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Alastor

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    6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

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    Sabine
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    6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Sabine am Fr Sep 19, 2014 1:27 pm

    und zu guter Letzt der Schluss.
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    Drachenprinzessin
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Drachenprinzessin am Do Okt 23, 2014 9:10 pm

    Hallo Sabine!

    Es ist ein komisches Gefühl, schon mit deinem Buch durch zu sein. Von mir aus hätte es auch gerne doppelt so dick sein können.

    Am Anfang dieses Abschnitts erfahren deine Leser die Vorbereitungen auf die bevorstehende Schlacht aus Janna's Sicht. Ich find's ein wenig seltsam das Du ihr Treffen mit Inella erst schilderst als es vorbei ist und deine Leser nicht daran teilhaben lässt. Es hätte zumindest Inella nicht ganz so abwesend (ich meine im Sinne von nicht so oft wie Konn vorkommend) erscheinen lassen und ihr vielleicht sogar ein paar Sympathiepunkte eingebracht.

    Xurnos hat sich ins genusyanische Heer geschmuggelt um herauszufinden, was sie vorhaben. Die naredischen Soldaten sind ja doch nicht ganz so blöd wie ich gedacht habe.

    Inella und Grimelda sind also miteinander verwandt. Ihre Ähnlichkeit hättest Du ruhig früher erwähnen können, das hätte einen Spannungsbogen im Verlauf des Buchs aufgebaut. Zudem hab ich mir Inella immer mit langen, zusammengebundenen Haaren vorgestellt, daher kam für mich ihre Beschreibung auch etwas spät.
    Als Inella Janna die Armbinde anlegt, holt sie sie aus ihrer Jackentasche. Ein paar Sätze vorher trug Inella noch einen Harnisch. Ich frage mich, ob ich vielleicht etwas verpasst oder falsch verstanden habe

    Xurnos überbringt Konn die Nachricht von der Stärke des genusyanischen Heeres noch bevor Inella & Co in Asedam eintreffen. Die Spannung steigt.

    Grimelda führt den Hauptangriff auf Asedam an. Nokor hat überall in der Stadt Reisig- und Scheiterhaufen verteilt. Er stoppt sie mit der Androhung die ganze Stadt zu verbrennen. Natürlich verwechselt er sie mit Inella. Glücklicherweise erlischt Nokor's Drohung mit dem einsetzenden Sturzregen. Da hat doch sicherlich ein Gott nachgeholfen, oder?
    Auf dem Schlachtfeld liefert sie sich einen Kampf mit Narab, indem sie ihm ebenbürtig ist. Natürlich verwechselt auch er sie mit Inella. Der Kampf ist schön beschrieben (und ich mag Frauen, die sich wehren können ), nur leider nockt er sie aus. Schade, ich finde sie sehr sympathisch. Hoffentlich wird sie nicht verbrannt.

    Asedam hat Hügel? Das hat mich zunächst etwas verwirrt, weil ich mir A. als flache Stadt vorgestellt habe.

    Als Janna einen Soldaten zu Rubina ins Zelt schickt um sie um Hilfe zu bitten, ist mir nicht ganz klar, ob Rubina wirklich zu Janna geht. Die beiden stehen nur irgendwann einfach nebeneinander.

    Trotz ihrer verstärkten Sinne und Fähigkeiten wird Karema verwundet als sie Inella das Leben rettet. Ich muss auch gestehen, dass ich Karema etwas wackelig finde. Mal wirkt sie mutig, aber genauso oft wirkt sie unentschlossen und ängstlich. Vielleicht geht es auch nur mir so.

    Konn weiß nichts von der Verstärkung? Na das ist ja mal lustig. Ich frag mich sowieso, warum er das Kampfgeschehen nur beobachtet und nicht mit mischt. Man könnte glatt auf den Gedanken kommen, dass er der Heerführer ist und nicht Nokor. Sehr interessant ist, dass er Inella nicht brennen sehen will. Das sind doch bestimmt Unelde's Gefühle in ihm. Er hat wieder ein paar Sympathiepunkte eingeheimst und mir die Hoffnung gemacht, dass Grimelda von unerwarteter Seite Hilfe bekommen könnte.

    Inella lässt das genusyanische Heer den Rückzug antreten nachdem ihr Karema von der zweiten naredischen Flotte berichtet hat. Sie heimst damit ein paar Sympathiepunkte ein, weil sie ihre Leute keine aussichtslose Schlacht kämpfen lässt. Meiner Meinung nach wirft Janna ihr das zu unrecht vor. Trotzdem kann ich Inella ihre Trauer um die Toten und das verlorene Genusya nicht wirklich glauben. Sie wirkt zu kalt.
    Janna kommt da auch etwas distanziert rüber, aber als Heilerin wird sie in so einer Schlacht ständig mit verletzten und Toten konfrontiert, da kann ich ihre Haltung verstehen. Die vielen Toten haben sie sicherlich arg mitgenommen, da überrascht mich ihr Bewusstseinsausbruch auch nicht mehr, auch wenn so etwas seit Jahrhunderten nicht mehr vorgekommen ist.

    Ich frage mich, warum Du gerade jetzt Usalala und die Handelsbeziehungen zwischen Usechien und Genusya einfürhst. Ist vielleicht Hilfe unterwegs? Usalala wirkt allerdings nicht so, als ob sie den Genusyanern helfen würde. Hat sie vielleicht im Vorfeld etwas über den naredischen Angriff gewusst und diese Information nicht weitergegeben? Nur weil Usechien ein Matriarchat ist, ist es deshalb nicht gleich die bessere Staatsform. Schlechte Herrscher sind schlechte Herrscher, egal welchem Geschlecht sie angehören. Ja, ich mag Usalala nicht, sie wirkt hochnäsig auf mich. Vielleicht gibt es ja im Zweiten Band mehr zu erfahren.

    Garocks Traum von einem unter naredischer Herrschaft stehenden Genusyas macht Inella wütend. Ich hab mich über ihren Gefühlsausbruch gefreut, weil sie dadurch nicht mehr so kalt wirkt. Ein Sympathiepunkt für sie. Sympathisch finde ich auch, dass sie das Wort "aufgeben" per Gesetz aus dem genusyanischen Wortschatz streicht.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt wie's in Teil 2 weitergeht


    Das war's erstmal von meiner Seite. Ich schreib dir noch ein Fazit und beantworte noch mal deine Fragen vom Anfang. Gib mir aber bitte etwas Zeit, ich muss erst noch meine Zettelwirtschaft ordnen und vielleicht noch mal das ein oder andere Kapitel nachlesen.

    Herzliche Grüße
    Drachenprinzessin


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Sabine am Fr Okt 24, 2014 8:42 am

    Hi Drachenprinzessin!

    Wow, bist du schnell!

    Ich schreib dir noch ein Fazit und beantworte noch mal deine Fragen vom Anfang. Gib mir aber bitte etwas Zeit,
    Gerne. Die anderen Teilnehmer werden bestimmt auch noch ein wenig Zeit brauchen, bis sie zum Ende kommen. Auf die Abschlussbesprechung bin ich schon sehr gespannt und freu mich drauf.

    Als Inella Janna die Armbinde anlegt, holt sie sie aus ihrer Jackentasche. Ein paar Sätze vorher trug Inella noch einen Harnisch. Ich frage mich, ob ich vielleicht etwas verpasst oder falsch verstanden habe
    Da hab ich wohl nicht richtig drüber nachgedacht - oops!

    Asedam hat Hügel? Das hat mich zunächst etwas verwirrt, weil ich mir A. als flache Stadt vorgestellt habe.
    Das wird mehrfach erwähnt. Die Ratshalle steht auf einem der größten Hügel. Die beiden naredischen Kundschafter irren durch die Hügellandschaft. Beim Angriff auf Asedam sinniert Konn, dass sein schöner Plan, alle in Angst und Schrecken zu versetzen, in einer Hügellandschaft nicht so richtig klappt.
    Aber wenn man zwei Bücher (mindestens?) gleichzeitig liest, dann finde ich es ganz normal, dass man nicht alle Details im Kopf behält.

    Ich frage mich, warum Du gerade jetzt Usalala und die Handelsbeziehungen zwischen Usechien und Genusya einfürhst. Ist vielleicht Hilfe unterwegs? Usalala wirkt allerdings nicht so, als ob sie den Genusyanern helfen würde. Hat sie vielleicht im Vorfeld etwas über den naredischen Angriff gewusst und diese Information nicht weitergegeben? Nur weil Usechien ein Matriarchat ist, ist es deshalb nicht gleich die bessere Staatsform. Schlechte Herrscher sind schlechte Herrscher, egal welchem Geschlecht sie angehören. Ja, ich mag Usalala nicht, sie wirkt hochnäsig auf mich. Vielleicht gibt es ja im Zweiten Band mehr zu erfahren.

    Es an dieser Stelle kurz einzuführen, hängt mit dem Bewusstseinsausbruch von Janna zusammen. Das wird noch eine Rolle spielen, ebenso wie die Göttin der Krähen, allerdings zu einem späteren Zeitpunkt. Ich kann noch nicht sagen, ob das schon in Band 2 oder erst in Band 3 sein wird, weil ich keine Ahnung habe, wie lang die Geschichte werden wird. Die Erwähnung dieser "Nebensächlichkeiten" habe ich bewusst gemacht, damit nicht zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie wieder auftauchen, es zu sehr wie "aus dem Hut gezaubert" wirkt.

    Es ist ein komisches Gefühl, schon mit deinem Buch durch zu sein. Von mir aus hätte es auch gerne doppelt so dick sein können.
    Ich bin auf jeden Fall gespannt wie's in Teil 2 weitergeht

    Das freut mich sehr! Vielen, vielen Dank Smile  

    LG
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von SilbenPrinz am Fr Okt 24, 2014 5:20 pm

    Jetzt hat es mich gepackt und ich habe im Wartezimmer durchgelesen.

    Ich sehe Drachenprinzessin war wieder schneller.

    Letzter Abschnitt (Bei den Kapiteln bleibe ich an der Oberfläche, weil es mir um die Strukturen geht.)
    Janna erzählt uns was Inella tut und sie denkt über das nach, was auf sie zukommen wird. Sie hat Uneldes Brief bei sich, den sie nicht zu öffnen wagt.
    Ein naredischer Spion als Pferdepfleger unter den Genusyern.
    Aus Janas Sicht geschilderte Rede von Inella.
    Konn erhält schlechte Nachrichten und Nokor tobt mal wieder.
    Es kommt zur Schlacht aus häufig wechselnder Sicht - es hat natürlich seinen Reiz, sie aus so vielen Blickwinkeln zu schildern. Das ist wie mit einer Fußballübertragung. Früher hat da eine Kamera gereicht, heute sind es mindestens 8. Macht das ein Fußballspiel besser? Ich weiß es nicht. Im Ganzen finde ich, hast du die Schlacht gut im Griff. Sie wogt hin und her. Inella ist sehr präsent und wird ihrem Beruf gerecht. Mein Eindruck von ihr als Heerführerin ist ein guter. Wir dürfen hoffen, doch dann gibt die 2. Flotte den Ausschlag. Inella muss ihre Truppen zurückziehen. Die Niederlage ist nicht ihre Schuld. Es passiert auch allerhand während des Kampfes. Karema outet sich gegenüber Inella als Frau, die Bilder sehen kann und Grimelda wird von Narab gefangen genommen. (Bahnt sich da was an? Du hattest mal eine Verhörszene eingestellt. Das waren die beiden doch, oder?)
    Janna verzweifelt an den Toten und Verletzten.
    Passaburg hält Stand und Karema rettet Inella das Leben, wird aber selbst schwer verletzt.
    Im Anschluss an die Schlacht, gibt Janna Inella die Schuld an dem Massaker.
    Inella bespricht mit Mehmer die Schadenbegrenzung und verliest die Totenliste. (Sehr bewegend)
    Die usechische Matriarchin Usalala (Willst du meine Zunge verknoten?) schickt ein Schiff nach Genusya!
    Ein kleines Resümee von Inella - sehr schön. Zunächst denke ich, das ist der Schluss, doch dann blättere ich um und da steht noch was - Genusya war einmal - erst eine Seite später erfahre ich, dass Inella nicht schlafen konnte, Garok und eine Vision findet und deshalb das Wort Aufgeben aus dem genusyschen Wortschatz streicht. (Willst du einen Toten zweimal zu Grabe tragen?) Nachts nicht schlafen können, Schlacht- oder sonstige Pläne entwickeln, verzweifelt sein, Nervenzusammenbruch bekommen und von Mehmer aufgefangen werden. Alles denkbar - aber Garoks Visionen und als Gegenreaktion streicht Inella ein Wort? Das Wort brauchen sie doch noch. Die Nareden sollen ja irgendwann aufgeben. Ich bin überrascht.
    Hast du deinem Ende ein Ende aufgesetzt, weil du uns nicht traurig zurücklassen willst? (Falsch gedacht - hier soll dein Leser mindestens eine Träne verdrücken, damit er in der Hoffnung auf das Happy End das zweite Buch liest.)

    Nachdem ich mit diesem Abschnitt durch bin, kann ich Inella nicht mehr als Hauptperson sehen. Sie wird ständig von Außen geschildert. Janna die Heilerin und Karema rücken hier klar und deutlich nach vorne. Für mich wirkt das, als hättest du Inella aufgegeben. Zur Krönung des Ganzen schmetterst du uns noch eine Matriarchin an den Kopf.
    Das Buch endet nach meinem Empfinden an der falschen Stelle. Die Schlacht geht verloren. Sie müssen fliehen. Hoffnungslosigkeit, Ernüchterung und Verzweiflung. (Allenfalls ein klitzekleiner Hoffnungsschimmer.) Das verlesen der Totenliste und anschließend das Resümee, das Inella neben Mehmer im Bett zieht. Ende.

    Alles andere gehört in die Fortsetzung hinein. Die tiefe Depression, das Problem mit Janna und all die unglaublichen Sorgen, die sich Inella machen muss. (Ich finde es toll, wie Mehmer sie schon wieder vorbehaltlos unterstützt!) Diese Matriarchin gehört eindeutig in die Fortsetzung. Sicher hast du es irgendwo schon erwähnt, dass Genusya nicht das einzige Land außer den Skogs ist, aber das war nicht mehr in meinem Kopf präsent. Als Überraschung, oder Komplikation ist sie jedoch Stoff für den zweiten Teil.
    Ich glaube, dir geht es mit dem Gefüge des Handlungsstranges so wie mir mit der Rechtschreibung. Im Prinzip ist das Grundmuster klar. Im Kleinen gelingt es dir immer wieder Spannung aufzubauen und die Erzählung im Fluss zu halten.  Aber das Gebäude ist wie ein schräges Türmchen aus vielen, ganz kleinen Steinchen, während du ein Grundgerüst an Quadern verwenden solltest, damit es auch einem Erdbeben standhält. Das zweite Problem ist; Manchmal sitzt ein Stein an einer Stelle, an der er nichts zu suchen hat.
    Inhaltlich gefällt mir dein Thema, eine kritische Auseinandersetzung mit den Glaubensdogmen unserer Zeit, die schon eine Weile nicht mehr in das Leben moderner Frauen passen, aber partout nicht auszurotten sind, mit dem stilistischen Mittel der Übertreibung, sehr gut. Sicher gibt es schon das eine oder andere Buch, das in diese Richtung zielt. Religion und was sie anrichten kann, ist ein sehr aktuelles Thema unserer Zeit - Fundamentalismus als methodische Unterdrückung von Andersdenkenden und vor allem Frauen auf der ganzen Welt eine wirklich ernstzunehmende Gefahr für unsere Freiheit.
    Die Frage, die ich mir hier selbst gestellt habe, lautet: Wäre ich bereit, für die Freiheit zu glauben, zu denken und zu sagen, was ich für richtig halte, eine Waffe in die Hand zu nehmen und gegebenenfalls zu sterben?
    Weshalb ich ein bisschen traurig bin, dass die Nareden zwar schön in ihrem System der Unterdrückung geschildert sind, aber der Gegenentwurf - die Genusyer nicht so genau gezeichnet werden. Sie bleiben verschwommen, wie Inella in einer unübersichtlichen Masse an Personen verborgen. Ansätze sind dazu da. Sie werden jedoch nicht weit genug ausgeführt.
    Es gibt viele gelungene Passagen und Kapitel, die mir Vergnügen beim Lesen bereitet haben. Es gelingt dir auch mich mit deinen Aktionen oder den Reaktionen der Figuren zu überraschen.
    Am besten fand ich Konn, aber auch Karema hat Entwicklungspotential. Inella ist nicht schlecht. Als Hauptfigur mit der der Roman beginnt, bleibt sie unter meiner Erwartung leider zu lange zurück. Konn hin oder her. Sie muss die Prinzessin in diesem Spiel sein und Konn ist der Frosch. Du hast viele sehr liebenswert gezeichnete Nebenfiguren. Z.B. Narfus und den Nar Narmunen und einige mehr.

    Im Augenblick fällt mir nicht mehr ein. Ich melde mich. Was wird eigentlich aus Uneldes Brief?

    LG SilbenPrinz king


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    Hilfe! Ich habe ein Ork-Buch gelesen! Und obwohl der Autor angeblich ein Mann ist, bin ich überzeugt, dass Er nur eine Sie sein kann. Solche Schmuse-Orks sind mir noch nie begegnet!
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Sabine am Fr Okt 24, 2014 6:19 pm

    Hi Silbenprinz,

    wow, da warst du jetzt ja richtig schnell mit dem Schluss!

    Jetzt hat es mich gepackt und ich habe im Wartezimmer durchgelesen.
    Das hör ich natürlich gerne!

    Diese Matriarchin gehört eindeutig in die Fortsetzung.
    Da habe ich lange drüber nachgedacht und mich wegen des zeitlichen Ablaufs dann dafür entschieden. Es zu einem späteren Zeitpunkt wieder anzusetzen, wenn der Bewusstseinsausbruch dann lange her ist, fühlte sich falsch an. Außerdem habe ich gedacht, dass es auch neugierig macht auf die weitere Geschichte. Ach, immer dieses Für und Wider und Gegrübel!

    und Grimelda wird von Narab gefangen genommen. (Bahnt sich da was an? Du hattest mal eine Verhörszene eingestellt. Das waren die beiden doch, oder?)
    Hier muss ich dir ein Kompliment zu deinem Gedächtnis machen!

    Ich glaube, dir geht es mit dem Gefüge des Handlungsstranges so wie mir mit der Rechtschreibung. Im Prinzip ist das Grundmuster klar. Im Kleinen gelingt es dir immer wieder Spannung aufzubauen und die Erzählung im Fluss zu halten.  Aber das Gebäude ist wie ein schräges Türmchen aus vielen, ganz kleinen Steinchen, während du ein Grundgerüst an Quadern verwenden solltest, damit es auch einem Erdbeben standhält. Das zweite Problem ist; Manchmal sitzt ein Stein an einer Stelle, an der er nichts zu suchen hat.

    Weshalb ich ein bisschen traurig bin, dass die Nareden zwar schön in ihrem System der Unterdrückung geschildert sind, aber der Gegenentwurf - die Genusyer nicht so genau gezeichnet werden. Sie bleiben verschwommen, wie Inella in einer unübersichtlichen Masse an Personen verborgen. Ansätze sind dazu da. Sie werden jedoch nicht weit genug ausgeführt.
    Stichworte: Überbevölkerung / zu viele Szenenwechsel. Da hatte ich ja schon selbst so ein Gefühl im Bauch ...

    Es gibt viele gelungene Passagen und Kapitel, die mir Vergnügen beim Lesen bereitet haben. Es gelingt dir auch mich mit deinen Aktionen oder den Reaktionen der Figuren zu überraschen.
    Das freut mich natürlich.

    An den Schwächen arbeiten und die Stärken ausbauen - da will ich hin. Anscheinend ist meine eigene Einschätzung der deinen ähnlich. Spannend!

    LG
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Drachenprinzessin am Fr Okt 24, 2014 7:27 pm

    Hallo nochmal

    Das wird mehrfach erwähnt. Die Ratshalle steht auf einem der größten Hügel. Die beiden naredischen Kundschafter irren durch die Hügellandschaft. Beim Angriff auf Asedam sinniert Konn, dass sein schöner Plan, alle in Angst und Schrecken zu versetzen, in einer Hügellandschaft nicht so richtig klappt.
    Aber wenn man zwei Bücher (mindestens?) gleichzeitig liest, dann finde ich es ganz normal, dass man nicht alle Details im Kopf behält.
    Ja, da sind mir wohl die Hügel abhanden gekommen   Es waren übrigens drei veröffentlichte Bücher (ich hatte jemandem noch einen Gefallen geschuldet, der wurde dann natürlich während den beiden Leserunden eingefordert, wann sonst? ) und dann halt noch ein paar Buchprojekte in anderen Foren.

    Ich glaube ich sollte mich bei meinem Fazit verstärkt auf meine Zettel und weniger auf mein Hirn verlassen. Das Hügel-Debakel muss ja nicht nochmal sein, woll? Wink

    Herzliche Grüße
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Drachenprinzessin am Fr Okt 31, 2014 10:23 pm

    Hallo Sabine und entschuldige, dass ich dich jetzt doch solang hab warten lassen. Das war nicht meine Absicht gewesen. Embarassed

    Mein Fazit würde ich so wie es untenstehend ist auf meinem Blog posten. Sag also bitte Bescheid falls ich was durcheinander gebracht habe Wink

    Buchrezension zu „Genusya in Gefahr“ von Kassandra S. Katz

    Genusya ist ein Land, in dem Frauen gleichberechtigt sind, dessen Einwohner an verschiedene Götter glauben und in dem seit 200 Jahren Frieden herrscht. Solange, bis die Nareden aus heiterem Himmel in Genusya einfallen. Stoff, der ein gutes Buch verspricht.
    Die ersten paar Seiten sind leider etwas holprig, doch dafür wird es schnell interessant als Unelde, die oberste Ratsfrau Genusyas, Inella, die oberste Heerführerin, in ihr Geheimnis einweiht. Unelde kann mit Hilfe von Bildern telepathisch mit anderen Menschen kommunizieren, die über dieselbe Gabe verfügen. Sie weiht Inella ein weil sie mehrfach einen Traum hatte, indem sie Menschen bei lebendigem Leib auf Scheiterhaufen brennen sah und nun davon ausgeht, dass Genusya in naher Zukunft angegriffen wird. Inella glaubt ihr zwar, doch ahnen die beiden noch nicht, dass die Nareden mitten in der Nacht angreifen.

    Der erste Teil des Buchs dreht sich um den Einfall der Nareden in Asedam, der genusyanischen Hauptstadt, und der Flucht der Ratsmitglieder. Trotz des ernsten Themas weiß die Autorin durch das Stilmittel der Überzeichnung die Geschichte aufzuhellen. Die genusyanische Gesellschaftsordnung bleibt dabei leider weitestgehend im Dunkeln.
    Im zweiten Teil wird die naredische Gesellschaft eingeführt, indem der Nar-Namun, der oberste Priester auf Nardos, seinen Lehrling und Nachfolger in die geheimen Aufzeichnungen über die Anfänge des naredischen Glaubens einweiht. Es wird schnell klar, dass es eine von Männern dominierte Gesellschaft ist, in der Macht sehr wichtig ist. Obwohl die Namunen vorgeben, im Sinne des eher kindlich wirkenden Gottes Narfus zu handeln, ist es offensichtlich, dass sie die Gesellschaft nach ihren eigenen Interessen gestaltet haben.
    Darüber hinaus zeigt der Nar-Namun seinem Lehrling einen Bericht über ein missglücktes Attentat auf Narfus. Anstatt den Gott zu töten während er in seinem Körper war, hat der Nar-Namun unwillentlich Narfus innigsten Wunsch nach einem Sohn erfüllt.
    Gerade in diesem zweiten Teil des Buchs kommt die Überzeichnung gut zum Tragen und sorgt für einiges Schmunzeln.
    Natürlich gibt es auch Rebellen auf Nardos, bei denen sich Chandra und ihre Tochter Karema verstecken. Chandra war eine der Frauen, die vom Nar-Namun/Narfus geschwängert wurden, doch konnte sie fliehen. Leider bleiben die Rebellen ähnlich im Dunkeln wie die genusyanische Gesellschaft.
    Karema verkleidet sich als Mann und schafft es ihren Halbbruder Nesus davon zu überzeugen, sie als Diener mit nach Genusya zu nehmen. Dort mobilisiert Inella das genusyanische Heer für einen Gegenangriff. Nokor, der General der naredischen Armee will den Willen der Asedamer brechen und hat dafür zusammen mit seinem Halbbruder Narab einen perfiden Plan ausgeheckt. Zurecht kämpfen die Asedamer mit bloßen Fäusten gegen die bewaffneten Nareden als sie die erhängten Kinder sehen. Auch Konn, der zweite Stellvertreter Nokors, lässt diese Greueltat nicht kalt. Obwohl er von seinen Gefühlen kontrolliert wird, schafft er es dafür zu sorgen, dass die Kämpfe bald enden und die Verletzten auf beiden Seiten von Heilern versorgt werden.
    Daraufhin entwickeln die Genusyer einen Plan um die restlichen Kinder aus der Stadt zu befreien. Karema hilft dabei.
    Wer im dritten Teil eine Schlacht zwischen Genusyern und Nareden erwartet, der kommt ganz auf seine Kosten.

    Das Buch ist durchweg spannend und die Geschichte wunderbar erzählt. Gestört haben mich jedoch die Kürzest-Kapitel, von denen ein paar vorhanden sind. Dadurch war es manchmal schwer den Überblick zu behalten.

    Klappentext:
    Kennst Du das?

    Und wieder spaziert ein stolzes Kriegervolk durch die Seiten eines Fantasy – Buches. Einerseits freust du dich, denn, mal ehrlich, ohne ein solches Volk wäre es doch nur halb so spannend. Andererseits fragst du dich: Warum sind die eigentlich so, wie sie sind?

    Ja, du könntest dich jetzt zurücklehnen und in Ruhe über diese Frage nachdenken, aber dazu hast du keine Zeit.

    Nur weil seit zweihundert Jahren Frieden herrscht in Genusya, glaubst du, du wärst in Sicherheit?

    Hörst du es denn nicht?

    „Alarm! Angriff!“



    Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, allerdings rate ich Menschen, die an eine monotheistische Religion glauben, von der Lektüre ab. Sie könnten sich vor den Kopf gestoßen fühlen.

    Zusätzlich werde ich einen Link zu deiner Website (steht ja in deinem Buch) und einen zu deinem Buch mitposten. Gibt es sonst noch einen wichtigen Link, den ich nicht vergessen sollte?


    Nun zu deinen Fragen:
    1. Spannungsbau? Gelungen oder eher nicht?
    Der Spannungsbau ist dir auf jeden Fall gelungen! Ich habe dein Buch nicht einmal als langweilig empfunden. Wie bereits erwähnt hätte ich die Ähnlichkeit zwischen Inella und Grimelda viel früher erwähnt, das hätte zusätzlich einen unterschwelligen Spannungsbogen eingeführt. Aber vielleicht ist das ja Geschmackssache.

    2. Welches Kapitel hättet ihr als Anfangskapitel ausgewählt?
    Definitiv eins aus dem ersten Teilabschnitt. Ich hätte es als seltsam empfunden, wenn Du mit dem zweiten oder gar dritten Teilabschnitt begonnen hättest. Ich glaube am Anfang der Leserunde hatte ich dir dazu geraten mit dem Konn Kapitel anzufangen, weil ich als Leser gerade am Anfang eine bessere Leser – Figuren Bindung zu ihm aufbauen konnte. (Kann man das so sagen?)

    (Was die Fragen 3 und 4 betrifft kann ich nur das wiederholen, was ich bereits am Anfang der Leserunde gesagt habe.)

    5. Es schimmert durch, dass Konn "besser rüberkommt" als Inella. Auf die Charaktere würde ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt näher eingehen. Grundsätzlich denke ich, dass das einer der Punkte ist, die ich noch vertiefen sollte (daher habe ich jetzt auch eine Geschichte in der Ich-Person verfasst, um das Eintauchen in die Figur zu üben).
    Ich muss ehrlich gestehen, dass Konn mein heimlicher Liebling ist und ich würde zugern sehen, wie er die Seiten wechselt. Wahrscheinlich verdrehst Du jetzt deine Augen, weil er für dich wohl eher ein Antischurke ist, aber man darf ja noch mal träumen
    Inella zeigt nach wie vor zu wenig Gefühl für mein Empfinden, jedoch wird sie immer aktiver. Während der Überraschungsschlacht am Ende deines Buchs wird deutlich, warum sie die oberste Heerführerin ist. Allerdings wird sie so oft durch die Augen anderer Charaktere geschildert, dass ich mich frage, ob sie wirklich noch eine deiner Hauptcharaktere ist.


    Ich hab mir auch noch mal Gedanken über das Ende deines Buchs gemacht. Nach dem Lesen hatte ich das Gefühl, schon den Anfang des zweiten Bandes zu lesen. Ich habe das vorher nicht angemerkt, weil ich weiß wie lausig meine Kommentare sind und es einfach komisch gefunden hätte, so etwas dann anzumerken. Aber da SilbenPrinz es angemerkt hat, scheint mich zumindest mein Gefühl nicht getäuscht zu haben. Zumindest etwas.


    Herzliche Grüße
    Drachenprinzessin


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von SilbenPrinz am Sa Nov 01, 2014 10:19 am

    Hallo Sabine

    Meine Rezension

    Genusya in Gefahr ist ein Buch für Leser, die Götter gerne mal anders erleben wollen, als bisher üblich. Sie sind wahrhaftig und überaus liebenswert von sich selbst eingenommen. Der Witz und die Unbekümmertheit mit der die Autorin uns einen Religionskrieg schildert, hat mir beim Lesen großen Spaß bereitet, obwohl selbst Gräueltaten verübt werden.
    Feinsinnig stellt sie hierbei zwei ,ideale‘ Gesellschaftsformen gegenüber und bringt den Leser schmunzelnd zum Nachdenken darüber, wo denn die eigenen Maßstäbe in Sachen Emanzipation versus Religion liegen.
    Es ist kein Buch für Menschen mit eng gefassten religiösen Vorstellungen, eher für jene, die bereit sind den Blick auf das weite Feld menschlicher Fehler zu richten.

    Das Buch ist nicht perfekt. Es leidet, meiner Meinung nach, etwas unter den vielen Personen, die in schneller Abfolge eingeführt werden. Darunter, dass man sich nicht so richtig schlüssig werden kann, wer denn nun die Hauptfigur des Romans darstellt. Dafür sind die Charaktere sehr schön skizziert. Je mehr Fehler sie haben, umso liebenswerter erscheinen sie mir. Das Buch weckt jede Menge Erwartungen, die es unabdingbar machen auch den zweiten Band zu lesen.
    Da die Autorin in der Lage ist, ihre Leser zu überraschen, wird der eine oder andere Leser-Liebling vielleicht anderes enden als wir es uns erhoffen. Man darf also gespannt sein, wie es weitergeht in Genusya.

    Das wäre meine Rezension.
    Du darfst sie gerne außerhalb des Forums verwenden, wenn du willst. Die Mängel im Buch, die es aus meiner Sicht hat, habe ich dir ja in der Leserunde bereits dargelegt. Solche handwerklichen Dinge gehören meiner Ansicht nach nicht unbedingt in eine Rezension, schon weil sie jenen, die sich nicht damit auskennen, möglicherweise nicht einmal bewusst auffallen werden.
    Wie du gesagt hast: Sie mögen die Geschichte oder sie mögen sie nicht. Warum sollte ich die Leser also mit vielen Wenns und Abers abschrecken sich selbst ein Bild zu machen. Das Thema deines Romans besitzt für mich immer noch aktuellen Bezug und ist es Wert zur öffentlichen Diskussion getragen zu werden.

    LG SilbenPrinz


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    Hilfe! Ich habe ein Ork-Buch gelesen! Und obwohl der Autor angeblich ein Mann ist, bin ich überzeugt, dass Er nur eine Sie sein kann. Solche Schmuse-Orks sind mir noch nie begegnet!
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Sabine am Sa Nov 01, 2014 4:21 pm

    erst einmal ganz, ganz vielen Dank dafür, dass ihr beide hier an meiner Leserunde teilgenommen habt und dass ihr euch so viel Mühe gegeben habt mit euren Antworten.

    Drachenprinzessin:
    Nun zu deinen Fragen:
    1. Spannungsbau? Gelungen oder eher nicht?
    Der Spannungsbau ist dir auf jeden Fall gelungen!
    Das war für mich die allerwichtigste Frage. Das ganze Thema Spannungsbau kommt bei mir größtenteils "aus dem Bauch heraus". Je mehr ich den Handlungsablauf plane, umso weniger empfinde ich selber Spannung beim Schreiben. Je mehr ich mich beim Schreiben treiben lasse, um so spannender ist das Schreiben für mich. Da liegt vermutlich, so wie ich euch beide verstehe, auch der Punkt, an dem ich arbeiten muss. Denn ich tendiere dazu, mich zu verzetteln in zu vielen Figuren und zu vielen Handlungssträngen.
    Ich fürchte, da hilft nur eins: üben, üben, üben.

    Der Austausch mit euch ist für mich sehr interessant und lehrreich. Leider habe ich heute noch viel für morgen vorzubereiten, daher muss ich hier abbrechen und nächste Woche noch auf einzelne Punkte eingehen. (Morgen ist hier Kartoffelsonntag. Das ist die größte Veranstaltung des Jahres in meiner kleinen Stadt. Und ich laufe da mit einem roten Cape und einer roten Kapuze und einem Korb und Leseproben über den Markt. Ja, etwas peinlich ist das schon, aber hilft nichts: Eine Runde Marketing muss sein. Und außerdem ist es hier in der lokalen Presse auch schon angekündigt worden. Komm ich also nicht mehr raus aus der Nummer.)

    Habt also noch ein bisschen Geduld mit mir. Bis dahin:

    LG
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Drachenprinzessin am Sa Nov 01, 2014 9:22 pm

    Nimm dir ruhig so viel Zeit wie Du brauchst, Sabine, tu mir aber bitte einen Gefallen: sag mir bitte Bescheid wenn meine Rezension zu schlecht ist. Ich weiß, dass sie sehr schlecht ist, aber besser bekomme ich es einfach nicht hin.


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Sabine am Mi Nov 19, 2014 6:44 pm

    Hi Drachenprinzessin,

    ich weiß gar nicht, wie du auf den Gedanken kommst, dass deine Rezension schlecht sei! Oder deine Anmerkungen. Ich fand das sehr interessant mit dir und auch hilfreich und lehrreich für mich.

    Ich muss jetzt mal ein bisschen ausholen. Wie ich euch schon gesagt habe, ist Genusya mit der Hilfe eines professionellen Lektors entstanden. Dem hatte ich die Ur-Fassung geschickt, mit der Frage, ob er denn bereit wäre, den Auftrag anzunehmen, für dieses Buch das Lektorat zu machen. Zunächst hatte er mir mitgeteilt, dass es ihm Spaß gemacht habe, das Buch zu lesen. (Große Freude auf meiner Seite, na klar). Dann kamen die "Abers". Ich hab meine Stichpunkte zu dem Gespräch aufgehoben und gerade noch mal rausgesucht.
    - Überraschungsmomente überraschender und Knalleffekte knalliger
    - etwas inhomogen
    - etwas zu linear
    - zu martialisch
    - Dialoge straffen und knackiger gestalten
    - Figuren vertiefen
    - mehr "Gabe der Bilder", mehr Mystisches und Magisches
    - Kritik stärker rausarbeiten
    - Beweggründe noch nicht klar genug
    - insgesamt ruhig etwas mehr "Herz"

    Zwei Dinge habe ich abgelehnt und ihm auch so mitgeteilt. Die Kritik mag ich in Humor verpackt, so wie ich es geschrieben habe. Auf eine andere Art kommt man schnell in entweder moralinsauer oder erhobener Zeigefinger, und das will ich nicht. Auch das Thema Beweggründe vertiefen liegt mir nicht. Ich kann mich nicht in einen religiös fanatischen und dann auch noch sadistisch veranlagten Charakter hereinversetzen. Von daher wird es auch nie ein Kapitel aus der Sicht von Nokor geben.

    Damit waren zwei Punkte vom Tisch, aber der übrig gebliebene Haufen hat mich richtig beschäftigt und zwar richtig lange. Es ist am Ende auch nicht viel von der ersten Version übrig geblieben. Am stärksten hängengeblieben in meinem Gedächtnis sind vor allem die Anmerkungen "zu linear" und "wenig überraschend", mal abgesehen von der Tatsache, dass ich mir das Hirn zermartert habe zu seiner Anmerkung, es sei inhomogen, was er jedoch nicht auf den Punkt bringen konnte. Ich wusste aber, da war was dran.

    Langer Rede kurzer Sinn: Die Szene auf dem Marktplatz mit den Kindern ist beispielsweise genau so ein Überraschungsmoment. Wenn das vorher in einer Rezension aufgeführt wird, dann ist der Knalleffekt dahin. So gut ich deine Zusammenfassung finde, und sie ist auch wirklich schön formuliert, so sehr nimmt sie doch entscheidende Handlungen und Spannungsbögen vorweg.

    Aber - das ist nur mein Eindruck - und ich freue mich riesig, dass du etwas posten magst. 

    Jetzt muss ich leider, leider noch ein geschäftliches Gespräch führen, der wartet schon am Telefon.

    Auf bald und ganz, ganz vielen Dank!

    LG
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Drachenprinzessin am Mi Nov 19, 2014 9:47 pm

    ich weiß gar nicht, wie du auf den Gedanken kommst, dass deine Rezension schlecht sei!
    Ich bin einfach grottig schlecht in Inhaltsangaben, das hast Du ja bereits gemerkt. Ein Buch in einem Satz zusammen zu fassen kann ich einfach nicht, dafür bin ich (wahrscheinlich) einfach nicht intelligent genug für. Herauszufiltern was für Informationen ich heraus lassen kann/soll fällt mir allerdings auch schwer, weil ich die Leser ja neugierig machen und nicht abschrecken will. Das ist halt so mein Zwiespalt. Nach NaNo werd ich mir meine Zusammenfassung noch mal zur Brust nehmen, vielleicht wird es ja dann etwas besser.


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Alastor am Mi Nov 19, 2014 11:02 pm

    Hi Sabine,
    ich weiß, du hast lange gewartet, aber nach all dem Trubel, der mir keine Zeit zum Lesen gelassen hat, habe ich dein Werk nun fertig gelesen.
    Nun meine Frage an dich: Wo möchtest du die Rezension hinhaben? Soll ich mir hier einfach mal einklinken und mein Fazit hier hinterlassen?

    Möchtest du (wo ich das da gerade gelesen habe) auch noch einmal zu den aufgeführten Punkten Feedback haben?

    - Überraschungsmomente überraschender und Knalleffekte knalliger
    - etwas inhomogen
    - etwas zu linear
    - zu martialisch (dazu kann ich nur das hier sagen: lol! . Mal eine Frage dazu...kannte sich derjenige mit Low-Fantasy aus? Oder war das einfach nur sein Idealbild, wie etwas zu deinem Roman passen sollte?)
    - Dialoge straffen und knackiger gestalten
    - Figuren vertiefen
    - mehr "Gabe der Bilder", mehr Mystisches und Magisches
    - Kritik stärker rausarbeiten
    - Beweggründe noch nicht klar genug (war begründet um wen/was es hier geht?)
    - insgesamt ruhig etwas mehr "Herz"
    Desweiteren kann ich dir schon einmal vorab sagen, dass mir dein Buch gut gefallen hat (also keine Sorge, wie du ja mal hattest Razz ). Allerdings weißt du ja, dass ich sehr kritisch sein kann und zudem ehrlich sage, was mir zu deinem Buch eben einfällt . Aber ich denke, so wie ich das hier sehe, dass du mit Kritik gut umkannst.

    Mein kleines Fazit vorweg:
    Dein Buch ist unterhaltsam (wäre ich jünger, ich hätte es sicher verschlungen (Begründung später)), spannend und hat den ein oder anderen humorvollen Punkt, der das Ganze hin und wieder fein auflockert. Allerdings hätte dein Buch mit der Verbesserung einiger Punkte einen viel höheren Stellenwert einnehmen können. In meinen Augen ist es ein passables Werk, dem jedoch der Feinschliff fehlt, um zu einem sehr guten zu werden. Es wurde in meinen Augen sehr viel Potential verschenkt.
    Als Tipp kann ich dir zum nächsten Buch sagen: Such die Betaleser, die dir ungeschönt die Meinung zu jedem Fitzel sagen. Die sich eher kleinkariert mit dem ganzen beschäftigen und dir nicht nur eine Liste von Stichpunkten schicken was noch geändert werden muss, sondern dir diese an konkreten Beispielen sichtbar machen Wink


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Alastor am Sa Nov 22, 2014 5:14 pm

    *hust* ich kann schonmal mitteilen, dass das Ganze sehr ausführlich geworden ist


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Sabine am Sa Nov 22, 2014 7:17 pm

    @Alastor

    Nun meine Frage an dich: Wo möchtest du die Rezension hinhaben? Soll ich mir hier einfach mal einklinken und mein Fazit hier hinterlassen?
    Sehr gerne!

    *hust* ich kann schonmal mitteilen, dass das Ganze sehr ausführlich geworden ist
    Da bin ich ja schon gespannt! Aber erst einmal: Vielen Dank fürs Lesen und für dein feedback.

    In meinen Augen ist es ein passables Werk, dem jedoch der Feinschliff fehlt, um zu einem sehr guten zu werden. Es wurde in meinen Augen sehr viel Potential verschenkt.
    Das steigert natürlich meine Neugier auf deine Ausführungen.

    Als Tipp kann ich dir zum nächsten Buch sagen: Such die Betaleser, die dir ungeschönt die Meinung zu jedem Fitzel sagen.
    Hatte ich. Betaleser, Lektor. Das Problem sind die unterschiedlichen Meinungen. Z.B. sagt Drachenprinzessin, dass sie die kurzen Kapitel gestört haben. Die haben wiederum meinem Lektor besonders gut gefallen.
    Jetzt hat mir jemand gesagt, dass ihn der Teil, der auf Nardos spielt, doch sehr gestört habe. Es wechseln sich unfreiwillige Komik und Ernsthaftigkeit auf eine Weise ab, die ihn als Leser verwirrt zurücklassen. Angefangen damit, dass es keine 10 Gebote sind.

    Wieder andere finden genau diesen Teil besonders gut am Buch.

    Das macht es nicht einfach. Vielleicht ist die Art, wie ich schreibe, so, dass es die Leserschaft spaltet.

    Ich weiß nicht so richtig, wie ich einen Weg finden soll, der einerseits das beibehält, was den Unterhaltungswert, die Spannung und den Humor anbelangt, aber andererseits das Lesen leichter macht und damit auch für mehr Leser interessant.

    Mit Rotkäppchen habe ich zu einer einzigen Perspektive gewechselt. Damit habe ich nur einen Handlungsstrang. Auch wenn ich vom Prinzip her weiß, dass ich mich stärker auf die Hauptfiguren konzentrieren sollte, kriege ich das für den zweiten Band in meinem Kopf noch nicht hin. 

    @Silbenprinz
    DANKE!

    @Alle
    Möchtest du (wo ich das da gerade gelesen habe) auch noch einmal zu den aufgeführten Punkten Feedback haben?

    Nicht genau zu diesen Stichpunkten.
    Ich würde gerne noch einige Fragen stellen, die ich aber erst einmal in meinem Kopf sortieren muss. Ich denke, dass ich morgen dazu komme, da systematisch ranzugehen (mit Schreibratgeber zur Hand).

    Viele, viele Grüße an euch alle
    Sabine
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Alastor am Sa Nov 22, 2014 7:47 pm

    Hatte ich. Betaleser, Lektor. Das Problem sind die unterschiedlichen Meinungen. Z.B. sagt Drachenprinzessin, dass sie die kurzen Kapitel gestört haben. Die haben wiederum meinem Lektor besonders gut gefallen.
    Jetzt hat mir jemand gesagt, dass ihn der Teil, der auf Nardos spielt, doch sehr gestört habe. Es wechseln sich unfreiwillige Komik und Ernsthaftigkeit auf eine Weise ab, die ihn als Leser verwirrt zurücklassen. Angefangen damit, dass es keine 10 Gebote sind.
    Ja, das Problem kennt wohl jeder Schreiber: Die vielen unterschiedlichen Meinung.
    Letztlich muss der Autor es so machen, wie er es für richtig und am passensten für das Werk hält.
    Der Teil auf Nardos, gerade das mit der Erzählung über den Gott war in meinen Augen ein Highlight der Story und zudem unabdingbar um etwas über den Gott selbst zu erfahren (und die Götterkinder).
    Und das Komik und Ernsthaftigkeit sich abwechseln ist das übliche Schema Hollywoods, wie kann das heutzutage noch einen verwirren? Zumal es in vielen Werken so gemacht wird, das humorvolle Szenen eingebaut werden um die Story aufzulockern und von der Ernsthaftigkeit wegzukommen, die sonst zu anstrengend wird (in "Name des Windes" bzw. die Nachfolgebände wird es ebenso gehandhabt).
    Interessanterweise finde ich es seltsam, dass wohl viele unterschiedliche Dinge an dem Werk im Vorfeld (also jetzt nicht hier) kritisiert wurden, aber in meinen Augen nicht der eigentliche Kern getroffen wurde woran das Buch ein wenig hinkt und wo das Potential verloren gegangen ist.
    Ich würde auch beim Betalesen jetzt nicht sagen "so die Szene mag ich aber nicht", sondern ich würde (wenn vorhanden) die Problematik + eventuelle Wirkung auf den Leser dazu erläutern. Erst wenn der Autor einen eventuellen Haken/Fehler an der Szene sieht, kann er für sich entscheiden, ob er es ändern sollte. Auch Schwachpunkte, die man in Angriff nehmen könnte (bzw. eventuell sollte) würde ich erklären, ebenso Ungereihmtheiten und Stolpersteine.
    Aber der Geschmack ist zu unterschiedlich, weshalb ich auf die Weise nicht lektorieren/betalesen würde, weil das einfach nicht aussagekräftig ist. Ist zwar schön, wenn der Autor weiß was einem Leser nicht gefällt und was ihm gefällt, aber anfangen kann er damit eben nur wenig, wenn 4 andere Leute an jeweils anderen Stellen sagen "das gefällt mir/gefällt mir nicht".
    Wenn das Buch fertig ist, ist es wieder etwas anderes, aber in der Überarbeitungsphase braucht der Schreiber halt eine andere Art von Rückmeldung.

    Ich les da nochmal drüber um die Fehler auszumerzen, dann stell ich es ein Very Happy


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Alastor am Sa Nov 22, 2014 8:46 pm

    Hallo Sabine,

    wie gesagt habe ich es nun endlich geschafft, entschuldige, dass du einige Zeit lang warten musstest. Ich wünschte ich hätte es in einem Rutsch geschafft, so könnte ich vielleicht das ein oder andere anmerken, wo du aber sagst „hab ich doch erzählt auf Seite X“, auch wenn ich den Beginn noch einmal quergelesen habe.

    Ich versuche das Ganze mal ein wenig zu strukturieren, ich hoffe es gelingt mir, versprechen kann ich aber nichts. Die Rückmeldung habe ich nun so gestaltet, dass sie für dich ist, nicht als Rezension zur Veröffentlichung auf HPs und Co, dann müsste man sie anders schreiben finde ich. Desweiteren hätte ich das Ganze auch in viel weniger Worten sagen können, aber ich begründe das was ich sage immer ganz gerne, damit der andere, in dem Fall du, meine Gedanken nachvollziehen kann statt nur vor einer Aussage zu stehen.

    Ich fange mal mit dem üblichen zu Beginn an, der Schreibstil:
    Bevor ich das Buch angefangen hatte, hatte ich mal auf Amazon nach Rezensionen geschaut, damit ich für mich im Nachhinein zustimmen oder die Aussagen negieren kann. Interessanterweise traf ich ein paar Mal auf Aussagen wie:

    Der Schreibstil der Autorin ist etwas gewöhnungsbedürftig, teilweise sogar recht anstrengend.
    An den Schreibstil der Autorin musste ich mich erst gewöhnen, da dieser zwar angenehm, jedoch keine leichte ,Kost' ist.
    Du schreibst später hier im Forum, dass „schwere Kost“ sich wohl auf die Perspektivenwechsel bezieht. Nach dem Geschreibsel der Rezensenten kann ich aber sagen, dass zumindest diese hier es eindeutig auf deinen Schreibstil bezogen haben. Und das ist mir btw vollkommen unverständlich. Wenn sie deinen Schreibstil als schwere Kost empfanden weiß ich nicht was sie sonst so lesen….“freche Mädchen“-Bücher vielleicht?
    Dein Schreibstil ist in meinen Augen alles andere als schwere Kost, im Gegenteil. Die Sätze sind einfach und klar strukturiert, ohne Klimbim und Schnörkel, ja geradezu geradlinig und zielorientiert. Natürlich ist immer die Frage ob du mit deinem Stil an sich ein Ziel verfolgt hast, oder ob es einfach dein ich sage mal eingefleischter Schreibstil ist. Das kannst nur du mir sagen. Der Leser erfährt durch deine Art zu schreiben nur das, was er erfahren muss, nicht mehr, nicht weniger. Ich selbst bevorzuge lieber Schreibstile, die ein wenig „bunter“ sind und nicht so strikt und geradlinig verlaufen. Denn durch die Sprache selbst kann eine Szene viel lebendiger, interessanter, tiefer und bunter werden, als jede nüchterne Schreibweise es hervorbringen könnte. Auch die Charaktere an sich leben durch den Schreibstil, erhalten Individualität, Tiefgang und Lebendigkeit (dazu später mehr, ich habe mir ja Ordnung versprochen….huh, fast abgedriftet^^).

    Als Fazit zum Schreibstil kann ich sagen:
    Er ist angenehm und einfach zu lesen, man kann auch im Schnell-Lese-Modus über deine Seiten fliegen und kriegt alles mit. Der Leser erfährt, was er erfahren muss, wird nicht mit Erzählungen zu wundervollen Sonnenuntergängen über dem weiten blauen Meer zugetextet, sondern geht schnurstracks durch die Story. Ehrlich gesagt hätte ich in einem jüngeren Alter gesagt, dass ich das Buch supertoll finde, denn den Schreibstil habe ich im jüngeren Alter nicht wirklich identifizieren bzw. als wichtigen Punkt der Story bewerten können, genauso wie eine Charakterkonzeption (weshalb ich auch Märchenmond und Eragon Teil 1 gut fand Very Happy). Allerdings vermittelt dieser Stil eine starke Nüchternheit, der dem Text an einigen Stellen viel Lebendigkeit raubt, der in einer solch dramatischen, kriegerischen, verzweifelten Story in meinen Augen wirklich notwendig gewesen wäre. Auch die Charaktere erhalten durch den stets gleichbleibenden Stil ohne kleine Schlenker und Schnökel eine einheitliche Note, weshalb sich deine Charaktere meist nur durch reine Beschreibungen voneinander unterscheiden.

    Charaktere
    Wenn ich schon die ganze Zeit darüber rede, gehe ich mal zu ihnen über Very Happy
    Bis etwa 1/3 oder die Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, dass man die Namen der Personen in den Dialogen einfach austauschen könnte, ohne dass jemand es bemerken würde. Deine Charaktere haben allein von ihrem Auftreten, von ihrer Art zu sprechen, ihrem Umgang untereinander nur sehr wenig individuelles. Wie schon im Abschnitt vorher angesprochen kommt durch den Schreibstil keine Differenzierung auf, was wirklich schade ist. Erschwert wird das Ganze durch die vielen Perspektivenwechsel, die vielen rasch eingeführten Personen, das Nichtkennen der Gesellschaftsstrukturen (vor allem Genusyas) und das, gerade in Genusya i.wie jeder gleich ist. Die Personen, die ich letztlich am besten verstanden habe waren Karema und Konn, Narab eventuell auch ein bisschen, denn bei ihm bist du tatsächlich mal ein bisschen in die Tiefe gegangen, auch wenn es im Prinzip aus der Sicht von Karema geschildert war. Diese Personen erscheinen mir persönlich am Lebendigsten, dennoch war ich kaum in der Lage zu i.einer Person eine wirkliche Bindung aufzubauen, weil du meines Erachtens nach zu viel an der Oberfläche geblieben bist. Dies ist dem Augenmerk deiner Story, als auch deinem Stil zuzuschreiben Wink
    Du hättest zudem in meinen Augen stärker bei Einzelpersonen bleiben sollen, um dem Leser die Chance zu geben eine Bindung aufzubauen. Ehrlich gesagt fällt es einem gegen Ende schwer überhaupt Protas auszumachen, weil so viele Personen durchs Bild hüpfen, die alle auch noch ähnlich viel Text aus ihrer Sicht erhalten.
    Bleib fokussierter.
    Natürlich ist es verlockend zu erzählen, wie eine Person live das Ankommen der Schiffe am Hafen beobachtet (bzw. es gab auch andere ähnliche Szenen), statt nur davon zu berichten. Dennoch (ich bleib mal bei Isgur und dem Hafen) gibt es auch andere Möglichkeiten es zu lösen:
    Z.B. macht Inella nachts einen Spaziergang mit Mehmer am Hafen, vielleicht konnte sie nicht schlafen wegen der Nachricht über Uneldes Traum, oder aber Mehmer wollte mal wieder was romantisches machen, oder ihr eine Überraschung machen etc.
    Bei so einer Lösung hättest du sogar zwei Fliegen (oder mehr) mit einer Klappe geschlagen: Mehmer und Inella stärker beleuchten, Sympathie zu ihnen aufbauen, die Zuneigung der beiden mal wirklich zeigen (Was sonst i.wie an einem vorbeigeht), Tiefgang der Charaktere erreichen und das Entdecken der Schiffe als Zerstörung des wundervollen Moments zwischen ihnen.
    So ist es auch bei den anderen Szenen. Du hättest dich stärker fokussieren müssen. Z.B. Konn, Karema, Inella + Mehmer, eine Person in Passaburg, Nar-Narmun und eine Person, die vor der Skogg-Region lagert. Mehr Perspektiven hätte dein Werk nicht gebraucht und es hätte dadurch sehr viel gewonnen.

    Leider hast du solche Szenen wie ich es als Beispiel am Hafen erzählt habe nicht eingebaut. Du warst zu zielorientiert unterwegs, was der Charaktertiefe geschadet hat. Solche eigentlich storybelanglosen Szenen sind wichtig für die Entwicklung der Charaktere und für den Leser. Nur in solchen Szenen kann er sagen „oh Mehmer ist wirklich knuffig“ oder „das ist ein tolles Paar, ich spüre geradezu ihre Zuneigung zueinander“ oder „ich hasse die Nareden, denn sie haben diesen schönen Moment zwischen ihnen zerstört“ und „ohje, hoffentlich entkommen die beiden dem Pfeilhagel unbeschadet *Nägel-kau*“.
    Verstehst du was ich meine?
    Der Leser braucht eine Bindung zu den Personen, um mit ihnen mitleiden und fühlen zu können. Du hast dich zu sehr an die Storyline geklammert, hast (nach meinem Gefühl) alles unerwähnt gelassen, was nicht wichtig für die Entwicklung der Geschichte ist. Aber die Charaktere sind etwa 50% des tragenden Elements einer Geschichte. Dein Buch hätte Platz gehabt, um den Charakteren etwas Raum zu geben, den sie gebraucht hätten, damit der Leser sich an sie bindet.
    Du hast Charaktere, die das Potenzial dazu haben! Mehmer, der als liebevoller, hübscher Kerl die Frauen dahinschmelzen lässt, Inella, die starke, selbstbewusste Frau, die im Geheimen aber immer wieder von Selbstzweifeln heimgesucht wird, Karema, Konn…
    Obwohl Inella glaub ich eine der Hauptpersonen ursprünglich werden sollte, erscheint sie mir auch bis zum Ende des Buches blass, im Prinzip würde es mich auch nicht berühren, wenn sie in einem Kampf fallen würde, denn eine Bindung zu ihr habe ich nicht. Wie gesagt lediglich nur ein bissle zu Konn und Karema, da du bei den beiden die innerlichen Konflikte, Einstellungen und Begründungen der Verhaltensweisen ein wenig beleuchtet hast. Gut wäre auch gewesen, wenn du jeweils beschrieben hättest, wie die Personen aussehen (bei ihrer Einführung).
    So bleiben für mich fast alle Charaktere nicht nur vom Inneren, sondern auch vom Äußeren her im Dunkeln.

    Storyline:

    Die Geschichte ist natürlich in der Fantasy nichts Neues. Böses Land greift gutes Land an, tötet ein bissle, will bekehren und Macht ausbauen und fertig. Aber wie wir alle wissen: Etwas Neues zu erfinden ist sehr sehr schwer und man muss sich klar sein, dass man den Hut nicht neu erfinden wird, aber man muss in der Lage sein dem ganzen eine eigene Note zu verleihen.
    Ich denke, dass dir das gelungen ist. Auch Humor bringst du hier und da ein und ich muss sagen, dass mir dein „Göttersystem“ wirklich gefallen hat. Ich musste wirklich schmunzeln, als du die Geschichte von dem Gott der Nareden erzählt hast. Auch die Besänftigung der Skoggs durch Erdbeeren war etwas sehr außergewöhnliches und individuelles, was denke ich mal die meisten Leser schmunzeln lässt. Die Spannung ist durchaus vorhanden, doch wie gesagt wird sie durch eine fehlende Bindung zu den Charakteren um einiges für mich gedrückt. Spannung wird nicht nur durch die Story getrieben, sondern sehr viel durch die Angst um seine Charaktere. Ich hatte jedoch selten das Gefühl, dass jemand deiner Hauptleute ernsthaft in Gefahr ist.
    Ich denke am meisten Spannung kam für mich auf, als Inella und Co am Anfang durch den Tunnel flüchten und wissen, dass sie jederzeit entdeckt werden können, als ich erfahren habe, dass Passaburg nun auch angegriffen wird, obwohl die meisten Kämpfer abgezogen wurden (wobei sich das aufgrund fehlender Sympathieträger schnell wieder verflüchtigt hat), wie Karema durch den Tunnel läuft und Leute ausschaltet und wie die Schwester Inellas gegen den Goliath kämpft.

    Kleine Haken:
    Ich unterteile es mal in Nummern Very Happy
    1. Die Gesellschaft der Genusyer ist nur sehr schwach skizziert. Sowohl Gesellschaft, Glauben (welche Götter gibt es dort), Arme und Reiche (ihr Verhältnis) etc.. Am Anfang im Prinzip überhaupt nicht, außer dass man erfährt, dass die Frauen an der Macht sind. Gegen Ende, als du das ein oder andere über das Land erwähnt hast, habe ich zu sehr das Gefühl ein idealisiertes Land vor mir zu haben, das sich hin und wieder mit der Erfahrung der menschlichen Gesellschaft im Allgemeinen und deiner erwähnten Hinweise beißt. Dein Gesetzestext ist kurz…zu kurz. Eine Gesellschaft kann darauf nicht bauen, auch wenn man es sich im Paradies vielleicht so vorstellt. Der Mensch hat im Allgemeinen keine neidlose, zuvorkommende, gewaltlose etc Natur. Das ist einfach so. Ich hatte nach dem Gesetzestext mehr das Gefühl, dass die Bewohnen wohl alle unter dem Einfluss von Drogen stehen müssen, die die Welt im rosaroten Licht erscheinen lässt, denn sonst funktioniert das nicht . Du sagst auch, dass das Land schon lange Zeit im Frieden lebt, sprichst an anderen Stelle aber von ständigen Reibereien mit den Skoggs, weshalb an den Grenzen Militär lagert und von den Usechen, die gerne mal angegriffen haben. Dennoch ist die Hauptstadt nicht befestigt, was ich sehr fraglich finde. Passaburg hingegen ist extrem schwer befestigt…wahrscheinlich hab ich das vergessen, aber warum ist Passaburg so befestigt, die Hauptstadt aber nicht? Am Ende erzählst du etwas über das Handelsverhältnis zwischen Usechen und den Genusyern. Wenn ich da noch nicht das Bild einer völlig naiven Bevölkerung und Regierung gehabt hätte, hätte ich es spätestens jetzt. Ich denke, dass du das Bild der Gesellschaft dort früher hättest zeichnen müssen (allein schon um für den Leser mehr gedankliche Reibung zwischen den Systemen Genusyens und den Nareden zu erhöhen, bzw. bis auf ein paar Punkte überhaupt sichtbar zu machen) und es stärker an den Aspekt des Realismus und nicht des Idealismus anlehnen müssen.

    2. Die Zahlen der Einheiten haben mich auch ein wenig verwundert wenn ich ehrlich bin. Du sprichst bei den Nareden von einer Insel und bei deiner Welt von einer etwa mittelalterlichen (spätes allerdings!). Die Insel der Nareden muss wirklich groß sein, um diese Menge an kampffähigen Soldaten zu stellen. Du musst dabei ja auch bedenken, dass diese Insel all diese Leute ernähren muss. Weil Handel betreiben sie ja wohl nicht. D.h. die Insel ist wirklich verdammt groß. Leider erzählst du dem Leser nicht wie groß sie ist, sodass man am Anfang eher an eine normale Insel denkt, die dann im Laufe der Geschichte wächst und wächst… Bei den Genusyern hat man im Laufe der Geschichte mehr das Gefühl kleine Städtchen vor sich zu haben, hin und wieder mal ein Dorf (neben der großen Stadt Passaburg und der Hauptstadt). Also insgesamt eher ländlich. Passaburg, der militärische Stützpunkt überhaupt, stellt 2000 Kämpfer. Am Ende sind es 15.000. Wo kommen die anderen 13.000 her? Wie gesagt ist das Umland für mich sehr bevölkerungsarm gezeichnet, auch deine Karte lässt dies vermuten. Wenn der militärisch einzig vorhandene Stützpunkt nur 2000 liefern kann, kann ich mir nicht erklären woher die 13.000 kommen. So um die 5000 Freiwillige hätte ich mir bei der Zeichnung deines Umlandes erklären können, wenn man lange rekrutiert und gesammelt hätte, mehr aber auch nicht. Und woher kommt die Bewaffnung dieser Personen, die wohl Bauern und Handwerker sind? Woher die Rüstungen (wenn sie welche hatten, weiß grad nicht Very Happy). Mit dieser Ausstattung haben sie nach etwa 7h Kampf nur 3000 verloren… auch das glaube ich nicht bei einer direkten Konfrontation der Heere. Zumal eines jahrelang ausgebildet ist, während das andere seinen Frieden genoss. Natürlich kann man nun sagen: ja nur die Schlacht selbst war wichtig, nicht die Detailfragen des Hintergrundes, aber das stimmt nicht. Solche Dinge spiegeln ebenfalls die Strukturen und die allgemeine Zeichnung deines Landes wieder, was hier i.wie nicht zusammenpasst.

    3. Janna, die zuvor klug und weise wirkt, auch aufgrund ihrer Heilerfähigkeiten, wirkt am Ende der Schlacht vollkommen naiv und sogar ein bissle dümmlich. Schlachten kann man verlieren, ein Sieg war nie sicher (was sie wusste) und redet von „Leben verschwendet, weil verloren“ und ist sauer auf Inella. Schlachten gehen nie ohne Toten aus (wie gesagt sind es in meinen Augen sogar viel zu wenige), sie als Heilerin müsste das mit am Besten wissen, was eine Schlacht so mit sich bringt, tut nun aber so, als wäre es doch einfach besser gewesen, wenn sie nur dagesessen und nichts getan hätten. In dieser Situation wurde Janna für mich als Charakter etwas inhomogen und unglaubwürdig, ja sogar unsympathisch, was schade ist. Für mich hat sie dabei sehr viel von ihrer früheren Zeichnung als weise Frau verloren.

    4. Der Sinneswandel von Narab im Kampf kam mir ehrlich gesagt zu schnell. Er lebt in einer strikten Welt mit festen Glaubensgrundsätzen. So etwas frisst sich fest. Dennoch scheint er von einem auf den anderen Moment dieses feste Bild (das er ja auch stark vertritt), zu kippen, nur weil eine Frau gut kämpft. Das hätte länger dauern müssen. Für mich wäre es besser gewesen, wenn er dies erst im Laufe ihrer Gefangenschaft (die ja noch kommt) erkannt hätte. So wäre auch die Spannung stärker erhalten geblieben, denn ich habe nach seinem Kampf eher das Gefühl, dass er alles dafür tut, dass die Schwester Inellas (die er ja für Inella hält) am Leben bleibt, statt zuzulassen, dass ihr ein Haar gekrümmt wird.

    5. Karema hat ihre Kräfte viel zu schnell unter Kontrolle nachdem sie zur Schlacht zurückkehrt. Du lässt ihr gerade mal einen Satz dafür! Das erscheint mir überhastet und unlogisch. Auch hier hättest du stärker auf sie als Charakter eingehen können. Den innerlichen Kampf, das Ringen um Beherrschung, Beschreibung mit Bildern und Vergleichen: Lebendigkeit! Ich hatte durch Punkte wie bei 4 und 5 das Gefühl, dass du nur die Schlacht schnell vorantreiben wolltest und dabei wieder die Charaktere auf der Strecke gelassen hast.

    Brutalität:
    Da dieser Aspekt hier und da in Dialogen von dir oder bei Rezensionen auftauchte, möchte ich dazu noch etwas sagen. Eigentlich alle Fantasybücher haben brutale Aspekte und ehrlich gesagt waren die deinen ein seichter Wind am Morgen. Das „brutalste“ war wohl das Hängen der Kinder, aber auch hier bist du weit an der wirklichen Brutalität vorbeigelaufen. Die Kinder waren ja schon erhängt. Viel ergreifender, aufwühlender und brutaler wäre es gewesen, wenn du sie vor den Augen der Meute gehängt und geschildert hättest wie sie ersticken oder wie bei ein paar direkt das Genick bricht. Das wäre brutal gewesen. Dein Buch fand ich wirklich nicht brutal. Übrigens fand ich die Wandlung der ruhigen Masse zum Hexenkessel gut gelungen. Der Ausruf der Mutter mit der Gestaltung der Szene fand ich im übrigen die berührenste des ganzen Buches. Im Rest des Buches habe ich solche Sachen wirklich vermisst, aber bei dem Punkt Charaktere hatte ich dazu ja was geschrieben.

    Das Ende:
    Du hättest einen guten Cliffhänger schaffen können, doch leider nutzt du ihn nicht. Du wählst in meinen Augen einen falschen Zeitpunkt um das Buch zu beenden. Du hättest es so gestalten können, dass man als Leser stärker den Drang hat den nächsten Band lesen zu MÜSSEN. Aber vielleicht ist es auch Geschmackssache^^

    Zusammengefasst:
    Positives:
    -spannende Geschichte
    -einfache Schreibweise, die man ohne zu stolpern lesen kann, wodurch man sich vor allem auf die Story selbst konzentriert
    -humorvolle, neue Aspekte, die mich erheitert haben Very Happy
    -du hast eine nahezu aussichtslose Situation geschaffen, wo man sich fragt wie du das lösen willst (wobei ich schon ne Ahnung habe), was den Leser natürlich Band 2 erwarten lässt

    Verbesserungswürdiges:
    -fehlende Tiefe der Charaktere (!), wodurch keine Bindung zu den Personen entsteht, wodurch dann wiederum die Spannung sinkt, weil einem das Schicksal der Charaktere fast egal ist. Dein Lektor hat gesagt „mehr Herz“ ich sage dazu „mehr Leidenschaft“. Ich hätte gerne gehabt, dass du mehr Leidenschaft in die individuelle Ausarbeitung der Charaktere gesteckt hättest, sodass ich eine Bindung zu ihnen aufgebaut hätte.
    -Das Gesellschaftssystem Genusyas ist kaum gezeichnet und als man gegen Ende einen Eindruck davon erhält ist es mir persönlich viel zu idealistisch und damit zu unrealistisch. Ich hätte mir eine realistischere Zeichnung gewünscht.
    -Stil ist manchmal zu nüchtern, wodurch dem Text Lebendigkeit verloren geht, der in dieser Art von Story aber wichtig ist. Du schreibst über Tod, Beherrschung, Unterdrückung, Hilflosigkeit! Für mich kommt das alles aber nur abgeschwächt beim Leser an.


    Insgesamt ein passables Buch, dem aber noch der Schliff fehlt um wirklich gut zu sein. Vor allem bei der Zeichnung der Charaktere und der Welt sehe ich ein paar Problemchen, die du vielleicht in Band 2 besser löst. Ich würde es mir wünschen, denn dein Buch würde dadurch viel gewinnen. So hast du viel Potential verschenkt.

    Du meintest i.wo, dass das Buch eine Art Anfangskapitel sei…das ist nicht schlimm, denn so hat man mehr Bände und ich mag das ja sehr gerne, wenn ich mich auf eine neue Welt einlasse. Dennoch musst du darauf achten, dass auch während eines Anfangskapitels alles passend (auch passende Beschreibungen zur passenden Zeit lieferst), realistisch und lebendig skizziert wird und der Leser sich an die Geschichte und vor allem die Charaktere bindet. Ansonsten wird er nicht zu den nächsten Bänden greifen (wenn er da einen zu starken Defizit sieht). Daher wäre es denke ich gut, wenn du in Band 2 den Charakteren an sich etwas mehr Beachtung schenkst und sie dort wahrhaft zum Leben erweckst Wink


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Sabine am So Nov 23, 2014 11:57 am

    Hi Alastor,

    ganz ganz vielen Dank für deine ausführlichen und wohldurchdachten Worte.
    Ich finde das sehr aufschlussreich und interessant und grübele gerade über die Konsequenzen und die Umsetzung nach. 

    Bevor ich auf diese Aspekte eingehe (Überbevölkerung, mangelnde Tiefe der Charaktere usw.), würde ich gerne noch einen Zwischenschritt einlegen, den ich als getrennten Post hier einstellen werde.

    Ich bin dir übrigens auch sehr dankbar, dass du mir zugeredet hast, hier diese Leserunde zu machen. Es gibt mir das Gefühl, richtig dazuzulernen, und das it toll!

    LG
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Alastor am So Nov 23, 2014 12:02 pm

    Hi,

    freut mich, dass die Rückmeldung weiter geholfen hat. Für die lange Zeit die ich gebraucht habe musste ich ja wenigstens ausführlich sein.
    Es freut mich auch, dass dir die Leserunde gefällt und dir geholfen hat, ich hätte mich nachher schlecht gefühlt, wenn du es bereut hättest


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Sabine am So Nov 23, 2014 12:04 pm

    Betrachtungen auf sprachlicher Ebene

    Ich orientiere mich hier an meinem Lieblings-Schreibratgeber (von Ursula LeGuin: Kleiner Autoren-Workshop), weil ich versuchen will, mit System an die Sache heranzugehen. Ich zitiere hier zunächst einmal aus dem Buch, weil ich persönlich finde, dass sie diese Punkte gut ausgeführt hat.

    1. Der Klang der Sprache
    Klangmängel: matt, abgehackt, dröhnend, sprunghaft, langweilig
    Klangqualitäten: lebhaft, rhythmisch, fließend, kraftvoll, schön
    Klangeffekte erzielt man durch: Lautmalereien, Alliterationen, Wiederholungen, rhythmische Effekte, erfundene Wörter oder Namen, Dialekt

    2. Zeichensetzung
    Der Rhythmus der Sätze wird stark durch die Zeichensetzung beeinflusst. (Absätze sind auch ein ganz wichtiges Stilmittel.)

    3. Satzlänge
    Sehr kurze Sätze sind – am richtigen Platz – sehr wirkungsvoll. Prosa, die ausschließlich aus kurzen, syntaktisch schlichten Sätzen besteht, klingt monoton, abgehackt, stumpf.
    Gute Prosa braucht Abwechslung. Kurze Sätze allein klingen banal. Ausschließlich lange Sätze klingen steif.

    4. Wiederholung
    Niemals dasselbe Wort zweimal in einem Absatz zu verwenden oder allgemeine Wiederholungen zu meiden, heißt, freiwillig auf ein wichtiges Werkzeug narrativer Prosa zu verzichten. Alle Erzähler verwenden dieses Stilmittel, und wer es geschickt einsetzt, macht seine Erzählung kraftvoll und anschaulich.

    5. Adjektiv und Adverb
    Adjektive und Adverbien sorgen für eine gute und üppige Ausstattung des Textes. Sie mästen ihn. Er darf nur nicht fettleibig werden.
    Ich empfehle allen Geschichtenerzählern, Adjektive und Adverbien sparsam einzusetzen, denn die Küche der Sprache ist üppiger, als man denkt, und erzählende Prosa braucht mehr Muskeln als Fett.

    6. Perspektiven
    In der Fiktion ist die inkonsequente Perspektive ein häufiges Problem. Wird der Perspektivenwechsel nicht geschickt und kunstfertig eingesetzt, zerrt der Autor den Leser mal hierhin, mal dorthin, verwirrt ihn mit unterschiedlichen Gefühlen und unvereinbaren Identitäten und verstümmelt die Geschichte bis zur Unkenntlichkeit.
    Auch der Wechsel innerhalb der eingeschränkten dritten Person – von einer Figur zur anderen – erfordert ebenfalls große Sorgfalt. Ein Autor muss einen guten Grund für jeden Wechsel haben und darf nie den Überblick über die wechselnden Perspektiven verlieren.

    7. Indirekte Erzählung / Vielsagendes
    Vermittlung von Information ist eine Fertigkeit, die besonders Science-Fiction- und Fantasy-Autoren beherrschen; sie müssen nämlich dem Leser viele Informationen geben, weil der sich in der jeweiligen fremden Welt nicht auskennen kann.
    Wenn die Informationen wie eine Vorlesung abgespult werden – bestenfalls mit einer albernen Eröffnung wie: „Oh, Captain können Sie mir noch mal erklären, wie dieser Anti-Materie-Dissimulator funktioniert?“ -, haben wir das, was Science-Fiction-Autoren einen Expositionsbrocken nennen.

    Zu jedem dieser Punkte werden in dem Ratgeber Übungen vorgeschlagen.

    Meine Fragen an euch:
    In welchem dieser sprachlichen Bereiche seht ihr Schwächen, bzw. Verbesserungspotential? Zu welchen Aspekten sollte ich Schreibübungen machen?
    Oder anders formuliert:
    - Hat der Klang der Sprache irritiert?
    - Seid ihr beim Lesen ins Stocken gekommen, weil z.B. Absätze unangebracht erschienen?
    - Ich weiß, ich neige zu kurzen Sätzen. Dann überarbeite ich und füge Sätze zusammen, um die Monotonie aufzuheben. Ist dennoch der Eindruck von Stakkato entstanden?
    - Ist genug / zuviel / zu wenig Wiederholung im Text?
    - Zuviele Adjektive kann man bei meinem Stil wohl ausschließen. Sind zu wenig Adjektive und Beschreibungen enthalten?
    - Die inkonsequente Perspektive habe ich rausgeschmissen (die Anmerkung meines Lektors, der Text sei inhomogen, habe ich auf den im ursprünglichen Text vorhandenen Wechsel zwischen auktorial und eingeschränkte dritte Person bezogen. Daraufhin habe ich alles gestrichen, was auktorial erzählt war). Ist es die Art, wie die Wechsel stattfinden, oder ist es schlichtweg die Anzahl der Perspektivwechsel?
    - Gibt es Stellen, die man beim Lesen als „infodumping“ empfindet?

    LG an euch alle!
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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Alastor am So Nov 23, 2014 12:53 pm

    Hi,

    ich werde mich auf jeden Fall die Tage mit deinen Fragen dazu beschäftigen und dir dann antworten Very Happy


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Drachenprinzessin am Di Nov 25, 2014 5:51 pm

    Hallo Sabine!

    Ich hab mir deine Fragen gerade in mein Textverarbeitungsprogramm kopiert und werd sie dann in Ruhe beantworten. Das kann leider noch ein wenig dauern, weil ich beim NaNoWriMo mitmache und mich gerade sozusagen im Endspurt befinde.


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Alastor am Mo Dez 01, 2014 3:35 pm

    Hi,

    hier mal ein paar Antworten zu deinen Fragen Smile


    - Hat der Klang der Sprache irritiert?
    Wieso sollte er irritiert haben? Das musst du genauer machen, damit ich passend druf antworten kann Very Happy

    - Seid ihr beim Lesen ins Stocken gekommen, weil z.B. Absätze unangebracht erschienen?
    Nicht das ich wüsste. Soweit ich weiß waren sie immer passend gesetzt, allerdings habe ich jetzt auch nicht explizit darauf geachtet.

    - Ich weiß, ich neige zu kurzen Sätzen. Dann überarbeite ich und füge Sätze zusammen, um die Monotonie aufzuheben. Ist dennoch der Eindruck von Stakkato entstanden?
    Nein. Es laß sich alles flüssig und passend.

    - Ist genug / zuviel / zu wenig Wiederholung im Text?
    Inwiefern? Wortwiederholungen? Da mir jetzt beim Lesen direkt nichts aufgefallen ist, werden wohl keine Stellen vorhanden sein, die extrem störend waren.

    - Zuviele Adjektive kann man bei meinem Stil wohl ausschließen. Sind zu wenig Adjektive und Beschreibungen enthalten?
    Vor allem in den Szenen, in denen du etwas stärker auf Emotionen und starke Reaktionen eingehen solltest, sind die Beschreibungen natürlich nicht vorhanden. Es fehlt dort auch an den Bildern, den innerlichen Kämpfen, dem Leiden, dem Zerrissen-sein... In dem Zuge könnte man vielleicht sagen, dass Beschreibungen und ein paar Adjektive fehlen. Aber es fehlt da eben an der emotionalen Tiefe an sich. Dadurch wirkt der Stil an den Stellen, wo man Tiefe bräuchte, nüchtern.

    - Die inkonsequente Perspektive habe ich rausgeschmissen (die Anmerkung meines Lektors, der Text sei inhomogen, habe ich auf den im ursprünglichen Text vorhandenen Wechsel zwischen auktorial und eingeschränkte dritte Person bezogen. Daraufhin habe ich alles gestrichen, was auktorial erzählt war). Ist es die Art, wie die Wechsel stattfinden, oder ist es schlichtweg die Anzahl der Perspektivwechsel?
    Die Art der Wechsel ist in Ordnung, man kennt es ja auch so. Aber es sind zu viele Personen und damit zu viele Wechsel. Wie ich vorher geschrieben habe, hättest du dich besser auf 4-5 Perspektiven konzentriert und diesen Personen damit mehr Beachtung geschenkt, statt 20 verschiedene Perspektiven zu nehmen.

    - Gibt es Stellen, die man beim Lesen als „infodumping“ empfindet?
    Mh...ne, ich glaube mir ist da nichts aufgefallen. Wobei der Anfang mittlerweile schon ein bissle blass ist, wenn es um solche Details geht


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    Re: 6. Abschnitt, Seiten 278 - 345

    Beitrag von Drachenprinzessin am Mi Dez 03, 2014 5:57 pm

    Hallo Sabine!

    Hier die Antworten zu deinen Fragen:

    zu 1)
    Klangmängel konnte ich bei dir keine finden, außerdem ist deine Schriftsprache (Prosa + Dialoge) weit davon entfernt langweilig zu sein. Wenn mich dann doch mal eine Kleinigkeit gestört hat, dann hab ich das in dem zu deinen jeweiligen Kapiteln gehörigen Threads angemerkt.
    Deine Schriftsprache ist mitreißend, vor allem was den Mittelteil deines Buches angeht. Allerdings ist sie mir im Gesamtpaket viel zu geradlinig, unter anderem weil Du deinen Figuren nicht genügend Tiefe verleihst und nicht immer alles beschreibst. Z.B. hast Du Passaburg nur oberflächlich beschrieben und den Stadtrat durch Spiegelstriche ersetzt. Das hat in meinen Augen der Geschichte geschadet, ich glaube das habe ich dir im Thread zum entsprechenden Kapitel bereits gesagt.
    Bei den Namen deiner Figuren kam es mir so vor, als ob Du dir im Vorhinein Gedanken darüber gemacht hast. Sie passen auf jeden Fall gut in die Geschichte.
    Gerade bei Alliterationen, Endreim & Co würde ich mir vorher überlegen, ob die Geschichte das wirklich braucht und wenn ja, an welcher Stelle und in welcher Form. Dein Erzählstil ist ja die Übertreibung (glaube ich). Es kann nicht schaden, wenn Du dir überlegst, ob Du in die humoristische Ecke à la Terry Pratchett gehen möchtest oder ob Du die Übertreibung ganz gezielt in gewissen Momenten verwenden möchtest.

    zu 2)
    Ich glaube ich habe in den vorigen Threads ein, zwei Sachen angemerkt, ansonsten kann sich deine Zeichensetzung und Rechtschreibung sehen lassen.

    zu 3)
    Für mich klingt der Klang deiner Schriftsprache sehr natürlich.

    zu 4)
    Die Wiederholung als Stilmittel hat mich bei deinem Buch nur beim zweiten Isgur Kapitel gestört, als dieser nach seinem Freund gesucht hat und feststellen musste, dass er beim Angriff auf Asedam getötet worden ist. Isgur's Trauer ist für mich gerade wegen der Wiederholung nicht eindeutig rüber gekommen. Das habe ich dir auch schon mal gesagt, oder? Spontan fällt mir jetzt keine Stelle mehr ein, wo Du die Wiederholung eingesetzt hast. Aus meiner Sicht verhält es sich mit der Wiederholung genauso wie mit der Alliteration & Co: Man muss sich gut überlegen, ob und wie man sie einsetzt.

    zu 5)
    Ich finde, deine Prosa könnte ruhig noch ein wenig mehr Adjektive und Adverbien vertragen, allerdings ist das eben auch eine Sache des persönlichen Geschmacks. Letztendlich ist es deine Geschichte und sie muss in erster Linie dir gefallen.

    zu 6)
    Du hast definitive aus der Sicht zu vieler Charactere geschrieben, allerdings hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass Du nicht weißt, wo gerade welcher Character ist. Trotzdem bleibt ja das Problem bestehen. Um das Problem zu lösen könntest Du dich z.B. fragen, wer deine Hauptcharactere sind und ob es wirklich sinnvoll ist, den auktorialen Erzähler ganz rauszulassen. Du könntest ihn z.B. für die Rohfassung der Fortsetzung einbauen wenn Du das Gefühl hast, Du musst wieder die Perspektive zu einem Nebencharacter wechseln und dann einfach mal gucken, wie sich der Text für dich anfühlt. Deine Geschichte ändern kannst Du ja dann immer noch Wink
    Aus meiner Sicht wirkt dein Buch inhomogen weil es so viele kurze Kapitel enthält. Ich habe kein Problem mit den vielen Perspektivwechseln, aber Du hast definitive zu viele Nebendarsteller eingebaut.

    zu 7)
    „Infodumping“ ist bei dir definitive nicht zu finden, eher das Gegenteil. Gerade was die gesellschaftliche Situation in Genusya, die Größe Nardos' und die dortigen Rebellen angeht, hast Du deinen Lesern viel zu wenige Informationen gegeben. Somit ist zum Einen nicht klar, was Genusya so besonders gegenüber Nardos macht und zum Anderen warum es wert ist gerettet zu werden.


    Ich hoffe Du siehst es mir nach, dass ich mit der Beantwortung deiner Fragen ein wenig länger gebraucht habe

    Herzliche Grüße
    Drachenprinzessin


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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: So Sep 24, 2017 7:06 am