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    Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

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    Susanne Gavenis
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    Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von Susanne Gavenis am Di Sep 09, 2014 4:04 pm

    Hier könnt ihr etwas zum 13. Kapitel schreiben.
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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von SilbenPrinz am Mi Dez 03, 2014 10:17 am

    Halihalo!
    Diese Kapitel ist knifflig.

    Shaan hat sich also richtig verausgabt und nicht an die schlimmen Folgen gedacht. (Ich liebe es ja, wenn der Held richtig leiden muss. Das hast du schön geschildert.Twisted Evil ) Wieder ein Rückfall in das zerfleischende Selbstmitleid. Es kommt mir fast so vor, als bestraft er sich für die Fehler, die sein Vater an ihm gesehen hat.
    Er sollte sich jetzt vielleicht noch genauer mit den drei möglichen Yinyal beschäftigen. Ihre Umgebung nach neuen Freundinnen abklopfen. Sich nach Veränderungen in deren Leben in den letzten Tagen erkundigen. Wäre riskant - aber wie will er sonst weiterkommen?

    Während er noch so darüber nachdenkt, dass er es seiner Gegnerin jetzt zeigen wird und neben Deleja auf der Schulbank sitzt, schlägt die Shai das zweite Mal zu. Offensichtlich geht es ihr prächtig.

    Ich versuche zu erfassen, wie die Shai‘yinyal denkt. Sie ist eine Sadistin und hat begriffen wie haushoch sie dem gefühlsbelasteten Shaan überlegen ist.
    Das Mädchen, das sie töten lässt, ist das erste auf der Liste. Wie gut, dass Deleja ganz hinten steht.
    Die Shai‘yinyal hat einen großen Vorsprung. Sie kennt die Namen einen Tag früher. Warum hat sie nicht schon am nächsten Morgen gegen die Mädchen losgeschlagen? Selbst wenn sie von ihrer Mutter keine so hartgesottene physische Ausbildung erhalten haben sollte, gibt es hundert andere Möglichkeiten einen Menschen ohne Magie zu töten.
    (Eine Methode ich bevorzugen würde, wenn ich nicht auffallen möchte und nicht riskieren darf, mich meinem Yinyal gegen die Regeln zu offenbaren.) Gibt es eine Regel, die das Verwenden von Gift verbietet? Vielleicht kennt sie seine Identität schon und lehnt sich deshalb so entspannt zurück? Nein, entspannt wirkt ihr Treiben nicht.

    Mir ist es zu blauäugig anzunehmen, dass sie weder eine Waffe beherrscht noch sonst intellektuelle Fähigkeiten besitzt. Um Shaan anzulocken, braucht es nicht mehr als einen kleinen Zauber. Sie weiß, er ist müde und ausgelaugt. Er rennt hinter dem Mörder her und gibt dadurch fette Hinweise auf seine Identität. Warum will sie nicht wissen, wer er ist? Hat sie Angst enttarnt zu werden? Shaan hat die erste Beschreibung von ihr doch schon. Welchen Schaden hätte eine zweite angerichtet?
    Warum ist es notwendig den Mann zu verbrennen, den sie beeinflusst hat? Könnte Shaan einen Nutzen daraus ziehen, wenn er ihn gefangen nimmt? Der Mann ist der ideale Lockvogel. Sie muss nur warten bis Shaan sich seiner annimmt und schon hat sie seine Identität gelüftet. Hier hätte ich die erste Konfrontation zwischen den Beiden erwartet. Wie sie sich Auge in Auge gegenüberstehen und Shaan nur mit knapper Not entkommt. Wie sie ihn verspottet.

    Als Sadistin wird sie jetzt wohl die Mädchen der Reihe nach umbringen, nur um Shaan zu ärgern. Große Selbstsicherheit - oder Dummheit - oder Beides?

    Deleja erfährt, dass Shaan sie belogen hat. Ihr Gefühl sagt ihr, dass er mit den Morden in Verbindung steht und die Ereignisse keine natürliche Ursache besitzen. Das ist ja kein Wunder, bei der Methode, die den armen Mann ins Jenseits befördert hat. Leichtgläubige Gemüter würden schon bei weniger an Hexerei glauben. Doch sie weigert sich noch der Wahrheit ins Auge zu sehen. Es macht ihr verständlicherweise Angst.

    Mir würde es gefallen, wenn Shaan aktiver werden würde. Es müsste doch Wege geben sich nach einem so auffälligen Mädchen zu erkundigen? Very Happy

    LG SilbenPrinz


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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von Susanne Gavenis am Mi Dez 03, 2014 5:52 pm

    Dein Kommentar berührt, wie ich finde, ein Thema, das generell für die Konzeption von Geschichten und Figuren von großer Relevanz ist, nämlich die Frage der Logik bzw. Unlogik menschlicher Handlungsweisen.

    Im Grunde hast du natürlich völlig recht - rein vom logisch-rationalen Standpunkt aus betrachtet müsste die Geschichte ein oder zwei Stunden, nachdem Shaan und die Shai'yinyal sich im Rathaus die Namen ihrer potentiellen Opfer besorgt haben, vorbei sein, da es dann nur noch darauf ankäme, wer von den beiden in krasserem Tempo durch die Straßen Golgamats saust, um möglichst schnell von einem Mordopfer zum nächsten zu gelangen. Das wäre aber zum einen nicht wirklich spannend und zum anderen, fürchte ich, eine ziemlich kurze Geschichte (was natürlich nicht heißt, dass man seine Figuren bewusst über eine gewisse Grenze hinaus unlogisch handeln lassen darf, um die Geschichte zu strecken und die Handlung für die Figuren gefährlicher zu machen).

    Mit diesem Problem habe ich mich bei der Planung des Romans sehr intensiv herumgeschlagen und überlegt, wie weit meine Figuren vom streng rationalen und rein von der Vernunft diktierten Handeln abweichen dürfen, ohne dass es unglaubwürdig wird. Da ich bei der Planung von dieser rein logischen Vorgehensweise, die vielleicht für einen militärischen Berater George Bushs auf der Hand gelegen hätte, deutlich abweichen musste, um für die Geschichte einen allmählichen, aber dennoch nachvollziehbaren Spannungsaufbau zu erreichen, musste ich dem psychologischen Profil von Shaan und seiner Gegnerin entsprechend mehr Aufmerksamkeit widmen. Das Problem hierbei war natürlich, dass ich mich entschieden hatte, lediglich die Perspektiven von Shaan und Deleja zu beschreiben, wodurch das Handeln der Shai'yinyal undurchschaubarer sein und sie als Figur durch ihre fast völlige Anonymität bedrohlicher wirken sollte. Dadurch erfährt man als Leser aber nichts über ihre Gedanken und Gefühle, sondern lernt sie lediglich über ihre Handlungen und durch die Augen Shaans und Delejas kennen.

    Was feststeht, ist, dass sie zumindest nicht daran interessiert ist, den Kampf innerhalb kürzester Zeit zu beenden - was die rationalste Vorgehensweise gewesen wäre. Also muss sie - zusätzlich dazu - eine Persönlichkeits- und Motivationsstruktur besitzen, die vom reinen Verstandeskalkül abweicht. Bei Shaan mit seinen ganzen Ängsten und Selbstzweifeln ist klar, dass er zu diesem streng logischen Herangehen an seine Aufgabe nicht in der Lage ist. Solche Selbstzweifel kann man bei der Shai'yinyal - auch wenn man es natürlich nicht genau weiß - vermutlich ausschließen. Ein wichtiger Aspekt, der bei ihrem Handeln eine Rolle spielt, ist das Gefühl von Macht und Überlegenheit. Dieses Überlegenheitsgefühl ist aber letztlich vollkommen abhängig von ihrer Funktion als Shai'yinyal, denn ist der Yinyal erst einmal erwacht, verliert sie sofort alle ihre magischen Kräfte und ist von einer Sekunde auf die andere komplett bedeutungslos geworden. Man mag vermuten, dass sie gar keine so große Lust hat, das Katz-und Maus-Spiel mit Shaan zu beenden, da dies die einzige Zeit ist, in der sie ihre Kräfte wirklich genießen kann. Und zu sehen, was für ein zauderlicher und emotional instabiler Gegner Shaan ist, vergrößert bei ihr noch zusätzlich das Gefühl, es sich leisten zu können, sich bei der Erfüllung ihrer Aufgabe Zeit zu lassen.

    Diese Dinge werden wie gesagt nicht explizit aus der Sicht der Shai'yinyal thematisiert, weshalb der Leser in diesem Punkt lediglich auf sein eigenes Gefühl zurückgreifen kann, um zu erspüren, was für eine Person die Shai'yinyal ist. Dennoch muss natürlich ihr Verhalten, auch wenn es psychologisch von Gründen motiviert ist, die vom rein rationalen Zweckhandeln abweichen, in sich schlüssig und konsistent sein, so wie es, denke ich, bei Shaan und Deleja der Fall ist. Auf jeden Fall ist es für jeden Autor eine elementare Frage, wie irrational sich seine Figuren verhalten dürfen, ohne ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. Da muss ich doch glatt wieder einmal den weisen Spruch des Kommunikationsforschers Friedemann Schulz von Thun zitieren, der da meinte: "Das Verhalten dieser Person war zwar nicht logisch, aber psycho-logisch." Hier die richtige Balance bei den eigenen Geschichten zu finden, ist, finde ich, immer eine verdammt knifflige Angelegenheit.


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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von SilbenPrinz am Mi Dez 03, 2014 8:22 pm

    Ich hoffe, meine Ideen nerven dich nicht.

    Wo kämen wir hin, wenn alles immer und ewig der Logik folgen wollte. Ich kann das von mir nicht behaupten. Vielleicht bin ich dem Irrtum verfallen, dass sie im Gegensatz zu Shaan mehr einer rationalen Logik folgen würde, quasi als Gegenpol zu seiner Emotionalität.
    Wie du schon sagtest, ihre Gefühle und Verhaltensweisen können nur erahnt werden, wenn sie die Bühne nicht betritt. Also akzeptiere ich sie auch so.

    Als Gedankenspiel:
    Beim Spannungsaufbau sehe ich eigentlich keine Probleme. Ich glaube nicht, dass er dir zu schnell geraten wäre, wenn sie etwas früher damit begonnen hätte sich um die Mädchen zu kümmern. Ich hätte mir vorstellen können, dass es Shaan (vielleicht zufällig) gelingt ihr in die Parade zu fahren, sie dadurch erst einmal ausbremst. Sie dann aber seinen Vater aufs Korn nimmt und Shaan damit total demoralisiert. Danach lässt sie ihn wie ein Versager aussehen und wir Leser lechzen um so mehr nach seiner Rehabilitation als Held.

    Noch ein Gedankenspiel, das jetzt im Rahmen des Buches viel zu weit weg führt:
    Ein interessanter Gedanke, dass sie ihre Macht und Überlegenheit nicht verlieren will. Das bedeutet unter Umständen, dass sie die Lanhal nicht sofort töten würde, falls sie deren Identität entdeckt und wenig Interesse daran hat ihren Yinyal zu erwecken. Sie könnte ihn einpacken und 'nach Amerika segeln'. Ein paar Jahre ihre Macht und ihr Leben genießen.

    Aber das tut sie zum Glück nicht. Sie ist dann doch pflichtbewusst genug, sich ihrer Aufgabe zu stellen. Ich muss gestehen, ich würde auch diesen komplexen Charakter gerne näher kennenlernen.
    Und der arme Shaan hat so oft versagt und Fehler gemacht, dass ich ihm jetzt wünsche den einen oder anderen Erfolg feiern zu dürfen.
    Vorerst freue ich mich auf: Misstrauen! Ein vielversprechender Titel.

    LG SilbenPrinz


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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von Susanne Gavenis am Do Dez 04, 2014 11:15 am

    Keine Sorge, deine Ideen nerven mich ganz und gar nicht. Es ist doch interessant zu sehen, wie andere mit den Ideen jonglieren, mit denen man sich selbst so lange in seinem stillen Kämmerlein beschäftigt hat.

    Deine Gedankenspiele gefallen mir gut. Ich denke, dass es ohne weiteres möglich gewesen wäre, die Handlung so aufzuziehen, wie du es vorgeschlagen hast. Es ist fast ein wenig schade, dass man sich als Autor immer für eine wahrscheinliche Variante seiner Geschichte entscheiden muss, die man dann letztlich schreibt, und alle anderen wahrscheinlichen Versionen, die ebenso interessant gewesen wären, wohl nur von den Millionen wahrscheinlicher Susannes in den Millionen Parallelldimensionen des Multiversums zu Papier gebracht werden (um jetzt mal wie Stephen Hawking zu sprechen).

    Bei deinen Gedanken zur Handlungsweise der Shai'yinyal magst du durchaus recht haben. Allerdings sollte sie, wenn sie den Yinyal einpackt und nach Amerika segelt, Deleja auch noch in einen Koffer stopfen und mitnehmen. Sie kann dann ja beide irgendwo in zwei getrennten Kellern - so wie ein waschechter Psychopath - gefangen halten, so dass keiner von ihnen jemals etwas über ihre wahre Identität erfährt. So könnte sich die Shai'yinyal bis zum Ende ihres Lebens fröhlich in ihrer Macht und Magie suhlen, ohne Gefahr zu laufen, plötzlich nur noch ein kleines Licht zu sein. DAS wäre mal ein Ende, mit dem bestimmt niemand rechnen würde!


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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von SilbenPrinz am Do Dez 04, 2014 11:39 am

    Und eine tolle Grundidee für ein Buch! Ich stelle mir vor, wie sie Kinder bekommt und die irgendwann anfangen Fragen zu stellen und die Geheimnisse ihrer Mutter zu lüften. Sie hätte ganz schön zu jonglieren! Laughing Und am Ende würde sie ihre Macht doch an den Yinyal abgeben müssen. Aber vielleicht überlebt sie ja diesen Kampf, wird in die Klapsmühle gesperrt, weil sie ständig von Magie labbert oder baut sich ein neues Leben auf - immer mit einem Bein im Chaos. Genial! santa


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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von Susanne Gavenis am Do Dez 04, 2014 12:52 pm

    Wenn es dich drängt, kannst du dich gerne an dieser Geschichte versuchen. Ich wäre sehr gespannt, was dabei herauskommt (vermutlich der neue Millionen-Erfolg, der dir den Pulitzer-Preis und 30 Monate auf der Spiegel-Bestsellerliste einbringt!).
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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von SilbenPrinz am Do Dez 04, 2014 1:34 pm

    Leider habe ich schon so viele andere Pulitzer verdächtige Geschichten im Kopf, dass ich nicht weiß, wann ich das dazwischenschieben könnte. jocolor

    Was mich mal reizen würde wäre ein Gemeinschaftsprojekt. Das habe ich schon einmal versucht und bin kläglich an den dann doch recht unterschiedlichen Ansichten gescheitert. So etwas ist nervenaufreibend , aber auch inspirierend.


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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von Susanne Gavenis am So Dez 07, 2014 5:47 pm

    Also Gemeinschaftsprojekte sind für mich der Horror! Allein bei der Vorstellung, mich in tausend verschiedenen Detailfragen mit meinem Co-Autor abstimmen zu müssen, bricht mir der kalte Schweiß aus! Mit meinen Probelesern in der work-in-progress-Planungsphase über die Handlung und die Figuren zu diskutieren, ist eine Sache (da ich am Ende derjenige bin, der die Entscheidungen trifft, wie ich was in meiner Geschichte umsetzen möchte), eine ganz andere dagegen ist es, einen gleichberechtigten Partner beim Schreiben zu haben, der seine eigenen Gedanken ebenfalls in der Geschichte sehen möchte. Das wäre mir, glaube ich, bei weitem zu nervenaufreibend (und am Ende wären wir vermutlich heillos zerstritten!).


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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von Drachenprinzessin am Fr Dez 12, 2014 10:07 pm

    Hallihallo! Ich schmeiß mich auch mal in die Runde

    Shaan verfällt in Selbstmitleid. Es ist fast so, als ob Gefflan neben ihm steht und ihm sein Fehlverhalten ins Gesicht schleudert. Daraufhin quält er sich noch mehr, nämlich einmal ab durch's Haus. Du bist schon so ein bischen sadistisch deinen Characteren gegenüber veranlagt, oder? Bei Helden kann man das ruhig machen Helden, die nicht leiden müssen sind einfach zu langweilig
    Als die gute Linari ihn dann findet und aufpeppelt, wundere ich mich darüber, dass es ihm so schnell besser geht. Ich hatte als Kind des öfteren mit Brechattacken zu kämpfen. Mir ist es dabei nie so ergangen wie Shaan, dass es mir bereits während des Essens besser ging. Es hatte immer eine Weile gedauert bis mein Magen das Essen verdaut hat. Aber vielleicht ist mein Körper auch nur etwas langsamer als der Durchschnitt

    Vanara, das erste Mädchen auf der Liste, und ihr Verlobter werden von einem jungen Mann umgebracht, der von der Shai'Yinyal unter ihren Willen gezwungen worden ist. Sie weiß, dass Shaan genau spürt wo das geschehen ist. Ich gehe davon aus, dass sie noch am Tatort ist als Shaan eintrifft oder eventuell dem Täter gefolgt ist, nachdem er in die Gasse verschwunden ist und Vanara's Tante nicht mehr hingeguckt hat. Auf jeden Fall ist sie schneller bei ihm als der entkräftete Shaan.
    Meine Spekulation hier: Die Shai verbrennt den Mörder, weil Shaan es nicht mitbekommen würde, wenn sie ihn ein weiteres Mal unter ihren Willen zwingen würde. Aber da sie Shaan quälen will, verbrennt sie den Mörder und sucht sich lieber einen anderen für die nächste Tat. Ich glaube, dass sie sich auch ohne ihre Magie wehren kann. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie ein körperlich schwaches Dööfchen ist. Doof ist sie ja definitiv nicht, man muss schon eine gewisse Intelligenz besitzen um jemanden psychisch zu quälen.

    Beim Abendessen kommt natürlich der Mord an Vanara zur Sprache. Shaan erfährt, dass die Shai ihm eine Mitteilung hinterlassen hat. Die hat sie doch sicherlich hinterher an die Wand geschmiert, oder? Und woher stammt das Blut, wenn ihr Opfer bis auf eine Hand gänzlich verbrannt ist? Bzw. ist in so einer Hand noch genügend flüssiges Blut um eine Botschaft an die Wand zu kritzeln?
    Deleja erfährt, dass Shaan sie angelogen hat. Sie wirkt auf mich als könnte sie es noch nicht so recht wahr haben wollen.

    Ich bin mal gespannt wie's weitergeht Wink


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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von Susanne Gavenis am So Dez 14, 2014 11:53 am

    Wohl wahr, Protagonisten, die nicht leiden und jede Gefahrensituation mit einem lässigen Spruch auf den Lippen meistern, funktionieren vielleicht in einem 2-Stunden-Spielfilm, wo es noch fette Action und Effekte drumherum gibt, die von der eigentlich langweiligen und austauschbaren Konzeption der Hauptfigur ablenken können (wiewohl auch die fettesten Effekte schnell dröge werden), in einer geschriebenen Geschichte geht das aber gar nicht. Wenn die Figuren da nicht leiden und der Leser aufgrund dieses Leids Mitgefühl und Sympathie für sie entwickelt, wird es ihn auch gleichgültig lassen, ob sie am Ende das Monster besiegen, das gerade das Universum fressen will. Wer mal wissen will, wie sich eine Geschichte liest, die gnadenlos auf vordergründige Action getrimmt ist und sämtliche psychologische Tiefe der Figuren nur vorgaukelt, sollte mal in Guillermo Del Toros Vampir-Trilogie "Die Saat", "Das Blut" und "Die Nacht" hineinschauen. Wie viele völlig austauschbare Szenen es dort gab, in denen die Helden mit ihren Schwertern anstürmende Vampirhorden in dunklen U-Bahn-Tunneln niedermetzeln, kann man gar nicht mehr zählen. Sehr schön war auch die Szene, wo eine der Figuren, von den MG-Salven des von einem Vampir geflogenen Helikopters gejagt, quer über einen Hof läuft und sich dann mit einem lässigen Hechtsprung hinter eine Mauer rettet. Ich habe es, glaube ich, noch in keinem Buch erlebt, dass mich die beschriebene Action derart angeödet hat.

    Bei deiner Vermutung zur Shai'yinyal hast du ganz sicher recht. Für sie wäre es schlicht langweilig, den Mörder des ersten Mädchens einfach weitermorden zu lassen, da Shaan es ja nicht mehr mitbekommen würde. Sucht sie sich stattdessen ein neues Opfer, das sie unter ihren Willen zwingt, sendet sie Shaan damit zugleich eine klare Botschaft: "Ich habe gerade wieder einen neuen Killer losgeschickt. Nun lauf mal schön und sieh zu, ob du noch rechtzeitig kommst!" Das dient zweifellos mehr ihrer persönlichen sadistischen Befriedigung, als den Kampf schnell und effektiv zu beenden. Und du hast ebenfalls Recht mit deiner Vermutung, dass die Shai'yinyal auch ohne ihre Magie ganz gut zurecht käme, denn man kann davon ausgehen, dass sie von ihrem Lehrer - so wie Shaan - über die Jahre ein intensives Nahkampftraining erhalten hat. Und so wie Shaan den guten Trist auf dem Fest allein mit seinen körperlichen Fähigkeiten lässig niederringen konnte (obwohl er das selbst vermutlich gar nicht so wahrgenommen hat), wäre wohl auch ein gestandener Kerl im rein körperlichen Kampf gegen die Shai'yinyal chancenlos.

    Die Shai'yinyal hat die Botschaft an der Wand nicht mit der abgetrennten Hand geschrieben. Da sie ja den Mörder vollkommen unter der Kontrolle ihres Willens hatte, war es ihr ohne Probleme möglich, ihm zu befehlen, sich selbst ein paar Schnitte zuzufügen und die Botschaft damit zu schreiben, bevor sie ihn abfackelt. Shaan war ja noch ein paar Straßen weit entfernt, als er die Feuermagie der Shai'yinyal gespürt hat, und so ein paar Worte irgendwo hinzuschmieren, dauert letztlich auch keine Stunden.


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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von SilbenPrinz am So Dez 14, 2014 12:17 pm

    So oder so ähnlich müssen ihre Gründe wohl aussehen.
    Trotzdem kann ich nicht glauben, dass sie die Möglichkeit verschenkt ihren Gegner in Augenschein zu nehmen und wenn ihr das gelingt, ist es nur noch ein Wimpernschlag zu Delejas Vernichtung. So wie sie scheinbar unsichtbar durch die Stadt gleitet, sollte es doch kein Problem sein, dem sich offen präsentierten Shaan zu folgen.
    Zwar setzt sie ihn unter Druck -Sieh was für ein Versager du bist- aber gleichzeitig hat sie nicht den Mumm ihm eine direkte Schlappe zu verpassen. Ein bisschen Tuchfühlung mit dem Feind hätte mir hier gefallen. Smile Das Schattenhafte der Shai hätte darunter nicht leiden müssen. Da reicht ja schon ein Kapuzenmantel und eine Unterbrechung des Kampfes durch Schaulustige unter denen der eine oder andere Yinyalverdächtige herumlungert. Beide Shais hätten ja zusehen müssen, dass ihre Maske nicht gelüftet wird. Ich glaube, mir fehlt hier die Aktion ein bisschen.


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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von Susanne Gavenis am So Dez 14, 2014 12:23 pm

    Na, dann hoffe ich, dass dich die nächsten Kapitel für dein langes geduldiges Darben ein wenig entschädigen werden.
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    Re: Kapitel 13: Das Wirken der Shai'Yinyal

    Beitrag von Lucy2138 am Di Dez 23, 2014 6:58 pm

    Hallo!
    Zum 13.Kapitel hab ich mal wieder ein paar Punkte anzumerken.

    1. Der Ruf der Lanhal sagt Shaan zwar, dass alles in Ordnung ist mit Deleja, aber trotzdem quält er sich aus dem Bett um sie zu suchen? Sollte er nicht eigentlich angesichts des drohenden Kampfes zumindest ein bisschen mehr auf sich aufpassen?

    2. Warum stellte ihm nur jeder die gleiche Frage? --> Eindeutig. Der arme Shaan hat nicht viel Erfahrung damit, dass sich Leute um ihn sorgen.


    3. Andererseits hatte ich in diesem Kapitel auch das Gefühl, dass er nun endlich beginnt sich darauf einzustellen, dass er gegen die Shaiyinyal kämpfen wird müssen. Die Härte in seinen Gedanken (und das ganze Zähneknirschen) können einem fast Angst machen, so plötzlich kommt die Sinneswandlung, aber das ist auch mal ne gute Entwicklung wenn man mich fragt. Ein bisschen aus sich raus kommen hat noch keinem geschadet.

    4. Weitere Opfer für die Shaiyinyal und damit ist der Kampf endgültig eröffnet. Bleiben noch sieben… Und auch hier hat Shaan zwar wieder Selbstzweifel aber es wird besser, denke ich. Er konzentriert sich nicht mehr nur auf sein Versagen, sondern darauf wie er die ihm gestellte Aufgabe schaffen kann. Das ist immerhin schon etwas.


    5. Oho! Deleja misstraut Shaan. DAS ist jetzt mal gar keine gute Entwicklung. Aber natürlich verständlich, denn Shaan verschwindet genau zu dem Zeitpunkt des Mordes…

    Gut. Damit bin ich fertig.
    Lg Lucy


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