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Alastor

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    Die Rückkehr - Kapitel 2

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    wilpito
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von wilpito am Do Feb 13, 2014 12:08 pm

    Korbin setzte sich gerade hin und sah den Erzmagier direkt an.
    "Also jetzt mal im Ernst. Wir sollen also versuchen unsichtbar zu bleiben. Ich glaube im Leben nicht, dass wir es schaffen die Welt auszuspähen, ohne dass irgendjemand von uns auffällt. Und was dann?
    Was machen wir, wenn wir erwischt werden.
    Dürfen wir versuchen uns als Botschafter auszugeben und mit den Menschen verhandeln oder müssen wir hoffen, dass irgendjemand uns befreit?"
    Korbin sah in die Runde und Fixierte Lodrin: "Würdest Du zum Beispiel dein Leben riskieren um mich zu befreien?" Er sah weiter zu Élandor, "Oder Du?"


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Azrael am Do Feb 13, 2014 4:33 pm

    Er war zu spät dran. Verdammt nochmal. Schuld daran war dieses Weib. Woher sollte ER denn wissen, wo sie eine Ortschaft  fand, dessen Namen er sich nicht einmal merken konnte. Und ob es dort eine Taverne gab, in der ein Mann wirtschaftete, dessen Bart bis zum Boden ging.
    Bis er sie abgewimmelt hatte, vergingen die Minuten, die er jetzt zu spät kam.

    Verdammt. Aber wenigstens hast du dann einen glanzvollen Auftritt.

    Wenn das mit dem Feuer nur besser klappen würde, könnte er den wenigstens noch eindrucksvoller machen. Allerdings sollte er das vielleicht auch nicht unbedingt IN dem Ratssaal machen. Und draussen war vermutlich keiner mehr.

    Azrael eilte weiter. Endlich sah er das Gebäude und wenig später hatte er den Flur durchquert und legte seine Hand auf die Türklinke, deren Tür ihn in den Ratssaal bringen würde. Dass allerdings noch viel zu schwungvoll. Es kam, wie es kommen musste:  Die Tür ging leicht auf, viel zu leicht, rutschte ihm nicht nur aus der Hand sondern krachte auch geräuschvoll gegen die Wand, um nicht minder schwungvoll zurückzuschwingen und ihn anzurempeln. Aber wenigstens hatte er so den Türgriff wieder in der Hand.

    Jetzt hatte er wohl alle Augen auf sich. Und ganz besonders die des Erzmagiers. Azrael war nicht von kleiner Gestalt, aber vor dem Mann fühlte er sich nahezu winzig.

    "Entschuldigung." murmelte er mit betretenem Ton in der Stimme, schloss die Tür leise hinter sich und schob sich auf den nächstbesten freien Stuhl. Während er den Worten des Erzmagiers lauschte, blickte er sich verstohlen um.  Ganz in seiner Nähe sass ein Engel. Man musste kein grosses Wissen besitzen, um das zu erkennen, trotzdem starrte er das strahlende Wesen einen Moment lang fasziniert an.

    Eine Hexe war gestorben, das war tragisch. Azrael kannte sie zwar nicht, aber er bedauerte es ebenso.
    Und wer war Schuld? Letztendlich der Rat. Er nickte leicht. Der Rat hatte auch verhindert, dass er früh genug aufgebrochen war. Sie wollten keinen Dämon zurückkehren lassen. Und dann hiess es doch, er sollte sich auf den Weg machen. Azrael war neugierig auf die Welt und auf die Menschen.

    Während der Erzmagier weiter sprach, sah er sich weiter in dem Raum  um. Die zwei Wesen mit den Katzenohren fielen ihm auf und er grinste leicht. Die würden die Tränke brauchen, von denen der Magier gerade sprach. Packen brauchte er selbst nicht, er trug am Leib, was er brauchte. Und gegen unangenehmen Körpergeruch gab es ja Magie. Wenigstens die funktionierte bei ihm. Unwillig verzog er das Gesicht. Wenn das mit dem Rest mal auch so gut gehen würde. Nun, er hatte ja jetzt etwas Zeit zum üben. Bis zum Portal am See war es sicher ein weiter Weg.  

    Das Tor zu Menschenwelt. Das klang ... nein, irgendwie so gar nicht pompös. Eher klein und wie ein Scheunentor. Azrael grinste über seine Gedanken. Von der anderen Seite, ja, da würde es beeindruckend aussehen. Das Tor zur Anderswelt. Das klang schon beeindruckender.
    Einen Trank, um wie ein Mensch auszusehen, brauchte er doch nicht. Das konnte er perfekt. Naja, fast perfekt. Vielleicht würde er den Trank doch besser benutzen.

    Der Magier stoppte in seiner Rede und gab Azrael die nächste Möglichkeit, die anderen intensiver zu betrachten.

    Ein Elf, unschwer erkennbar an den formvollendeten Gesichtszügen, ein Zwerg, eine junge Frau und ein alter Mann. Arzael hob beide Augenbrauen. Was sollte ein alter Mann schon ausrichten können?
    Was der Magier nun über ihre Aufgabe sagte, zog seine Aufmerksamkeit wieder zu dem Sprecher. Informationen herausfinden? Mehr nicht? Wie eintönig... Er wollte die Welt erforschen und am eigenen Leib erleben, wie Menschen lebten.

    Der alte Mann erhob nun das Wort und Azrael sah ihn direkt an.  

    "Hältst du unsere Magie für so unfähig?" warf er schliesslich in den Raum und erhob sich.  
    "Und glaubst du, die Menschen glauben dir auch nur ein Wort, wenn du ihnen erzählst, du kommst aus einer anderen Welt?" Das würde doch in dieser schon keiner glauben.

    Er trat aus der Reihe, in der er Platz genommen hatte und blieb mitten im Gang stehen.

    "Ich kenne dich nicht, alter Mann, aber ich werde alles dafür tun, dass du irgendwann wieder hier auf deinen eigenen Beinen stehen kannst." versprach er. Zuversicht klang aus seiner Stimme und auch ein wenig der Respekt vor dem Alter des Mannes. Sein Bart war weiss und lang und er musste schon viel in seinem Leben erlebt haben, dass er es bis in sein hohes Alter geschafft hatte. Und das machte es wert, den Mann zu schützen, damit er sein Wissen weitergeben konnte.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von wilpito am Fr Feb 14, 2014 7:31 am

    "Alter Mann!"  Korbin sah sich im Raum um. Und Blickte dann den Neuankömmling herausfordernd an. "Aber nachdem außer dem Erzmagier nur junge Leute versammelt sind, kannst Du wohl nur mich meinen.
    Aber zunächst einmal besten Dank für deine Bereitschaft mich wieder heil nach Hause zu bringen. Und was Alt betrifft hast du wohl irgend wie recht, denn für einen Gestaltwandler bin ich mehr als dreimal so alt wie unsereins normalerweise wird. Aber als Alt würde ich mich noch lange nicht bezeichnen. Ich hab die Blüte meine Lebens noch nicht einmal erreicht, aber was wisst ihr jungen Leute schon vom Alter, da ist jeder über 30 schon ein Komposti. Oder hab ich nicht recht?"
    Er sah in die Runde.
    "Nichts für ungut. Ich bin Korbin, Gestaltwandler und Heiler, und mit wem haben wir die Ehre?"


    Zuletzt von wilpito am Sa Feb 15, 2014 6:26 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Kann nicht wissen, dass der neue ein Dämon ist. Wort ersetzt)


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Élandor am Fr Feb 14, 2014 2:47 pm

    Auf einmal schwang die Tür zur Ratshalle hin auf und wieder zu. Dann trat ein großer Mann herein und ließ sich neben Élandor auf einen der Stühle nieder.
    Ein Dämon. Ein junger zwar, aber immer gefählich, zischte Chemon argwöhlnisch in den Gedanken des Elfen.
    Eine kleines bisschen Angst stieg in ihm hoch. Wer war er?
    Doch er lauschte dem Erzmagier und zog sich nach dessen Rede zurück, statt auf den Neuen einzigehen. Das machte Korbin und hielt ihm einen Vortrag übers Alter und Wandler. Dann stellte er sich vor und fragte ihn nach seinem Namen. Schnell warf Élandor noch eine Frage ein.
    "Wie bist du zu uns gestoßen? Wurdest du vom Rat beordert?"


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Untergrundpudel am Fr Feb 14, 2014 11:02 pm

    Lodrins Motivation ähnelte der eines Specksteins - verfluchte Reise, verdammter Rat. Misstrauisch blickte er drein, da er bemerkte wie schlecht gelaunt der Erzmagier war, der noch älter wirkte als bei seiner ersten Bewegung. Korbin riss ihn mit seiner Frage aus den Gedanken und fixierte ihn - der Zwerg fühlte sich wie ein Schuljunge.

    "Äh - woher bei allen Göttern soll ich das Wissen Korbin. Ich bin kein Abenteurer und Held der Jungfrauen aus von Drachen bewachten Türmen gerettet hat verflucht noch eins. Das verdammt noch mal gefährlichste was ich in meinem Leben bislang getrieben habe war es die Frau eines Stadtgardisten zu verführen und eine  Steinschneidemaschiene zu bedienen!" rechtfertigte er sich hastig. Er wandte sich von dem Wandler ab, beschämt ob seiner spontanen Antwort.

    Lodrin hörte sich gelangweilt die Rede an und nahm sie kaum war. Nur als die Magischen Tränke erwähnt wurden reckte er sich.
    "Das könnt ihr euch in euren Allerwertesten blasen lassen alter Mann!" fuhr er auf, froh seinen Zorn gegen irgendjemanden richten zu können.

    "Ich werde nicht irgendein magisches Zeug süffeln verfluht noch eins! Habt ihr nie den Hofnarren von Fürst von Fleckenstein gesehen! Der sieht aus wie ein Zwerg, und das obwohl er ein reinrassiger Mensch ist. Für mich besteht also keinerlei Notwendigkeit mich mit - Magie - traktieren zu lassen." zeterte er aufebracht.
    In seinem Zorn bemerkte Lodrin nicht einmal das kur zuvor ein weiteres Mitglied der Expedition eingetroffen war. Mühsam zügelte er sich, er war vielleicht zu weit gegangen, aber das wahr ihm gleichgültig.


    Zuletzt von Untergrundpudel am Mi Feb 19, 2014 10:57 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Azrael am Mi Feb 19, 2014 3:11 pm

    Ein leichtes Lächeln machte sich auf Azraels Gesicht breit, als der alte Mann erkannte, dass er gemeint war. Sein Nicken war nur angedeutet, als Korbin sich jetzt bedankte.  Nun erfuhr er auch, dass er einen sehr alten Gestaltwandler vor sich hatte.
    Vergebens suchte er jedoch nach Anzeichen, was aus diesem Mann einmal werden könnte, sofern er sich veränderte. Heilende Kräfte hatte der Mann auch. Nun, er selbst würde diese wohl niemals brauchen.

    Auf die Frage, wer er sei antwortete er schlicht: "Ich bin Azrael." Sein Blick ging dann zu dem Elfen. "Mein Meister hat mich geschickt. Von fast jeder Art ist einer unter euch und so sollte auch ein Dämon nicht fehlen."
    Jetzt sah er kurz zu dem engelsgleichen Geschöpf. Engel und Dämonen waren einfach sehr gegensätzlich. Würde sie erschrecken?

    Nun wusste aber wenigstens auch der letzte in diesem Raum, was er war.
    Der Zwerg vielleicht nicht, denn der war noch damit beschäftigt, sich in leisen, aber wüsten Beschimpfungen zu ergehen.

    Azrael trat ein weniger näher an den Zwerg heran. "Wenn ihr euch nicht berufen fühlt, der Welt einen grossen Dienst zu erweisen, was tut ihr dann hier … Herr Zwerg? "
    Das der Rat der Zwerge einen so unfähigen aus ihren Reihen in die Welt schickte, sie zurückzuerobern, konnte er sich kaum vorstellen.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Élandor am Mi Feb 19, 2014 3:23 pm

    Also seid Ihr nicht vom Rat gerufen worden, so, wie wir alle? Ich will Euch nicht verletzen, aber sehe ich das richtig, dass Ihr im Alleingang gehandelt habt, ohne euch anzukünden?"
    Élandor musste all seine Beherrschung zusammen nehmen um dem Dämon gegenüber standzuhalten. Er war noch jung, aber wer weiß. Vorher hatte er keinen anderen seiner Art getroffen und wusste nicht, wie sich Dämonen verhielten.
    Er beschloss vorsichtig zu sein.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Grazine am Mi Feb 19, 2014 3:26 pm

    Ellyn starrte den Dämonen an. Dämonen waren böse.
    Dieser Gedanke war fest in ihrem Kopf verwandelt und er ließ sie nicht los, während sie den jungen Mann anstarrte.
    Er stellte sich vor. Der Engel verstand ihn nicht.
    Er sagte noch etwas, und dann blickte er sie kurz an.
    Ellyn schüttelte sich und versuchte, den Dämonen unvoreingenommen zu beurteilen. Nichts deutete darauf hin, dass er böse. War. Er hatte weder etwas gemeines gesagt, soweit sie das in den Gesichtsausdrücken der anderen erkannte, weder hatte er irgendjemanden umgebracht. Was sie ehrlich gesagt nicht gewundert hätte.
    Trotzdem, sie konnte nicht leugnen, dass sie sich auf eine merkwürdige Weise mit ihm verbunden fühlte.
    Soweit sie wusste, waren Engel und Dämonen entfernt verwandt, obwohl die jeweils ausgeprägtesten Charakterzüge eher gegenteilig waren.
    Obwohl Ellyn diesen wohl sowieso nicht entsprach. Engel sollten elegant und anmutig sein. Sie selbst war eher tollpatschig und schüchtern.
    Aber dadurch, dass Azrael nicht böse zu sein schien, viel er auch aus dem Raster.
    Und obwohl sie ihn nicht kannte und seine Rasse sie eigentlich abstieß, tröstete seine Anwesenheit sie etwas. Sie fühlte sich nicht so einsam, wie eine Rarität, auf einem Präsentierteller.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Azrael am Mi Feb 19, 2014 5:48 pm

    Azrael drehte nun den Kopf zurück zu Élandor. "Ich gehe davon aus, dass der Rat mit meinem Meister gesprochen und ihn gebeten hat, euch Verstärkung zu schicken."
    Er selber wusste doch nicht, was da besprochen wurde. Seine Anweisungen war kurz und knapp gewesen 'Geh und erobere mit ihnen die Welt zurück' . Als ob er die dröhnende Stimme seines Meisters, die lediglich in seinem Kopf vorgeherrscht hat, jemals ignorieren könnte.

    Azrael stutzte. "Wie seid ihr denn hierher gekommen?"  

    Sein vorsichtiger Blick zu dem Engel wurde mit einem Starren beantwortet, von dem er den Blick nicht abwenden konnte. Sie war tatsächlich über ihn erschrocken. Zwar schien sie sich gleich wieder zu fangen, aber sie sagte nichts.

    "Und wer bist du?" Er betrachtete sie mit unverhohlener Neugier. Dass sie ein Engel war, war ihm klar, sie hatte so eine Aura. Aber ihr Name würde ihn doch sehr interessieren.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Untergrundpudel am Mi Feb 19, 2014 9:22 pm

    Was war das denn für ein unfreundlichen Schösel! Ihn einfach so anzupflaumen ohne sich vorzustellen. Lodrin überlegte kurz  seinem Gegenüber zu zeigen was kräftige Zwergenhände mit den Eiern eines Mannes anstellen konnten. QitschQuatsch und so manches große Problem einer Kneipenschlägerei war recht klein!

    Aber er ignorierte das Gefühl der Wut das in ihm emporbrodelte und beschloss erwachsen zu handeln - schließlich konnte er ja nicht auch noch das letzte bisschen Selbstachtung in den Staub treten.

    Ein guter Schluck Wachholderbrandt wäre jetzt genau richtig gewesen um ihn in Fahrt zu bringen!
    Er wusste das Kämpfe dreckig waren und man dabei sterben konnte, anders als dieser unwissende Jungspund, der vermutlich noch nicht eine einzige echte Messerstecherei gesehen hatte!

    "Na mein Junge - dann sage ich euch einmal was! Ich bin hier weil ich verdammt noch mal meine beschissene Familienehre retten muss. Und nur weil ich dieser Welt hier einen Dienst erweise heist das noch lange nicht das ich mir dabei nicht in die Hosen scheiße, weglaufe und Kehlen durchschneide.
    Nur weil man etwas nicht gern tut, heißt es noch lange nicht das man es überhaupt nicht macht.
    Und überhaupt, da draußen die Welt ist recht dreckig
    - ich kann also diesen Enthusiasmus sich in die Scheiße zu begeben wahrlich nicht verstehen. Aber dazu sind wir nicht hier.
    Auf zu Taten, lasst anderen das Gelabere." knurrte Lodrin, dessen Augen in einem Feuer brannten
    das den Zwerg sonst nur angesichts schöner Weiber duchströmte.
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Silphiel am Do Feb 20, 2014 9:30 am

    Azurita von Hohenstadt

    Mit dem Knarzen der Tuer kuendigte sich ein Neuankoemmling an. Froh, dass etwas den Ausbruch Lodrins unterbrechen koennte, wandte die Magierin den Blick zur Tuer.
    Ein junger Mann trat ein den sie im ersten Moment recht sympathisch fand.
    Kaum war er im Raum begann er auf Korbin und dann Lodrin einzureden. Das einzig wichtige, was sie aus seinem Gerede zog, war dass er ein Daemon war. Azrael. Der Name war ihr komplett unbekannt. Vermutlich einer der niederen Daemonen. Ob Fuerstin Violett ihn direkt instruiert hatte, oder ein anderer der grossen Fuersten? Er sprach von seinem Meister. Entweder er meinte einen Fuersten oder maechtigeren Daemon, oder wirklich diesen ominoesen Schoepfer der Daemonen. Fuerstin Violet schied jedoch aus. Hatte sie nach Azuritas Wissen, sich offen gegen die Rueckeroberung der Welt ausgesprochen.
    Der Daemon sprach jetzt Ellyn an, der die Situation sichtlich unangenehm war. Interessiert betrachtete die Dozentin das Verhalten des Engels. Sie schien eine Art Abwehrhaltung gegenueber dem Daemon einzunehmen, als wuerde es ihr widerstreben mit ihm in einem Raum zu sein. Vielleicht war es die sinnbildliche Gegensaetzlichkeit von Daemonen und Engeln? Azurita nutzte aus reiner Wissbegier ihre magische Sicht. Der Daemon hatte einen Astralkoerper, der ganz seinem menschlichen Abbild entsprach. Sie seufzte enttaeuscht. Ein Niederdaemon. Von ihm koennte sie sicherlich nichts ueber die Magie erfahren. Ellyn war ein einziges Strahlen. Die Magietheoretikerin wandte ihren Kopf instinktiv ab und ihre Augen gaben, nach einem kurzen Wort, wieder die reale Welt wieder.
    In diesem Moment kam Lodrin gerade mit seiner Rede zu Ende und nebenbei bemerkte Azurita, dass Elandor aehnlich auf Azrael zu reagieren schien, wie Ellyn.
    Sie schuettelte sacht den Kopf und legte Elandor eine Hand auf den Arm.
    "So sind Daemonen halt. Die platzen gerne irgendwo rein und veranstalten Chaos. Du koenntest ihm sowieso nichts tun. Der ist zwar mickrig, aber immer noch ein Daemon.", fluesterte sie dem Elfen ins Ohr.


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    "You've taught me skill is not enough. It cannot compare to Love!

    "I'll praise You in this storm,
    and I will lift my hands,
    for You are who You are,
    no matter where I am!"

    "Mit Feder in der Hand habe ich, mit gutem Erfolg, Schanzen erstiegen, von denen andere mit Schwert und Bannstrahl bewaffnet zurückgeschlagen worden sind."

    "Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
    Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
    Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil,
    lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
    Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
    Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
    Die Liebe hört niemals auf."
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Neunzunge am Sa Feb 22, 2014 12:22 am

    Xaron

    Die Worte der Berater seines Fürsten klangen noch immer in seinen Ohren nach. Zuerst hatte man nicht vorgehabt sich an der Erkundung zu beteiligen, doch seit dem Eintreffen der Eilbotschaft hatte sich der Ton in dem großen Zelt geändert. Irgendein Vogel hatte einen Brief bei sich getragen, in welchem von Menschen berichtet wurde, die ihre Welt betreten und ein Mitglied der Expedition getötet hatten.
    "Wir können nicht darauf vertrauen, dass die Zweibeiner heil von dieser Mission zurückkehren und ihre Berichte sind für weiteres militärisches Vorgehen unabdingbar! Mutmaßungen über die kriegerischen Fähigkeiten unserer Verbündeten reichen nicht aus, wir müssen ganz sicher gehen und darum muss jemand aus unseren Reihen sie begleiten. Jemand dessen Fähigkeit wir einschätzen können, der uns die Sicherheit der Aktion garantiert!"
    Die Wahl war auf ihn gefallen und obwohl es ihm wiederstrebte nur mit den Angehörigen der anderen Rassen unterwegs zu sein, so war die Ehre an etwas so großem teilhaben zu dürfen und seinen Namen zu verewigen umso größer.
    Außerdem hatte man ihm gestattet den Fortbestand seiner Dynastie mit Allaania, der edelsten Stute der Grauläufer-Dynastie, zu sichern, sollte er bei seiner Mission Erfolg haben. das war eine Vereinigung zweier edler Geschlechter, wie es sie schon seit drei Generationen nicht mehr gegeben hatte.
    Schnell hatte man sich am Rande der Nomadensiedlung versammelt und ihn in Eile, jedoch in in aller Würde, mit den Symbolen seiner neuen Stellung ausgestattet und verabschiedet.
    Seitdem war er unterwegs, preschte über die weiten Graslandschaften seiner Heimat und quoll geradezu über vor Stolz. Heute Nacht, wenn die Sterne hoch am Himmel stünden, würde er ihnen ausgiebig danken, dass sie ihm die Möglichkeit gegeben hatten ihrem Ruf zu folgen.

    Es war allein der enormen Ausdauer, für die seine Sippe bekannt war, zu verdanken, dass er die Stadt so schnell erreichte, wo der Boden aus Steinen gefertigt war und jeder Schritt sich so merkwürdig anfühlte. Xaron wusste gleich, dass er weder diesen Ort mögen, noch seine erbauer verstehen würde. Die Häuser waren aus Lehm, Holz und Stein gefertigt und ragten hoch zu den Seiten auf. Sie waren genau so starr und unnachgiebig wie der Boden und zeugten von einem Leben, das weitaus unfreier war als das welches er kannte.
    Die Ratsgebäude waren nicht allzu schwer zu finden, hatte er doch ihre Spitzen über die Mauern und Dächer aufragen sehen, als er sich der Stadt genähert hatte. Nun musste er sich bloß noch in ihre Richtung halten, bis sich ihre Silhouetten aus dem Dickicht der anderen Gebäude lösten.
    Als der Zentaure schließlich vor seinem Ziel stand, musste er staunen. Die Größe des steinernen Bauwerks hatte er aus der Ferne vollkommen falsch eingeschätzt. Noch nie zuvor hatte er etwas so großes, nicht von der Hand des Steppenfürsten geschaffenes, erblickt und auch wenn er die Lebensweise der Städter weder verstand, noch etwas erstrebenswertes an ihr fand, so musste er sich dennoch eingestehen, dass sie bei der Erschaffung ihrer eigenen Umgebung große Leistungen vollbracht hatten.
    Mithilfe des erlasses, der ihn als Abgesandten seines Volkes bevollmächtigte, konnte er seinen Weg ins Innere ungehindert fortsetzen... beinahe wenigstens, denn die Treppen bereiteten ihm trotz ihres flachen Anstiegs und der breiten Stufen enorme Probleme.
    Schließlich doch an der Tür des Saals zu welchem man ihn verwiesen hatte angekommen hielt er noch einmal kurz inne um sich zu sammeln und im Angesicht der Helden der Zweibeiner eine würdige Vertretung seines Volkes darzustellen.
    Ohne anzuklopfen, das klappern seiner Hufe würde beim Betreten des Raums schon Ankündigung genug sein, öffnete er die Tür, schritt hindurch, blickte sich einmal um und schlug seine rechte Faust gegen seine Brust, wie man es ihn gelehrt hatte, sog die Luft durch seine Nüstern ein und begann mit seiner schallenden Stimme:
    "Ich bin Xaron, dreizehnter der Donnerhuf-Dynastie, Spross des Garborass und der Heklyte, Krieger der Schattenmähnen, Träger der acht Bänder des Ostens, Abgesandter der Kentori und ich komme mich eurer gloreichen Mission anzuschließen, aufdass der Bund zwischen unseren Völkern erneuert und unser Fortbestand in diesen Zeiten der Aufruhr gesichert werde."
    So hatte man es ihm aufgetragen. Immernoch die Faust auf die Brust gepresst starrte er gradeaus, in Richtung des alten Mannes in der Mitte des Saals, wobei der darauf achtete den Blick erhoben zu halten und eine aufrechte Haltung zu bewahren. Diese vereinte Stolz mit Respekt, wirkte auf diejenigen die mit zentaurischen Riten nicht bekannt waren vielleicht auch ein wenig trotzig, da Xaron sein ohnehin hervorstehendes Kinn zusätzlich herausstreckte und damit den Blick auf seinen ungeschützten Hals preisgab, ein Zeichen des Vertrauens also.
    Während er dem Gebot der Höflichkeit seines Volkes entsprechend in seiner Stellung verharrte bis sein ranghöhers Gegenüber ihm willkommen geheißen hatte, betrachtete er kurz einige der anderen Anwesenden aus den Augenwinkeln, selbstverständlich ohne den Kopf zu bewegen, und die Verwunderung veranlasste ihn für einen kurzen Moment dazu seine Stirn kaum merklich in Falten zu legen.
    Man hatte ihm bereits davon berichtet, dass viele der anderen Völker das Gestalt gewordene Wort statt den Waffen im Kampf nutzten, doch hatte er wenigstens ein paar Krieger in glänzenden Rüstungen in den Reihen ihrer Auserwählten erwartet. Ganz am Rande seines Sichtfeldes gab es ein helles Licht, doch um es genauer erkennen zu können hätte er den Kopf drehen gemusst. Schnell fasste er sich jedoch wieder und richtete den Blick wieder starr geradeaus.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von wilpito am Sa Feb 22, 2014 6:30 am

    Korbin drehte sich um und sah zur Tür, als diese geöffnet wurde und Hufgetrappel zu hören war. Fast schon erwartete er einen Vampir in schwarzer Rüstung auf einem ebenso schwarzen Pferd zu sehen und war umso erstaunter einen Zentauren zu sehen. Zentauren waren in der Stadt extrem selten anzutreffen.
    Er lauschte der markigen Ansprache von Xaron, dann flüsterte er Jakierie zu: "Hätte nie gedacht, dass die auch noch einen Vetreter schicken."
    Jakirie nickte.
    "Würd mich nicht wundern, wenn demnächst noch ein Ork,ein Riese ein Faun oder ein Troll vor der Stadt zu uns stoßen", fuhr er leise fort, dann wandte er sich dem Erzmagier zu, um seine Antwort auf die Ansprache zu hören.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Untergrundpudel am Sa Feb 22, 2014 4:22 pm

    War das hier ein Gartenfest unter Elfen oder warum kam jeder wann und wie er wollte! So langsam veränderte sich Lodrins Stimmung von wütend zu rasend, wenn noch irgendjemand respektlos hier eingetrudelt kam würde er endgültig kehrt machen und etwas anständiges trinken gehen verdammt noch eins!

    Er mussterte den gewaltigen Neuankömmling der mit drönender Stimme seine Gegenwart verkündete und dabei so bescheiden und höflich auftrat wie alle Zentauren. Nicht das Lodrin etwas gegen die ehrliche, wenn auch etwas grobschlächtige Art der Pferdemänner hatte
    - ihre Weiber waren faszinierend, wen er da an Ailyta dachte. Das war eine wirklich heiße Stute gewesen,
    auch wenn er persönlich sich etwas herabgesetzt gefühlt hatte als sie sich nach einiger Zeit mit ihm noch einen Schimmelhengst hatte zuführen lassen. Um zu verhindern das sie vielleicht einen Zweibeiner gebäre - so ein verdammter Schwachsinn!
    Nun wer war er sich mit Frauen zu streiten - das endete immer in einer Hoffnungslosen Niederlage des Vernünftigen!
    Der Zentaur gab sich offensichtlich mühe sie zu ignorieren, er bewegte seinen Nacken kein bisschen in ihre Richtung. Vermutlich hatte er sie nicht einmal bemerkt!
    "Tja, Korbin es geschehen noch Zeichen und Wunder!" erklärte er laut genug das jeder es hören konnte.
    "Ich bezweifle aber das die Orks es schaffen jemanden auszuwählen, wenn sie mit ihren Duellen fertig sind brauch der Sieger doch meist ein paar Wochen bis er wieder gehen kann." gab er trocken zuück.
    Der Zwerg überlegte kurz ob er versuchen sollte dem Zentauren seine Axt zu verkaufen, er verwarf den Gedanken jedoch, vielleicht konnte er die ja bald los werden.
    "Eine andere Frage - wann und wie sollen wir eigentlich zurückkommen, wenn wir in der Anderswelt sind. Was nützen Kundschafter wenn sie nicht bericht erstatten können." merkte Lodrin an, Neugierig ob der Rat darauf überhaupt eine Antwort hatte.
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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Élandor am So Feb 23, 2014 7:28 pm

    Élandor sagte nicht, musste Azurita jedoch stumm zustimmen. Auch ihm war dieser Dämon unangenehm. Er öffnete schon den Mund um doch etwas zu sagen, als das Tor zur Halle erneut aufschwang. Diesmal überraschte es den Elfen herzlich wenig, als ein Zentaur hereingaloppiert kam.
    Gespannt lauschte er dessen Ansprache.
    Nach seinem Sprechen sah er, wie Lodrin allmählich wütend wurde. Auch Korbin fasste das Auftauches des Zentauren nicht gut auf. Der Elf konnte die beiden gut verstehen. Wieso kommt einfach jeder herein? Doch er schwieg und wartete auf die Reaktion des Erzmagiers.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Grazine am So Feb 23, 2014 8:19 pm

    "Ellyn", sagte Ellyn und räusperte sich verlegen. 
    Er blickte sie an. 
    Verzweifelt suchte sie nach etwas, dass sie ihn fragen könnte, damit er sie nicht so ansah. 
    "Ich dachte immer, Dämonen wären böse", murmelte sie deshalb.
    Ihr war klar, dass es nicht wirklich schlau war, ihn das zu fragen. Aber es interessierte sie und sie hatte keine Lust, ihm hinterher zu laufen und darauf zu warten, dass einer der anderen ihn fragte.
    Bevor sie eine Antwort erwarten konnte, sprang die Tür erneut auf. Ein Zentaur trabte in den Saal.
    Automatisch beugte sie sich ein Stückchen vor. 
    Sie hatte natürlich von den Zentauren gehört, den mayestätoschen Pferdemenschen, aber gesehen hatte sie noch nie einen.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Scáth am Mo Feb 24, 2014 10:20 am

    "Schön, das die Herren den Weg hier her gefunden haben", entgegnete der Magier auf die Vorstellungen der beiden Neuankömmlinge. "Ihr wurdet bereits erwartet"
    Es war wahr. Sowohl der Dämon als auch der Zentaure wurden vom Rat erwartet, denn die Entscheidung, Vertreter dieser Rassen mit auf die Mission zu schicken, wurde erst vor kurzem getroffen.
    "Es wird nicht einfach sein in der Menschenwelt nicht aufzufallen. Der Trank, den ihr übrigens ausnahmslos alle trinken werdet...",fügte er betont hinzu, mit Blick auf Lodrin gerichtet, und fuhr dann ungerührt fort: "..wird nur einen kleinen Teil dazu beitragen. Viel wichtiger ist es, das ihr keine Aufmerksamkeit erregt. Was diesen Teil der Aufgabe betrifft habt ihr allerdings mein vollstes Vertrauen", der Magier zwang sich dazu der Gruppe ein Lächeln zu schenken.
    "Was eure Rückreisen betrifft, so werdet ihr wohl alle gemerkt haben, das sich ein Engel unter euch befindet. Ellyn?", der Magier wandte seinem Blick dem ausgesprochen hinreißendem Engel zu und lächelte vertrauensvoll. "Ich bin mir sicher du bist in der Lage ein Portal zu öffnen, das sowohl dich, als auch den Rest der Gruppe wohlbehalten zurückbringen wird, nicht?"


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Neunzunge am Mo Feb 24, 2014 4:13 pm

    Sobald er begrüßt worden war setzte sich Xaron langsam in Bewegung und platzierte sich hinter den Stühlen auf denen die anderen Expeditionsteilnehmer saßen.
    Das weiße Licht entpuppte sich als filigrane Gestalt von einer ihm bisher unbekannten art von Schönheit. Während er sie eingehend musterte hörte er mit halbem Ohr irgendetwas von einem Trank der sie wahrscheinlich unsichtbar machen würde.
    Nach einer Weile zwang er sich den Blick von der Lichtgestalt zu lösen und den Rest der Truppe zu begutachten. Bei einigen konnte er sich gut vorstellen, dass ihre Fähigkeiten im kampf gute Dienste leisten würden, bei anderen eher weniger, doch da er sich nicht nicht mit den Zweibeinern auskannte hatter er keine Ahnung ob er nur ein rangniederes Exemplar vor sich hatte, was ihm angesichts der Wichtigkeit dieser Mission allerdings recht wiedersprüchlich erschien, oder ob die ganze Rasse so schwächlich war.
    Ein unbehagen kam in seier brust auf, es kroch bis in seinen Hals und floss dann den Rücken hinunter. Langsam wurde ihm nämlich bewusst, dass er einen Magier schlicht und weg überhaupt nicht in seiner Kraft einschätzen konnte. Wenn er einem seiner Stammesgenossen gegenübertrat war es ein leichtes seine Muskeln, seine Blicke und Bewegungsabläufe zu deuten, doch hier verhielt es sich anders, was durchaus problematisch werden konnte, da er nicht wusste wie hilfreich sie ihm im Ernstfall sein konnten.


    Zuletzt von Neunzunge am Mo Feb 24, 2014 5:32 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Azrael am Mo Feb 24, 2014 5:32 pm

    Azrael hob eine Augenbraue, als der Zwerg ihn so anfuhr.

    Familienehre retten, aha.

    So, wie sich der Zwerg anhörte, klang es nicht, als ob er in dem Wesen einen verlässlichen Mitstreiter hätte, was ihre Aufgabe, die Welt zurückzuerobern, anging. Wenn es ihm nur um die Ehre ging ...

    Die Magierin schien ihn mehr als durchdringend zu mustern, sprach aber kein Wort. Schade, er hätte gern gewusst, mit wem er es zu tun hatte.

    Der Engel hingegen nannte ihm auf Nachfrage ihren Namen. Azrael nickte nur anerkennend. Er passte zu ihr. Bei ihrer Frage musste er grinsen, sein Gesichtsausdruck wurde verschmitzt und er schüttelte sanft den Kopf. Bevor er ihr aber wirklich antworten konnte, öffnete sich die Tür zum Ratssaal erneut und ein Zentaur kam hineingetrabt.

    Seine Vorstellung klang sehr wichtig und kämpferisch. Das war mal ein gestandener Vertreter seiner Art. Azrael verkniff sich ein Grinsen. Ob man auf dem reiten konnte?

    Der Zwerg hingegen stellte jetzt eine interessante Frage. Und da sich der Erzmagier jetzt auch zu Wort meldete, hoffte Azrael auf ein paar mehr Antworten.
    Ob es dem Zwerg aber gelingen würde, keine Aufmerksamkeit zu erregen, stellte Azrael sehr in Frage.
    Dass der Engel ihnen ein Portal öffnen konnte, das ihre Rückkehr ermöglichen würde, war gut zu wissen.

    "Und was ist, wenn wir getrennt werden?"


    Zuletzt von Azrael am Mo Feb 24, 2014 8:03 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Untergrundpudel am Mo Feb 24, 2014 6:45 pm

    Der Magier antwortete ihm sogar - wie freundlich. Als er ihn dann allerdings noch länger anblickte antwortete er lautstark.

    "Wenn ihr darauf besteht, obgleich ich nicht verstehen warum ein Zwerg in seiner Gestalt sonderlich auffallen soll in der Menschenwelt,
    stimmt es wohl das dies auf andere der hier Anwesenden sehr wohl zutrifft. Aber ich bestehe darauf das ihr ihn auch trinkt Erzmagier! Das können wir erwarten, oder ist euer Vertauen in eure Alchemisten nicht groß genug dafür?
    Lodrin Eisenbart macht nicht das Versuchskaninchen für irgendwelche magischen Spieereien, ich habe keine Lust ewig als Mensch zu lustwandeln ist das klar! Sonst könnt ihr euch gleich einen anderen Vertreten für die Zwerge suchen.
    Ich glaube nicht das ihr viele kennt die meine technische Ausbildung besitzen und verrückt genug sind mitzugehen."

    erklärte er selbstsicher und vollkommen höflich. Eine andere Frage ertönte die Lodrin verwirrte.
    Wie konnte man die Antwort auf etwas derartig simples nicht kennen.
    "Wir machen selbstredend einen Treffpunkt aus wenn wir dort ankommen, eine signifikante Landmarke wird es schon geben."
    beantwortete er die Frage des jungen Dämons. Also wirklich, ihr Gehirn hatten sie ja noch nicht abgegeben!


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    Sollten sie es doch tun werde ich es euch schon noch mitteilen 


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von wilpito am Di Feb 25, 2014 9:37 am

    Korbin wandte sich dem Zweg zu. "Ihr habt Recht Lodrin, wir brauchen nicht nur eine Treffpunkt, sondern mindestens Drei, Zwei in Reserve, falls sich da wo wir uns treffen wollen der Feind sammelt. Und wir brauchen genaue Zeitpläne. Sagen wir einmal wir treffen uns zwei Tage nachdem wir getrennt wurden und keine Nachrichten mehr austauschen können in der Stunde nach Dämmerung an dem Treffpunkt. Am ersten Ersatzpunkt bei Morgendämmerung und am Dritten am darauffolgenden Abend."
    Korbin sah die anderen an. "Wenn wir uns zu weit von unseren Treffpunkten entfernen, machen wir neue aus oder erhöhen die Zeit bis zum Treffen.
    Im Notfall, muss es natürlich auch noch die Möglichkeit geben, dass ein anderer Engel zu einem vorbestimmten Zeitpunkt ein Portal an einem bestimmten Ort öffnet um uns abzuholen. Man kann ja nie wissen. Ich schlage vor, dass das immer nach 30 Tagen dort stattfinden soll, wo wir aufgebrochen sind."
    Korbin sah den Engel an. "Ich will Dir mit dieser Regelung wirklich nicht zu nahe treten, aber bist du unsterblich und immer kräftig genug ein Portal für uns zu öffnen, oder hältst du meinen Vorschlag auch für sinnvoll?"


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Grazine am Di Feb 25, 2014 10:16 am

    Ellyn spürte, wie ihr die Blässe ins Gesicht stieg. Sie sollte ein Portal öffnen?
    Sie konnte es nicht. Sie konnte nicht.
    Köpfe drehten sich zu ihr um, neugierige Augen musterten sie.
    "Ich ..." Ihre Stimme versagte.
    Die anderen redeten über etwas, aber der Engel bekam es nicht mit. Sie hörte erst hin, als das Wort Engel erwähnt wurde.
    "...dass ein anderer Engel zu einem vorbestimmten Zeitpunkt ein Portal an einem bestimmten Ort öffnet um uns abzuholen. Man kann ja nie wissen. Ich schlage vor, dass das immer nach 30 Tagen dort stattfinden soll, wo wir aufgebrochen sind.", sagte Korbin. Ellyn hatte noch nicht mit ihm geredet. Jetzt sah er sie direkt an. "Ich will Dir mit dieser Regelung wirklich nicht zu nahe treten, aber bist du unsterblich und immer kräftig genug ein Portal für uns zu öffnen, oder hältst du meinen Vorschlag auch für sinnvoll?"
    "Ich ... der Vorschlag ist ...", sie schluckte, "Gut. Ich kann nicht ... ich glaube ich kann wirklich nicht, ich..."
    Sie klappte den Mund zu und wischte sich über die Stirn, in der Hoffnung die trommelnden Kopfschmerzen loszuwerden.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von wilpito am Di Feb 25, 2014 10:58 am

    Korbin musterte den Engel. Er sah so erhaben aus, so unnahbar, und dabei war er wie ein Kind, unreif, unfertig, unausgebildet. Er nahm sich zusammen, sprach wie zu einem Kind.
    "Ellyn, du brauchst keine Angst haben. von uns frisst Dich keiner. Wenn du es nicht kannst, ist das auch gut. Dann muss der Rat eben öfter dafür sorgen, das jemand anders für uns ein Portal öffnet um uns abzuholen. Vielleicht ist es ja auch ganz einfach, wenn man weiß wie es geht. Bitten wir doch einfach den Engel, der uns hinüber bringen soll, es Dir zu zeigen.
    Ich glaube niemand hier ist perfekt." Korbin sah von einem zum Anderen. "Jeder hat seien Probleme, Jeder seien Stärken und Schwächen. Aber ich glaube jeder hier hat irgendwelche besonderen Fähigkeiten, die in dazu prädestinieren, dabei zu sein. Auch Du." Er Sah den Engel an und formte ein Lächeln.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Neunzunge am Di Feb 25, 2014 12:09 pm

    Was? Worüber sprachen die anderen da? Probleme mit dem Portal? Das durfte doch nicht wahr sein!
    Sein leben im Kampf zu lassen, damit hatte Xaron kein Problem, doch für den Rest seines Lebens in der Welt der menschen festzusitzen, mit einem haufen Zweibeiner die nicht in der Lage waren einen Rückweg zu finden, das war ein wahrer Alptraum.
    Nicht nur dass ihm die Anerkennung seiner Artgenossen niemals zuteil werden würde, nein es würde auch niemand zugegen sein um ihn nach seinem Tode zu verbrennen und selbst wenn war er sich nicht sicher, ob der Steppenfürst angesichts dieses unehrenhaften Todes den weiten Weg auf sich nehmen würde um seine Seele in seine Schar aufzunehmen. Ganz zu schweigen von den Sternen, die er dann niemals erreichen würde.
    Es waren schlichtweg die Worte seines Fürsten, die ihn jetzt davon abhielten seine Meinung kundzutun, als Abgesandter hatte er schließlich die Ehre seines Volkes zu vertreten. Um die Wut unter Kontrolle zu halten spannte er seine Kiefermuskeln an und schnaubte zweimal laut durch seine Nüstern.


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    Re: Die Rückkehr - Kapitel 2

    Beitrag von Azrael am Di Feb 25, 2014 12:24 pm

    Azrael seufzte leise. Dieser Zwerg war sehr schwierig. Natürlich würde er in der Welt der Menschen auffallen. Alles an ihm war anders. Die Grösse, der Bart, das Verhalten...
    Er schüttelte den Kopf, als der nun auch vom Erzmagier verlangte, ebenfalls einen Trank zu sich zu nehmen. Der Erzmagier wollte ja schliesslich nicht mit.
    Wenigstens wusste er jetzt den Namen des Zwerges, den er ihm ja scheinbar nicht verraten wollte.
    Weit dachte der Zwerg aber wirklich nicht, oder er ging davon aus, dass alles in der anderen Welt glattlief.

    "Ich dachte daran, dass einer von uns von den Menschen gefangengenommen werden könnte..." fügte er seiner Frage erklärend hinzu. Er liess offen, wen er speziell damit meinen könnte.

    Korbin schlug sogar drei verschiedene Treffpunkte vor. Und dass man sich absprechen musste, wenn man die Treffpunkte nicht einhalten konnte.
    "Wie sollen wir uns denn absprechen, wenn unsere Gruppe auseinandergerissen wurde? Oder glaubt ihr, wir laufen gemütlich alle wie eine Kindergartengruppe nebeneinander her?" fauchte er. Verstand denn keiner die Problematik? Wie blauäugig rannten die denn durch die Welt?

    Andere Engel ... sie hatten aber ganz offensichtlich nur den einen. Und die arme Elly schien mit dem einen Portal schon überfordert zu sein. Azrael überwand die paar leeren Stühle, die sie trennten und setzte sich neben sie.

    "Du kannst das." flüsterte er ihr leise und aufmunternd zu.

    Korbin sprach von einem weiteren Engel, aber hatte der Erzmagier nicht gesagt, sie würden durch ein Tor gehen?
    "Du bist ein Engel, du kannst das." wiederholte er und streckte die Hand aus, um Ellyn zu berühren.
    Was wohl passieren würde?


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