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Alastor

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    Evolution = Fortschritt?

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    Evolution = Fortschritt?

    Beitrag von Alastor am Sa Apr 06, 2013 5:28 pm

    Eine Diskussion von einem anderen User, die ich hier gern wieder einfüge, auch wenn sein Beitrag nicht mehr verfügbar ist.

    Es geht um die Evolution, inwiefern sie einen Fortschritt für einen Organismus (Auch den Menschen) darstellt, wie sie modifiziert werden kann, wieviel Macht der Mensch darüber hat und was passiert, wenn eine Fehleveolution stattgefunden hat.


    Ein interessantes Thema hast du da aus dem Hut gezaubert... vielleicht beteiligt sich der ein oder andere ja noch an einer Diskussion^^
    *Hände reib* Ich schreib dann mal losGrins


    Diskussionspunkt: Evolution...läuft sie fortschrittlich (im Sinne von Besser)? Was ist mit den moralischen Vorstellungen?

    Die Evolution verläuft durchaus fortschrittlich. Aber nicht im Sinne von Moral, Ethik, schöner (wobei das teils auch gilt, genauso wie das danach), größer, komplexer oder richtiger. Sie verläuft fortschrittlich im Sinne von "passender". Natürlich schlägt die Evolution auch einmal Irrwege ein, aber diese "Irrwege" werden bei Inkompatibilität wieder entfernt. Meist du den evolutionären Fortschritt einer anderen Spezies oder der Natur selbst. Und ja, da muss ich mich dir anschließen... ich glaube es fällt vielen Menschen schwer zu glauben/akzeptieren, dass sie nur ein Teil der Natur sind und die Natur eben nur nach dem Schema "passender" agiert.
    Dummerweise hat die Evolution (ich spreche ihr ab eine Entscheidung fällen zu können, auch wenn das so klingt Grins) den Menschen recht intelligent gemacht. Klar, es geht immer besser, aber der Mensch ist teils in der Lage seine eigene Evolution zu beeinflussen. Allerdings hat das einen ganz starken Nachteil für die Menschen: Einzelne werden "stärker" (fitter, überlebensfähiger), als sie sein sollten. Der gesamten Genpool der Menschen wird dadurch geschwächt. Haben früher Epidemien dafür gesorgt, dass die Zahl der Menschen relativ gleich bleibt und die Kranken, Alten, Immungeschwächten sterben und die Gesunden und "Fitten" überleben, hilft die Medizin über diesen Punkt mittlerweile hinweg. So können sich Gendefekte eher verbreiten und ja...es ist erwiesen, dass die genetische Intelligenz der Menschen sinkt^^ So war der Mensch früher von Geburt an intelligenter (im Durchschnitt) als heute.
    Wer jedoch gut und viel lernt, kann dennoch um einiges intelligenter sein als früher. Die erlernbare Intelligenz ist also mehr oder weniger der prägende Faktor...ich wollte damit nur zeigen, wie sich die Gene, durch die Menschengemachte Beeinflussung der Evolution verändern können^^


    Diskussionspunkt: Evolution bringt langsam neue Arten hervor, die eine Zeit lang existieren und dann aussterben.

    Es ist die Frage, ob das wirklich für alle gilt. Man müsste ein paar viele Millionen Jahre weiter nach vorne schauen, um die Aussage eventuell treffen zu können. So gibt es Arten, die schon seit Millionen von Jahren leben und nicht den Anschein machen, als würde sie i.wie schwächeln. Das liegt daran, dass sie so gut an ihre Umgebung angepasst sind (sind aber in der Lage sich schnell auf andere Umstände einzustellen) und Arten, die damit konkurieren "wollen" es nicht schaffen sich dort reinzudrängen. So ist die wahrscheinlich älteste heute noch bestehende Art 220 Millionen Jahre alt.


    Weiterer Diskussionspunkt aus dem alten Thema: Bevorzugt die Evolution den Menschen? Meinung des vorherigen Users: Nein, der Mensch ist nicht bedeutender, als eine andere Art, aber wir haben uns die Krone der Schöpfung selbst aufgesetzt

    Genau. Wir sind nur ein kleiner Teil und egal wie sehr wir uns gegen die Natur sträuben, ihre Gewalten einzudämmen versuchen, den Tod oder die Evolution auszutricken versuchen... die Evolution/Natur ist meist (noch) schneller als der Mensch. Und sollte der Mensch i.wann schneller sein und sich so gestalten können wie er will, so wird die Natur i.was neues aus dem Hut zaubern. Und sei es ein nicht abwendbarer Asteroid, der die Evolution von neuem beginnen lässt Grins

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    Re: Evolution = Fortschritt?

    Beitrag von Blutelbe am Mo Apr 08, 2013 9:34 pm

    ich glaube nicht das es in der Evolution so was wie Fehler gibt, außer den einen riesengroßen Fehler der Menschheit...
    Ob die Evolution, die Menschen braucht? Nein, auf keinen Fall. Wir sind genau so unwichtig wie andere Wesen auch, oder eher, es wäre gut für die Umwelt, wenn wir mal schnell den Abgang machen. Das Aussterben einer einzelnen Art kann ausgeglichen werden, auch wenn sie eventuell ein Massenaussterben hervorruft. Aber irgendwie kann das die Natur verkraften. Aber was wir hier angestellt haben, und immer noch anstellen, das geht nicht mal eben in einem Tag wieder zu beheben. Schon allein wegen dem Uran und anderen strahlenden Elementen. Ich habe jetzt nicht im Kopf wie hoch die Halbwertzeit von Uran ist, aber sie ist extrem hoch. Und bis sich die Natur davon erholt hat, das kann dauern. Aber irgendwann wird diese Zeit kommen, und wenn nicht, dann ist das Universum halt wieder mal auf ein Staubkorn zusammen geschrumpft und wartet auf einen neuen Urknall Wink und dann geht alles von vorne los. Also nein!!! Die Menschheit ist nicht für die Ewigkeit bestimmt.
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    Re: Evolution = Fortschritt?

    Beitrag von Alastor am Di Apr 09, 2013 7:53 pm

    Ein kleiner BEitrag zu "Evolution und keine Fehler".

    Evolution beruht auf genetischen Modifikationen...und auch da vertut sich die Natur gern.
    Mutationen können zu einer Verbesserung führen, aber auch auch zu einer radikalen oder langsamen Verschlechterung eines Inidviduums oder einer Art.
    Z.B. können durch Mutationen Gendefekte entstehen...das wäre dann ein Fehler^^
    Evolution und eine kontinuierliche Verschlechterung wären z.B. die Zähne bei einem Säbelzahntiger, die i.wann einfach nur noch unpraktisch für das Tier waren.

    Es gibt viele Irrläufer in der Evolution und bei gravierenden Fehlern sterben diese Arten aus, da sie nicht mehr mit anderen Arten (die sich optimaler entwickeln) mithalten können. D.h. die Evolution hat diese Art in eine falsche Richtung gedrängt.

    Noch ein paar Beispiele:
    Da gibt es zum Beispiel Robben, die in einer blauen Welt leben, aber genau diese Farbe nicht erkennen, oder Pottwale, die einen viel zu weiten Weg zum Essen zurücklegen.

    Auch gibt es eine Walart, die es immer wieder ins Süßwasser zieht - eine verhängnisvolle Angewohnheit. Leider vergessen sie dabei Ebbe und Flut, wodurch auch in Flüssen das Wasser steigt und sinkt. Immer wieder stranden die Tiere im Niedrigwasser der Flüsse. Das bedeutet für viele von ihnen den Tod.
    Der Gepard spielt bei der Jagd seine Trumpfkarte Schnelligkeit aus. Dummerweise ist er anschließend so außer Atem, dass Hyänen oder andere Räuber ihm die Beute wieder abnehmen.

    Raben sind sehr inteligente Tiere. Genau das verleitet sie aber auch zur Zockerei. Einfach nur weil es ihnen Spaß macht, ärgern sie gerne Hunde oder gar Wölfe indem sie ihnen in den Schwanz picken. Das riskante Spiel geht nicht selten schief und ist bestimmt nicht im Sinne der Evolution.

    Albatrosse sind äußerst elegante Flieger, stunden- oder gar tagelang können sie durch die Luft gleiten. Wenn es aber die Landung ansteht, geht die Eleganz flöten. Weil sie viel zu schnell herunterkommen, stürzen sie oft oder überschlagen sich. Das hat nicht selten Verletzungen zur Folge.

    Die Giraffe bekam meterlange Beine und einen noch längeren Hals, damit sie sich an höheren Baumwipfeln laben konnte. Der Haken: Sie ist nur schwer zu beschleunigen. Bei Gefahr muss sie direkt vom Gehen in den Sprint wechseln, beim Traben würde sie stolpern und leichte Beute werden. Das ist so, als wenn man ein Auto vom ersten in den fünften Gang schaltet. Kfz-Mechaniker raten davon ab, weil es Energien kostet und das Getriebe ruiniert - das gilt auch für die Giraffe.

    Nun muss man der Evolution zugestehen, nicht nach Perfektion zu streben. Hat eine Lebensform einen Zustand erreicht, der ihr Überleben sichert, besteht erst einmal kein weitere Bedarf an evolutionären Änderungen. http://www.rp-online.de/wissen/leben/fehler-in-der-tierwelt-1.2307162

    Hat schon alles etwas komisches an sich Hab mal nicht alle Beispiel übernommen


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    Re: Evolution = Fortschritt?

    Beitrag von Blutelbe am Di Apr 09, 2013 8:09 pm

    aber so gut wie alle dieser, wie du es ausdrückst "Fehler" haben auch was gutes für die Art. Und da sind die Nachteile zwar da, aber nicht so wichtig. Natürlich gibt es auch sachen die dann wirklich gravierend sind, aber dann stirbt die Art halt aus. So lange das von der Natur bestimmt wird und nicht von der Menschheit, ist das halt so und das finde ich dann auch vollkommen ok. Ich mag das Wort Fehler einfach nicht. Wink Weil irgendwie entstand das alles ja durch Selektion und Mutation. Und irgendwie wenn die Art bis heute lebt dann kann das nicht so schlecht für sie sein. Und die die nicht mehr leben, die haben ja gelebt. Und dann ist halt die ökologische Nische zu gegangen und die Art ist ausgestorben. So denk ich darüber. Wink
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    Re: Evolution = Fortschritt?

    Beitrag von Alastor am Di Apr 09, 2013 8:34 pm


    Naja...beim Beispiel Säbelzahntiger: Die Zähne wurden i.wann so lang, dass der Nutzen daraus zu gering wurde und sie letztendlich nur behindert haben.
    So konnte die Art einfach von einer anderen (die dieser Problem nicht hatte) "überrannt" werden...der Säbelzahntiger mit seinen langen Zähnen war gegen sie machtlos und starb aus.

    Es ist also für de Säbelzahntiger eine Fehlentwicklung gewesen...wären die langen Zähne nicht gewesen, hätte seine Art noch länger Bestand haben können^^

    Auch der Albatros...wenn der durch seine langen Flügel lange gleiten kann ist das zwar praktisch...wenn er sich beim Landen aber eben jene bricht, ist das alles andere als sinnvoll, denn dann wird er gefressen Laughing

    Ob es letztendlich (bezogen auf den Säbelzahntiger) ein Fehler der Evolution war diese Art aussterben zu lassen ist wieder etwas ganz anderes... das kann man nämlich nicht sagen. Für die Art als solche war es aber ein Fehler Wink


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    Re: Evolution = Fortschritt?

    Beitrag von Blutelbe am Di Apr 09, 2013 8:51 pm

    natürlich konnte der Sebelzahntiger nicht überleben und wenn man es so sieht war es vielleicht wirklich ein "Fehler". Aber immerhin wurde das Ökosystem nicht weiter "verletzt" oder wie man das ausdrücken soll. Also wenn man das so im ganzen sieht glaube ich das es außer dem Menschen keinen Fehler gab. Denn nur wenn es dem Ökosystem wirklich schadet ist wirklich etwas ... naja dummes halt passiert. Wink
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    Re: Evolution = Fortschritt?

    Beitrag von Lightning am Sa Jan 04, 2014 7:47 pm

    Hm. Man sollte sich mal vor Augen führen, dass täglich über 130 Arten aussterben, von denen die Meisten noch nicht einmal entdeckt sind.
    Es ist Tatsache, dass wir uns mitten im Frotschritt befinden, fragt sich nur wohin.
    Es ist genauso, wie mit dem so hochangepriesenen Wirtschaftswachstum: wo wollen wir denn hinwachsen, bitteschön?
    Wenn die ganze Welt auf europäischem, beziehungsweise westlichem Nievau leben will, ist dass mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen schlichtweg nicht realisierbar. Gleichkeit ist nicht die Lösung für unser Klimaproblem, auch wenn es unfair und grausam ist.
    Ich glaube ja, jede Art hat eine innere Uhr. Und wenn diese Uhr abgelaufen ist, sterben wir aus.
    Manche Muschelarten haben Millionenjahre und zwei Massensterben überlebt, andere sterben nach weniger als einem Jahrtausend wieder aus. So gesehen haben wir Menschen für unser Alter schon ordentlich viel umgekrempelt. Wir werden noch sehen wohin das führt...


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    We are all just suicidal kids, telling other suicidal kids, that suicide isn't the answer.

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