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    Gewalt in der Fantasy

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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Geweihter am Do Okt 09, 2014 7:54 pm

    Welcher Antikriegsfilm kommt ohne Krieg aus? Man muss Gewalt ja nicht verherrlichen um davon zu schreiben. Eine krasse Darstellung von Gewalt lässt den Leser doch schlucken, innehalten und sich fragen, ob er soetwas will. Natürlich gibt es auch den einen oder anderen, der sich am Zerstückeln von Leichen ergötzt, aber das ist ja wohl eine Minderheit. Ich finde Gewalt in Fanatasyromanen durchaus wichtig, wenn nicht unverzichtbar. Was baut mehr SPannung auf, als Gefahr? Ich muss ja nicht unbedingt lechzend beschreiben wie ein Kind vergewaltigt wird oder wie jemand gefoltert wird. Aber es lässt in die Psyche von Menschen blicken, vor allem in die eigene.
    Allerdings finde ich auch, dass Bücher oft eine FSK gebrauchen könnten, denn die Fantasie an sich kann weit gefährlicher sein, als das, was man wirklich sieht. Man kann mehr interpretieren, sich Dinge drehen, wie man sie gerne hätte. Das halte ich für nicht weniger gefährlich als Filme oder PC-Spiele. Wenn ich mir beispielweise Doom3 (altes Computerspiel) ansehe und mir überlege, dass damals Jugendschützer Sturm gelaufen sind, obwohl man da kaum mehr als Pixel sieht und ich mir überlege wie viele Bilder ich im Kopf habe (in HD wohlgemerkt!), dann kann ich ganz klar sagen, was ich für gefährlicher halte. Als Autor bin ich allerdings froh, dass es keine FSK für Bücher gibt, da einige meiner Szenen schon sehr hart sind. Aber darauf weise ich auch hin.

    Liebe Grüße
    Jan


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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Earl Grey am Do Okt 09, 2014 8:36 pm

    Ich kann mich den anderen nur anschließen.

    Ein Buch lebt von den -vor allem schmerzlichen- Erfahrungen der charaktere, besoners denjenigen, die der Leser nicht selbst erlebt hat. Wer würde ein Buch lesen, in dem der Protagonist ein glückliches, zufriedenes Leben führt, in der nie etwas schief geht?
    In wirklich jedem Buch gibt es eine Tragödie; Tod, Angst, Verlust, Schmerz... Das gehört dazu.
    Ich finde auch die Darstellung von Gewalt grundsätzlich in Ordnung. Auch die eher krasse Variante. Wir Menschen haben die kranke Eigenschaft, von Gewalt fasziniert zu werden; wir fahren langsam an Autounfällen vorbei (ich hab sogar mal jemand gesehen, der eine Straße weiter mit dem Fernglas da stand...). Das hat man nicht gern, aber es ist so. Nur den wenigsten bereitet es Vergnügen, aber gefesselt wird davon jeder.
    Unnötig viele Gewaltszenen einzubauen um diesen Effekt zu benutzen muss aber auch nicht sein (wobei ich ehrlich sagen muss, dass mir das bei GEwalt selten aufgefallen ist. GoT hab ich nciht gelesen, nur gesehen, und da ist es schon fast grenzwertig. Doch auch hier passt es in die Story...) Wenn man einen blutrünstigen Feind kreiert -sei es ein Werwolf oder ein Psychopath- kommt man kaum umhin dessen grauenvolle Taten zu beschreiben, zumindest hin und wieder. Beschreibungen machen einen Text authentischer und ohne kann man es sich nicht vorstellen -wobei hier auch übertrieben werden kann, keine Frage.
    Bei der Frage nach dem Maß der Gewalt kommt es ganz auf den gewünschten Effekt, die Stimmung eines Buches an. One Piece z.B. (hab nur Ausschnitte davon gesehen) hat eine lockere, witzige Stimmung. GoT dagegen eine düstere, bedrohlich. In die eine passt Gewalt, die andere kommt auch ohne aus. Ob man die Atmosphäre dann mag oder nicht ist eine andere Frage.

    Andere Erfahrungen hab ich mit den sich vergnügenden Menschen gemacht. Hier wird durchaus oft übertrieben! Ich erinnere mich an ein Buch (Ritus oder Sanctum...) bei dem es um die Werwolfjagd ging - die Hälfte des Buches ging allerdings nur darum, wie der Protagonist seine Ische vögelt. Das muss echt nicht sein.
    Auch Shades of Grey (sorry dass ich das hier anbringe) hat da echt viel zu viel von! Ich habe wirklich nichts gegen ein paar pikante Sexszenen - auch hier: spannend ist, was fremd ist. Aber wenn die Handlung sogar durch das ganze Gebumse gehemmt wird geht das echt am Sinn vorbei.

    Fazit: Wenn es in die Stimmung und zur Handlung passt, diese unterstreicht und voran bringt, gar kein Problem, dann darf es auch mal ruhig über Sandkastengeschubse hinaus gehen. Und das ist oft der Fall, zumindest in den Büchern, die ich so gelesen habe. Es zwanghaft zu verharmlosen ist da eher das falsche Mittel.
    Gewalt jedoch sinnlos einzusetzen (wie in vielen Horrorfilmen, bei denen die Handlung dann echt darunter leidet) ist bescheuert und nimmt einem Buch (oder Film oder sonst was) seine Ernsthaftigkeit.
    Gegen Splatter an sich hab ich auch nichts, Tarantinos Filme z.B. sind trotzdem tiefgründig und bewegend, auch mit viel Blut.
    Aber es braucht auf jeden Fall mehr als Gewalt und Sex um ein gutes, düsteres Buch zu schreiben!


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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Geweihter am Do Okt 09, 2014 9:33 pm

    Sehr schön auf den Punkt gebracht :-)

    Earl Grey schrieb: Ich erinnere mich an ein Buch (Ritus oder Sanctum...) bei dem es um die Werwolfjagd ging - die Hälfte des Buches ging allerdings nur darum, wie der Protagonist seine Ische vögelt. Das muss echt nicht sein
    Das Buch muss ich lesen Very Happy


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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Alastor am Do Okt 09, 2014 9:36 pm

    Wenn du von vögeln lesen willst kauf dir doch einfach ein Buch aus dem entsprechenden Genre oder leg dir ein Heft mit bunten Bildern zu, die das bildlich zeigen.....^^


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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Earl Grey am Do Okt 09, 2014 9:40 pm

    der leg dir ein Heft mit bunten Bildern zu, die das bildlich zeigen.....^^


    @Geweihter: War das dein Ernst? Ich kann es wirklcih nicht empfehlen. Ist glaub eine Reihe... Allerdings ist es so platt, dass es echt unzumutbar ist. Ist jetzt auch schon einige Jährchen her, das mir der Klump in die Finger geraten ist, aber manche Eindrücke bleiben. so gesehen hat der Autor ja sein Ziel erreicht...


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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Harbinger am Fr Okt 10, 2014 10:22 am

    Derzeit nimmt die Gewalt in Fantasy Büchern leider extrem zu.
    Vor ein paar Jahren war das noch nicht so arg und ich musste wirklich schlucken, als bei einem Rad der Zeit Band sehr plastisch beschrieben wurde, wie Krieger in Fetzen gerissen wurden von einer unsichtbaren Macht. Da war ich echt schockiert und hab gedacht: Wie, so was da? Also klar, Gewalt im Sinne, von es wird gekloppt und gestorben, das gab's schon immer. Nur nicht so krass beschrieben. Das ist wohl irgendwie in letzter Zeit mehr geworden, es ödet mich jetzt schon an, wie alles, was übermäßig gebraucht wird, nutzt es sich sehr schnell ab.

    Wirklich gewalttätig, aber dadurch nur noch faszinierender war genau ein Buch und das durfte das auch (hat für ich sehr gut funktioniert) - Rumo. Rumo ist ab dem Teil in Untenweld extremst brutal und hart, aber dafür umso dramatischer. Das zieht ganz wunderbar. Während ich in Random Fantasysetting 1, 2 oder 3 das einfach nur noch als ödes Klischee empfinde, was in den letzten Jahren salonfähig gemacht wurde.


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    Schlussendlich entgleiten sie dir und kehren ein in das Inferno der gescheiterten Schöpfung. Ein Ort, wo all diese unvollendeten Stränge zusammenlaufen. Ein Ort voller Verzweiflung, Leid und niemals enden wollender Qual. Du sagst jetzt: Oh, Gott, ich möchte nicht, dass es mit meinen Geschichten so kommt, denn ich habe sie gern! Und doch hast du dich sicher eines Tages einmal schuldig gemacht. Du möchtest sie retten, habe ich Recht?
    Nun, das ist ganz einfach ...“
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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Baál am Fr Okt 10, 2014 3:31 pm

    Ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, wollte aber trotzdem einmal meinen Senf einbringen.

    Krieg hat an sich ein enormes potenzial an Interaktionen (im RP-Bereich), aber auch in der Literatur. Ich meine ein Herr der Ringe wäre nicht ansatzweise so episch ohne seine Schlachten und Krieg zieht nun einmal Gewalt mit sich. Hier bei muss man aber die Gewalt definieren. Ist es "intelligente" Gewallt oder "unnötige/dumme" Gewalt.

    Ich bleib einmal am Beispiel Herr der Ringe. Meiner Meinung nach ist dort die Gewalt schlau inszeniert. Sie ist nicht zu extrem aber auch nicht zu harmlos. Sie ist, meines Erachtens, genau richtig. Die Schlachten und Kämpfe sorgen für Spannung und fesseln den Leser/Zuschauer.

    Bei "dummer" Gewalt ist es so das sie nicht nötig ist. Es ist nicht nötig sie darzustellen. Nehmen wir einmal Folter und auch Missbrauch einer Frau. Für mich reicht dort die Andeutung. Es muss nicht explizit beschrieben werden.

    Wenn man aber mal schaut auf die früheren Jahre, wenn ich das mit meinen zarten 19 sagen darf, werden die Menschen in der Richtung immer stumpfer, abgehärteter. Und dies nicht unbedingt durch Bücher sondern meist durch Film und Fernsehn. Nach dem ich das erste mal Saw gesehen hatte war mir schlecht und ich mochte nciht. Der Film härtete mich im Endeffekt ab. Heute lache ich quasi darüber, es wird zu "Normalität" .


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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Geweihter am Fr Okt 10, 2014 3:35 pm

    Earl Grey schrieb:@Geweihter: War das dein Ernst?
    Nein war es nicht. Ich musste nur eine ungemein maskuline Aussage treffen, damit ich hier ernst genommen werde ;-)


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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Earl Grey am Sa Okt 11, 2014 1:04 pm

    @Geweihter: Ah gut! Ironie ist in schriftlicher Kommunikation manchmal etwas schwer raus zu lesen Wink

    Nun, ich habe Saw nicht gesehen, nur mal so 10 Minuten aber das hat mir gereicht. Es ist darauf aus, zu schockieren, mehr nicht (bitte keine Diskussion über Saw, ich hab gehört, die Story soll sehr gut sein... Fällt mir schwer das zu glauben, und wenn ich mich durch 6 Filme Folter quälen muss um eine passable Story zu bekommen ist das für mich auch nciht der Sinn der Sache...)

    Ich finde, man muss auch grundsätzlich zwischen einem Kampf und Folter, Vergewaltigung oder sonstiges Quälen jeder Art unterscheiden. Ein actionreicher Kampf mit Klingenkreuzen, Faustschlägen oder was auch immer zwischen zwei mehr oder weniger gleich starken Gegnern ist für mich etwas vollkommen anderes als wenn jemand von einem viel stärkeren Gegner (oder mehreren) gequält wird.
    Kampfszenen darf man finde ich ruhig ausschreiben, auch wenn es mal blutig wird; s. Herr der Ringe. Das ist für mich weniger Grausam, viel wichtiger in so einem Kampf sind Spannung und Action.
    Anders ist das mit Folter usw. Ich wüsste gerdade auch kein Buch/Film, in der diese vollkommen beschrieben oder gezeigt wird. GoT ist da schon recht heftig, doch auch hier sehen wir nur einen Teil. Das finde ich gut, es wird uns so viel gezeigt, dass wir schockiert und entsetzt sind. Doch bevor es uns zu viel wird, widerlich oder wir abstumpfen und es uns anödet (mal ehrlich, stellt euch ne halbe Stunde Folter vor: Schreien und Weinen am Stück, ohne dass die handlung voran geht oder sonst was. Das wird langweilig, so böse das klingen mag; zumindest, wenn man davor nicht ausschaltet. Und ein Buch erst! Nur gesagt zu bekommen, dass jemand schreit geht auch nicht. Da verliert man auch die Fantasie)
    WAs wir dann sehen ist das ERgebnis der Folter, was auch heftig ist. Es bleibt uns der Freiraum uns all die schrecklichen Taten vor zustellen, die nach dem kurzen Einblick noch passiert sind. Das richtige Maß zu finden ist da nicht so leicht, auch weil jeder Zuschauer/Leser seine eigenen Grenzen hat; was der eine gerade gut findet ist dem anderen zu lasch oder schon zu viel. Da gibts es Grauzonen und viele Feinheiten, da alles sehr subjektiv ist.


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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Neskaya am Sa Okt 11, 2014 1:38 pm

    Ich muss gestehen, dass ich bis Saw 5 oder 6 gekommen bin und danach leider nicht mehr.
    Für das Genre Horror, finde ich die Szenen im Film nicht schlecht gemacht, obwohl ich gestehen muss, dass ich sonst um diesen Bereich einen großen Bogen mache...

    Ich für meinen Teil finde Kampf- bzw. Gewaltszenen bis zu einem gewissen Punkt in der Fantasy schon nötig. Allerdings brauche ich selbst nicht die Einzelheiten nicht sonst schaltet mein Kopf ab und das Buch wird schnell langweilig...
    Ich selbst liebe eher Andeutungen, die meine Fantasie beflügeln. ^^

    LG Nessy


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    Re: Gewalt in der Fantasy

    Beitrag von Flynnie am Mi Okt 29, 2014 1:55 pm

    Gewalt gehört (leider) zum Alltag vieler Menschen. Die fantastische Welt ist unserer ja sehr ähnlich, von daher ist die Gewalt auch in der Literatur nicht wegzudenken. Es müssen ja keine Splattereinlagen sein, aber das Böse ist nun einmal böse und muss das auch irgendwie deutlich machen.
    Natürlich muss es nicht ausufern wie in 'Die 120 Tage von Sodom', aber ohne sie fehlt etwas...^^

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