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    Episch?

    Beitrag von Nerena am Mo Jul 25, 2016 11:40 pm

    Hallohallo Smile
    Habe zum Glück in meinem Hotel WLan, also lasse ich mich mal wieder blicken
    und zwar gleich mit einer kleinen Frage (hab zwar gesucht, aber habe kein ähnliches Thema gefunden)

    Morgen geht es ja für mich von Edinburgh nach Glasgow weiter, also war ich gerade am Packen umrahmt von epischer Musik. (Hab mir dann natürlich gleich mal dem Kampf mit Drachen und so vorgestellt^^)
    Und dann kam mir die Frage: was macht eigentlich sogenannte epische Geschichten aus?

    Also jetzt nicht: ja das Buch ist gut, ich mag es, sondern: Boaaah, das Buch war der Wahnsinn! !! Da bleibt alles bis an mein Lebensende in meinem Kopf und ich könnte zum heulen Anfängen weil es aus ist!!!

    Hier ist jeder willkommen seine Meinung rund um die Frage: was macht für mich eine epische Geschichte aus?
    Sobald ich Zuhauses bin werde ich mitmacht, aber mein Handy gibt langsam den Geist auf ^^


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    Re: Episch?

    Beitrag von TKarn am Di Jul 26, 2016 12:03 am

    Epische Geschichten haben einen langen Handlungsbogen und spiegeln oft den Kampf Gut gegen Böse dar, eine Apokalypse, die es zu verhindern gilt oder sonst eine Weltenrettungsmissiin. Zumindest empfinde ich das so.


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    Re: Episch?

    Beitrag von Sue am Di Jul 26, 2016 7:33 pm

    Was episch ist, habe ich mich auch schon gefragt - es gab mal eine Ausschreibung für "epische Geschichten", schau hier:
    http://www.fantasy-schreibforum.com/t2526-das-herz-der-tapferkeit-heart-of-courage-epische-geschichten-29-02-2016-vorbei
    So richtig schlau wurde ich aus dem Ausschreibungstext dann aber auch nicht.

    Episch - das bedeutet für mich eine "feierliche" Showdown-Stimmung und betrifft eher einzelne Szenen... Die alles entscheidende Konfrontation mit dem Widersacher, ein Drachenkampf über den Dächern, während die halbe Stadt zusieht, vielleicht auch ein feierlicher Schwur eines Kämpfers, der sein ganzes Leben verändert...
    Stoff für Legenden irgendwie.^^ Ein Epos ist doch eine Heldensage, oder?

    Übrigens kann ich mir schwer vorstellen, dass ein ganzes Buch episch sein soll. Es kann ja nicht jede Szene schier überquellen vor... Epik. Wink


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    Re: Episch?

    Beitrag von Gabryel am Di Jul 26, 2016 8:06 pm

    Für mich ist episch ehrlichgesagt eher negativ behaftet. Es sind Geschichten, wie TKarn schon sagt, "Gut gegen Böse", der Held gegen den Drachen, epische Showdowns und Schlachten ... kann ich überhaupt gar nichts mit anfangen. Hauptsächlich, weil ich Helden nicht leiden kann. Ist euch mal aufgefallen, dass eigentlich meistens der Antagonist der ist, der eine Motivation hat, und der "Held" hält ihn auf, weil Gründe? Boah-geil-Wahnsinn-wird-mich-bis-ans-Ende-begleiten tun mich immer nur die besonders tiefgründigen Bösewichter, weil die viel mehr Farbe und Realitätsgehalt haben als die heroischen Figuren, die aus Moralvorstellungen und Heldenmut handeln. Krieg ich Juckreiz. *schüttel*


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    Re: Episch?

    Beitrag von Sue am Di Jul 26, 2016 9:51 pm

    PS: Du bist in SCHOTTLAND!!! Weißt du, wie neidisch ich jetzt bin???!!!


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    Re: Episch?

    Beitrag von Nerena am Mi Jul 27, 2016 7:24 pm

    @Sue
    muhahaha ^^
    aber leider geht's übermorgen schon wieder zurück Sad


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    Re: Episch?

    Beitrag von Incendium am Di Aug 16, 2016 5:53 pm

    Laut Definition ist etwas episch, wenn es "sehr weitschweifig erzählt oder dargestellt wird" - es kommt also theoretisch lediglich auf die Inszenierung an. Ich würde sagen, dass es da zwei Arten gibt.

    Nummer eins, die "Herr-der-Ringe-Variante": Ein ausladendes Panorama, eine gigantische Schlacht, Gut, gegen Böse, in der sich Helden in schillernden Rüstungen gegenüber stehen, ein Orchester mit einem Chor, welches die Szenerie mitreißend untermalt... Die Inszenierung ist groß, laut - bombastisch! Durch gute Umsetzung dessen, kann man eigentlich fast jede Handlung (wie etwa den Koffer packen ;) ) ultra-episch machen. Das beste Beispiel dürfte die Kartoffelchip-Szene aus dem Anime Death Note sein:
    https://www.youtube.com/watch?v=dfksS1_LeVU

    Nummer zwei, die "Eisberg-Variante": Kombiniert mit der erst genannten Variante mutiert die Handlung wohl zur größten Epik. Herr der Ringe profitiert beispielsweise sehr von der Kombination. Was ich mit "Eisberg" meine ist, dass bestimmte Handlungen von Charakteren dadurch so episch werden, weil der Leser - oder Zuschauer - den Hintergrund des Charakters und die Motivation und das Zeichen in der Handlung sieht. Man muss keinen Drachen töten, um eine epische Handlung zu vollführen. Dabei ist die Handlung selbst der kleine Teil des Eisberges, welcher über der Wasseroberfläche, also sichtbar, ist. Das ganze Drumherum ist der Teil, der in den Tiefen der Fluten verborgen ist. Und wenn die Schüler von Robin Williams auf ihre Tische steigen und "Captain, oh mein Captain" rufen - dann ist das episch! Oder etwa wenn eine einfache Tonfolge aus vier Tönen zum Zeichen des Widerstands gegen Panem wird.


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    "Lachend gab Gustav Antwort: »Junge, du redest wunderbar klug, es ist eine Freude und bingt Gewinn, diesem Weisheitsborn zu lauschen. Und vielleicht hast du soagr ein bisschen Recht. Aber sei so gut und lade jetzt deine Flinte wieder, du bist mir ein wenig zu träumerisch. Jeden Augenblick können wieder ein paar Rehböckchen gelaufen kommen, die können wir nicht mit Phliosophie totschießen, es müssen immerhin Kugeln im Rohr sein.«"

          - Der Steppenwolf, Hermann Hesse

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