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Alastor

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    Prolog: Die Geburt des Shai'lanhal

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    Élandor
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    Re: Prolog: Die Geburt des Shai'lanhal

    Beitrag von Élandor am So Sep 28, 2014 3:19 pm

    An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei allen entschuldigen! Ich hatte eigentlich geplant, sofort mit dem Lesen anzufangen, allerdings ist einige Tage zuvor mein Reader kaputt gegangen und ich konnte nicht mehr lesen! Ich hatte gehofft, dass sich das Problem schnell beheben ließe, was aber nicht der Fall war. Dazu kam, dass mich die Schule bereits nach eine Woche komplett beschäftigt hat, sodass ich auch keine Zeit hatte, mir Ersatz zu beschaffen. Dazu kommt der Sport und der schwierige Einstieg in die RPGs...
    Aber genug der Nörgelei! Mein tolino ist nun eingeschickt und ich werde bald ein neues Modell bekommen (hoffe ich). Bis dahin habe ich mir einen Reader ausgeliehen und kann mitlesen! In Zukunft sollte es zu keinen Verzögerungen meinerseits kommen.

    Also: Erstmal war ich erstaunt, wie lang der Prolog war! Für mich ist ein Prolog eine kurze Einführung in die Geschichte, bei der, wie zum Beispiel bei den WarriorCats, eine Prophezeiung ausgesprochen wird, die das gesamte Geschehen beeinflusst. Hier war es jetzt eher ein Kapitel mit lauter Erklärungen, was eigentlich los ist. Dennoch habe ich einen leichten Einstieg gehabt. Gerade bei solch skurrilen Namen und Vorgängen fällt es mir immer recht schwer, alles zu verstehen und erfassen. In diesem Fall, fiel es mir recht einfach.
    Gefflan habe ich am Anfang als einen Mann kennengelernt, der an seiner Familie hängt. Seine große Trauer um seine Frau zeigte seine große Liebe. Allerdings kam es mir eher unwahrscheinlich vor, dass er Shaan vorerst ignoriert hat. Er wollte sein Schicksal nicht annehmen, dass Shaan der Shai'lanhal war. Am Ende jedoch kam ein plötzlicher Meinungsumschwung und er wollte alles tun, um ihn zu beschützen, obwohl er vorher kritisch war. Elf lange Tage Trauer und dann auf einmal alles vergessen und um den Sohn kümmern. Das kam mir ein wenig zu schnell vor!
    Ansonsten ist mir auch noch aufgefallen, dass du oft viele Dinge genauer beschreibst. Im Sinne von "... Bäume, die ..."! Verstehst du, was ich meine! Wie, SilbenPrinz auch schon sagte: Manchmal ist es doch ein wenig ZU viel.

    Ja, das waren jetzt hauptsächlich negative Punkte, ich weiß, aber ich finde, dass sich dein Prolog vom Stil her sehr flüssig lesen lässt und auf jeden Fall Lust macht, weiterzuverfolgen, was denn nun mit Shaan geschieht!

    LG Élandor


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    Susanne Gavenis
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    Re: Prolog: Die Geburt des Shai'lanhal

    Beitrag von Susanne Gavenis am Mo Sep 29, 2014 1:52 pm

    Hallo Elandor!

    Ja, manchmal schmeißt einem das Leben brutale Hindernisse in den Weg!  Aber schön, dass du jetzt mit dabei bist.

    Na ja, "alles vergessen und um den Sohn kümmern" ist dann doch nicht unbedingt das, was Gefflan tut. Trotz seiner Trauer und seiner Verbitterung ist er ja wie gesagt sein ganzes Leben auf die Erfüllung seiner Pflichten hinsozialisiert worden. Das heißt, dass er nicht wirklich leugnen kann (auch wenn er es gerne täte), dass Shaan der Shai'lanhal ist.

    Dieses Gefühl, dass er seiner Verpflichtung nicht entkommen kann, benutzt er nun jedoch als Waffe, um sich vollkommen gegen jedes positive Gefühl gegenüber seinem Sohn abzuschotten. Wenn Gefflans Vater zu ihm sagt: "Er ist dein Sohn" und Gefflan darauf antwortet: "Er ist der Shai'lanhal", dann ist im Grunde in diesem einen Satz schon die komplette Beziehung zwischen Shaan und seinem Vater enthalten, wie sie sich 16 Jahre später im ersten Kapitel zeigt. Das hat nichts damit zu tun, dass sich Gefflan plötzlich vom ablehnenden Saulus zum fürsorglichen Paulus wandelt, sondern für ihn bedeutet die Erfüllung seiner Pflicht, seine Trauer, seine Wut und seine Verbitterung 16 Jahre lang unverändert in seiner Seele zu konservieren, um gerade KEINE liebevollen Vatergefühle für sein Kind in sich wachsen zu lassen. Er akzeptiert zwar die ROLLE, die ihm aufgezwungen wird, weil er das Gefühl hat, hierbei keine Wahl zu haben, aber seinen SOHN als eigenständigen Menschen, den er lieben kann, akzeptiert er leider nicht (ich gehe mal davon aus, dass du ohnehin zügig weiterlesen wirst, so dass ich - hoffentlich - jetzt nicht zu viel gespoilert habe.).
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    Re: Prolog: Die Geburt des Shai'lanhal

    Beitrag von Drachenprinzessin am Mo Sep 29, 2014 7:21 pm

    Susanne Gavenis schrieb:Mhm, ich hatte damals mehr das Gefühl, dass sich diese Meinung nicht auf den Inhalt der Geschichte bezogen hat (das wäre völlig in Ordnung gewesen), sondern die eigentliche Aussage war: "Ist handwerklich anspruchslos und simpel" (etwa in die Richtung wie ein anderer, auf Amazon sehr beliebter Satz: "Schreibt stilistisch auf dem Niveau eines Grundschülers"). Und wenn man sich schon viele Jahre damit beschäftigt, dieses Handwerk zu lernen, dann tut eine solche Meinung zum einen weh, zum anderen macht sie einen einfach sauer, und zum dritten konnte ich sie auch nicht nachvollziehen. Mittlerweile bin ich da deutlich gelassener (und auch selbstbewusster) geworden. Wenn man wirklich mal sein Buch auf dem Markt hat, muss man echt hart im Nehmen werden und ab einem gewissen Punkt komplett bei sich selbst bleiben, oder man wird von den ganzen widersprüchlichen Meinungen zur eigenen Geschichte einfach zerrieben und verliert sich ganz schnell selbst aus dem Blick. Das mit den Veröffentlichungen hatte ich mir spaßiger vorgestellt!

    Lass dich von diesen 1 Stern Rezensionen bloß nicht unterkriegen! Ich habe auch mal so eine bekommen, nicht auf Amazon aber in einem anderen Literaturforum. Am Anfang schmerzt es schon so eine Ein-Satz-Meinung zu lesen (bei mir war es jedenfalls nur ein Satz), aber dann hab ich mir gedacht "kratz mich doch am Ärmel Junge" weil ich mich davon nicht runterziehen lassen wollte. Wenn man so eine Meinung hat, dann muss man sie ja auch begründen können, nur konnte das mein Kritiker nicht. Dann habe ich mich gefragt, ob diese Person wirklich mein Buch gelesen hat. Denn wenn man so einen Satz in seine Rezension schreibt, dann muss man ihn ja auch begründen können.
    Wie Du schon sagst, man muss sich ein dickes Fell zulegen wenn man Bücher veröffentlichet, allerdings finde ich es mindestens genauso wichtig den Spaß am Schreiben nicht zu verlieren. Ohne den könnte ich jedenfalls nicht weitermachen.

    Noch etwas zu den Schreibratgebern: Vor ein paar Jahren als ich mit dem Schreiben angefangen habe, hab ich mir auch mal so einen Ratgeber zugelegt. Das war einer der Marke "Adjektive sind alle schlecht und müssen ausgemerzt werden". Ich hab eine Zeit lang versucht mich daran zu halten, dieses Vorgehen aber schnell über den Haufen geworfen weil es für mich bedeutete gegen meine innere Stimme und vor allem gegen mein Herz zu schreiben. So was kann ich ja gar nicht und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das richtig ist.
    Den besagten Schreibratgeber hab ich dann in den Papiermüll gekloppt, fragt mich deshalb bitte nicht nach dem Autor oder Titel oder ähnliches.


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    Susanne Gavenis
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    Re: Prolog: Die Geburt des Shai'lanhal

    Beitrag von Susanne Gavenis am Di Sep 30, 2014 12:05 pm

    Ja, ich denke auch, wenn die Tipps eines Schreibratgebers (oder die Kritik eines Lesers) massiv gegen das eigene Sprachgefühl oder die eigene Einschätzung meiner Geschichte verstoßen, ohne dass auch nur im Ansatz eine Begründung für die Vorteile dieser Tipps oder die Berechtigung dieser Kritik mitgeliefert wird, sollte man - allein aus Selbstschutz - diese Tipps und diese Kritik ignorieren und bei dem bleiben, was man selbst für gut hält.

    Es ist einfach unglaublich leicht, unter dem Bombardement widersprüchlicher, manchmal gut gemeinter, manchmal bösartiger Rückmeldungen den Zugang zu seiner eigenen inneren Stimme zu verlieren und plötzlich nur noch zu überlegen, wie man so schreiben kann, dass man der nächsten destruktiven Kritik entgeht, statt die Art von Geschichte (in dem Stil, der einem selbst gefällt) zu erzählen, die man erzählen möchte. Wie ich auch Silbenprinz in einer PN letztens geschrieben habe, hat die Entscheidung, eine bestimmte Art von Rückmeldung sofort in die Mülltonne zu werfen, ohne auch nur eine Sekunde seiner geistigen und emotionalen Energie darauf zu verschwenden, in meinen Augen nichts mit Arroganz oder Besserwisserei zu tun, sondern ist einfach eine notwendige Form der Psychohygiene. Natürlich KANN es ein Zeichen von Arroganz und Lernunwilligkeit sein, wenn man jede Kritik sofort als unverschämten und dummen Affront abtut, ohne sich weiter damit zu beschäftigen. Ich denke, hier hilft nur der Versuch, so ehrlich wie möglich Selbstreflektion und Selbstkritik zu betreiben, um für sich selbst entscheiden zu können, ob ich über eine Kritik nur deshalb nicht nachdenken will, weil ich mich selbst für Gott halte, oder weil sie mir als Autor nicht gut täte.


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