondern auf die Umsetzung ihrer drei Lebensziele (oder vielleicht vier, das muss ich noch entscheiden).
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    Re: Mira aus dem Schwarzfelstal

    Beitrag von Midnightwriter am Fr Mai 26, 2017 10:40 pm

    Hey

    Also gebe ich wohl mal als erste meinen Senf zu deinem Charakter ab:

    Ich fange mal beim Aussehen an: Das finde ich wirklich gut beschrieben, sehr plastisch. Zwar hat deine Protagonistin kaum "Problemzonen" oder körperliche Makel und ist eher von der hübschen Sorte, aber das stört mich persönlich nicht unbedingt (es müssen ja nicht unbedingt vernarbte Veteranen sein ).

    Zu ihrer Persönlichkeit sind mir diese Punkte aufgefallen:

    Die Ziele die du deiner Hauptrolle gegeben hast, wären mir für meine Charakteren (egal ob männlich oder weiblich) einfach etwas zu wenig. Die gesamte Existenz nur darauf auszurichten, an der Seite von jemand anderem zu leben, anstatt sich auch etwas eigenes aufzubauen, sich selbst zu verwirklichen, das macht einen Charakter in meinen Augen immer etwas schwach. Aber das ist ja nur meine Meinung Wink
    Die Entwicklung Miras, wie du sie beschreibst, finde ich in sich logisch. Ihre Vergangenheit (früher Tod der Mutter) begründet zum großen Teil ihre große Angst vor Einsamkeit. Zudem ist sie ja sozial eher zurückhaltend und schließt nur schwer Freundschaften, was sicher auch dazu beiträgt, dass sie sich vorm allein sein fürchtet (einfach weil sie schon so oft dazu gezwungen war).
    Als "Kämpfernatur" bzw. "stur" und "dickköpfig" erlebe ich sie in deiner Beschreibung allerdings noch nicht (höchstens in der Situation, als sie sich in der "Magiaschule" durchbeißen muss), dazu legt sie dann doch noch etwas zu viel Wert auf die Meinung anderer, gibt zu viel darauf "sinnvoll" zu sein und macht zu wenig ihr eigenes Ding ohne Rücksicht auf Verluste.

    Aber ansonsten erscheint mir deine Protagonistin in sich glaubwürdig und kommt mir schon sehr ausgearbeitet vor.
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    Re: Mira aus dem Schwarzfelstal

    Beitrag von Crackle42 am So Mai 28, 2017 1:45 am

    Midnightwriter schrieb:Zu ihrer Persönlichkeit sind mir diese Punkte aufgefallen:

    Die Ziele die du deiner Hauptrolle gegeben hast, wären mir für meine Charakteren (egal ob männlich oder weiblich) einfach etwas zu wenig. Die gesamte Existenz nur darauf auszurichten, an der Seite von jemand anderem zu leben, anstatt sich auch etwas eigenes aufzubauen, sich selbst zu verwirklichen, das macht einen Charakter in meinen Augen immer etwas schwach. Aber das ist ja nur meine Meinung  Wink
    Hey
    Das Äußerliche ist tatsächlich makellos, allerdings ist Schönheit ein teilweise zweischneidiges Schwert. Daher "mussste" sie hübsch sein
    Eine Meinung kann aber eine gute Anregung sein und das war sie tatsächlich! Das mit der Selbstverwirklichung, wie sie in der Maslowschen Bedürfnispyramide vorkommt, ist ein für uns bekanntes Phänomen, in anderen Kulturen (z.B. in kollektivistischen. Aus solch einer stammt auch Mira) ist das weniger vertreten. Ach, wie gern würde ich darüber jetzt diskutieren. Naja, vielleicht ein andern Mal in einem eigenen Thread. Dennoch ein guter Punkt, den ich unbedingt beachten und verfeinern muss, da man als Leser prinzipiell seine bekannten Werte überträgt.

    Midnightwriter schrieb:
    Als "Kämpfernatur" bzw. "stur" und "dickköpfig" erlebe ich sie in deiner Beschreibung allerdings noch nicht (höchstens in der Situation, als sie sich in der "Magiaschule" durchbeißen muss), dazu legt sie dann doch noch etwas zu viel Wert auf die Meinung anderer, gibt zu viel darauf "sinnvoll" zu sein und macht zu wenig ihr eigenes Ding ohne Rücksicht auf Verluste.
    Hoppla, da muss ich nochmal ein Auge drauf werfen, wie sich das entwickelt. Vielleicht ist der Aspekt in meiner Zusammenfassung auch misslungen, im Kontext ist das einfacher zu bewerten, ob die Aspekte stimmen.
    Danke dir für deine Rückmeldung! Dann heißt es wohl jetzt meine Prota nochmal genauer unter die Lupe zu nehmen Smile
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    Re: Mira aus dem Schwarzfelstal

    Beitrag von Fred Erikson am Mo Jun 19, 2017 3:37 pm

    Hi, ist das Thema noch aktuell?

    Ich finde deine Prota hat ein stimmiges Konzept und gibt dir viele interessante Möglichkeiten der Entwicklung an die Hand - oder schlicht, sie ist gut designed Smile

    Ich hätte da aber eine Frage. Geht sie mit Männern und Frauen gleichermaßen um?

    Da sie früh ihre Mutter verloren hat und nur vom Vater/ohne Geschwister aufgewachsen ist, hat da vermutlich Auswirkungen. So wären zumindest meine Erwartungen. Auch ihr gutes Aussehen könnte bei Frauen (v.a. im Teenageralter) Neid/Missgunst bei Männern eher ein "geneigtes Interesse" erwarten lassen. (Und natürlich kann man auch das genaue Gegenteil begründen.)

    Das mag sehr detailliert sein, aber da du nur eine Prota hast (ist doch so, oder?) wäre ja Raum für tiefgreifende Betrachtungen. Wenn das too much ist, verstehe ich das auch. Ich würde das nie berücksichtigen, habe aber auch mehrere POV-Charas.
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    Re: Mira aus dem Schwarzfelstal

    Beitrag von Crackle42 am Mo Jun 19, 2017 11:10 pm

    Fred Erikson schrieb:Hi, ist das Thema noch aktuell?

    Ich finde deine Prota hat ein stimmiges Konzept und gibt dir viele interessante Möglichkeiten der Entwicklung an die Hand - oder schlicht, sie ist gut designed Smile

    Ich hätte da aber eine Frage. Geht sie mit Männern und Frauen gleichermaßen um?
    Hi Fred
    danke, Mira ist noch aktuell udn Kommentare gerne gesehen. Manchmal habe ich das Gefühl, ich keinen meinen Prota besser als mich selbst   .
    Sie hat bis auf ihren Onkel und Vater ehrlich gesagt kaum Kontakt zu Männern. Die von Männern dominierte Kriegerschule hat sie abgelehnt, weil sie immer auf ihre Magie gehofft hat. Grundsätzlich aber ja, sofern die Person respektvoll und freundlich zu ihr ist, macht sie keinen Unterschied.

    Fred Erikson schrieb:
    Da sie früh ihre Mutter verloren hat und nur vom Vater/ohne Geschwister aufgewachsen ist, hat da vermutlich Auswirkungen. So wären zumindest meine Erwartungen. Auch ihr gutes Aussehen könnte bei Frauen (v.a. im Teenageralter) Neid/Missgunst bei Männern eher ein "geneigtes Interesse" erwarten lassen. (Und natürlich kann man auch das genaue Gegenteil begründen.)
    Oh da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Für Mädchen ist das neben der Magie einer der Hauptgründe für die Schikane. Bei Jungen besteht natürlich Interesse, was sie aber ablehnt, damit Frustration bei ihren Gegenübern verursacht und die zur Wahrung ihres Selbstbildes entsprechend am selben Strang ziehen.
    Ihre erste Freundin Lenny führt sie in Kontakt mit zwei anderen Mädchen, das sind aber auch die einzigen Freunde, die sie über die Jahre hat. Ihre Zimmergenossen sind zwar freundlich und nehmen sie auch herzlich auf, eine Freundschaft entwickelt sich jedoch eher langsam und nicht mit allen.

    Fred Erikson schrieb:
    Das mag sehr detailliert sein, aber da du nur eine Prota hast (ist doch so, oder?) wäre ja Raum für tiefgreifende Betrachtungen. Wenn das too much ist, verstehe ich das auch. Ich würde das nie berücksichtigen, habe aber auch mehrere POV-Charas.
    Ich habe noch meinen Anta, der ist mir allerdings so böse, dass ich ihm nicht mehr als drei kurze Kapitel widmen kann und will. Einen zweiten Prota ist bereits in mentaler Entwicklung, aber noch nicht fertig entworfen. Vom Umfang wird er deutlich nachstehen und tendenziell auch nur vier-fünf kurze Kapitel bekommen.
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    Re: Mira aus dem Schwarzfelstal

    Beitrag von Fred Erikson am Mo Jun 19, 2017 11:40 pm

    Crackle42 schrieb: Bei Jungen besteht natürlich Interesse, was sie aber ablehnt, damit Frustration bei ihren Gegenübern verursacht und die zur Wahrung ihres Selbstbildes entsprechend am selben Strang ziehen.
    Da drängt sich ja geradezu ein Nebenplot mit einem verschmähten Verehrer auf. "Oh, der Verfolger ist ja gar nicht der Anta, es war nur Hein aus der 7a Laughing
    Zugegeben, das ist abgedroschen, aber auch sehr überspitzt dargestellt.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di Aug 22, 2017 6:35 pm