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    Kapitel 14: Misstrauen

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    Susanne Gavenis
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    Kapitel 14: Misstrauen

    Beitrag von Susanne Gavenis am Di Sep 09, 2014 4:05 pm

    Hier könnt ihr etwas zum 14. Kapitel schreiben.
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    SilbenPrinz
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    Re: Kapitel 14: Misstrauen

    Beitrag von SilbenPrinz am Sa Dez 06, 2014 6:24 pm

    Es gelingt dir hier sehr schön Delejas aufgekeimte Angst zu schildern. Twisted Evil  4 Tage sind vergangen, in denen Shaan leider nur mit mäßigem Erfolg Gutes tun kann und sich dafür in ihren Augen verdächtig macht. Armer Shaan.

    Mir ist nicht klar, ob die Shai die Mädchen der Reihe nach abarbeitet?  Shocked Manchmal denke ich ja - aber dann wäre sie ja zu berechenbar und Shaan könnte sie mit ein bisschen mehr Selbstvertrauen zumindest einmal in Augenschein nehmen.  
    Die Shai ist feige und schickt ihre reihenweise manipulierten Marionetten in die Schlacht. Sie sieht vermutlich von Ferne zu und falls es jemandem ganz unerwartet gelingen sollte ihre Marionette aufzuhalten, weiß sie quasi, dass sie die Lanhal gefunden hat und könnte dann gezielter vorgehen.

    Mich macht stutzig, dass Shaan am 4. Tag einen Sturm heraufbeschwört, um die Kinder zu retten. Nicht so sehr, dass er es tut, denn er ist ja Shaan, sondern dass er ungeschoren davonkommt. Sie könnte doch noch in der Nähe sein und ihn sehen. Eine ungefähre Beschreibung hat sie ja schon. Sie scheint ihm jetzt schon sehr viel näher als er ihr, dabei hat er eine mindestens genauso gute Beschreibung von ihr und hätte nur 3 Personen Überwachen müssen.
    Shaan darf Lügen um seine Ziele zu erreichen - warum darf er dann nicht auch einbrechen oder Straßengören bestecken, die ihm berichten sollen, falls eine schwarzhaarige mit Glutaugen um die möglichen Yinyal herumschleicht. Hungerleider gibt es ja genug in der Stadt, die das für einen Laib Brot tun würden.
    Die Shai ist aktiv und erfolgreich und Shaan kann nur höchst hilflos reagieren. Der Kampf ist bisher frustrierend unausgeglichen. Was ja im Heldenreisenkonzept durchaus so gewollt ist, aber ohne ein Hoffnungsschimmer ist das schwer zu ertragen.
    Ich weiß nicht mehr genau welcher James Dean Film in meinem Kopf herumspukt. Aber kennst du die Szene in der James zu wiederholten Mal versucht seinem streng moralischen Vater zu gefallen und er es schafft die Kohlköpfe doppelt so schnell auszuladen wie auf dem normalen Weg? Im Augenblick seines Triumphes wird er aus seinem Himmel gestoßen, weil sein Vater bemerkt, dass er die Kohlrutschen 'geliehen' hat. Wieder ist er der unmoralische Versager - unfähig Gutes zu tun. Er denkt jetzt habe ich es - und fällt auf die Nase.  

    In den letzten beiden Kapitel hast du mehr aus Delejas Sicht berichtet. Zu Shaans Versagensängsten und seinem mangelnden Selbstwertgefühl kommt Verbitterung hinzu. Es fällt schwer, ihm seine Passivität zu verzeihen, so nachvollziehbar dieses gelähmt sein auch ist, scheint er sich in 16 Jahren Vorbereitungszeit keine Gedanken gemacht zu haben, wie er seine Gegnerin aufspüren und aufhalten könnte. Durch sein Studium weiß er zwar, wie die Shai'yinyal vorgehen wird, aber es scheint keine Möglichkeit zu geben selbst in Aktion zu treten oder eine wirkungsvolle Maßnahme zu ergreifen.  
    Gefflan hat ihn wahrlich schlecht vorbereitet, denn das ganze Kampftraining hat Shaan bisher weder geholfen noch sonst einen Vorteil gebracht, da er ja auch keinen Menschen angreifen will und die bisherigen Angriffe seine Verteidigung erschreckend lahm wirken lassen. Da steht ja zu befürchten, dass die Shai ihm selbst physisch überlegen sein wird.

    Ich fürchte fast die Welt wird am Ende im Chaos versinken! affraid

    Warum schafft er sich keine Verbündeten? Madame Olvive war ein interessanter Einstieg in diese Richtung.

    Ich bin gespannt. Das kannst du mir glauben.


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    Susanne Gavenis
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    Re: Kapitel 14: Misstrauen

    Beitrag von Susanne Gavenis am So Dez 07, 2014 7:06 pm

    Dein Kommentar gefällt mir, da er genau das widerspiegelt, was ich bei meiner Planung erreichen wollte. Shaan sollte in der Tat verglichen mit der Shai'yinyal wie ein armseliger und bemitleidenswerter Tropf wirken, der gegen die Skrupellosigkeit seiner Gegnerin nicht die geringste Chance zu haben scheint. Hier schlägt gnadenlos Gefflans ambivalente Erziehung und Einstellung zu seinem Sohn zu. Ich hatte ja an anderer Stelle schon darüber geschrieben, dass Gefflan aus seiner eigenen unbewältigten Trauer um seine Frau heraus letztlich alles tut, um Shaan scheitern zu lassen, da er sich nicht im Geringsten für die Persönlichkeit seines Sohnes interessiert und versucht, seine Erziehung und die Vorbereitung auf den bevorstehenden Kampf an Shaans sensiblen und weichen Charakter anzupassen. Aus diesem Grund ist so gut wie alles, was Gefflan ihm beigebracht hat, in der gegenwärtigen Situation nutzlos für Shaan, da er es aufgrund seiner Persönlichkeit nicht anwenden kann bzw. dadurch auch seine Kreativität und sein Einfallsreichtum partiell gelähmt werden, wenn es darum geht, sich effektive Maßnahmen gegen die Shai'yinyal zu überlegen.

    Traurigerweise wäre Gefflan als Lehrer für die Shai'yinyal vermutlich sehr viel besser geeignet gewesen, da sie mit seinen ständigen Predigten über mitleidloses und konsequentes Handeln sicherlich mehr hätte anfangen können als der arme und von all der von ihm verlangten Brutalität hoffnungslos überforderte Shaan. Die Wirkung, die Shaan im Moment auf den Leser hat, ist eine folgerichtige Widerspiegelung seiner Handlungskapazität, die er durch Gefflans langjährige negative Indoktrination erworben hat. Prinzipiell wäre es für ihn natürlich ohne weiteres möglich, zu lügen, zu bestechen, sich eine Bande von Straßenkindern als Augen und Ohren zu rekrutieren und vieles andere mehr. Das Problem ist nur, dass dieses kreative Ausnutzen der Möglichkeiten, die ihm eigentlich zur Verfügung stehen könnten, außerhalb seiner individuellen Handlungskapazität liegt und er durch seinen Charakter mit all den darin enthaltenen Neurosen und Ängsten lediglich auf ein kleines Rinnsal an Handlungsmöglichkeiten reduziert wird. Würde Shaan jetzt total gewitzt und kreativ tausend kluge Ideen haben, wie er der Shai'yinyal in die Parade fahren könnte, obwohl Gefflan Zeit seines Lebens alles daran gesetzt hat, ihn in einen Wurm zu verwandeln, würde das, so denke ich, nicht zu der Konzeption seiner Persönlichkeit passen und sich für den Leser nicht stimmig anfühlen. Daraus folgt wiederum, dass im Vergleich zu dem, was Shaan tut, die Shai'yinyal sehr viel mächtiger erscheint und man in der Tat das Gefühl haben kann, dass die Macht des Bösen schon gewonnen hat.

    Hier ist es allerdings auch wichtig, die Entwicklungsrichtung einer Figur im Blick zu behalten, die diese im Verlauf der Handlung einschlagen soll bzw. kann. In dieser scheinbaren Unfähigkeit und Hilflosigkeit, die Shaan im Augenblick noch aus jedem Knopfloch quillt, steckt das Potential, dass sich daraus etwas an Stärke und persönlicher Kraft entwickelt, was zur Zeit noch unsichtbar ist und erst nach und nach zur Entfaltung gelangt. Er startet mit den (geringen) Möglichkeiten, die ihm offen stehen, um sich - der Struktur seiner Persönlichkeit entsprechend - allmählich die Art von Handlungspotential zu erschließen, die mit dieser Persönlichkeit harmoniert. Das kann sicherlich nicht sein, dass Shaan im Lauf der Handlung seine moralischen Bedenken abwirft und ebenfalls zum kaltblütigen Mörder wird (das wäre natürlich denkbar, allerdings wäre es eine komplett andere Geschichte mit einer völlig anderen Prämisse, z.B. "Unmenschliche Grausamkeit führt zum Erfolg". Mit einer solchen Prämisse würde Shaan im Verlauf der Geschichte lernen, dass seine moralische Integrität ihn immer und immer wieder scheitern lässt, und daraufhin die Entscheidung treffen, zunehmend skrupelloser und brutaler zu werden, wobei dieser Lernprozess zu immer deutlicheren Triumphen im Kampf gegen die Shai'yinyal führen würde. Das wäre aber keine Geschichte gewesen, die mir gefallen hätte).

    Die Szene mit James Dean kenne ich gut, das war in "Jenseits von Eden". Ich bin übrigens ein großer Fan dieser hoffnungslosen und fatalistisch auf den eigenen Untergang zusteuernden Charakterdarstellung und Figurenentwicklung in diesem Film. Es gab, wie ich finde, keinen Besseren als James Dean, um die Verzweiflung und innere Zerrissenheit einer solchen Figur so intensiv darzustellen. Man spürt in jeder Sekunde die Tragik und das Vergebliche seines Bemühens, man spürt aber auch, dass er einfach nicht anders kann, als immer weiterzumachen, bis es schließlich zur Katastrophe kommt.

    Die Shai'yinyal macht immer nur das, worauf sie Bock hat. Das heißt, dass sie die Mädels nicht unbedingt in der Reihenfolge des Geburtenbuches abschlachtet. Vielleicht geht sie erst mal anhand der Liste vor, weicht dann willkürlich von der Reihenfolge ab, um dann wieder kurz zu ihr zurückzukehren, so wie es ihr gefällt.

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    Re: Kapitel 14: Misstrauen

    Beitrag von SilbenPrinz am So Dez 07, 2014 8:19 pm

    Oh, das hatte ich nicht so gemeint.
    Shaan kann gar nicht aus seiner Haut. Selbst wenn er versuchen würde an Skrupellosigkeit zu gewinnen kann er dabei nur Scheitern. Das ist ja das schöne an ihm und das spannende, dass es ihm eben unmöglich ist, zu sein, wie seine Gegnerin. Ich bin jetzt schon überzeugt, dass er zwar eisern kämpfen wird mit allem was er hat, aber nicht derjenige sein wird, der den entscheidenden Sieg einfahren kann, falls es dazu kommt. Aber vielleicht endet es ja wirklich in einem Drama.


    Very Happy


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    Susanne Gavenis
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    Re: Kapitel 14: Misstrauen

    Beitrag von Susanne Gavenis am Mo Dez 08, 2014 5:58 pm

    Du meinst, dass am Ende Shaans abgetrennter Kopf über dem Stadttor von Golgamat hängt und die Shai'yinyal gemütlich in einem Straßencafe einen Eistee schlürft?  Damit würde ich vermutlich die eine Hälfte der Leser vergrätzen und die andere, die Shaan für einen waschlappigen Trottel hält,  zu einem breiten Grinsen motivieren. Aber wer weiß, vielleicht kommt es ja am Ende genau so.
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    Re: Kapitel 14: Misstrauen

    Beitrag von Drachenprinzessin am So Dez 14, 2014 8:29 pm

    Hallo Susanne!

    Deleja ist total aufgewühlt und befürchtet, dass Shaan der Mörder sein könnte.
    Shaan bemerkt Deleja's Reaktion und denkt natürlich, dass er sich das selbst zuzuschreiben hat, weil er immer dann aufgesprungen ist wenn die Shai'Yinyal ihre Magie eingesetzt hat. Da er immer zu spät gekommen ist, scheltet er sich selbst auch dafür. Ich hab das Gefühl, er nimmt gar nicht so richtig war, dass er die Zwillingsbabies gerettet hat. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die Shai gerade in diesem Augenblick nicht zur Stelle war. Wenn sie sich wirklich daran weidet Shaan zu quälen, wieso ist sie dann nicht da? Selbst wenn sie nicht in der Nähe geblieben ist, hätte sie doch sicherlich Shaan's Magie gespürt. Immerhin hat sie vermutlich versucht, Shaan's Identität von Gefflan zu erfahren. Wieso nimmt sie dann nicht so eine Gelegenheit Shaan mit eigenen Augen zu sehen war? Verzeih mir, aber ich finde das etwas unglaubwürdig. (Ich hab SilbenPrinz' Kommentar noch nicht gelesen, ich weiß daher nicht, ob sie schon etwas ähnliches gesagt hat.)

    Ganz am Anfang des Kapitels bist Du auf Linari's Aussehen eingegangen. Ich hätte es verstanden, wenn Du das bei ihrer Einführung oder ziemlich nah danach gemacht hättest. So mitten in der Geschichte hab ich mir längst ein Bild von ihr gemacht, da verwirrt mich deine Beschreibung zu sehr.
    Außerdem hab ich das Gefühl, dass Deleja etwas ahnt, auch wenn sie seblst noch nicht ganz so genau zu wissen scheint, was sie ahnt.

    Herzliche Grüße
    Drachenprinzessin


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    Re: Kapitel 14: Misstrauen

    Beitrag von Susanne Gavenis am Mo Dez 15, 2014 6:08 pm

    Wir haben ja schon ein wenig über das Vorgehen der Shai'yinyal diskutiert. Bisher hat sie - ohne dass Shaan ihr auch nur nahe kommen konnte - problemlos fünf der acht Mädchen umgebracht. Möglicherweise ist sie tatsächlich noch am Ort ihrer Verbrechen, wenn Shaan auftaucht, um sich an seinem Versagen zu weiden, notwendig für sie wäre es aber nicht, da sie, denke ich, genau weiß, welche demoralisierende Wirkung ihr Handeln auf Shaan hat. Shaan mag hier bei seinen Überlegungen von falschen Voraussetzungen ausgehen, wenn er solche Angst hat, von der Shai'yinyal enttarnt zu werden. Im Grunde braucht sie sich gar nicht mehr großartig anzustrengen, um seine Identität herauszufinden, denn es sind ohnehin nur noch drei der acht Mädchen übrig. So oder so nähert sich das Spiel sehr rapide seinem Ende, und auch ohne Shaans Identität zu kennen, wird die Shai'yinyal mit den übrigen Mädels noch ihren Spaß haben. Da Shaan ihr bisher nicht die geringsten Steine in den Weg gelegt hat, kann sie den Kampf tatsächlich als ein Spiel empfinden, und ob nun noch ein paar Spielfiguren mehr oder weniger dabei auf der Strecke bleiben, ist ihr völlig gleichgültig.


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    Re: Kapitel 14: Misstrauen

    Beitrag von Lucy2138 am Di Dez 23, 2014 7:03 pm

    Hallo!

    Das 14. Kapitel beginnt wieder einmal mit Träumen. Und (beobachte ich das richtig?) die werden immer schlimmer je näher der Endkampf rückt. Viermal in einer Nacht ist schon ein bisschen hart, die arme Deleja.

    Der Zeitraffer gefällt mir hier ganz gut. Immerhin würde es bei acht Opfern ja auch ziemlich lange dauern bis man so weit wäre. Abgesehen davon, dass die Handlung dann einen Hänger hätte…

    Was lese ich denn da? Deleja glaubt an das Gute und das Böse. Shaans Strategie mit den Geschichten geht sehr gut auf und ich gönne ihm den kleinen Erfolg wirklich. Andererseits bleibt das Problem des Misstrauens natürlich bestehen und alles kann man sagen, aber klein ist das Problem nicht. Wenn sich die Macht des Guten jetzt auch noch entzweit, sehe ich so ziemlich schwarz für den Kampf… Also bleibt nur zu hoffen, dass sich da schleunigst noch etwas ändert.

    Und schon wieder knirscht Shaan mit den Zähnen. Nichts für ungut (eigentlich ist es ja auch nicht wichtig) aber ich kann mir vorstellen, dass mein überbegeisterter Zahnarzt ihm schon eine Schiene verschrieben hätte…

    Tja. Und Shaan entspricht EXAKT der Täterbeschreibung, was natürlich wahnsinnig schwer ist… Okay. Kleiner Scherz. Ich finds nur skurril, dass Deleja sagt: „Hey, er hat braune Haare und ist ein junger Mann. Er passt EXAKT als Mörder.“ Wäre mir ein bisschen zu wenig, aber natürlich ist da noch sein Verschwinden und so weiter, dass die ganze Beziehung nicht gerade besser macht und die Tatsache, dass Deleja wahnsinnig viel Angst hat. Gut. Also doch einigermaßen begründet das ganze. Vielleicht ist es auch einfach das Wort EXAKT, das mich hier angesichts der Tatsache, dass die Beschreibung so nichtssagend war, das mich hier gestört hat...

    Ach ja genau und schon wieder die Augen. Irgendetwas ist mit denen, oder? Wieso sonst verliert sich Deleja die ganze Zeit in ihnen? Dieses Mal sind sie dunkel wie Spiegel, letztes Mal warn sie Seen. Ich meine, ich find die Beschreibungen hübsch, aber steckt da was dahinter oder ist das Zufall?

    Und schon wieder mit einem Kapitel fertig. Wenn man mal im Fluss ist, geht das richtig gut Smile
    Lg Lucy

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    Susanne Gavenis
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    Re: Kapitel 14: Misstrauen

    Beitrag von Susanne Gavenis am Mi Dez 31, 2014 11:02 am

    Das mit den Augen ist schon Zufall, weil ich Beschreibungen von Figuren über ihre Augen mag. Bei dieser Geschichte verdeutlicht es einfach die besondere Beziehung und Verbundenheit, die zwischen Shaan und Deleja besteht.


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