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Alastor

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    2. Abschnitt: Seiten 51 - 110

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    2. Abschnitt: Seiten 51 - 110

    Beitrag von Sabine am Fr Sep 19, 2014 1:14 pm

    Die zweite Etappe geht bis zum Ende des ersten Teils im Buch. (Das Buch ist in drei große Erzählabschnitte unterteilt.)

    Wer schon weiterlesen möchte, der ist hier herzlich eingeladen, Kommentare zu hinterlassen. Ich bin schon gespannt!
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    Re: 2. Abschnitt: Seiten 51 - 110

    Beitrag von SilbenPrinz am Fr Sep 26, 2014 12:52 pm

    sorry Sabine, da have ich nicht aufgepasst.

    Bin schon da! Habe heimlich weitergelesen!

    Ich finde, es ist dir in Konns nächstem Kapitel sehr schön gelungen zu charakterisieren wie den einfachen Nareden das Denken abgewöhnt wird. „Der dumme Dumo!“ Das rigide System lässt sich mit dem Witz, den du verwendest prima entlarven.
    Wieder ein Pluspunkt für Konn, der die Schläue des Mannes erkennt.

    Das nächste Kapitel ist sehr lang im Verhältnis zu anderen.
    Zunächst einmal gefällt mir Inellas Tatkraft und die spannende Flucht aus den Tunnel, mit dem süffisanten Seitenblick auf Männer, die über Plänen brüten.
    Mit der Rettung aus den Tunneln hätte ich einen Schnitt gemacht. Wäre dein Buch eine Fernsehserie, dann käme der Schnitt sogar in dem Moment als die Lage aussichtslos erscheint. Fallhöhe! Der drohende Untergang. Eine ganz klassische Stelle für so etwas.

    Sie ist im Dorf und die Schneider streiten sich, fand ich sehr lustig. Auch irgendwie realistisch, wenn die Leute nicht gleich begreifen wie schlimm die Situation ist.
    Sireldes Spionageaktion hätte ich vermutlich ein eigenes Kapitel gegeben. Es also eher ausgebaut, da es ja Spannung vermitteln kann. Mit dieser Rückblende komme ich nicht ganz zurecht.

    Doch dann kommt Mehmer zu Einsatz und bekommt ab Seite 81 ein Gesicht und ich muss sagen er gefällt mir sehr. Er ist wirklich ein Traum, schade dass er nicht schon auf Seite 5 so Auftritt, denn Inella profitiert sehr durch ihn. Ich bin fast neidisch auf sie. So eine Sahneschnitte von Mann.

    Die Bewohner müssen Exodom verlassen und Inella hält eine Rede die die Mutlosigkeit der Menschen etwas besänftigt. Sie fragt noch nach Garok. Diesen Abschluss empfinde ich als schwach. Tolkien zum Beispiel hat in solchen Situationen die Mutlosigkeit noch gesteigert. Nichts von wegen Helmsklam einfach erreichen. Er hetzt ihnen Wargreiter auf den Hals.
    Trotzdem für dieses Kapitel ein dickes Plus für Inella. Hier empfinde ich sie als ausgeglichen zu Konns Charakter.

    Garok sucht Erktus, den jungen Heiler. 5 oder 6 Zeilen lang denke ich Garok ist schwul. Er beschreibt Erktus als niedlich und für gutaussehend. Für mich ist das die Sichtweise einer Frau, aber die Genüsyer sind da vielleicht emanzipierter als ich.
    Der drauf folgende Dialog klingt zum Teil wie eine Wiederholung der Geschehnisse und ist mir in seiner Logik nicht klar. Exodom ist ein Dorf! Wie kann Erktus noch nichts von den Neuigkeiten gehört haben, selbst wenn er sich mit Absicht zurückgezogen hat.
    Im gesamten verstehe ich nicht ganz, warum der arme geprellte Garok sich zum Heiler schleppen muss. Aber klar, weil er sonst das Buch nicht retten kann. Wichtige Informationen über den geheimen Bund die wir Leser noch brauchen. Zuletzt stolpere ich über das Hinlegen in der Kutsche. Ich nehme mal an die Prellungen betreffen den Oberkörper. Da ich schon eine Prellung hatte, weiß ich, dass man den Kontakt zu anderer Materie an diesen Stellen meidet. Ich stell mir vor wie die Kutsche holpert und bei noch so guter Federung es Garoks Gesicht vor Schmerz verzerrt. Er ist müde und finde keine Möglichkeit sich hinzulegen. Also ich würde höchstens im Sitzen versuchen zu schlafen. Irgendwie fehlt hier der Schwung in diesem Kapitel.

    Kurzes Lanur Kaptiel in dem wir erfahren, dass sie versuchen die zweite Flotte möglichst schnell zu entdecken. Truppenbewegung. Mehr Sinn und Zweck hat es nicht, denke ich.

    Kurzes Kapitel Brassuk, der Inella findet. Da hast du die Fallhöhe genau erwischt!

    Dann rauschen wir zu Onlondur. hui! Drei neue Charaktere auf 5 Seiten.
    Aufzählungszeichen finde ich schrecklich. Vor allem hätte mich die ganze Sitzung wirklich interessiert, denn hier stoßen wir auf eine Schwäche des Landes. Die schnelle Reaktion verpufft im Dickicht der Bürokratie. Finde ich ein spannendes Thema, bei dem man Land und Leute doch erst richtig kennen lernen kann. Außerdem wäre hier ein Spannungsbogen möglich.

    Narab ist eine wichtige Figur, schätze ich. Hier hätte ich wieder ein eigenes Kapitel gesetzt. Wir lernen die Lautlosen kennen. Dieser Abschnitt gefällt mir gut.

    Grimelda an der Skog-Grenze. Sie dreht ihre Runden. Danach würde ich deinen Text etwas umsortieren und mit "Manchmal wenn Grimelda durchs Lager schritt kam sie sich vor wie..."
    Warum? Weil es so sehr elegant zu den Fakten führt, die du uns vorher direkt auftischst, als wäre es eine Abhandlung über das Skog-Teritorium. Das ist irgendwie auch mein Problem mit dem Rest der Szene. Es hat etwas Lexikon mässiges. Die Erdbeer-These (Der edle Wilde? Im Prinzip sind sie nur böse, weil man sie schlecht behandelt hat.) ist witzig bis lächerlich, hat aber auch einen Hä-effekt auf mich. Das kommt so rüber als seien die Skogs doch bloß verspielte Kinder, bei denen man nur noch nicht die richtige Erziehungsmethode gefunden hat. Langsam wird mir, glaube ich klar, dass dein Stilmittel die Überzeichnung ist.
    Du brichst eine spitze Feder über die frauenverachtende christliche Religion, nicht wahr? Ich weiß noch zu wenig um mir hier ein Urteil zu bilden. Vielleicht irre ich mich auch.

    Du hast in diesen Seiten 7 neue Fäden/Charakter gesponnen, was ich als viel empfinde, weil es schwierig ist den einzelnen Personen gerecht zu werden, sie ausreichend einzuführen und vertraut zu machen. Falls diese Figuren später nicht mehr gebraucht werden ist es meiner Ansicht nach verlorene Liebesmühe. Ich erstelle in der Zwischenzeit zu allen Figuren aus deren Perspektive ich erzähle einen Lebenslauf und möglichst detaillierte Einzelheiten. Das lohnt sich nur, wenn ich die Figur auch dementsprechend einsetzte. 7 Charaktere hintereinander rauszuschießen, wäre mir ehrlich zu anstrengend.
    Anfangs habe ich auf die Leute geschimpft, die mich wegen häufiger Perspektivwechsel gerügt haben. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass es tatsächlich sehr viel einheitlicher wird. Der Preis war, dass ich ganze Kapitel umgeschrieben habe, neue Ansätze suchen musste, den Plot verändert habe. Eine Wahnsinns Arbeit, die sich aber auszahlt, denn machmal sind die ersten Idee noch nicht die besten.

    So jetzt muss ich erstmal bei Susanne weiterlesen.

    LGs


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    In einem guten Buch lebt die Seele seines Schöpfers in tausend Facetten weiter.




    Hilfe! Ich habe ein Ork-Buch gelesen! Und obwohl der Autor angeblich ein Mann ist, bin ich überzeugt, dass Er nur eine Sie sein kann. Solche Schmuse-Orks sind mir noch nie begegnet!
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    Re: 2. Abschnitt: Seiten 51 - 110

    Beitrag von Sabine am Fr Sep 26, 2014 5:14 pm

    Hi Silbenprinz!


    Bin schon da! Habe heimlich weitergelesen!


    Welcher Autor würde das einem Leser verübeln?! Wink

    Anfangs habe ich auf die Leute geschimpft, die mich wegen häufiger Perspektivwechsel gerügt haben. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass es tatsächlich sehr viel einheitlicher wird. Der Preis war, dass ich ganze Kapitel umgeschrieben habe, neue Ansätze suchen musste, den Plot verändert habe. Eine Wahnsinns Arbeit, die sich aber auszahlt, denn machmal sind die ersten Idee noch nicht die besten.

    Ich hab ja sogar das gesamte Buch umgeschrieben! Will sagen, vorher war es noch schlimmer. Ja, ich weiß, dass das viele Perspektivwechsel sind, und es zählt zu den Aufgaben, die ich mir selbst gestellt habe, stärker bei den Hauptfiguren zu bleiben. Das ist im Übrigen auch einer der Gründe, warum ich Isgur mehrmals rausgeschmissen hatte. Denn dann wären die ersten hundert Seiten nur Konn - Inella gewesen. Vor dem Umschreiben hatte Inella Garok geschickt zum Spionieren. Da war ich aber schon wieder bei einer Nebenfigur gelandet.

    Sireldes Spionageaktion hätte ich vermutlich ein eigenes Kapitel gegeben. Es also eher ausgebaut, da es ja Spannung vermitteln kann. Mit dieser Rückblende komme ich nicht ganz zurecht.

    Das hatte ich. So, wie es jetzt ist, ist es dichter an Inella dran. (wieder das Ding mit den vielen Perspektiven)
    hat halt alles sein Für und Wider

    Du hast in diesen Seiten 7 neue Fäden/Charakter gesponnen, was ich als viel empfinde, weil es schwierig ist den einzelnen Personen gerecht zu werden, sie ausreichend einzuführen und vertraut zu machen. Falls diese Figuren später nicht mehr gebraucht werden ist es meiner Ansicht nach verlorene Liebesmühe.

    Die werden alle noch gebraucht! Sie sollen aber Randfiguren bleiben. Und mit den Skogs habe ich auch noch was vor. Vielleicht ist es auch ein bisschen viel privates Vergnügen, was ich mir da gegönnt habe (in meinen Gedanken ist das ein wenig eine Persiflage auf die Klingonen, die ich sehr liebe).

    Ganz, ganz herzlichen Dank für deine ausführlichen und so gut nachvollziehbaren Hinweise! Das ist richtig toll!

    LG
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    Re: 2. Abschnitt: Seiten 51 - 110

    Beitrag von SilbenPrinz am Fr Sep 26, 2014 5:30 pm

    Ach ja, du kennst das Leid der Autoren!

    Sabine schrieb:Vor dem Umschreiben hatte Inella Garok geschickt zum Spionieren. Da war ich aber schon wieder bei einer Nebenfigur gelandet.


    Wer hat dir das ausgeredet? Hätte ich, da er später tüchtig (Bei seiner Gabe rechne ich damit) mitmischt sofort akzeptiert. Bei Rückblenden tue ich mich selbst oft schwer, obwohl ich sie ja, wie du schon gelesen hast, gerne einsetze.

    Klingonen? Na da bin ich gespannt. Sehen sie auch so aus?


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    Re: 2. Abschnitt: Seiten 51 - 110

    Beitrag von Sabine am Fr Sep 26, 2014 5:54 pm

    Silbenprinz schrieb:Wer hat dir das ausgeredet?

    Das hab ich doch glatt allein geschafft !!!


    Silbenprinz schrieb:Klingonen? Na da bin ich gespannt. Sehen sie auch so aus?

    nö. eher wie die scots drunken
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    Re: 2. Abschnitt: Seiten 51 - 110

    Beitrag von Drachenprinzessin am Mo Sep 29, 2014 8:34 pm

    Hallo Sabine!

    Ich hab's dann auch mal geschafft mich deinem Buch zu widmen. Ich muss dich wahrscheinlich nicht mehr drauf aufmerksam machen, dass das hier nur meine Meinung ist und das ich es nicht böse meine, aber irgendwie hab ich ein schlechtes Gewissen weil ich bei dir (bis jetzt) so viel anmerke. Wenn ich allerdings einfach nur "tolle Geschichte" sagen würde, dann hätte ich ein noch schlechteres Gewissen pale

    Die Szene mit Konn und Menun, in der Du Konn wie Nokor klingen lässt um deutlich zu machen, dass er Nokor immer ähnlicher wird finde ich an sich gut, weil sie die Denkweise und die Gemütslage der Nareden wiederspiegelt. Beim Weiterlesen hat mich aber folgender Satz gestört: "Konn brach seine Tirade aus zwei Gründen ab." Dieser Satz stört mich weil Du gleich darauf beide Gründe angibst und er deshalb aus meiner Sicht überflüssig ist. Dann muss ich noch etwas grammatikalisches anmerken. Eigentlich wollte ich das nicht, aber bei folgender Konstellation kann ich nicht anders:
    Menur: "Ähh ... ich habe wohl die Zündhölzer vergessen." darauf Konn: " 'Wie viel Hirnmasse ist eigentlich erforderlich, um daran zu denken, dass man für die Benutzung einer Lampe...' Konn brach seine Tirade..." Drei Punkte bedeuten, dass etwas ausgelassen wird, was bei Konn's Satz definitiv nicht der Fall ist. Hier hätte ein Gedankenstrich stehen müssen. Wie gesagt, ich merke es nur an weil beide Sätze direkt hintereinander stehen.
    Die Szene mit Dumo bringt die naredische Weltvorstellung des nicht zu viel Denkens gut zum Ausdruck. Es trägt Konn weitere Sympathiepunkte ein, dass er Dumo's Intelligenz bemerkt und ihm verspricht es geheim zu halten. Doch dann schickt Konn ihn mit einer wichtigen Botschaft zu Peruss, die Dumo sich niemals hätte merken dürfen/können, da er nicht möchte, dass seine Intelligenz auffliegt. Hier verstehe ich Konn nicht. Wieso verspricht er erst etwas, das er dann doch nicht einhällt?

    Die Szene im Tunnel wo Inella beinah den naredischen Soldaten in die Arme läuft ist dir gut gelungen. Inella wird hier auch endlich aktiv und befreit sich selbst aus der Gefahrensituation. Doch als ihr die Soldaten durch die Katakomben folgen ist sie erleichtert, dass sie ein wenig Vorsprung hat. Das hat mich überrascht, denn wenn ich an ihrer Stelle wäre, dann würde ich befürchten, dass die Soldaten mich und meine Mitflüchtlinge finden.
    Als sie dann wieder bei ihren Leuten eintrifft, fällt sie in ihre alte Passivität zurück. Sie steht nur da und sieht zu, wie sich ihre Leute unterhalten. Sie sagt nichts von ihrem Kampf mit dem Soldaten und auch nicht, dass weitere hinter ihr her sind. Erst Mehmer fordert alle zur Ruhe auf als er Inella's blutverschmierte Kleidung sieht. Die frisch aufgekommene Sympathie für Inella ist somit wieder dahin.
    Spannend wird es noch mal vor der verrosteten Tür, die nach Exedom führt. Dort angekommen wundere ich mich allerdings wieso der Stadtvorsteher sofort weiß wer Inella und Mehmer sind. Gut, Inella wird er wohl am Siegelring erkannt haben, aber Mehmer? Da hätte ich gerne eine Erklärung gehabt.
    Verständlicherweise fragt der Stadtvorsteher dann nach Unelde, aber warum teilt Inella ihm Unelde's Tod so wenig mitfühlend mit? Seit der ganzen Zeit die Unelde tot ist, habe ich weder sie noch Mehmer oder Garok weinen noch trauern sehen. Gut, sie sind auf der Flucht, aber sollte nicht das noch ihre Trauer und somit ihre negative Sicht auf die Dinge verstärken?

    Die beiden sich streitenden Schneider bringen auch gut die Stimmung in Exedom rüber, denn die Einwohner haben noch nicht den Ernst der Lage begriffen.

    Sirelde's Bericht hätte ich als eigenständiges Kapitel schöner gefunden als diese Rückblende. Das wirkt auf mich ein wenig abgewatscht. Dann erst beschreibst Du, wie schwer es Inella fällt Zuversicht auszustrahlen. Es wäre schön gewesen das etwas früher zu erfahren, immerhin ist sie die oberste Heerführerin Genusya's und seit Unelde's Tod für das Land verantwortlich.
    Vielleicht liegt das nur an mir, aber Mehmer kommt mir ein wenig zu gut und perfekt rüber um wirklich zu sein.

    Dann führst Du Brassuk ein, der Inella's Rede aus einem Versteck mit anhört. Guter Schachzug dort aufzuhören, obwohl ich mir denke, dass er Inella's Trupp folgen wird um herauszubekommen was sie vorhaben.

    Über Passaburg erzählst Du uns nur, dass die Stadt eine Stadtmauer hat. Den Stadtrat erwähnst Du zwar auch, allerdings ersetzt Du seine Mitglieder durch Spiegelstriche. Das empfand ich als lieblos hingeklatscht. Bitte verzeih mir, dass ich das so ausdrücke, aber verglichen mit der Mühe, die Du dir gemacht hast um Asedam zu beschreiben wirkt Passaburg's Beschreibung halt so auf mich.

    Im nächsten kurzen Kapitel führst Du Narab, einen der "Lautlosen" ein. Es trägt zur Spannung bei etwas aus seiner Sicht zu erfahren und wie er das am besten zugänglichste Tor in aller Seelenruhe manipuliert.

    Dann führst Du uns zu Grimelda. Ich fand es etwas zu überspitzt die Skog's mehr oder weniger als "dumme Barbaren" hinzustellen, auch wenn dein Stilmittel offensichtlich die Übertreibung ist. Auch dieses sie mit "Erdbeeren mit Sahne" zu beruhigen fand ich etwas zu viel des Guten.


    Trotz meiner ganzen Meckerei bin ich wirklich gespannt zu erfahren wie es weitergeht. Nicht nur wegen der Spannungsleckerlies, ich bin auch auf die Skogs gespannt


    Herzliche Grüße
    Drachenprinzessin


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    Re: 2. Abschnitt: Seiten 51 - 110

    Beitrag von Sabine am Di Sep 30, 2014 10:03 am

    Hi Drachenprinzessin!

    Jede Kritik ist mir ganz besonders willkommen! Schließlich geht es mir darum, mich beim Schreiben weiterzuentwickeln und die Sicht auf meine eigenen Schwachpunkte zu schärfen (und die Stärken weiter auszubauen). Ich finde, du machst das ganz toll mit deinen Kommentaren. Vielen Dank dafür!

    Ja, das mit den Skogs. Ich weiß. Ich als viel Fantasy-Leser und auch viel Sci-Fi-Gucker habe beim Schreiben darüber nachgedacht, dass diese stereotypen und überall auftauchenden Kriegervölker einfach immer da sind. Es gibt sie und sie sind aus dem Genre nicht wegzudenken, und es würde einem irgendwie auch etwas fehlen ohne sie. Nirgends in den Büchern oder Filmen, die ich gelesen und gesehen habe, gab es eine Begründung für das kriegerische Verhalten. Das hat mich gereizt, als Thema zu bearbeiten. Und ja, ich mag die Überzeichnung. Vielleicht ist es an der einen oder anderen Stelle zu stark ausgeprägt, da könnte ich in Zukunft stärker drauf achten.
    Das andere Ergebnis, das ich erzielen wollte, ist, dass es sich gut einprägt. Es baut ein bestimmtes Bild auf, das zu einem späteren Zeitpunkt durchbrochen wird. (Das geschieht allerdings erst im zweiten Band)

    Trotz meiner ganzen Meckerei bin ich wirklich gespannt zu erfahren wie es weitergeht. Nicht nur wegen der Spannungsleckerlies, ich bin auch auf die Skogs gespannt

    Spannungsleckerlies ist ein total schönes Wort! Very Happy 

    Denn genau das sollten diese kurzen Abschnitte am Ende des ersten Teils auch erzielen. 
    Freut mich sehr, wenn mir das gelungen ist.

    LG
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    Re: 2. Abschnitt: Seiten 51 - 110

    Beitrag von Drachenprinzessin am Di Sep 30, 2014 6:11 pm

    Ich wollte halt zum Ausdruck bringen, dass ich dein Buch mag weil das (glaube ich) ziemlich untergegangen ist.
    Es ist auch schön zu erfahren, dass dir meine Kritik weiterhilft


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