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    Der Name des Windes - Des weisen Mannes Furcht

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    Umpfelgrumpf
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    Der Name des Windes - Des weisen Mannes Furcht

    Beitrag von Umpfelgrumpf am Do Apr 21, 2016 11:03 am

    Hi,
    da ich hier noch keinen Beitrag über das Buch "Der Name des Windes" von Pahtrick Rothfuss gelesen hab, dachte ich mach ich mal einen.
    Es hat eine extrem hohe Wertung auf goodreads und ist ein sehr gutes Buch.

    Mir gefällt vorallem, wie die Magie funktioniert, die kompliziert ist, wie eine Wissenschaft.  Außerdem gefällt mir, dass es bei der Story in erster Linie nicht um das Retten der Welt geht.
    Und was ich auch richtig gut finde sind die verrückten / sonderbaren Charaktere.
    Aurie und Elodin und der Puppenspieler in der Bibliothek zum Beispiel.
    Zum Teil ist es auch einfach mega witzig, zum Beispiel
    Mini-Spoiler:
    als Kvothe vom Dach hüpft und Elodin ihn auslacht.
    Ich hab das Buch auf Englisch gelesen und was ich einfach genial daran finde ist die Sprache. Es liest sich einfach so wunderbar, ich kann garnicht sagen warum, aber es fühlt sich oft an als würde das Geschriebene eine Melodie haben. Musik ist übrigens auch ein wiederkehrendes Thema in dem Buch, da der Protagonist Kvothe einer der besten "Lautespieler" überhaupt ist.

    Den Protagonisten selbst find ich zum Teil aber unsympathisch, weil er so ein Alleskönner ist und oftmals droht oder prahlt, aber dafür gibts viele andere um ihn herum die das wieder wett machen.
    Auch gibt es manche Abschnitte, die meiner Meinung nach, etwas langatmig sind. Vorallem wenn es um Denna oder
    Spoiler:
    Felurian
    geht.


    Das Dritte Buch der Trilogie ist noch nicht erschienen, und Rothfuss lässt sich ähnlich wie George RR Martin lange Zeit mit seinen Büchern.
    Wer also sehr ungeduldig ist, sollte mit dem Lesen vielleicht noch warten bis der Dritte Teil erscheint.

    Es gibt auch zwei Bücher über Nebencharaktere, wobei das eine über Aurie ist.
    Aurie ist in "Der Name des Windes" ein toller Charakter, aber in ihrem Buch passiert gar nichts.
    Gar nichts! Keine wörtliche Rede, nichts handlungsrelevantes. Habs nicht fertiggelesen.
    Das Buch über Bast hab ich nicht gelesen.

    Habt ihr "Der Name des Windes" und die Fortsetzung "Des weisen Mannes Furcht" gelesen?
    Was haltet ihr davon?

    Grüße
    Umpfelgrumpf
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    Re: Der Name des Windes - Des weisen Mannes Furcht

    Beitrag von Khyara am Sa Apr 30, 2016 4:36 pm

    Hallöchen! Da werd ich gleich mal meine Meinung dazu abgeben Wink

    Ich habe "Der Name des Windes" sowie den nächsten Teil "Die Furcht des Weisen" und auch den Sonderband gelesen, allerdings auf Deutsch.

    Die Hauptbücher fand ich supergenial, echt etwas ganz Besonderes. Wie du schon sagtest, das Prinzip der Magie hat mich sehr fasziniert - es wird wirklich nachvollziehbar und glaubhaft erklärt, wie es funktioniert, und auch noch sehr spannend.

    Was ich auch toll fand waren die ganzen eigenen Begriffe, die der Autor für seine Welt erfunden hat - etwa haben die Wochentage eigene Namen, die immer wieder vorkommen (einige weiß ich sogar noch, obwohl es schon einige Zeit her ist, dass ich es gelesen habe).

    Die Charaktere sind wirklich super, und die Story ist durchwegs interessant, obwohl es teilweise innerhalb der Bücher sehr verschiedene Abschnitte seiner Lebensgeschichte gibt.

    Das mit der Musik als begleitendes Thema fand ich auch absolut toll gemacht, wenn auch ein wenig klischeehaft. Aber ich finde es bereichert die Bücher, auch wenn es für den Plot nicht wirklich von Bedeutung ist.

    Ein weiterer Pluspunkt ist der Humor - man kommt beim Lesen immer mal wieder zum Grinsen.

    Beim Sonderband musste ich mich zwingen, ihn fertig zu lesen - wie schon erwähnt hat er sehr wenig Story, und es war zwar interessant, in die Gedanken- und Gefühlswelt dieses besonderen Charakters einzutauchen, aber nicht auf Dauer, wenn so GAR nichts passiert. Ich hatte immer darauf gehofft, dass Kvothe endlich vorbeikommt um sie zu besuchen, aber soweit ich mich erinnere endet das Buch, bevor das überhaupt passiert. Also auch kein genauerer Einblick in die Beziehung der beiden - sehr schade, wie ich fand.

    Die beiden bzw. auf deutsch drei Bücher, die es bis jetzt gibt, würde ich aber jedem Fantasyliebhaber empfehlen! Ich habe meinen Freund, der eigentlich nicht so der Bücherwurm ist, dazu genötigt es anzufangen - und jetzt ist er schon beim zweiten Buch und findet es ebenfalls total klasse!

    Ich warte nun sehr gespannt und mit Vorfreude auf den nächsten (letzten?) Teil
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    Re: Der Name des Windes - Des weisen Mannes Furcht

    Beitrag von mira-beckett am So Okt 02, 2016 2:17 pm

    Hallo ihr beiden,
    obwohl es schon eine Weile her ist, dass ihr nach diesem Buch gefragt habt, ich es aber gerade erst gelesen habe, werde ich auch noch meine Meinung dazu einstellen.
    Ich fand die Bücher sensationell (habe alle drei Hauptbücher auf deutsch gelesen). Ich empfand die Worte auch in der deutschen Sprache stellenweise wie eine Melodie. Der Stil ist für mich sehr poetisch.
    Am besten hat mir gefallen, wie Rothfuss durch den Hintergrund des Charakters Kvothe (fahrender Schauspieler, Sänger, Edema Ruh) viele Fähigkeiten begründet und es hat mich beim Lesen deshalb nicht so sehr gestört, dass er so viel so leicht lernen kann. Eindrucksvoll wie oft er trotzdem leiden muss, entweder durch eigenes Verschulden oder durch äußere Umstände. Eigentlich ist er ein ziemlich trauriger Charakter, wenn er in so jungen Jahren schon derart antriebslos herumhängt. Ich bin sehr gespannt, wie das Ganze noch aufgelöst wird. Die Depression in dem Mann kommt sehr gut in Prolog und Epilog rüber, wo auf eine ganz besondere Art über die Stille gesprochen wird. Müsste man fast kopieren Very Happy. Was mir an ihm gefällt, ist die Art wie er mit den Leuten in der Gegenwart umgeht (Sorge für die Armen, Zuneigung und Fürsorge für Bast). Denna nimmt auch für meine Begriffe zu viel Raum ein, obwohl ich manche Erlebnisse gut finde (z.B. die Drachenjagd).

    Bei den ausgefallenen Charakteren, die einfach liebenswert sind (Auri, Elodin), stimme ich euch voll und ganz zu.
    Ich fand auch die Stelle mit Felurian viel zu lang und die wichtigen Abschnitte darin ( Nähen des Schattenmantels und die mit dem Cthaeh) zu kurz. Allerdings versteht Rothfuss meisterhaft immer mehr Rätsel aufzustellen, auf deren Auflösung man ungeduldig wartet.
    Toll fand ich auch, dass ich so oft richtig laut lachen musste. Der Humor kommt ja leider in vielen Fantasy-Büchern zu kurz. Wem das aber gefällt, dem kann ich nur die Bücher von Richard Schwartz empfehlen. Da geht es auch oft ausgesprochen humorig zu.

    Auf jeden Fall werde ich mir den letzten Band besorgen, sollte ich noch erleben, dass er erscheint xD.
    Danke für die Informationen zu der Auri-Geschichte, denn die wollte ich mir eigentlich kaufen. Jetzt werde ich mir das noch einmal überlegen.


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    Re: Der Name des Windes - Des weisen Mannes Furcht

    Beitrag von JoshuaTree am Mi Jun 14, 2017 10:02 am

    Ich habe Band 1 und 2 gelesen und habe ehrlich gesagt ein gespaltenes Verhältnis zu ihnen.

    Positiv fand ich den Schreibstil - was für eine herausragende, bild- und vor allem gefühlsgewaltige Sprache. Der Autor, oder der Übersetzer spiele so Mühelos mit den Buchstaben, dass es einfach eine Freude ist zu lesen. Auch finde ich die Magie ganz interessant und auch die Charaktere ganz nett. Besonders hängen geblieben ist die Beschreibung von Kvothes erstem Konzert - wow!

    Negativ fand ich aber auch, dass die Handlung zu keinem Moment voran kommt und echt vor sich hinplätschert. Ich weiß bis Ende des zweiten Bandes immer noch nicht genau auf welchen Konflikt es denn nun zusteuert. Dann ist da natürlich die tragische Liebe zu der Quasi-Prostituierten, die ich einfach nur absolut unsympathisch finde, wie sie mit dem Protagonisten spielt und ihn ausnutzt. Da fand ich die Liebe einfach nur unglaubwürdig...

    Etwas mehr Handlung und Spannung hätte ich mir einfach gewünscht, weil der Autor vom Handwerk her seit Tad Williams für mich der beste ist.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do Okt 19, 2017 2:46 pm