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Alastor

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    3. Abschnitt: 5. - 8. Kapitel

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    Susanne Gavenis
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    3. Abschnitt: 5. - 8. Kapitel

    Beitrag von Susanne Gavenis am Fr Jan 01, 2016 12:06 pm

    Hier könnt ihr etwas zum 3. Abschnitt schreiben.
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    Lindenblüte
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    Re: 3. Abschnitt: 5. - 8. Kapitel

    Beitrag von Lindenblüte am Do Jan 21, 2016 9:38 pm

    Da bin ich wieder. Ich wollte eigentlich warten, bis wir alle an derselben Stelle sind, aber da das wohl nicht so ganz funktioniert hat, lese ich jetzt einfach weiter.
    Im dritten Abschnitt sind wir wieder bei Dayin, dem es erwartungsgemäß nicht sonderlich gut geht, nun, da er wieder in sein Zuhause zurückkehrt. Die Szene, in der er den Turm erblickt und krampfhaft versucht, seinen Emotionen nicht freien Lauf zu lassen, fand ich sehr gelungen. Dayin leidet schon fast zu sehr, man möchte ihn die ganze Zeit einfach nur in den Arm nehmen.
    Kaum im Schloss angekommen, sinkt die super Stimmung noch ein wenig mehr, als der Waffenmeister auftaucht. Dessen zwar nachvollziehbare, aber eben doch verletzende Kälte wird nur noch getoppt von Gerrent, der kurz danach auftaucht und – wie könnte es auch anders sein – Dayin so richtig den Tag versüßt. Eins muss man Gerrent lassen, er hat einen gewissen Sinn für Taktik und vor allem, Bosheit.
    Die Gefühle Kronots gegenüber Dayin fand ich logisch und sehr gut dargestellt, auch schön vermischt mit Dayins Gedanken zum Verhalten seines Vaters. Dayins Enttäuschung und Selbstvorwürfe, als er erfährt, dass Gerrent rein zufälligerweise bereits dieselbe Idee hatte
    Das zweite Kapitel wird aus Sicht des lieben Wendar erzählt, der uns eine andere Perspektive auf Dayins Leiden geben kann. Der Besuch im Dorf und das Zusammentreffen mit der Seherin hat mir mit Blick auf das Verhalten der Seherinnen in Lumaar ein wenig Sorgen gemacht. Mag sein, dass sie in ihn verliebt ist, wie Beilar später behauptet, aber ich kann nicht glauben, dass sie besonders viel Gutes im Schilde führt.
    (Es gab hier glaube ich irgendwo einen Schreibfehler, aber ich finde ihn gerade nicht mehr. Müsste im fünften oder sechsten Kapitel gewesen sein – ich gucke noch mal nach, ob ich ihn finde – aber es war auch keine besonders große Sache.)
    Das dritte Kapitel beginnt mit dem Abendessen und dann einer schönen Szene, in der Dayin Gerrent tatsächlich die Stirn bietet. Leider macht Gerrent das sofort wieder zunichte, indem er als „Moralapostel“ auftritt und behauptet, Dayin sollte sich lieber selber umbringen, statt andere in Gefahr zu bringen. Die Ethik hinter dieser Frage finde ich sehr interessant, auch wenn Gerrents Ansatz natürlich falsch ist, was aber weder Gerrent noch Dayin wirklich bewusst zu sein scheint – Gerrent ist dafür zu selbstherrlich und voller Wut über den Tod seiner Mutter, während Dayin zu selbstlos und verunsichert ist. Diese Verunsicherung wird durch die Begegnung mit dem kleinen Mädchen leider noch weiter gestärkt, sodass Dayin am Ende des dritten Kapitels auf mich schon beinahe so wirkte, als wollte er seinem Leben bald ein Ende setzen.
    Im vierten Kapitel offenbart sich dann Gott sei Dank, dass er doch „nur“ vorhatte, abzuhauen. Seine Motive sind verständlich, auch wenn ich ihn trotzdem gerade gerne an den Schultern packen und daran erinnern würde, dass es bessere Zeiten gibt, um den Helden zu spielen als ausgerechnet jetzt. Es freut mich allerdings für ihn, dass er nun erstmals (verständlicherweise) das Gefühl hat, dem zwang der Prophezeiung zu entkommen.
    Mini-Kritik zwischendurch: wie viele Messer hat der arme Junge denn jetzt in seinen Stiefeln? Vier? Ein Wunder, dass er sich noch keines davon durch den Fuß gerammt hat. (Okay, wieder ernsthaft: ist es überhaupt möglich, pro Stiefel mehr als ein Messer zu verstecken?)
    Ich hatte ja wirklich Angst, dass ihn jemand so voll ausgerüstet durch die Gänge streifen sieht und auf der Stelle lyncht, aber zum Glück ist ja noch einmal alles gut gegangen und Dayin jetzt auf dem Weg zur Grenze. Mal sehen, wohin es ihn jetzt verschlagen wird!
    LG Blütchen


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    "And the behaviour of the cat was somewhat peculiar. It was soon noticed that when there was work to be done, the cat could never be found. She would vanish for hours on end, and then reappear at meal-times, or in the evening after work was over, as if nothing had happened. But she always made such excellent excuses, and purred so affectionately, that it was impossible not to believe in her good intentions."
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    Re: 3. Abschnitt: 5. - 8. Kapitel

    Beitrag von Drachenprinzessin am So Jan 24, 2016 7:22 pm

    Hallo ihr lieben, ich hatte mir auch gedacht zu warten bis alle mehr oder weniger auf dem selben Stand sind, aber da bei mir bald die Klausurenphase anfängt und ich Zeit zum lernen brauche, kann ich im Februar leider nicht mehr so viel Zeit zum Lesen aufbringen. Und da ich ungern das Buch für längere Zeit unterbrechen möchte (vor allem weil ich glaube dann den Faden zu verlieren), werde ich eher ein wenig vorpreschen.

    Mir ist übrigens gerade erst aufgefallen, dass dieser Leseabschnitt bis Kapitel 8 geht. Ich habe dank eigener Verwirrtheit bis Kapitel 9 gelesen
    Schon auf dem Weg nach Grentnor hinauf möchte ich Dayin gern in den Arm nehmen, weil bei ihm die traurigen Erinnerungen wieder hochkommen und drohen ihm das bischen Mut zu nehmen, das er bis dahin noch hatte. Natürlich war der Empfang durch Thor Zwakeffja und vor allem Gerrent ziemlich kalt, doch hatte ich schon fast damit gerechnet, dass Gerrent in seiner liebreizenden Art Dayin eine Falle stellen würde. Ist zum Glück nicht geschehen. Das Kronot aus Dayins Sicht Distanz zu seinem Sohn aufbaut ist ja nichts Neues, glücklicherweise hat sich in seiner inneren Einstellung nichts geändert, wie später noch deutlich wird (ich meine nachdem Dayin im Schutz der Nacht aufgebrochen ist um sich persönlich ein Bild von der Grenzregion zu machen).
    Am liebsten möchte ich Dayin nochmal drücken als erfährt, dass Gerrent bereits vor ein paar Tagen die Idee hatte, dass Seherinnen an den Überfällen beteiligt sein könnten. Wenigstens sucht Thor die Wachen aus, die Wendar und Beilar beim Schutz Dayins behilflich sein sollen. Ich musste über Gerrents hochrotes Gesicht lächeln

    Das nächste Kapitel ist aus Wendars Sicht geschrieben, der von Beilar mehr oder weniger dazu gezwungen wird sich zumindest ein paar Stunden um sich selbst zu kümmern und nach Dulankelf zurückzukehren. Natürlich wird er nur "versehentlich" von einer Seherin berührt. Mein erster Gedanke war was für keine Überraschung. Im ernst, ich glaube nicht, dass es Zufall war und ich frage mich immer mehr, was die Seherinnen mit diesem ganzen TamTam vorhaben. Vielleicht ist das ein bischen weit hergeholt, aber mir hat sich nach dem Lesen dieses Abschnitts die Frage gestellt, ob sie nicht vielleicht sogar versuchen, die Prophezeiung über Dayin Wirklichkeit werden zu lassen. Ich weiß, dass Du dazu höchstwahrscheinlich immer noch nichts sagen kannst, aber ich wollte es zur Diskussion einfach mal in den Raum gestellt haben Wink

    Weil Gerrent ja so ein mitfühlender Mensch ist, dem das Wohl anderer Menschen am Herzen liegt, redet er Dayin ein, dass bereits schon zu viele Menschen für ihn ihr Leben gegeben haben. Am liebsten hätte ich Gerrent mal so richtig den Hintern versohlt und Dayin in den Arm genommen. Ähnlich wie Lindenblüte hatte ich damit gerechnet, dass er jetzt aufgibt und sich entgültig in sich selbst versteckt, auch wegen der Begegnung mit dem kleinen Mädchen. Ich frag mich, was die Eltern ihr erzählt haben, dass sie derart Angst vor Dayin hatte
    Ich hab mich darüber gefreut, dass Dayin trotz allem nicht aufgibt und durch die Geheimgänge der Burg sich leise, still und heimlich davon machen kann um in die Grenzregion zu reiten. Nur warum nimmt er so viele Waffen mit? Wäre er jemandem begegnet, hätte es mit Sicherheit nicht gut für ihn ausgesehen. Er hat irres Glück gehabt, auch weil er sich unbemerkt zwei Pferde von den Reitern stibitzen konnte.
    Das Kronot in Dayins Gemächer rennt als er von Wendar erfährt, dass sein Sohn verschwunden ist, sagt schon alles über Kronots innere Einstellung seinem Sohn gegenüber und ist auch plausibel. Ich glaube auch, dass Weilar besorgt ist, nicht nur weil er sich Vorwürfe macht, aber ich weiß noch nicht ganz, was ich von Beilars Vorstoß halten soll, Dayin zu folgen. Klar wirkt es auf die Bewohner Grentnors plausibler wenn Weilar bei dem angeblich kranken Dayin bleibt, und Beilar geht um Dayin zu beschützen, aber bisher schienen seine Zweifel Dayin gegenüber einfach mal eben so verflogen zu sein, was ich mir nicht ganz vorstellen kann. Na ja, sicherlich wird bald das ein oder andere Kapitel aus Beilars Sicht folgen. Ich bin auf jeden Fall gespannt


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    Susanne Gavenis
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    Re: 3. Abschnitt: 5. - 8. Kapitel

    Beitrag von Susanne Gavenis am Mo Jan 25, 2016 5:00 pm

    Tja, das wäre schon eine unerwartete Wendung gewesen, wenn sich Dayin Gerrents fieses Mobbing-Gerede so sehr zu Herzen genommen hätte, dass er sich in einem Anfall von Selbsthass von einem der Türme stürzt und als Protagonist der Geschichte aus dem Rennen gewesen wäre. Damit hätte vermutlich keiner gerechnet, andererseits wäre seine Entwicklung dadurch ziemlich rüde gekappt worden. Gerade die Kapitel auf Treffnor mit der Begegnung mit Gerrent und dem kleinen Mädchen waren für diese Entwicklung sehr bedeutsam, da der moralische Konflikt von Dayins Existenz von Gerrent sehr klar auf den Punkt gebracht worden ist. Die Frage ist in der Tat, wieviele andere Menschen ein charakterlich integrer Mensch für sich sterben lassen kann, bevor aus ihm das geworden ist, wovor er Angst hat. Dieser innere Konflikt erreicht nun für Dayin seinen Höhepunkt, und er wird gezwungen, eine Antwort darauf zu finden, die seiner Persönlichkeit entspricht. Von daher ist es folgerichtig, dass er zum ersten Mal entscheidet, gänzlich ohne Unterstützung durch andere etwas zu unternehmen, um sein Schicksal zum Besseren zu wenden, und die Verantwortung für sein Leben vollkommen auf die eigenen Schultern zu laden.

    Die Episode mit der Seherin war - wie ihr ja bereits vermutet habt - nicht zufällig, sondern verfolgt ein klares Ziel, das im weiteren Verlauf der Geschichte noch deutlich wird.

    Die Sache mit Dayin und seinen Messern im Stiefel hatte ich mir eigentlich so gedacht, dass er um seine Knöchel ein Holster gebunden hat, in dem mehrere Messer Platz finden. Diese Vorstellung war für mich so klar, dass ich gar nicht auf den Gedanken gekommen bin, das noch mal konkret zu erwähnen. Auf jeden Fall stopft er sich nicht seine Stiefel bis zum Rand mit Messern voll, bis sie ihm oben wieder rausquillen und bei jedem Schritt scheppern und klirren (oder er sich damit selbst seine Zehen amputiert). Auch wenn er sich gewiss mit seinen Messern ziemlich gut eingedeckt hat, wäre DAS wahrscheinlich doch etwas übertrieben.


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