Fantasy- und Schreibforum



Willkommen werter Reisender!

Ich hoffe dein Weg hierher war nicht allzu steinig und mühselig.
Komm doch herein, trink ein wenig, ruh dich aus und schmökere eine Runde. Vielleicht hast du ja Lust dich dazuzusetzen, eine Diskussionsrunde anzuheizen, Ideen einzuwerfen oder uns mit deinen Texten zu verzaubern.

Egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder bereits veröffentlichender Autor: Schau herein, zeig uns deine Texte und kommentiere die der anderen User. Oder hast du vielleicht einen neuen Schreibratgeber entdeckt oder selbst einige Tipps auf Lager? Zu deiner Sicherheit ist die Plattform für eigene Texte und rund ums Schreiben/Veröffentlichen, sowie die Zeichenwerkstatt für Gäste unsichtbar, sodass die Beitragsinhalte nicht für Unregistrierte zu finden und schnell kopierbar sind.

Seit dem 5.4.13 sind wir hier und freuen uns immer über neue Gesichter.

Alastor

Ein Forum für Hobbyschreiber, erfahrene Autoren und Fantasybegeisterte

    Das Gedankensieb, Susanne Dank

    Austausch
    avatar
    Alastor
    Admin
    Admin

    Anzahl der Beiträge : 4856
    Anmeldedatum : 04.04.13

    Das Gedankensieb, Susanne Dank

    Beitrag von Alastor am Fr Feb 26, 2016 3:15 pm

    (Für User dieses Forums: Wer dazu etwas sagen möchte kann Invece eine PN schicken oder ein Thema im entsprechenden Forenbereich erstellen)


    Das Buch von unserer Userin Invece: Das Gedankensieb


    Das Gedankensieb. Fantastischer Roman - 113.000 Wörter
    Taschenbuch: 462 Seiten
    Verlag: Edition Octopus im Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat Münster
    Erscheinungsdatum: 13. November 2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 978-3-95645-568-1
    Preis: 22,90 € (Printausgabe)

    Erhältlich als Print und Ebook bei Online-Plattformen wie amazon, Thalia, Weltbild etc., im Buchhandel und direkt beim Verlag.


    Klappentext:

    Wovon handelt dieses Buch?

    Von einer unglaublichen Erfindung. Von Genies und Gangstern. Von Liebe und Hass. Von Freundschaft und Verrat. Von Träumen und Albträumen. Von einem Aguti, das Gedanken liest. Von einer Prophezeiung und von Flüchen, von Zaubersprüchen und Orakeln. Von Gedächtnisserum und Heilelixieren. Von Gefangenschaft und Flucht, Prüfungen und Mutproben, Abenteuern und Gefahren. Vom Glauben und Aberglauben, von List und Hinterlist. Von einer mittelalterlichen Festung, Landsknechten und Spielleuten. Von einem mysteriösen gräflichen Paar. Von der Wüste und vom Niemandsland. Von Indianern und ihrem Schamanen. Von Geistreitern und Geisttieren. Von der Macht der Musik. Von Verwandlungen und von Vergebung. Und von einer überraschenden Wahrheit …


    Pitch:
    Mit der Erschaffung des „Gedankensiebs“ will Psychiater Sefan seine Patienten von traumatischen Erinnerungen befreien, doch die Maschine produziert dabei ein erstaunliches Serum und ruft unerwünschte Interessenten auf den Plan. Für die halbwüchsigen Zwillinge Petrina und Jakob wird die Erfindung des Vaters zur faszinierenden Parallelwelt und gefährlichen Falle.


    Leseprobe:

    Kapitel 13: Geistreiter
    Der erste Schluck der Flüssigkeit schmeckte bitter und scharf. Er rann Jakob die Kehle hinunter, hinterließ ein prickelndes Gefühl, das sich rasch in seiner Brust ausbreitete, in die Arme strömte, in Bauch und Unterleib wanderte und schließlich in die Beine sickerte. Die nächsten Schlucke verwandelten seinen Rachen in eine brennende Röhre und Jakob fühlte, wie seine Schleimhäute aufquollen, zersprangen und sich in funkensprühende Schichten verwandelten. Röchelnd fasste er sich an den Hals, aber seine Hand gehorchte nicht. Stattdessen fuhr sie durch die Luft und traf seinen Kopf, wo die Reize wie in einem Termitenhügel wimmelten. Er spürte, wie sich seine Hände in Klauen mit geschliffenen Nägeln verwandelten, wie seine Beine kräftige Sprungmuskeln ausbildeten, die in scharfkralligen Pfoten endeten. Sein Gesicht verzerrte sich zu einer schmalen Schnauze, borstige Barthaare reckten sich aus den Lefzen und der Kiefer schob nadelspitze Zähne aus dem Fleisch. Gleichzeitig wucherte ein filziges Gewebe über seine gesamte Oberfläche, schon trug er ein Fell. Seine Augen wurden klein und scharfsichtig, plötzlich konnte er trotz der Dunkelheit ringsum alles deutlich erkennen. In seiner Brust schlug ein kräftiges Herz, seine Nase unterschied die feinsten Gerüche und seine Gliedmaßen sehnten sich danach, in der Erde zu wühlen. Bis er Petrina sah. Mit verzerrtem Gesicht beugte sie sich über ihn, Tränen tropften auf seine Brust und er fühlte, wie sie ihn in ihren Armen wiegte. ‚Erdvin!‘, hörte er sie rufen. ‚Erdvin, bitte komm zurück.‘ Kälte kroch in seinem Innern empor, sein Herzschlag war kaum noch zu spüren, die Welt vor seinen Augen verblasste, das Weinen erstarb.


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    "Vieles geht dahin und stirbt, doch die Wahrheit bleibt,
    auch wenn sie oft im Verborgenen liegt und schweigt."

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Fr Jun 23, 2017 8:55 am