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Alastor

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    4. Abschnitt, Seiten 158 - 201

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    4. Abschnitt, Seiten 158 - 201

    Beitrag von Sabine am Fr 19 Sep 2014 - 13:21

    Hier beginnt der 3. Teil des Buches, der wieder in Genusya spielt.
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    Re: 4. Abschnitt, Seiten 158 - 201

    Beitrag von Drachenprinzessin am So 12 Okt 2014 - 19:47

    Hallo Sabine!

    Diesen Teilabschnitt habe ich als den intensivsten und traurigsten bisher empfunden. Ich mein das jetzt nicht so, dass die anderen Teile schlecht sind (auf keinen Fall!) nur hier hab ich das erste Mal nach dem Lesen meine Notizen gemacht.

    Brassuk und Kassun sind entgegen meiner Erwartungen nicht Inella gefolgt. Das hat mich erst mal überrascht, passt allerdings wunderbar zu deiner Überzeichnungs-Schreibe.

    Dann kommt ein weiterer Abschnitt aus Konn's Sicht. Er wundert sich darüber, warum Nokor und Narab sich so sicher sind dass die Asedamer sich ihnen unterwerfen werden. Er ahnt nichts gutes und man merkt als Leser schon, dass nichts gutes kommen kann. Als Konn dann durch die Stadt streift um herauszufinden, was sein Vorgesetzter und dessen Bruder ausgeheckt haben, kommt er am Ratsplatz vorbei, auf dem Narfus vor den Asedamern spricht. Natürlich lehnen sich die Stadtbewohner dagegen auf einen Glauben aufgezwungen zu bekommen. Als dann Nokor einen Mann ersticht, der sich offen gegen Narfus ausspricht, habe ich gedacht (oder besser gehofft) dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte. Aber dann, als Nokor den Vorhang von der Tribünde liftet ist mir der Atem gestockt. Ich bin dir unendlich dankbar dafür, dass Du deine Leser (durch die Sicht Konns) im Vorhinein wissen lässt, dass etwas schreckliches passiert. Nokor und Narab sind rücksichtslos und gehen über Leichen - ja - trotzdem habe ich nicht damit gerechnet, dass sie Kinder umbringen um den Asedamern ihre Macht zu demonstrieren und ihren Willen aufzuzwingen.
    Ich verstehe voll und ganz warum die Asedamer nach einem Moment des Schocks die Nareden mit bloßen Fäusten angreifen. Konn schafft es sich aus der Menge zu befreien und befiehlt seinen Hauptmännern, die Kampfhandlungen nicht auf die gesamte Stadt übergreifen zu lassen. Er schafft es nur durch Willenskraft so rationell zu handeln, denn die gehängten Kinder haben ihn an seine eigene Kindheit (strenger Vater & wehrlose Mutter) zurückerinnert. Instinktiv weiß er, dass Nokor's und Narab's Vorgehen falsch ist und zwingt sich mit aller Macht dazu sich nicht von seinen Gefühlen leiten zu lassen. Er versucht dann alles um die Situation zu retten. Er befiehlt seinen Offizieren sogar, dass sich die Heiler auch um die Genusyanischen Vereltzten kümmern. Abseits all der Traurigkeit, die dieses Teilstück inne hat, wird hier deutlich, dass Konn viel menschlicher ist als die anderen naredischen Offiziere und Männer in Machtpositionen. Natürlich wurde er allein durch die sozialen und politischen Verhältnisse auf Nardos einer gewissen Hirnwäsche unterzogen, doch sein Innerstes scheint immer wieder durch. Überraschend war, dass er empfänglich für Unelde's Erinnerungen ist. Hat er vielleicht ähnliche Fähigkeiten wie sie und weiß noch nichts davon? Mir drängt sich jedenfalls immer mehr das Gefühl auf, dass er dein Antiheld ist.

    Dann geht es mit Nesus weiter, der mittlerweile in Asedam angekommen ist. Nachdem er sich von seiner Seekrankheit erholt hat, geht er zusammen mit seinem Diener Karemus in eine Schenke und sagt seinen üblichen Spruch auf. Natürlich reagiert keiner der Anwesenden so, wie Nesus es sich wünscht, stattdessen sieht er sich damit konfrontiert, dass die Genusyaner nicht nur an einen Gott glauben und auch Frauen schenken besuchen dürfen. Ich find es schön wie der Wirt Nesus mit einer Tasse Kaffee besticht zu bleiben. Überhaupt scheint er mir sehr mutig zu sein, denn er fragt Nesus nach dem Grund, warum die Nareden Genusya überfallen. Die Antwort von Nesus kommt prompt, überraschend ist jedoch, dass Nesus mehr über Genusya erfahren will und dem Wirt gespannt zuhört. Er scheint keine Vorurteile zu haben und möchte sich sogar sein eigenes Bild von Genusya machen. Sehr sympathisch. Meine Theorie, dass Nesus gar nicht so dumm ist stimmt also.
    Dann kommt (zum Glück nur) eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse auf dem Ratsplatz aus Karemus/Karema's Sicht. Mitten im Kampf zieht sie einen Verletzten aus der "Gefahrenzone" (ich weiß gerad nicht wie ich es anders nennen soll) und bringt ihn zu einem Heiler. Sie eilt zurück um noch mehr Menschen zu helfen und fühlt sich darüber gut, dass sie gebraucht wird. So wie sie über die Rebellen auf Nardos denkt, scheinen sie ja nur die Hände in den Schoß zu legen und sich ihres Lebens zu freuen. Wie schon beim vorigen Teilabschnitt erwähnt, hätte ich mir als Leser gerne einen eigenen Eindruck davon gemacht.


    Eine Frage hab ich noch. Ich hab gesehen, dass dein Buch "Made in the USA" ist. Wie kam es denn dazu? (Meine Neugier ist bei sowas leider nur schwer im Zaum zu halten Embarassed )

    Herzliche Grüße
    Drachenprinzessin


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    Re: 4. Abschnitt, Seiten 158 - 201

    Beitrag von Sabine am Mo 13 Okt 2014 - 19:52

    Hallo Drachenprinzessin,

    vielen, vielen Dank!
    Ich freu mich natürlich sehr darüber, dass dich dieser Abschnitt so beeindruckt hat. 

    Meine Theorie, dass Nesus gar nicht so dumm ist stimmt also.
    Smile Wollte ich doch nicht vorwegnehmen, als du den ersten Verdacht geäußert hast.

    Wie schon beim vorigen Teilabschnitt erwähnt, hätte ich mir als Leser gerne einen eigenen Eindruck davon gemacht.
    Da schein ich mich wohl manchmal zu kurz zu fassen. Es ist gut, das zu wissen!

    Eine Frage hab ich noch. Ich hab gesehen, dass dein Buch "Made in the USA" ist.
    Die Druckerei ist in Amerika. Dort kann ich sogenannte "Autorenexemplare" bestellen.

    Oh oh, ich kriege immer mehr Kribbeln in den Fingern, mit Genusya weiterzumachen! Noch ein bisschen Geduld muss ich haben, weil ich leider so furchtbar viel Arbeit habe, aber das wird bald besser - und dann kann ich hoffentlich so richtig loslegen! Dann geht es auch manchmal schnell (manchmal leider auch nicht). Ich freu mich jedenfalls schon sehr darauf, wieder im Land Genusya zu versinken.

     
    und liebe Grüße
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    Re: 4. Abschnitt, Seiten 158 - 201

    Beitrag von Drachenprinzessin am Do 16 Okt 2014 - 18:13

    Wollte ich doch nicht vorwegnehmen, als du den ersten Verdacht geäußert hast.
    Dann gehe ich recht in der Annahme, dass Du dich zu Konn noch nicht äußern möchtest? Ich bin halt neugierig Wink

    Ich freu mich natürlich sehr darüber, dass dich dieser Abschnitt so beeindruckt hat.
    Beeindruckt klingt ein bischen komisch in dem Kontext. Der Abschnitt ist einfach tieftraurig, gerade wegen den ermordeten Kindern.


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    Re: 4. Abschnitt, Seiten 158 - 201

    Beitrag von Sabine am Do 16 Okt 2014 - 19:49

    Hi Drachenprinzessin,

    Dann gehe ich recht in der Annahme, dass Du dich zu Konn noch nicht äußern möchtest? Ich bin halt neugierig
    Na, das wäre doch ein echter spoiler, wenn ich dem vorgreifen würde! Als Antiheld sehe ich Konn übrigens nicht, da war ich ein wenig überrascht, als ich das gelesen habe. 
    Ich freu mich schon auf die nächsten Abschnitte!

    LG
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    Re: 4. Abschnitt, Seiten 158 - 201

    Beitrag von SilbenPrinz am Fr 17 Okt 2014 - 10:12

    Hallo Sabine

    Ein richtiger Konn Abschnitt. Bist du sicher, dass er nicht deine heimliche Hauptfigur ist?
    Ich vermisse Inella. Sie müsste hier irgendwo sein, damit ich den Draht nicht zu ihr verliere.
    Konn ist gewohnt brillant. Er redet sich raus, obwohl ihm die Ratsmitglieder entwischt sind.
    Du hast zwei kurze Kapitel, deren Inhalt leicht als Randnotiz in ein anderes (nämlich ein Inella Kapitel) gepasst hätte.
    Wie du Nokor, Narab und Narfus schilderst gefällt mir wiederum sehr gut. Diese Überheblichkeit mit gewaltigem Druck und bestialischer Strafe alles beherrschen zu können, ihr gottgleicher Status kommt schön zum Tragen.
    Die Hinrichtung der Kinder wäre noch wirkungsvoller gewesen, wenn sie wirklich vor den Augen der Genusyer stattgefunden hätte. Es zeigt uns aus welchem Holz die Städter geschnitzt sind. Dass sie mildem Druck nachgegeben hätten um des Friedens Willen, aber keinesfalls ruhig zusehen werden, wie ihre Lieben umgebracht werden. Der Terror ist gewollt plump an dieser Stelle. Konn geht auch hier viel gerissener vor, gleichzeitig kann er nicht fassen wie frei dieses Land bisher regiert wurde. Ganz zu schweigen davon, dass es mündige Bürger zu geben scheint.
    Gott sei es gedankt: Peruss wird gefangengenommen! Inellas Leute tun also noch was. Aber nur ganz kurz. Wie gesagt mir fehlt hier Inella als Heldin. Sie ist schon viel zu lange abwesend.
    Nesus und Karemas Kapitel nährt unsere Hoffnung für Genusya. Ich frage mich, was dieser Nesus in der Hinterhand für uns bereit hält. Jemand der Zuhören kann! Könnte er dieses Land erfolgreich annektieren, regieren, wo seine Brüder mit ihrem brutalen Vorgehen hoffentlich scheitern werden? Noch kennen wir seine Pläne nicht. Karema übernimmt die Rolle der Samariterin, sie genießt das Glück helfen zu dürfen. Aber ich hege die Hoffnung, dass sie in dieser Phase nicht stecken bleibt.
    „Und endlich wusste sie, was sie unternehmen würde.“
    Ich bin gespannt.


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    In einem guten Buch lebt die Seele seines Schöpfers in tausend Facetten weiter.




    Hilfe! Ich habe ein Ork-Buch gelesen! Und obwohl der Autor angeblich ein Mann ist, bin ich überzeugt, dass Er nur eine Sie sein kann. Solche Schmuse-Orks sind mir noch nie begegnet!
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    Re: 4. Abschnitt, Seiten 158 - 201

    Beitrag von Sabine am So 19 Okt 2014 - 14:38

    Hi Silbenprinz!

    Ein richtiger Konn Abschnitt. Bist du sicher, dass er nicht deine heimliche Hauptfigur ist?
    nee, nee, heimlich ist das nicht. Smile Klar ist Konn eine Hauptfigur, und ja, es macht Spaß, ihn zu schreiben, weil (zunächst einmal) mehr Reibungspunkte da sind als bei Inella. Da kann ich ein bisschen mehr aufdrehen.

    Ich vermisse Inella. Sie müsste hier irgendwo sein, damit ich den Draht nicht zu ihr verliere.
    Nur noch ein paar Seiten, dann kommt sie wieder.

    Die Hinrichtung der Kinder wäre noch wirkungsvoller gewesen, wenn sie wirklich vor den Augen der Genusyer stattgefunden hätte.
    Da habe ich lange drüber nachgedacht. Das wär mir zuviel gewesen. Es hat sich innerlich in mir gesträubt, diese Szene genauer auszuführen.

    Du hast zwei kurze Kapitel, deren Inhalt leicht als Randnotiz in ein anderes (nämlich ein Inella Kapitel) gepasst hätte.
    hmmm ... vielleicht
    wenn, dann müsste auch das erste Kapitel mit den naredischen Kundschaftern gestrichen werden. Als bloßer Bericht von Peruss an Konn ist es eher unspannend. Ich glaube (kratz am Kopf), ich hatte sogar mal so eine Variante, in der guten Absicht, Nebenfiguren einzusparen. Alternativ hätte ich auch das weglassen und gleich da einsteigen können, wo Peruss bei Inella abgeliefert wird. Aber da seid ihr ja noch gar nicht. Die Variante würde den kleinen Spannungsbogen rausnehmen. Der Vorteil wiederum wäre, schneller zu Inella zurückzukehren.
    Ach herrje, wenn man sich nicht von vorneherein auf bestimmte Erzählfiguren beschränkt, dann sind die Möglichkeiten aber auch mannigfaltig! Und alles hat sein Für und Wider.

    Ich bin gespannt.
    Schön!

    LG
    Sabine

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