Fantasy- und Schreibforum



Willkommen werter Reisender!

Ich hoffe dein Weg hierher war nicht allzu steinig und mühselig.
Komm doch herein, trink ein wenig, ruh dich aus und schmökere eine Runde. Vielleicht hast du ja Lust dich dazuzusetzen, eine Diskussionsrunde anzuheizen, Ideen einzuwerfen oder uns mit deinen Texten zu verzaubern.

Egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder bereits veröffentlichender Autor: Schau herein, zeig uns deine Texte und kommentiere die der anderen User. Oder hast du vielleicht einen neuen Schreibratgeber entdeckt oder selbst einige Tipps auf Lager? Zu deiner Sicherheit ist die Plattform für eigene Texte und rund ums Schreiben/Veröffentlichen, sowie die Zeichenwerkstatt für Gäste unsichtbar, sodass die Beitragsinhalte nicht für Unregistrierte zu finden und schnell kopierbar sind.

Seit dem 5.4.13 sind wir hier und freuen uns immer über neue Gesichter.

Alastor

Ein Forum für Hobbyschreiber, erfahrene Autoren und Fantasybegeisterte

    Kapitel 11: Das Fest

    Austausch
    avatar
    Susanne Gavenis
    Wortmagier
    Wortmagier

    Anzahl der Beiträge : 1828
    Anmeldedatum : 07.04.13

    Kapitel 11: Das Fest

    Beitrag von Susanne Gavenis am Di Sep 09, 2014 4:00 pm

    Hier könnt ihr etwas zum 11. Kapitel schreiben.
    avatar
    SilbenPrinz
    Weltenbauer
    Weltenbauer

    Anzahl der Beiträge : 852
    Anmeldedatum : 05.04.14

    Re: Kapitel 11: Das Fest

    Beitrag von SilbenPrinz am Mi Nov 26, 2014 4:51 pm

    Tada! Da haben wir ihn also, Gefflans Tod.

    Dieses Fest hat es für Shaan wirklich in sich. Wieder einmal scheint er alles falsch zu machen und dann lügt Deleja auch noch! Und als wäre das nicht genug kommt jetzt was ich so lange schon befürchtet habe. Ha!
    Trists Verhalten macht Shaan richtig wütend. Das gefällt mir. Dass die gute Deleja aus falscher Scham lügt, finde ich allerdings schon hart. Dramaturgisch hast du dieses Kapitel aber sehr schön hinbekommen.
    Mich wundert, dass er nicht versucht zu Gefflan zu gelangen. Selbst wenn er zu spät wäre um ihn zu retten, könnte er jedoch die Shai'yinyal auf dem Weg zurück in die Stadt stellen. Was ja auch verhindern würde, dass sie beim Kämpfen Zuschauer hätten. Schade, dass seine Wut nicht so lange anhält um diesen Versuch zu starten. Seine Resignation scheint doch stärker.

    Auf Seite 253 gibt es eine Stelle, die seltsam klingt.

    Während sie sprach, sah sie zu Puross Olvive ...

    sollte es nicht 'zu ihrem Mann' heißen?

    LG SilbenPrinz


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    In einem guten Buch lebt die Seele seines Schöpfers in tausend Facetten weiter.




    Hilfe! Ich habe ein Ork-Buch gelesen! Und obwohl der Autor angeblich ein Mann ist, bin ich überzeugt, dass Er nur eine Sie sein kann. Solche Schmuse-Orks sind mir noch nie begegnet!
    avatar
    Susanne Gavenis
    Wortmagier
    Wortmagier

    Anzahl der Beiträge : 1828
    Anmeldedatum : 07.04.13

    Re: Kapitel 11: Das Fest

    Beitrag von Susanne Gavenis am Mi Nov 26, 2014 6:40 pm

    Tja, was soll ich sagen? Da geht er hin, der gute Gefflan!

    Das Kapitel mit dem Fest war ein zentrales Kapitel für die Geschichte, wo sich die Konflikte deutlich zuspitzen. In diesem Sinne markiert es den Übergang zwischen der ersten Hälfte und der zweiten Hälfte des Romans. Deleja scheitert in dieser Situation - anders als in der mit Enjun, als sie Shaan beisteht - brutal an ihren Ängsten, was sich unmittelbar auf ihre Beziehung zu Shaan auswirkt. Für beide hat sich damit ihr jeweiliger Konflikt deutlich verschärft, umso mehr, da Shaan am Ende des Kapitels noch Gefflans Tod aus der Ferne miterleben muss.

    Ich hatte mir ja vor Beginn einen Stufenplan zur allmählichen Konfliktsteigerung überlegt, um einerseits zu verhindern, dass ich zu schnell voranpresche und die Konflikte zu abrupt zu heftig werden lasse, und andererseits der Gefahr zu entkommen, zu lange auf der Stelle stehen zu bleiben und die Konfliktentwicklung zu verschleppen. Die Ereignisse auf dem Fest und Gefflans Tod waren dabei wichtige Etappen (weitere waren in den Kapiteln vorher beispielsweise die zwei, drei Szenen zwischen Shaan und Gefflan im Tal, wo der Konflikt zunächst nur zwischen den beiden bestand, dann vor allem das Dorffest mit den aufdringlichen Mädels und Shaans erste Begegnung mit Enjun, wo sich sein Grundkonflikt langsam mehr und mehr zuspitzt und zunehmend mehr auf dem Spiel steht. Bei Deleja gab es bis zu diesem Zeitpunkt weniger Etappen in ihrer Konfliktentwicklung. Hier war es vor allem die Szene, in der ihr Vater ihr von seinen Hochzeitsplänen erzählt und sie dazu schweigt. Für sie markiert das Fest den nächsten bedeutsamen Schritt bei der Verschärfung ihres Konflikts.). Das waren ein paar der Wegpunkte, die ich mir überlegt hatte, bevor ich mit dem Schreiben begonnen habe. Das mit den Etappen der Konfliktsteigerung ist bei meinen Vorüberlegungen das Allerwichtigste, alles weitere findet sich beim Schreiben.

    Shaan zwingt sich ja in dieser Situation, vernünftig zu überlegen. Von seinem Gefühl her wäre er sicherlich sofort losgestürmt, um zu Gefflan zu gelangen, aber wie er selbst erkennt, wäre es einfach unklug. Er würde um die drei Stunden bis zu Gefflans Höhle brauchen, und das in unwegsamem Gelände und mitten in der Nacht, weshalb er eine Fackel mitnehmen müsste. Da die Shai'yinyal allerdings die Feuermagie beherrscht, wäre ein Kampf unter solchen Bedingungen derart extrem ungleich, dass er sich schweren Herzens entscheidet, nicht zu gehen.

    Ich habe mir die Stelle, die du erwähnst, angeschaut. Wenn die Szene aus Madala Olvives Perspektive geschrieben wäre, hättest du Recht, da sie ja nicht selbst von ihrem Mann als "Puross Olvive" denken würde. Da die Szene aber aus Shaans Sicht geschrieben ist, sehe ich da kein Problem. Der Satz heißt ja "Während sie sprach, sah sie zu Puross Olvive hinüber, der seine Frau bereits völlig vergessen zu haben schien, und ein bitterer Zug grub sich in ihr Gesicht." Shaan als mehr oder weniger neutraler Beobachter dieses Verhaltens kann die Personen durchaus in dieser Form gedanklich bezeichnen, denke ich.

    Übrigens können wir nun noch schneller voranpreschen, denn Elandor hat sich wegen diverser anderer Verpflichtungen bis auf weiteres aus der Leserunde abgemeldet, hofft aber, bald wieder dazu stoßen zu können.
    avatar
    Drachenprinzessin
    Weltenbauer
    Weltenbauer

    Anzahl der Beiträge : 924
    Anmeldedatum : 19.03.14
    Ort : hinterm Pluto gleich links

    Re: Kapitel 11: Das Fest

    Beitrag von Drachenprinzessin am Sa Dez 06, 2014 2:44 pm

    Hallo Susanne!

    Da wir jetzt schneller voran preschen können bedeutet das, das ich dein Buch ohne schlechtes Gewissen ruhig vor Weihnachten zu Ende lesen kann? (Ich platze vor Neugier wenn ich es nicht tue... )

    Zum Kapitel:
    Ich mag die unterschwellige Spannung am Anfang, weil ja noch nicht klar ist wer der Yinyal ist. Obwohl mein Gefühl mir weiterhin sagt, dass es Enjun ist. Und wie sich Trist's dunkle Seite in diesem Kapitel offenbart hat hoffe ich, dass es Enjun ist. Klingt vielleicht komisch, aber ich hege einen Hass gegen Männer, die Macht über Frauen gewinnen wollen auf die Art, wie Trist es getan hat.
    Shaan versucht ihr zu helfen und kommt dabei gar nicht so inkompetent rüber wie er sich fühlt. Schade ist, dass Deleja gegenüber ihrem Vater lügt, weil sie sich selbst zu stark an die Vorstellung bindet wie sie ihm gegenüber auftreten muss, als dass sie es schafft die Wahrheit zu sagen. Immerhin sieht sie ihren Fehler ein, auch wenn es zu spät ist.
    Shaan fühlt sich aber deshalb noch schlimmer und es wundert mich, dass er in diesem Zustand Gefflan nicht zur Hilfe eilt, sondern es schafft die Situation kritisch zu betrachten und zu dem Schluss zu kommen, dass er der Shai'Yinyal unter diesen Vorraussetzungen unterlegen ist. Klar, Gefflan war kein Mustervater, aber Shaan scheint dennoch eine gewisse Bindung zu ihm zu haben (jedenfalls kommt es mir so vor). Ich muss ehrlich gestehen, dass ich über Gefflan's Tod nicht allzu betrübt bin. Er ist halt nicht die Art von Character, der man nachtrauert.


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    1+4=7    willkommen in meiner Welt  
    avatar
    Susanne Gavenis
    Wortmagier
    Wortmagier

    Anzahl der Beiträge : 1828
    Anmeldedatum : 07.04.13

    Re: Kapitel 11: Das Fest

    Beitrag von Susanne Gavenis am So Dez 07, 2014 7:29 pm

    Tja, mal schauen, ob wir bis Weihnachten durch sind. Da sich Elandor, wie ich glaube, komplett aus der Runde verabschiedet hat und Lucy bis Weihnachten auch nicht mehr großartig Zeit hat, im Forum vorbeizuschauen, denke ich, lesen wir einfach so schnell, wie wir Lust haben. Es wäre auf alle Fälle Unsinn, immer wieder drei- bis vierwöchige Pausen einzulegen, bis alle, die (vielleicht) noch mitlesen, aufholen können.

    Ich denke, du bist nicht die einzige Frau, die bei Trists Verhalten auf dem Fest grimmig die Zähne gefletscht hat. Sein Handeln hat einfach ein derart hässliches Licht auf seinen Charakter geworfen, dass es vermutlich kaum eine Frau geben dürfte, die ihn dafür hätte herzen und knuddeln wollen.

    Na ja, ich denke, dass Shaans Überlegungen auf dem Balkon, als er die Magie der Shai'yinyal spürt, letztlich keine tiefschürfenden Sherlock Holmes-Analysen sind, bei denen jedem Normalsterblichen nach ein paar Sekunden das Hirn anfängt zu qualmen. Er sieht - trotz des Schocks, unter dem er sicherlich steht -, dass unter den Bedingungen, die im Moment herrschen (Nacht, drei Stunden Fußmarsch in unwegsamem Gelände mit einer Fackel, während die Shai'yinyal Feuermagie beherrscht), ein sofortiger Rettungsversuch lediglich blinder Aktionismus wäre, der niemandem helfen würde. Shaan ist zwar durch seine vielen Ängste ziemlich gehandicapt, im Grunde aber ist er durchaus ein recht intelligentes Kerlchen (wobei diese Intelligenz sich durch Gefflans unerbittliche Erziehung sicherlich nicht so entfalten konnte, wie sie es unter einem anderen Vater hätte tun können. Aber grundlegende logische Schlüsse aus seinen Beobachtungen kann er schon ziehen - Gott sei Dank!).


    _______________________________________________________________________________________________________________________
    Meine Webseite | Meine Facebookseite
    avatar
    Lucy2138
    Buchstabenjongleur
    Buchstabenjongleur

    Anzahl der Beiträge : 208
    Anmeldedatum : 02.05.14
    Alter : 19
    Ort : Hogwarts

    Re: Kapitel 11: Das Fest

    Beitrag von Lucy2138 am Mo Dez 22, 2014 11:06 pm

    Hallo!
    Das 11. Kapitel behandelt zwar „nur“ einen Abend, aber dafür haben wir hier einen großen Batzen Handlung drin, finde ich.

    Zuallererst einmal ist da natürlich das Fest, dass das ganze Kapitel bestimmt (wie der Titel nun schon einmal sagt). Es ist ein schönes Fest. Das Bild des Saals mit den riesigen offenen Fenstern, den Kerzen und den Gästen konnte ich mir wunderbar vorstellen. Aber gleichzeitig hat das Fest auch einen sehr traurigen Beigeschmack, den immerhin soll Deleja hier gegen ihren Willen verheiratet werden und das ist so ziemlich das Schlimmste, das ich mir vorstellen kann.

    Dann ist da noch Madala Olvive, die mir wie ein Blick in Delejas Zukunft erscheint. Sie wirkt so freundlich, so ganz und gar nicht zu ihrem Mann passend. Sie tut mir wirklich leid und eines weiß ich ganz sicher: Diese Hochzeit muss verhindert werden, sonst wird Deleja genauso enden und das ist eine traurige Vorstellung.

    Und natürlich noch zu erwähnen ist der Vorfall auf der Terrasse, der aus Trist dem Angeber eindeutig Trist den Mistkerl macht und mich vielleicht in Bezug auf die Yinyal-Spekulationen zögern lässt. Vielleicht ist es doch er und nicht Enjun?

    Ja, und dann ist da noch die Tatsache, dass Deleja ihrem Vater nicht die Wahrheit sagen will. Das finde ich fast ein bisschen feige von ihr, denn wie sie später in ihrem Zimmer auch feststellt, ist das Shaan gegenüber wirklich nicht fair. Der Arme hat zum Ersten Mal was so richtig Richtig gemacht und wird dafür beinahe aus dem Haus geworfen, weil Deleja ihren Vater nicht enttäuschen kann. Nein, nein, nicht fair. Aber so ist das Leben, nicht wahr? C’est la vie….

    Oho und nicht zu vergessen: Gefflan stirbt. Gut. Das war zu erwarten und irgendwie ist es trotzdem traurig, dass er nicht mehr sehen kann wie Shaan sich so macht. Ich bin mir sicher im Laufe der Geschichte wäre Gefflan noch stolz auf seinen Sohn gewesen, aber das hat sich jawohl hiermit erledigt…

    Lg Lucy

    PS: Ich glaube nicht, dass wir das bis Weihnachten schaffen. Den Haufen hol ich so schnell nicht mehr ein...

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mo Okt 23, 2017 5:12 pm